Beiträge von Hassi

    Hi Nobi,


    ich danke Dir! An Fuchs dachte ich auch. Fuchsdung hatte ich schon mal eingesammelt, aber aus Respekt vor Echinococcus doch nicht mit in die Wohnung genommen. Da waren Haare von Kleinsäugern drin, in dieser Probe fand ich dagegen pflanzliche Reste. Füchse fressen vielleicht auch Gras, wenn Sie nichts besseres finden...


    Wie siehst Du das mit dem Fuchsbandwurmrisiko? Soll ich die Proben besser entsorgen?


    Viele Grüße

    Ralph


    Edit: Die Größe ergibt sich aus den 5mm-Schulheft-Karos: 4-6cm

    Liebe Dungpilzfreunde,


    Ende Mai waren wir in Südfrankreich unterwegs und ich sammelte u. a. auch ein paar Dungproben ein.

    Leider bin ich mir da mit der Zuordnung meist unsicher, es gibt wohl auch keine Bestimmungsliteratur dafür ;-)

    [Wäre doch eine Marktlücke, "Was stinkt denn da" oder so ähnlich ...]


    Das hier (Col de Cayolle, 2400m) halte ich für Murmeltierdung. Es lag zumindest da herum, wo sich auch häufig Murmeltiere aufhielten.



    Im Web fand ich nur das:


    Losung - Lexikon der Biologie


    und da sieht Murmeltierdung anders aus.


    Folgende Probe stammt aus der Gorges de Daluis (beeindruckende Schlucht. ca 800müNN, roter Tonschiefer mit spärlicher, aber interessanter Vegetation) :



    Könnte das von einer Ziege sein?


    Leider ist mein PC derzeit defekt und so kann ich auch keine Mikrofotos machen.

    Deshalb habe ich mit den feuchten Kammern bisher auch noch nicht angefangen.

    Die Hälfte der Proben gab ich dem Eike, so ist wenigstens sichergestellt, daß sich keine schöne Art unbemerkt davonschleichen kann...


    Wenn was wächst, werdet Ihr es erfahren!


    Viele Grüße

    Ralph

    Hallo Nobi,


    ich bin schon gespannt auf die Bilder.

    In Troyes waren wir vor zwei Jahren sogar zwei mal. Einmal übernachteten wir dort auf der Rückreise von der Bretagne und dabei fanden wir die Stadt so spannend, dass wir im Herbst noch ein verlängertes Wochenende dort verbrachten.

    Deine Begeisterung für die Kathedrale - und die tolle Orgel darin- teile ich. Wir konnten erfreulicherweise einem begabten Organisten beim Üben zuhören.

    Als Vegetarier blieb mir der Andouillette-(1A) Genuss natürlich versagt, meine Freundin meinte aber, sie schmecke wie das, was sie im vitalen Zustand transportiert.

    [edit.: aber vielleicht ist das genau der "grand goût", den Dungpilzfreunde lieben ;-) SCNR]


    Liebe Grüße

    Ralph

    Hallo Karl,


    klasse Beitrag, vielen Dank dafür!

    Ich steuere auch noch ein Bild bei, aufgenommen am vergangenen Freitag am Col de Cayolle (frz. Seealpen) auf etwa 2000müNN. Die rote halte ich für Orchis morio, die zwei gelben Orchideen könnten Orchis pallens sein. Gibt es dagegen Einwände?


    Liebe Grüße

    Ralph

    Hallo zusammen,


    gestern waren wir in einem semiariden Kalkgebiet (vergleichbar mit unserem Jura) ca. 50km nördlich von Cannes in einem ehemaligen Olivenhain (Oliven, Flaumeichen, Steineichen, Pistazien, Perückensträucher...)

    Dort wuchs in einem Bereich mit verrottendem Laub diese Gruppe von Pilzen.


    Das große Exemplar hatte einen Hutdurchmesser von etwa 4cm.

    Geruch: erdig, nicht unangenehm, wie man das auch von manchen Cortinarien kennt.

    Leider habe ich hier keine Möglichkeit zur Mikroskopie.

    Ist mein Pilz dennoch bestimmbar?


    Liebe Grüße

    Ralph

    Hallo Thomas,


    Cladonia sollte auf jeden Fall stimmen, aber in diesem Zustand dürfte eine Bestimmung auch für Fachleute schwierig sein.

