Beiträge von nobi

    Danke für Deine Antwort, Ulla.

    Hast Du den Myxo exsikkiert? Es sind ja mehrere Fruchtkörper, da könnte man nochmal drüberschauen.

    Es waren leider nur wenige Fruchtkörper. Vier habe ich mitsamt etwas Substrat getrocknet.

    Würde ich Dir gern zuschicken, vielleicht geht ja noch was.

    Könntest Du mir nochmal Deine Adresse per PN senden?


    Liebe Grüße

    Nobi

    Hallo, Schleimpilzler,


    nach ca. drei Wochen fand ich auf kultiviertem Schafdung vom Ochsenkopf einen Myxo, den ich Euch gern zeigen möchte.

    Vielleicht kann man ihm ja trotz suboptimaler Bilder einen Namen, und wenn es auch nur ein cf-Name sein sollte, geben?


    Fruchtkörper um 0,5 mm, braunviolett, mit unscheinbarem Stielchen.




    Sporen nahezu kugelig, glatt oder feinstwarzig (schwer zu beurteilen), blass violett, um 10-12 µm, einige anormal und deutlich größer.




    Liebe Grüße vom Nobi

    Habe den Bericht der Nachexkursion soeben erst entdeckt, Harzi!

    Großartige Aufnahmen des Ascobolus; denn hätte ich zu unserer Tagung auch gern gefunden.

    Ich fand den vor über 30 Jahren letztmalig im feuchten Uferbereich einer mit Wasser gefüllten Tongrube.

    Heue steht da eine Tankstelle und der Ascobulus behnitziensis ist wohl aktuell aus Sachsen verschwunden. ==17


    Liebe Grüße

    Nobi

    Toll, was Du in letzter Zeit hier wieder präsentiert hast, Maria! :thumbup:

    November 1, Bild 14, halte ich für den Mäuseschwanz-Rübling (Baeospora myosura). Das herbstliche Äquivalent zum Fichtenzapfen-Rübling.

    November 2, Bilder 8 und 9, könnte Clavaria krieglsteineri sein. Vergleiche mal mit dem Porträit von Hans.

    Bild 25 ist keine Mycena acicula, eher der Buntstielige Helmling (Mycena inclinata) "in nicht büschelig".


    Liebe Grüße

    Nobi

    Ich halte den Pilz für Podospora bifida, könnt ihr mir das bestätigen, oder liege ich da daneben?

    Passt perfekt, Florian! :thumbup:

    Bereits makroskopisch durch den dicht mit steifen Haaren besetzten Hals gut charakterisiert, beseitigt die letzte Mikroaufnahme alle eventuellen Zweifel.



    Hier sieht man die typischen Merkmale der Sporen: breites, relativ kurzes Pedicel, sowohl braune Sporenzelle als auch das Pedicel von einer dünnen Gelhülle überzogen und schließlich das namensgebende zweigeteilte (bifid!) Apikalanhängsel.

    Es sieht übrigens nach mehr als 64 Sporen aus, ich denke schon, dass es 128 sein können.

    Du schreibst ja selbst: Mindestens 64sporig.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Hi,

    Schick weiter an Nobi.

    Gnolmdung hat er noch nie kultiviert.

    Tolle Idee, Gnorbert, aber stimmt so nicht ganz, wie Du hier sehen kannst!



    Leider konnte ich nix Pilzliches "daran" entdecken! ==Gnolm21

    Aber was nicht ist, kann ja noch werden! ==Gnolm8

    In dem Sinne, liebe Grüße vom Nobi, der sich hiermit offiziell angemeldet hat zum einzigen und besten APR der Welt!

    Muss nur noch die Finanzen mit Gningo klarmachen.

    Nun, das wird schon Chaetomium brasiliense sein, Felli.

    Es gibt ja nur sehr wenige Arten in der Gattung mit uniseriaten Asci.

    Alle anderen mir bekannten unterscheiden sich doch deutlich.


    Ist nach meinen Beobachtungen nicht selten und ich konnte sie ebenfalls schon an Hasenlosung finden.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Sorry, Hagen, aber so richtig viel kann ich auf Deinen Bildern nicht erkennen. :|

    Deine Beschreibung der Apothecien ist eigentlich keine, während die Mikros an Pseudombrophila bulbifera denken lassen.

    Allerdings auch nicht so richtig, da die Sporen eher einen subglobosen Eindruck machen.

    Gefunden in Afrika auf Giraffe?

    Dann könnte es durchaus auch etwas Neues sein!


    Liebe Grüße

    Nobi

    Ich druck zurück, Peterle - aber nun ab in die Heia.

