Beiträge von Mreul

    Hallo Raphael, hallo Karl,


    ich kann zumindest noch einen eigenen Fund beisteuern, den ich als G. alpina bestimmt habe. Nach der Lohmeyer-Arbeit v.a., weil:

    1. Gelhülle um die Sporen vorhanden

    2. Sporen glatt, auch in BWB, nur die Gelhülle enthält einige rundliche Tröpfchen

    3. Apothezien sehr kurz bis kaum gestielt


    Die neue Arbeit aus der Mycologia hab ich leider nicht, nach dem Abstract soll foetida ja identisch zu carbonaria sein (IF hat sie noch getrennt) und alpina mehrere kryptische Arten umfassen. Bin mir da recht sicher, dass mein Fund zu alpina s.l. gehört. Von Deinem abweichend wäre dann die Größe (bei mir bis mind. 2cm), was denk ich nicht viel heißt und der Geruch, der bei meinem sehr deutlich war. Ob der dann nach aktuellem Stand taxonomisch relevant ist, kann ich nicht sagen.



    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Dippold,


    habe mir das Ganze nochmal in Ruhe angeschaut:

    Die Fremdsporen kommen recht sicher von einem Hyphomyceten. Die sehr unterschiedlichen Längen und, dass die Sporen beidseitig deutlich abgestutzt sind sprechen dafür, kann das allerdings nicht genau erkennen. Das zweite Becherchen unten gehört zu den Hyaloscyphaceae und ist wahrscheinlich eine Hyaloscypha. Glaube eigentlich nicht, dass die der Verursacher der kleinen Sporen ist.

    Wie auch immer, bei der Orbilia spricht alles für O. rosea. Standort, man erkennt in ein paar Fällen halbwegs, dass manche Sporen oberhalb der Mitte die dickste Stelle haben. Die Lage in den Asci kann ich nicht wirklich beurteilen, aber sarraziniana ist das nicht, da bin ich mir schon recht sicher. So sicher man eben per Ferndiagnose sein kann. Und nach dem letzten Bild passt das genau zu dem wie ich rosea kenne + Fließgewässer passt, also ich hab da kaum Zweifel.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Hans, hallo Nobi,


    da hab ich doch glatt vergessen hier noch was reinzustellen...

    Dann will ich das mal nachholen. Eine komplette Doku mit Maßstäben usw. hab ich noch nicht, aber die mach ich noch, hab die Art auf meine Dokumentier-Liste gesetzt. Die stell ich dann noch ein, wenn fertig. Hier schon mal die schönsten Einzelbilder:









    Die Ornamente kann man erahnen, wenn man weiß, wonach man sucht, das geht an die Grenze der Lichtmikroskopie:


    Viele Grüße,

    Matthias

    Also je länger ich das ganze anschaue, desto sicherer werde ich mir, dass das oben wirklich Fremdsporen sind. Letztes Bild, in der Mitte ganz rechts, da ist ein Asus mit deutlich breiteren Sporen zu sehen, die oben in der Mitte einen Strich, das sind die Spore-Bodies, aufweisen.

    Demnach hab ich mit meiner ersten Vermutung wohl doch recht, es kommen folgende Arten in Frage


    1 Spore-Bodies der in den Asci oben liegenden Sporen zeigen mehrheitlich nach unten (es gibt selten Kollektionen, bei denen beides praktisch gleich oft vorkommt); Dickster Teil der Sporen oft unterhalb der Mitte -> O. sarraziniana

    1* Spore-Bodies der in den Asci oben liegenden Sporen zeigen mehrheitlich nach oben; Dickster Teil der Sporen oft oberhalb der Mitte -> 2

    2 Apothezien hauptsächlich mit rosa Farbtönen (orangeliche können auch vorkommen!), ökologische Präferenz für Fließgewässer,

    Anamorphe ist Anguillospora rosea -> O. rosea

    2* Apothezien hauptsächlich mit orange-rötlichen Farbtönen (manchmal sehr deutlich), ökologische Präferenz für stehende Gewässer,

    Anamorphe Helicoon sessile -> O. luteorubella

    Anmerkung: Ausgeblasste oder nicht einheitlich gefärbte Kollektionen von rosea/luteorubella kann man nur über die Anamorphe sicher morphologisch trennen und da die kaum bei den Apothezien ausgebildet wird, ist eine Unterscheidung dann nur per Sequenz möglich.