    Ich würde mir an Deiner Stelle- wie es auch Abeja empfahl- andere Gattungen aussuchen:-)


    Auch von mir ein Literaturtip:


    Flechten einfach bestimmen – Quelle & Meyer Verlag


    Das Buch ist klasse!


    Viele Grüße

    Ralph

    Grüß Dich Nobi,


    vielen Dank für die Bestimmung von Sporormiella lageniformis! Ich denke, die Art werde ich beim nächsten Mal auf jeden Fall wieder erkennen.

    Übrigens finde ich es klasse, dass Du immer so viele tolle Infos mit dazu packst und Dir sogar die Mühe machst, entsprechende Links und Threads rauszusuchen. Auch hierfür bei dieser Gelegenheit ein herzliches Dankeschön!


    Liebe Grüße

    Ralph

    Hallo Dungpilzfreunde,


    ich halte seit Ende März etwas Pferdedung in feuchter Kammer und darin tut sich immer noch etwas.

    Heute fiel mir eine Gruppe Kernpilze auf , die auf einem freiliegenden Getreidekorn wuchsen.

    Bei einem Pseudothecium sieht man oben einen Sporenschlauch herausragen.




    Die Sporen haben diagonale, sigmoidale (?) Keimspalten und sind 3-fach septiert.




    Sporen [95% • 7 • QPr • v • H2O(nat) ] = 33,7 - 35,8 - 37,9 x 5,6 - 6,3 - 7 µm

    Hier noch eine Ausschnittsvergrößerung:


    Ist Sporormiella korrekt? Könnt Ihr mir womöglich sogar die Art bestimmen?

    Liebe Grüße

    Ralph

    Hallo zusammen,


    gestern fanden wir auf einer Bergkuppe bei Münsingen (Schwäbische Alb, 800müNN) diese Gruppe von Gentiana lutea.




    An den Stängeln der vorjährigen Blütenstände fielen zahlreiche, etwa 200µm große schwarze Pusteln auf, die z.T. an Becherlinge erinnerten.



    Diese "Fruchtkörper" wachsen entweder subepidermal oder zwischen der pflanzlichen Epidermis und der aufliegenden Wachsschicht, so ganz klar war mir das nicht.

    (Auf dem Übersichtsmakro sieht man noch kleine, bräunliche Pusteln und unscharf begrenzte, dunklere Areale. Vielleicht ist das ja nochmal was ganz anderes (?) ...)


    Ich fertigte einen Dünnschnitt an und erwartete eigentlich massenhaft Konidiosporen. Stattdessen sah man eine gewebeartige Struktur aus sehr dickwandigen Zellen.


    Ich kann das nicht so richtig deuten. Handelt es sich bei diesen Zellen bereits um Konidien oder werden da erst noch welche draus?

    Mir ist schon klar, daß man bei solchen Objekten selten eine Artdiagnose bekommt. In "The Coelomycetes" von SUTTON steht jedenfalls auch nichts, was schon mal auf Gelbem Enzian gefunden worden wäre, aber vielleicht wäre das ohnehin das falsche Buch...

    Hat jemand von Euch eine Idee, wohin mein Pilz gehören könnte?


    Viele Grüße

    Ralph

    Hallo zusammen,


    ich danke Euch für die netten Kommentare!


    Vorgestern habe ich tatsächlich noch 10mg (mit Sandkörnern;-) Apothecien gesammelt und für einen Tag in 0,5ml Aceton eingelegt.

    Das Bild zeigt etwa die Hälfte der Ernte:


    Diese Lösung wurde auf einen erhitzten Objektträger getropft, das Aceton verdampfte sofort, zurück blieb ein schlieriger Belag. Dazu ein Tropfen Essigsäure-Glycerol-Gemisch, ein Deckglas darüber. Das Ganze wurde schließlich bei knapp 100°C kurz erhitzt.


    Mittlerweile (nach etwas über einem Tag) sieht man bei gekreuzten Polfiltern diese Kristalle (Collage, bearbeitet):

     

    Es dürfte sich dabei um zwei, vielleicht auch drei verschiedene Substanzen handeln. Ob typische Flechtenstoffe dabei sind, kann ich nicht sagen,

    es könnten natürlich auch irgendwelche unspezifischen organischen Sustanzen sein, wie z.B Oxalate, Ascorbate, etc... In den Aufnahmen von HUNECK/YOSHIMURA (1996) ( Identification of Lichen Substances | Siegfried Huneck | Springer ) habe ich jedenfalls nix gefunden, was passen könnte.