    Muss morgen tatsächlich mal wieder zeitig raus.

    Ja - auch wir Rentner haben es nicht leicht. ==2


    LG, Nobi

    Am Ende bin ich dann bei S. fimicola herausgekommen.

    Zurecht, würde ich mal meinen, Manfred!

    Ich finde die Art fast immer mit den von Dir genannten Sporenmaßen, auch wenn sie laut Literatur bis 24 x 13 µm groß sein können.

    So groß habe ich die Sporen nur ausnahmsweise finden können.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Mit Richardson und Watling komme ich zu Sordida macrospora.

    Passt, Manfred! :)

    Die ähnliche Sordaria superba hat etwas kleinere Sporen.

    Das Substrat ist interessant. Ich finde die Art fast ausschließlich an Leporidendung (Hase, Kaninchen).

    Hatte sie allerdings auch schon einmal an Reh.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Danke für diesen würdigen Abschluss des Threads und damit auch der fantastischen Tagung, Matthias!:thumbup:

    Nach unserem Kenntnisstand Zweitfund für Deutschland wie für Europa.

    Nicht ganz. In Europa soll die Art laut Mycol. Bav. 2018, wo sie von Felli, Inge (alias Roni1), Till und Christoph ausführlich vorgestellt wurde, bereits aus Frankreich, Dänemark, den Niederlanden und Georgien nachgewiesen sein.

    Apropos Mycol. Bav. 18 (2017). Mein Heft ist einfach nicht auffindbar.

    Felli, Du als Mitautor solltest doch ein PDF von dem Artikel haben. Daran wäre ich sehr interessiert und sicher auch die anderen am Fund Beteiligten.

    Es wäre toll, wenn Du mir die Arbeit zukommen lassen könntest, ich würde sie dann weiterverteilen.


    Hab ich schon gesagt dass ich mich eine wenig ärgere nicht dabeigewesen zu sein ?

    Hast Du das schon mal gesagt? :D

    Echt schade, dass sich die BMG-Tagung und die der D&D-Freunde überschnitten haben.

    Wir hätten Dich sehr gern in unserer Runde begrüßt!

    Nächstes Mal bist Du mit dabei!


    Liebe Grüße

    Nobi

    Das sind klasse Funde und wie immer wunderschön in Szene gesetzt.

    Mercy - und auf den Höhepunkt fiebere ich schon hin:/

    Freut mich, dass es Dir gefällt, Felli!

    Und der Höhepunkt - naja für Dich nicht neu, aber hoffentlich interessant.


    Gute Nacht wünscht der Nobi.

    Auch wenn die Dünen- und Dungpilztagung 2019 schon wieder zwei Wochen zurückliegt, gibt es immer noch ein paar Arten, die bisher nicht gezeigt wurden. So erreichten mich mittlerweile von Torsten einige großartige Fotos, die ich samt seiner fachlich interessanten und gleichzeitig humorvollen Kommentare gern noch zeigen und damit ein grandioses Finale furioso einleiten möchte. Vorab noch zwei Bilder von Torsten, meinem lieben norddeutschen Pilzfreund.

    Wie man ihn kennt. Auf allen Vieren durch die Wiesen „sprintend“! ==18


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    So kennt man ihn auch. Ausdauernd und gewissenhaft bei der täglichen Fundbearbeitung.


    37233044qe.jpg


    Los geht’s. Ab jetzt spricht Torsten.


    Marcelleina personii---Blauvioletter Rundsporbecherling---ist in der Dose schön nachgereift und wurde auf einer Wagenspur auf dem Ochsenkopf entdeckt.


    37233045xu.jpg


    Markant sind die globosen Sporen und das irreguläre Retikulum auf diesen. Sporendurchmesser 8,5- 10 µm und der große Lipidtropfen war 6- 6,5 (-7) µm. Insgesamt drei Apothecien wuchsen auf nacktem Lehm mit Barbula unguiculata, Phascum cuspidatum, Homalothecium lutescens und einem Cerastium juv.

    Der NOBI tippte auf Ascobolus :-) ---Du erinnerst Dich. Typisch Dungpilzfreak.....Spass muß sein mein lieber Nobi. ==2


    Sehr schön und sicher oft übersehen auch Tubaria minutalis (Kleinster Tropetenschnitzling)---eine winzige Tubaria, mit einem Hutdurchmesser unter 1 cm. Sporen 7,5- 8,5 x 4- 5 µm mit reichlich typischen Cheilozystiden. Auch vom Ochsenkopf gesammelt. Wollte keiner so richtig mitnehmen...Ich mag diese kleinen Braunen und habe ihn eingedost und entlarvt.


