Beiträge von Beorn

    Hi, Uwe & Andreas!


    Cortinarius infractus agg. habt ihr vergessen aufzuzählen. Den habt ihr da sicherlich auch gefunden. g:D

    Freilich habe ich schon auch so einiges eingesammelt in diesem Jahr - aber eben weniger und vor allem weniger schöne Kollektionen als die letzten beiden Jahre.

    Ist natürlich auch die Frage, ob man ausreichend gute "Phlegmacien - Hotspots" kennt , was natürlich bei einer Veranstaltung wie in Hornberg unbedingt der Fall ist.

    Aber dennoch: Starke Ausbeute. Wäre für mich aber voraussichtlich zu viel gewesen (erstens zeitlich, und zweitens zu viele neue Arten, um die einzelnen richtig kennen zu lernen). Gab's da denn kein Bodenfrost - Problem?



    LG; Pablo.

    MoinMoin!


    Oha, Frank! Sowas aber auch...

    Ist mir allerdings tatsächlich im September bei Cortinarius purpurascens begegnet und im Oktober ein paar Mal so bei Cortinarius infractus agg. :gzwinkern:

    Wenn wir schon diese Ausnahmen aufzählen, gehört auch Karls beneidenswerter >Schleiereulenwahnsinn< dazu.


    Deine sind nicht zufällig Cortinarius largus?


    Jedenfalls: Euch kann man ja nichts vormachen, Uwe & Stefan. :thumbup:

    Cortinarius citrinus war leider nicht mit drin, den fanden wir am selben Tag zwar auch, aber an einer anderen Stelle und nur in Form von zwei eher bemitleidenswerten fruchtkörpern.
    Das hier sind tatsächlich Cortinarius fulvocitrinus und Cortinarius splendens. Die Fruchtkörper beider Arten standen tatsächlich nur wenige Zentimeter voneinander entfernt, so daß ich erst dachte, es wäre eine Art.


    Ich habe mal die splendens - Fruchtkörper im Bild markiert, der Rest ist fulvocitrinus. Zwei Fruchtkörper sind durchgeschnitten, wobei jeweils nur eine Hälfte das Schnittbild zeigt.


    Dann nochmal daheim, da sieht man die Unterschiede tatsächlich noch deutlicher:


    Schöne Sache, die beiden mal so direkt vergleichen zu können.


    Bei der KOH Reaktion ist mir allerdings Folgendes aufgefallen:


    Der ockerbraune Farbstoff von fulvocitrinus scheint schon etwas anders zu reagieren, als der rein gelbe von splendens (der ja gar nicht reagiert).
    Ob sich daraus aber was ableiten lässt, dazu traue ich mir keine Aussage zu. Ist im Grunde auch nicht nötig, weil alleine die Farben von Lamellen, Stiel und Trama schon gut genug zur Unterscheidung taugen.



    LG; Pablo.

    MoinMoin!


    Genau, und die Unterschiede kommen dann dadurch, daß auch im Dörrex keine konstante Temperatur vorherrscht. Das variiert je nach dem, wie nahe die Fruchtkörper beieinander liegen.
    Ich kenne das bei Tompiffge aber auch, daß die bei einer paar Grad höheren Temperatur halt dunkel werden.
    Aber ich würde mal behaupten, daß das bei denen grundsätzlich nicht schlimm ist.



    Lg; Pablo.

    Servus!


    Oh nein, bitte kein Labor!

    Man muss sonst damit rechnen, daß man sonst in jeder der 24 Arten noch 24 weitere Arten findet, und wenn man die weiter untersucht, findet man in jeder Art wieder 24 weitere, bis man feststellt, daß Postia = Champignons sind - also jedes Mycel eine eigene Art darstellt...


    Ich sammle die schon hin und wieder noch ein, unterscheide aber letztlich nur auf Aggregatsebene (nach Konzeption in PFoE, die funktioniert in der Form tatsächlich einigermaßen).

    Allerdings den hier könnte ich damit nicht mehr wirklich einordnen, weil einerseits Sporenform und Substrat (ist eh nur Tendenz dann) nicht zusammen passen mit den deutlich blauenden und kaum bräunenden Fruchtkörpern.



    LG; Pablo.

    Hi.


