Beiträge von Habicht

    'n Abend,


    ein gebrauchtes Mikroskop von Peter Reil kaufe ich ungesehen, da reicht mir die Beschreibung, :gklimper:


    Ist auch nicht für mich, isse für Einsteiger. Klingt ja interessant, "mikroskopieren", nur wie lang hält das Interesse an? Solche Mikroskope wollen nicht selten zu einem vernünftigem Preis weiter verkauft werden.


    Für etwas dickere Brieftaschen gibt es ein nahezu unüberschaubares Angebot, gerne verweise ich auf

    https://www.myko-service.de/c/…rf/mikroskope-stereolupen Da passt die Beratung inkl. der Bezug von Kleinmaterial, dass haut bei Andreas super hin.


    Mit der Köhlerschen Beleuchtung, Blaufilter usw. kann mein Mikroskop nicht mithalten. Liefert aber gestochen scharfe Bilder, das http://extern.breukhoven.nl/la…0%20N%20laboeurop_add.pdf

    Hat das was mit der 'unendlich Optik' zu tun oder liegt's an den Objektiven?


    Freue mich auf eure Antworten,


    lgpeter

    Gewitter hatten wir vor drei Tagen auch,


    schlappe 5 Krügerl hat's gedauert. Der Donner auf den ersten Blitz hat kein halbe Sekunde auf sich warten lassen, a riesen Kracher. Hat die Hundsis nicht beeindruckt, die sind geerdet, :gklimper:


    Meine heurige Morchelausbeute hab ich hier nicht eingestellt, die war recht gut. Das Klagenfurter-Becken scheint mit einem blauen Aug' davongekommen zu sein, am Klimawandel.


    Noch,


    lgpeter

    Servus Stefan,


    geh' mit Volldampf ins neue Lebensjahr, lass' nochmal di Sau so richtig raus. Mach' interessante Funde, berichte darüber. Auch über die abgeleinte Sau, so was lesen wir hier gerne, :gklimper:


    Willkommen im Club der "Uhus", bleib gesund, wissbegierig, dem Gesang treu. Auch von den höchsten Gipfeln wollen wir Dich noch viele Jahre singen hören.


    Alles erdenklich Gute wünsche ich Dir,


    lgpeter

    'n Abend,


    & thx für die pdf, Nobi.


    Im Internet ist vermutlich alles zu finden. Mittlerweile fast ausnahmslos, sofern man alle Cookies akzeptiert. Und dann will noch der 'richtige' Suchbegriff eingeben werden, andernfalls lauern unzählige Internetadressen auf Suchende.

    Universitäten tun sich da um Ecken leichter, weil sie in der Forschung mitmischen, eingebunden sind.


    Für eine Bestimmung auf Ganoderma lucidum s.l. helfen zB auch die aktuellsten Fachbücher nicht, die sind überholt worden, von der DNA-Sequenzierung.

    Dazu habe ich für euch eine rezenten Schlüssel, 2015GlobaldiversityoftheGanodermalucidumcomplex.pdf


    Ohne vorhergehenden Tipp hätte ich den nicht einstellen können, so schaut' aus, :gklimper:


    lgpeter

    Selbstgemachte PfeilspilzenPlätzchen sind's,


    die kommen ohne Bogen & Sehne aus. Eine antike, mundgerechte Splitterbombe, ==Gnolm8


    lgpeter

    Servus Nobi,


    danke für die drei pdf, die bringen etwas Licht ins Dunkel. Erkrankungen aufgrund S. commune wurden zwar veröffentlicht, aber lediglich in medizinischen Fachbeiträgen. Bis in die gängige Pilzliteratur haben's es nicht geschafft.

    Clémon weist in pdf1 darauf hin, dass S. commune Erkrankungen hauptsächlich HIV-Patienten und Leute mit durch Medikamente geschwächte Immunsystem betrifft. Für gesunde Menschen also weniger gefährlich ist.


    Allgemeinwissen, für uns Pilzler, :gpfeiffen:


    Wenn jemand, über die Giftnotzentrale kontaktiert, eine Pilzbestimmung vornimmt tritt sofort ein Schiller-Zitat in Kraft,

    "Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen"

    Aus Datenschutzgründen gibt es keinerlei Auskünfte. War die Bestimmung richtig, welche Symptome entwickelten sich, wie war der Krankheitsverlauf usw?

    Bin da nicht mehr im Geschäft, ==Gnolm7


    pdf2 + 3 sind anspruchsvoller, die muss ich nochmals durchkneten,


    lgpeter

    Braver Erpel, :gklimper:


    Zitat


    D.h. es ist nicht nachgewiesen das der Pilz hyphen bildet und sich durch das menschliche gewebe frisst?


