Beiträge von nobi

    So ist es nicht: Mein Mann hatte die Pilze gegessen, bevor die Antwort von Christoph kam

    Na, das wird ja immer besser - oder sehe ich das alles nur zu kritisch?

    Da fragt man nach einer fragwürdigen Pilzart an und verspeist sie, ohne auf eine Antwort zu warten!

    Leute, Leute, Leute - wozu habt ihr eigentlich eure grauen Zellen???


    Ich hatte erst vor kurzem eine Anfrage aus einem Krankenhaus.

    Kurz vor Mitternacht übrigens.

    "Eine Frau hat sich einen Salat aus rohen Wiesenchampignons gemacht. Nun erbricht sie ständig."

    Auf meine Anfrage hat der Arzt die Lamellen als dunkelbraun bezeichnet.

    Leider hat er mir keine Bilder geschickt, doch konnte ich ihn insoweit beruhigen, dass es sich nicht um tödlich giftige Knollenblätterpilze gehandelt hat.


    Was ich sagen will: Pilze können tödlich sein, wenn man sie nicht genau kennt.

    Also bitte kein Harakiri.

    Und wartet die Antwort der Spezialisten ab, bevor ihr sie verspeist!


    LG, Nobi

    Da ist keinerlei Verfärbung. Mein Mann hat gerade zwei gegessen?!?

    Na dann, schmecken lassen!<X


    Bloß nicht auf die Warnungen der Experten hören!

    Und Christoph ist definitiv einer der besten Pilzkenner Deutschlands!

    Wozu eigentlich solche Anfragen, wenn ihr die Antworten eh ignoriert?==21


    Gerade von dem gezeigtem Pilz gibt es viele Fälle bezeugter Vergiftungen.

    Bitte weiter nicht weiter so!


    Nobi

    Hallo,

    den Zunderschwamm sehe ich auch so. Ich hatte den so rot bisher dreimal - immer an Birke. Kann der auch an anderen Substraten so rot sein?

    Danke für Deine Meinung, Steffen!

    Wir hatten den noch nie so farbenfroh gesehen und waren uns anfangs alles andere als sicher.

    Letztlich haben uns Habitus und Substrat in Richtung Zunderschwamm geführt, was Pablo ja auch bestätigt hat!


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Wieso sind die kiefern so angeritzt?

    Kiefernharz produktion oder wofür macht man sowas?

    Genau, Gena!

    War in der DDR ein Devisenbringer.

    Die Leute, die das machten, nannte man "Harzer".

    Ich selbst hatte vor langer Zeit schon einen vorunterschriebenen Arbeitsvertrag als Harzer in der Tasche, mit Dienstwohnung!

    Dann hatte überraschend der Förster gekündigt und die Wohnung wurde für einen neuen Förster dringender gebraucht.

    Aus war der Traum, als Harzer tagelang in den Wäldern unterwegs zu sein.


    Hier kannst Du Dich ausführlich darüber informieren.


    Liebe Grüße,

    Nobi

    .....protze ich ja normalerweise nicht mit meinen Funden, aber das muss jetzt mal sein.....

    Das ist in der Tat ein schöner Fundkorb, Wolfgang!:thumbup:

    Aber was machst Du mit den vielen Schirmlingen? Einige panieren und knackig ausbraten, klar. Aber der Rest?

    Trocknen und Pilzpulver vielleicht? Oder roh panieren und einfrosten? Das habe ich einmal gemacht und es hat gut funktioniert.


    Björn und ich sahen am Sonntag sicher Hunderte "Riesen", doch haben wir uns entschlossen, jeder nur 2, 3 Stück mitzunehmen.


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Nobi - Dein Einsatz bitte...;-)

    Da bin ich schon, Björn!

    Erstmal ein großes Dankeschön an Dich für die kurzfristige Einladung zu einer spontanen Runde!:thumbup:

    Es hat einen Riesenspaß gemacht, gemeinsam mit Dir mehr als drei Stunden den Heller, eine wunderbare Binnendüne am Rande Dresdens zu durchstreifen!

    Stellenweise fühlte man sich an die legendären russischen Birkenwälder erinnert.


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    Einen der wunderbaren dunklen Birkenpilze hast Du ja schon gezeigt.

    Möglicherweise handelt es sich dabei um Leccinum melaneum, den Schwärzlichen Birkenpilz.

    Wahrscheinlich ist das eine Variität des "Gemeinen", L. scabrum. Hier noch ein Bild davon.


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    Ich habe noch nie soviele Riesenschirmlinge in einem Gebiet gesehen. Es müssen Hunderte gewesen sein. Ein paar Eindrücke.


