Beiträge von nobi

    ...da ich meine, dass es Cercophora anisura ist. Mal schauen, ob das, was ich herausgefunden habe, für eine Bestimmung reicht:

    Größe der reifen Sporen: 17,8-18,3X8,7-9

    Die Asci hatten im oberen Bereich eine Art Kugel und am Perithecienhals konnte man so etwas wie Squamofolien entdecken.

    Scheint zu passen, Matthias.

    Ein Verwechslungskandidat ist Cercophora mirabilis, die neben einem subapikalen Kügelchen im Ascus ebensolche pallisadenartige "Haare" im Halsbereich aufweist.

    Hier sind die Sporen allerdings größer, unbedingt auch die unreifen vermessen!

    Bei C. anisura sind auch die hyalinen Sekundäranhängsel verschieden groß (apikales Anhängsel kürzer als das basale), während sie bei mirabilis gleichlang sind.

    Auf einem deiner Bilder glaube ich verschieden lange Sekundäranhänsel zu sehen, was für anisura spräche.


    Dabei bin ich an einem Feld vorbeigekommen, auf dem der Bauer einen riesigen Misthaufen aufgehäuft hat.

    Solche Misthaufen sind Gold wert für uns Dungpilzfreunde!:)

    Findet man doch hier viele Arten, die eher nicht direkt auf Dung fruktifizieren.

    Wie eine ganze Reihe von Tintlingen, zB Coprinellus bisporus und marculentus oder Coprinopsis cinerea und macrocephala.

    Hier als Beispiel und zum "anfüttern" Coprinopsis cinerea.



    Am Blasigen Becherling (Peziza vesiculosa) habe ich keine Zweifel.

    Auch das ist eine Charakterart solcher Standorte. Mitunter findet man den auch auf faulenden Strohballen wie in diesem Fall.



    Den Dunghaufen unbedingt weiter beobachten, am besten in regnerischen Perioden oder am frühen Morgen.


    Liebe Grüße, Nobi

    Hallo Dippold,


    leider hast Du vergessen, wichtige Funddaten anzugeben.:(

    Fundort, Fundzeit, genaues Substrat, Größe der Fruchtkörper, der Asci und der Sporen.

    Ist das eine Hyphenmatte, auf der die Apos wachsen?


    Also, mit dieser kärglichen Vorstellung kann ich dir leider nicht weiterhelfen - aber vielleicht sind andere klüger als ich!


    LG, Nobi

    Na, dann will ich mich auch einmal outen.

    Bitte gut festhalten, bevor ihr loslacht.:D

    Ich hatte den Körnchenröhrling im Visier. Da schien mir nach Bild 1 die Hutfarbe und ~form gut zu passen.


    Nach dem Joker war ich dann auch bei einem büschligen Pilz; an eine Tubaria und den Grünblättrigen Schwefelkopf hatte ich gedacht.

    Habe dann vergessen, diesen Tipp abzuschicken - naja, wäre eh falsch gewesen.


    Auf den Wässerigen Mürbling wäre ich nie gekommen, da ich den eher graubraun und nicht so farbenfroh kenne.


    LG, Nobi

    Hast Lust, einen Vortrag/Kurs in Österreich zu halten?

    An der Lust soll's nicht liegen, liebes Habichtla.?(

    Vielleicht nicht gleich einen Kurs, aber gemeinsam mit meinem Pilzfreund und Spitzenfotografen Matthias (Mreul) und natürlich Florian könnte ich mir einen Einführungsvortrag in die Welt der Dungpilze sehr gut vorstellen. Natürlich in Oberösterreich, wo es die Weideprojekte gibt.

    Leider stehen momentan die Zeichen nicht besonders gut für solche Unternehmungen.:(

    Servus Peter,

    ich kann dir nur raten mal ein paar der Dungpilze zu untersuchen.

    Macht wirklich riesen Spaß und ist gar nicht so schwierig, vor allem durch die vielen Informationen, Beschreibungen und Bilder, die hier im Forum geteilt werden.

    Wo Florian Recht hat, hat er Recht!^^


    LG, Nobi

    Danke für den Tipp, Alis!:thumbup:

    Pilze einmal anders - ich habe mir das soeben angesehen!

