Beiträge von Mreul

    Hallo Matthias, hallo Ditte,


    vielen Dank für Eure Anmerkungen, damit bin ich schon mal wesentlich schlauer.


    Beim pusio-Stirps bleibt es umso spannender was sich da noch tun wird.


    Beim zweiten hab ich nochmal genauer die Sporen betrachtet, das war ja gestern nur mal schnell reingesetzt. Kann auch Zystidenmaße usw. jederzeit ermitteln wenn das wichtig wird.


    Die Sporen sind erstaunlich variabel, weitere Präparate brachten auch viel gestrecktere Sporen zu Tage. Es gibt alle Übergänge auch in einem Präparat, da hatte ich gestern relativ kurze, gedrungene Sporen erwischt.

    Hier weitere Fotos für einen besseren Eindruck:


    Messtechnisch stellt es sich mit N=25 unabhängig der letzten Messung so dar:

    (7,2)8-10,2(11,2) x 4,3-5(5,8) µm - Mittelwert: 9,42 x 4,86 µm

    Quotient: (1,5)1,9-2,2(2,47) - Mittelwert 1,96


    Also nach dem was ich so im Netz gefunden habe denke ich passt tenuicystidiata hier gut auf den Fund. Man sieht ja hier auch unterschiedlich geformte Sporen, viele schlanke hatte ich dabei, passt auch, Mittelwert unter 10 ist auch der Fall. I. obscurobadia finde ich auf Inocybe.org nicht mehr, wie unterscheidet sich die von tenuicystidiata oder ist das am Ende das Selbe?


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hi,


    Nr. 1 ist sicherlich was Interessantes, aber da braucht es wie Du ja bestimmt schon ahnst das Mikroskop. Im Moment fehlt mir leider die Zeit sowas nahzuuntersuchen.

    Nr. 3 dürfte Mycena rubromarginata sein. Man sagt hier, dass die Lamellenschneiden gefärbt sind, hier rot, wenn sich so eine farbige Kante auf der Schneide befindet.

    Nr. 4 sollte Entoloma incarnatofuscescens sein, die hab ich bereits in drei Gärten gefunden, solche Biotope mag die anscheinend sehr gerne.

    Zum Rest lass ich anderen den Vortritt


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Karl,


    schon Wahnsinn was bei euch schon alles wächst. Hier sind wir noch nicht ganz so weit, aber der Bericht spornt mich mal an bei nächster Gelegenheit meine zwei bekannten helobia-Stellen anzusteuern. Rötlinge auf Wiesen lassen hier aber auch noch auf sich warten.

    Vielen Dank für den farbenfrohen Beitrag.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo zusammen,


    habe mir für dieses Jahr vorgenommen wieder stärker auf Risspilze zu achten, die Gattung ist einfach sehr spannend, wohl gerade weil ich da keinen vollständigen Überblick habe und man weiß nie was sich hinter einem Fund dann tatsächlich verbirgt.

    Bei den letzten zwei Friedhofsrunden waren 4 Risspilze dabei, zwei davon sind mir nicht ganz klar, daher stelle ich sie nachfolgend mal vor und würde mich sehr freuen, wenn Du, Ditte, Deine Meinung dazu abgeben könntest. :)


    Einmal dieser hier:

    Huntdurchmesser kaum 3 cm erreichend, unter Linde (sehr weit weg noch Eiche, sonst nichts was Mykorrhiza bildet), Geruch klassisch spermatisch, Stiel oben schön lila, im oberen Drittel bereift.

    Habe ich zunächst vor Ort für pusio gehalten, was auch mein Arbeitsname war. Aber dann kamen die Sporen, pusio soll ja bis 11 oder gar 12 µm erreichen, hier aber nur (7,1)7,8-9(9,3) x 4,8-5,2 µm.