    Eine der drei ist es. O. sarraziniana kannst Du, wenn Du die o.g. Merkmale anschaust sicher bestimmen. Bei den anderen zweien ist ökologisch rosea deutlich wahrscheinlicher. Wenn die dann noch deutlich rosa gefärbt sind, hätte ich keinen Zweifel an rosea. Wenn nicht, wird es leider schwer 100% Sicherheit zu bekommen, beide Arten haben farbliche Übergänge und ob die Ökologie immer 100% stimmt ist auch schwer zu sagen.


    So, jetzt bin ich aber fertig. :)


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Dippold,


    Musste was ich vorher geschrieben habe nochmal revidieren, da ich leichtsinnigerweise Deine Sporenmaße überlesen habe. Man soll halt nicht mehreres gleichzeitig machen.

    Mit den Maßen wäre epipora denkbar, die ich aber mehr weißlich als so rosa-rötlich wie auf den Bildern kenne. Müsste die Sporen mit den Spore-Bodies noch etwas deutlicher sehen, und sind die Farben halbwegs naturgetreu?

    Die vermessenen Sporen gehören auch sicher zur Orbilia? Kann das in den Asci nicht sicher beurteilen, wenn das andere Sporen wären und die eigentlich größer sind, wäre meine erste Idee, also Gegend um rosea, luteorubella und sarraziniana wieder möglich.



    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Harzi,


    das ist die Sporenkapsel von einem Pillenwerfer und zwar einem den ich immer noch nicht gefunden habe - Pilobolus lentiger.

    Das drittletzte und letzte Bild zeigt Konidien eines Hyphomyceten, der ist aber so nicht weiter eingrenzbar, für mich jedenfalls nicht.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Harzi,


    hier wäre ich bei Podospora setosa.

    Die hätte 128-sporige Asci, und ich denke das hat Deiner auch. Bild 6 zeigt links eine Menge Sporen, die recht sicher aus einem Ascus stammen sollten und das sind klar mehr als 64. Beim Quetschen drückt man bei so großen Asci gern mal einige Sporen raus, dann sind weniger im Inneren zu sehen als es ursprünglich waren.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hi zusammen, hallo Nobi,


    auch ich möchte mich noch für die zahlreichen Rückmeldungen bedanken, ganz besonders natürlich bei Dir, Nobi, für den Bericht über unsere Touren und zuallererst für die Touren selbst. Wir werden uns ja auf jeden Fall nochmal sehen dieses Jahr und sicher weitere interessante Arten aufspüren. Bin mir sicher, dass es mindestens einmal trotz Pandemie klappen wird. Auf Flechten haben wir z.B. auch noch gar nicht so geachtet, hatte da neulich auch interessant Sachen, stelle ich sicher mal ins Forum, wenn ich die Zeit dafür finde.


