Beiträge von Wutzi

    Daran kann man erkennen, dass auch der Aufwand bei deinen Fotos deutlich größer ist als bei meiner Knipse, Gerd. Merke: Können+ Erfahrung + gute Fotoausrüstung + hoher Aufwand = brillante Fotos. Handyknipse und nichts von alledem = meine Illustration dieses Threads. Deshalb hast du ja auch das schöne Anfängerbuch illustriert und nicht ich. Dieses Buch ist wirklich ein Muss für Einsteiger in die Welt der Pilze. Ich freue mich, dass ich dich und das Buch beim Wiesenpilzseminar kennengelernt habe.


    Hallo Matthias,

    mach dir mal keine unnötigen Gedanken. Die anderen PSV sind auch nicht immer erreichbar. Ich hatte letztens nachts halb drei einen Anruf. Das habe ich aber erst morgens bemerkt. Wenn's um eine Vergiftung ging, hat dann sicher jemand anderes geholfen.


    Nach meiner Erfahrung rufen die Ratsuchenden regelmäßig bei mehreren PSV an, um sich ein Bild zu machen. Wenn du da einmal nicht erreichbar bist, ist das nicht schlimm. Jeder Fall, in dem du einem einzelnen Betroffenen helfen kannst, ist ein Gewinn. Wenn du dich mit deinem Wissen und deiner Erfahrung listen lässt, ist das sehr sinnvoll.

    Die Anfragen sind im übrigen ganz unterschiedlich. Betroffene selbst, Krankenhäuser und die Giftnotrufzentralen kontaktieren dich.

    Ich hatte am ersten Tag des Wiesenpilzkurses einen Anruf aus der Münchener Giftnotrufzentrale (wie ich gerade anhand der Telefonnummer recherchiert habe), weil sich zwei Leute in Thüringen mit Pilzen vergiftet hatten. Sie hatten einen Pilznamen genannt, von dem vermutet wurde, es sei Thüringer Mundart. Im Grunde wollten die Münchner nur wissen, ob mir der Name geläufig ist. War er aber nicht, den anderen im. Kurs auch nicht. Vermutlich eine Erfindung.

    Hallo Tuppie, für mich war auch viel Neues dabei. Ich brauch eine Weile um das alles zu verarbeiten.


    Doch nun zum letzten Teil der Exkursion nach einer kleinen Verschnaufpause. Ich will den Bericht zu Ende bringen. Am Sonntag endete die Exkursion und auch die gute Zeit der Wiesenpilze. Die Temperaturen in der Nacht vom Sonnabend auf den Sonntag lagen bis zu vier Grad unter null. Dementsprechend hatten wir auf den Stützerbachwiesen bei unserer letzten Exkursion zwar Traumwetter und anfangs auch noch schöne gefrorene Pilze, die allerdings mit zunehmender Sonnenwärme weich wurden und hinüber waren.


    Hier ein paar Impressionen von den Stützerbachwiesen.











    Und eigentlich war der schöne Wiesenpilzkurs damit zu Ende. Aber eine Mini-Hardcore-Pilzgruppe gönnte sich noch eine Fortsetzung bei der Inspektion der Pilzwiesen in Katzhütte. Doch leider waren die allermeisten Wiesenpilze im Oberen Schwarzatal den Nachtfrösten zum Opfer gefallen. Auch am Nachmittag waren die Wiesen noch mit Raureif überzogen. Zumindest innerhalb des Ortes gab es aber noch einige wenige überlebende Pilze. Auch von diesem allerletzten Teil noch einige Eindrücke.









    Die letzten Bilder sind von den Randbereichen der Wiesen. Schade, jetzt ist die Pilzpracht wirklich erst einmal vorbei. Aber bekanntlich gibt es ja das ganze Jahr über Pilze zu entdecken und ein bisschen mehr Zeit zum Sortieren und Beschriften der Bilder ist auch nicht schlecht. Ich hatte viel Spaß bei diesem Wiesenpilzkurs und habe viel gelernt. Ich danke dem Kursleiter Felix Hampe und euch anderen, dass wir eine so produktive und harmonische gemeinsame Zeit haben konnten.


    Noch eine kleine Randnotiz nachträglich:

    Der verlorengegangene Hund begrüßte mich freudig vor der offenen Haustür. Wer kann da noch sauer sein?! Blöd nur, dass die kleine Katzhütter Exkursion deshalb so abrupt zu Ende gehen musste. Ich hab im Stress vergessen, den Katzhütte-Besuchern noch was zur Erinnerung mitzugeben. Tut mir leid! Dann eben das nächste Mal!

    Hallo Karl, für mich waren bis auf Geoglossum umbratile alle Erdzungen Erstfunde. Ich muss das alles erst einmal verarbeiten.