    Passable Alternative mit solchen Sporen fällt mir aber so auch keine ein. (Mikros alle in verdünnter KOH)

    Cheilozystiden:

    Pleuros:

    Kaulos, davon gab es nicht sehr viele, allenfalls einiges an hyphenartigen Elementen fand sich noch


    Und Nr. 2, da hab ich mal wieder gar keine Idee. Hat einfach keine herausragenden Merkmale.

    Waren nur wenige Exemplare, bis 1,8 cm Durchmesser, Gesamtlänge bis 3,5 cm, wieder unter Linde. Geruch wie für Risspilze üblich, Zystiden relativ dünnwanding, Stiel nur im oberen Drittel bereift, nicht knollig. Die Cheilozystiden sind oft etwas gebogen, aber ob das ein gutes Merkmal oder Zufall ist weiß ich nicht. Sporen: (8,2)8,5-10 x 5-5,4 µm

    Cheilozystiden:

    Pleuros:

    Kaulos, solche mit Kristallschopf in klarer Zystidenform waren relativ zerstreut unterwegs:

    Solche keulenförmigen Elemente gab es dagegen sehr zahlreich:


    Lässt sich anhand der Infos näheres sagen? Exsikkate wären bei Interesse vorhanden (bzw. beim zweiten noch in Arbeit, da heute erst gefunden).


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Martin,


    zum Pilz: Sieht für mich wie ein Filzröhrling aus, aber in dem jungen Stadium traue ich mir da keine sichere Aussage zur Art zu.


    noch kurz zum Bug:

    Mich als Webprogrammierer hat er auch einmal getroffen. Daher kann ich ein Cache-Problem ausschließen, wie du ja auch schon schreibst, die Bilder kommen sicher vom Server.

    Ich erkläre mir das so:

    Wenn man ein Bild hochlädt sieht man es sofort, aber, da der zugehörige Beitrag noch nicht veröffentlicht ist, sehen es andere noch nicht, denn man will ja nicht, dass eine Bild-URL schon öffentlich ist nur weil was am Server hochgeladen wurde (sollte bei PNs ja nix anderes sein).

    Wird der Beitrag veröffentlicht muss es also irgend eine Logik geben, die sagt stelle das Bild nun allen zur Verfügung. Und aus irgend welchen, mir freilich nicht bekannten Gründen passiert das manchmal nicht, z.B. weil die Verknüpfung vom Attachment zum Beitrag abhanden gekommen oder so.

    Ergebnis: Man sieht das Bild selbst, auf allen Geräten, solange man angemeldet ist, aber niemand anders. Du warst am Handy ja angemeldet, sobald du dich abmeldest (und ggf. nochmal den Cache löschst, denn da könnte es nun durch die vorherige Anmeldung in der Tat gelandet sein) dann müssten die Bilder weg sein.

    Inzwischen sehe ich übrigens auch die Bilder im Startbeitrag, hast vermutlich dort auch neu eingepflegt, daher lässt sich das jetzt nicht mehr nachtesten, aber ich hab es selbst schon mal so getestet, da war es genau so.

    Irgendwann wird sich hoffentlich mal eine Lösung finden lassen.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hi,


    die wachsen praktisch überall, wenn sie Lust haben, auf allen möglichen Substraten, nicht nur auf Dung. Hatte die z.B. schon an diversen Blättern, übrigens auch im eigenen Garten, und an Kiefernnadeln.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hi Ulla, hallo auch an alle anderen,


    habe mich nochmal mit der Bestimmung beschäftigt und diesmal auch genauere Sporenmaße ermittelt (n >20, auf ca. 0,1 µm genau, soweit eben möglich):

    Physarum citrinum ist klar: (7,5)8-9,2(9,4) µm. Da bin ich im Schlüssel an der Stelle "Stiel kalkfrei" falsch abgebogen, da ich an der Oberfläche meinte da wäre keiner, aber das wäre dann wohl nur im Mikro klar zu sehen gewesen, jetzt wo ich es weiß sehen die auch etwas verkrustet aus, was dann vom Kalk kommen wird.


