Beiträge von nobi

    Toll, was Deine kleine Schwester macht, Eike!:thumbup:

    Das ist absolut ausbaufähig.


    Heute hatte es hier nahezu 30°C - Zeit für etwas Sommermusik.

    Vielleicht mag ja jemand gemeinsam mit mir den lauen Sommerabend genießen?

    Beginnen möchte ich mit einem über 60 Jahre alten Klassiker von Eddie Cochran, hier in der heavy Psychversion von Blue Cheer.



    Ein absoluter Sommer- und Wohlfühlhit für mich ist folgender Dance Hall Klassiker aus Jamaika.

    Von dem kann ich im Moment nicht genug bekommen und ich höre ihn nahezu täglich.



    Ebenfalls sommerlich fluffig kommen Manu Chao (José Manuel Arturo Tomás Chao Ortega) rüber.

    Mag ich ebenfalls sehr. Es gibt wunderbare Alben von Manu und seiner Band!



    Viel Spaß,

    Nobi

    vielleicht ist es ja aber auch ein Iodophanus carneus?

    Ziemlich sicher!

    Dafür sprechen die +/- biseriaten Asci, die "fetten" Paraphysen und nicht zuletzt die Sporengröße.

    Thecotheus uncinatus hätte schlankere Sporen, apikal kaum erweiterte, dafür deutlich gekrümmte Paraphysen und und und...


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Bin ich blind? Ich finde das Sockschwämmchen nicht mehr in der Liste. Nicht Mal mit der Suchfunktion

    Dito!

    Auch bei mir isses weg!:(

    Und nicht nur das Sock- sondern auch das Stockschwämmchen.;)

    Könnte das jemand gelöscht haben?

    Versehentlich natürlich?

    Geht das überhaupt, dass man in der Liste löschen kann?

    Falls ja, sollte man diese wunderbare Liste irgendwie gegen Missbrauch schützen.


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Hallo Amy,


    da die Knollenblätterpilze als typische Pilze mit einer Stielknolle bereits mehrfach genannt wurden, füge ich an dieser Stelle eine schöne Übersicht von Walter Pätzold zu dieser Gattung an, wo Du verschiedene Knollentypen sehen kannst.

    Knollenblätterpilze_Pätzold, SPR 1999, 2.pdf

    Wenn Du Dich näher mit den Pilzen beschäftigen willst ist das doch recht hilfreich.


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Hallo, liebes Forum.


    Auch in diesem Jahr führte mich ein kurzer Urlaub wie in den vergangenen Jahren ins wunderschöne Fichtelgebirge.

    Quartier genommen hatte ich wie in schon im Vorjahr in Weißenstadt.

    Die hübsche und sympathische Kleinstadt mit einer intakten Infrastruktur ist ein idealer Ausgangspunkt für ausgedehnte und interessante Wanderungen.


    Bevor es mit den Schwammerln losgeht, möchte ich Euch einige nichtpilzliche Fotos zeigen.


    Weißenstädter See


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    Wiesenknöterich


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    Mit Besuch - Garten-Laubkäfer (Phyllopertha horticola). Diese Käfer saßen nahezu an jeder blühenden Knöterichpflanze. Insgesamt waren es wohl Tausende.


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    Baumweißlinge (Aporia crataegi) beim Liebesspiel.


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    An einer Ulme fielen mir unbekannte Blattdeformierungen auf. Eine kurze Recherche ergab, dass es sich um Gallen der Ulmen-Blasenlaus (Tetraneura ulmi) handelt.


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    Nachdem am zweiten Urlaubstag Matthias wie bereits in den vergangenen Jahren unsere Runde bereicherte (siehe hier, mit Verweisen auf all unsere gemeinsamen Beiträge seit 2015), gab es nun auch einige Pilze zu entdecken. Einige davon möchte ich Euch gern zeigen. Dankenswerterweise hat mir Matthias wieder die Erlaubnis gegeben, seine Bilder für diesen Beitrag verwenden zu dürfen.:)

    Ich habe sie entsprechend gekennzeichnet.