    Wenn du mit Stereolupe arbeitest, kann man damit ganz gut nach dem Hymenium suchen (und auch zum präparieren eignet sich das ganz gut).

    Jedenfalls erkennt man mit einer guten Stereolupe manchmal durchaus schon, wo sich nur Hyphengedöns befindet, und wo Basidien mit ansitzenden Sporen die Oberfläche bilden (Zystiden dazwischen sind freilich auch manchmal erkennbar).

    In etlichen Fällen bringt's auch nicht viel (weil Sporen und Basidien zu klein), aber ein Versuch schadet nicht.



    Lg; pablo.

    Salve!


    Falls mit "Wohlrichender Gürtelfuß" Cortinarius torvus gemeint sein sollte: Der ist es nicht, den kann man hier ausschließen (Velum total anders strukturiert und viel ausgeprägter).

    Also - zu dem Fund weiß ich letztlich nur eins mit Sicherheit: Daß Uwe erheblich mehr Formenkenntnis in der Gattung hat als ich.
    Auch wenn das Dingens hier schon etwas anders aussieht, als die (wenigen) Kollektionen von variecolor / nemorensis, die ich bisher untersucht habe.



    LG; Pablo.

    MoinMoin!


    Wie lange lag der Fruchtkörper denn rum, bevor du den Lamellenansatz untersucht hast? Das sieht ziemlich so aus, als hätte sich das beim Antrocknen einfach vom Stiel gelöst, was zuvor dort mal anhaftend gewesen war.
    Bei einem Einzelfruchtkörper den Lamellenansatz zu beurteilen, kann aber ohnhin tricky sein. Mir sind auch schon einzelne Ritterlingsfruchtkörper mit "herablaufenden" Lamellen begegnet. :gzwinkern:

    Also... Ein Ritterling (Tricholoma) ist das hier in jedem Fall. Die Gruppe der Erditterlinge stimmt auch. Die zu beobachtenden Details sind jetzt Folgende: Bodenbeschaffenheit und mögliche Mykorrhizapartner am Fundort; Farbe des Basismycels; Geruch unverletzt und zerbröselt (unbedingt an frischem Fruchtkörper testen!); Geschmack (unbedingt an frischem Fruchtkörper testen!); Verfärbungsverhalten (idealerweise an altem, bereits im Feld verlottertem Fruchtkörper beobachten) über 1-2 Tage nach Fruchtkörperentnahme - das insbesondere an und in der Stielbasis, an den Huträndern und verletzten Stellen der Lamellen; ev. auch noch Velumanatomie (an jungem fruchtkörper mit noch geschlossenem Hut beobachten).

    Zusammen mit den schwarz fleckenden Lamellenschneiden könnte das für eine Bestimmung schon ausreichen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Martin!


    Die meisten Strukturen dürften von einigen anderen Pilzen / Nebenfruchtformen stammen, die den Fruchtkörpers des Krustis besideln.

    Insbesondere alle eher bräunlichen, dickwandigen Zellen und Konidien sind anamorphe Strukturen, vermutlich von irgendwelchen kernpilzen. Auch die stacheligen Sporen könnten Fremdsporen sein - müssen aber nicht.
    Wichtig wäre es bei diesem Fund, irgendwie ein Stückchen einigermaßen intaktes Hymenium zu finden. Also Basidien, idealerweise mit ansitzenden Sporen, um zu wissen, welcher Sporentyp tatsächlich zum Pilz gehört, denn solche Krusten sammeln haufenweise verschiedene Fremdsporen ein.

    Wenn das keine Sebacina ist (und die ist mit den gezeigten Schnallen und Hyphenstrukturen wirklich raus), dann wären die nächstliegenden Optionen zB bei Hypochnicium (s.l.), Trechispora oder Sistotrema zu finden. bei Hypochnicium und Trechispora gibt's sogar Arten mit stacheligen Sporen.
    Aber wie gesagt: Um den irgendwie einzuordnen, benötigt man eine mikroskopische Ansicht des hymeniums...



    Lg; pablo.

    Bon Soir!