    Die Cribraria ist komplizierter, Sporen (7)7,3-7,8(8) µm. Hier bin ich an manchen Stellen im Schlüssel unsicher wie was zu interpretieren oder zu benennen ist, alleine farblich hätte ich das als "orangebraun" durchgehen lassen, aber müsste offenbar dann unter "gelb, gelbbraun, ocker, braun oder olivbraun" abbiegen, also braun/ocker wäre dann hier richtig. Ich hab leider kein Foto vom Becherrand, aber der war ausgefranst, also nicht so scharf glatt begrenzt wie es z.B. bei C. persoonii sein sollte. Kann auch nicht mehr nachsehen, hatte die zu lange feucht, dann entwickelte sich ein Befall dran, drum hab ich nix aufgehoben. Naja, das bleibt dann mal bei cf vulgaris und nächstes Mal schau ich besser hin. Wenn es meine Zeit irgendwie zulässt, will ich mal wieder tiefer in die Schleimis einsteigen, da werd ich dann sicher noch ein bisschen was zu fragen haben, gerade bei Cribraria. ;)


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Ulla,


    danke sehr für die Hinweise. Bei Physarum hatte ich ja schon Zweifel, habe 3x geschlüsselt, muss da irgendwo falsch abgeboben sein, da schaue ich morgen mal wo genau es hakte. Scheint ja dann sogar was selteneres als viride zu sein. Nach schnellem Vergleich im Netz passt citrinum exzellent.


    Cribraria vulgaris kenne ich gar nicht, ich hab das mit einem älteren Fund von mir verglichen, der dann auch schon nicht stimmte. Da war ich mir bei der Farbbezeichnung auch nicht sicher unter welchem Punkt der zu finden ist. Schaue ich auch demnächst nochmal nach.


    Vielen Dank nochmal,

    Matthias

    Hallo Timm,


    natürlich muss man bei den Aufnahmen am Mikro dann noch mit Photoshop oder so nacharbeiten, vermutlich gerade bei 100-fach deutlich mehr als man es mit einem Lupenobjektiv müsste. In dem Fall von zweiten Enerthenema-Bild oben hab ich einige Sensorstaub- und Stackartifakte im Hintergrund entfernt, das sah erst nicht so toll aus. Bei Rest ist aber eigentlich nur ne Tonwertkorrektur drüber gelaufen.

    Ich mag das so trotzdem lieber, da hab ich keine nennenswerte Verwacklungsgefahr und brauche vor Ort nicht so lange, weil keinen Objektivwechsel bei diversen Motiven und kein riesiges stabiles Stativ nötig ist.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo zusammen,


    freut mich, dass die Bilder gefallen. :)


    Hallo Timm,


    Enerthenema ist am Mikroskop fotografiert (Zeiss Axio Lab A1 mit daran mittels T2-Adapter montierter Canon EOS 100D). An Makroobjektiven hab ich nur das Canon EFS 60mm, damit sind solche Aufnahmen aber natürlich unmöglich. Bei solchen Vergrößerungen greif ich lieber zum Mikroskop. Stemonitis und das erste Foto der Ceratiomyxa sind vor Ort mit dem Makroobjektiv gemacht, der Rest alles am Mikro, beleuchtet von einer Halogen-Schreibtischlampe.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Schleimi-Fans,


    Schleimpilze sind ja gerade in alle Munde, auch hier gibt es sie gerade in Mengen. Daher hier eine kleine Auswahl dessen, was ich in letzter Zeit gefunden habe.


    Der Geweihförmige Schleimpilz, Ceratiomyxa fruticulosa ist ja derzeit überall zu finden. In der Vergrößerung immer sehr schön anzusehen:


    Habe nun erstmals sowas unters Mikroskop gelegt, in extremer Vergrößerung von mindestens 100-fach sieht er immer faszinierender aus:


    Sporen:


    An Stümpfen wie diesem fand sich einiges:


    Vom Stumpf oben stammen die folgenden beiden Arten.


