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letzter Beitrag von Naan83 am

Versöhnlicher Jahresausklang

  • Liebe Pilzfreunde,


    nachdem das Pilzjahr 2018, zumindest was die Großpilze anbelangt, hier größtenteils ausgefallen ist, trieb es mich bei dem trübem, regnerischen Wetter der letzten Tage nochmals hinaus in die Natur. Ich hatte mir ein Kleinbiotop ausgesucht, welches nur ca. 250 m Luftlinie von unserem Haus entfernt liegt. Es handelt sich dabei um einen ehemaligen, bereits vor Jahrzehnten aufgegebenen Garten mit starker Hangneigung am Eingang eines kleinen Tales. Gekennzeichnet ist es u.a. durch einige abgebrochene Äste, umgestürzte Bäume, uralte Haselsträucher und einen riesigen Efeuteppich.




    Nachdem ich sicher hunderte Male achtlos daran vorbeigegangen bin, wollte ich mir dieses kleine Stückchen Natur endlich einmal genauer anschauen.

    Und ich wurde reichlich belohnt. Gut 30 Pilzarten konnte ich entdecken. Sechzehn von denen, davon allein fünfzehn an Holz, möchte ich Euch gern zeigen.

    Da wären natürlich zuerst einmal die „alten“ Bekannten.


    Rotrandiger Baumschwamm (Fomitopsis pinicola).



    Geweihförmige Holzkeule (Xylaria hypoxylon) mit der winterlichen Konidienform.



    Fleischfarbener Gallertbecher (Ascocoryne sarcoides), hier die NFF Coryne dubia.

    Findet man die oft sehr üppige Nebenfruchtform, kann man alle anderen Arten der Gattung ausschließen, da diese kein bzw. ein anderes imperfektes Stadium haben.




    Judasohren (Auricularia auricula-judae) in allen Größen sowohl an Holunder als auch an Bergahorn.





    Dieses „Bilderbuchohr“ leuchtete mir regelrecht entgegen.



    Auch Samtfußrüblinge (Flammulina velutipes) gab es in allen Entwicklungsphasen.





    Als wahrer Massenpilz, der zu Hunderten an abgefallenen Ästen wuchs, trat das Kugelsporige Stummelfüßchen (Crepidotus cesatii) auf. Den deutschen Namen finde ich etwas unglücklich, da die feinstachligen Sporen dieser Art zwar breitellipsoid bis subglobos sind, allerdings nicht wirklich kugelig. Eine makroskopisch identische Art, jedoch mit völlig anderen Sporen, ist Crepidotus variabilis. Man kommt hier am Mikroskopieren leider nicht vorbei.






    Nach diesen „Allerweltspilzen“ möchte ich nun einige Arten zeigen, die ich an Hasel fand.

    Beieindruckend war ein reiches Vorkommen von Krüppel-Röhrenkeulen (Typhula contorta, = Macrotyphula fistulosa var. contorta) an Ästen, die sich noch am Strauch, z.T. in luftiger Höhe, befanden.





    Natürlich durfte an diesem Substrat der Hasel-Kleiebecherling (Encoelia furfuracea) nicht fehlen.





    Einige junge Porlinge konnte ich entdecken, die ich für noch unreife Rötende Trameten (Daedaleopsis confragosa) halte.



    An dicken Ästen und Stämmen fiel desweiteren der Hasel-Rindensprenger (Vuilleminia coryli) auf.





    Kommen wir nun zu einigen Winzlingen, die an liegenden Baumstämmen wuchsen.

    Da wäre zum einen das Rasige Hängebecherchen (Merismodes anomala).

    Mit Sporen von 10-11 x 3,5-5 µm gut vom schmalsporigen Doppelgänger Merismodes confusa zu trennen, falls letzteres überhaupt eine eigenständige Art ist.



    An der Rinde eines umgestürzten Bergahorns fand ich eine kleine Gruppe winziger Schleimpilze.



    Nur wenig entfernt fielen mir einige Myxos auf, die bereits ausgesport hatten und deren Sporokarpien nur noch aus Stielchen und einer rudimentären Peridie bestanden. Ob es sich dabei um das Endstadium der vorherigen Art handeln könnte?



    Weiter geht’s es mit einigen weiteren Arten an dem Bergahorn (auf dem Biotopbild übrigens der links im Hintergrund liegende Baum mit der auffälligen Astgabel).

