Beiträge von sarifa

    Grüni, hab ich mich auch schon gefragt! Das mit dem Zwischenparken war ein gutes Stichwort, das hat bei mir Klick gemacht.


    Guckst du hier:

    Stammtisch


    (bisschen vor-und zurück bei den Posts gucken). Kurzfassung: Post im Stammtisch machen und dann auf der Chronik verlinken. Müsste eigentlich auch gehen, den letztjährigen Post zu editieren, probiere ich gleich mal.

    Hey Stephen!


    Great, another Mediterranean addition to the forum! Welcome!


    I don't know anything about the diversity of Maltese fungi, whether they are as diverse as in mainland areas of the Mediterranean or whether there is an island effect, so it'll be very interesting to read about your findings! In any case, as Björn says, most of your findings will be done in the wetter months unless you to parasites.


    (Believe me though - unless you stick to turning logs and leaves for cup fungi and plant parasites - collecting fungi can definitely involve a lot of crawling up steep hills and rough walking through spiky bushes :D )


    Have a good time here!

    Sarah

    Liebe Claudia!


    Wow!!!


    Tausend Dank für die Anleitung! Sieht auf den ersten Blick sehr kompliziert aus, aber ich glaube, wenn man sich erstmal dran macht, kriegt man sicher Ideen, welcher Stoff wo hin muss... Und so Nahttrenner sind ja gute Freunde :D


    Das werde ich als nächstes Projekt bestimmt im Hinterkopf behalten. Irgendwann packt es mich dann sicher... :)

    Tom, das hättest du wohl gemerkt! :D


    Claudia, ja, das ist eine indopazifische Art und kommt wohl eher in tropischen Gewässern vor. Aber sehr nah verwandte Arten kommen auch im Mittelmeer vor - lange dachte man, das sei sogar die selbe Art, so ähnlich sind die sich. Aber die sind im Mittelmeer etwas kleiner, verstecken sich gut und sind auch wohl eher nachtaktiv. Also keine Angst, dass euch irgendwann der Zeh abhanden kommt ... :-P

    Hallo Heide!


    Boah, was sind dass den für Aufnahmen, da bleibt einem ja der Mund offen stehen! Traumhaft schön! Sooo viel Schnee habt ihr! So eine tolle Wanderung habe ich letztes Jahr hier in den Bergen auch gemacht - bei Sonne durch tiefen Schnee zu stapfen ist einfach etwas Besonderes!


    Danke fürs Zeigen, ich hab es sehr genossen!

    Hallo ihr drei,


    dann mal ran, ich warte auf eure Kreationen! :)


    Tuppie, Buchbinderin muss ein toller Job sein! Restaurierungen von Büchern, das ist fast wie ein Arzt für diese kleinen Schätze! Und da gibt es ja soviele underschiedliche Techniken, total spannend. Unser Parallelstudiengang an der Uni hatte Buchbinden als Kurs, da war ich auch immer neidisch...

    Hallo ihr Lieben,


    schön, dass ich euch als Borstenwurm-Fans gewinnen konnte! :)


    Bunte Mäachenwüama auch als Plüschwüama gibt?

    Plüschwüama! ^^^^:love::love: Die hätte ich wohl gerne!


    Eine Frage noch: Wie groß in etwa sind diese Würmer? Alle gut mit freiem Auge sichtbar oder braucht man Lupe oder gar Mikroskop, um die Einzelheiten gut zu erkennen?

    Unterschiedlich. Einige sind nicht größer als ein paar Millimeter (z.B. Xenosyllis, Janua oder Myrianida). Wattwürmer haben ja z.B. ungefähr Regenwurmgröße. Röhrenwürmer können groß werden, z.B. die Branchiomma kann 10-15 cm werden, mit ebensolch einem Durchmesser der Federkrone. Würmer in der Familie der Eunicide (z.B. Leodice) können 1-2 Meter lang werden (aber sind dann nur fingerdick).

    Ist das eine Art, wie der Wurm sich vermehren kann (so eine Art Knospung), oder lebt er eben so, mit all seinen Zweig-Körpern?