    Klar bildet S. commune Hyphen, sonst gäbe es ihn ja nicht.

    Kann schon sein, dass er sich durch das menschliche Gewebe frisst, nur wo steht das?


    Flammer formuliert zu dieser Frage sehr vorsichtig, "es sollte", "es wurde vermutet". Wundert mich wenig, seine einzige Quelle dazu ist Speller DE, Maciver AG. Endocarditis caused by a Coprinus species. a fungus of the toadstool group. J. Med Microbiol 1971


    Hast du dir Cryptococcus gattii angesehen? An den kann man nicht schnuppern, weil man ihn nicht sieht. Seine Sporen einatmen schon, mit letalem Ausgang.


    Auf deine gestellte Frage,


    Servus ,

    Gibt es Pilze die so giftig sind dass man schon alleine durch riechen daran sterben kann? Betonung auf frischem Zustand im Wald ungefähr 20 Atemzüge.


    Ich frage deswegen weil ich mir einen Eindruck verschaffen wie giftig Pilze sein können.


    antworte ich mit "ja", die gibt es ----> C. gattii. Todesrate ~ 20 Prozent, betrifft auch kerngesunde Menschen.


    Sry für mein schnoddriges 'sinnerfassendes Lesen', bleib weiterhin wissbegierig. Durch solche Fragen kommt Schwung in die Bude, althergeholte Meinungen werden auf den Prüfstand gestellt,


    lgpeter

    Griaß eich,


    noch ein kleiner Nachtrag ausm Flammer,


    "Die Affektion ist sehr selten. Pilzfreunde sollten auf Geruchproben verzichten. Anlässlich einer zweite Operation an einer Herzklappe wurden histologisch Myzelien entdeckt. Der Pilz wurde als konidiales Stadium eines Coprinus cinerus (?) indentifiziert. Es wurde vermutet, dass während der ersten Operation die Klappen via Luftsporen, ein Insekt oder Hautkontakt kontaminiert wurden".


    Bei den unterschiedlichen Syndromen geht Flammer auf die Häufigkeit von Vergiftungsfällen ein, in diesem Fall konnte S. commune nicht einmal sicher als Auslöser identifiziert werden. So entstehen Mythen & Märchen, zB auch dass vom mitgekochten Silberlöffel, :gklimper:

    King Stropharia hat es in #11 auf den Punkt geschrieben, ich teile seine Meinung,


    lgpeter

    Servus Andreas,


    da es kein Schizophyllum commune Syndrom gibt habe ich es nicht wahrgenommen, im Flammer.


    "Die Affektion ist sehr selten" schreibt er. Die Fähigkeit von deren krankmachenden Sporen bezweifle ich nicht, es mangelt mE an nachgewiesenen Fällen.


    Was anderes habe ich nicht geschrieben,


    lgpeter

    Servus Steffen,


    eigentlich ein Thema, zu dem ich besser meine Klappe halten sollte, :gklimper:


    Ich fotografiere mit einer Canon EOS D650, Objektiv EFS 17-85 mm mit integriertem Stabilizer, ohne Stativ,




    Mir ist es wichtig, die entscheidenden Details zu dokumentieren, dafür reicht die Knipse allemal.

    Schärfer hätte ich diese Aufnahme vermutlich mit meiner Zweitkamera, der Olympus GT5 hinbekommen, die hat stacken intus.

    Der Zweck heiligt die Mittel, mit Profiaufnahmen sicher nicht vergleichbar,


    lgpeter

    'n Abend,


    ich halte die Anfrage von FinalForce durchaus für berechtigt, diesen Beitrag sollte man kennen, https://www.zdf.de/wissen/lesc…uf-dem-vormarsch-100.html


    Jürgen Guthmann/Christoph Hahn schreiben in 'Die Pilze Deutschlands' zu Amanita phalloides: "Offenbar geht vom Sporenstaub der Pilze keine Gefahr aus". Ähnliches wird auch auf Cortinarius rubellus zutreffen, wenn nicht sogar auf alle Sporen. Geraten, nicht gewusst, :gklimper:


    2021 war mir dieser Themenbereich eine Anfrage wert, darauf habe ich mehr zielführende Antwort bekommen als ich überhaupt Fragen gestellt hatte, https://www.funga-austria.at/v…p?f=30&t=584&p=2333#p2333


    Für Otto Normalverbraucher ist Schizophyllum commune mE harmlos, da wurde aus einem Einzelfall eine reißerische Story gezimmert. Wird man nix finden dazu, in Renè Flammer's Giftpilze.


    lgpeter

    Man könnte auch zu anderen Erkenntnissen kommen,


    Psilocybe serbica. var bohemica habe ich erstmals 2015 in der Laubstreu und auf kleinen morschen Holzstückchen auf einer Fläche von ca. 5 m² gefunden. Die Pilzchen zeigten sich bis jetzt jedes Jahr an dieser einen Stelle, pünktlich um den 15. November.