    Ein hübscher, nicht häufiger Pilz ist der Hellrandige Olivschnitzling (Simocybe centunculus), der mit nur wenigen vereinzelten Fruchtkörpern vorkam.





    Die abschließenden drei Pilze stellen durchweg persönliche Erstfunde dar, über die ich mich natürlich riesig gefreut habe.

    Sie ließen auch den Nieselregen und die Kälte während meiner gut zweistündigen Pilzpirsch schnell vergessen.

    Den Auftakt sollen zwei kleine Rindenhelmlinge machen. Rindenhelmlinge, da war doch kürzlich was.

    Genau. Auf Pablos Beitrag vor wenigen Wochen, wo er u.a. einige dieser Pilzchen zeigt, schrieb ich noch ein wenig frustriert:


    „Wenn ich mir Deine durchaus gelungenen Bilder ansehe, frage ich mich, wieso ich diese scheinbaren Massenpilzchen (Rindenhelmlinge) in meinen Wäldern partout nicht zu finden vermag.“


    Irgendwer muss mich erhört haben.;)

    Hier nun der erste von ihnen, der möglicherweise auf den Namen Geriefter Rindenhelmling (Mycena cf. mirata) hört.



    Ein kleiner schmutzigweißer bis blassbräunlicher Pilz, den ich wegen der Bürstenzystiden, ein- bis zweisporiger Basidien und der ca. 11 x 6,5 µm großen Sporen so genannt habe.

    Verglichen mit Ralfs wunderbarem Portrait könnte das passen, allerdings bin ich mir alles andere als sicher. Da gibt es noch einige ähnliche.







    Ein echter Hingucker aufgrund seiner graubläulichen Färbung ist der Falsche Rindenhelmling (Mycena pseudocorticola).

    Dieser wuchs in einigen Metern Abstand vom vorher gezeigten mit nur wenigen Exemplaren in kleinen Grüppchen.





    Höhepunkt für mich war allerdings ein noch winzigeres Pilzchen, das zu Hunderten an verrottenden Efeublättern wuchs. Es handelt sich um den von mir seit Jahrzehnten vergeblich gesuchten Efeu-Schwindling (Marasmius epiphylloides). Fotografisch für mich nahezu unlösbar (weiß, winzig, zerbrechlich!) habe ich versucht, das Beste daraus zu machen. Nicht optimal gelungen, aber zumindest vorzeigbar.






    Den Efeu-Schwindling findet man im Gegensatz zu seinem Doppelgänger, den Aderblättrigen Schwindling (Marasmius epiphyllus), ausschließlich an faulenden Blättern und Blattstielen von Efeu.

    Mikroskopisch unterscheidet er sich u.a. durch deutlich größere und schlankere Sporen (13-16 x 3-4 µm, eigene Messung) sowie spindelförmige und mehrheitlich kopfige Cheilozystiden.


    Soweit meine letzten Eindrücke vom vergangenen Jahr, die optimistisch ins Jahr 2019 schauen lassen.

    Und dass da etwas geht, haben Wutzi und Beli ja bereits mit ihren Neujahrs-Threads bewiesen.:thumbup:

    Wollen wir hoffen, dass es so bleibt und wir das letzte Jahr, zumindest was die Pilze angeht, schnell vergessen können.


    Danke, dass ihr meinen doch etwas sehr wortlastigen Beitrag bis zum Ende ertragen habt.


    Liebe Grüße vom Nobi


    Nur wer gegen den Strom schwimmt, kann erkennen, wieviel Unrat mit dem Strom schwimmt. (Frank Richter?)

    Chips: 88 nach diversen Verlusten - Spende für APR 2015 - 5 verdiente Chips für Emil + 3 Chips von Sarah - 5 EM-Wetteinsatz - 3 APR 2016 - 10 APR 2017 (Einsatz) + 18 APR 2017 (Gewinn).

  • Hallo Nobi!


    Was für ein Augenschmaus! Wunderschöne Pilzchen zeigst du uns da! Von den Krüppel-Röhrenkeulen höre ich das erste Mal!


    Und die Bilder von den Efeu-Schwindlingen können sich wirklich sehen lassen! Sowas Kleines, Weißes ist ja wirklich undankbar zu fotografieren, da hast du das Beste draus gemacht!


    Ich wünsche dir, dass das Jahr so vielversprechend weitergeht!

