Beiträge von Beorn

    Hallo, Stefan!


    Ach, du auch? Vielleicht sind wir uns sogar unbekannt über den Weg galufen. Mit einem Kumpel war ich auch heute am Hardtbach - es steht ja wirklich alles voll mit den Flatschmorcheln. Unglaublich...
    Die Morcheln brauchen noch Zeit, denke ich. Da hat sich erst so eine kleine Vorhut gezeigt bisher.



    LG, Pablo.

    Hallo, Murph!


    Also: Dieses Frühjahr; 2020, gell?
    So langsam wird's immer bunter und grüner im Wald - und es zeigen sich mehr und mehr Pilzchen. Hoffen wir mal, daß es nicht wieder zu trocken wird, und wir bald reichlich mehr zu sehen bekommen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Björn!


    Also ich sehe die Dendrohyphidien auf deinem Mikrobild von Peniophora lycii ganz gut - nur halt nicht in einem Stück. Der ganze kristalline krempel, der da rumliegt und beim beobachten stört, dürften zerbröselte Hyphidien sein. Sieht in meinen Präparaten von der Art auch immer so aus. :)



    LG; Pablo.

    Hallo, Gela!


    Hmmmm, Spitzmorcheln im Freiland!

    Die verstecken sich nach wie vor ziemlich erfolgreich vor mir. Ich finde immer nur die "normalen" Wabenköpfe oder RiMuMos. Sowas wie das hier wäre mal fantastisch.



    LG; Pablo.

    MoinMoin!


    Eine Rickenella (swartzii zB) dürfte das eher nicht sein, oder? Die Lamellen wirken dazu etwas zu dick, zu entfernt und die Fruchtkörper insgesamt zu blass?
    Andreas Idee könnte Sinn machen, aber Lichenomphalina umbillifera hatte ich erst einmal in der Hand - allerdings eben auch ein Fund von Holz, und man müsste ja auch Thalli in der Umgebung finden, denke ich?



    LG, Pablo.

    Ahoi, Thorben & Anderas!


    Aye, das war genau mein Problem in Sachen Rindenpilze und KOH20%: Bei so dünnen Fruchtkörpern entsteht bräunlicher Matsch, und die tatsächliche Reaktion ist nicht mehr beurteilbar.

    Andreas hat auch recht: Man müsste mehr von den Hyphen sehen und nach Schnallen gucken.
    Folgende Idee wäre jedenfalls bestenfalls grob geraten: >Phlebia subochracea<.

    Zystiden und Sporen würden jedenfalls dazu passen - was nicht viel heißen muss, Rindenpilze mit solchen Strukturen gibt es etliche. Makroskopisch wäre das wohl dann eine junge Kollektion, die noch recht blass in der Farbe und kaum warzig ist.



    LG; Pablo.

    Servus!


    Oh, an Lärchenzapfen. :thumbup:
    Die hatte ich bsiher nur an Detritus von Laubbäumen, habe aber auch nur wenig drauf geachtet. Fällt ja nicht so in mein Metier. Aber gut zu wissen, daß die das auch können.



    LG; Pablo.

    Servus!


    Ei, da sind sie ja. Beeindruckend, wirklich.
    Solche Massen von Clustern von Büscheln in ganzen Ansammlungen und Vielzahlen von Flatsch habe ich selbst noch nie gesehen. 8|

    Krass.

    Die Becherlinge von Stefan an dem Baumstamm, da würde ich sogar noch einen Schritt weiter gehen und vermuten, daß die sich mikroskopisch als Peziza varia agg. (Riesenbecherling) entpuppen würden. Zumindest alle Kollektionen hier aus der Umgebung mit dem Aussehen und der Wuchsweise waren immer Peziza varia agg. (Wobei ich es danach nicht weiter eingrenzen kann, auch mikroskopisch nicht). Substrate hatte ich da schon sehr verschiedene, meistens aber Rotbuche oder Pappel. Hier wäre es Ahorn, oder?



    LG, Pablo.

    Moin!


    Das Dunkle könnte schon ein abgestorbener Fruchtkörper eines resupinaten Porlings sein... Ist aber kaum einzuschätzen, ohne das selbst in der Hand zu haben.
    Der andere sieht witzig aus. Die Idee von Werner kann schon hinkommen, den (also Oxyporus ravidus, mit ausgeprägt pileater Wuchsweise) hatte ich nur einmal zugeschickt bekommen. Climycocystis borealis (Nerdischer Schwammporling) denke ich nicht, weil erstens Substrat und Ökologie nicht dazu passen, zweitens die Wuchsform, die faserige Kontextstruktur und die Struktur der Oberfläche da schon komisch wären. Müstte man wohl auch selbst in der Hand haben und wohl auch mal reinlinsen. Könnte theoretisch auch in Richtung Trametes gehen. Oder was Ausgefallenes, wie zB Spongipellis?



    LG; Pablo.