    Zu unseren Funden hab ich mal mit Zotto Rücksprache gehalten, die Cyathicula findet er auch sehr interessant und auffällig. Klarheit in den Komplex kann nur eine systematische genetische Untersuchung bringen. Die Morphologie hab ich ja festgehalten und es wird sich bestimmt mal jemand finden, der meine Exsikkate sequenzieren kann. Ähnliches gilt für Pyrenopeziza atrata, Zotto meint, dass aus der Originalbeschreibung der digitalina keine klar definierbaren Unterschiede zu der der atrata vorhanden sind, drum hat er sie in seinem Archiv auch so benannt ("atrata, as digitalina"). Und atrata wächst an allem möglichen, was ich auch selbst feststellen kann. Zudem ist das ja auch ein Artenkomplex, ich kann mir vorstellen, dass der auch noch komplexer als die cyathoidea ist, zumal Pyrenopezizen gern ineinander wachsen, was die Sache noch erschwert. Wir hatten ja auch noch einen Impatiens-Stängel mit was atrata-artigem und einer mit kleineren Sporen mit zwei Öltröpfchen drin (cf polygoni nenn ich die mal provisorisch). Hatte die Kombination dann nach unserer Tour nochmals an Cirsium, wieder die gleichen Arten quer ineinander und nicht mal bei 100-facher Vergrößerung sieht man makroskopische Unterschiede. Brauch ich mal Reinkollektionen davon.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Sebastian,


    das scheint was nicht so häufiges zu sein, ich würde hier mit C. tetrasporoides vergleichen.

    Das ist eine sehr kleine Art, nicht oder kaum gerieft, gemischte Kaulos, kleine Köpfchen an den Zystiden und auch die kleine Statur mit den blass gelblichen Farben passt sehr gut dazu. Die Sporen sind etwas klein, allerdings weiß ich nicht, wie viele Sporen Du gemessen hast. Besser wäre es einen Bereich anzugeben, ich denk mal, da werden bestimmt auch Sporen über 10µm dabei sein.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Romana,


    deliberatum kenne ich mit klar größeren (mehrheitlich über 10 lang) und deutlicher rhomboiden Sporen, zudem waren zumindest meine Funde makroskopisch viel heller, was nicht viel heißen muss, aber insgesamt kann ich hier nicht an deliberatum glauben. Jedenfalls nicht wie ich es kenne.

    L. semitale hab ich noch nicht selbst gefunden, aber ich denke schon, dass das die Art ist.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Nobi,


    super! Da ich solche Trockenstandorte mit Vorliebe bearbeite, auch weil da kaum jemand sucht, setz ich noch einen oben drauf, um alle mal etwas anzustacheln da eben doch zu suchen. ;)


    Die Neonectria wirst Du sicher jetzt häufiger finden, die habe ich hier in fast allen Fichtenwäldern, in denen ich mal danach gesucht habe.

    Hier mal eine ergänzende Makrodoku von einem meiner Funde von diesem Frühjahr.

    (Ich stell mal von allem nur die Makros ein, um die Mikros zu sehen, müsst ihr die Arten selbst finden. ;) - Ne, ich will die wenn dann mal als eigenes Portrait zeigen oder einen ganzen Artikel aufsetzen, es kommt da ja schnell einiges zusammen.)

    Neonectria fuckeliana


    Bei dem Fund oben war Lophium übrigens auch mit dabei, die scheinen sich ökologisch sehr ähnlich. Aber Lophium scheint dennoch seltener als die Neonectria zu sein, jedenfalls nach meinen bisherigen Funden.


    Dann will ich mal noch auf eine wesentlich größere, aber kaum bekannte Art aufmerksam machen. Diese wächst bei mir in einem großen Gebiet in Massen, an gefühlt jedem zweiten Baum, immer an freihängenden Fichtenästen, die salztrocken sind, das mögen die. In anderen Wäldern scheint sie aber zu fehlen. Zotto meinte die wäre auch gar nicht so selten.

    Heißt Triblidiopsis pinastri, das wäre spannend zu wissen, ob die bei Euch auch vorkommt. Erreicht Größen von 2mm Durchmesser.


    Als nächstes kommt Orbilia aprilis, die wächst auch an Nadelholz, zumindest manchmal. Hier hatte ich sie ebenfalls an ansitzenden toten Fichtenästen:


    Daneben noch eine sehr häufige Art, allerdings eine Flechte. Coenogonium pineti sollte in nahezu jedem Fichtenbestand zu finden sein. Hier ist es überwiegend nur die Anamorphe gewesen. Zur Übersicht mal das Habitat zusammen mit der Orbilia:


    Und dann hab ich noch was flechtiges von einem etwas anderen, kaum beachteten Spezialhabitat: Lebende Fichtennadeln.

