Beiträge von nobi

    Wir haben mal ein bisschen in unserem Fotoarchiv gesucht, da wir 2014 im Wald eine Puppe vom Ligusterschwärmer gefunden haben. Sie sieht schon irgendwie witzig aus.

    Vielleicht findest Du ja auch mal eine in Deinem Garten g:-) ...

    Danke für den "Nachschlag", Holger und Sabine!

    Tolle Bilder von der Puppe, ich werde die Augen aufhalten!


    Liebe Grüße vom Nobi

    Wir hoffen, wir langweilen Euch nicht mit unseren pilzfreien Beiträgen. :gkopfkratz: 

    Ihr langweilt nie mit Euren interessanten und wunderbar bebilderten Beiträgen, liebe HoBis!


    Sommerwurz finde ich total faszinierend, die Aufnahmen ausgezeichnet gelungen!

    Sind die gelben Korbblütler auf dem ersten Bild die Wirtspflanzen?


    Thymian oder Dost?

    Wegen der Größe und der Blätter bin ich da wie Feinschmecker beim Dost (Oregano).

    Thymian bildet idR flache dichte Teppiche und hat kleinere Blätter.

    Hier mal ein typischer Bestand.




    Der Natternkopf ist seit ein paar Jahren in unserem Garten heimisch. Immer wieder ein Hingucker.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Nun, mit der Sporengröße und den Sternenhaaren kann es eigentlich nur Cheilymenia stercorea sein, Felli.

    Moravec schreibt sinngemäß, "Sporenoberfläche manchmal mit irregulärem cyanophilen Netz, hervorgerufen durch das ablösende Perispor."

    Schön zu sehen in seiner Monografie S. 120, Fig. 34f.

    Ps : Trauerspiel 1:1 puh

    Trauerspiel 2:1, was für ein Dusel und ein wirklich geiles Freistoßtor quasi 5 vor 12!

    Ich kenne nur C. stercorea mit Sternhaaren (und natürlich S. crucipila). Das Sporenornament ist allerdings seltsam.

    Nach Moravec gibt es schon einige, neben den genannten auch asteropila und parvispora. Allerdings haben die alle deutlich kleinere Sporen.

    Wie auch Ch. stercorea f. alpina.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Was denken denn die anderen?

    Ich kann Dir hier nur schreiben, was ich denke! ;)

    Und ich denke bei der Zwei wie Ihr - Königsfliegenpilz.


    Die Eins indes in diesem Stadium zu beurteilen, ist schwierig.

    Wichtige bestimmungsrelevante Merkmale sind noch nicht ausgeprägt.

    Fakt ist, dass der Panther bereits im sehr jungen Zustand diesen in die Knolle eingepflanzten Stiel hat, sprich "Bergsteigersöckchen".

    Bei 123 sehr gut zu sehen.


    Diese abgesetzte Stielknolle kann ich nicht erkennen.

    Farbe und Habitat (sieht nach sauerem Fichtenwald aus) lassen mich eher den "Grauen" vermuten.


    Liebe Grüße vom Nobi

    und ich sammelte u. a. auch ein paar Dungproben ein.

    Leider bin ich mir da mit der Zuordnung meist unsicher, es gibt wohl auch keine Bestimmungsliteratur dafür ;-)

    Das mit der Bestimmungsliteratur stimmt nicht ganz, Ralph.

    Zumindest kenne ich ein Buch, wo auf mehreren Seiten Dung von Wildtieren abgebildet ist.

    Die relevanten Seiten habe ich vor einiger Zeit hier gezeigt.


    Leider sind in dem Buch weder Murmeltier noch Ziege vertreten.:(

    Auf Deinem ersten Bild sehe ich keine Losung vom Murmeltier. Ich habe sie einmal eingesammelt und untersucht. Sie sieht doch anders aus.

    Wegen der eingedrehten Spitzen und der haarigen Struktur ist das sicherlich ein Fleischfresser.

    Ich vermute ganz stark Fuchs, da er sich ganz gern im entsprechenden Habitat herumtreibt. Die Größe wäre interessant.