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    Den nächsten haben wir vermessen. Kein halber Meter, aber immerhin stolze 48 cm vom Scheitel bis zur Sohle!


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    Übrigens, neben "normalen" wuchsen auch extrem dunkle Schirmlinge.


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    Mehr als eine Variante sollte dieser "Dunkle Riesenschirmling" (Macrolepiota procera var. fuligonosa) tatsächlich nicht sein.

    Nr. 3 dürfte eine der Arten aus dem Dunstkreis von Macrolepiota mastoidea oder Macrolepiota excoriata sein - wobei für den Ackerschirmling die Stielnatterung fast schon zu ausgeprägt ist. Also eher einer der Zitzenschirmlinge, eventuell so richting Macrolepiota affinis (wenn's den denn als eigene Art noch gibt).

    Danke für Deine Einschätzung, Pablo!

    Ich halte das ebenfalls für Macrolepiota affinis bzw. M. mastoidea var. affinis (nach Ludwig).

    Hier mal noch ein paar Bilder.


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    Einige Fliegenpilzimpressionen.


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    Und das muss einfach ein Zunderschwamm sein an Birke. So jung und so bunt habe ich den allerdings noch nie gesehen.

    Wunderbar auch, wie er sich die trockenen Gräser einverleibt hat!


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    Die Espenrotkappe (Leccinum leucopodium) hatte Björn ja schon erwähnt. Demnächst geht hier die Post ab!


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    TickTack. Pilzgraffiti an Betonteilen eines ehemaligen Truppenübungsplatzes.


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    Und für die Pfanne gab es auch einiges!==Pilz27


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    Schön, dass Ihr uns auf unserer Runde begleitet habt!

    Liebe Grüße,

    Nobi

    Seitdem bin ich am Suchen und habe nicht mal die Gattung (Fälblinge ?)

    Ich kann mir nichts anderes als einen Fälbling vorstellen, Norbert.

    Was spricht gegen Hebeloma mesophaeum? Habitus und Mikromerkmale passen doch ganz gut.


    LG, Nobi




    Uppps, jetzt habe ich wegen diverser Verpflichtungen die letzten Antworten verpasst.

    Aber wie ich sehe, decken sie sich gut mit meiner Idee!:)

    Nicht erschrecken, wenn Du den dünstest.

    Der verfärbt sich beim Zubereiten violett!

    Wenn er noch jung und fest ist, ist er ganz ok. Bald wird er aber weich und glibbrig und ist dann nicht mehr zu empfehlen.


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Also: Es geht um den Violetten Lacktrichterling (Laccaria amethystina).

    Falls ich das richtig verstehe.


    Ein Pilz, der "nur aus Haut und Knochen" besteht.

    Und der vom Speisewert her durchaus kritisch zu sehen ist.


    Muss man diesen winzigen, nahezu "fleischlosen" Pilz unbedingt essen, nur weil er in der Trivialliteratur als essbar angegeben ist?

    Ist er vom Geschmack her vielleicht etwas besonderes - was ich nicht glaube!


    Lasst ihn doch einfach im Wald stehen und erfreut euch an seinem Anblick!


    LG, Nobi

    Schönes Foto von dieser selten bezeugten Art, Karl!:thumbup:

    Ob wirklich selten?

    Der tief sitzende Ring ist schon charakteristisch, denke ich. Und natürlich der Standort.

    Mikroskopisch verrät er sich natürlich sofort ob der großen Sporen.


    LG, Nobi

    Wir haben heute diesen Pilz gefunden und ein lokaler Pilzsammler hat ihn als „Zitronenröhrling“ identifiziert, mit dem Hinweis dass man die - sehr schleimige - Haut des Hutes abziehen müsse. Wir haben das versucht, aber einfach abziehen lässt die sich nicht, müsste man eher mit dem Messer abschälen.

    Wie bereits mehrfach genannt ist das der Goldröhrling oder Goldgelbe Lärchenröhrling (Suillus grevillei).

    Mir gelingt es auch nicht, die Huthaut abzuziehen. Auch ich schabe sie mit dem Messer ab.

    Wobei, der Pilz ist so weichfleischig und wenig intensiv im Geschmack - da lasse ich sie meist lieber in der Natur!


    LG, Nobi

    Hallo Diramos,

    das schaut sehr nach einem jungen Kuhmaul (Gomphidius glutinosus) aus.

    Leider hast Du die Stielbasis abgeschnitten, die sollte in dem Fall schön gelb sein.


    LG, Nobi

    Dann habe ich sie mit etwas Zucker ein wenig karamellisiert, das fand ich ganz witzig und könnte sie mir z.B. mit Vanilleeis und Weintrauben als Süßspeise vorstellen. Eher kein Alltagsdessert, aber wenn ich ein Pilzmenü mit Pilzen in jedem Gang machen wollte, wäre das ein heißer Kandidat.