    Dazu muss man am lichtdurchfluteten Rand von meist dichten Fichtenbeständen suchen, die Nadeln sind hier manchmal etwas weißlich bereift. Das ist meist kein Dreck, sondern gehört zu einer Flechte, hier Fellhanera bouteillei:



    Es gibt weitere Arten an solchen Habitaten, diese ist aber die klar häufigste. Hier bei mir nicht selten, muss man aber gezielt suchen. Und: Apothecien werden bei weitem nicht immer gebildet, da muss man schon auch in den Beständen wiederum etwas herumkramen.


    So weit zu ein paar schönen Kleinkram-Sachen, die an Fichte vorkommen. Andere Substrate sind auch an solchen exponierten oder trockenen Stellen nicht weniger spannend.

    Hoffe, ich hab Euch jetzt etwas animiert danach zu suchen. :)


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo zusammen,


    von den Keulchen hab ich leider keine Mikrofotos gemacht, da als Standard abgehakt. Für krieglsteineri, mit der ich ja auch eventuell gerechnet habe, waren die Sporen definitiv zu breit. Auch makroskopisch, wie Du, Karl, schon sagst, die kenn ich klar gedrungener.

    Makroskopisch sind die so oder so nicht unbedingt die typischsten, das ist unbestreitbar. Eine weitere Art, die ich nicht kenne kann ich freilich nicht ausschließen.

    Ebenso wäre es denkbar, dass es eine Mischkollektion sein kann, bei der ich vielleicht eine falcata (oder eben was ähnliches, nahestehendes) untersucht habe und daneben wären noch andere (z.B. eben krieglsteineri) gestanden. Klar abgrenzen konnte man makroskopisch zumindest nichts.


    Wird sich so leider nicht klären lassen, wenn ich mal wieder sowas habe schau ich genauer hin. Danke für die Hinweise, da scheint es mehr zu geben als man zunächst glauben mag. Habe falcata auch in Mengen im Garten, da traten auch mal welche mit etwas gelblicheren Stielen auf, die hab ich nicht einzeln mikroskopiert, vielleicht wächst da ja auch mehr.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo zusammen,


    den Rindenpilz hab ich leider nicht angeschaut, die hab ich weitestgehend ausgeklammert, weil ich es zeitlich nicht schaffe. Stypella wär natürlich schon sehr interessant gewesen, keine Frage. Finden wir sicher wieder sowas.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Thorben,


    sehr schön, hab ich gestern versucht zu finden, an Ficaria zahlreiche Phytos, besonders Rostpilze, aber keine Tuberculina.


    Was benutzt Du eigentlich für eine Technik für die Auflichtfotos? Da hast Du ja nahezu keinen Schatten drin. Ich überleg da noch aufzurüsten, meine Beleuchtung mit seitlicher Schreibtischlampe geht zwar meist auch gut, aber manchmal nerven Schatten. Wobei die aber auch mal ganz gut sein können, kommt eben auf das Motiv an.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Björn,


    Asteromassaria ist ja wirklich grandios mikroskopisch. Da bekomm ich gleich Lust an Buchenästchen mal wieder intensiver zu schauen.

    Ebenso spannend die Tuberculina.

    Beim letzten an Juncus erinnert mich das an eine Pyrenopeziza, aber an da wüsste ich nichts, was so aussieht, schon gleich nicht an dem Substrat. Wäre mal interessant, wie Marginalzellen und Excipulum aussehen.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Sandra,


    man erkennt deutlich mehr. Also das ist schon mal sicher ein Lachnum, die Haare sind jetzt gut zu sehen, fein warzig auf voller Länge. Apikal sind die nicht verdickt, das schließt auch schon wieder einiges aus.