    Das zweite ist sicher Ziege oder Schaf. Beide Losungen kann man nicht wirklich trennen.

    Sind dort Ziegenherden unterwegs, ist es klar.


    Ich hoffe, dass bei Dir technisch alles bald wieder in Ordnung ist und Du die Feuchtkammern zum Leben erwecken kannst.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Danke für die lieben Antworten und die, wie heißt das jetzt, ach ja, "likes"! ==9

    Du hast mir auf jeden Fall wieder schöne Eindrücke aus fernen Landen mitgebracht, die mich noch sehnsüchtiger auf meinen Urlaub (in knapp 2 Wochen) warten lassen. Ob Pflanze, Pilz, Tier oder Kulinarisches, alles wunderbar festgehalten und an weitergegeben. :)

    Na dann, vorab schon mal einen schönen, entspannten Urlaub, Tuppie.

    Und ich hoffe, dass Du uns wieder an den zu erwartenden tollen Eindrücken teilhaben lässt.

    Das sieht insgesamt nach ein paar tollen Tagen aus - alles dabei, was das Herz begehrt, auch wenn die Netzhexen nicht in der Pfanne gelandet sind. Dafür musstet ihr an dem Abend dann nicht auf den köstlichen Inhalt des Kühlschranks verzichten. ==18

    Nun, die angebliche Giftigkeit der Netzhexen nach Alkoholgenuss und gut durchgebraten hätte ich im Selbstversuch gern widerlegt!

    Auf unseren Urlaub müssen wir noch ca. 3 Wochen warten - und es geht "nur" an die Nordsee.

    "Nur" Nordsee?

    Während einer Kur auf Norderney habe ich sie kennen- und schätzen gelernt. Ich beneide Euch. Vorab auch Euch schon mal einen schönen Urlaub.

    Diesen Teil Frankreichs kenne ich noch nicht - wird anscheinend Zeit!

    Und ist gar nicht sooo weit von Dir entfernt. Gut 500 km, ich habe es fast doppelt so weit! Einfach mal antesten.

    Und Troyes ist wirklich ein kleiner Schatz.

    Besonders der gotische Weinkeller beeindruckt mich.

    1194 von Zisterziensermönchen erstmalig als Weinkeller genutzt, ist er wohl einzigartig in der Champagne.

    Man fühlt sich in eine andere Zeit versetzt, wenn man in diesem historischen Keller steht.

    Beeindruckt hat mich vor allem diese transgalaktische Riesenschrecke. Die sieht aus, als wäre sie nicht von dieser Welt.

    Man hört sie ja oft. Ihr Flügelgesang ist schlichtweg der Sound milder Sommerabende.



    Aber gesehen habe ich sie auch zum ersten Mal.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Danke Frank, dass Du weiterhin aktiv und für uns unsichtbar im Hintergrund die Fäden ziehst!:thumbup:

    Das klingt gut und wäre eine sinnvolle Lösung.


    Ich bin erst kürzlich während einer Recherche auf ein paar ältere Beiträge von mir und Matthias (Mreul) gestoßen, wo alle Fotos, da bei picr.de hochgeladen, durch Links ersetzt waren.

    Da war ich schon erschrocken.

    So sind viele ältere Beiträge schließlich alles andere als attraktiv, das Suchen und Entdecken im einst bunten Forenkosmos ist trist und langweilig geworden.

    Das Forenarchiv hat sich dadurch von einer blühenden Wiese zu einer verdorrten Steppe gewandelt. Alles andere als einladend.


    Hoffentlich kommt es zu der angesprochenen Lösung, und hoffentlich bald.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Ich hoffe ihr habt mit mir gelitten.

    Und wie, Stefan!

    Ich habe den Dresden nahen Tharandter Wald in dieser Jahreszeit noch nie so trocken und pilzleer erlebt!

    Man muss schon in die Bäche gehen, um etwas zu finden. Selbst an Dung und Totholz ist fast alles vertrocknet.


    Hoffen wir auf bessere Zeiten!