    Moin Claudia,

    zu deinem schönen Bericht kann ich auch noch etwas beisteuern.

    Puppenkernkeule, Cordyceps militaria

    Oh, mein Lieblingsfotograf! Du kannst Gedanken lesen. Dieses winzige, wunderschöne Pilzlein hast du so perfekt getroffen, dass ich zu Hause über das Foto berichtet habe. Jetzt können wir alle diesen kleinen Pilz genießen. Hab vielen Dank!

    Hallo Waldmeister, der Name Milder Milchling trifft aus meiner Sicht übrigens nicht zu. Ich finde ihn durchaus als scharf. Obwohl es natürlich auch noch viel schärfere Arten gibt.

    Hallo Tacitus, zu Röhrlingen, Polsterpilz und Porling hast du kompetente Auskunft bekommen.
    Bei Täublingen funktioniert das in der Regel nicht, wenn du nur ein Foto zeigst. Geschmack, Geruch und vor allem die Farbe des Sporenpulvers und Begleitbäume sind wichtig, machmal braucht man zusätzlich chemische Reaktionen und sogar mikroskopische Merkmale. Die Hutfarben variieren z.T. Stark innerhalb einer Art. Bei deinem Täubling sehe ich übrigens keinen Zinnobertäubling. Der hat ausnahmsweise eine sehr typische Farbe und einen Habitus, von dem dein Pilz abweicht.

    Hallo Timm, mir gehts wie Tuppie. Ich bekomme immer Kalender geschenkt und habe keinen Repräsentativen Platz. So hängen sie zu dritt an der Flurgarderobe. Das hätten deine Bilder nicht verdient. An deiner Stelle würde ich zwei Kalender draus machen, dann fällt die Wahl der Wahl nicht so schwer.

    Danke Karl, dann muss ich noch mal nacharbeiten😆. Entspann dich mal und leg das Pilzzeug jetzt in die Ecke, du musst ja gleich wieder los. Mein Ladekabel für den Computer hatte ich übrigens doch dabei😬. Beim Packen vorhin gefunden😢.

    Hallo Tuppie, dass die Zunge violettgrüne Farbtöne hat, ist bei Kunstlicht nicht erkennbar. Diese Zungen sind links auf Bild 17 die zweite Kollektion. Ich werde Mittwoch berichten. Heute ist übrigens Climbingfreak dazu gestoßen, um der Prüfung morgen beizuwohnen. Es ist ganz lustig, dass man immer mehr Forianer auch im rL kennenlernt.

    Nach der Frostnacht waren die Pilze vor Ort noch schick. Beim Nachmikroskopieren und untersuchen im Seminarraum hatten dann etliche auch Frostschäden. Wobei sich das bei den Keulen in Grenzen hielt. Die Saftlinge hatten wir auf der Wiese gelassen, da wir sie gestern bis auf den Rosenroten gesehen und bestimmt hatten. Ich schätze, nach der kommenden Frostnacht wird es größere Schäden geben.

    Die heutige Sonnabendexkursion nach Geraberg zur Rainwegwiese und der Schuchards-Wiese stand ganz unter dem Zeichen der Keulen und eines Rosenroten Saftlings. Hier gleich die Bilder:

    43. Porpolomopsis calyptriformis - Rosenroter Saftling. Da es ein Einzelexemplar war, blieb er stehen und es gibt leider kein Foto von unten. Wer hat sich nur wieder diesen Namen in schlau ausgedacht, und warum?


    44. Hygrocybe splendidissima - Prächtiger Saftling, älteres Modell


    45. jüngere Exemplare

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    46. geeister Parasol an Magerrasen


    47. Da die letzte Nacht frostig war, hatten viele Pilze Eiskrusten auf dem Hut. Die Menschen konnten sich besser gegen die Kälte schützen.


    48 Clavaria helvola


    49. Clavaria luteoalba


    50. Glutinoglossum glutinosum - Schleimige Schleimzunge==Gnolm8


    51. Das muss ganz was Besonderes gewesen sein, leider weiß ich nicht mehr was. Vielleicht Karl W - edit: Karl hat ihr nach dem Blick durchs Mikroskop den Namen Clavaria flavipes gegeben.


    52. An den Wiesenrändern bei Fichte gab’s auch Schleierlinge - Corinarius caninus


    53. und Schnecklinge: Hier der Fichtenschneckling - Hygrophorus picae


    54. von unten


    55. noch zwei Keulen: Clavaria acuta und Ramariopsis spec.


    56. Sonne zum Aufwärmen für Mensch, Tier und Pilz. Letzteren ist das nicht gut bekommen, wie der Folgetag zeigen wird.


    57. Pilzdreierlei: Clavulina cristata, Clavaria acuta, Cupophyllus virginieus an der Schnittstelle zwischen Wald und Wiese.