    Gäste bei "scobel" sind die Biotechnologin und Professorin für Molekularbiologie Vera Meyer, der wissenschaftliche Direktor des Leibniz Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie in Jena Axel Brakhage sowie der Chemiker und Mikrobiologe Lukas Wick.

    Es hat gut getan, intelligente Menschen über ein hochinteressantes Thema verständlich und auf hohem Niveau diskutieren zu hören.


    LG, Nobi

    Liaba Nobi,

    du wirst mich noch in die Scheiße reiten, früher oder später.

    :D:D:D

    Nun lieber Peter, für Österreich wäre das sicher ein Gewinn, denn soviele Pilzler, die sich mit Dungpilzen befassen, scheint es da nicht zu geben.;)

    Obwohl 33 Arten tatsächlich schon jetzt sehr beachtlich sind, wäre es wirklich spannend zu verfolgen, ob und wie der Artenreichtum auch bei Dungpilzen durch die extensive Beweidung zunimmt.

    Unter anderem auch deswegen bleiben wir an diesem Projekt natürlich dran, Matthias.

    Auch ist die Vorstellung der Arten wirklich sehr inspirierend und motiviert weiter, in die Dungpilzwelt einzusteigen.

    So soll das sein! :)

    Einige weitere Arten aus den von mir bewirtschafteten Flächen kann ich inzwischen auch noch ergänzen.

    Sehr schön, Florian. Schizothecium miniglutinans hatte ich auch erwartet, sie aber aufgrund des Massenaspektes von Schizothecium vesticola vielleicht auch nur übersehen.

    Schizothecium aloides findet man nahezu ausschließlich an Rinderdung, wie Dein Fund erneut beweist. Prima, dass Du diese, dank der riesigen Squamufolien äußerst attraktive Art inzwischen auch nachweisen konntest!


    Liebe Grüße, Nobi

    Hallo Mimi,


    die Bilder sind da und ich sehe einen typischen Mairitterling, den ich in einer Sahnesoße übrigens sehr gern mag.

    Ich kann diesen gurkig-mehligen Duft förmlich riechen.;)

    Morchelzeit und ringförmiges Wachstum passt perfekt!


    LG, Nobi

    Hallo liebe Dungpilzler und sonstige Interessierte,


    dank des Forums der ÖMG (funga-austria.at) bin ich im Sommer 2020 auf den Pilzfreund Florian aufmerksam geworden, der neben einer sehr interessanten Pilzzucht auch ein überaus spannendes Weideprojekt betreibt. Es geht dabei um extensive Beweidung mit dem Ziel, artenreiche Weideflächen zu erhalten bzw. wiederherzustellen. Näheres dazu könnte ihr in einem Thread des erwähnten Forums an dieser Stelle nachlesen.


    Ich war von diesem Vorhaben augenblicklich begeistert und habe mich angeboten, diverse Dungproben auf coprophile Pilze hin zu untersuchen, da erfahrungsgemäß bei einem solchen Projekt mit einem gewissen Artenreichtum zu rechnen ist und Dungpilze nur selten in solche Studien mit eingebunden werden.


    Florian (in diesem Forum mittlerweile auch angekommen und als FlorianK unterwegs) schickte mir im März einige Proben Eseldung aus dem NSG Jaidhaus (E1 - Nachbeweidung einer Mähwiese; E2 - Neue Rodungsfläche, Umwandlungsbeweidung) sowie etwas Schafdung (Sch - Seebach, OÖ).


    Nachdem ich einige Feuchtkammern angelegt hatte,



    begann ich am 21.03.2021 mit der Untersuchung, wobei ich insgesamt 33 Arten feststellen konnte - für eine erste Bestandsaufnahme ein recht ordentliches Ergebnis.

    Es folgt die Fundliste mit einigen Anmerkungen.


    01 Ascobolus albidus E1, E2

    02 Ascobolus immersus E1, Sch



    Diesen winzigen Ascobolus mit den meist wenigen, dafür riesigen Asci (oft größer 500 x 100 µm) und Sporen (hier bis 70 x 42 µm) kann man bereits makroskopisch ansprechen, wobei man ihn, wie alle diese kleinen Dungbewohner, stets auch mikroskopisch absichern sollte. Ascobolus immersus gehört in die Sektion Dasyobolus, Arten, die sich auch bei Reife kaum öffnen, während deren Asci das Hymenium oft eindrucksvoll durchstoßen.