    Liebe Grüße vom Nobi


    PS. Ich erinnere mich an eine Fachgruppenexkursion in den Pillnitzer Schlosspark vor vielen Jahren an einem 1. Juni.

    Wir fanden an die hundert Pilzarten.

    Die Wiesen waren voller Saftlinge und Ellerlinge. Es gab Sommersteinpilze, mehrere Rauhfüße, Perlpilze und und und...

    Ob wir so etwas nochmal erleben dürfen,


    fragt sich der Nobi

    Wie kann ich die Arten von Pilobolus unterscheiden?

    Auch anhand der Sporen? Gibt es dazu Bilder?

    Sporen sind ein wichtiges, wenn nicht gar das wichtigste Bestimmungsmerkmal der Gattung.

    Viele Schlüssel basieren darauf, u.a. der von Malcolm Greaves in seiner kleinen Studie "Pilobolus in Britain".

    Er zeigt Sporenfotos von sechs Arten.

    Sehr schöne Zeichnungen findest Du in der Arbeit von Hu et al.


    In meiner Antwort auf eine Pilobolus-Anfrage habe ich mich etwas ausführlicher zu den Arten geäußert und dabei auch zu den zwei erwähnten Arbeiten verlinkt.

    Du kannst Dir die Artikel dort herunterladen.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Ich bin auch bei der "Königin".

    Wahnsinnsblüte!


    Wir haben im Garten ein Kakteenhaus mit zwei Königinnen, die jedoch noch nie geblüht haben.

    Nun, sie sind noch recht jung, wahrscheinlich müssen wir noch einige Jahre warten.


    Nobi

    Hallo Meera,


    erstmal schön, dass Du hierher gefunden hast!

    Wie Du sicherlich bemerkt haben wirst, haben wir hier ein recht aktives Unterforum, das sich ausschließlich den Dungpilzen widmet.

    Es nennt sich Coprophile Pilze. Hier findest Du Hunderte Beiträge und viele tolle Artportraits. Da kannst Du Dich gern umschauen.


    Etwas Spezialliteratur findest Du da ebenfalls.

    Leider bin ich noch recht ahnungslos und habe keine Ansprechpartner (die Pilzleute arbeiten alle auf molekularer Ebene, keiner kann grad bei der Bestimmung helfen)

    Ich habe zwar ein Bestimmungsbüchlein bekommen, kann jedoch nicht nicht wirklich viel damit anfangen.

    Mir wäre eine grobe Einteilung schon recht, bevor ich ins Detail gehe.

    Eine grobe Einteilung hat Ralf vor ein paar Jahren erstellt. Damit kannst Du die häufigsten Gattungen ansprechen. Du findest sie hier.

    In Beitrag 6 findest Du einen einfachen Schlüssel zu den wichtigsten coprophilen Pyrenomyceten, den ich vor ca. 15 Jahren geschrieben habe.

    Ich denke, das sollte Dir den Einstieg in die Materie erleichtern.

    Was mich wundert: Die Sporangien des Pilobolus sind unterschiedlich groß. Sind es dann unterschiedliche Arten oder kann eine Art verschieden große Sporangien schleudern?

    Nun, die Gattung Pilobolus besteht mindestens aus acht Arten, die natürlich auch unterschiedlich große Sporangien bilden.

    Oft wachsen mehrere Arten gleichzeitig am selben Substrat!

    Wenn ich Ascobolus bestimmen möchte, muss ich diesen dann mikroskopieren? Kann mir jemand einen Tipp geben, wie ich das am besten mache? Unter ein Deckglas quetschen? Muss der gefärbt werden? welche Vergrößerung benutzt ihr?

    Arten der Gattung Ascobolus sollten in jedem Fall mikroskopiert werden. Am besten vital und in Wasser.

    Einfach mit der Präpariernadel ein winziges Hymeniumfragment entnehmen, in ein Wassertröpfchen auf den Objektträger geben und dann vorsichtig das Deckglas drauf.

    Anfärben ist wegen der violettfarbenen Sporen nicht notwendig.

    Ich arbeite in der Regel mit einer 600fachen Vergrößerung, 400 ist natürlich auch ok.