    Hallo, Jan!


    Ach, das ist ja interessant. :thumbup:

    An den hatte ich gar nicht gedacht, aber die Art hatte ich eben auch noch nie in der Hand. Müsste mikroskopisch aber sofort auffallen, weil zumindest die Sporen der beiden Arten (Buglossoporus quercinus und Spingipellis spumeus) sich ungefähr so ähnlich sehen wie ein Apfel einer Bohne. :gzwinkern:

    Bleibt aber in der Konsequenz dabei: Ein toller und bemerkenswerterr Fund!



    LG; Pablo.

    Bon Soir!


    Rotbraun / Organgebraun / Ocker wäre Radulomyces rickii:


    Aber achtung: ich bin mir eher nicht so sicher, ob 20% KOH wirklich so gut ist. Eventuell fallen damit Reaktionen auch mal anders / stärker aus, als mit 3-10% KOH, oder?
    Persönlich bin ich (bei Rindenpilzen) nur noch mit 3% oder 5% zugange. Eher deswegen, weil ich mit höheren Konzentrationen mehrfach das Problem hatte, daß sich gerade dünne, empfindliche Fruchtkörper einfach auflösen und die Reaktion gar nicht mehr beurteilbar ist.
    Daß es mit hoch konzentriertem KOH auch mal falsch-positive Reaktionen geben kann, habe ich selbst noch nicht so beobachtet, könnte aber passieren, glaube ich?



    LG; Pablo.

    Hallo, Thorben!


    Stypella "dubia" hatte ich mal:






    Wobei ich gar nicht weiß, ob die aktuell noch in die Gattung gehört.

    Wenn man regelmäßig Rindenpilze guckt, hat man ohnehin immer mal wieder Heterobasidiomyceten im Körbchen. Makroskopisch ist da manchmal nicht auszuschließen. macht aber auch nichts, ich versuche dann in der Regel schon, die irgendwie einzuordnen - passe aber beim Sammeln meistens auf, nichts mitzunehmen, was einen allzu gelatinösen Eindruck macht. :gzwinkern:



    LG, Pablo.

    Hallo, Frank!


    Aye. Da hatte ich gar nicht mehr dran gedacht - variiert freilich bei R. confluens ein wenig mit der Farbe der Fruchtkörper (die recht variabel ist), aber eine reaktion sollte es in jedem Fall geben.

    Hab mal die entsprechenden Bildchen noch raausgekramt, zum vergleich wie es ideal aussehen sollte.

    Radulomyces confluens:


    Hypochnicium bombycinum:



    LG; Pablo.

    Hej.


    Ich hab mal die Doku von Hypochnicium bombycinum oben vervollständigt. Die Kollektion da ist schon ungewöhnlich knubbelig, weil eben auch ganz frisch, jung und gut durchfeuchtet.
    Dokus zu Radulomyces confluens habe ich >hier< einige gespeichert.
    Ich finde die beiden nicht unbedingt immer einfach zu trennen, denke bei deinem Fund aber schon eher an den reibeisenpilz.



    LG; Pablo.

    Hallo, Thomas!


    Sagen wir's mal so: Myxos bilden keine Neuronen, also keinerlei Nervensystem, daß auch nur entfernt mit dem der Säugetiere vergleichbar ist. "Intelligenz" wird in dem Fall zu einem nicht mehr definierbaren Begriff, weil der halt durch unsere Form von neuronaler Tätigkeit belegt ist. Einen vergleich zu ziehen, wird dann extrem schwierig. Man könnte sich dem höchstens annähern und vermuten, daß die Form von rein biochemischer Reizübermittlung in einigen Konsequenzen ähnliche Resultate erzielt, wie das im Tierreich durch eletrische Reizübermittlung und zusätzlicher biochemischer Steuerung (Neurotransmitter) möglich ist.
    Bezogen also auf Myxos generell: Klar, die dürften schon alle ähnlich funktionieren. Auch draußen im Wald finden sie ihre Nahrung, finden auch von einem Pilz (Nahrungsquelle) weiter zum Nächsten.
    Ob du den Schleimpilz nun über einen wunderlich verkrusteten, liegenden Baumstamm schickst, an dem er den geeignetsten Weg zu frischen Fruchtkörpern von zB Phlebia radiata finden muss, oder ob der durch ein von Menschen gebasteltes Labyrinth zu seinen Nahrungsquellen finden soll, spielt für das Myxo - Plasmodium keine Rolle. Das Prinzip, nachdem sich die Zelle bewegt, ist das Gleiche.



    LG, Pablo.

    Hallo, Thorben!


    Diese Heterobasidiomyceten würden mich ja schon auch noch reizen. Leider muss ich mir hier und da Grenzen setzen, daß es nicht zu viel wird, aber irgendwann knöpfe ich mir die vielleicht doch noch verstärkt vor. :)
    Schön anzuschauen sind sie ja, und spannend eben auch.



    LG; Pablo.