    Ja, der ist schon krass. Ist beides. Der lebt in den Öffnungen / Gängen von Schwämmen, die ja so ein verzweigtes Labyrinth sind. Aber einige der Zweige bilden tatsächlich auch Köpfe aus (an dem Ende, wo sie am Haupt-Körper hängen) und die spalten sich dann ab. Das werden aber dann keine vollständigen, lange lebensfähigen Tiere, sondern das sind nur "Transportwürmer", die kein Verdauungssystem haben sondern vollgepackt sind mit Eiern und Spermien. Die können sich dann ins freie Wasser bewegen, suchen ihresgleichen (bei vielen Arten gibt es ein Massenschwärmen an die Oberfläche), und platzen dann auf, die Geschlechtsprodukte werden ins Wasser abgegeben und befruchten sich dann.


    Über die spezielle Art ist allerdings noch wenig bekannt, warum er im Schwamm lebt und wie er sich da ernährt, der kann sich ja mehr frei bewegen bei der Form. Er frisst wohl nicht den Schwamm, sondern es wird vermutet, dass er organisches Material aus dem Wasserstrom, den der Schwamm ja erzeugt, über die Körperwände aufnimmt...


    Hast du bei deiner Arbeit schon eine unbekannte Art entdeckt? Wird es vllt. eine Faulwetteria sarifensis geben?

    Drei* sogar (zusammen mit Kollegen natürlich) :) Bzw. wahrscheinlich noch eine ganze Menge mehr, aber die sind noch nicht beschrieben, das ist viel Arbeit und braucht Zeit. Aber Arten nach sich selbst zu benennen ist kein guter Stil sondern gilt als verpönt. Die Gattung ist ja meist sowieso schon bekannt (es sei denn, man findet eine neue Gattung und gibt der auch einen Namen), also hat man meist sowieso nur beim zweiten Teil des Namens freie Wahl. Der eigene (Autoren-/Beschreiber)Name findet sich dann nur im "vollständigen" Namen der Art, also Gattung - Art - Autorenliste - Jahr.


    *1- 2 -3


    Es erinnert mich stark an die "Kunstformen der Natur" von Ernst Haeckel, der schon im vorletzten Jahrhundert so tolle Zeichnungen vom winzigen Meerestieren machte.

    An Haeckel werde ich glaube ich nie herankommen! ^^ Der ist schon ein Meister! Zwar hat er sich auch künstlerische Freiheiten genommen und nicht alles akkurat abgebildet, aber die Ästhetik der Diatomeen und anderer Organismen ist schon Wahnsinn.



    Dieses Gewürm ist ja beinahe noch schöner als es die Pilze sind. ;)

    Mein Reden, Nobi, mein Reden! :D :D




    Ich bin mir völlig sicher, dass ich schon mehrere Jahrzehnte nix eingepfiffen habe,

    ==Gnolm10==Gnolm7

    Aber deinen Job finde ich ebenso faszinierend. Das klingt richtig spannend. Da bist du sozusagen nicht nur Kronzeugin der menschgemachten Schweinereien, sondern kannst auch faszinierende Lebewesen sehen. Spannend.

    Ja, ist schon ein toller Job. Oft anstrengend weil viel Mikroskop, aber trotzdem immer spannend.


    Als Erstes hat mir Eulalia* ganz besonders gefallen -

    Auch einer meiner Favoriten, der kleine "Drachen"!


    fantastische Bilder und fantastisch aussehende Wesen. Und das sind alles "richtige" Würmer, wenn ich mal blöd fragen darf?

    Danke Stefan! Tja, was sind "richtige" Würmer... Es gibt ja viele Tierstämme in Wurmform, z.B. Fadenwürmer (Nematoden), Plattwürmer, Schnurwürmer... Ist halt eine erfolgreiche Körperform wie es scheint. Die Ringelwürmer, zu denen alle obigen gehören (plus die Regenwürmer und Egel) sind halt besonders vielgestaltig, besonders die Polychäten. Das ist schon auffällig, wie sehr die Baupläne da abweichen. Regenwürmer sehen ja alle relativ gleich aus, aber es scheint, dass das Meer so viel mehr unterschiedliche ökologische Nischen bereitstellt, die die Tiere dann "kreativ" ausnutzen und sich zu krassen Formen entwickelt haben. Sie haben jedenfalls alle gemeinsam, dass der Körper in Segmente aufgeteilt ist und alle haben Borsten an jedem Segment (einige haben sie zwar im Laufe der Evolution wieder verloren, aber die Anlagen sind noch da). Also ja, alles richtige Würmer, auch wenn sie manchmal so tun, als wären sie Blumen oder ein Blob mit Haaren :D



    Manche der Würmer sind ja einfach nur zauberhaft, bei anderen stelle ich mir vor, dass sie gruselige Monster ergeben würden, vergrößerte man sie einfach auf das hundertfach

    Guckst du hier.

