Beiträge von Grüni/Kagi

    ...meine auch schon lange nicht mehr. Übrigens ist in den letzten Jahren die Pilz-Artenvielfalt in meinem Garten leider generell stark zurückgegangen. Ich hatte früher Rötlinge, Milchlinge, Netzhexen, rötliche Lackis, violette Rötelritterlinge, besagte schwärzende Saftlinge, Risspilze, Kartoffelboviste, Herbstlorcheln, Papageien, und, und, und...

    Woran es liegt, weiß ich nicht. Es hat sich nur geändert, daß drei Fichten jetzt weg sind (durch einen Sturm), aber von den genannten Arten haben ja viele garnix mit Fichten zu tun. Nur die Fransigen Wulstlinge kommen zuverlässig jedes Jahr wieder. Von den anderen kommen manche garnicht mehr, manche noch ab und zu. ==14

    Vielleicht ist es das Mikroklima?! Weniger Schatten, Luftfeuchteveränderung usw.

    Geht ein Baum, geht auch gerne mal ein Pilz mit. Das habe ich leider sehr oft schon beobachtet.

    Ja, Mausmann, darauf tippe ich auch. Das Microklima des Gartens hat sich durch den Wegfall der vom Sturm gefällten Bäume garantiert insgesamt verändert, und das nicht nur für die Arten, die an den Fichten direkt "hingen".

    Hallo liebe Pilzfans,


    kaum hatte ich einige meiner Grundschüler aufgrund von Funden auf dem Schulgelände (Karbol-Egerlinge) zum Thema Pilze sensibilisiert, ihnen Ängste genommen und Vorurteile entkräftet (darüber werde ich vllt. nochmal genauer berichten...die Vorurteile oder Fehlinformationen sind auf Seiten des Kollegiums fast genauso groß), meldeten sie mir ganz eifrig auch gleich mehrere Funde auf dem Schulgelände.

    Einer davon waren diese schönen auffälligen Gesellen, die ich als Hygrocybe spadicea bestimmt habe.

    (Einen einheitlichen deutschen Namen fand ich nicht; am plausibelsten erschien mir "Braun-Gelber Saftling". Parey nennt ihn Schwarzgelber Saftling, und im Laux und im Gerhardt ist er gar nicht drin.)

    Liege ich richtig, was meint ihr?


    Pilzbeschreibung (Fruchtkörper)

    WUCHSORT: Wiese auf Schulgelände

    WUCHSFORM: Lockere Grüppchen

    WUCHSZEIT: September

    SUBSTRAT: Wiese/Boden

    HUTFORM (Dm, BESCHAFFENHEIT): Dm 2-4cm, stumpfkegelig bis kegelig, Huthaut seidig-radialfaserig

    HUTFARBE: Kastanienbraun bis dunkelbraun

    STIEL (LÄNGE, BESCHAFFENHEIT): Länge 4-8cm, Dm 4-6mm, zylindrisch, extrem faserig, hohl

    STIELFARBE: Leuchtendgelb, wird bei Druck außen leicht bräunlich

    STIELBASIS: Nicht verdickt, nicht verfärbt

    BESCHAFFENHEIT DER FRUCHTSCHICHT: Dotter- bis leuchtendgelbe Lamellen, gebogt, untermischt, frei, entfernt bis mittel-entfernt stehend

    ANSCHNITT: Stiel und Lamellen sind und bleiben gelb, praktisch kein Hutfleisch vorhanden, nur eine dünne braune Schicht

    VERFÄRBUNG: Stiel verfärbt nach Druck oder Reiben leicht bräunlich

    SPORENPULVER: Weißlich

    GERUCH: Kein besonderer Geruch wahrzunehmen

    GESCHMACK: nicht probiert


    Hier folgen nun einige Fotos:


    1.: Am Fundort. Es wurden schon viele FK der Gruppe ausgerissen, zertrampelt und umgestossen.


    2.: Die braune, seidig-radialfaserige Hutoberfläche ist gut zu erkennen. Bei älteren Expl. erinnert sie fast an einen Risspilz.


