Beiträge von Wutzi

    Moin,

    das geht ausschließlich in Richtung grottenschlechtes Foto, mit dem beim besten Willen keine Artbestimmung möglich ist. Warum tust du dir und uns solche Fotos an?

    Wenn das ein Pilzrätsel wäre würde ich übrigens die Bewimperung für Lamellen halten, die unter dem hochgekrempelten Hutrand hervorschauen.

    Moin Corne, da gibt es tatsächlich noch Leute, die zum Pilze sammeln in den Wald gehen. Was für eine Verschwendung!

    Moin,

    den Hallimasch vertragen wir gut und ich kann ihn gut durchgegart (- also ab dem Zeitpunkt, wenn die Pilze gut kochen, 20 Min.), wärmstens empfehlen. Das Kochwasser ist dann ebenso ungiftig wie die Pilze, da es dem hitzeinstabilen Gift egal ist, ob es im Pilz oder in der Brühe „entgiftet“ worden ist. Ich gieße es weg, weil damit auch der Schleim weg ist. Wenn die Pilze geschmort werden, verzichte ich aufs Kochen bzw. Blanchieren. Ich gare sie so lange, bis der Schleim weg ist. Sie schmecken kräftig aromatisch.


    Wichtig: Gerade beim Hallimasch sollten wirklich nur kleine Portionen verzehrt werden. Zu große Mengen können tatsächlich den Magen-Darm-Trakt überfordern. Alle Pilze enthalten Chitin, vielleicht hat der Hallimasch ja mehr davon als andere Arten. Das Chitin ist der Stoff aus dem Käfer gemacht sind und das ist für uns unverdaulich. Zu viel davon dürfte also zum Problem werden.


    Kabeloma, Pilzarten wie Hallimasch und Violette Rötelritterlinge sind sehr gut zur Konservierung geeignet. Sie haben eine relativ feste Konsistenz, während Röhrlinge mit ihren Schwämmen dann weich und schwammig werden.


    Edit: mir fällt ein, dass ich Hallimasch grundsätzlich nur verwende, wenn er jung ist, heißt, die Lamellen noch cremefarben sind. Möglicherweise führen ältere Fruchtkörper eher zu Problemen. Manche Pilzsammler tun sich auch alte Pilze an, deren Verträglichkeit mit Sicherheit mindestens fragwürdig ist.

    Ich habe ziemlich viel Arbeit und auch etwas Geld investiert, um die Pilze des Hauses zu verweisen

    Moin Suku, den Hausschwamm mussten wir auch mit Teilabriss u.a. Maßnahmen verbannen. Trotzdem hätte ich nichts gegen eine XXL-Dämmung aus Zunderschwamm ==Gnolm13 .


    Bei den deutschen Bauämtern und -Vorschriften sehe ich schwarz für eine Serienproduktion :giggle:

    Stimmt Kabeloma, dazu kommen noch die Styroporhersteller und ihre Lobbyisten. Da muss der Zunderschwamm dicke Bretter bohren. Aber da der auch ganze Baumstämme zerlegt, trau ich ihm das zu. Er braucht nur ein bisschen Zeit. ==Gnolm8

    Danke für eure Expertise.

    Heute habe ich den Fundort erkundet. Sie stehen auf dem örtliche Kompostplatz in Massen auf Holz- und Laubresten und anderem undefinierbarem Substrat. Brennnesseln und Windenstiele überwucherten die Hüte, teilweise sind sie so groß wie Klodeckel. Der Geruch der älteren Pilze war ausgesprochen unangenehm chemisch. Die jungen Pilze rochen ganz angenehm, aber den in der Literatur beschriebenen Rettichgeruch konnte ich nicht feststellen. Auch nicht die Verfärbung der Huthaut nach olivbraun mit KOH.

    Jedenfalls passt der Standort perfekt zum Riesenträuschling. Der große Zersetzer findet da jede Menge Nahrung.


    Ich habe auch die Sporen gemessen. Auch sie liegen im Normbereich des Gelben Riesenträuschlings. Dann kann ich an den Namen also einen Haken machen.


    Interessant ist, dass der Pilz zu DDR-Zeiten als Zuchtpilz gehandelt wurde, obwohl er auf der Liste der uneinheitlich bewerteten Pilze der DGfM zu finden ist, da er ab und zu gastrointestinale Beschwerden verursacht.

    Außerdem wird er wohl als Sammler von Umweltgiften bei der Dekontamination von Böden verwendet, da er diese im Fruchtkörper ansammelt. Alles in allem ein schöner Pilz, der meiner Meinung nach zwar imposant, aber kulinarisch nicht zu verwerten ist.



    Hier ein paar Standortfotos






    Foto der Sporen

    Hallo zusammen,

    als ich von meiner Hunderunde zurück kam, lag ein Ratepilz bei mir auf dem Fensterbrett, zusammen mit einem Zettel und einer Telefonnummer drauf. Unter der Nummer war erst einmal niemand erreichbar.