    :D Ich möchte da kein Fisch sein...


    Hallo ihr Lieben,


    Auf Wunsch zweier Schwestern aus Wetzlar gibt es hier ein kleines Tutorial zum Buchbinden, damit ihr euch passend zu den selbstgenähten Einschlägen auch das Pilztagebuch selbst machen könnt. :)



    Buchbinden ist gar nicht so schwer, ich bin auch völliger Laie, aber mit ein paar Anleitungen auf bekannten Videoplattformen im Internet und ein bisschen Zeit und Geduld geht das super. Das erste Exemplar wird vielleicht nicht so ganz grade und hübsch, aber irgendwann hat man den Trick ein bisschen raus.


    Also, fangen wir an.


    Ich habe vor ein paar Tagen dieses kleine Büchlein links gebunden, mit einem einfachen Papp-Einband, aber natürlich kann man auch Stoff oder Leder(imitat) oder so nehmen, wie im Beispiel daneben:


       



    An Materialien braucht man:

    • Papier. Entweder einfaches Druckerpapier oder beliebiges anderes - bei dickerem Papier ist das Falzen eventuell etwas schwieriger, daher vielleicht besser mit normalem Papier anfangen.
    • Leim - man kann Buchbinderleim nehmen, aber ich nehme normalen Holzleim, geht wunderbar.
    • einen alten Pinsel für den Leim
    • Idealerweise Schneidematte und Cutter, mit Schere ginge es auch, wird aber sicherlich alles etwas ungenauer.
    • Lineal, Bleistift
    • Wenn man ein Falzbein hat: ideal. Ich hab keins, geht auch ohne.
    • Ahle oder anderen spitzen Gegenstand
    • Nadel und Faden (Zwirn oder etwas festeres Garn)
    • Schraubstock / Klemmen und zwei Bretter, alternativ geht bestimmt auch ein Haufen schwerer Bücher oder Ziegelsteine.
    • Feste Pappe für die Buchrücken (z.B. die Pappe von einer Zeichenblockrückseite)
    • Farbiges Papier oder nicht allzu dicker Karton für das Vorsatzpapier
    • Stoff oder Karton für den Einband
    • Wer will, kann noch ein Bändchen als Lesezeichen einfügen, oder einen Gummizug um den Einband machen. Optional.
    • Schmirgelpapier (optional)



    Die Bastler unter euch haben sowas sicher alles im Haus oder können improvisieren.



    Los geht es mit dem Falten des Papiers. Am einfachsten ist es, ein Buch in A5 oder A6 zu binden, dann braucht man das A4-Papier nur einfach in der Mitte zu falten. Ich habe hier ein A6-Büchlein gemacht, das A4-Papier also vorher einmal in der Mitte durchgeschnitten. Also, sauber falten (je sauberer man arbeitet, desto einfacher später - ich bin leider immer etwas schluderig :P), über den Falz mit dem Falzbein oder Fingernagel streichen, dass er möglichst glatt wird. Dann werden immer vier der gefalteten Papiere zu einer Signatur ineinandergesteckt. Bei dickerem Papier nimmt man nur zwei oder drei Papiere für eine Signatur. Eine Signatur ergibt später also 8 Seiten im Buch. Jetzt kann man sich ausrechnen, wieviel Papier man falten will - 20 Blatt Papier ergeben gefaltet 5 Signaturen zu je 8 Buchseiten, also 40 insgesamt.



    Gefaltete Seiten ----> zu Signatur ineinandergelegt.

     


    Jetzt legt man alle Signaturen ordentlich bündig aufeinander und markiert an der gefalteten Seite die Mitte, und macht in gleichen Abständen rechts und links ebenfalls Markierungen - ich habe hier z.B. 2 cm Abstand genommen, bei größeren Formaten können die Abstände größer sein.



    Nun zieht man mit dem Bleistift die Markierung am Buchrücken über alle Signaturen herunter, damit sie alle an der gleichen Stelle sind. Aufpassen, dass das Ganze beim Markieren nicht verrutscht.