    Cribraria sp (keine rufa, wie zunächst gedacht, evtl C. vulgaris, danke an Ulla für die Korrektur) war hier am Start:


    Ebenso Physarum citrinum, doch nicht viride, danke Ulla.

    P. viride hab ich vor einiger Zeit schon öfters gesehen, die Funde waren dichter und feiner mit gelbem Kalk besetzt, ich schlüsselte den aber zunächst auch als viride (Sporen 7-9µm):


    Stemonitis-Arten sind auch immer sehr gute Fotomotive. Bestimmen lassen sie sich aber ohne Mikro kaum sicher.

    Hier Stemonitis axifera. Beim dunkleren Fund hätte ich makroskopisch auf fusca getippt, aber der war nur etwas jünger als die erste axifera (rechts auch ein weniger dunkles Exemplar). Mikroskopisch alles 1:1 identisch.


    Stemonitis fusca hat mikroskopisch bei den Sporen etwas mehr zu bieten:


    Und am Schluss mit Enerthenema papillatum eine sehr schöne, aber auch sehr kleine Art. Scheint alles andere als selten zu sein. Der wird natürlich bei der Größe gerne übersehen:


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Peter,


    danke für den Link, hab ich irgendwie übersehen, dass da ja ein Schlüssel drin ist. Ist ja sehr übersichtlich die Gattung und die Bestimmung damit ja klar.

    Heide, den Fund hab ich, wie per Mail schon geschrieben, in die Kartierung eingegeben.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo zusammen,


    habe mit Heides Fund mittlerweile angeschaut. Mit konstant elliptischen Sporen von 28-32 x 20-23 µm ohne Ornamentation (mit 34-42 x 28-31 µm) komme ich auf die anfangs vermutete Hydnotrya michaelis. Die elliptischen Sporen sollen charakteristisch sein, zumindest nach dieser Seite: Michaels Rasentrüffel (Hydnotrya michaelis) - Trüffel / Trüffelsuche / Trüffelhund - www.trueffelsuche.de

    H. confusa sollte zusätzlich auch runde Sporen haben, der Rest dann offenbar runde oder kuboide Sporen.

    Da ich keinen Überblick in der Gattung habe, wäre es natürlich schön, wenn noch jemand, der die Art kennt, das bestätigen könnte oder auch nicht. Gibt es eigentlich einen Gattungsschlüssel für Hydnotrya? Ich fand auf meiner Recherche immer nur Abgrenzungen von einzelnen Arten zueinander.


    Hier nun die vollständige bildliche Doku von Heides Fund (erste 3 Bilder von Heide, ein Foto des Fundorts hat sie mir zwischenzeitlich geschickt):


    War mir ein Vergnügen die Art unter dem Mikro untersuchen zu können. :)


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hi,


    schöner Fund! Hab ich noch nie gesehen, obwohl es hier mehr als genug saure Nadelwälder gibt.

    Und hat jemand Interesse dran, den Pilz näher zu untersuchen und zu bestimmen? Er soll ja nicht gerade häufig sein. Ich habe ihn vorerst im Kühlschrank aufbewahrt.

    also ich wäre interessiert. Bin kein Experte für Hypogäen, aber das kann notfalls auch noch jemand anhand der Mikrodaten dann nachbestimmen.

    Ich schick Dir mal meine Adresse per PN, wenn Du mir was schicken magst.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Chris,


    Glückwunsch zu sehr seltenen und noch dazu auch optisch sehr schönen Fund.

