Beiträge von Mreul

    Hi,


    super Funde! Was ich noch beitragen kann:


    Nr. 2 ist kein komischer Mutinus, sondern Lysurus mokusin, der eckige Stiel ist für die Art kennzeichnend und ist die beste Unterscheidung zu L. cruciatus.


    Nr. 4 sollte eine Parasola sein, sieht nach auricoma aus, müsste man natürlich auf Huthaare untersuchen, aber ich denke mit cf ist das ok.


    Nr. 7 ist für mich schwierig, da in wärmeren Gefilden durchaus andere Arten auftauchen können als hier, die ich nicht alle im Kopf hab. Würd ich aber spontan im arcangeliana-Umfeld suchen.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Christine,


    Also: Ein kleiner, wohl geruchloser Helmling im Laubwald, recht entfernten Lamellen, einem relativ flachen Hut und einem stabilen grauen Stiel. Zudem sieht man auf dem stark vergrößerten Lamellenbild kleine Fransen an den Schneiden, die auf längliche zugespitzte Zystiden hinweisen.

    Das spricht alles für Mycena vitilis, hier wohl witterungsbedingt schon etwas ausgeblasst, da sehr nass. Die Art wächst gern auf dünnen Ästchen, das wäre ein weiterer Hinweis auf die Art. Aber ich bin mir schon so recht sicher, dass es vitilis ist.


    M. cinerella hätte u.a. auch noch deutlicher herablaufende Lamellen und wäre auch normal stärker gerieft, die kann ma hier ausschließen.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo zusammen,


    ich bin wegen zu vieler anderer Baustellen noch nicht dazu gekommen, dass ich P. simplex ausführlich vergleiche, aber Bilder kann ich natürlich einige beitragen, hier ein paar (wegen Torsten heb ich noch ein paar für eine Publikation auf, aber die zeigen auch nicht mehr):


    Standortfotos





    Querschnitt




    Asci in Wasser


    Paraphysen eines reifen Exemplars in Wasser - mit Öltröpfchen


    Freie Sporen eines überreifen Exemplars


    IKI-Reaktion



    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Enno,


    Weide und Erle sind mikroskopisch definitiv raus, das Holz mit Helicoon hat mindestens bis 8-reihige Markstrahlen. Die gibt es bei den genannten Baumarten nur bei Fagus und Quercus.

    Wenn Du an einer Klärung interessiert bist: Hast Du noch ein größeres Substratstück (also so ab 3-4mm Stärke)? Wenn ja, könntest Du einfach einen senkrechten Schnitt durch machen und prüfen, ob das Holz ringporig ist (Eiche) oder nicht (Buche). Das kann man auch im Auflicht, das muss gar kein exakter Dünnschnitt sein. Meine Probe sah nicht ringporig aus, ist aber zu dünn, um das sicher zu sagen.

    Sieht dann so aus, jeweils unter "transversal section": Fagus, Quercus.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Christine,


    da hast Du wirklich was besseres gefunden. Das ist tatsächlich eine Cistella, aber die Merkmale passen zu keiner mir bekannten Art. Habe auch bei Hans-Otto Baral (Zotto) angefragt mit dem gleichen Ergebnis, er kennt auch keine Art mit diesen Merkmalen. Also wenn es nicht irgendwo eine einzelne übersehene Publikation mit sowas gäbe, ist das eine nicht beschriebene Art. Durchaus nichts allzu Ungewöhnliches im Umfeld solcher Mikrobecherchen, aber auf jeden Fall ein sehr bemerkenswerter Fund.

    Habe dafür bei mir einen Ordner Cistella sp (Picea-Nadeln) eingerichtet.

    Sollte sich herausstellen, dass das Becherchen doch schon beschrieben wurde, würde ich mich wieder melden.


    Natürlich wäre Zotto noch an den Funddaten interessiert, also wann Du die wo gefunden hast. Kannst mir das ja auch als PN schreiben. Ideal wäre eine Ortsangabe mit Namen des Waldgebiets, nächste Ortschaft, ungefähre GPS-Koordinaten und Beschreibung der Umgebung (also Nadelwald, Mischwald oder so wird das hier sein) sowie Datum des ersten Funds.


    Hier meine Ergebnisse:







    Randhaare in Lugol:



    (Asci leider nur spärlich vorhanden, Fruchtschicht oft schon zerflossen, aber zur Dokumentation ausreichend)


    An einem Holzstück, das bei den Nadeln dabei war, war übrigens noch ein weiteres Becherchen dran, das war aber schon recht kaputt, etwas größer als die Cistellas. Durch die Randhaare war das aber unschwer als Olla transiens zu bestimmen, hab das aber nicht fotografiert.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Enno und alle anderen,


    habe die Probe heute erhalten. Hier meine Ergebnisse:


    Konidien: 65-83(90) x 37-60µm; 8-10 Umdrehungen, Drehrichtung gegen den Uhrzeigersinn, bis 14 Septen pro Drehung, Filamentbreite 7-10µm.