    Um die Strukturen der Sporenoberfläche exakt beurteilen zu können, ist 1000fach in Ölimmersion optimal.


    Vorsicht bei Verwendung von Chemikalien.

    Sie töten i.d.R. die Pilze und führen zu falschen Messwerten.


    Ansonsten kannst Du natürlich jederzeit Deine Pilze hier vorstellen und wir werden uns gemeinsam um die Bestimmung bemühen.


    Das Thema Deiner Studie ist interessant. Die Ergebnisse würden mich und sicher auch andere Dungpilzfreunde sehr interessieren.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Danke für diesen wunderschönen Beitrag, Heide!

    In meinem Fichten-Pfifferlingswald fand ich am Freitag statt Pfifferlingen fast nur alte Beutel-Stäublinge. Hier einer, wo das Sonnenlicht sich durch das Sporenloch an der Pilzwand "spiegelt". Wie heißt eigentlich das Loch, das hat doch bestimmt einen Namen?

    Sonnenloch?:D

    Übrigens, einen Beutelstäubling mit Röhren habe ich noch nie gefunden!;)


    Der Tintling (Bild 10) ist sicher keine Hasenpfote.

    Ich vermute hier wegen der braunen Schüppchenden auf dem Hutscheitel den Gelbschuppigen Tintling (Coprinellus xanthothrix).

    Siehe auch hier.


    Um den Eichhasen beneide ich Dich. Bild 19 finde ich genial.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Wieder ein schöner Fund, Roni!

    Verglichen habe ich auch mit dem Cheilymenia coprinaria-Forum-Beitrag von Juli 2016.


    Laut Schlüssel existiert auch eine Ch. magnipila mit bis zu 1300 µm langen Haaren aber etwas kleineren Sporen (13 - 16 x 7 - 8 µm). Diese wurde lt. Forschungsbericht 15 auch schon im Nationalpark Berchtesgaden von E. Ludwig gefunden und ausführlich von HOHMEYER, LUDWIG & SCHMID-HECKEL (1988) beschrieben.

    Leider habe ich weder die Beschreibung noch die Moravec-Monographie.

    Schön, dass Du bereits mit einem Forumsbeitrag verglichen hast. Dort wird ja schon einiges geklärt.


    Die Arbeit von Hohmeyer et al habe ich vor mir liegen. Sie geben die Sporenmaße mit 12-15 x 6-8 µm an. Weiter schreiben sie:

    "Die Merkmalskombination spärliche, aber sehr lange Haare und ockerliches Hymenium macht diese Cheilymenia-Art einzigartig in der Gattung."


    Moravec nennt für magnipila eine durchschnittliche Sporengröße von 14 x 7 µm.

    Auch sind deren Sporen fein rauh, während die von Ch. coprinaria annähernd glatt sind.

    Aufgrund dieser Merkmale möchte ich Ch. magnipila ausschließen und bin mir annähernd sicher, dass Du Cheilymenia coprinaria gefunden hast.


    Kleiner Tipp für die Zukunft.

    Um die oftmals vorhandene, jedoch meist sehr feine Sporenornamentierung zu sehen, sollte man unbedingt auch in Baumwollblau mikroskopieren.


    Anbei die relevanten Seiten aus dem Moravec, wo er bei den Anmerkungen zu magnipila auf die Unterschiede beider Arten eingeht (S. 214).

    Cheilymenia coprinaria, magnipila.pdf


    Liebe Grüße vom Nobi


    PS. Falls Du Dich weiter mit coprophilen Pilzen beschäftigen solltest und Interesse an diverser Fachliteratur hast, könnte ich Dir einiges aus meiner digitalen Bibliothek auf eine SD-Karte speichern und Dir zuschicken. Weiteres per PN, die jetzt Konversationen heißen.

    Im unangemeldeten Zustand sehe ich auch nur die genannten drei Bilder, wenn ich angemeldet bin, kann ich alle sehen.

    Nun gut, ich werde die fehlenden 45 nochmals hochladen. Etwas Geduld.