    Man sollte dann aber ein "agg." dranhängen, weil das schon auch wieder so eine Gruppe von einigen, extrem ähnlichen Arten ist (da gehören auch zB Psilocybe bohemica und serbica dazu), die sich - wenn überhaupt - nur mikroskopisch trennen lassen. Was ich von denen aber (nicht ganz seltener Bewohner von Rindenmulch und Hundeklos im Rhein-Neckar-Raum) bisher unter den Linsen hatte mit dem Aussehen hat sich stets als Psilocybe cyanescens s.str. entpuppt.



    LG; Pablo.

    Servus!


    Im Grunde sind ja alle Pilze giftig, nich? :gzwinkern:

    So ein wenig muss man aber auch die Verhältnismäßigkeit im Hinterkopf haben.

    Oder anders ausgedrückt: Die meisten Pilze sind im verhältnis der toxisch wirkenden Menge erheblich weniger giftig als zB Salz, Grüne Bohnen oder Zucker.

    Was sich jetzt allerdings nicht auf die bekannt stark giftigen vertreter des Pilzreiches beziehen soll - da kann man dann allerhöchstens darauf hinweisen, daß hinsichtlich der Giftigkeit bei Pflanzen und Tieren wesentlich mehr bedrohlich giftige Arten bekannt sind.

    Weil aber nun mal über Pilze so dermaßen wenig bekannt ist (im vergleich zu Pflanzen und Tieren), ist eine gewisse Zurückhaltung bei Kostversuchen durchaus angebracht.

    Wenn hin und wieder hier und da mal ein Mensch ein paar Schleierritterlinge futtert, wird voraussichtlich herzlich wenig passieren - oder man bekommt es nicht mit.

    Wenn hingegen viele Menschen auf einmal einen "Grünlingshunger" auf Schleierritterlinge entwickeln, steigt die Wahrscheinlichkeit für dokumentierte schwere Vergiftungsfälle um potentiell einige hundert Prozent.

    N'est-ce pas?



    LG; Pablo.

    Servus!


    Auch wenn man 2021 wohl als äußerst schlechtes Phlegmacienjahr bezeichnen muss, findet man schon hier und da mal ein paar bunte Dingens an den bekannten Stellen.

    Manchmal sogar fast in Form brauchbarer Kollektionen. Aber Obacht: Ein Mycel bildet zwar gerne seine Fruchtkörper in einer bestimmten Anordnung (Kreise, Bögen, Linien, Fächer). Doch wenn man sowas in diesem Jahr findet (in dem Fall einen kleinen "Fruchtkörperbogen"), könnte unter Umständen was nicht stimmen, da eine Kollektion von mehr als drei Fruchtkörpern aus einem Phlegmacien - Mycel eine absolute Rarität zu sein scheint (mit wenigen Ausnahmen).


    Kommen wir zur Frage:
    Was stimmt hier nicht und was ist das?

    Bild kann man in neuem Tab öffnen und groß machen. Hilft aber vermutlich nicht viel.



    LG; Pablo.

    Hallo, Lukas!


    Ausgehend von den Farben im Schnitt ist das kein Phellinus (viel zu hell).

    Ich würde das für FomPini (Rotrandschwamm, Fomitopsis pinicola) halten. Der kann an jedem Holz fruchtkörper bilden, auch an Obstbäumen.



    LG; Pablo.

    Salve!


    An der Stielform alleine kann man da leider ebensowenig fest machen wie an der Stielfarbe (außen).

    Relevant sind tatsächlich nur die Huthaut und das Verfärbungsverhalten.

    Der Habitus spielt dann im Zusammenhang mit anderen Merkmalen (Gesamterscheinungsbild) eine Rolle. Tendenziell bildet X. cisalpinus schon etwas schmächtigere, dünnere Fruchtkörper als X. pruinatus. Aber da das von Fruchtkörper zu Fruchtkörper recht stark variiert, benötigt man schon Kollektionen von etlichen fruchtkörpern (aus einem Mycel!), um den Habitus wirklich bewerte zu können.



    Lg; Pablo.

    MoinMoin!


    Das ist in der Tat ein sehr schwer auffindbarer Pilz! :thumbup:

    Ob der tatsächlich selten ist - keine Ahnung. Das ist bei solchen kleinen, filigranen Pilzchen, die sich irgendwo im Detritus verbergen, immer schwer nachzuvollziehen. Weil gezielt sichen kann man die fast nicht. Man findet sowas, wenn man den Detritus am Waldboden generell nach Winzlingen durchkämmt. Oder wenn man sie zufällig direkt neben einem anderen Pilz findet, den man gerade beobachtet.


