Beiträge von Beorn

    Hallo, Leute!


    Das müssen wir "Nico Kovac" mal erzählen, Franco. Nicht schlecht, eine gewisse Ähnlichkeit ist schon da.
    Das Crewmitglied mit der blauen Jacke (und einer gewissen Ählnichkeit zu Nico Kovac) ist leider nicht im Forum aktiv, sondern pflegt lieber seine Obstbäume.
    Jeder wie er mag, meine ich.
    Übrigens weit, weit westlich von Kovac beheimatet. :gzwinkern:


    Pilze...

    Ja, da kommt noch was. Ich will euch nicht beunruhigen, aber: Bei mir fahren noch einige unsortierte Bilder rum. Teils nerdig, aber nicht nur.

    Das dauert aber noch, bevor ich hier noch ein paar schicke Dokus zu teils nicht ganz alltäglichen Arten an die Wand kleben kann.
    Gebt mir und meinem Mikro mal noch etwas Zeit...


    Es werden auf jeden Fall auch wieder Schwarzwald - Pilze dabei sein, wie zB der schon gezeigte Tremiscus helvelloides = Fleischroter Gallertbecher:


    Aber auch solche, die zwar auch im Schwarzwald häufig sind, aber sonst auch vielerorts, wie Quallen am Stiel = Oudemansiella mucida:



    Blasser Koksflockenmilchling = Lactarius glyciosmus

    ...der toller riecht als er aussieht.


    Und Bärtige Ritterlinge = Tricholoma vaccinum:



    LG; Pablo.

    Hallo, Rudi!


    Es gibt da halt internationale Regeln für die Taxonomie, daß eben nicht nach Lust und Laune jeder irgendwas nach Belieben rumschieben kann. Selbst mit diesen Regeln wird noch zu viel verschoben und umkombiniert, was bisweilen gar nicht nötig wäre. Aber das ist ein anderes Problem.
    Ganz allgemein: Wenn man ein gültiges Taxon hat (egal ob Art- oder Varietätsrang), ist es eigenständig, und wandert nicht automatisch mit einem verbundenen Taxon in eine neue Gattung, wenn der übergeordnete Name umkombiniert wird. weil: Schon oft genug haben sich als Vareitäten beschriebene Pilze auch im verlaufe als eigene Arten entpuppt, die dann eventuell sogar in andere Gattungen gehörten.
    Darum muss eine Umkombination immer begründet werden, und um dann auch anerkannt zu werden, muss diese Begründung schriftlich als Veröffentlichung in einem anerkannten Fachorgan passieren.


    "Cyanoboletus pulverulentus var. mougeotii" scheint noch mal ein spezielles Problem zu sein: Das Taxon gibt's nämlich momentan weder in Mycobank noch in IndexFungorum.

    Was mich gerade schwer irritiert, weil ich mir fast sicher bin, das schon mal in den Datenbanken gesucht und auch gefunden zu haben. Nun ist es weg. Was nichts heißen muss: Die Datenbanken sind nicht unfehlbar. Muss mir aber trotzdem mal eine Notiz machen, da bei Gelegenheit auf Literatursuche zu gehen und das Taxon "wiederzufinden".



    LG; Pablo.

    Ahoi!


    Prima, das biette schon viel mehr Ansätze, um den näher einzugrenzen.
    Also mal ein Pilz mit rein weißem Fleisch und zwar unregelmäßigen, aber +/- ganzrandigen, recht groben Poren.

    Ich denke, daß ist eine Trametes - Art. Dazu passta cuh deine Beschreibung der Konsistenz. Allerdings besteht hier die Möglichkeit, daß der Fruchtkörper in einigen Punkten untypisch ausgebildet ist.

    Vom Aussehen her würde man zunächst an Trametes pubescens (Samtige Tramete) denken, aber da stimmen die groben Poren nicht. Solche Fruchtkörper sind schwierig zu bestimmen, es könnte auch eine blass geratene Schmetterlingstramete sein (extrem variable Art!), oder auch eine verkahlte / zu kahl geratene Striegelige (Trametes hirsuta), was höchstens noch mikroskopisch zu erkennen wäre (wobei das auch schwer ist, wenn Fruchtkörper zB steril). Das Substrat (verbautes Holz) spricht auch eher für Schmetterlingstramete als für die Samtige.