    So, drei Bilder habe ich nochmals hochgeladen, die anderen sind wie von Geisterhand plötzlich wieder da.

    Jedenfalls kann ich sie sehen und ich hoffe, Ihr auch.


    Nobi

    Ich weiß nicht, warum hier manche meiner Bilder nicht dargestellt werden.

    So macht Forum keinen Spaß!

    Habe bestimmt eine Stunde lang versucht, die nicht geladenen Bilder einzubinden.


    Ich lasse meinen Beitrag trotz fehlender Bilder stehen.


    Was ist nur hier los?

    Jahrelang gab es keine Probleme, seit der "Umstellung" ist alles anders.

    Nennt man das Fortschritt?


    Ich versteh' es einfach nicht.


    Nobi

    Hallo Foris.


    Inspiriert von Malones schönem Südfrankreichbericht, möchte ich Euch ebenfalls für eine kurze Zeit nach Frankreich entführen, allerdings nicht nach Süden, sondern in die nördlicher gelegene Champagne.

    Ich hatte es ja bereits „angedroht“. ==3


    Nobi schrieb:

    "Ende Mai war ich ebenfalls in Frankreich, in einer anderen Gegend, drei Motive sind deckungsgleich, mein Beitrag folgt demnächst."


    Ein paar Flatterwesen, Blüten, Vögel und sogar Pilze sind mir dabei vor die Linse gekommen. Und der Champagner kam auch nicht zu kurz.


    Doch der Reihe nach.


    Gemeinsam mit vier lieben Freunden ging es Ende Mai nach Frankreich.

    Dieses hübsche Haus in Mesnil St. Père bei Troyes, der einstigen Hauptstadt der Champagne, war für ein paar Tage unsere Unterkunft. Nicht luxeriös, aber mit Wohlfühlcharakter.

    Im Vordergrund unser Leihwagen, in dem wir fünf und unser reichliches Gepäck ausreichend Platz hatten.



    Blick von unserem Domizil zur nahe gelegenen Marina des Lac d‘ Orient, einem 24 km² großem Seine-Stausee, der 1966 als Hochwasserschutz für Paris errichtet wurde.



    Nachdem der Kühlschrank männergerecht befüllt wurde (Achtung, Klischee)g:D




    hieß es, die Umgebung zu erkunden.

    Ein Wanderweg rund ums Dorf führte uns an riesigen Weiden vorbei, auf denen die allgegenwärtigen Charolais-Rinder grasten.




    Der Weg war nach einem starken Unwetter eher ein Schlammpfad, auf dem wir mehr rutschten als gingen.

    Was hier noch harmlos aussieht, wurde bald bitterer Ernst und wir mussten uns durch wadentiefe Schlammlachen kämpfen.

    Nach der Tour habe ich meine Wandersandalen in den Mülleimer werfen müssen!




    Das einzig sichtbare Wesen in diesem Morast war eine Feldgrille (Gryllus campestris), die sich ebenfalls mühsam dahin schleppte, was mir die Gelegenheit für ein Foto gab.




    Nach überstandener „Tor“Tour läuteten wir den Abend mit einem umkämpften Spielchen ein. Was wir, weil es einen Riesenspaß machte, jeden Tag neu auflegten.






    „Unser“ See in voller Schönheit.




    Badestelle bei Gewitterstimmung








    Natürlich haben wir auch Troyes (sprich [tʀwa]) einen Besuch abgestattet. Die Altstadt besticht durch enge Gassen und wunderschöne Fachwerkhäuser.




    Besonders beeindruckend ist die gotische Kathedrale Saint-Pierre-et-Saint-Paul.




    Wasserspeier.






    Insgesamt 1500 m² Fenster gibt es zu bewundern. Hier zwölf von ihnen.




    Mauermohn.




    Ein Ausflug führte uns ins Herz der Champagne, nach Colombé le-Sec, wo wir das Champagnergut Cellier besuchten.








    Der einzigartige gotische Weinkeller der Abtei Clairvaux wurde bereits 1194 erstmalig erwähnt.