    Das klingt interessant, Cratie!:thumbup:

    Vielleicht könnte man noch etwas frisches Anisgrün und ein paar Früchte darüber streuen.

    Behalten sie denn ihre grüne Farbe wenigstens ansatzweise?


    LG, Nobi

    Passt das noch zu Coprinus comatus oder ist das etwas anderes?

    Auch ich finde z.Z. diese braunen Coprini.

    Im Alter sehen sie wie typische comatus aus.

    Es gibt, bzw. soll geben den Coprinus levisticolens, den Maggi-Tintling. Ob der allerdings wirklich eigenständig ist?


    Der von Beli vorgeschlagene Coprinus sterquilinus ist das sicherlich nicht.

    Der ist nicht so kräftig und ich kenne ihn nur von alten Misthaufen.


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Aber was sind Pyrenos?

    Gemeint sind Pyrenomyceten, also die "kleinen schwarzen Punkte", die an Dung ein spezielles Artenspekrum ausgebildet haben.

    Wichtige Gattungen sind z.B. Sporormiella, Podospora, Schizothecium, Hypocopra...usw.usf.

    Dann gibt es auch noch total spannende Ascomyceten wie Ascobolus, Saccobolus, Pseudombrophila, um nur einige zu nennen.


    Allerdings geht da ohne Mikroskop leider so gut wie gar nichts.


    Nur 10-11 h Fahrzeit. Das ist tatsächlich einer Überlegung wert.

    Ich melde mich demnächst nochmals per PN.


    Nobi

    Schöne Eindrücke von der Weide hast Du uns mitgebracht, zumindest mir.

    Danke dafür, Bernd!

    Wenn's nur nicht soweit weg wäre, würde ich Dich gern einmal besuchen! Denn sicher gibt es da auch spannende Pyrenos.

    irgendwas in orange und jung

    Vermutlich der Halbkugelige Träuschling (Protostropharia semiglobata) oder der Schiefporige (P. dorsipora). Ohne Mikro nicht bestimmbar.

    winziger oranger Stern

    Der ist eindeutig.

    Kugelschneller (Sphaerobolus stellatus). Kommt immer mal wieder an Dung vor und nutzt dort die pflanzliche Debris.

    irgendwas anderes in braun und jung

    Könnte eine Psathyrella oder eine Psilocybe s.l. werden.

    sieht fast genauso aus, nur - das ist Schafmist

    Poronia punctata kann auch an Schafmist!

    Davon konnte ich mich 2019 während der D&D-Tagung im Harz überzeugen. Siehe Bilder 7-9.

    Du hast die Anamorphe gefunden, zu erkennen an der mehligen rosagrauen Oberfläche. Aus dieser entwickelt sich später die Teleomorphe.

    Übrigens kann auch die seltenere Poronia erici an Pferdedung vorkommen. In Deutschland haben wir zumindest einen gesicherten Nachweis an diesem Substrat.

    Dazu ein Portrait aus 2014 von Björn Wergen in diesem Forum.


    Poronia erici Portrait B. Wergen PDF.pdf


    Also, auch hier wäre mikroskopieren angebracht.

    oranger Pilz auf Pferdemist, Conocybe sp.?

    Conocybe spec., mehr traue ich mich nicht zu sagen.

    und zum Schluss ein Mini-Tintling auf Pferdemist

    Das könnte Coprinopsis cordispora, der kleinere "Bruder" von Coprinopsis patouillardii sein. Zumindest kenne ich den genau so.

    Im Gegensatz zu patouillardii, der nie direkt auf Dung fruktifiziert

    Durch seine Sporen würde er sich verraten!;)


    Liebe Grüße,

    Nobi

    Hallo, Bernd!


    Ich vermute junge, noch nicht ausgereifte Fruchtkörper des Parasitischen Scheidlings (Volvariella surrecta) an alten Nebelkappen.

    Du kannst Dich ja mal auf die Suche im Netz begeben und vergleichen.


    LG, Nobi

    Weil die meisten Pilzchen keine Zacken haben, entscheide ich mich jetzt für Cyathicula cyathoidea.

    Das finde ich bei den inoperculaten Becherchen sehr gewagt!

    Also, einen Namen ohne Mikroskopie zu vergeben. ?(

    Cyathicula cyathoidea war ein Vorschlag, mehr nicht!

    Vielleicht schaut ja Ingo W nochmals darüber, auch wenn er seit Ewigkeiten hier nicht mehr aktiv war.

    Dann hätte ich zumindest ein besseres Gefühl.


    Liebe Grüße,

    Nobi