    Sofern genug da ist und die noch ein paar Tage vital bleiben könnten, hätte ich schon Interesse mir sowas mal anzusehen und zu dokumentieren. Sequenzieren o.Ä. kann ich aber nicht, falls das das Ziel des Versands wäre. Schicke meine Adresse noch per PN.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Leute,


    mein Pilzfreund Marcel aus Hamburg bat mich, einen Link zu einem gestern erschienenen Artikel über isoliert-warzige Lamprosporas zu teilen:

    (PDF) Warts galore – on three new Lamprospora De Not. species (Pezizales) from Southern Europe and Macaronesia and a type revision of three species described from the US by F. J. Seaver in the 1910s


    2022 soll ein Nachfolge-Artikel erscheinen und Marcel et al. vermuten, dass es „da draussen“ einige Menschen gibt, die schon Lampros mit warzigen Sporen gefunden haben, die evt. die neu zu beschreibenden Arten repräsentieren.

    Sollte sich jemand angesprochen fühlen, bitte eine Nachricht in englischer Sprache an den korrespondierenden Autor Lukáš senden (Mail-Adresse siehe Artikel).


    Vielen Dank im Namen von Marcel et al.


    Matthias

    Hallo Karl, hallo Ulla,


    bei mir geht es dieses Jahr erst los mit Entoloma sepium. Habe die Art seit vielen Jahren im Garten unter gleich mehreren Apfelbäumen und einem Kirschbaum. Im Moment zeigen sich erst die ersten kleinen Exemplare. Bin gespannt wie viele es dieses Jahr werden. Hier ein kleiner Teil einer Aufsammlung von 2017:


    Im Alter auch gerne mal mit stark schuppiger Hutoberfläche wenn es trockener wird:


    Als Mikro-Fan muss ich natürlich noch ein Sporenbild ergänzen, die sind ja auch ganz schick ;-)


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hi,

    Zitat

    Inoperculate Discomyceten/Helotiales, Orbiliomycetes, Discocarpe Krustenflechten an Holz und auf Erde

    Hier müsstest du mir mal helfen, wie und wo ich das einsortiere. Da bin ich weit aus meiner Komfortzone raus. Welche Gattungen zählst du bei Mycena und Marasmius noch unter sensu lato? Einiges habe ich bei "Pilzliche und Nichtpilzliche Spezialinteressen und Angebote" einsortiert, aber gerne Bescheid geben wenn das was woanders hin soll. Ich weiß von deinen aufgeführten Pilzen einfach zu wenig.

    Bei Mycena s.l. meine ich v.a. noch Hemimycena, Mycenella, Fayodia, Resinomycena, Phloeomana, Atheniella. (Gehören nicht alle zu den Mycenaceae).

    Marasmius s.l., da meine ich an Heimischen Gattungen v.a. noch Crinipellis, Chaetocalathus, Calyptella, Campanella, Hydropus sowie Rhizomarasmius und Gloiocephala, wobei letztere zwei Physalacriaceae sind, aber für die Übersicht ja egal. Die Gattungen haben aber auch alle nicht viele heimische Arten.

    Bei den Inoperculaten Becherchen wird es schwierig, das sind zig Familien mit noch mehr Gattungen, vieles auch steht noch gar nicht final fest. Denke, wenn das unter den Spezialinteressen als "Inoperculate Becherlinge" auftaucht ist das ausreichend, das Feld ist zu groß zum Ausholen. Bin da auch meist nicht nochmal speziell auf einzelne Gattungen aus. Gleiches gilt für die Flechten: "Krustenflechten an Holz und auf Erde" würde reichen, bei den Gesteinsarten bin ich halt nicht wirklich fit, drum die Einschränkung. Mehr als interessierte Laie bin ich aber ja ohnehin nirgends.