    Nach einer ausgiebigen Verkostung fanden schließlich diese drei Flaschen den Weg nach Hause. Mit 18 bis 21 Euro durchaus akzeptabel.




    Auf der Rückfahrt kamen wir an einer traumhaften Blumenwiese vorbei.

    Hier ein paar Eindrücke.

    Kleine Blüten, ganz groß!

    Thymian, Wiesensalbei, Pyramidenorchis und Bocksriemenzunge.










    Darben mussten wir natürlich auch nicht.

    Fastfood auf französisch: Croque Monsieur in einem Dorfgasthof, hier mit einem belgischem Trappistenbier veredelt - einfach lecker!




    Und eine Andouillette, eine Wurst aus Schweinedärmen und ~magen, eine sehr spezielle Spezialität aus Troyes, musste natürlich auch verkostet werden.

    Sicher nicht jedermanns Geschmack, ich fand es hmmm! ==Pilz27



    Zurück zur Natur.

    Direkt an unserem Grundstück stand ein „löchriger“ Telefonmast. Hier hatte sich eine Spatzenfamilie einquartiert. Sie tschilpten von früh bis spät. Gewöhnungsbedürftig!

    Gelegentlich versuchten die Junioren den Abflug.




    Auch die Rauchschwalben waren gesanglich aktiv.




    Im Gegensatz zu den Haubentauchern, die sich einfach nur treiben ließen.




    Bei einem Spaziergang am See fand ich schließlich eine Streifenwanze,




    ein Federgeistchen (Pterophorus pentadactyla)




    und diesen unbekannten Dickkopf. Dank Malone ist er inzwischen bekannt und hört auf den namen Zimtbär/Rostbär (Phragmatobia fuliginosa).

    Danke, Peter!




    Endlich Pilze, dachte ich beim Anblick dieser Walnussblätter und hoffte auf eine Taphrina oder etwas ähnliches.






    Doch stellten sich die Blattverformungen letztlich als Gallen der Walnuss-Gallmilbe heraus. Die 0,2 mm winzigen Milben sind mir leider nicht vor die Linse gekommen.

    Oder ich habe sie einfach nur übersehen.


    Ein paar Pilze gab es doch noch.

    Gezonter Ohrlappenpilz (Auricularia mesenterica).





    Ein kräftiger graubrauner Scheidenstreifling, den ich nicht näher untersucht habe.








    Schließlich ein ganzer Trupp feinster Netzhexen, die leider dem Rasenmäher zum Opfer gefallen waren, bevor ich sie ernten konnte. ==17





    Mit zwei Abendstimmungen möchte ich mich für heute verabschieden.






    Ich hoffe, dass Euch mein kleiner Ausflug ein wenig gefallen hat, auch wenn es kaum Pilze gab..


    Liebe Grüße vom Nobi

    Hallo Holger,


    für mich makroskopisch ebenfalls ein Dachpilz, und zwar wegen der feinen bräunlichen Hutschüppchen, dem Habitus eines zarten Tintlings und der deutlichen Stielbereifung der von Dir bereits genannte Verschiedenfarbige Dachpilz = Geriefter Dachpilz (Pluteus plautus = depauperatus).

    Dein Bild 4 zeigt m.E. freie Lamellen und keine ausgebuchtet angewachsenen.

    Die Abbildungen in Ludwig, Bd. 2, Tafel 354, 97.22.F und 97.22.H ähneln Deinen Fotos auffallend.

    Vergleiche auch mit Saarpilz.de.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Ein Hallo an alle, die unter der aktuellen Trockenheit leiden!


    Da es außer in Bächen, an Pflanzen, an Dung, in Warmhäusern usw. gegenwärtig kaum Pilze gibt, große schon gar nicht,

    habe ich mir heute auf dem Weg zum Kompost unseren Garten mal näher angeschaut.


    Und dabei zwei imposante Flattermänner entdeckt!

    Der erste saß direkt am Putz unseres Hauses. Mit fast 6 cm Körpergröße konnte man den einfach nicht übersehen.




    Leider hielt er sich sehr bedeckt, aber ein Schwärmer sollte es bei dem Habitus schon sein.