    Die Signaturen werden aufgeklappt und mit einer Ahle sticht man Löcher durch. Am besten die Reihenfolge der Signaturen beibehalten, das wird dann später etwas ordentlicher.


    Jetzt kommt die fummelige Arbeit: Das Nähen! Faden durch die Nadel ziehen und die Enden verknoten (man näht also mit doppeltem Faden). Für die Länge: Längsseit der Signatur messen, mit Anzahl der Signaturen multiplizieren, und noch ein Stück draufgeben. Wenn der Faden zu kurz ist: macht nichts, kann man zwischendurch einen neuen nehmen.

    Von außen durch das erste Loch in der ersten Signatur stechen und bis zur anderen Seite "weben", also immer rein-raus-rein-raus. Am Ende genauso wieder zurück, so dass man innen und außen überall Faden hat und wieder am ersten Loch angekommen ist.



    Einmal bis zum Ende weben.... .... und dann wieder zurück


    So soll das Ganze dann aussehen:


    Bei diesem und allen folgenden Schritten darauf achten, dass der Faden innen immer schön straff ist (nicht so straff, dass das Papier einreißt, aber es sollten sich keinen lockeren Schlaufen bilden, der Faden soll am Papier anliegen).


    Jetzt unter den Faden stechen und durch die entstehende Schlaufe (also somit das Garn verknoten), dann wieder durch das Loch nach außen stechen und den Knoten durch das Loch nach außen ziehen, damit er später verborgen ist.


    Links: Innenseite beim Verknoten, rechts: Knoten nach außen gezogen

     





    Nun nimmt man sich die nächste Signatur, legt sie auf die erste, sticht von außen durch das erste Loch, von innen durch das zweite wieder nach außen. Nun verbindet man die beiden Signaturen, in dem man auf der einen Seite vom zweiten Loch zwischen Papier und Garn der unteren Signatur hindurchsticht und auf der anderen Seite des Lochs genauso wieder zurück. Es hat sich also jetzt eine Schlaufe um das Loch der unteren Signatur gebildet. Man sticht durch das zweite Loch der oberen Signatur wieder nach innen und wiederholt das Ganze bei jedem Loch bis zum Ende.


    Zwischen Papier und Garn der unteren Signatur hindurchstechen, auf der anderen Seite des Lochs genauso wieder nach oben, und durch das Loch der oberen Signatur wieder nach innen:


    Am Ende webt man jetzt nicht wieder zurück wie bei der ersten Signatur, sondern legt die dritte Signatur auf die zweite, sticht von außen in das Loch der dritten Signatur nach innen, und dann im nächsten Loch wieder nach außen. Soweit so gut, das war ja überall so. Nun muss die dritte Signatur mit der zweiten verbunden werden. Das macht man, indem man die Nadel quasi um die "Verbindungsstelle" von Signatur 1 und 2 herumführt. Also: Nadel ist ja jetzt außen, jetzt wird sie zwischen Signatur 1 und 2 nach innen geführt (also nicht durch ein Loch sondern zwischen den Signaturen durch, und auf der anderen Seite wieder zurück nach außen. Dann wieder durchs Loch von Signatur 3, und es hat sich jetzt eine Schlaufe gebildet. (Wem das zu kompliziert ist: Videos im Internet suchen und anschauen).


    Zwischen den Signaturen nach innen stechen... ... Innenansicht - jetzt um den Verbindungsfaden herum wieder nach außen.

     



    Bei allen folgenden Löchern genauso machen. Beim letzten Loch angekommen, wenn die Nadel außen ist, anstatt durch das gleiche Loch wieder nach innen zu stechen: vierte Signatur auflegen, dort durch das erste Loch nach innen, und genauso wie bei der dritten Signatur nähen: immer um die Verbindungsstelle der beiden unteren Signaturen herumführen. Bei allen weiteren Signaturen genauso machen. Wenn der Faden nicht reicht: möglichst am Ende einer Signatur angekommen den Faden wechseln: Abschneiden, nach außen hängen lassen, neuen Faden einfädeln, Knoten machen und beim ersten Loch der nächsten Signatur einfach normal weitermachen (Der nach außen hängende erste Faden wird nachher verleimt).


    Wenn alle Signaturen vernäht sind, Faden abschneiden und nach außen hängen lassen - kann man auch noch ein bisschen vernähen wenn man will).


