Beiträge von nobi

    Auch Peter Püwert sind bisher keine deutschen Funde bekannt!

    Na, dann scheint das doch tatsächlich der Erstfund für Deutschland zu sein, Florian!:thumbup:

    Ich wüsste jedenfalls im Moment niemanden, der die Art noch gefunden haben könnte, ohne dass wir im Forum oder andersweilig davon erfahren hätten.


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Das sind beeindruckende Bilder!

    Und wenn ich diese Massenproduktion sehe, hole ich mir "meine " Judasohren doch lieber aus dem nahegelegenen Holundergebüsch!

    Da weiß ich, was ich habe.


    LG, Nobi

    Eberhard Huth kennt die Art offensichtlich auch nicht.

    Dankenswerterweise hat er meine Anfrage umgehend beantwortet und schrieb:

    Zitat

    Zu Pleophragmia ontariensis kann ich nur gratulieren. Erstfund für Deutschland.

    Vermutlich hat er recht!:thumbup:

    Danke, Eberhard, auch an dieser Stelle für Deine schnelle Antwort.


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Hallo Florian,


    da hat sich die Fahrt in die Heide ja gleich doppelt gelohnt!

    Auch wenn Dir die Sporormiella octonalis (noch) nicht ins Netz gegangen ist.


    Ist die Cheilymenia stercorea schon ein schöner Fund, so toppt die Pleophragmia ontariensis natürlich alles!:thumbup:

    Die Art dürfte klar sein, erreicht Pleophragmia leporum laut Literatur und meinen Beobachtungen max. Sporenmaße von 50 x 13 µm.

    Einen niederländischen Fund von Joop van der Lee hatten wir 2013 bei Ascofrance diskutiert. Auch wenn Du diese Diskussion sicher kennst, hänge ich sie hier nochmals an.

    Meinen Recherchen nach war das damals der zweite europäische Fund nach einem von Nils Lundqvist von 1960.


    Deutsche Funde sind mir ebenfalls nicht bekannt. Aber um sicher zu sein, müsste man da bei den nicht im Forum aktiven Spezialisten Peter Püwert und Eberhard Huth nachfragen.

    Die beiden sind ja immer mal wieder für eine Überraschung gut.

    Das mit Eberhard könnte ich übernehmen, zu Peter habe ich leider aktuell keinen Kontakt.

    Momentan deutet jedenfalls alles auf einen deutschen Erstfund hin!:)


    Auf DEM Substrat dürften mit Sicherheit weitere spannende Arten zu entdecken sein. Bleibt da mal dran!


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Aber mir reicht es jetzt, hab' keinen Bock mehr !!!!!!!!!!

    Schade, Wolfgang!X(

    Ich verstehe nicht, wie das Dir als langjährigem User passieren kann???

    Wenn Du ein Bild hochlädst und es mit "Vorschau einfügen" im Text plazierst, muss es doch zu sehen sein.


    Ansonsten solltest Du Dich mal an einen der Mods wenden, was sie zu dem Problem sagen bzw. ob und wie sie Dir helfen können.


    Liebe Grüße und nicht aufgeben!

    Nobi

    Hallo Björn,


    nicht nur Muh macht die Kuh, sie sorgt für Pilze noch dazu! :)

    Da herrscht ja reges Treiben auf dem Kuhfladen.

    Meiner Meinung nach sind alle Arten richtig bestimmt!:thumbup:Dennoch einige Anmerkungen.


    1. Cheilymenia granulata.

    Gelegentlich sind noch weitere Cheilymenia-Arten mit granulata vergesellschaftet. So fand ich dreimal Ch. raripila gemeinsam mit Ch. granulata, sowie zweimal Ch. pulcherrima. Diese Arten fallen zwischen granulata vor allem durch ihre geringere Größe auf.


    4. Schizothecium conicum.

    Die Sporenmaße in Verbindung mit den recht kräftigen Squamufolien lassen keine Zweifel an der Art. Allerdings können diese Squamufolien gelegentlich stark reduziert sein, und dann ist es mit der Bestimmung nicht so einfach. Sch. conicum ist eine variable Art, wo man viele Merkmale betrachten sollte.


    6. Sporormiella grandispora.

    Typisch sind neben der Sporengröße und den parallelen Keimspalten die oft leicht schräge Septierung einer, selten auch beider Mittelzellen.

    Das kann man auf Deinen Bildern sehr schön sehen. Einige dieser Septen habe ich im folgenden mal markiert.