    Schöne Bilder kann ich davon wahrlich nicht bieten, aber immerhin einmal sind mir diese Pilzchen auch begegnet - als Zufallsfund beim Betrachten anderer Kleinigkeiten in der Laubstreu.



    ...und Collybia cirrhata ist ja schon ziemlich klein, zudem auch noch weißer damit auffälliger gefärbt und nicht so an die Umgebung angepasst.



    LG; Pablo.

    Good Morning!


    On the second collection there seems to be some kind of mould on the pores?

    Perhaps some Hypomyces chrysospermus agg., what makes identification eventually very difficult, because it changes lots of things like scent, blueing, context - colours...

    Also it is often impossible to get a sequence of mouldy mushrooms. g:(

    The spore sizes of those xerocomoid species are a problem, because the spore-length varies due to the age of the basidiocarps. young basidiocarps have shaorter spores than adult ones.

    But, I would agree: These might be two different species. And it is always better to document them seperated. :thumbup:



    LG; Pablo.

    MoinMoin!


    Der Gemeine Rotfuß (Xerocomellus chrysenteron) blaut eben nicht, oder nur ganz selten mal schwach an den Röhren bei Verletzung. :gzwinkern:

    Xerocomellus pruinatus blaut nur am und im Stiel, und das auch sehr langsam (5-10-15 Minuten).
    Deutlicher blauende FIlzröhrlinge sind aber oft auch Hortiboletus rubellus, Hortiboletus bubalinus, Xerocomellus cisalpinus, Xerocomellus ripariellus und ein paar weitere.


    Ich würde hier Kollektion #7 tendenziell auch für Bereifte Rotfüße (Xerocomellus pruinatus) halten - wobei ich davon ausgehe, daß bei der Aufnahme die Lichtverhältnisse reichlich gelb aus dem Hutfleisch verschluckt haben. Solche vereinzelten rötlichen fasern im Stielfleisch können unter bestimmten Bedingungen auch mal bei pruinatus auftreten.



    LG; Pablo.

    Moin, Wastl!


    Bei dem Träuschling ist die Farbe des Sporenpulvers (Abwurf anfertigen!) entscheidend und die Lamellenschneide (Lupe!).

    Einen Ring können sowohl aeruginosa als auch caerulea (Grünspanträuschling und Blaugrüner Träuschling) haben - oder nicht haben.

    Der Milchling sieht in der Tat sehr nach Lactarius blennius aus. :thumbup:

    Daedaleopsis confragosa ist ebenfalls richtig. :thumbup:

    Der Schleierling wird auch mit Mikroskopie unbestimmbar bleiben, denn die Fruchtkörper sind viel zu alt, um die relevanten Merkmale beobachten zu können.



    LG; Pablo.

    Moin, Stephan!


    Xerocomellus cisalpinus und Xerocomellus pruinatus sollten auch im Bäumchen ziemlich nahe zusammen stehen, die sind wirklich nahe verwand. Die haben ja tatsächlich auch beide gestreifte Sporen (ist aber in der Regel nur im REM erkennbar).

    Neben der Kontextfarbe (meistens durchgehend leuchtend gelb bei pruinatus, blasser und öfter mal mit rötlichen Fasern im Stielfleisch bei cisalpinus) ist die Geschwindigkeit des Blauens entscheidend (bei pruinatus eben erheblich langsamer, cisalpinus innerhalb von 1-3 Minuten) und auch wo die Fruchtkörper blauen. X. cisalpinus blaut eben auch (oft) im Hutfleisch und nahezu immer an den Röhren und Poren bei verletzung. X. pruinatus dagegen normalerweise nur im und außen am Stiel - wobei ich erst gestern auch einen ganz jungen pruinatus - Fruchtkörper in der Hand hatte, der auch an den Huträndern leicht blaute.


    "Xerocomus lanatus" kann man als Name in der Tat vergessen. Zu dem Taxon gibt es keinen Verwetbaren Beleg und die Originaldiagnose lässt eben nur erkennen, daß es ein Filzröhrling aus der Ziegenlippenverwandschaft ist. Ob "lanatus" nun aber zu ferrugineus (wird meistens so verstanden) oder zu subtomentosus oder zu silwoodensis gehört, lässt sich nicht mehr wirklich nachvollziehen.