    Myzel septiert, 4,5-6µm breit.





    Dann hätte ich noch eine Frage wegen des Substrats: Mikroskopisch sieht das nach Fagus aus, kann das hinkommen? Kannst Du Eiche und/oder Platane ausschließen?


    Und nochmals danke für Zusenden dieses interessanten Hyphos, war sehr spannend so etwas mal zu untersuchen. :thumbup:


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Enno,


    wie gesagt, bei Orbilia luteorubella ist ja H. sessile als Nebenfruchtform bekannt. O. rosea weiß ich gerade nicht mehr, was die NFF war, hat mir Zotto schon mal gesagt. Aber er hat die Art auch im Helicoon-Ordner stehen.


    Und bei richonis kann ich nur aus dem oben verlinkten Artikel zitieren: "Based on the analysis of LSU and ITS sequences, Tsui & Berbee (2006) placed Ho. gigantasporum in Tubeufiaceae, Ho. richonis in Pleosporales and Ho. fuscosporum as incertae sedis in Dothideomycetes."

    Das letzte Wort ist bei den Arten aber ja sicher noch nicht gesprochen.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Enno,


    super Fund - Glückwunsch! Da spricht absolut nichts gegen Helicoon richonis. Nach Voglmayr ist die Art leicht kenntlich.

    Es sind mittlerweile auch Arten beschrieben, die noch größere Konidien haben, aber die sehen anders aus. Nachzulesen bei Zhao et al.


    Habe die Art noch nicht selbst gesehen. Wenn es keine Umstände macht und Du noch was übrig hättest, würde ich mich über eine Probe davon sehr freuen. :)


    Hallo Grüni,


    das mit den Hauptfruchtformen ist nicht ganz einfach - bei vielen Helicoon-Arten ist die Hauptfruchtform nicht bekannt. Hinzu kommt, dass verschiedene Helicoon-Arten völlig andere Hautfruchtformen haben, also eigentlich überhaupt nicht miteinander verwandt sind, auch wenn die Anamorphe ähnlich aussieht.

    Bei Helicoon sessile kennt man die Hauptfruchtform: Orbilia luteorubella, also ein winziges orangerötliches Becherchen. Andere Helicoon-Arten haben Kernpilze (z.B. Ascotaiwania) als Hautfruchtform. Bei H. richonis kennt man die HFF nicht direkt, aber genetisch steht die Art in den Pleosporales, also falls es eine gibt, wäre das ein schwarzes Pünktchen mit irgendwie gearteten dunklen Sporen.

    Nachzulesen z.B. in diesem Artikel (am besten nach "Helicoon" suchen).


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Christine,


    kann gut sein, dass die, wenn man sie etwas anfeuchtet auch wieder aufgehen. Aber frisch ist freilich besser.

    Wenn Du wieder welche haben solltest, kannst Du die mit etwas feuchtem (nicht nass, dezent feucht reicht vollkommen) Küchentuch/Klopapier oder auch Moos in einem kleinen Gefäß verschicken. Es sollte nur sichergestellt sein, dass die weder zerquetscht werden noch austrocknen. Adresse schick ich Dir dann bei Bedarf.

    Auf jeden Fall ein schöner, nicht alltäglicher Fund.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Christine,


    vergleiche mal mit Byssonnectria, das kommt makroskopisch sehr gut hin. Gibt da natürlich wieder mehrere Arten. Wenn da doch vereinzelt Haare dran sein sollten, könnte man noch mit Cheilymenia vergleichen, aber das wird Florian ja mikroskopisch schnell raus haben.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Helmut,


    klar gibt es größere Helmlinge, das alleine schließt die freilich nicht aus. Ich hab mich bei der Größe nur auf die Sektion Hiemales, die heute als eigene Gattung Phloeomana gilt, bezogen. Die größeren Helmlinge kann man durch die Optik ausschließen, wobei ich das nur schwer in Worte fassen kann, warum.

    Hydropus ist prinzipiell erst mal schon eine Option, wobei mir mit diesen Merkmalen auch keine Art bekannt wäre. H. subalpinus kann man aber sicher ausschließen, die Sporen wäre größer, etwas allantoid, also +/- halbmondförmig gekrümmt, die deutlichen Cheilozystiden wäre Dir sicher aufgefallen und makroskopisch ist die Art viel mehr braun gefärbt, wobei natürlich mal ausgebleichte Exemplare möglich sind. Hier mal die Mikroskopie zum Vergleich.