    Nach einer Weile öffnete er ein wenig seine Flügel.




    Und noch etwas mehr.




    Nun war es klar. Der Ligusterschwärmer (Sphinx ligustri) hatte es sich an unserer Hausmauer gemütlich gemacht.

    Da unser Garten seit ca. 25 Jahren von einer Ligusterhecke umgeben ist, scheint das kein großes Wunder zu sein.

    Für mich allerdings schon, da ich diesen wunderschönen Falter nie zuvor gesehen habe.


    Dann sah ich eine große Libelle hektisch an einem Rosenstrauch hin und her schwirren. Bleib doch mal sitzen!

    Schließlich tat sie mir tatsächlich den Gefallen.




    Welch Wunderwerk der Natur. Allein die filigranen Flügel.




    Ich denke, das ist ein Plattbauch-Weibchen (Libellula depressa), durch den goldgelben Hinterleib gut vom Männchen zu unterscheiden.


    Ich hoffe, die Bilder haben Euch ein wenig gefallen, auch wenn's keine Pilze waren.

    Und sie haben wieder einmal gezeigt, wie vielfältig und schön unsere Natur ist.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Könnte es sich um den Schönfuß-Röhrling bzw. Caloboletus calopus handeln?

    Zur Bestimmung ist ja bereits alles gesagt.

    Deine Bilder zeigen eindrucksvoll, dass der Pilz seinen Namen zurecht trägt.

    Für mich einer der schönsten Röhrlinge!


    Liebe Grüße vom Nobi

    ...aber als Kontrast wollte ich auch zeigen was der Mensch mit der Natur anrichtet...

    Genau so habe ich es verstanden, Klüppli.

    Allerdings finde ich dieses unglaubliche Bild nicht besonders gut platziert in Malones Thread. Da wird wohl kaum jemand reagieren.

    Am besten machst Du ein eigenes Thema dazu auf. Der Text ist schon mal ganz gut als Einleitung und das Bild sowieso.

    Ich denke, dieses Thema liegt uns allen am Herzen und jeder hat sicher seine ganz eigenen Erfahrungen damit gemacht.


    Liebe Grüße vom Nobi

    Ahoj, Käpt'n!

    Anfang Juni gings nach Frankreich.

    Toller Bericht! Ich habe die Bilder genossen.

    Ende Mai war ich ebenfalls in Frankreich, in einer anderen Gegend, drei Motive sind deckungsgleich, mein Beitrag folgt demnächst.

    Zur Begrüßung gab's erstmal Knabenkraut.

    Genau die Orchidee hatte ich auch entdeckt!

    Habe sie allerdings als Pyramiden-Hundswurz (Anacamptis pyramidalis) bestimmt. Also kein Knabenkraut?


    Liebe Grüße vom Nobi

    Nach Recherche im Internet und Doveri-Schlüssel lande ich bei Coprotus/Ascophanus subcylindrosporus.

    Liege ich damit richtig?

    Auch wenn ich den erst einmal gefunden habe und die Art demzufolge nicht sehr gut kenne, bin ich von Coprotus subcylindrosporus überzeugt!

    Typisch sind die Paraphysen mit ab und zu gelben Guttulen, was die gelbliche Färbung der Apothecien erklärt.

    Ebenfalls charakteristisch sind die biseriaten Asci und die schmal zylindrischen Sporen.


    Ähnlich gefärbt ist Coprotus ochraceus, der allerdings breitere Sporen besitzt.

    Nach Kimbrough et al "North american species of Coprotus" hätte dieser auch uniseriate Asci, was ich allerdings nicht bestätigen kann, da ich ihn meist biseriat finde.


    Auch zu diesem schönen Fund und der klasse Dokumentation kann ich Dir nur gratulieren, Roni!


    Ich bin gespannt, was Du uns noch alles aus dem Berchtesgadener Land vorstellen wirst.

    Mal ein ganz anderes Thema:

    wie weit seid ihr denn so mit dem Umarbeiten eurer Themen/Beiträge, was das Umstellen der Fotos von externen Hostern (wie Picr) auf Einbinden mit Forensoftware nach dem ominösen 25.05. betrifft?