    Jedenfalls (und das ist wichtig): Von den Fruchtkörpern dieser Pilze geht keinerlei Gefahr für Kinder aus. Auch dann nicht, wenn sie die in den Mund nehmen. Denn wirklich zerbeißen kann man dieses zähe Gedöns nicht, und es ist auch roh ziemlich ungiftig (je nach Menge, aber 1 Kilo rohe Steinpilze auf einmal sind ja auch giftig).



    LG; Pablo.

    Hallo, Christoph!


    Diesen Kommentar mag ich am liebsten noch mal doppelt unterstreichen!

    Sporenabwürfe sind eine tolle Sache, aber man muss sie auch machen und beobachten. Und: Lamellenfarbe und Sporenpulverfarbe sind (oft) zwei verschiedene Dinge.



    LG; Pablo.

    Hallo, Beli!


    Ja, zweimal Zustimmung. :thumbup:
    Wenn ein Pilz wie Climacocystis borealis an so vergrabenem Holz Fruchtkörper bildet, sehen die anfangs oft erstmal komisch aus. Darum wohl hier die Ähnlichkeit mit einem Polsterpilz.
    Aber du hast es ja selbst schon richtig zugeordnet.



    LG; Pablo.

    Morgen!


    In der Tat, mit den Farben und dem Habitus ist das mal eine Kollektion, wo man sich über die UNterscheidung zum Lungenseitling (Pleurotus pulmonarius) keine Gedanken mehr machen muss.
    So kann nur Pleurotus ostreatus aussehen. :thumbup:



    LG; Pablo.

    Guten Morgen!


    Danke für die schicken Bilder an euch beide!

    Immer wieder ein vergnügen mit der Crew (auch wenn Alex gefehlt hat). Und speziellen dank an den Bergsteigermeister (Fredo, auf den Bildern oft fehlend) mit Muskelkater für die genialen T-Shirts.
    Da gings mir ebenso wie dir, Tuppie: Mir fiel erstmal das Gesicht runterr bei dem Aufdruck.


    Der Tannenstachelbart (Super aus der Distanz erkannt, Rotfüßchen!) hätte auch Fund des Tages sein können, den hatte ich noch nie vorher gesehen.
    Aber Kuhmaul war halt stärker vertreten und so dominant...


    Die vermeintlichen Riesenporlinge / Schwefelporlinge etc. waren dann auch ein typischer Schwarzwaldpilz. Also so eine Art, die ich bisher nur da gesehen habe und sonst nirgendwo.
    Spingipellis borealis ist nochmal was Anderes, Fredo. Gehört mittlerweile zu Climacodon und meint den >Nördlichen Stachelseitling<.


    Unser "Schwarzwaldpilz" wäre der Bergporling = Bondarzewia mesenterica:






    Insgesamt vier Exemplare, wenn ich mich richtig erinnere. Signifikant die groben Poren, die dicken, fleischigen Fruchtkörper, nicht schwärzend; und - wie sich das für einen zünftigen Täublingsverwandten gehört - mit rasant schwarfen Geschmack (Gell, Andy?).

    Häh? Täublingsverwand?
    So ist es, dieser Pilz gehört zu den Sprödblättlern. Interessant sind da die Sporen, die ebenso wie Täublingssporen ornamentiert sind und stark amyloid.

    Dazu ein Bild aus meinem Archiv:

    Ist jetzt kein Bild von den gestrigen Funden, die sind noch nicht unterm Mikro gelandet. Aber daß man mal eine Vorstellung hat, wie das aussieht.



    LG; Pablo.

    MoinMoin!


    Das sollte auch wirklich keine Kritik sein, Veronika, sondern einfach nur ein kleines "Update", was die Systematik betrifft.
    Bei "Kellerschwämmen" (Coniophora, Serpula usw.) sollte eigentlich schon lange bekannt sein, daß die nichts mit "Kammpilzen" zu tun haben, schon alleine wegen der unterschiedlichen Sporenpulverfarbe (Coniophora & co. bräunlich - Phlebia dagegen weiß).



    LG; Pablo.

    Hallo, Mischa!


    Da das Harz beim Trocknen ja nicht aus der Hutkurste verschwindet, klappt der Test normalerweise auch bei getrockneten Pilzen.

    Zur Verwendung von Ganoderma applanatum ist mir nichts bekannt, soweit ich weiß, gilt nur der Glänzende (Ganoderma lucidum) als Heilpilz, und auch da darf man skeptisch sein, ob das auch für europäische Kollektionen zutrifft, oder nur für asiatische. Pilze sind ja nach Kontinent mitunter auch verschieden, wass ihre Inhaltsstoffe betrifft.



    LG, Pablo.

    Hallo, Forum!