    Ahmed & Cain zeichnen das übrigens genauso, erwähnen dieses Merkmal allerdings nicht im Text.



    Ich fand Sp. grandispora bisher mehr als 50 Mal an neun verschiedenen Dungtypen, wobei Pferd (13) und Rind (12) bevorzugt besiedelt wurden.


    Dann bin ich mal gespannt, was sich noch so alles entwickelt!


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Könnte man da spekulieren was das ist, auch ohne Maße?

    Spekulieren kann man immer, Sigrid!;)

    Zurecht hast Du Sporormiella ausgeschlossen.

    Die cleistocarpen Pseudothecien und die charakteristisch breiten und langstieligen Asci lassen da nur Preussia als Gattung zu.

    Zumindest aus meiner Sicht, leider wird von einigen Mykologen nach sogenannten genetischen Untersuchungen die Gattung Sporormiella inzwischen zu Preussia gestellt.

    Aber das ist ein anderes Problem, was ich an dieser Stelle nicht weiter diskutieren möchte - wenigstens wollte ich es erwähnt haben.


    Zurück zur Preussia Deines kalifornischen Pilzkollegen.

    Die einzige mir bekannte Art der Gattung mit solch schräg septierten Sporen ist Preussia funiculata. Die wird es wahrscheinlich auch sein.

    Um sicher zu sein sollte man natürlich noch mit den Sporenmaßen vergleichen, falls diese verfügbar sind.


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Auf einen mehr als vierzelligen Fund muß ich wohl noch warten.

    Naja, die sind nunmal deutlich seltener als die vierzelligen Sporormiellas, Martin.

    An Substraten wie Hase, Kaninchen, Hirsch oder Reh finde ich die vielzelligen Arten am häufigsten.

    Die 7-zellige Sp. heptamera ist nach meinen Beobachtungen eine klassische und nicht seltene Art an Hasendung.

    Die 8-zellige Sp. octomera findet man ebenfalls regelmäßig an den genannten Substraten.

    Interessant ist die 7-zellige Sp. vexans, die ich fast ausschließlich von Frühjahrsfunden an Hirsch und Reh kenne.

    Die sollte eigentlich ab März an den entsprechenden Losungen zu entdecken sein, wo sie idR nur bis Anfang Juni vorkommt.

    Ich drücke Dir fest beide Daumen :thumbup::thumbup:, dass es bald mit einer vielzelligen Sporormiella klappt.

    Und freue mich dann, dass es die richtigen Cracks gibt, die mir dann über die eine oder andere Hürde helfen.

    Und ich freue mich auf Deine Anfragen, die immer interessant sind! Gern mehr davon, Andreas.


    Liebe Grüße,

    Nobi

    1. Nobi - aus einer EINZELNEN Spore ne Art herauszulesen! Wie krass ist das denn bitte!

    Jedenfalls kein Hexenwerk, liebe Schwarzhex!:D

    Wenn Du Hunderte Sporormiellen unterm Mikro hattest, bekommst du ein Gefühl für die Arten.

    Zumal Sporormiella-Sporen einfach zu erkennen sind und sie zudem charakteristische Merkmale haben.

    Ist übrigens eine meiner Lieblingsgattungen, wo ich bereits 35 Arten entdecken konnte.

    2. hab ich erstmals was von Cerviden gehört und mich jetzt erstmal belesen, auch wenn ich nicht alles kapiert hab.....(Geweih und Hornträger? hee?

    Genau!

    In dem Fall Geweihträger, also in unseren Breiten Rehe, Dam- und Rothirsche, gelegentlich auch ein Elch.

    Also, denen wächst jährlich ein neuer "Kopfschmuck" im Gegensatz zu den Hornträgern, die lebenslang mit ihrem Gehörn klarkommen müssen.


    LG, Nobi

    Wie Florian bereits schrieb, sollte das Sordaria fimicola sein, Thorben.

    Die Art scheint recht variabel.

    So habe ich sowohl kleinsporige als auch großsporige Aufsammlungen, die allerdings alle ins Artkonzept passen.

    Sicher ist hier noch nicht das letzte Wort gesprochen, wenn man das genetisch betrachtet.


    Ähnlich ist Sordaria lappae mit jedoch deutlich breiteren Sporen und einem anderen L/B-Index.


    LG, Nobi

    Hallo Florian,


    die Sporormiella octonalis suchst Du am besten an älterem Rinderdung, am besten etwas naturbelassen.