  • Hallo Nobi,

    ganz großes Kino deine Funde! Und ein Rätsel unserer Vorweihnachtspilzexkursion bei Münster ist gelöst. Auch wir haben die Keule auf einem Haselstrauch gefunden, an dem ebenfalls Haselkleiebecher wuchs. Von Keule in luftiger Höhe hatte ich noch nie zuvor gehört.

    Danke für deinen Bericht und Grüße von Irmtraud

  • Hallo Nobi!


    Tolle Bilder und Tolle Funde! Den Marasmius finde ich unglaublich Schick :love:


    Danke fürs mitnehmen!

    Liebe Grüße vom Enno  



    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~W~E~R~~~S~U~C~H~E~T~~~D~E~R~~~F~I~N~D~E~T~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


    Übers Internet verteile ich KEINE Essensfreigabe! Wer sich unsicher ist sollte einen Pilzsachverständigen aufsuchen!



    Zur Suche eines PSV's, auch in deiner Nähe einfach >>HIER<<  entlang ;)


    100-20 fürs Adventpilzrätsel = 80

  • Hallo Nobi,


    sehr schöne Funde und vor allem tolle Bilder. Den Efeu-Marasmius hast du super fotografisch eingefangen. :daumen:Witzig aber um so erstaunlicher, dass du den pesudocorticola gefunden hast. Wir haben von der Art Stand 1.1.2018 nur 2 Nachweise in Sachsen. Toller Fund.


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Hallo Nobi,


    wunderbar! Phantastische Bilder!

    Könnte deine Rötende Tramete auch der der Eichenwirrling sein?


    Liebe Grüße

    Rotfüßchen

    "Pilze sind erst einmal nicht anwesend, sie verstecken, verbergen, verschließen und tarnen sich, aber es gibt eine Wahrscheinlichkeit und eine Hoffnung, sie zu finden. Die Suche bedeutet Aufbruch, Verheißung, Abenteuer, und je vergeblicher und erfolgloser der letzte Pilzgang war, desto mehr Spannung, Erfüllung, Belohnung verspricht der nächste." (Hans Helmut Hillrichs: Pilze sammeln)


    Pilzmärchen

  • Vielen Dank für das tolle Feedback!

    Damit hatte ich bei diesen z.T. doch sehr speziellen Winterpilzen gar nicht gerechnet.

    Und die Bilder von den Efeu-Schwindlingen können sich wirklich sehen lassen! Sowas Kleines, Weißes ist ja wirklich undankbar zu fotografieren, da hast du das Beste draus gemacht!

    Ja sicher, meinen Ansprüchen genügt es auch, Sarah.

    Aber wenn ich mir vorstelle, was ein Matthias (Mreul) daraus hätte zaubern können...

    Sind die Winzlinge z. T. mit der TG4 geknipst/gestackt?

    So ist es, Ralph.

    ALLE Bilder sind mit der Olympus TG-4 aufgenommen und größtenteils mit dem integrierten Makroprogramm gestackt.

    Außerdem minimal mit XnView und PhotoScape nachbearbeitet - fertig!

    Unglaublich schöne Pilze . Ein Tolles Pilzsaison Anfang , besser als Hauptsaison 2018

    Danke, Beli!

    Recht hast Du. Hoffen wir, dass es so weitergeht. Dein Start ins neue Jahr ist ja auch vom Feinsten!

    Und ein Rätsel unserer Vorweihnachtspilzexkursion bei Münster ist gelöst. Auch wir haben die Keule auf einem Haselstrauch gefunden,

    an dem ebenfalls Haselkleiebecher wuchs. Von Keule in luftiger Höhe hatte ich noch nie zuvor gehört.

    Freut mich, dass ich weiterhelfen konnte, Irmtraud!

    Input - Output - so soll es sein!

    da hast Du ja ein spannendes Grundstück aufgetan! Bist Du da undercover eingestiegen?

    Weder under- noch overcover, Rudi.==Gnolm3

    Da kümmert sich einfach seit Jahren keiner mehr darum.

    Tolle Bilder und Tolle Funde! Den Marasmius finde ich unglaublich Schick :love:

    Den Efeu-Marasmius hast du super fotografisch eingefangen. :daumen:Witzig aber um so erstaunlicher, dass du den pesudocorticola gefunden hast.

    Wir haben von der Art Stand 1.1.2018 nur 2 Nachweise in Sachsen. Toller Fund.

    Heh, ihr Beiden.

    Wenn Ihr am Sonnabend, dem 05. Januar noch nichts besseres vorhabt, könnt ihr gern vorbeikommen.