    Das war jetzt nicht so berauschend, was ja auch zu erwarten war. Andere Flechtenarten bieten da schon mehr fürs Auge. Das folgende Bild zeigt das Mikrokristallinventar von Paremelina tiliacea. Bei den großen flauschigen Gebilden handelt es sich ziemlich sicher um Lecanorsäure, die kleineren Kristalle sind eine bunte Mischung aus einigen anderen Substanzen.




    Irgendwie hat das was von Deep Sky :gschock:


    Viele Grüße

    Ralph

    Hallo zusammen,


    da sich hier hin und wieder auch Flechtenfreunde tummeln, stelle ich heute mal meinen Mittagspausenfund vom Mittwoch ein.


    Wenn das Wetter taugt, mache ich meine Pause gerne auf dem Flachdach meines Arbeitgebers.


    Ein Hausrotschwanz singt mir dort immer wieder was vor, aber ansonsten wirkt die nähere Umgebung dort ziemlich abiotisch. (Auf der Nordseite des Daches konnte sich ein Magerrasen etablieren, aber darüber vielleicht ein anderes Mal)


    Ich war halbwegs erstaunt, als ich gestern auf einem Stein mehrere Apothecien einer Flechte entdeckte. Der Kiesel besteht aus Sandstein und enthält eine nicht geringe Menge an Kalk, wie ein Tropfen HCl-konz. bewies.




    Hier einige Mikromerkmale:



    Die Merkmale passen ganz gut zu Sarcogyne regularis, einer Sammelart die in "Die Flechten Deutschlands" nicht weiter differenziert wird. Die Apothecien sollen meist bereift sein, was bei meinem Fund nur stellenweise der Fall ist. Auch sind die Apothecien meiner Flechte mit durchschnittlich 2,6µm ein gutes Stück zu breit, laut meinen Büchern sollen die maximal 2µm haben und länglich elliptisch sein. Trotzdem denke ich, dass es eine der 15 im Index fungorum verzeichneten Formen bzw. Varietäten dieser Art sein dürfte. Wenn jemand von Euch mehr darüber weiß, würde ich mich über Hinweise sehr freuen.


    Laut "Die Flechten Baden-Württembergs" gilt S. regularis als Pionier lichtreicher Standorte, besiedelt Kalkstein, kleine Steine und auch anthropogene Substrate. Auf der Schwäbischen Alb kommt sie in fast jedem MTB vor.


    Flechtenstoffe enthält sie angeblich keine, trotzdem mache ich noch einen Acetonextrakt von einigen FK und versuche in Glycerinessig Kristalle zu züchten. Wenn was dabei rauskommt, reiche ich die Bilder noch nach...


    Eine Allerweltsflechte - aber immerhin angenehme Gesellschaft, die mich in der Pause nicht volltextet;-)


    Viele Grüße

    Ralph

    Hallo Frank,


    ich weiß nicht, wie gut Du Dich mit Pilzen auskennst, aber bist Du Dir bei Bild 9 sicher, daß es wirklich eine Morchel zeigt? Die könnte auch glatt als Frühjahrslorchel durchgehen, finde ich :–\


    Viele Grüße

    Ralph

    Hi Matthias,


    auch ich warte gespannt auf eine Pilobolus-Monographie aus Deiner Feder:-) Deine Fotos des Schildgebuckelten (Geschildbuckelten?;-) Pilllenwerfers sind mal wieder so spitze, wie man es von Dir gewohnt sein darf.


    Pilzmäßig wollte ich mich eigentlich noch nicht allzu sehr fokussieren, dazu fehlt es mir noch an grundlegender Artenkenntnis, aber die Dungpilze werde ich auf jeden Fall stets irgendwie mitlaufen lassen. Obwohl es anfangs Mißtrauen gegen Sch*** im Regal gab, war auch meine Familie vom Anblick mancher dieser Geschöpfe begeistert.