    03 Ascobolus sacchariferus E1

    04 Coniochaeta leucoplaca E1, E2

    05 Coniochaeta vagans E2



    Die Arten der Gattung stellen sich in der Regel erst ein, wenn bereits andere Arten verschwunden sind. So auch Coniochaeta vagans. Die winzigen Pilze (< 0,5 mm) sind vor allem im oberen Bereich dicht behaart. Dass das eine sehr wehrhafte Abwehr gegenüber Fressfeinden ist, kann man sehr schön auf folgendem Bild erkennen.



    Die Sporen sind, wie bei vielen anderen Arten der Gattung auch, einseitig abgeplattet und wirken dadurch nahezu diskusförmig. Das ist ein gutes Unterscheidungsmerkmal gegenüber weiteren Arten mit ähnlichen Sporengrößen, wie z.B. Coniochaeta saccardoi.



    06 Coprinellus pusillulus E2

    07 Coprinopsis radiata Sch



    Dieser hübsche Tintling gehört wegen seiner Velumstruktur (Ketten länglicher Elemente) zur Sektion Lanatuli. Aufgrund der großen Sporen (hier 12-15 x 7-8,5 µm) ist er recht einfach zu bestimmen. Ich konnte ihn während verschiedener Entwicklungsphasen einfangen, wie die Collage zeigt. Der Durchmesser des aufgeschirmten Hutes betrug 1,5 cm.


    08 Coprotus sexdecimsporus Sch

    09 Delitschia didyma E2

    10 Delitschia intonsa E2


    Über die beiden mikroskopisch attraktiven Delitschia-Arten habe ich mich sehr gefreut, da man sie nicht oft zu Gesicht bekommt. Leider handelte es sich um Einzelfruchtkörper, die ich nicht fotografisch dokumentieren konnte. In der Mykologischen Datenbank Österreichs scheinen sie noch nicht erfasst zu sein.


    11 Hypocopra brefeldii E2



    Funde von Arten der Gattung Hypocopra sind immer etwas besonderes, auch wenn diese meist alles andere als einfach zu bestimmen sind. Kennzeichnend für die Gattung ist ein Stroma, in dem ein oder seltener auch mehrere Perithecien sitzen. Im folgendem Schnittbild sehen wir ca. 20 Fruchtkörper, deren Sporenmassen nach dem Schnitt aus einem einzigen Stroma quellen. Die Größe des Stromas betrug hier übrigens 8 x 3 mm.



    Mit einer Sporengröße von 22-26 x 11-13 µm und einer relativ kurzen Keimspalte von 12-14 µm sollte das Hypocopra brefeldii sein, auch wenn die Art als zweizellig beschrieben wird. Diese zweite winzige und hyaline Basalzelle konnte ich nicht entdecken und bin da in guter Gesellschaft mit u.a. Francesco Doveri, dem "Dungpilzpapst" der letzten Jahre, welcher sie auch nicht fand. Ebenfalls Stromata mit mehreren Perithecien können u.a. Hypocopra cataphracta und planispora bilden, die jedoch deutlich verschiedene Sporen haben.



    12 Lasiobolus ciliatus E1



    Die Gattund Lasiobolus kann man in der Regel bereits makroskopisch ansprechen. Die Artbestimmung ist allerdings auch hier nicht immer einfach, wie in diesem Fall. In teilweise überreifen Apothecien betrugen die Sporenmaße 21-27 x 11-14 µm, für die Art scheinbar zu groß. Die relativ kurzen und breiten Haare von 200-400 x 20-45 µm ließen jedoch keine andere Deutung zu.


    13 Phomatospora minutissima Sch


    Mit den hyalinen und schräg im Ascus liegenden Sporen (5-6 x 3 µm) ist die Art gut charakterisiert und von P. coprophila mit noch etwas kleineren und Pol an Pol liegenden Sporen sicher zu trennen.