    Kann natürlich auch eine Art sein, die normalerweise nicht an Holz geht, daher mein Vorschlag Graublatt. Mehr kann ich dann leider auch nicht mehr sagen.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Norbert,


    Mycena kann ich hier keine erkennen, ich würde es mal mit der Gattung Gymnopus versuchen. Dazu passen solche länglichen inamyloiden Sporen ebenso wie der Basalfilz. Knubbelige Zysiden haben die auch und die sind mitunter sehr schwer zu finden, das käme also auch hin. Welche Art das aber sein könnte, da bin ich etwas überfragt.


    Edit: Du hattest ja eingangs schon Rüblingsecke vermutet seh ich gerade - da hast Du meiner Meinung nach Recht damit. Mehr kann ich leider dann auch nicht beitragen.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Maria,

    Da kamen Erinnerungen an den 30. September hoch, allerdings kamen wir drei da erst einmal keinen Meter pro Minute voran - wenn ich da nicht irgendwann ganz konsequent gewesen wäre, hätten wir doch glatt drei Stunden an einer einzigen Stelle verbracht gell Matthias ;)

    Stimmt, an dem Tag sind wir dann wirklich gerannt. Aber das hat sich ja ausgezahlt.

    Dieses Jahr werd ich es wohl nicht mehr zu Dir schaffen, aber nächstes Jahr können wir das Tempo sicher nochmal spürbar unterbieten. :)


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo zusammen,


    dann möchte ich mich mal an die Auflösung des Rätsels machen:


    Man kann es oben schon erahnen, da ist ein Ring gelber keulenartiger Pilze zu sehen. Für uns alle drei ein Erstfund, auch ist mir im Fichtelgebirge sonst noch kein FUnd bekannt. Das Gebiet war der Rand eines ein Radwegs, dessen Ränge den Charakter einer trockenen Magerwiese haben, entsprechend dürften hier weitere besondere Funde zu erwarten sein, auch im Bereich der Flechten.

    Aber der heutige Fund zunächst mal ist der Dottergelbe Spateling, Spathularia flavida:




    Und weil man davon selten Mikromerkmale sieht hier zumindest mal die Asci mit den langen Sporen drin:


    Ein paar weitere Funde des Tages möchte ich dann auch noch vorstellen, wenngleich die viel weniger selten sind, aber teils wenig bekannt:

    Conocybe rickeniana fand sich an einem Waldwegrand Richtung Waldstein.
    Mit etwas Erfahrung kann man die Art makroskopisch manchmal erahnen, aber ganz sicher kann man trotzdem ohne Mikro nie sein.



    Ein häufiger Begleiter auf dieser Tour war Cortinarius triumphans, der Gelbgestiefelte Schleimkopf:


    Immer wieder schön ist Laccaria amethystea, der Violette Lacktrichterling


    Weniger auffällig sind Fälblinge, deren Bestimmung auch oft ein ziemliches Graus sein kann. An diesem Tag erwischte ich zwei problemlos bestimmbare Kollektionen, aber leider nur Standard-Arten, die aber wegen der Bestimmungsschwierigkeiten trotzdem kaum bekannt sind:


    Hebeloma aanenii unter Weiden und anderen Laubbäumen:


    Hebeloma cavipes, hier ebenfalls unter Weiden


    Schließen möchte ich mit zwei weiteren Aufnahmen von Mycena pseudocorticola, die ich daheim nochmals durchfotografiert habe:



    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Nobi, hallo alle miteinander,


    sehr gerne erinnere ich mich an diese Tour zurück. Eigentlich wollten wir ja mehr auf Kleinpilze schauen, aber die Menge der Großpilze ließ uns dafür kaum Zeit, zudem wollte ich ja Nobi die Cantharellula zeigen, die natürlich ganz abgelegen wächst.


    Natürlich gab es noch einige Arten mehr als bisher gezeigt, auch ich werde nicht alles präsentieren können, habe aber ein paar Ergänzungen, auch von Arten, die hier im Forum wenig gezeigt werden:


    Direkt am Parkplatzrand fand sich ein interessant aussehendes Samthäubchen, das sich als Conocybe pulchella entpuppte. Auf Artabgrenzungen gehe ich jetzt hier nicht ausführlicher ein.