    Was als fremdländische Invasion geplant war, entwickelte sich dennoch ganz friedlich.

    Wobei geplant ist eigentlich auch falsch ausgedrückt. Nur: In den Tälern von Kurpfalz (Odenwald) und Pfalz (Pfälzer Wald) wird's jetzt auch weniger.
    Also in der Verzweiflung mal satt 100 km (Danke an den Fahrer!) hin und auch wieder zurück.
    Mal so gesagt: Arg viel besser siehts nicht aus im Nordschwarzwald. Es ist halt überall extrem trocken. Normalerweise hätte man vor Ort reichlicher finden können. Dann wäre man aber weniger gelaufen.
    Dennoch ging es für vier zufriedene Kurpfälzer Pilzler am Ende ganz gut aus, Pilze freundlich gestimmt, also zumindest die, die da waren, und das einzig stressige an dem Überfall war die Rückfahrt (aufgrund diverser Sperrungen...)

    Dank langer Laufstrecke (Muskelkater läuft, Fredo?) gab's einiges anzugucken (Schwarzwaldpilze!) und auch für den kulinarischen Aspekt ließ sich was zusammentragen.






    Was die da wohl machen?
    Muss man noch abwarten. Bilder sind noch in Arbeit, aber da tröpfelt noch was rein.
    Pilz des Tages war aber der häufigste:




    LG, Pablo.

    Hallo, Christoph!


    Das hatte sich überschnitten. Klar ist Flammulina die viel bessere Idee. :thumbup:

    Da ziehe ich den Xerula - Vorschlag unbedingt zurück, und schwenke auch um. Flammulina fennae hatte ich noch nie in der Hand, ein sehr schöner Fund.



    LG, Pablo.

    Hallo, Alis!


    Es werden so viele Gattungen neu beschrieben, und Arten transferiert: Da kann man doch unmöglich jede Änderung im Blick haben.

    Die Erklärung zum Sporenpulver ist schon so eine Mogelpakunng. "Mykologenrosa" ist halt ein Braun mit rosarötlichem Beiton, kann man auch "fleischbraun" nennen.



    LG; Pablo.

    Hi.


    genau, Schnittbild einmal senkrecht mittig durch.
    So wie hier beim Rotrandigen (Fomitopsis pinicola):



    LG, Pablo.

    Hi.


    ja nun, mal langsam.

    Erster schritt wäre mal: Wie sieht er von unten aus (Skala daneben legen, gerade Porengrößen sind wichtig)?
    Weil auch Gesichter erkennt man ja schlecht beim Blick auf den Hinterkopf. :gzwinkern:

    Dann wäre natürlich interessant, den Pilz am Substrat zu sehen. Und ein Shcnittbild ist nie verkehrt, wie bei allen Pilzen.
    Man kann bei Porlingen (wenn's denn einer ist) dann noch die KOH - reaktion testen, für Konsistenz udn Haptik braucht man schon wieder Erfahrungswerte, um das einordnen zu können, der Rest ist schon Mikroskopie.

    Aber bis zum Schnittbild kann man schon mal einiges machen, und nur damit schon einige Porlinge auch bestimmen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Giraldi!


    Nur die Hallimasch sind auch Hallimasch. Und zumindest teilweise eher der Gelbschuppige (Armillaria gallica) als der Honiggelbe (Amrillaria mellea).
    Der komische blasse Wurzelrübling (Gattung: Xerula) ist aber eben eine Xerula. Welche Art der Gattung da so aussehen kann, müsste ich jetzt nachgucken, aber vielleicht hat's ja jemand anderes im Ärmel?



    LG; Pablo.

    Hallo, Rotfüßchen!


    Nicht nur in diesem Jahr. Zwergformen von Macrolepiota procera s.l. sind mir schon immer mal wieder begegnet, aber ich habe keine Ahnung, ob es da noch eine weitere Art geben könnte.
    Wenn es eine Macrolepiota ist - also alle signifikanten merkmale dahin führen - dann wäre es für den Verzehr aber egal.



    LG, Pablo.

    Hi.


    Mal abgesehen von der Größe: Die Hutoberfläche erscheint mir hier glänzig, und ich könnte mir gut vorstellen, daß die sich sehr glatt anfühlt, beim Anfeuchten auch schmierig wird.
    Wenn das so ist, dann kann es unabhängig von der Größe keine der Arten mit faserfilzigem Hut mehr sein, sondern gehört eben zu "Volvopluteus", und das ist dann nur noch der Größste Scheidling.



    LG, Pablo.