    14 Podospora curvicolla E2

    15 Podospora decipiens E1, Sch

    16 Podospora myriaspora E1

    17 Saccobolus depauperatus Sch

    18 Saccobolus versicolor Sch

    19 Schizothecium vesticola Sch

    20 Schizothecium conicum E1, Sch

    21 Sordaria fimicola E2


    22 Sporormiella australis E1, Sch

    23 Sporormiella dubia E1

    24 Sporormiella grandispora E2

    25 Sporormiella intermedia E1, Sch

    26 Sporormiella leporina E1

    27 Sporormiella megalospora Sch

    28 Sporormiella minima E1, E2

    29 Sporormiella muskokensis E1

    30 Sporormiella cf. systenospora E2


    Insgesamt neun Sporormiella-Arten konnte ich feststellen, allesamt vierzellig, was wieder einmal beweist, dass Artem mit mehr als vierzelligen Sporen schon etwas besonderes sind! Interessant die Nr. 30, welche auf dem ersten Blick Sporormiella teretispora zu sein schien. Die aber mit einer Sporengröße von 73-77 x 12-15 µm zu groß für diese Art ist und in vielerlei Hinsicht Sporormiella systenospora entspricht. Leider fand ich nur einen Einzelfruchtkörper und konnte keinen Beleg anfertigen. Deshalb das cf.


    31 Thelebolus dubius var. lagopi Sch

    32 Thelebolus microsporus E1

    33 Thelebolus polysporus E1


    Im Gegensatz zu Thelebolus dubius var. lagopi (meist 10-16 Asci) enthalten die 0,2 bis 0,3 mm kleinen Fruchtkörper von Thelebolus polysporus nur 2-5(10) Asci, wie man auf folgendem Foto mit etwas Mühe erkennen kann.



    Die Asci sind +/- ballonförmig und enthalten 256 Sporen, während die von T. dubius 128-sporig und schlanker sind



    Bleibt mir nur noch, mich bei Dir, FlorianK, für das Zusenden der interessanten Proben zu bedanken.


    Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg mit dem Weideprojekt und freue mich bereits auf die nächsten Dungproben. Und vielleicht klappt es ja einmal mit einer gemeinsamen Exkursion in den Kalkalpen Oberösterreichs, wenn sich das Leben wieder normalisiert hat.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Hallo Manfred,


    P. pyriformis passt nicht, wie Manfred bereits schrieb, auch weil diese Art völlig unbehaarte Perithecien hat.

    Ich kenne perplexens zwar tatsächlich nur mit uniseriaten Asci, aber wenn bei Deiner Aufsammlung solche dabei waren, sollte es auf jeden Fall diese Art sein.

    Die typische Behaarung in Verbindung mit der Sporengröße lässt meiner Meinung nach nichts anderes zu.


    Liebe Grüße nach MeckPomm,


    Nobi

    Fällt mein Fund da noch in den Variationsbereich mit etwas zu kleinen Sporen?

    Ein klares Ja, wie bereits auch Felli schrieb.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei der 32-sporigen Varietät die Sporen etwas kleiner als bei der 16-sporigen sind.

    ZB hatte ich einen Fund mit Sporen 25-32 x 16-18 µm, allerdings auch 30-35 x 20 (32-sporig).

    Größere Sporen als 35 µm, maximal 40 x 22 konnte ich nur bei der 16-sporigen pleiospora feststellen.


    LG, Nobi

    1. im zweiten Anlauf paßt dann alles deutlich besser zu C. granulata.

    Mit der jetzigen Sporengröße und der feinen Längsstreifung sollte das nun tatsächlich Cheilymenia granulata sein, Björn.

    2. Hier tendiere ich zu Lasiobolus cuniculi.

    Ich sehe da auch nichts anderes. Ganz typisch die biseriaten Asci und die schlanken Haare.

    3. Von den Sporenmaßen her paßt C. villosa allerdings etwas besser.

    Ich denke, die Sporen passen gerade noch zu Coprinopsis pseudoradiata.

    Wichtiger scheint mir hier die Beurteilung des Velums. Dieses besteht bei villosa aus zwei Typen, einmal sind das wurstförmige, aufgeblasene Zellen, die nach Nagy et al 40-88 µm breit werden können, sowie verzweigte, schmale Zellen von 2-5 µm Breite.