    Wer ist schon dran, wer (außer Mausmann - über 1000 Fotos, Respekt!) ist fertig, wer macht es nach und nach und wer hat vielleicht aufgegeben? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht/macht ihr? ==Gnolm11

    Nun, Grüni, ich habe weit über 3000 Bilder mittels picr.de hier hochgeladen.

    Und ich habe weder die Zeit noch die Kraft, dies alles nochmal mit der Forensoftware zu wiederholen.

    Also ich werde nichts, naja, fast nichts machen.

    Kürzlich wollte ich mein "Schweinethema" um zwei Bilder ergänzen. Es tat schon weh, als ich sah, dass alle meine Bilder verschwunden waren. Das Thema gehe ich vielleicht nochmal an.


    Ich finde es unfassbar, was hier einige "Möchtegern-EU-Gesetzgeber" verbockt haben. Damit werden harmlose Foren, wie unseres, extrem hart bestraft.

    Warum? Welch Wahnsinn! Wem nützt das?


    Was würde eigentlich passieren, wenn die Bilder nach wie vor sichtbar wären. Wer würde warum klagen???

    Wo ist der Unterschied, anstatt einem Link das Bild zu zeigen?

    Wenn man den Link anklickt, kommt man doch auch zu allen Bildinformationen.


    Ich halte ca. 100 meiner über die Jahre geschriebenen Themen für wertlos, weil sie durch Text und Bild funktionieren und nicht durch Text und Link.

    Mein einziger Trost. Die wichtigsten meiner Themen habe ich für mich als Worddatei bzw. PDF gespeichert.


    Nobi, leicht frustriert

    Super Einstand, Roni!:thumbup:

    Ich hoffe, dass Du auch zukünftig unsere kleine aber feine Dungpilzecke bereicherst! Scheue Dich nicht, hier weitere Anfragen einzustellen.


    Nun zu Deinen Funden.

    Zum Saccobolus schreibst Du:

    Leider komme ich aber mit V. Brummelens Schlüssel zu keinem Ergebnis, da die gelben Fruchtkörper nicht zum Sporenmuster II passen.

    Nun, das ist kein Wunder, da Du meiner Meinung nach in der falschen Sektion (Saccobolus) suchst.;)

    Deren Fruchtkörper zeichnen sich u.a. durch auffallend gelbe Paraphyseninhalte und eben eine andere Sporenanordnung aus.

    Auf die Paraphysen wies ja bereits Ralf hin.

    Deine Pilzchen gehören hingegen ziemlich sicher zur Sektion Eriobolus, wovon auch die zarten Violetttöne im Hymenium zeugen (siehe u.a. Bild 3, Mitte). Die Sektion Saccobolus "kann" das nicht.

    Nun passt auch die Sporenanordnung.

    Lass Dich von der scheinbaren Gelbfärbung nicht irritieren. Bei Reife verfärben die einst schneeweißen Apothecien dieser Sektion gern in Richtung schmutzigweiß bis gelblich.

    Mit den Cluster- und Sporenmaßen sowie den glatten Sporen komme ich zum häufigen Saccobolus depauperatus.


    Die Pseudombrophila ist mit den Sporenmaßen und dem Habitus die von Dir genannte Pseudombrophila equina.

    Es gibt da an sich keinen Verwechslungskandidaten. Das Substrat ist in der Tat ungewöhnlich, aber wenn die Art auf Pferdedung fruktifizieren kann, warum nicht auf Rinderdung?

    Ich selbst kenne P. equina nicht. Aus Thüringen sind mir einige montane Funde bekannt, diese allerdings stets auf Reh- bzw. Hirschlosung.

    Auf alle Fälle ein außergewöhnlicher Fund, um den ich Dich ein wenig beneide und zu dem ich Dich herzlich beglückwünsche.


    Interessant wäre zu wissen, aus welcher Region Du kommst und in welcher Höhe Du die Probe gesammelt hast.


    Liebe Grüße vom Nobi