    So soll das Ganze jetzt aussehen:


    Nun wird der Rücken geleimt: Zwischen zwei Bretter mit Schraubzwingen einspannen. Der Rücken sollte einen guten Zentimeter aus den Brettern herausgucken (ich hatte ihn zu dicht dran und hab das Papier an die Bretter geleimt und musste zwei Seiten später rausreißen). Also nicht so schluderig arbeiten wie ich! :-P


    Wer mag, kann jetzt noch ein Lesezeichen-Bändchen auflegen und mit verleimen.


    Das Ganze etwas antrocknen lassen und später noch eine zweite Lage drüberpinseln. Alles gut trocknen lassen (mehrere Stunden). So sollte es dann aussehen (Ich hatte das Lesezeichenband noch von blau zu schwarz geändert):


    Jetzt kommen die Vorsatzpapiere: Zwei farbige Papiere (oder auch weiß, wer es schlicht mag) oder Karton in gleicher Größe wie das Buch falten.



    Auf der ersten Seite des Textblocks einen dünnen Leimstreifen am Rand auftragen (ca 1 cm) und das Vorsatzpapier auflegen. Auf der Rückseite des Textblocks genauso verfahren.


    In die Buchpresse / Schraubstock einspannen und trocknen lassen.


    Nun aus normalem Papier einen Streifen ausschneiden - ein klein bisschen kürzer als das Buch hoch ist, und etwa zwei Drittel der Breite. Der wird jetzt um den Buchrücken herumgelegt und festgeleimt, gibt etwas mehr Halt:


    Jetzt kann man noch, wenn man will, die Seiten ein bisschen begradigen: Ein Lineal kurz vor der Kante anlegen und ganz langsam mit einem Teppichmesser Seite für Seite abschneiden, so dass am Ende alle Seiten schön glatt sind und die gleiche Länge haben. Ist Geschmackssache, ob man es "wilder" mag oder glatt haben will. Zum Schluss mit Sandpapier abschmirgeln, falls noch unregelmäßige Stellen sind (dafür am besten wieder zwischen zwei Bretter spannen, dann ist das Schmirgeln einfacher). Resultat rechts im Bild.







    So! Textblock ist fertig, jetzt kommt der Einband.


    Aus festem Karton / Pappe die Buchdeckel ausschneiden. Etwas größer als der Textblock sollten sie sein, so ein paar Millimeter bis halben cm. Ich habe noch die Ecken abgerundet (mit Schere / Cutter).



    Einen Mittelstreifen für den Buchrücken ausschneiden, der sollte so breit sein wie der Textblock. Ich habe den aus dem festen Karton ausgeschnitten, aber aus dünnerer Pappe ist besser, damit er sich etwas biegen kann später, wenn man das Buch aufmacht. Also kleiner Fehler hier, nicht nachmachen.


    Auf das Einbandmaterial leimen, mit 2-3 mm Abstand zum Mittelstreifen. Darauf achten, dass alles bündig ist. Mindestens zwei Zentimeter Einbandmaterial sollten an allen Seiten vorhanden sein, denn das wird dann nach innen eingeschlagen. Wenn das Material größer ist, entsprechend kürzen und so zurechtschneiden wie auf dem rechten Foto. Umdrehen und drauf achten, dass keine Luftblasen vorhanden sind (notfalls zum Rand hin ausstreichen) - passiert bei Stoff eher als bei Pappe.




    Jetzt wird der Einband eingeschlagen und festgeleimt (bei den Ecken muss man sich das irgendwie zurechtfummeln, dass es einigermaßen ordentlich aussieht.

    Dann einen ordentlichen Stapel Bücher drauflegen und gut trocknen lassen.





    Jetzt kommt optional ein Gummizug. Innen im hinteren Deckel ein kleines Quadrat/ Rechteck zeichnen, Breite so wie der Gummizug, Abstand zum Rand ca 2 cm. Siehe Bilder. Dann mit einem Cutter einen Teil der Pappe entfernen, es soll nicht komplett durchgeschnitten werden, sondern nur so viel, dass das Gummiband reinpasst und später keinen "Buckel" hervorruft.


    Am Rand des Lochs (zur unteren/ oberen Außenseite hin) jetzt einen kleinen Schlitz machen. Das Gummiband von außen durchziehen und in die Aushöhlung leimen. Bei beiden Löchern so machen (Länge des Bands muss man abschätzen - Textblock mal reinlegen und das Band unter Zug einmal herumlegen).