    Nachlesen und vergleichen kannst Du mit der Erstbeschreibung in der Mycologia 105/1 (2012).

    Auch Andreas Melzer zeigt schön die zwei Velumtypen und gibt sogar noch größere Sporen an.

    Coprinopsis villosa.pdf


    LG, Nobi

    Hallo Manfred,


    ich denke, die Sporenaufnahmen in BWB helfen weiter!

    Cheilymenia cadaverina hat nicht so breit elliptische Sporen und das Ornament ist eher punktiert als zusammenfließend.

    Also scheint alles für Cheilymenia fraudans zu sprechen.


    Die Monografie schicke ich Dir gern per PN.

    Dann kannst Du selbst vergleichen.


    LG, Nobi

    Von meiner Seite nichts Neues, Felli.

    Diese kleinsporige Art hatten wir ja bereits mehrfach im Forum diskutiert.

    Sie sind und bleiben nun mal kompiliziert, diese Saccobolüsse.

    Wir werden uns damit abfinden müssen, nicht jede Aufsammlung bestimmen zu können.


    Auf jedem Fall Saccobolus verrucisporus nahestehend und evtl. eine kleinsporige Variante.


    LG, Nobi

    Erstmal danke für die Minimal Music, Thomas!:)

    Solche Beiträge machen dieses Unterforum so richtig schön bunt!

    Hallo nobi, ja tut es. Wenn man dafür eine Schublade suchen wollte - Psychedelic Rock?

    Im Fall von High Tide eher "Heavy Psychedelic Rock", Ralph.;)

    Es es genaugenommen nicht vergleichbar, aber ich musste beim Reinhören automatisch an ein experimentelles Filmwerk aus den 80ern denken: koyaanisqatsi

    Den habe ich im Kino gesehen, ebenso den Nachfolgefilm Powaqqatsi. Philip Glass webt darüber einen wunderbaren Soundtrack!

    Den dritten Film dieser Trilogie (Naqoyqatsi) fand ich übrigens gruselig und gewaltverherrlichend, weswegen ich vorzeitig das Kino verlassen habe.:(

    Ich switche mal kurz in die 90er nach Seattle

    Ahhh, DIE Grunge-Supergroup!

    Toll, wie sich Layne Staley und Mark Lanegan den Gesang teilen. Letzteren durfte ich vor noch gar nicht so langer Zeit live erleben. Als es noch Konzerte gab!

    Ein Song darf natürlich hier nicht fehlen.

    Mark Lanegan mit einem Lied von Leadbelly und Nirvana als Backing-Band. Zu finden auf seiner ersten, wunderbaren LP "The Winding Sheet", 1992.



    Keep On Rockin', Nobi

    1970er oder auch end60er, warum nicht?

    Mit Kansas gab mir Werner quasi eine Steilvorlage - Violinen in der damaligen Rockszene.:thumbup:

    Neben Robby Steinhardt von Kansas gab es noch einige bemerkenswerte Virtuosen, die damals dieses Instrument in die gitarren- und schlagzeugdominierte Rockmusik einbrachten.


    Allen voran vielleicht Darryl Way von Curved Air um die Sängerin Sonja Kristina - feiner Artrock aus UK.



    Oder Dave Arbus von East Of Eden, einer experimentellen, jedoch immer spannenden Band. Ihre ersten Alben sind Legende!



    Nicht vergessen möchte ich hier Simon House, der mit High Tide einen violinengeprägten Heavyrock spielte.



    Ich gebe zu, das ist keine leichte Kost.

    Nichts für den schnellen Genuss, eher etwas zum genießen!

    Und vielleicht gefällt es ja dem einen oder anderen von euch.


    Keep on rockin'


    Nobi

    Wieder zwei wunderschöne Portraits, Martin!:thumbup:

    Klasse jeweils das Sichtbarmachen der Gelhüllen mittels Tusche!:)

    Nummer 1: vermutlich Sordaria fimicola

    Genau die ist es!

    Sporengröße, ~form und breite Gelhülle - meiner Meinung nach passt hier alles.

    Nummer 2: vermutlich Sordaria macrospora,

    (hier war ich lange am schwanken zwischen S. macrospora und S. superba. Wegen dem Substrat (Hase) und die Sporenbreite (bis 20,3µ) habe ich mich dann für S.macrospora entschieden.