    Fällt mir grad noch ein: Bei den Ascomyceten kannst für mich noch speziell die Gattungen Ascobolus und Saccobolus aufnehmen, da hab ich schon jeweils ne ganze Serie an Dokumentationen zusammen, da bin ich bei außergewöhnlichen Funden auch sehr an Zusendungen interessiert, müssen aber vital sein.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hi zusammen,


    dann füge ich mal meine Interessenschwerpunkte mit an, da wurde das meiste noch nicht genannt:

    Mycena s.l., Marasmius s.l., Inoperculate Discomyceten/Helotiales, Orbiliomycetes, Kleinpilze an exponierten trockenen Standorten, Discocarpe Krustenflechten an Holz und auf Erde, Pilze an Kiefernnadeln, Pilze in Gewächshäusern und Tropenhallen, Dungpilze, aero-aquatische Hyphomyceten.

    An sich bearbeite ich aber fast alles recht gerne, ausgenommen Täublinge, Phytoparasiten und nur per Kultur/Sequenz bestimmbare Anamorphen. Nur mit den oben genannten Gruppen hab ich die meiste Erfahrung.


    Anbieten kann ich mikroskopische Dokumentationen/Bestimmungen insb. von kleinen Ascomyceten, allerdings nur an Frischmaterial. Bei Mycena/Marasmius und co kann ich auch an Exsikkaten Bestimmungen versuchen, wenn jemand kein Mikro hat.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hi,


    sehr sicher eine Art der Gattung Ascobolus, die nach meiner Erfahrung klar häufigste Art an Blumentopferde mit dem Aussehen ist Ascobolus foliicola, wobei es weitere Arten gibt, die man nur mikroskopisch sicher unterscheiden kann.

    Zur Unbedenklichkeit hat Norbert schon alles gesagt.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hi zusammen,


    Möchte hier kurz eine Art vorstellen,die ich erst seit diesem Jahr überhaupt kenne und mittlerweile an drei verschiedenen Standorten finden konnte. Insofern ist sie sicherlich nicht selten, nur eben anscheinend noch wenig bekannt. Für Bayern fand ich z.B. noch gar keinen Eintrag in pilze-deutschland.de, wo sie nur in zwei Bundesländern gemeldet wurde.


    Hypoxylon fuscoides J. Fournier, P. Leroy, M. Stadler & Roy Anderson wurde erst 2010 beschrieben. Wie der Name schon sagt, ähnelt sie oberflächlich H. fuscum, ist aber morphologisch durch gleich mehrere eindeutige Merkmale gut abgegrenzt.

    Die Unterschiede zu H. fuscum sind:

    - Die Pigmentierung: In KOH bekommt man bei fuscoides eine schmutzig violette Färbung, während fuscum gelbliche Pigmente besitzt

    - Die Form der Ascosporen: Bei fuscoides zu beiden Seiten hin deutlicher zugespitzt als bei fuscum

    - Die Größe der Ascosporen: Bei fuscoides bis 12,5 x 6 µm, bei fuscum 11-16 x 5-8 µm

    Und dann scheint fuscoides noch deutlich Erle als Substrat zu bevorzugen, alle meine drei Funde gelangen ebenfalls an Erle.


    Eine bildliche Gegenüberstellung gibt es hier:

    Hypoxylon-fuscoides.pdf


    Und hier die Originalbeschreibung:

    (PDF) New species of Hypoxylon from western Europe and Ethiopia


    Hier meine untersuchten Kollektionen:

    #8670 vom 18.04.2021




    Die violetten Pigmente sieht man auch in einem Dünnschnitt der Perithezienwand:




    Sporen mit Keimspalte:


    Komplett-Doku:


    Das Substrat zur Sicherheit mikroskopiert (Alnus sp)


    #8673 vom 23.04.2021






    Standort:


    #8686 vom 01.05.2021 (mikroskopisch nicht gut in Schuss, daher keine Mikrobilder)


    Hoffe, ich kann damit etwas dazu anstacheln danach zu schauen. Man braucht aber KOH oder Mikroskop für die eindeutige Bestimmung.

    Bin gespannt, ob den jemand bei sich auch findet, kann mir nicht vorstellen, dass die Art nur hier häufig ist.


    Viele Grüße,

    Matthias