Beiträge von Hassi

    Ein Mikroskop steht zur Zeit nicht auf dem Plan. Erstens ist es ja nicht mit dem Mikroskop getan sondern man braucht ja dann auch wieder die entsprechende Literatur und das Wissen dazu und zweitens für all dieses fehlt mir neben der Zeit auch leider das Geld. Schade zwar aber eben gerade nicht zu ändern :)

    Wenn Du mal so weit bist, daß nur noch die Literatur fehlt, dann schreib mir einfach ne PN!


    Liebe Grüße

    Ralph

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    Und ich finde das alles legitim, auch wenn ich nicht alles gleichermaßen sympatisch finde(n muss). Was mich bei der (angeleiteten) Naturliebe dieser Menschen aber verwundert, ist daß die Hinterlassenschaften nicht nach Gebrauch zurückgebaut werden.

    Warum auch? Es bleibt Totholz und zudem wurde eine vertikale Struktur mit speziellem Mikroklima geschaffen, die für manche Organismen (Arthropoden, Pilze, Kleinsäuger) nicht uninteressant ist.

    Ich blättere zur Entspannung immer wieder in Pilz-Bilderbüchern (am liebsten in großformatigen wie den Ludwig) und einiges bleibt auch immer wieder hängen.


    Den größten Lerneffekt - egal um welche Organismen es ging - hatte ich aber immer mit dichotomen Bestimmungsschlüsseln. Wenn man sich bis zu einem validen Ergebnis durcharbeiten konnte, hat man so viele Seitenwege geprüft, Arten ausgeschlossen etc., daß man beim nächsten Neufund schon immer wieder ein déjà vu- bzw. Aha-Erlebnis haben kann.


    Ich würde auch ein paar der vorgestellten Einsteigerbűcher kaufen, den allgemeinen Teil gut durcharbeiten und dann konsequent zumindest Gattungschlüssel benutzen. Einige der vorgestellten Bücher enthalten Gattungsschlüssel, es gab auch mal einen guten von Bresinski (mit und ohne Mikromerkmale), aber der dürfte taxonomisch nicht mehr ganz aktuell sein...


    Liebe Grüße

    Ralph

    Hallo Ralph,


    danke. Hast Du vielleicht auch eine Erklärung dafür, warum es solche Stellen auch ab und an in den alten aufgelassenen Steinbrüchen gibt? Zwar nicht quitschsauer aber eben doch ein wenig. Kann dies den gleichen Grund haben?


    Und nein, dieses Buch habe ich leider nicht. Die Vorschauseiten lesen sich aber gut.

    Du meinst, ob dies hackstutz helfen könnte? Ich glaube ehrlich gesagt weniger, es sei denn hackstutz arbeitet sowieso schon zur Pflanzenbestimmung mit dem Rothmaler und/oder kann die diversen Pflanzen bestimmen.

    In alten Steinbrüchen hat man ja oft stark verdichtete Böden mit Staunässe, vielleicht fördert das auch eine Versauerung, da können aber andere sicher mehr darüber erzählen.

    Unter Fichten trifft man wegen der sauren Nadelstreu auch oft auf eine oberflächliche Versauerung, aber das weißt Du wahrscheinlich schon.


    Nein ich dachte eigentlich nicht an hackstutz, ich hängte mich einfach an seine Frage dran, da ich dieses Buch schon eine Weile im Visier habe, aber nicht weiß, ob ich es so oft brauchen werde...


    Liebe Grüße

    Ralph

    Ich erinnere mich dass ich erst in diesem Jahr in Dollnstein nicht schlecht gestaunt habe, als ich mitten im besten Kalkgebiet inmitten eines typischen Orchideen-Buchenwaldes völlig unvermittelt einen Flecken mit relativ vielen Heidelbeeren sah - Heidelbeeren sind ein eindeutiger Säureanzeiger.

    Hallo Maria,


    solche Ecken kenne ich auf der Schwäbischen Alb auch - sogar mit Arnica montana - da liegt dann i.d.R. eine Feuersteinüberdeckung vor, die durch langfristige bodenchemische Vorgänge zustande kam. Da ist es dann auch wirklich quietschsauer.


    Kennst Du vielleicht dieses Buch: Bestimmungsbuch der Pflanzengesellschaften Deutschlands | Rudolf Schubert | Springer ?


    Ich überlege mir, ob ich das vielleicht anschaffe. Könnte das in dem angefragten Zusammenhang brauchbar sein? Mit den Rothmalers komme ich eigentlich prima klar ...


    In pflanzensoziologischem Zusammenhang sicherlich nützlich, aber leider vergriffen:


    Lothar Krieglsteiner: Pilze im Naturraum Mainfränkische Platten und ihre Einbindung in die Vegetation. Regensburger Mykologische Schriften 9a+b, 1999, 905 S.


    Liebe Grüße

    Ralph

    Was mich jetzt interessieren würde, wie war das Blühverhalten des Frühlings-Enzianes in Eurer Region im Herbst diesen Jahres? Auch erheblich mehr als normal? Auch beinahe so wie im Frühling? Wäre doch interessant zu vergleichen ob es sich um Einzelphänomene regional stark begrenzt handelt oder ob da generell etwas anders ist.

    Da kann ich leider nichts dazu sagen, da ich diesen Herbst aus gesundheitlichen Gründen kaum nach draußen kam. Dieses Frühjahr fiel die Blüte aber so üppig aus, daß man schon aus größerer Entfernung einen blauen Schimmer auf der Heide sah.