    Richtige Entscheidung, wie ich finde.

    Sporen über 30µm Länge und 20µm Breite kann Sordaria superba nicht.


    Liebe Grüße, Nobi

    Hallo Manfred,


    wie bereits Felli schrieb - es sieht gut aus für Cheilymenia fraudans!:thumbup:

    Die Haare und auch die breitelliptischen Sporen scheinen zu passen. Jedenfalls nach der Monografie von Moravec.

    Die Sporen solltest Du, wie auch Felli anmerkt, unbedingt wegen einer möglichen Ornamentierung noch in BWB untersuchen.


    Arten der Gattung Cheilymenia finde ich nur selten an Dung, sodass ich hier auch nur in die Literatur schauen kann.

    Vielleicht kannst Du ja noch mit weiteren Angaben ergänzen. Spannende Sache auf jedem Fall.


    LG, Nobi

    Hallo Heidrun und Glückwunsch zu Deiner ersten Delitschia!:)

    Evtl. könnte auch D. intonsa in Frage kommen.

    Genau so ist es, Felli!:thumbup:

    Du zeigst eine ganz typische Delitschia intonsa, Heidrun - vergleiche mit dem Portrait von Harzi.

    Die Septen sind zwar etwas eingeschnürt sowie etwas schräg - aber die Betonung liegt auf etwas.

    Typisch auch die +/- wenig biseriate Sporenanordnung.


    Bei Delitschia didyma sind die Septen sehr stark eingeschnürt und extrem schräg, wodurch die Sporen asymmetrisch erscheinen.

    Siehe hier.



    Sehr schön auch von BWergen in Szene gesetzt.

    Deren Sporen liegen übrigens immer uniseriat im Ascus.


    Die Art ist sicherlich nicht selten, so hatte ich sie allein in Sachsen bisher achtmal, davon siebenmal an Rinderdung.


    LG, Nobi

    Hallo Werner und alle,


    ein wichtiges und gutes Merkmal zum unterscheiden von Käppchenmorchel und Runzelverpel ist die Beschaffenheit der Stieloberfläche.

    Ich hatte das in diesem Thread von vor einem Jahr einmal demonstriert.


    LG, Nobi

    Danke für diese spannende und wiederum sehr schön dokumentierte Anfrage, Martin!:thumbup:


    Für Sporormiella leporina halte ich die Art nicht.

    Diese hat insgesamt schlankere Sporen, welche an den Septen nur wenig eingeschnitten sind.

    Sehr schön vorgestellt wird die Art sowohl von Felli (Nr.5) als auch von Hans.

    Falls Du es noch nicht getan hast, solltest Du damit unbedingt noch einmal vergleichen.


    Ich vermute eher eine kleinsporige Varietät von Sporormiella dubia, an die Du ja auch schon gedacht hast.

    Die Art kann offensichtlich kleine als auch große Sporen ausbilden.

    In der Regel sogar in einem Pseudothecium. Im Forum wurde darüber schon mehrmals diskutiert.

    Wie zB in diesem Beitrag von Björn.


    Nun, die vierzelligen Sporormiellen bleiben nicht einfach und sind wohl auch nicht in jedem Fall zu klären.

    Ich hoffe, das entmutigt Dich nicht, sondern beflügelt Dich eher, weiter am Ball zu bleiben!


    In dem Sinne und liebe Grüße, Nobi

    Was meint ihr? Könnte ich richtig liegen?

    Da habe ich keine Zweifel, Matthias!:thumbup:

    Sowohl Sporengröße und ~form als auch Keimspalten passen perfekt zu Sporormiella capybarae.

    Rind ist zudem meinen Beobachtungen nach das mit Abstand häufigste Substrat.

    Wobei SPEGAZZINI die Art ursprünglich vom Dung des Wasserschweins (Capybara) beschrieb!;)


    Die Art wurde ja schon mehrmals im Forum angefragt, wenn sie sich auch nicht in jedem Fall als solche entpuppt hat.

    Ich nehme an, mit dem ausgezeichneten, von Marco erstellten Portrait hast Du bereits verglichen.

    Dort kannst Du auch meine Gedanken zu dieser Species nachlesen.