    Jetzt der letzte Schritt: Die Außenseite vom Textblock (das Vorsatzpapier) wird geleimt und in den Deckel geklebt. Vorder - und Rückseite einzeln leimen, sonst kann man die nicht vernünftig platzieren. Am besten die eine Seite leimen, dann den Textblock aufrecht mit dem Rücken in den Buchrücken stellen, die geleimte Vorsatzpapierseite zum Deckel runterklappen und feststreichen. Dann die andere Seite leimen und im hinteren Buchdeckel festkleben. (Hier fehlen mir leider die Fotos...) Der Rücken wird nicht geleimt! Sonst lässt es sich später nicht richtig öffnen!



    Ich habe beim Leimen eine Seite zwischen die Seiten gelegt, damit ich nicht aus Versehen die darunterliegenden Seiten zusammenleime.



    Das war es schon fast! Buch zuklappen, Gummizug drumlegen, und nochmal in die Buchpresse / Schraubstock und trocknen lassen. Fertig!




    Viel Spaß beim Nachmachen!


    Sarah

    Hallo Kreativ-Fraktion (und alle anderen).


    Wie von nobi hier gewünscht gibt es jetzt mal anstatt Pilze ein paar Meereswürmer auf die Augen. :P


    Kleine Hintergrundinfo zu diesem etwas ungewöhnlichen Thema: wie einige von euch wissen, ist es mein Job, marine Benthosproben zu untersuchen. Im Klartext: wir nehmen Proben vom Meeresboden und bestimmen dann alle Tiere, die in der Probe vorkommen. Die Daten werden dann benutzt, um die Wasserqualität zu bestimmen bzw. (menschengemachte) Veränderungen in der Umwelt festzustellen.


    Die Organismen, die da so leben sind z.B. Muscheln, Schnecken, Krebse, Krabben, Anemonen, Seesterne etc. Den größten Anteil bilden aber eigentlich fast immer die Polychäten - Vielborsterwürmer. Verwandt mit den deutlich bekannteren Regenwürmern (das sind Oligochäten - Wenigborster). Beide Gruppen zeichnen sich dadurch aus, dass sie einen in Segmente unterteilten Körper haben (heißen auch Ringelwürmer). Polychäten haben an jedem Segment ein mehr oder weniger dichtes Bündel an Borsten, Wenigborster oft nur ein bis drei Härchen. Polychäten sind aber deutlich variabler in Form und Funktion - es gibt sehr mobile, große räuberische Würmer, welche die in einer festen Röhre wohnen und mit einer Tentakelkrone das Wasser nach Futter filtern, wieder andere - z.B. die Wattwürmer - leben im Sediment und bauen dort Wohngänge, die wiederum Sauerstoff in tiefere Schichten des Sediments bringen. Einige sind auch komplett planktonisch, leben also nur im Freiwasser der Ozeane und haben mit dem Meeresboden nichts zu tun.


    Weil die Formen und Farben so faszinierend sind, habe ich vor zwei Jahren mal die Aquarellfarben rausgekramt und diese Vielfalt in einem Wurm-Alphabet festgehalten: für jeden Buchstaben habe ich eine Gattung rausgesucht und gemalt (alles in Aquarell aber Hintergrund und Schrift sind digital hinzugefügt).



    Viel Spaß damit!




































    Liebe Grüße,

    Sarah

    Du könntest allerdings auch einen eigenen Thread aufmachen. Z.B. mit dem Wurm-ABC...

    Hallo Nobi! Wird gemacht - jetzt in der großpilzärmeren Jahreszeit kann man ja auch mal was anderes angucken... :)


    Tuppie - supercool der Käfer mit den Pilzen! So sauber krieg ich das nie hin, ich bin beim Nähen immer etwas schluderig... Danke auch für die Tips, mit so Zubehör kenne ich mich überhaupt nicht aus, das klingt interessant!


    @ alle ... OK, ich mache irgendwann die Tage mal einen eigenen Thread mit Aquarellen auf, ihr habt mich überzeugt :)

    Zahlen fehlt ham!

    ==Gnolm7==Gnolm7==Gnolm7==Gnolm7==Gnolm7


    :grofl: