Beiträge von Wutzi

    Da bin ich wenigstens in guter Gesellschaft😩

    Hallo Pablo,

    ach wie schade, doch nix Aufregendes. Aber ich habe mein bestes gegeben ==Gnolm8. Hab vielen Dank für Deine ausführliche Begutachtung meines Fundes. Jetzt habe ich richtig was über die Variabilität und das Innenleben Grauer Wüstlinge Wulstlinge gelernt.

    Danke Pablo,

    Deine Anmerkung haben mich gestern noch einmal in den Wald getrieben und nach einigem Suchen habe ich den Pilz bzw. dessen Teile wiederentdeckt.

    Zum Geruch kann ich anmerken, dass er mittlerweile irgendwie brackig fischig riecht, jedenfalls unangenehm. Vielleicht der beginnende Zersetzungsprozess.

    Mikroskopisch fiel mir auf, dass die Sporen eher amyloid sind, aber ich habe damit nicht wirklich Erfahrung. Andreas schrieb, dass die bei denSchleimschirmlingen dextrinoid sein sollten.

    Die Sporen sind recht groß und haben teilweise einen großen Öltropfen - teilweise erscheinen sie ornamentiert, aber da beschreibt Andreas, dass sich der Öltropfen mitunter in viele Tröpfchen aufspaltet und das die ornamentale Optik ausmacht. Letzteres zumindest würde also passen. Aber das gilt wahrscheinlich für viele Pilze.

    Trocknen ließen sich die Hutreste nicht, die Maden waren schneller.

    Was hältst Du von den inneren Werten?










    HDS


    HDS


    Mit Melzers

    Hi wutzi.


    Der erste ist ein Körnchenschirmling.

    Cystodermella cinnabarina wäre einen Abgleich wert und könnte meiner Meinung nach passen. Kannst aber mal noch die Zystiden anschauen für die Abgrenzung zu Cystodermella granulosa. Glaub einer der beiden sollte es sein.

    Hallo Schupfi, danke, den Körnchenschirmling hatte ich nicht in Betracht gezogen, weil er viel größer war, als die Körnchenschirmlinge, die ich kenne. Aber wahrscheinlich ist er es wirklich.


    Hallo Wutzi,

    den granulosa, den Schupfnudel auch schon erwähnte, wäre auch mein erster Verdacht bei der Nr. 1.

    VG Björn

    Danke Björn, dann werde ich den mal so abspeichern.



    Salve!


    Der zweite könnte ganz gut ein Schleimschirmling sein, vielleicht eine der Arten aus der Gruppe um Limacella furnacea.
    Wie ein Wulstling im eigentlichen Sinne sieht das für mich nicht aus (wegen Struktur der Hutoberfläche und punktierter Stieloberfläche).



    LG, Pablo.


    Danke Pablo,

    das wäre ja ein richtig spannender Fund und ich Dämlack lasse ihn im Wald, weil ich annahm, dass es sich um eine alte, irgendwie abgefressene und gammelige Amanita handelt. Na hoffentlich finde ich den wieder. Vielleicht habe ich Glück, da stand nur dieser eine Pilz.

    Inzwischen habe ich mir die Beschreibung der Art von Andreas Gminder durchgelesen. Das kommt verdammt nahe an meinen Pilz heran.

    Hallo zusammen,


    eigentlich ist es zu trocken für Pilze, aber weil sich nachts viel Tau niederschlägt und der Tau an schattigen Stellen auch tagsüber nicht wegtrockner, treibt es doch ein paar Fruchtkörper an die Erdoberfläche. So zum Beispiel diese beiden, auf die ich mir entweder gar keinen Reim machen kann oder zumindest bei der Gattung feststecke.


    Nummer 1 ist dieser Schirmling.

    an Fichten am Rand einer Bergwiese 500m ü.NN

    Hutdurchmesser 6-7 cm Stielduchmesser 1,5 cm

    Geruch - kann ich nicht beschreiben, aber er riecht schon irgendwie

    Die Hutschuppen erscheinen unter der Stereolupe wie kleine spitze Makronentörtchen

    Hier die Fotos:










    Absolut seltsam ist dieser Pilz, den ich bei den Amaniten verorten würde. Am nächsten kommt ihm wohl der Panther, aber da stimmten weder Huthaut noch die fehlende abgestutzt Knolle und auch die schwarzen Pünktchen, die den Pilz überziehen machen mich ratlos. Die Amaniten-Sporen sollten ja eigentlich hell sein.


    ebenfalls unter Fichten 500 m ü. NN auf einem Weg im Gras

    Geruch nicht wahrnehmbar

    Hutdurchmesser 10 cm

    Stiel 2 cm, an der Basis 3 cm

    Die Hülleste an der Knolle waren sehr vergänglich und sind beim Ausgraben zerfallen; leider ist das Foto unscharf.