    LG; Pablo.

    MoinMoin!


    Da ich Fruchtkörper von dieser Kollektion auch selbst in der Hand hatte, bin ich schon sicher, daß das Tricholoma imbricatum war. Zumindest "im weiteren Sinne".

    Ich bin mir selbst auch nicht sicher, ob alles, was unter dem Taxon geführt ist, auch eine +/- einheitliche Art darstellt.

    Die meisten "Tricholoma imbricatum", die ich finde, stammen aus der Viernheimer Heide, aber auch aus dem Pfälzer Wald, jeweils von sandigen, +/- sauren Böden bei Kiefern.

    Im Geschmack (Bitterkeit) sind die schon einigermaßen flexibel, teils schwankt das auch schon bei Fruchtkörpern innerhalb einer Kollektion (Fruchtkörper mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit vom selben Mycel).
    Aber ich hatte auch schon komische Kollektionen in der Hand, teils mit etwas anderem Aussehen und teils auch aus "unpassenden" Habitaten (zB auf basischen Mineralböden bei Fichte & Tanne). Da kann ich aber nicht sagen, wie sich die im Geschmack zu den typischen imbricatums verhalten.


    Grundsätzlich ist das aber wirklich wichtig: Diese Dinger sind schwer zu bestimmen (wobei Tricholoma vaccinum wohl eher ein geringes Problem in der Unterscheidung ist), zudem werden sie so selten gesammelt / verzehrt, daß es aus meiner sicht als fragwürdig angesehen werden muss, ob die tatsächlich unbedenklich sind, oder ob da auch irgendwas drin ist, was in irgendeiner Form Probleme verursachen kann. Zum Beispiel analog zu Grünlingen: In geringen Mengen und mit ausreichend Abstand zwischen den einzelnen Mahlzeiten unbedenklich, aber bei regelmäßigem Verzehr größerer Mengen problematisch bis lebensbedrohlich.

    Da sollte man auch Angaben aus gängiger Literatur kritisch bewerten, denn da bedeutet ein "ungenießbar" oft das Gleiche wie ein "unbekannt". Und "Speisewert unbekannt" bedeutet eben nichts anderes als "potentiell giftig".

    In geringen Mengen in diesem Fall wohl unproblematisch, aber man sollte wissen, was man tut. Bei Alex weiß ich, daß das ein umfassend recherchiertes und vergleichsweise sicheres Experiment ist - aber eben dennoch ein Experiment.


    Sollte man sich in der Bestimmung unsicher sein und / oder Bedenken haben bei Pilzen mit unbekanntem Speisewert / Giftigkeit, dann sollte man sowas allerdings besser unterlassen.



    Lg; Pablo.

    Salve!


    Genau, Lepista saeva und Lepista personata werden als Synonyme verstanden; Lepista panaeolus ist aber was Anderes.

    "personata" ist wohl der ältere Name und hat darum Priorität.

    Aber bei der Einordnung hier bin ich der gleichen Meinung, daß das ein Lilastiel ist. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Ahoi!


    Bei Röhrling #4 hättest du das Schnittbild vielleicht noch etwas länger beobachten müssen. Aber so ein leichter, violettgrauer Hauch deutet sich ja schon an, zusammen mit der Beschaffenheit der Stieloberfläche müsste der zu Leccinellum gehören, vermutlich dann Leccinellum lepidum (Steineichen - Raufuß) oder Lecinellum corsicum (Zistrosen - Raufuß).


    Röhrling #6 war doch nicht bitter, oder?
    Mir käme da noch Lanmaoa fragrans (Duftender Röhrling oder so) in den Sinn.


    Bei #9 kann ich mir so gar net recht einen Eichenmilchling vorstellen. Zumindest was ich bisher von Lactarius quietus gesehen habe (uund die Art ist hier ja durchaus häufig) ist der farblich, sowie vom Habitus und auch eben der Struktur der Hutoberfläche doch recht anders...
    Was das aber sein könnte, da habe ich keine Ahnung.



    LG; Pablo.