    Sowie, falls Du magst, ein paar Zeilen, mein Engagement im Dungpilzforum betreffend.


    An dem Gallowaydung wirst Du vermutlich noch viel Freude haben.

    Ein spannendes Substrat, was ich ja bekanntlich mit Peter vor einigen Jahren ausgiebig untersucht habe.


    Liebe Grüße, Nobi

    Hallo Matthias!

    Vielleicht hätte ich es direkt beim ersten Post schreiben sollen, denn tatsächlich stammt der Damwilddung aus dem Depot...

    Ich bin noch öfters in der Gegend um Neuss unterwegs und von dort ist es eine knappe halbe Stunde bis nach Bracht. Das nutze ich manchmal aus, um dort spazieren zu gehen.

    Aha, deshalb kam der mir gleich so bekannt vor!:D

    Das Depot ist ja ein einmaliger Pilz-Hotspot, was natürlich auch daran liegt, dass dieses Gebiet ungeheuer vielschichtig ist.

    Und natürlich, dass es seit Jahrzehnten intensiv von vielen Mykologen untersucht wird.

    Laut APN wurden dort bisher (Stand Januar 2021) 1440 Pilzarten und Varietäten nachgewiesen!

    Falls nicht schon geschehen, solltest Du Dich unbedingt einmal zu einer Tour mit Karl Wehr verabreden, der wohl jeden mm² des Depots kennt!;)

    Vielen Dank auch für das Hochladen deines Fundberichtes, denn viel weitergehende Informationen zu der Art habe ich nicht gefunden. Übrigens toll, wie genau du die Funde dokumentierst; das inspiriert mich auf jeden Fall auch, etwas genauer meine Funde zu "analysieren".

    Naja, es sind nur persönliche Erstfunde, die ich so dokumentiere. Und ich mache das auch nur von Arten, die ich als interessant einschätze.

    Mit Schizothecium dakotense zB gelang mir 1999 ein deutscher Erstfund, der allerdings nicht viel hergab, weshalb ich meinen zweiten Fund dokumentiert habe.


    Ich bin gespannt, was Du weiterhin entdecken wirst! Dranbleiben lohnt sich!


    LG, Nobi

    Schöne Bilder wieder, Björn!

    Es freut mich natürlich, dass Du nicht nur "Phytos" sondern inzwischen auch "Dungis" ganz gut kannst!:)

    1. Früh morgens erwischt man immer noch Pilobolus roridus

    Immer diese Frühaufsteher!:rolleyes:

    Kein Wunder, dass ich den so selten zu Gesicht bekomme.

    2. Saccobolus depauperatus mit Sporenclustern von 37 µm x 12 µm und Sporen von (14-16) µm x 7 µm

    In der von Jahr zu Jahr schwieriger werdenden Gattung (wie übersichtlich war es doch, als man nur die Arten der Monografie Van Brummelens kannte!), gehört Saccobolus depauperatus zu denen, die sich recht einfach und sicher ansprechen lassen, wie Du auch hier wieder beweist.

    3. Versteckt unter einem Köttel dann eine handvoll relativ großer, leuchtend orange-gelber Fruchtkörper. Sporen messen (11-12) µm x (5-6) µm und sind glatt...

    Eine rechte Idee habe ich im Moment nicht dazu... oder ist das eine Cheilymenia granulata, bei der die Sporen einfach zu klein geraten sind?

    Die großen globosen Zellen des äußeren Excipulums passen schon mal sehr gut zu Cheilymenia granulata, auch sind die Paraphysen typisch.

    Nach Moravec gibt es eine Ch. granulata var. microspora mit Sporen um 10-13,5 x 4-6 µm!

    Wobei diese sowie die ebenfalls kleinsporige var. striata bisher wohl nicht aus Europa bekannt sind.


    Drei Aber!

    1. Sind die Sporen tatsächlich ausgereift?

    2. Eine Längsstreifung der Sporen muss vorhanden sein (am besten 1000fach in BWB kontrollieren)

    3. Wenigstens einige hyphoide Haare sollten an der Außenseite zu finden sein.


    Vielleicht kannst Du Dir die Apothecien in dieser Hinsicht nochmals anschauen.


    Liebe Grüße, Nobi