    58. Helvella elastica


    59. Clavaria fragilis


    60. Entoloma infula - Bischofsmützenglöckling


    61. Suchet und ihr findet garantiert irgendeine Wiesenkeule!


    62 eisiger Wiesenellerling


    63 Entoloma serrulatum extra für Tuppie


    64. Weil sie so prächtig sind, noch mal Prächtige Saftlinge

    Danke fürs Mitkommen, hilmgridd, Clavaria , Tuppie  Craterelle, Chorknabe. Danke für‘s Aufpassen, Tuppie. Das R und den Tintenfisch werde ich ändern, sobald ich den Beitrag editieren kann. Das geht gerade nicht😖. Wir tagen in einem großen Seminarraum im Hotel am Wald in Elgersburg, in dem wir uns nicht auf die Pelle rücken. Es sind auch alle geimpft, insofern passt das.


    In meiner Region ist auch mit Waldpilzen nichts los. Hier, nur 40 km entfernt, gibts aber noch Einiges. Für die Prüfung Sonntag wird’s reichen==Gnolm7.


    Tuppie, deinen Wunsch kann dir sicher Karl W erfüllen. Wir hatten mehrere Arten Erdzungen, u.A. und zur großen Freude Karls Trichoglossum walteri, eine sehr seltene Art mit langen Seten und 7 Septen - Zweitfund in Thüringen. Die affenscharfe war Trichoglossum tenebrosum - die „violettgrüne Nacktstielzunge“. Die hatte jemand aus der anderen Gruppe, daher gibts kein vor-Ort-Foto von uns.


    Der PSH liebt Parasole und alle anderen Arten Sandra, wenn was Leckeres drauf liegt.


    Die eine Gruppe Namenloser sind etwas sonderbare Nelkenschwindlinge. Die unbenannten Saftlinge sind H. chlorophana.


    Der Vortrag heute war zum in den Hut beißen. Ich habe lernen müssen, wogegen sich mein Hirn sperrt: Systematik der Keulchen. Neben Clavulina und Clavulinopsis, die ja als Keulen plausibel sind, zählen auch Hodophilus, Lamelloclavaria und Camarophyllopsis dazu. Obwohl sie Hut und Stiel haben.==Gnolm9==Gnolm6


    Ach so, auch den Blassrandigen Ellerling will ich euch nicht vorenthalten. Da bei ihm die Lamellen nicht herablaufen, würde ich nie auf die Gattung kommen und mich bei Tricholoma vermutlich tot suchen.

    41.


    Und zuletzt noch einen Vergessenen:

    42. Gliophorus irrigatus - Grauer Saftling.

    Und hier die Fortsetzung vom Handy aus.

    Heute waren wir bei den Wasserbüffeln in der Nähe von Gräfenroda. Es gab jede Menge Saftlinge und schicke Wiesenkorallen und für mich gab’s auch Perser (persönliche Erstfunde==Gnolm13)


    19. Gleich beim Aussteigen die ersten Erdzungen. Nur mit Insiderblick zu entdecken.


    20. Ein Blick auf die Wiesen


    21. ebenso


    22. Hygrocybe reidii - Honigsaftling, stellvertretend für viele andere kleine und mittelgroße Arten


    23. Hygrocybe punicea - Granatroter Saftling



    24. Clathrus archeri - Tintenfischpilz


    25. PSH hat Paukenschlegel entdeckt


    26. Ramariopsis robusta - Robuste Wiesenkoralle (Perser!)


    27. noch zu bestimmende Erdzungen


    28. UMO edit: sind profane Nelkenschwindlinge

    29. Tatortfoto


    30. Hygrocybe flavipes - Gelbfüßiger Saftling (Perser)


    31. Dermoloma


    32 Neohygrocybe ovina- Rötender Saftling


    33. PSH-Denkmal


    34. PSH-Reaktion auf Tintlinge


    35. Ratesaftling (Papagei)


    36. Meine Favoriten: Papageiensaftlinge Hygrocybe psittacina.


    37. Wiesenellerlinge wie aus dem Bilderbuch


    38. Fertig


    40. Bestimmungsarbeit im "Klassenzimmer"

    Fortsetzung in aller Kürze - hab mein Ladekabel vergessen:


    16 Die gesammelten Werke. Irre so viele Saftlingsarten! Einen Vortrag, der mir ein paar Dinge im Kopf klargerückt hat, gab’s auch.


    17 Die grünliche Erdstielzunge fand ich affenscharf. Noch nie davon gehört.


    18. Der PSH lauscht aufmerksam der Fundbesprechung