    An den Resten der vergänglichen Manschette sind keinerlei Riefen wahrnehmbar, Huthaut glatt und irgendwie, als wäre die Farbe abgeschliffen worden, mit etwas Phantasie sind so etwas wie Bergsteigersöckchen oberhalb der unterentwickelten Knolle wahrnehmbar. Ich wüsste gern, wofür Ihr den haltet und falls es ein Wulstling sein sollte: Was hat es mit den schwarzen Pünktchen auf sich?

    Danke schon einmal für Eure Unterstützung.





    Warum machen die nie, was sie sollen==Gnolm11

    😌das ist mir jetzt ein bisschen peinlich Josef, kommt aber sicher nicht wieder vor. Offenbar funktionieren meine Rätzelsynapsen anders als die der Rätzelprofis, und die mussten diesmal länger überlegen.

    Na die Lamellen dürften schon noch verraten ob sie hell bleiben oder dunkel werden bzw. sich sogar in Richtung Schokolade verfärben, wenn du ihn liegen lässt. Mir ist gerade ein ganz heller vergessener Champi-Hut im Kühlschrank sehr dunkel geworden, den ich eigentlich bestimmen wollte. Aber das hat sich jetzt erledigt.

    Hallo Rumpel, mit diesem Pilz würde ich aber von therapeutischen Selbstversuchen absehen. Ich bin immer noch nicht restlos von Deiner These überzeugt. Halte Dich am besten an Pilze in Tablettenform mit reproduzierbarem Wirkstoffgehalt. Wenn Du jetzt auch noch einen giftigen Pilz erwischt, macht das die Sache wirklich nicht besser. Und Du weißt ja, auch beiden heilenden Wirkstoffen: Die Dosis macht das Gift. Gute Besserung!

    .


    Bei den Fragen zur Sequenzierung hast Du ja selber schon die Antworten gegeben, was Schwierig an der Sache ist. Ich verstehe selbst nicht viel davon, vielleicht kann Uwe da noch ein wenig mehr dazu sagen, wie er in da vorgeht.

    Lieben Gruss, Harald Andres

    Hallo Andreas, danke für Deine Einschätzung. Dann kann man das wohl so zusammenfassen: Die Sequenzierung macht die Pilzbestimmung zwar nicht einfacher, aber sicherer.



    Ah ja, danke Uwe, jetzt hab ich erst einmal den phylogenetischen Baum gegoogelt. Gabs in meiner Schulzeit noch nicht. Da existiert ja offenbar schon eine ganze Menge Datenmaterial, das einen Abgleich erst möglich macht. Ich hatte so die Vorstellung, dass das erst zusammengetragen und sortiert werden muss.

    Ich wünsche Euch jedenfalls, dass Ihr einen Schleierling findet, der nicht beschrieben ist und weniger als 98% Übereistimmung hat und dem Ihr dann einen Namen geben dürft. Das habt Ihr Euch verdient.

    Ja 5 ist der Riesenporling, so ein Baby hatte ich gerade.

    Wenn 10- der Schwefelporling an Eiche wächst, schmeckt er nicht unbedingt nach leckerem Hühnchen, sondern eher nach Gerbstoff-Hühnchen. In dem Alter sowieso eher wie bitterer Gummiadler.

    Och Mensch Gnolmie,

    das tut mir jetzt sehr leid. Arme Tuppie! Nimm Tuppi-Mama in den Arm und drück Sie ganz fest.

    Tuppie soll sich keinen Druck machen. Nur schöne Dinge tun. In den Wald radeln, tief ausatmen, damit die Waldluft die Seele reparieren kann. Manche Dinge brauchen einfach nur Ruhe und Zeit.

    Ja, mit Pfifferlingen kann man das schon mal machen, Hauptsache man verwechselt sie nicht mit jungen Spitzbuckligen Rauköpfen, mit denen sie immer mal gerne zusammen wachsen.

    FG

    Oehrling

    Wohl wahr. Das wäre dann möglicherweise die letzte Verwechslung. Ich habe inzwischen gelernt, dass man alles mit allem verwechseln kann.

    Angesichts Oehlings schlagenden Argumenten nehme ich die Krause zurück. Kiefern scheinen da tatsächlich nicht zu sein. Nicht richtig aufgepasst, nur den Pilzkörper betrachtet.