    Von 12 bis 15 Uhr hätte ich Zeit für Euch, vielleicht auch etwa länger.

    Auch wenn sich momentan eine mehrere Zentimeter dicke Schneedecke über das Biotop gebreitet hat, sollten die Schwindlinge und Helmlinge noch zu finden sein.

    Gebt mir bis spätestens Freitagabend Bescheid.

    Oh, wie schön, Nobi!

    Das sind ja echte Juwelchen, die Du da zeigst. Besonders angetan haben es mir die Hängebecherchen und die wiiinzigen Helmlinge... ==10

    Danke, Tuppie.

    Ja, die sind schon hübsch. Da gehe ich jedes mal symbolisch in die Knie, wenn ich so etwas entdecke.


    LG, Nobi


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  • Könnte deine Rötende Tramete auch der der Eichenwirrling sein?

    Ich glaube nicht.

    Natürlich habe ich auch schon in diese Richtung gedacht.

    Aber ein Eichenwirrling an Hasel?

    Jung darf die Rötende Tramete durchaus so kompakt daher kommen.


    LG, Nobi


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  • Hi,


    Samstag 15 Uhr bei dir zu Hause? Sollte klar gehen. Darf ich auch Steffen ggf. mitbringen? Meine DVD könntest du mir ja dann auch wieder geben. ;)


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Da zeigst du uns aber jede Menge schickes Zeug.

    Auch wenn es nicht der spektakulärste Fund ist ist für mich die Simocybe am interessantesten.

    Das ist so ein Pilz den ich noch nie finden konnte bzw. bin ich irgendwie gar nicht in der Lage den zu erkennen.

    Jedenfalls ganz sicher nicht vor Ort.

    Umso toller natürlich deine Bilder dazu. Muß ich mir einprägen. Irgendwann pack ich den vielleicht auch mal.


    Danke für den sehr gelungenen Bericht!

  • 12 bis 15 Uhr, Stefan.

    Ab 15 Uhr habe ich schon wieder diverse Termine.

    Und den "Bärtigen" darfst Du natürlich gern mitbringen.;)


    Bis dahin werde ich auch hoffentlich die DVD finden, die ich irgendwie verlegt habe.

    Ich würde mich freuen, wenn es klappt.

    Mit Euch und natürlich auch mit der DVD.


    Liebe Grüße vom Nobi


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  • Gut, dann um 12 bei dir; ist mir auch recht. :)

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


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  • Ach, Nobi, was für ein schöner Spaziergang, welch schöne Funde!

    Da sieht man, daß man oft gar nicht weit gehen oder gar fahren muß, um kleine Naturwunder zu sehen!

    Liebe Grüße,

    Helau und Alaaf!
    Grüni/Kagi ==11


    113 Pilzchips
    (118 (Stand Ende APR 2017) - 2 Einsatz OsterBrätzel - 1 an EberhardS für Western-Rätsel - 2 für Nobis verrücktes Wirbelrätsel - 15 Einsatz APR 2018 + 3 Wurmrätsel + 4 Prämie APR-Präsenz + 5 Platz 15 APR 2018 + 3 Danke, Pilzmichi)


    –––––•~•–––––•~•–––––•~•–––––•~•–––––•~•–––––•~•–––––•~•–––––•~•–––––•~•–––––


    Meine Zeichnungen und Fotos sind außerhalb dieses Forums
    nicht ohne meine vorherige Genehmigung zu verwenden!


    Grünis/Kagis verrückte Pilzwerkstatt

    Pilze an ungewöhnlichen Orten finden!

  • Hallo, Nobi!


    Vermutlich wäre ich da auch oft vorbeigegangen, ohne richtig zu gucken. Dicke Efeupolster schrecken mich oft ab.

    Großartig dargestellt aber, wie es dann auch an so einem Ort aussehen kann, wenn man sich die Zeit nimmt doch mal genauer hinzuschauen.

    Sehr spannende und schöne Pilze!



    LG, Pablo.

  • Auch wenn es nicht der spektakulärste Fund ist ist für mich die Simocybe am interessantesten.

    Das ist so ein Pilz den ich noch nie finden konnte bzw. bin ich irgendwie gar nicht in der Lage den zu erkennen.

    Jedenfalls ganz sicher nicht vor Ort.

    Die Simocybe findest am sichersten in Totholzwäldern, z.B. einen solchen wie wir zum Nordtreffen 2016 geentert haben.

    Klein, olivgrün und an Holz - den erkennst Du dann schon, Mausi!