    Los geht es mit einem kleinen Becherling an einem dünnen Buchenästchen, der wegen seiner tollen Färbung ein echter Hingucker ist: Zweifarbiges Haarbecherchen (Capitotricha bicolor).


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    Da wollten wir natürlich auch gern die Nachbarart Capitotricha fagiseda an Buchenfruchtschalen finden. Leider gab es da nur ein unfotogenes Exemplar,

    dafür wurden wir mit einem reichen Vorkommen des Bräunlichen Buchenblatt-Haarbecherchen (Brunnipila fuscescens) entschädigt.


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    Ebenfalls an Cupulae von Buchen fand sich wie zu erwarten das häufige Weiße Haarbecherchen (Lachnum virgineum).


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    An Fichtenholz in einem Feuchtbiotop entdeckten wir schließlich eine deutlich gestielte Gallertträne, die wir gern Dacrymyces capitatus nennen möchten.


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    An einem Bachufer konnten wir an feucht liegenden Fichtenzapfen den Rosabraunen Dickbecherling (Pachyella babingtonii) finden.


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    Bleiben wir noch kurz bei Fichte als Substrat und schauen uns einige hängende Äste an.

    Daran entdeckte Matthias zu meiner Freude den Fichten-Schalenbecherling (Triblidiopsis pinastri), einen von mehreren persönlichen Erstfunden an diesem Tag!


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    Schleimpilzzeit.

    Die feuchte Witterung Mitte Juni (zumindest im Fichtelgebirge) war natürlich ideal für viele “Schleimer“ (Myxomyceten). Vier von denen möchte ich Euch gern zeigen.

    Ich beginne mit einem Blutmilchpilz, der Größe und Färbung nach vermutlich Lycogala terrestre.


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    Weiter geht es mit noch jungen und unreifen Fadenkeulchen (Stemonitis spec.).


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    Der mit Abstand häufigste Myxo an diesem Tag war der Geweihförmige Schleimpilz (Ceratiomyxa fruticulosa), der überall wo man hinschaute fruktifizierte.


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    Neu für mich war der Schwarze Nadelstäubling (Enerthenema papillatum), den Matthias an mehreren entrindeten Nadelholzästen fand.


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    Auffallend und charakteristisch ist die deutliche Apikalscheibe.


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    Einige Großpilze gab es natürlich auch. Hier fotografiere ich gerade einen davon.


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    Hexenzwilling = Flockenstieliger Hexenröhrling (Neoboletus erythropus).


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    Matthias entdeckte schließlich noch den Scherbengelben Rötling (Entoloma cetratum)


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    sowie eine Gruppe Purpurschneidiger Bluthelmlinge (Mycena sanguinolenta), die vom Helmlingsschimmel (Spinellus fusiger) befallen waren.

    Nicht selten, aber immer wieder schön anzusehen.


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    Kommen wir nun zu dem Höhepunkt unserer Touren.

    Einem Hotspot winziger Stängelpilzchen, die wir an toten Lupinenstielen im Uferbereich des Fichtelsees fanden. Hier könnt ihr das Biotop sehen.


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    Matthias bei der „Arbeit“.


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    Einige spannende Arten gingen uns „ins Netz“, wie dieser Mützenförmige Schüsselschwindling (Calyptella capula), der zwar wie ein Becherling ausschaut, allerdings ein Basidiomycet ist.


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    Hier aus einer anderen Perspektive.


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    Kleinbecherlinge gab es natürlich auch, wie Grevilles Haarbecherchen (Cistella grevillei)


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    sowie ein wohl noch unbeschriebenes nicht bis kurzgestieltes Becherchen, welches dem Pokalförmigen Krönchenbecherling (Cyathicula cyathoidea) nahezustehen scheint.

    Diese und alle folgenden Collagen sind - natürlich - von Matthias.