    Daran gelangen mir mehr als die Hälfte meiner Funde. (Ist übrigens ein interessantes Substrat und kann sehr artenreich sein!)

    Nur ausnahmsweise fand ich sie an Hase, Hirsch, Reh, Schaf oder Ziege.


    Viel Glück,

    Nobi

    Hammerfund, Hagen und schön, dass Du dran geblieben bist!:thumbup:

    Sporormiella octonalis ist nicht häufig, und hat sie nicht wunderschöne Sporen!

    Ich freu' mich mit.


    Apropos Häufigkeit.

    Ob die Art wirklich selten ist?

    Die wenigen Funde bei Pilze-Deutschland.de gelangen dort, wo die "Dungpilz-Cracks" wohnen bzw. aktiv sind.;)

    Leider fehlen da meine sächsischen Funde. Das muss ich noch klären.


    LG, Nobi

    Das ist einfach nur genial!:thumbup:

    Dieses Gewürm ist ja beinahe noch schöner als es die Pilze sind.;)

    Wobei, wenn ich da so an gewisse Exoten denke...

    Danke jedenfalls für diesen außergewöhnlichen Tread, Sarah!:):):)

    Es erinnert mich stark an die "Kunstformen der Natur" von Ernst Haeckel, der schon im vorletzten Jahrhundert so tolle Zeichnungen vom winzigen Meerestieren machte.

    Ist ja ebenfalls etwas Herausragendes und war mir bis eben völlig unbekannt! Danke, Ulla!


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Klasse Bilder, Heide!:thumbup:

    Danke für die schönen Aufnahmen - ja, Sonne und Schnee, das hat schon was!

    Hier hat es etwa halb soviel Schnee, aber immerhin hat es schon für zwei Skitouren gereicht.

    Im 15 km Radius, versteht sich.

    Leider fehlt noch die Sonne.


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Wie Felli bereits sagte.

    das scheint ein gelber Ascomycet zu sein.

    Ohne zusätzliche Angaben wie z.B. Jahreszeit, Biotop, Größe, Beschaffenheit des Randes u.v.m. ist nicht einmal die Gattung eingrenzbar!

    Eine sichere Artbestimmung der gelben bzw. orangen Becherlinge ist ohnehin nur mikroskopisch möglich.

    Hallo Hagen,


    da bin ich ganz bei Andreas. Zu Saccobolus beckii passt auch das Vorkommen auf erzgebirgischem Rehdung, da die Art a) ihre Hauptverbreitung in eher bergigen Regionen hat und sie b) eine starke Affinität für Cervidendung (Reh, Hirsch) hat, an dem mir bis auf ganz wenige Ausnahmen alle meiner mehr als 30 Funde dieser Art gelangen.


    Die Fremdspore ist interessant.

    Aufgrund der Größe im Vergleich zu den Clustern sowie Anzahl und Form der Zellen ist das ziemlich sicher Sporormiella octonalis.

    Vielleicht entdeckst Du ja noch ein paar schwarze Pünktchen auf dem Substrat und mit etwas Glück ist dann diese Sporormiella dabei.


    LG, Nobi

    Wenn ja, schnapp ich mir die Kamera und drehe eine schöne Schneerunde im Wald.

    Na, dann hoffe ich mal auf ganz viel Sonnenschein, Heide!

    Ganz so viel Schnee hat es hier nicht, aber zum Skifahren im Hauswald hat es heute gelangt.


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Für Nobi würde ich auch Telefonsupport anbieten, da habe ich inzwischen Erfahrung.

    Danke, Alis!

    Also, morgen wird das noch nichts. Da fehlt noch die Ausrüstung.

    Aber ich bleibe dran, nachdem Du mich soeben nochmals wachgerüttelt hast.

    Wenn ich Hilfe brauche, melde ich mich.


    LG, Nobi

    Schöne Runde, Björn!

    1. Phellinus an Weide. Sporen messen (4.6+-0.3) µm x (3.9+-0.2) µm, Q=1.2+-0.1 bzw. (4.1-5.1) µm x (3.4-4.5) µm, Q=1.1-1.3 und sind nicht dextrinoid. Die Setae sind relativ lang, so daß ich den Fund gerne als Phellinus conchatus ablegen möchte.

    Na, den hätte ich mir aber ganz genau angeschaut!==6

    Möglicherweise hättest Du den kleinsten Käfer Europas entdecken können!==3

    Baranowskiella ehnstromi_Coray & Siede, Kol. Rundschau 84, 2014.pdf


    Liebe Grüße,

    Nobi