Beiträge von Climbingfreak

    Hi,


    auch von mir (welcome)


    Bei der Verwendung, bzw. Einschätzung von Zunderschwämmen kann ich dir keine Auskunft geben; insbesondere auch deshalb, weil ich den nicht verwende. Verzehrs- bzw. Verwendungsfreigaben, bzw. -empfehlungen nach Bildlage zu geben, ist sowieso nicht, bzw. nur in den seltensten Fällen möglich, denn die Frische der FK lässt sich nicht nach Bildlage nicht einschätzen. Zudem kommt noch hinzu, dass eine Bildbestimmung immer mit Unsicheriheiten behaftet ist, was die Artbestimmung angeht.


    Frag am besten einen PSV oder Pilzcoach vor Ort, der sich mit der Verwendung von Zunderschwämmen als Tee oder Tinktur auskennt und dir auch eine Einschätzung zur Frische geben kann.


    l.g.

    Stefan

    Ja das ist mir klar. Ich meinte nur, dass die Kosten bei den GIZs einheitlich sein sollten, bzw. erst gar keine Kosten für Anfragen erhoben werden sollten...


    l.g.

    Stefan

    In der allg. Hektik rufen die auch Leute außerhalb ihrer regionalen Zuständigkeit an, bzw. vertreten sich die GIZ auch mal gegenseitig, wenn gerade die Leitungen überlastet sind, bzw. wenn sonst auch mal "Not am Mann" ist.


    l.g.

    Ich hab unsere Bettina Haberl mal drauf angesprochen, worauf sie gsagt hat, dass Kliniken für die Bemühungen vom Giftnotruf wohl was zahlen müssen, und das ganz einfach in Berlin günstiger ist als in München rechts der Isar und deshalb auch einige Münchner Kliniken lieber dort anrufen bzw. dazu angehalten sind. 🤔

    Autsch, ja da war auch noch was. Bettina hat mir die Story auch schon erzählt. So ein Unsinn; entweder die Gebühren für alle Kliniken gleich gestalten oder gar keine Kosten, aber genug davon. Ich rege mich sonst wieder nur unnötig auf. :saint:

    In der allg. Hektik rufen die auch Leute außerhalb ihrer regionalen Zuständigkeit an, bzw. vertreten sich die GIZ auch mal gegenseitig, wenn gerade die Leitungen überlastet sind, bzw. wenn sonst auch mal "Not am Mann" ist.


    l.g.

    Stefan

    bei mir auch...

    Hallo ihr lieben,


    aktuell bleibt mir außer Spaziergängen allein im Dresdner Umland nicht viel, was mir Freude bereitet. Der Elbsandstein ist derzeit für Auswärtige gesperrt. Zudem bin ich auch noch gesundheitlich angeschlagen; weswegen ich hier mich in letzter Zeit etwas rar gemacht habe; völlig unabhängig von Corona.


    Ich war am 2.4. mal zu einem längeren Spaziergang zu einer beliebten ehemaligen Ausflugsgaststätte am Dresdner Stadtrand rausgegangen. Die Gaststätte ist inzwischen schon mehrere Jahre geschlossen; die Umgebung ist vielversprechend mit einem feuchten Talgrund. Ich hatte dort einen interessanten Pilz gefunden, den ich euch gerne vorstellen möchte, zumal viele Vertreter der Gattung hoffnungslos unterkartiert sind.


    Mir ist bei diesem Streifzug eine seltsame Pflanze aufgefallen, die an einigen Stellen völlig rasig wuchs. Aufällig waren die großen herzförmigen Blätter und die haarigen Blattstiele. Dank einiger Botanikerfreunde bei FB konnte die Pflanze als Doronicum pardalianches - Kriechende Gämswurz bestimmt werden. Bei näherer Betrachtung fielen mir große braune Blattnekrosen auf. Unterersetis war ein weißer Pilzrasen gut erkennbar. Anhand des Pflanzenwirtes konnte ich den Pilz als Ramularia doronici bestimmen.


    Bilder:







    und hier noch ein Mikrobilder; Ramularien sind dadurch gekennzeichnet, dass die zumeist blattunterseits als Büschel von Konidienträgern wachsen




    Zuletzt habe ich mich auch über einen Brandpilz an Gänseblümchen-Entyloma bellidis- sehr gefreut; aktuell sind in der Artenliste von Sachsen 7 Nachweise von der Art enthalten. Bisher habe ich trotz intensiver Suche noch keine Phytos an dem Wirt gefunden.


    Makrofotos habe ich leider nicht angefertigt. Es sind aber sehr gute Bilder auf Jules Website vorhanden.


    Entyloma bellidis | (Obligat) Phytoparasitische Kleinpilze


    Ich habe nur ein Mikrofoto von den Brandsporen in den Blattzellen.



    Ansonsten hoffe ich, dass wir alle die Krise so gut als möglich überstehen werden. Bleibt bitte gesund


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    ja sehe ich auch so. Bis auf die beiden dunkelhütigen Exemplare mittig und der kleine darunter sind das alles B. edulis. So aus der Ferne traue ich mir aber aufgrund des Bildes keine Artdiagnose zu, ob das nun B. aestivalis oder B. aereus ist. Ich sehe auch eine Marone mittig auf den anderen aufliegend.


    l.g.

    Stefan

    Ja, seit dem Vorfall zweifle ich auch nicht mehr an mir, da ich ja immerhin weiß, dass ich da auch sehr penibel bin.