    Chroogomphus mediterraneus wurde erst kürzlich von C. rutilus abgetrennt, ebenso wie einige andere Arten. C. mediterraneus scheint die häufigste dieser Arten bei uns zu sein. Nähere Infos dazu gibt es hier bei Researchgate. Dazu werde ich mich vielleicht im Winter mal ausführlicher auslassen.


    Cystoderma terrei fand sich unweit der Habichtspilze. Sehr erfreulich, denn ein Standort mit genau dieser Kombination wurde vor mittlerweile einigen Jahren zerstört.

    In diesem Gebiet waren mir beide Arten noch nicht untergekommen.


    Unter Lärche ist Gomphidius maculatus im Fichtelgebirge regelmäßig zu finden. Scheint aber nicht überall so zu sein.


    Ein Risspilz von vielen, aber der einzige dieses Tages, den ich untersucht habe. Eine Bestimmung ist mir nicht möglich, bei Gelegenheit werde ich hier mal die Daten und Exsikkat Ditte zukommen lassen.


    Cortinarius glaucopus unter Buche ist hier auch keine Seltenheit. Dass es hier noch weitere Kleinarten zum Verwechseln gibt, kann ich nicht ganz ausschließen.


    Und wie immer das Finale zum Schluss. Jedenfalls für uns war es eins der Highlights neben Cantharellula und die kannte ich im Gegensatz zum folgenden Pilz ja schon.


    Ein sehr großer Geselle stand stellenweise in großen Trupps unter Fichten. Die Farben durchwegs so gelblich-grünlich-orange, wie man es von Schwefelköpfen kennt. Geruch sehr auffällig, angenehm, fruchtig-würzig, kaum zu beschreiben. Makroskopisch wussten weder ich noch Nobi sicher, was das für eine Gattung sein sollte. Ich schwankte zwischen Strophariaceae (Hypholoma oder Pholiota) und Cortinarius. Hier würden die Sporen ja sicherlich Auskunft liefern. Und das taten sie auch, es ist also ein Schleierling. Bereits kurze Bildvergleiche mit GPBW brachten mich auf die Spur. Und die erwies sich auch nach Detailvergleich als richtig.

    Scheint gar nicht schwer zu bestimmen sein, wenn man die Art mal kennt und sie unter Fichten wächst.

    Es ist also Cortinarius percomis, der Würzige Schleimkopf




    KOH-Reaktion:


    Sporen:


    Viele Grüße,

    Matthias

    Servus zusammen,


    Der Höhepunkt dieser Tagung wurde bereits am ersten Exkursionstag gefunden, natürlich von Raritäten-Aufspürer Torsten Richter. Wie es aber sehr häufig der Fall ist, kommen die besten Funde nicht nach akribischer Suche nach etwas Speziellem zustande, sondern sind reine Zufallsentdeckungen. So auch hier. Torsten, der sich neben Pilzen auch sehr für Moose interessiert, nahm eine kleine Probe eines Mooses, zusammen mit einem kleinen Stück Erde, zur Bestimmung mit. Unter der Stereolupe tauchte dann am äußersten Rand der Probe ein kleines dunkles Pilzchen von wenigen Millimetern Größe auf, das schon makroskopisch nach etwas Besserem aussah.

    Eine kurze Untersuchung einer Mini-Probe des Pilzchens zeigte riesige, dicke, halbmondförmige Sporen, die so nicht zu erwarten waren. Spontan hatten wir dafür keinen Namen parat, waren aber natürlich bereits in Extase und wussten, dass das eines der Tagungshighlights sein würde. Noch unwissend verabschiedeten sich die Pilzfreunde allmählich aus dem Mikroskopieraum, nur Torsten Richter blieb zurück. Mit lauten Klopfgeräuschen an der bereits verschlossenen Tür meldete sich Peter Welt dann zu nächtlicher Stunde und überraschte Torsten mit einer spontanen Idee, nämlich Selenaspora. Diese stellte sich bei späterer Überprüfung der Merkmale als Volltreffer heraus. Und da es nur eine Art in dieser heute zu den Sarcosomataceae gestellten Gattung gibt, war die Art als Selenespora guernisacii bestimmt. Nach unserem Kenntnisstand Zweitfund für Deutschland wie für Europa.


    Makrobild von Selenaspora guernisacii zusammen mit dem Moos Pterygonereum subsessile (Foto und Bestimmung des Mooses: Torsten)


    Mikromerkmale:

    Sporengröße: (34)37-50(53) x (15)17-22(23)µm, größte Ausnahmespore: 62 x 25µm.