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    Zu unserer großen Freude konnten wir auch zwei nicht häufige Fadenkeulchen entdecken.

    Hier das Herzsporige Fadenkeulchen (Typhula culmigena)


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    Und hier das schöne Schimmernde Fadenkeulchen (Typhula micans).


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    Nicht vorenthalten möchte ich euch ein in unmittelbarer Nachbarschaft an Rotem Fingerhut (Digitalis purpurea) gefundenes Becherchen,

    welches die Dunkelgraue Kräuter-Pyrenopeziza (Pyrenopeziza atrata) sein könnte, was vermutlich das gleiche ist wie Pyrenopeziza digitalis.


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    Abschließend zeige ich euch gern noch zwei typische Becherchen an Harz.

    Um sie zu finden muss man an harzigen Stellen diverser Nadelbäume suchen. In diesem Fall an Fichte.


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    Gelegentlich wachsen beide Arten vergesellschaftet, wie hier zu sehen ist.


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    Schwarzes Harzbecherchen (Sarea difformis).


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    Und hier das häufigere Gelbe Harzbecherchen (Sarea resinae).


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    Mit einem Bild des Weißenstädter Sees habe ich diesen Beitrag begonnen und mit einem Bild von diesem See möchte ich mich von euch verabschieden.


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    Es hat mir viel Spass gemacht, diesen Beitrag zu schreiben.

    Auch wenn die meisten Pilze eher mini als maxi waren, hoffe ich, dass es euch ein wenig gefallen hat.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Bis heute fruktifizieren so viele schöne Ascos darauf, dass ich schon fast, ja eigentlich überfordert bin.

    Bei Problemen kannst Du natürlich jederzeit hier anfragen. Oft reichen 1 bis 2 Mikrofotos, um die Art zumindest einzugrenzen.

    Mit Maßen natürlich.

    Da bin ich mir jetzt eigentlich sicher, dass es P. decipiens ist oder?

    Korrekt! Das geht aufgrund der charakteristischen Sporen ausnahmsweise auch ohne Maße.

    Das sind jetzt meine ersten Podosporas.

    Glückwunsch!:)

    Es sollten Dir noch viele weitere Funde in dieser artenreichen Gattung gelingen.

    Aktuell konnte ich übrigens bisher 24 Arten der Gattung nachweisen, also da kommt noch einiges auf Dich zu.


    Liebe Grüße,

    Nobi

    "Podospora communis oder eher doch Podospora decipiens?"

    Weder...noch!

    Ich hadere etwas zwischen den beiden Arten. Die apikalen Sekundäranhängsel würden glaube ich auch für P. communis passen oder?

    Passt leider nicht. :(

    P. communis hat jeweils 4 apikale und basale Caudae. Erinnert etwas an Klauen.

    Die Sporengrösse aber wieder eher auch für decipiens.

    Die Sporengröße passt ja ganz gut, aber der Rest? :(

    P. decipiens zeichnet sich durch ein breites, relativ kurzes Apikalanhängsel aus während die recht unscheinbaren basalen Caudae am oberen Teil des Pedicels angeheftet sind. Nie an dessen Basis!


    Ich vermute hier Podospora pyriformis, eine Art die hauptsächlich an Rinderdung vorkommt. :)

    Sporengröße passt ganz gut, außerdem die jung gelegentlich septierten Primäranhängsel (Pedicel) sowie die breit gefurchten apikalen Caudae.

    Zur sicheren Bestimmung müsste man natürlich deren Form und Größe kennen.


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Wenn ich jetzt die Sporen messe, erhalte ich deutlich größere Werte von (22.1-26.5) µm x (13.9-17.9) µm.

    Das erscheint mir nun wiederum zu groß für Sordaria lappae, Björn!

    Die Maße würden hingegen gut zu Sordaria humana passen.

    Um diese von S. lappae zu unterscheiden ist es notwengig, die Gelhülle der Sporen zu untersuchen (zB in Tusche).