    Hi.


    Eher nicht. Bei cyanophilen Sporen sollten die Sporenwände schon massiv den Farbstoff aufnehmen und dunkelblau werden.

    Sieht bei Hypochnicium bombycinum dann eher so aus:







    Also eher wie bei vielen operculaten Becherlingen, deren cyanophile Sporenwände (mitsamt Ornament) sich mit BWB eben so schön anfärben lassen.


    Kleine nachträgliche Idee: Die Fruchtkörper von Hypochnicium bombycinum sind normalerweise auch nicht warzig, höchstens wenn frisch und gut durchfeuchtet mal spärlich mit kleinen Knübbelchen ausgestattet.
    Makroskopisch würde das also bei dir auch eher zu Radulomyces confluens passen.
    Die Sporengrößen sind dagegen eher wenig hilfreich, bei H. bombycinum kommen auch mal Kollektionen mit kleineren Sporen (bis 10/11µm maximal) vor und bei R. confluens Kollektionen mit größeren Sporen (bis max. 11/12µm). Die Wände bei R. confluens können verdickt sein, aber bei H. bombycinum sind die Sporen eigentlich schon konstant erkennbar dickwandig.



    LG; Pablo.

    Hallo, Nosozia!


    Bestimungstechnisch wäre mein Gedankengang der Gleiche wie bei Werner.
    Was die Sporen dieser Trameten betrifft: Ich konnte es in der Tat bei Trametes versicolor und Trametes ochracea auch noch nicht nachvollziehen. Im Schnitt erscheinen mir die versicolor - Sporen schon oft geringfügig kleiner (und schmaler), aber es scheint doch einen größeren Überschneidungsbereich zu geben. Anders ausgedrückt: Die Sporen beider Arten scheinen variabler zu sein, als viele (auch sehr gute) Literaturquellen vermuten lassen. Momentan gehe ich bei der Bestimmung in dem Bereich primär nach makroskopischen merkmalen. Das kann - vor allem bei der Unterscheidung zwischen versicolor und ochracea - auch manchmal unbefriedigend sein, aber in den meisten Fällen klappt es schon auch so. Nur hat man dann mitunter ein Problem, wenn die Sporen halt in den Maßen nicht zu makroskopisch eindeutigen Kollektionen passen wollen.
    Mit Farbspektrum, Struktur des Hutfilzes und Wuchsform hat man makroskopisch zwar auch nur quantitative Merkmale, aber die fügen sich bei den meisten Kollektionen dann schon recht solide in ein Gesamtbild.



    LG; Pablo.

    Hi.


    Die Sporen von Gyromitra ancilis sind auch ornamentiert. Sehr fein zwar, aber immerhin bei vollreifen Sporen durchaus erkennbar:




    Wichtig sind - neben dem Substrat - wohl vor allem die Sporenanhängsel, die Struktur des Ornaments und die Sporengrößen. Für Letzteres ist es wohl nötig, wirklich reife Sporen aus einem Abwurf zu bekommen. Schupfnudel hat's ja oben verlinkt. :thumbup:



    LG; Pablo.

    Salut!


    Ich muss gestehen: Ich weiß es auch nicht. Heterobasidiomyceten bearbeite ich eher wenig, aus dem Kopf weiß ich jetzt nicht, ob man die zB an den Sporen untescheiden kann. Bei Exidiopsis grisea und Exidiopsis effusa geht es glaube ich jedenfalls nicht - da meine ich auch, daß "effusa" mittlerweile eher als Aggregat angesehen werden müsste.

    Die trenne ich von grisea momentan nur grob anhand von Substrat und Färbung (grisea bleigrau - stahlbläulich und effusa normalerweise mit rosa Farbschattierungen).
    Exidiopsis calcea ist vermutlich nur mikroskopisch auch schwer zu untescheiden, aber die würde sich auch frisch und durchfeuchtet nicht wachsartig anfühlen, sondern eher wie ein mehliger, trockener Belag. Die Haptik kann man über Bilder allerdings ja schlecht beurteilen. So vom Aussehen jetzt mit den größeren Bildern: Die Fruchtkörper scheinen auf jeden Fall eher dünn zu sein, aber ob sie sich nicht doch im Frischzustand schmierig / wachsartig angefühlt haben?



    LG; pablo.

    Hallo, Thorben!


    Ich denke, das sind eher Hyphidien als Zystiden. Wenn die Sporen überwiegend dünnwandig (bzw. Wände nur schwach verdickt) sind, dann sollte das Radulomyces confluens sein. Der geht hin und wieder auch an Nadelholz. Sollten sich die Sporen aber durchgehend als dickwandig erweisen (und dazu auch cyanophil), dann würde ich zu Hypochnicium bombycinum umschwenken. Wobei ich den noch nicht mit solchen Hyphidien gesehen habe, ausschließen würde ich es aber nicht, daß der das auch kann.



    LG, Pablo.