    Liebe Grüße

    Ralph

    Wenn ich mir die Pfaffenhütchenfrüchte vorstelle, wird der Schiss schon recht nah aufgenommen worden sein. ;-)

    Je nachdem könnte das dann auch von einer Wacholderdrossel oder von einer Krähe stammen.

    Wenn man sich die Oberfläche in der Vergrößerung anschaut, haften daran größere und kleinere weiße Körnchen. Die könnten auch für einen Vogel sprechen, da die ihre Exkretionsprodukte ja in fester Form (Harnsäure) über den Darm ausscheiden.

    Hallo Maria,


    es ist natürlich schon ein Riesenprojekt, sich gleich in drei Organismenreiche einzuarbeiten. Da muss man natürlich Prioritäten setzen und zwangsläufig einiges links liegen lassen. Warum also nicht mit den RL-Arten beginnen?


    Frühlingsenziane sind bei uns (Ehingen/Donau) an den einschlägigen Standorten ein Massenphänomen. Die deutlich schwächere Herbstblüte kommt zuverlässig jedes Jahr wieder. Ich habe auch den Eindruck, daß Nordhänge bevorzugt werden, besonders solche, wo oberhalb nur noch Wald und keine Landwirtschaft ist.


    Liebe Grüße

    Ralph

    Im Frühsommer findet man sowas mit Kirschen. Je nach Größe (wird aus dem Bild nicht deutlich) ist das entweder Dachs- oder Fuchskot.

    Für den Fuchs spricht, daß ein Ende etwas zugespitzt wirkt und daß der Kot exponiert auf einem Stamm abgelegt wurde.

    Ankes Vorschlag mit den Pfaffenhütchen hört sich gut an!


    Liebe Grüße

    Ralph

    Ich oute mich auch mal als Verfechterin für die vernünftige Schreibweise und finde manche Texte sehr anstrengend zu lesen, auch solche, wo ständig zwischen wenigen Worten zig Pünktchen gesetzt werden. Was sollen die bedeuten?? :gzwinkern:

    Kunstpause, oder virtueller Trommelwirbel?


    Jedenfalls ein Hinweis darauf, daß eine unglaublich profunde Aussage unmittelbar bevorsteht :)

    Auch noch von mir nachträglich "Alles Gute" mit einem Bild unserer leuchtenden Saftlingsgesellschaft.

    Der grüne Boletoide hat sich schon in die Winterruhe verabschiedet ;-) Liebe Grüße

    Ralph

    das Raubfliegen-Buch klingt ja interessant. Ich weiß nicht ob dass bei allen Raubfliegen so ist, aber zumindest die Gelbe (die im englischen den unglaublich lustigen Namen 'bumblebee robberfly' hat), ist ein sehr dankbares Fotomotiv, weil sie sich minutenlang am selben Baumstumpf nahezu regungslos sonnt, und nach ihren "Streifzügen" auch immer wieder zu diesem wiederkehrt, desweiteren unbeeindruckt zulässt ihr sehr Nahe zu kommen.

    Alle Bilder des Buchs sind - soviel ich weiß - mit einem 150mm-Makroobjektiv an einer Vollformat-DSLR auf einem stabilen Stativ (!) in den frühen Morgenstunden entstanden. Die Tiere sind da noch inaktiv und man kann in aller Ruhe Kamera, Aufhelldiffusoren etc. installieren.

    Wobei, die Frechheit seine Beutetiere auszusaugen, nicht nur unter den Krabbenspinnen verbreitet ist. Von ähnlicher Gemeinheit strotzend ist die Gelbe Raubfliege (Laphria flava). Aufgenommen in Dossenheim.

    Scheußlich, die gehören definitiv verboten. ;)

    Spaß beiseite, dieses Büchlein


    https://www.amazon.de/die-raubfliegen-deutschlands-beobachten-bestimmungsbücher/dp/3494017336/ref=sr_1_fkmr0_1?__mk_de_de=åmåžõñ&keywords=raubfliegen+wolf&qid=1572732112&sr=8-1-fkmr0


    gehört sowohl fachlich als auch fotografisch mit zum Besten, was in letzter Zeit veröffentlicht wurde.


    Liebe Grüße

    Ralph

    Ich hab den Junior schon ein paarmal Steinpilze „finden“ lassen. Das war natürlich jedesmal ein großes Erfolgserlebnis, das auch im Video festgehalten und über WA publiziert wurde, aber nachhaltig war das leider bisher nicht. Im letzten Jahr waren wir in den frz. Seealpen unterwegs und ich gab ihm die Aufgabe -gegen Honorar- eine Letharia vulpina (Wolfsflechte) zu finden und beschrieb sie ihm ausführlich. Er hat mir dann tatsächlich eine angebracht.


    Anderer Leute Kinder auszuleihen ist eine feine Idee. Das waren bis jetzt auch immer die entspanntesten Touren...

    deinen Kindern die Natur zeigen und näherbringen willst! ==Pilz25 Das ist ein gutes Ziel.

    Ja, finde ich auch. Wenn mir jemand noch ein griffiges Rezept hätte, wie man einen Neunjähringen davon überzeugt, daß man im Wald auf viel spannendere Organismen stößt als im offiziellen Pokedex-Katalog, dann wäre ich sehr dankbar... 😩