    Eine weitere Fundstelle konnte ich bis jetzt noch nicht ausmachen, dass spricht gegen 1, zumindest bei saprobiontischer Lebensweise.


    Zu 2.

    Bei der Verbreitung von Pilzsporen spielen auch andere Faktoren entscheidend mit, zB Symbiosen zwischen Pilz und Insekten, https://de.wikipedia.org/wiki/Braunfilziger_Schichtpilz, die gibt es tatsächlich, :gklimper:


    Wer mehrere Morchelplätze kennt wird sie in der Saison mehrmals aufsuchen, die Sporen haften an den Tscherfeln. Neue Stellen wollen erschlossen werden, also tragen wir die Sporen auch dorthin.

    In Kärnten haben wir Wölfe und Braunbären, die verbreiten Pilzsporen bei ihren Wanderungen über sehr weite Strecken, da reden wir von zig Kilometern pro Woche.

    Stinkmorcheln können nicht fliegen, deshalb locken sie fliegendes Personal an. Das fährt dann gerne mit, in Autos von arglosen Schwammerlklaubern, bis zur nächsten Ortschaft,


    lgpeter

    Servus Jörg,


    leider kann ich dir nicht helfen, weiß nicht einmal, wozu man ein Google-Konto braucht. Brauchen könnte, schon gar nicht zwei davon.


    Ob Online-Banking, finanzonline, Gesundheitskasse oder Foren, dafür gibt's Passwörter. Die kann man neu anfordern, bei Google-Konten nicht?


    lgpeter

    'n Abend,


    zur zweiten Frage gibt es bisher noch keine Antworten,


    Zitat

    2. Bei vielen Pilzen ist es erforderlich, dass sich nach Sporkeimung zwei Hyphen unterschiedlichen Geschlechts treffen müssen , um ein neues Myzel bilden zu können. Ist es dafür auch erforderlich, dass die beiden (!) Sporen von unterschiedlichen Individuen abstammen, oder können sie auch vom selben „Vater“ stammen, ohne dadurch Überlebensnachteile zu haben?


    Gedankenspiel dazu,


    es wachsen zwei Hyphen unterschiedlichen Geschlechts aufeinander zu, bilden ein Myzel und entwickeln einige Fruchtkörper. Sind diese jetzt verwandt, weil sie aus dem selben Mycel stammen?

    Pilze vermehren sich viel häufiger asexuell, außerhalb des Sporangiums durch Umbildung von Hypen; oder entwickeln Konidiensporen.


    Zur zweiten Frage daher meine Meinung: plus + minus bildet bei günstigen Voraussetzungen ein Mycel, auch vom selben Fruchtkörper.

    Vater + Mutter spielt's bei Pilzen nicht, :gklimper:


    lgpeter

    Eine abschließende Frage stellt sich mir noch,


    wer von euch PSV ist in einer Giftnotzentrale gelistet? Mikroskopiert ggf. Putzreste, Erbrochenes und andere Ausscheidungen?


    lgpeter

    Nu,


    der Unterschied liegt in der "persönlichen" Pilzberatung eines Pilzsachverständigen. Schließt mE Foren daher plusminus aus.


    Fallbeispiel aus Österreich,

    ein älteres Ehepaar ersuchte um Bestimmung eines Fundes, eines Riesenbovistes, Clavaria gigantea. Hat der mir persönlich bekannte Fachmann zum Verzehr freigegeben, mit üblen Folgen.

    Die anfragenden Herrschaften haben den über einen Kilo wiegenden Bovisten auf einmal verzehrt und sind im Krankenhaus gelandet. Das führte zu einer sofortigen Betriebsstillegung, weil er gewerblich Pilze züchtet. Gesamtschaden ca. € 6.000.

    Dass sich die vermeintliche Vergiftung letztendlich als Indigestion-Syndrom, hervorgerufen durch übermäßigen Pilzgenuss, heraus gestellt hat spielte rechtlich keine Rolle. Den wirtschaftlichen Schaden hat ihm niemand ersetzt.

    Die BMG hat eine Versicherung für solche Fälle, wir in Österreich ab 2023 auch, hoffe ich halt.


    lgpeter