Moin,
den Hallimasch vertragen wir gut und ich kann ihn gut durchgegart (- also ab dem Zeitpunkt, wenn die Pilze gut kochen, 20 Min.), wärmstens empfehlen. Das Kochwasser ist dann ebenso ungiftig wie die Pilze, da es dem hitzeinstabilen Gift egal ist, ob es im Pilz oder in der Brühe „entgiftet“ worden ist. Ich gieße es weg, weil damit auch der Schleim weg ist. Wenn die Pilze geschmort werden, verzichte ich aufs Kochen bzw. Blanchieren. Ich gare sie so lange, bis der Schleim weg ist. Sie schmecken kräftig aromatisch.
Wichtig: Gerade beim Hallimasch sollten wirklich nur kleine Portionen verzehrt werden. Zu große Mengen können tatsächlich den Magen-Darm-Trakt überfordern. Alle Pilze enthalten Chitin, vielleicht hat der Hallimasch ja mehr davon als andere Arten. Das Chitin ist der Stoff aus dem Käfer gemacht sind und das ist für uns unverdaulich. Zu viel davon dürfte also zum Problem werden.
Kabeloma, Pilzarten wie Hallimasch und Violette Rötelritterlinge sind sehr gut zur Konservierung geeignet. Sie haben eine relativ feste Konsistenz, während Röhrlinge mit ihren Schwämmen dann weich und schwammig werden.
Edit: mir fällt ein, dass ich Hallimasch grundsätzlich nur verwende, wenn er jung ist, heißt, die Lamellen noch cremefarben sind. Möglicherweise führen ältere Fruchtkörper eher zu Problemen. Manche Pilzsammler tun sich auch alte Pilze an, deren Verträglichkeit mit Sicherheit mindestens fragwürdig ist.