    Bei lappae ist diese gut ausgeprägt, wie auf den Bildern vom 22.06. schön zu sehen, bei humana fehlt diese bzw. ist mit 1-2 mm kaum vorhanden.

    Dass verschiedene Sordaria-Arten gleichzeitig fruktifizieren ist übrigens nicht ungewöhnlich.

    Sehr oft finde ich zB fimicola gemeinsam mit humana, gelegentlich auch mit lappae, macrospora oder superba.

    Allerdings konnte ich lappae und humana noch nie zusammen entdecken.


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Hallo Björn,


    Sordaria nodulifera kann man ausschließen, diese hat ganz spezifische Sporen.

    Es mag ja eine Sordaria sein aber fimicola ist das sicher nicht!

    Da passt die Sporenform so gar nicht.

    Das sehe ich nach den letzten Bildern und Maßen ebenso wie Hans.


    Meiner Meinung kommt tatsächlich nur die von Felli ins Spiel gebrachte Sordaria lappae infrage!

    Allerdings sind die Sporenmaße der Aufsammlung grenzwertig klein, ich kenne die Art mit Sporen um 20-24 x 13-16 µm, nur einmal 20-21 x 13-15.


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Könnte das eine Weisse Federlibelle sein? Es wäre toll, wenn Ihr mir weiterhelfen könnt

    bei meiner Libellenfrage kann mir ja leider keiner helfen - schade, aber macht nichts

    Ob ich Dir weiterhelfen kann, weiß ich zwar nicht, aber ich will es wenigstens versuchen, lieber Murph.

    Nach meiner Recherche ist die Weiße Federlibelle eine SW-europäische Art und scheidet wohl aus.

    Eine mitteleuropäische Art der Gattung ist die Blaue Federlibelle (Platycnemis pennipes), welche durchaus "Deine" Libelle sein könnte.

    Jedenfalls sieht dieses Weibchen fast genauso aus wie auf Deinem Foto!


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Hallo Hans,


    dem privaten Tippgeber kann ich nur Recht geben. (Schade übrigens, dass er sich hier nicht mehr öffentlich äußert :()

    Eindeutig Sporormiella leporina.


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Hallo Björn,

    bin gerade zwischen zwei internetfreien Urlauben kurz zuhause, daher auch nur eine kurze Antwort.

    1. Sporengröße (10.3+-0.9) µm x (4.6+-0.3) µm, Q=2.3+-0.2, so daß ich bei Coprinellus pusillulus lande.

    Mit den Sphaerozysten und der Sporengröße kommt nichts anderes infrage.:thumbup:

    2. Pilobolus umbonatus

    Klar!

    3. Hier lande ich mit den septierten Haaren und dem einen, prall gefüllten Ascus bei Trichobolus. Von der Elliptizität her lande ich auf jeden Fall bei Trichobolus zukalii.

    Passt auch! Die Sporen von sphaerosporus sind tatsächlich nahezu kugelig.

    4. Ein Ascobolus...Sporengröße (17.5-20) µm x (8.5-10) µm, mit Längsrillen auf dem Epispor, deren Ränder charakteristisch angeraut erscheinen. Damit tendiere ich mal vorsichtig zu Ascobolus sacchariferus

    Sehe ich ebenso!

    5. Hier hat sich wohl jemand im Substrat vertan :D Eine richtige Idee habe ich hier gerade nicht.

    Vermutlich Sordaria fimicola, die gern die Unterlagen besiedelt.


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Feine Ausbeute, Jörg!


    Bist Du Dir mit dem "Ziegelroten" sicher? Die habe ich noch nie in natura gesehen!

    Und die Hainbuchen-Röhrlinge sind ja vom feinsten, von denen fehlt mir auch noch ein gescheites Foto.

    So, und nun kuriere Dich erst mal aus.


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Das erinnert auch irgednwie an einen nass gewordenen Mehlräsling (Clitopilus prunulus)

    aber letzte ist Clitopilus prunulus, oft rosa Lamellen

    Klar, dass das auch der Mehlräsling sein kann.