    Hallo Jessi,

    öha, das ging ja gut aus, dein Experiment oder besser gesagt Selbstversuch mit den Pfifferlingen. Ich glaube, jetzt kennst du sie wirklich.

    Aber mach so was bloß nicht mit Lamellenpilzen...

    Besorgte Grüße

    Oehrling

    Ich hab auch einen Moment überlegt, wie ich das Pfifferlingsgericht bewerten soll. Dann habe ich noch einmal den Satz von Jessy gelesen: „Ich habe mich gut informiert über die Verwechslungsgefahr bei Pfifferlingen, wenn man darüber liest hat man schnell das Gefühl man kann sie kaum verwechseln, doch steht man dann im Wald siehts wieder anders aus...

    Ich denke, dass sie sich schon mit dem Pfifferling beschäftigt hat, bevor sie sie zubereitet hat. Sie hat ja sicherheitshalber noch andere Meinungen eingeholt.

    Aber die Warnung, das nicht bei anderen Pilzen zu wiederholen ist durchaus angebracht. Das kann nicht nur in die Hose gehen, sondern schwerwiegende und irreversible gesundheitlich Folgen haben.

    Ich seh da die Krause Glucke.die Breitblättrige schmeckt mir übrigens nicht so sehr gut wie die Krause. Ich liebe sie mit in Butter gedünsteten Zwiebeln, Pfeffer, Salz und fertig. Einfrieren verträgt sie nicht.

    Wie wär's mit einem Sammelthread über lustige/witzige/interessante Korbsortierer-Geschichten?

    Lustig und witzig ist in diesem Zusammenhang wenig. Das ist eigentlich meistens mehr zum "Hände über dem Kopf zusammenschlagen".


    Beste Grüße

    Harald

    Hallo Harald,

    wahrscheinlich ist das so. Ich erinnere mich vage an eine Geschichte, die Nobi berichtet hatte. Aber interessant ist das schon und sicher kann man einige Lehren aus den Berichten ziehen für den Umgang mit beratungsresistenten oder sonstwie komplizierten Zeitgenossen.

    Hallo Harald,

    ich habe irgendwann aufgehört zu zählen. So viele Schleierlinge, das ist schier unglaublich! Wenn ich mir Euer Gruppenfoto ansehe, sehe ich, wie viel Spaß Ihr mit den Pilzen hattet. Kin Wunder, denn wenn ich Dich richtig verstanden habe, sind das jetzt nur die, die Du nicht bereits ausführlich vorgestellt hattest. Immerhin von einem hatte ich schon gehört- von Uwe, der mir einen Fund als C. anomalus bestimmt hatte. Aber so schick mit roten Stielschüppchen war der nicht. Eher ein einfaches Modell. Der C. cinnabarinus ist der Hingucker schlechthin. So einen Pilz würde ich gern einmal sehen. In den habe ich mich spontan verguckt.

    Ich habe sehr großen Respekt davor, dass Ihr sogar den kleinen braunen Pilzen einen Namen geben könntet. Das ist wirklich erneut ein klasse Beitrag für Cortinarien-Fans. Ich danke Dir, dass Du auch die Beiträge der letzten Jahre verlinkt hast. So kann man das alles in Ruhe noch einmal nachlesen.


    Eine sehr laienhafte Frage habe ich zur Sequenzierung. Wenn Ihr ein Ergebnis habt, müsst ihr das ja einer Pilzart zuweisen. Das funktioniert doch nur, wenn die Art bereits sequenziert und irgendwo in einer Datenbank hinterlegt ist, richtig? Wenn ihr nicht Übereinstimmendes findet, hilft die Sequenzierug bei der Artbestimmung auch nicht hundertprozentig, oder? Es könnte ja sein, dass die Art zwar bekannt aber noch nicht sequenziert isr. Was tut man mit solchen Ergebnissen? Warten, bis andere, ähnliche Funde dieselben Sequenzierungsergebnisse produzieren und dann einen Namen dran schreiben?

    Hallo Wastl,

    wenn Du Dir den Hutrand der Pilze genau anschaust, siehst Du kleine braune Fasern am Hutrand. dieselben Fasern kannst Du am Stiel entdecken. Das sind die Reste der Cortina - also des Haarschleiers nebst brauner Sporen. Ein wichtiges Merkmal für die Gattung der Schleierlinge. Aber dann bei der Bestimmung der Art wird's dann richtig kompliziert. Glücklicherweise gibts hier Uwe und Andreas und ein paar andere Spezialisten, die meist weiterhelfen können.