    Bei uns in der Nähe werden auf einem alten Steinbruchgelände Auerochsen-Abbildzüchtungen und Konikpferde gehalten, die weitgehend sich selbst überlassen sind:


    Urzeitweide im Steinbruch Gerhausen | HeidelbergCement Deutschland


    Nur in sehr strengen Wintern soll etwas zugefüttert werden. Es handelt sich um ein verhältnismäßig großes Gelände, das schon vor dieser Form der Nutzung ein ökologisches Kleinod war. Ich hoffe, da auch mal an Dungproben zu kommen.


    Viele Grüße

    Ralph

    Hallo zusammen,


    ich danke Euch für die netten Kommentare und die Bestätigung von Pilobolus kleinii!

    nobi : ich bin Deiner Empfehlung gefolgt und habe mal die Suchen-Funktion bemüht. Da findet sich wirklich jede Menge zu Pilobolus. Die nächsten Tage bin ich verreist und da werde ich abends auf meinem Zimmer viel Zeit zum Schmökern haben..


    Liebe Grüße

    Ralph

    Hallo zusammen,

    meine Rehköttel (vormals Hasenbebbel :grolleyes:) von neulich bringen erstmal nichts Teleomorphes mehr hervor, erfreuen aber das Auge mit einem seidigen, weißen Fell.

    Zum Glück habe ich auch noch was vom Pferd in feuchter Kammer (seit dem 25.03.) und darauf wachsen gerade eine Menge hübscher Ascomyceten. Ein paar davon wollte ich mir heute vornehmen, doch plötzlich stellt sich da wieder ein einsamer Pilobolus provozierend in den Weg.

    Ich konnte nicht widerstehen und war gespannt, ob das wieder P. crystallinus ist oder vielleicht doch eine andere Art.



    Das Auflegen des Deckgläschens wurde unbeschadet überstanden, nur die Kanone ging dabei los.



    Die Trophocyste war übrigens komplett innerhalb des Substrats.


    Die Sporenmessung ergab dann, daß es sich nicht um P. crystallinus, sondern eher um P kleinii handelt, wobei ich da noch ein "cf." davor setzen würde, da die Sporen doch eher in Richtung breitoval gehen. Aber was sollte es sonst sein? P. ödipus scheidet wohl aus, dafür sind die Sporen nicht globos genug und außerdem zu dünnwandig.



    Sporen [95% • 10 • QPr • v • H2O(nat) ] = 12,4 - 13,9 -
    15,3 x
    9,1 - 9,5 - 10 µm. Farbe: zart gelb.


    Einen schönen Abend wünscht

    Ralph

    Hallo Grüni,


    stimmt, ich habe das gerade bei Deinem letzten Beitrag getestet. Da habe ich jedenfalls keinen Zugriff auf den ursprünglichen Text. Dann ist ja alles OK.

    Trotzdem: Alte Versionen von Betreffszeilen können von jedem eingesehen werden, das ist definitiv so. Wenn man sich’s genau überlegt, könnte das zum Verständnis des Threads ja auch wichtig sein, deshalb hat das schon seine Berechtigung.


    Also ich verstehe die Aufregung gerade auch nicht mehr.


    Gruß

    Ralph

    Wenn, wie Hassi schreibt, die älteren Versionen für alle einsichtbar einsehbar waren (War das so? Wo? Bei meinen Beiträgen ist das nicht so.) - dann sollte das wirklich überprüft werden.

    Hallo Abeja,


    das war schon so. Da hatte jemand ein Wort statt einem „ie“ mir ein „i“ geschrieben und dies später korrigiert. Ich weiß nur nicht mehr wo das war. Jedenfalls in einer Betreffszeile


    Ganz praktisch, daß ich mich neulich bezüglich eines Subtrats geirrt hatte ;-) und dies jetzt korrigieren konnte:


    Pilz auf Rehdung - Coprophile Pilze - Pilzforum.eu


    Scroll mal ans Ende des Threads. Da heißt es „Der Betreff wurde geändert...“

    Das war für mich auch noch im abgemeldeten Zustand sichtbar.


    Euch allen einen schönen Sonntag!

    Gruß

    Ralph


    PS.: Die übrigen Hasenköttel im Text putz ich selbstverständlich

    bei nächster Gelegenheit noch weg.


    PS: Jetzt hab ich gerade hier noch etwas editiert und jetzt heißt es: Es gibt ältere Versionen des Betrags . Wenn man draufklickt kann man die lesen, aber nur wenn man (nur ich oder jeder?) eingeloggt ist.