Beiträge von Enno

    Hallo Liebes Forum!


    Ich habe heute einen Schneckling unter Kiefern gefunden, welchen ich gern als Hygrophorus suaveolens bestimmen würde. Diese Art wurde erst Letzes Jahr von Jesko Kleine und Ellen Larsson aus Sachsen neu beschrieben. Sie gehört mit Ihrem Geruch nach Bittermandeln und Ihrem Aussehen in den Artenkreis um Hygrophorus agathosmus. Sie Unterscheidet sich von diesem durch ihr Vorkommen unter Kiefern. In dieser Sektion der Unter Kiefern wachsenden, nach Bittermandel riechenden Arten gibt es noch eine unbeschriebene Art welche nur auf Kalkböden vorkommen soll. Mein Fund Stammt aber vom Sauren Boden, so dass H. suaveolens am nächsten scheint. Inwiefern die Saure Art sich aber von der Kalkholden Art unterscheidet, Außer durch die Dunkle Scheibe, welche ich nur bei einigen und nicht bei allen Fruchtkörpern ausmachen konnte, erschließt sich mir nicht ganz. Hier muss ich wohl mal Herrn Kleine persönlich Fragen. Die Fruchtkörper werde ich aber definitiv erstmal exikieren.


    --> Hier Gehts zur Arbeit von E. Larsson und J. Kleine


    Hallo Liebes Forum!


    Da isser wieder mein möglicherweise Blaugrüner Nabeling, Arrhenia cf. Chlorocyanea. Und wieder ist er absolut untypisch. im Alter recht schwache Blau-Grüntöne, in allen Altersstadien ungerieft, und immer Zottig, haarig. Hatte die vor 4 Jahren da schonmal am Selben Standort, auf den Zentimeter genau auf einer mit Erde bedeckten Mauer. In Gesellschaft, wie Damals, mit Lamprospora saeveri. In unbestimmten Flechten, sowie Bryum sp. als Moos. Leider war ich auch diesesmal reichlich spät dran. Aber der ganz kleine war ziemlich frisch. Damals wollte Karl W von mir wissen ob die HDS Inkrustiert ist und ob Schnallen vorhanden sind, heute kann ich sagen, Ja das passt. Es passt mikroskopisch halt alles zu A. chlorocyanea. Nur das Makroskopische Erscheinungsbild ist halt eher aus der Norm.

    Oh, ja doch schon. ==18 Aber es gibt ja doch schon den Oberlehrer Gnolmi. ==Gnolm19 Ich meinte Schlaumeier-Schüler so ein bisschen nerdy und Angebermäßig. :)

    Hallo Malone-Peter!


    Schön das es jetzt einen Kopfschüttel und Dampfende Kacke mit Pilobolus Smily gibt, hast du echt klasse gemacht!


    Mir fiel heute auf dass es noch gar keinen Schlaumeier-Smily gibt, so mit durchsichtiger Brille und so. Das wär nochmal ne Idee für die Smily Sammlung :)

    Hallo Felli,

    meines Erachtens passen Standort, Jahreszeit, makroskopisches Erscheinungsbild und Sporenform recht gut zu Entoloma vinaceum (Entocybe vinacea). Deutsche Namen sind Weinroter Rötling oder Winter-Rötling.

    LG Ingo

    Die Idee klingt nicht unbedingt schlecht. Mir fiel im nachschlüsseln aber die Unterschiedliche Artenauffassung von E. vinaceum in der Literatur auf.


    Ludwig sieht diesen Pilz teilweise mit glatten Stielen aber auch mit teilweise mit deutlichen Längsstreifen, angewachsenen schwach ausgebuchteten (am Stiel nur schwach abgerundet) bis herablaufenden Lamellen.


    Funga Nordica beschreibt die Art mit glatten Stiel, welcher gelb (var.vinaceum) oder auch rauchgrau (var. fumosipes), schlüsselt diese auch so aus, mit ausgebuchtet angewachsenen Lamellen.


    Nordeloos schreibt in Fungi Europaei, Stiel oft verbogen,glatt, poliert oder sehr fein überfasert. Lamellen angewachsen oder ausgebuchtet angewachsen.