    Aber ich bin bei meinem Vorschlag davon ausgegangn, dass Jörg diesen sehr gut kennt, da er ihn hier zeigte und ich ihn auch schon gemeinsam mit ihm gefunden habe.


    Deshalb hatte ich den Trichterling ins Rennen geworfen.


    LG, Nobi

    Gewaltig, was bei Dir schon wieder los ist, Jörg!

    Davon kann ich im Moment nur träumen. Ich habe natürlich auch nicht solch Biotope in meiner Nähe.


    Dein vorletzter Pilz lässt mich wegen Habitus und Lamellenfarbe an einen Risspilz denken, während ich den letzten mit dem Rosa Trichterling (Clitocybe houghtonii) vergleichen würde. Die blass lachsfarbenen Lamellen würden gut passen.


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Sehr schöne Bilder dieser interessanten Art, Thorben!

    Das Bild Nr. 3 ist ja DER Hammer!:thumbup:


    Die Art ist offensichtlich nicht selten an Linde. Hier mal ein paar Bilder eines Eigenfundes.





    Liebe Grüße,

    Nobi

    Ahoi, Käpt'n.

    Neulich beim Spaziergang.

    Achtet auf die 11

    Da frage ich mich natürlich erst einmal, was "gefühlte" Champignons sind?

    Sind die nur virtuell auf dem Teller vorhanden? Nun gut, dann hat man immerhin noch den Schinken und den Käse!


    Viel schlimmer wäre es natürlich, wenn die Pilze nur "gefühlt" Champignons sind, in Wirklichkeit aber durchaus auch so typische Verwechslungsarten wie Ziegelrote Risspilze (vorm Erröten) oder gar Weiße Knollenblätterpilze sein könnten. Das wäre dann wohl eine sogenannte Henkersmahlzeit!==lamtoedlich


    Die Möglichkeit, dass es sich um "gefüllte" Champignons handelt, die vom Fehlerteufel befallen sind, würde ich nicht ganz außer acht lassen.==3


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Lieber Hans,

    ein schönes Portrait hast Du wieder erstellt!:thumbup:

    Die ersten drei Bilder zeigen unreife Perithecien, die noch ihren Babyflaum verlieren müssen, oder?

    Auf Kaninchendung fand ich am 07.06.2020, in MTB 4804/2 Mönchengladbach eine Kernia,

    die ich schon mal gefunden hatte und zu meiner Freude nicht Kernia nitida zuordnen konnte.

    :?:

    Bei der Beurteilung kam ich zu Kernia cauquensis.

    Wie das?==Gnolm11

    Kernia cauquensis ist eine Art ohne Behaarung!

    Die einzige Art der Gattung mit diesen typischen apikal stark gekrümmten bis eingerollten Haaren ist Kernia nitida (Synonyme u.a. K. brachytricha, K. geniculotricha), die es auch dieses Mal wieder sein sollte.


    Zum Vergleichen hier eine schöne Gattungsbearbeitung von 1971. Allerdings ohne K. cauquensis, welche ja erst 1979 beschrieben wurde.

    Kernia_Malloch & Cain, Can. J. Bot. 49, 1971.pdf


    Liebe Grüße,

    Nobi

    In der Tat ein spannender Fund, Hans!:thumbup:


    Hatte ich noch nicht.

    Rhizopus sollte passen, mit "Ellis & Ellis - Microfungi on miscellaneous substrates" würde man zu Rhizopus stolonifer kommen.

    S. 157, plate 51, fig. 519.


    Wenn man jedoch die Monografie von Zheng et al. befragt, könnten auch noch andere Arten infrage kommen.:/

    Rhizopus, a monograph_Zheng et al., Sydowia 59.2., 2007.pdf

    Schade, das die Pilzwelt so unendlich groß ist.

    Schön, dass sie so groß ist!;)


    LG, Nobi