    Ich bin nur beruflich etwas vorgeschädigt und glaube wenig an Zufälle. Deshalb hatte ich mich gefragt, ob man als PSV bei Zusammentreffen derartiger Zufälle nicht trotzdem dazu raten sollte, eine tödliche Pilzvergiftung diagnostisch ausschließen zu lassen, selbst wenn der Betroffene, den man in der Regel ja nicht kennt, behauptet er sei sich sicher gewesen. Psychologisch ist es ja durchaus denkbar, dass der Betroffene das glaubt, obwohl es nicht stimmt.


    lg Sandra

    Hi,


    ich hab nur für mich selbst gesprochen. Bei anderen Leuten sähe das schon vollkommen anders aus; erst recht, wenn ich nicht deren Wissensstand einschätzen kann...


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    1. Hypholoma elongatum oder polytrichi; im Zweifel nur mikroskopisch, bzw. nur durch die beiwachsenden Moose zu unterscheiden...

    5. Pholiota sp.; auf jeden Fall was besseres; P. spumosa oder P. mixta würden hier makroskopisch und ökologisch gut passen.

    8. weiße trockene Schnecklinge sind immer verzwickt. Wichtig ist bei so was immer der Geruch; erst recht, wenn Fagus oder Quercus als Mykorrhizapartner in Frage kommen.


    l.g.

    Stefan

    Hallo ihr lieben,


    angefangen hat das ganze damit. ==Gnolm26


    Schlauchpilze in Dresden und im Umland


    Bjoern hat nobi und mir den Standort der Sarcoscypha geschickt (herzlichen Dank nochmal). Ich hab mir sie angesehen. Das ist definitiv S. austriaca.


    Hier nochmal ein Foto der Gruppe von heute.



    In der Nähe des Fundortes stand alles mit Scharbockskraut und Anemonen voll. Da muss es doch... Da hat es doch "gefälligst" Sklerotienbecherlinge zu geben. Gab es auch. Das war für mich fast noch schöner als die Sarcoscypha. Ich such schon einige Jahre vergebens Anemonenbestände/Scharbockskrautbestände ab.



    Jetzt kommt die leidige Frage der Artbestimmung. ==Gnolm4==Gnolm5==Gnolm6==Gnolm9==Gnolm12Ich wollte die nicht ungeprüft als D. tuberosa ablegen.


    Die Becher wuchsen zwischen einem rasigen Bestand von Scharbockskrautblättern und etwas weiter entfernt 10-30 cm sehr schmächtige Anemonen. Ein Nachgraben brachte Sklerotien zu Tage, die an Feinwurzeln wuchsen.


    Einizges gutes Unterscheidungsmerkmal der in Frage kommenden Arten sind die Anzahl reifer Sporen. Dunontinia tuberosa 4 Kerne in den reiben Sporen - Sclerotinia binucleata - konstant 2.


    Sclerotinia binucleata (oder Dumontinia Tuberosa)

    (Keine-Ahnung-Becherchen) Anemonenbecherling


    Ich hatte heute so meine Mühe die Kerne zu erkennen, da viele Sporen noch zu unreif waren. Ich hatte auch Spaßeshalber mir das Präparat im Dunkelfeld angesehen, was leider gar nix gebracht hat. Hier mal ein Bild im Hellfeld. Bei einer Spore meinte ich einen 3. Kern zu erkennen.



    Auf jeden Fall hab die die FK samt Sklerotien mal in eine feuchte Kammer gepackt in der Hoffnung, dass die Sporen ausreifen.



    Hier kommt noch der versprochene Frühlingsgruß. Mir sind in den letzten Tagen ein paar hübsche Fotos der potentiellen Wirtspflanzen gelungen, die ich euch nicht vorenthalten möchte.





    So bald sich in der feuchten Kammer was tut, werde ich Mikrobilder gerne nachreichen. ==Gnolm3


    l.g. und bleibt gesund


    Stefan

    Hallo,


    also ich hätte für mich in diesem Fall sofort an ein Virus oder anderweitig verdorbenes Lebensmitttel gedacht, weil mit meinem Pilzkonsum zum essen ich sehr penibel bin; insbesondere bei Stockschwämmchen.


    Ansonsten muss man auch als PSV bei einem vermeintlichem Vergiftungsgeschehen auch solche Ursachen im Blick haben, insbesondere dann, wenn das Sammelgut vollkommen ok war.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    nur noch eine Ergänzung für die es interessiert. Ein wichtiges Merkmal sind auch die angedeutet sechseckigen Sporen in frontaler Ansicht, wie auf dem Sporenmikrobild schön zu sehen ist.


    l.g.

    Stefan

    Und was war das für ein Pilz? Das sieht zwar sehr kritisch aus, aber nicht wie ein Hausschwamm. Mit Hausschwamm hatte ich leider schon so meine Probleme. In meinem Keller ist es auch recht feucht, sodass dort Hausschwamm war, der aber mit einem Heißluftverfahren beseitigt werden konnte.

    TinoBach Allerletzte Verwarnung! Noch so ein unerlaubter Werbelink und du bist hier raus.


    Ansonsten steht schon oben, was das für ein Pilz ist; ein Hallimasch. An A. mellea s. st. glaube ich indes aufgrund der geschuppten Hutoberfläche nicht; das ist einer der dunkleren Arten. Aber das nur am Rande.

    Hi,


    ich hab auf Rostpilzen auf Weidenkätzchen noch nie was gehört; muss aber nix heißen. Ich bin noch nicht lange genug dabei, um das wirklich ausschließen zu können.


    Ich schick den Link von der Anfrage mal Friedemann und Jule. Bei denen sehe ich die größte Chance, dass die dazu was sagen können.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    das sind sog. "Schwärzepilze"; eine ganze Gruppe von Anamorphen Saprobionten. Meist fallen darunter Cladosporien und Alternarias; allesamt nicht bis sehr schwer auf Artniveau bestimmbar. In dem Fall kannst du aber nur noch mit Mikro mehr sagen...


    l.g.

    Stefan