    So was sehen wir hier? Poliert ist dieser Stiel keinesfalls, auch nicht nur "fein überfasert" sondern die Überfaserung des Stiels ist ziemlich deutlich und erinnert sogar an E. sericeum Stiele. Die Lamellen sind nicht nur angewachsen, sie sind deutlich ausgebuchtet angewachsen. Quasi haben wir hier eine Mischung aus allen Drei Beschreibungen


    Das nur mal so am Rande.


    Warum ich nicht für E. vinaceum plädiere sind die Viel zu Runden und zu großen Sporen, in jeglicher Literatur wird der max Wert mit 9 µm angegeben, in der FN sogar nur mit 8µm.


    aber irgendwas aus der Ecke muss es schon sein. Ich ende mit meinem Schlüsselversuch bei E. turbidum/pseudoturbidum, aber auch da wären die Sporen zu Groß, außerdem haben die Arten einen mehr oder minder convexen bis konischen Hut und nicht so eingedrückt. Was du machen könntest wäre die Sporen nochmal nachmessen. Und in der Schreibform niederzutragen: (minimale Sporengröße) mittlere Sporengröße (maximale Sporengröße). Am Besten die Werte aus einer Messreihe nehmen. 15 Sporen sollten reichen um einen ungefähren Mittelwert zu ermitteln.

    Die beiden von gestern musste ich mir ganz schön erackern, der heutige ging wahrscheinlich auf den ersten Blick. Vielleicht liegts ja daran das ich meine Brille mal geputzt habe oder daran das ich noch so frisch verliebt bin, das hält wohl den Kopf und die Augen fit, oder vielleicht lenkt sie doch ganz schön ab diese :cool:

    Hallo Matthias!


    Danke für das schöne Portrait! Ich hatte die Art tatsächlich mal an Fichtenzapfen gefunden, wo ich eigentlich Phragmotrichum chailletii vermutet hatte. Ich hänge mal ein Bild an.

    Hallo Matthias!


    Schön das sie heil angekommen sind :)


    Deine Aufnahmen sind mal wieder der Pure Wahnsinn!

    Danke dafür!


    Das Holz kann ich leider nicht sagen, ich kann nur sagen das da Weiden, Birken, Pappeln, Erlen, Ahorn und Eiche in dem Gebiet vorkommen. Die Nähsten Bäume zum Fund müssen Weide und Erle gewesen sein. Fagus will ich nicht ausschließen, aber genau auf die Baumart habe ich just nicht geachtet.

    Hallo Matthias!


    Danke für deine Auskunft!

    Ich würde dir gern was zukommen lassen benötige aber deine Anschrift. :) Übrigens habe ich auf dem Selben Ast eine Orbilia gefunden, das kann natürlich Zufall sein, nach vergleichen lande ich bei dieser orbilia bei O. rosea, werde davon später nochmal was hochladen. Diese Orbilia steht auch mit helicoon-Arten in verwandtschaft, laut Zottos In-Vivo-Veritas. Du schreibst aber das die Hauptfruchtform wohl eher bei den pleosporales steht.

    Hallo liebe Anamorphenfreunde!


    Ich habe diese Schicke Anamorphe auf Feucht liegendem Totholz gefunden. Ich lande mit der Maximalen Sporengröße von knapp 80 µm bei Helicoon richonis, die wohl Größtsporige Art der Gattung.

    Ich habe mit diesem Schlüssel hier gearbeitet: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/s0007153686800109

    Der Pilz wurde in Frankreich, Großbrittanien und den Niederlanden schon nachgewiesen nur in Deutschland noch nicht. Tja nun bin halt kein Anamorphen-Spezialist, und bitte um Eure Meinung.





    Hallo lieber Nobi!


    Welch fantastische Artenvielfalt auf solch einer Insel! Grandiose Bilder ! Schade dass der Mensch das nicht achtet. :(


    Danke fürs teilhaben lassen!

    Hallo Karl!


    Mhm optisch war das für mich schon gelb, wenn auch nicht so quietschig wie auf deinem Bild. Aber schon deutlich. Ich kenn die auch in Weiß und da meistens Von Wiesen bzw. offenen Habitaten. Aber ich weiß nicht wie stark farblich abweichend die sein müssen um als Varietät zu laufen.

    Hallo Ute!


    Die Maipilze habe ich an der Polnischen Grenze bei Görlitz gefunden. :)


    Schön hier jemanden aus der näheren Umgebung zu treffen!