    37233046nj.jpg


    Ein hübscher Zwerg von Harzis Magerrasen ohne Saftlinge. ;)

    (Insiderwitz, da sich Harzi regelmäßig für die fehlenden Saftlige entschuldigte. Hartmut, auch ohne Saftlinge war es einfach toll!:thumbup:Der zu sehende Becherling ist übrigens noch nicht „zu Ende bestimmt“. Anm. Nobi)


    Die auffällige Tomentella fibrosa fand ich an einem Kiefernhang auf dem Weg zu den Tongruben auf Erde zwischen Moosen wie Fissidens. Die kalkholde Art ist durch ihre roströtliche Fabe, das Fehlen von Schnallen (!!) und die subglobosen, bifurkaten Sporen sehr gut zu bestimmen.


    37233047hc.jpg


    Hier noch ein Mikro von Maren.


    37233048ds.jpg


    Nachtrag. Die "verrostete" Tomentella hat ja einen geilen deutschen Namen: Schnallenloser Stachel-Filzpilz......das ist ja schon fast Literatur :D


    An dem Kiefernhang wuchs auch der wunderschöne Marzipanschneckling (Hygrophorus agathosmus) der uns zuerst seinen Marzipangeruch verheimlichte, aber dann im "warmen Gefilde " des Mikroskopieraumes doch verwöhnte mit dem Duft aus der "Lübecker Marzipanfabrik".


    37233049bu.jpg


    Überrascht war ich auch von Arrhenia acerosa, den ich bei Harzgerode am Selkefall fand. Dieser zarte, graue Seitling wuchs in einem Glyceria-Phalaris Flachwasserröhricht auf den Blattresten von Phalaris (Rohrglanzgras).

    Der Biotop wird sicherlich periodisch im Jahr überschwemmt. Auf Blattresten fand ich diese spatelige, bis 3 cm große Art noch nie. Bei Harzi im Harz wird man halt überrascht.


    37233050dm.jpg


    Die vorerst letzte „Torsten-Art“ ist Antinoa pulchella, ein winziges gelbes Becherchen auf Kiefernadeln. Ich zeige euch hier die tolle Collage von Torsten (Anm. Nobi).


    37233051jb.jpg


    Torsten schreibt dazu folgendes.

    Zur Antinoa pulchella kann ich nur sagen das die Art auf verrottenden Nadeln von Pinus sylvestris gefunden wurde. Zotto schrieb:"...das ist Antinoa pulchella oder A. acuum, da ist noch manches nicht ganz klar. Sowas sollte mal sequenziert werden. Damit man mal sieht, ob sich dieser Pilz zu A. juniperinella gesellt oder zu Calycina....".

    Auffällig das zitronengelbe Exsudat an der Außenseite und die mit lichtbrechendem Inhalt gefüllten Paraphysen. (Foto: Maren).


    37233052id.jpg


    So sucht der Ahnungslose zu Recht bei Calycina. Bei Pilze Deutschlands findet man die Art noch unter Pezizella pulchella Fuckel 1870. Matthias und ich haben uns jedenfalls die Zähne an dem kleinen Gelben ausgebissen und Zotto hatte aufgrund unserer Beschreibung sofort den Namen parat. Wenn die Art häufig wäre, dann hätten Matthias & ich das Ding schon längst gefunden. Wir untersuchen regelmäßig die Nadelstreu von Pinus. Auch für mich ein toller Fund und im Norden bislang noch nicht gefunden.


    Ich übernehme mal wieder und bedanke mich bei Torsten für die klasse Fotos und Texte!

    Soweit dieser Nachtrag, der gleichzeitig Beginn des Finale furioso ist.

    Denn einen haben wir noch…………………!

    Einen absoluten Höhepunkt für die Kleinpilzfreaks!

    Matthias wird sicher demnächst davon berichten und damit den Thread würdig beenden.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Danke, Karl und Chris für Eure wunderbunten Beiträge!

    Da geht mir das Herz auf! :)


    Porpolomopsis calyptriformis; ja ich weiß, das es den Pilz geben soll...

    Wäre auch nochmal so ein Wunschpilz von mir.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Hallo Cratie,

    klar, den Joseph Christan meine ich.

    nur aus Neugier: wer ist denn der Ramaria-Spezialist? Josef Christan? Ich wusste gar nicht, dass er auch hier aktiv ist.

    Ist er auch bisher nicht.

    Aber was nicht ist, kann ja noch werden!;)

    Kenne den 'seph übrigens seit der DGfM-Tagung 1995 in Papstdorf.

    Da fing er mit den Ramarien an und ich ein wenig später mit den Dungpilzen.