    Das Excipulum ist bei dieser Art auch sehr charakteristisch:


    Direkt daneben wuchs auch noch ein weiteres Moos: Pterygonereum ovatum (Foto und Bestimmung: Torsten)


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Helmut,


    mit Sicherheit kein Helmling.

    Für die ganze Artengruppe um hiemalis sind die vielfach zu stämmig, die weißen Helmlinge oben links auf dem ersten Bild wäre ungefähr die Größenliga dieser Arten, sind aber wohl eher was anderes.


    Ich würde es mal in Richtung Graublatt versuchen, habe aber keine Spontanidee zu einer Art.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Pilzgrufti,


    makroskopisch hätte ich bei sowas Lactocollybia vorgeschlagen.

    Allerdings mit warzigen Sporen wüsste ich spontan keine. Irgendwelch gelben Inhalte in den Zystiden sind nicht vorhanden?


    Könnte mir ansonsten noch Hydropus vorstellen, aber mit warzigen Sporen kommt mir komisch vor. Dass die warzige sind ist sicher oder könnten Inhalte einen warzigen Eindruck vermitteln?

    Kann natürlich gut sein, dass auch mal was Unbeschriebenes auftaucht.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Nobi,


    schöne Funde und Glückwunsch zum Zweitfung der Spathularia. Scheint ja ein gutes Jahr zu haben.

    Geoglossum umbratile hab ich bei mir auch, Trichoglossum hab ich dagegen noch nicht gefunden. Muss es aber geben, spätestens um Bayreuth, da gibt es vermehrt Erdzungen.

    Suillus caerulescens würd ich natürlich auch mal gerne live sehen.

    Falls möglich wär ich da auch gerne mal dabei im nächsten Jahr, ist ja nun auch nicht so weit. :)


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Maria,


    mit dem Aussehen gibt es prinzipiell mehrere Gattungen. Humaria hemisphaerica ist die größte Art mit dem Aussehen und normalerweise mehr becherförmig vertieft. Aber nicht auszuschließen, dass die auch mal flacher auftritt, zumal die recht groß aussehen im Vergleich zum Buchenblatt. Als ich bei Dir war, hab ich die auch gefunden, sogar mit Parasit drauf.

    Arten der Gattung Trichophaea sind kleiner, aber farblich identisch und meist eben flacher. Dann gibt es noch Paratrichophaea, da sind die Arten aber meist noch kleiner und zudem alle ziemlich selten, würd ich hier ausschließen.


    Zusammengefasst: Wahrscheinlich eine etwas atypisch flach geratene Humaria hemisphaerica.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo zusammen,


    soeben ist noch ein Fund auf Dung bei mir hinzugekommen: Trichodelitschia minuta.

    Die dreiteilige Gelhülle sieht man hier eher schlecht, war aber bei weniger fotogenen Anordnungen eindeutig. Hier ein paar schnelle Fotos:




    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Maria,


    das ist eine Mucronella.

    Es gibt davon bei uns drei Arten:

    Komplett gelb ist M. flava, M. bresadolae und M. calva sind zumindest zur Spitze hin weiß/weißlich wie bei Dir.

    bresadolae ist die größere Art mit größeren Sporen, calva ist normalerweise kürzer und wächst mehr rasig, daher würde ich Deinen Fund vorsichtig als M. bresadolae ansehen, die 100% Sicherheit würde dann die Sporengröße geben. Hatte auch schon beide an der gleichen Stelle.


    Die Arten wachsen immer in der direkten Umgebung oder sogar auf der Fencheltramete, die man ja auf Deinen Bildern auch sieht, wobei ich bei flava, die ich nicht von eigenen Funden kenne, nicht auswendig weiß, ob das da auch so ist.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Nobi,


    danke für den Hinweis auf die Varietät, Barbula war bei meinem Fund auch dabei, bloß ich bin mir nicht sicher, ob das das einzige Moos drumrum war. Ich belasse es da sicherheitshalber mal bei miniata s.l. ohne explizite Varietät. Die Sporen könnte ich zwar in den Bildern nachmessen, bloß könnten die durch das Bamwollblau auch etwas kleiner geworden sein als ursprünglich und da hab ich nicht so exakt gemessen um die var absichern zu können.


    Bei der Ramaria oben könnte ich mir roellinii vorstellen, bin aber unsicher, habe auch die Monografie von Christan nicht.

    Sporen (6,5)7-9(9,5) x 3-4µm, stachelig, Stacheln bis mind. 1µm lang. Kristalle an den Rhizomorphen fand ich nur undeutliche, aber es sind welche da, auch das könnte noch hinkommen für roellinii. Exsikkat hab ich aufbewahrt (Nr. #7350).





    Viele Grüße,

    Matthias