    Liebe Grüße Enrico aus Gersdorf-Möhrsdorf

    Hallo Liebes Forum!


    Ich war in letzter zeit versucht den sächsischen Frühjahrspilzen etwas auf die Schliche zu kommen und konnte tatsächlich einige finden. Gerade mit den Frühjahrsascomyceten hat es ja Sachsen bekanntermaßen nicht unbedingt leicht da es hier bei uns in der Umgebung quietschsauer ist. Durch Recherche konnte ich dennoch eine Kalklinse am Östlichsten Rand ausmachen, welche ich schon seit geraumer Zeit und vorallem im Frühjahr regelmäßig auf Suche in der Hoffnung irgendwann mal eine Speisemorchel-Stelle zu finden. Diese konnte ich nicht entdecken aber Trotzdem war die Freude groß! Aber jetzt schaut selbst!


    Alles begann dieses Jahr schon am 21.03.2019 Ich fuhr meine Altbekannte Stelle der "Parkplatz-Verpeln" an und Tatsache es gab schon was zu finden!



    1. Verpa bohemica, Böhmische Verpel



    Außerdem konnte ich noch einen Pilz mit Hut und Stiel entdecken welcher meine Aufmerksamkeit erregte. Ein Rötling und das um die Jahreszeit! Nach vielem hin und her überlegen stellte ich den Fund bei Facebook ein und Karl W brachte mich auf den Richtigen Weg. Scheinbar hatte ich da was recht besonderes entdeckt! Dieser Rötling wächst nur in der kalten Jahreszeit von November bis März, hat auffällig starkes vakuoläres Pigment in der Huthaut und heterodiametrische Sporen. Und es stellte sich heraus dass es erst der Zweite Nachweis für Sachsen sein sollte!


    2. Entoloma undulatosporum, Welligsporiger Rötling



    Weiter ging es am 28.03.2019 da konnte ich auf einer kleinen Feierabendrunde diese hübsche Gruppe Tintlinge finden. leider fehlte mir die zeit sie unters Scharfe Glas zu legen.


    3. Coprinellus sp. Tintlinge



    Einen für mich besonderen Fund stellte dieser Porling an Weißtanne dar, da ich diesen noch nicht gefunden hatte. Leider war es schon ein Uropa.


    4. Ganoderma carnosum, Dunkler Lackporling oder Weißtannen-Lackporling




    Am 04.04.2019 sollte es mal in meine Frühjahrslorchel-Gründe gehen, da war es leider schon arg Trocken und ich machte mir keine großen Hoffnungen. Ich drehte eine etwa 2 Stunden lange Runde und hatte alle Hoffnungen schon begraben, als plötzlich da am Graben-Rand ne kleine Frühjahrslorchel stand ^^


    5. Gyromitra esculenta, Frühjahrslorchel



    Am 17.04.19 besuchte ich meine Kalklinse erneut und konnte mit erstaunen Feststellen dass die Fingerhut-Verpeln im Kommen waren. Noch waren sie aber ganz jung und streckten nur Ihr Köpfchen heraus.


    6. Verpa conica, Fingerhut-Verpel



    Am 30.04.19 machte ich mich erneut auf die Socken zur Kalkinsel, weil ich ja uuuunbedingt dieses Jahr noch Morcheln finden wollte. Und ich wurde Tatsächlich nicht enttäuscht!


    7. Morchella semilibera, Käppchen-Morchel




    Und den perfekten Abschluss meiner Frühjahrspilz-Exkursion machten heuer die erstem Maipilze, hier die gelbe Form ;)


    8. Gelber Maipilz, Calocybe gambosa var. flavida



    Hallo Leute!


    Tricholomopsis


    Vielen Dank für dein Statement. Interessant dass du auch schon mal vor dem Problem standest. Die Lösung des Problemes könnte Bibliothekar liefern. Ich bin gespannt was da drin steht. Klar ist derzeit das für mich nichts klar ist. Und ich sehe es Wie Christoph mit den 3 Möglichkeiten.


    Das mit den Windungen ist mir noch nicht aufgefallen, da ich bis Dato nur Laubwaldfunde kannte. Ich versuche den Fund zu herbarisieren. Leider ist er schon arg in Mitleidenschaft gezogen, mal schauen was noch zu retten ist.