    Wir rauchten damals beide noch und haben uns immer mal wieder gegenseitig Feuer gegeben.

    Da denkt man doch gern zurück!


    LG, Nobi

    Liebe Pilzfreunde,

    ich befürchte, daß es auf Ramaria spec. hinausläuft...

    Ich denke, das ist richtig bestimmt, Horst!;)

    Sollte sich nicht noch Josef himself äußern, wird es wohl bei dem Namen bleiben.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Ganz toll, wie Ihr hier nochmals die BMG-Tagung 2019 präsentiert, Stefan und Thomas!:thumbup:

    In Gedanken war ich oft bei Euch, körperlich allerdings bei der nahezu zeitgleich stattgefundenen Dünen- und Dungpilz-Tagung in Aktion.

    Schade, dass die beiden interessanten Tagungen +/- parallel stattfanden.

    Aber man kann schließlich nur auf einer Hochzeit tanzen!

    Den 2. Tintling habe ich von Felli auf Pferdedung bekommen. Ich hatte erst auf Coprinopis nivea getippt. Unterm Mikro war die Sache schnell klar. Sporen von 10-14 µm, stark abgeflacht, "fünfeckig". Die Nivei-Gruppe war klar; da bleibt nur Coprinopsis pseudonivea übrig. Hatte ich auch schon 2-3 Jahre nicht mehr.

    Schnell klar?:(

    Hättest Du Dir doch lieber etwas mehr Zeit genommen, Stefan!

    Das ist nicht Coprinopsis pseudonivea sondern der von Dir zuerst vermutete Coprinopsis nivea!

    Coprinopsis pseudonivea ist ein völlig anderer Pilz, wie Du leicht feststellen kannst, wenn Du die "Ludwig-Tafeln" vergleichst.

    Oder wenn Du Dir die ehemalige Seite zur Art von A. Melzer anschaust.

    Coprinopsis pseudonivea.pdf


    C. nivea ist DIE klassische Pferdedung-Art, während die nie weiße, sondern immer isabellfarbene C. pseudonivea DIE Rinderdung-Art ist!

    OK. Die Sporen sind für nivea schon arg klein, ich selber hatte aber auch schon Funde mit Sporen von 12-15 x 10-12 x 8 µm.

    Die von pseudonivea fand ich stets etwas kleiner als in der Literatur genannt, nämlich 12-13 x 10 x 8 µm.

    Auch Matthias gibt bei seiner schönen Vorstellung der Art die Sporengröße mit 10-12 x 8-10 x 6-8 µm an.


    Liebe Grüße

    Nobi

    Ganz toll, wie Ihr hier nochmals die BMG-Tagung 2019 präsentiert, Stefan und Thomas!:thumbup:

    In Gedanken war ich oft bei Euch, körperlich allerdings bei der nahezu zeitgleich stattgefundenen Dünen- und Dungpilz-Tagung in Aktion.

    Schade, dass die beiden interessanten Tagungen +/- parallel stattfanden.

    Aber man kann schließlich nur auf einer Hochzeit tanzen!

    Den 2. Tintling habe ich von Felli auf Pferdedung bekommen. Ich hatte erst auf Coprinopis nivea getippt. Unterm Mikro war die Sache schnell klar. Sporen von 10-14 µm, stark abgeflacht, "fünfeckig". Die Nivei-Gruppe war klar; da bleibt nur Coprinopsis pseudonivea übrig. Hatte ich auch schon 2-3 Jahre nicht mehr.

    Schnell klar?:(

    Hättest Du Dir doch lieber etwas mehr Zeit genommen, Stefan!

    Das ist nicht Coprinopsis pseudonivea sondern der von Dir zuerst vermutete Coprinopsis nivea!

    Coprinopsis pseudonivea ist ein völlig anderer Pilz, wie Du leicht feststellen kannst, wenn Du die "Ludwig-Tafeln" vergleichst.

    Oder wenn Du Dir die ehemalige Seite zur Art von A. Melzer anschaust.

    Coprinopsis pseudonivea.pdf


    C. nivea ist DIE klassische Pferdedung-Art, während die nie weiße, sondern immer isabellfarbene C. pseudonivea DIE Rinderdung-Art ist!

    OK. Die Sporen sind für nivea schon arg klein, ich selber hatte aber auch schon Funde mit Sporen von 12-15 x 10-12 x 8 µm.

    Die von pseudonivea fand ich stets etwas kleiner als in der Literatur genannt, nämlich 12-13 x 10 x 8 µm.

    Auch Matthias gibt bei seiner schönen Vorstellung der Art die Sporengröße mit 10-12 x 8-10 x 6-8 µm an.


    Liebe Grüße

    Nobi