    Zunächst dachte ich an einen seltsamen Reifpilz. Inzwischen tendiere ich zur ockergelben Variation des Riesenträuschlings.

    Der Pilz riecht unauffällig und schmeckt mild und hat kapitale Ausmaße, die einem dicken Boleten um nichts nachstehen.


    Die verbeulte Hutoberfläche spricht eher gegen die Stropharia. Allerdings passen der wattige Ring, der oben gerieft ist, die sich zunehmend dunkel mit Violettstich verfärbenden Lamellen und der Stiel.


    Sporenabwurf ist in Arbeit.


    Was haltet ihr von dem Dicken?







    Danke fürs Überlegen.

    dieses Krabbeltier habe ich heute zum ersten Mal gesehen. Laut Google eine amerikanische Kiefernwanze.

    Hallo Dodo, die Krabbeltiere scheinen sich ziemlich auszubreiten. Ich habe jetzt fast täglich ein , zwei Exemplare im Haus und muss sie raus bringen.

    Moin, Lieblingspilze gibt‘s gerade viele. Wenn ich mich entscheiden muss, wähle ich diesen Glänzenden Orangesaftling - Hygrocybe aurantiosplendens unter dem Motto: Das Alter hat auch noch schöne Tage . ==Gnolm7


    Unsere Haustiere mögen den Regen mindestens so sehr wie wir. Hat jemand eine Idee, wie man die zähmt?Sie wollen nie gemeinsam auf ein Foto.






    Danke Wolfgang für deine Einschätzung.

    Darf ich dir die mit zu der H. fornicatus legen, damit du mal drauf schauen kannst. Ich bin damit überfordert. Die Hygrocybe fornicatus ist inzwischen getrocknet. Ich kann sie dir schicken, sobald du mir deine Adresse aufschreibst.

    Hallo Claudia,


    Elemente bis 600 µm gehören im Boertman-Schlüssel aber noch klar zu den langzelligen Lamellentramen. Von daher sind meiner Meinung nach H. chlorophana und H. glutinipes noch im Rennen.


    Björn

    Also Björn, danke fürs drauf gucken. Ich hab gegrübelt, wo der Fehler liegt. Eine Null zuviel hab ich aufgeschrieben. Statt der 60 stand da 600. ich habs korrigiert. Damit passen glutinipes und chlorophana wohl nicht mehr.

    Genial Björn, was Dir alles vor die Linse gekommen ist. Dass es solche Kaktuskeulenmonster gibt, wusste ich bis eben nicht. Sehr schickes Stachelfell.

    Verrätst du mir, wie du an die Sporen vom Cyathus gekommen bist?

    Moin, vielleicht hat ja jemand von euch eine Idee zu diesem Pilz?


    Die mittelgroßen Hygrocyben wachsen auf einer Magerwiese ca. 400 m über nn. Saurer Boden. Der Hut hat bis ca. 4 cm Durchmesser. Die Hutoberfläche ist schleimig, Stiel nur feucht. Der Hut trocknet auch aufbewahrt im Kühlschrank in der Dose nicht ab, bleibt also schleimig. Ansonsten bitte Fotos vergleichen.


    Die Sporen haben 4 Sterigmien, gelegentlich auch mal nur 2; Lamellentrama bis maximal 600, edit: 60 also relativ kurze, wurstförmige Zellen.

    Für H. insipida sind die Sporen zu klein, für H. glutinipes und chorophana fm. aurantiaca passen Form und Lamellentrama-Länge nicht.

    Und dann gehen mir die Ideen aus, womit ich noch vergleichen könnte.

    L

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    3. Sporen


    4. Lamellentrama, Basidien


    5. HDS mit Schnallen


    6. HDS schleimig


    7. Basidien



    Danke fürs drauf schauen.

    Moin Björn, eine schöne Fotostrecke! Ist dir aufgefallen, dass eine Spore der Tranzschalia zu einem Pilz mit Hut und Stiel mutiert ist? Der Prunus setzt sich zur Wehr! Immerhin ein Anfang.

    Jeden Tag finde ich neue Fruchtkörper auf der Wiese, manchmal neue Arten. Heute etliche kleine Kollektionen brauner Entolomas und viele Saftlinge. Der Nitratsaftling ist an vielen Stellen zu finden. Er hat auch ein gutes Jahr. Andere Arten sind in den letzten beiden Tagen vergangen. Den Wiesenkeulen war es wohl zu warm, obwohl die Wiese die meiste Zeit im Schatten liegt.

    So sieht die Wiese mittags aus:

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    Die Jungfernellerlinge schließen sich zu Hexenringen zusammen.

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    Gelbe Winzlinge, wahrscheinlich H. ceracea.

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    Und immer mehr dieser seltsamen gelbroten Saftlinge, die zu keiner Art passen wollen.

    Hygrocybe spec.

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    Diese Pilze wachsen munter mit anderen Arten durcheinander. Hier mit H. punicea, die in diesem Jahr unterdurchschnittlich klein ausfallen, dafür aber sehr zahlreich sind.

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    Hygrocybe punicea

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