    Hallo Nobi,

    "warum in die Ferne schweifen..." .......wenn man auch in der Nachbarschaft so schöne Funde machen kann. Großes Kino, danke.

    Danke, Ralf!

    "Warum in die Ferne schweifen, siehe, das Gute liegt so nah" war der ursprüngliche Titel meines Threads. :thumbup:

    Dieses Beinahe-Goethe-Zitat habe ich letztlich durch den aktuellen Titel ersetzt.

    Gut, dann um 12 bei dir; ist mir auch recht. :)

    Ich blase die Aktion schweren Herzens ab, Stefan.

    Die Helmlinge sind dem Frost zum Opfer gefallen (wir hatten hier -6°C heute nacht) und die Schwindlinge sind unter einer 10 cm dicken Neuschneedecke begraben,

    falls sie nicht auch erfroren sind. Verschieben wir es, bis es wieder milder wird und die Pilze (hoffentlich) zurückkommen.

    Da sieht man, daß man oft gar nicht weit gehen oder gar fahren muß, um kleine Naturwunder zu sehen!

    Genau so ist es, Grüni.

    Wenn man mit offenen Sinnen durch die Natur geht, kann man immer wieder unerhörte Dinge entdecken.

    Und wenn es "nur" im eigenen Garten ist.

    Vermutlich wäre ich da auch oft vorbeigegangen, ohne richtig zu gucken. Dicke Efeupolster schrecken mich oft ab.

    Wobei sich gerade da dank des dichten Blätterwaldes ein pilzfreundliches Mikroklima einstellt.

    Ideal für Kleinpilze. Ich war jedenfalls nicht das letzte Mal dort!

    Zumal es nach Ellis & Ellis noch einige Pyrenos an Blättern und Holz geben soll.


    Liebe Grüße und nochmals danke für eure durchweg positiven Kommentare.


    Nobi


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  • Hallo Nobi,


    sehr schön! Mir gefällt natürlich v.a. der Efeu-Schwindling, den hab ich bisher auch noch nicht gesehen. Hab zwar einige potentielle Standorte auch hier entdeckt, aber dank kräftigen Frösten und auch Schnee brauch ich hier schon seit einiger Zeit nicht mehr danach zu suchen. Aber früher oder später krieg ich den auch.

    Mycena pseudocorticola scheint ja heuer auch überall aufzutauchen, nur bei mir nicht, den hatte ich in anderen Jahren öfters. War aber auch nicht an den Hauptstandorten, dafür reichte die Zeit dann nicht.

    Mycena mirata sollte mit der Sporengröße passen, wobei 6,5 Breite aber schon das Maximum sein müsste.


    Dann hoffen wir mal auf ein regen- und sehr pilzreiches Jahr 2019.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Je intensiver man sich mit Pilzen beschäftigt, desto komplizierter wird es, sie zu bestimmen.

  • Hallo Nobi, feine Bilder! Der Winter hält doch noch etwas für uns Pilzfreaks bereit. Also das mit mit den üppigen Nebenfruchtformen von Ascocoryne sarcoides konnte ich jetzt wunderbar rekapitulieren und mir ist völlig schleierhaft, wie Du diesen winzigen Efeu-Schwindling finden konntest. Der ist eine echte Schönheit.

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

  • Hallo noch mal Nobi!

    Diese kleinen Helmlinge auf den Efeublättern... benötigen die nur das kaltfeuchte Wetter oder wachsen die auch wenn es wärmer ist und genügend Feuchtigkeit da ist? Ich habe ja auch Tonnen von Efeu im Garten, lohnt sich das, da drunter mal archäologische Nachforschungen anzustellen?

  • Servus Nobi,


    Dein Beitrag wäre mir beinahe entgangen, den hab' gerade noch am Rockzipfel erwischt. Ausrede: APR


    Zu Deinen Funden und Aufnahmen wurde schon alles geschrieben, nur nicht von allen ...


    Gratuliere Dir zu den Persern, danke für Deinen Bericht und die Gedächtnisstütze zur Olympus TG-4,


    LG

    Peter


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    Es reicht ein Hut aus Zunderschwamm als Statussymbol. Brennt nur der Kopf, wenn der Blitz einschlägt.

  • Hallo Nobi,


    danke für die Info. Lass uns bitte die Tage mal telefonieren, wenn es geht. Ich wollte gerne auch noch 2-3 andere Sachen mit dir besprechen.


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


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