    In der Tat halte ich virgineum jetzt für das wahrscheinlichste.


    Sicher wird das, wenn Du folgendes bestätigen kannst:

    - Die Haare werden bis über 100µm lang (Edit: Sehe gerade Bild 4 zeigt ein sehr langes Haar, wenn der Maßstab stimmt, ist das also auf jeden Fall erfüllt)

    - Die Sporen liegen im Bereich 6-12 x >1,5-2. (Die Spore auf Bild 3 sieht merkwürdig aus, bin mir nicht sicher, ob die dazu gehört, die in den anderen Bildern könnten passen)

    - Paraphysen seh ich irgendwie keine, in Ingos Portraits siehst Du ja, wie die aussehen müssten

    - Ascusbasen mit Haken (ich weiß, das ist sehr schwer festzustellen, wenn man es die ersten Male angeht)


    Auch wenn Du die Haken nicht findest, wenn die Haare, Paraphysen und Sporen passen, wüsste ich nichts, was das sonst sein sollte. Bei den Sporen wäre es gut, wenn man noch ein paar mehr hätte, hilft vielleicht auch den noch etwas reifen zu lassen.

    Ich kann Dir auch einen Schlüssel für Lachnum schicken, aber der ist sehr speziell.



    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Thorben,


    kennst Du denn jemanden, der sowas bestimmen kann oder könnte oder hast Literatur dazu? Man findet ja einiges drüber, aber so richtig, dass man was bestimmen könnte ist jenseits der Phytos schwierig ausfindig zu machen.

    Die sind ja auch noch recht merkmalsarm und zudem wohl heftig untererforscht.

    Aber Synchytrium anemones ist mikroskopisch wirklich genial, kann ich nur empfehlen. Da stell ich bei Gelegenheit mal was ein, es gibt ja noch nicht so viele Mikros im Netz davon.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Charlotte,


    bei den spiralenförmigen Konidien ist das die Breite, die der zu einer Spirale gewundene Strang selbst hat.

    Man nennt das dann Filament in Abgrenzung zur Breite der gesamten Spirale, die der kompletten Konidienbreite entspricht.

    Also im Beispiel bei Helicosporium vegetum ist die vollständige Spirale mit mehreren Drehungen des Filaments bis ca. 20µm breit, der Strang selbst, der die Spirale formt nur im Mittel 1,5µm.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Thorben,


    das passt schon, Bild 6 ist ja der bestmögliche Beweis für die Sordaria-typische Gelhülle.

    Bei Sporen, die längere Zeit frei sind zieht sich die Gelhülle gerne zusammen oder verschwindet ganz, auch bei anderen Gattungen wie Phaeosphaeria oder Anthostomella hab ich das schon beobachtet.


    Viele Grüße,

    Matthias

    Hallo Sandra,


    Dein Fund scheint an den Haaren Harz zu haben, was zur Gattung Dasyscyphella führt.

    Die Haare von Lachnum-Arten sind fein bis deutlich rau, haben aber keine Tröpfchen anhaftend. Im letzten Bild sind unten links einige Tröpfchen zu sehen, könnte das verklumpte Harz von den Haaren sein.

    Du müsstest auch mal Haare sehen, die apikal kein Harz dran haben, die müssten dann glatt sein. Ich würde mal mit D. montana vergleichen, Ingo hat die Arten ja alle schön porträtiert: ASCO-SONNEBERG - Dasyscyphella

    Da wäre dann z.B. auch die Haarlänge interessant.


    Ich weiß nicht, in welchem Medium Du die Sporen gemessen hast, grundsätzlich wie es Pablo schon sagt, sollte man sich bei inoperculaten Becherlingen immer erst mal alles in Wasser anschauen, dann kann man anfärben. Baumwollblau wirkt stark letal, da kann einiges anders aussehen und andere Maße haben als vitale Strukturen in Wasser.


    Viele Grüße,

    Matthias