    3.: Am Fundort: So und schlimmer malträtiert fand ich die armen Pilzchen vor. "Pilze=giftig=zerstören" geistert in den Köpfen der Kinder herum. Auf dem Teer des Schulhofs lagen weitere - gerade die größten - FK, fast unkenntlich zu Matsch zertreten.


    4.: Wunderschön dottergelbe Lamellen.


    5.: Der extrem faserige Stiel wurde durch das Anfassen außen bräunlich.


    6.: Seitenansicht


    7.: Nahansicht des Hutes, leider teilw. unscharf


    8.: Der faserige Stiel stand so unter Spannung, daß er nach Ablösen X-förmig auseinandersprang.


    9.: Sporenpulver


    Ich hoffe, ihr geht mit meiner Bestimmung mit, oder hat jemand noch eine bessere Idee?

    Ich möchte den Kindern, aber auch den Kolleg/innen gerne eine "abgesicherte" Bestimmung an die Hand geben, und weiter mykologisch auf sie einwirken...

    ==Lehrer

    (das heißt, belehren und schlauschwätzen... :gzwinkern: )

    ...meine auch schon lange nicht mehr. Übrigens ist in den letzten Jahren die Pilz-Artenvielfalt in meinem Garten leider generell stark zurückgegangen. Ich hatte früher Rötlinge, Milchlinge, Netzhexen, rötliche Lackis, violette Rötelritterlinge, besagte schwärzende Saftlinge, Risspilze, Kartoffelboviste, Herbstlorcheln, Papageien, und, und, und...

    Woran es liegt, weiß ich nicht. Es hat sich nur geändert, daß drei Fichten jetzt weg sind (durch einen Sturm), aber von den genannten Arten haben ja viele garnix mit Fichten zu tun. Nur die Fransigen Wulstlinge kommen zuverlässig jedes Jahr wieder. Von den anderen kommen manche garnicht mehr, manche noch ab und zu. ==14

    Wunderschön, danke fürs Zeigen!

    Wo ist das denn aufgenommen? Sieht so ähnlich aus, wie da, wo ich im Urlaub war. Aber solche ähnlichen Küsten gibt es sicherlich die ganze Ostseeküste entlang...

    Hallo Benjamin,

    gute Idee! Könntest du diesen Text von deinem Screenshot bitte mal zum Kopieren als Text hier einfügen, damit man ihn nicht abtippen muß? Ich würde dann auch mal ein paar Anfragen stellen und immer Feedback geben.

    Hallo Dodo,

    ich freue mich auf jeden Fall auf das Treffen mit euch allen! Auch wenn's nicht so viele Pilze geben sollte, ich lerne bei jedem Treffen was dazu!

    Deine Fundstrecke sah doch schon gar nicht so schlecht aus.

    Mach dir nicht so viele Sorgen...du bist doch nicht für Wetter oder Pilzwachstum verantwortlich!

    Wir alle schätzen dein tolles Organisationstalent und deine Arbeit und danken dir für die Riesenmühe, die du dir immer gibst!

    Achso, und ich esse auch Fleisch. 🥓🥩🍗🍖

    Das klingt super, Eddie. Bin gespannt auf deine Funde und Dokumentationen!

    Übrigens, Grüni/Kagi ist nur eine Person! :gzwinkern: Der Name kommt daher, daß ich vorher mal einen anderen Forumsnick hatte und die Abkürzung davon noch beibehalten habe.

    Danke euch - ja, den meisten hier macht der natürlich keine Schwierigkeiten, aber in Puncto Röhrlinge bin ich immer noch am Anfang. :gkopfkratz: Ich kann mir die verschiedenen Schnittverfärbungen und typischen Hut- und Stieleigenschaften und -Farben einfach nicht merken... ==Gnolm9 ==Gnolm4

    Ja, ich hab grösstes Verständnis. Das geht mir manchmal auch so. Ich wollte mit meinen Worten nur sagen, dass du in diesem Fall nicht unbedingt die Meinungen der grossen Röhrlingsexperten abwarten musst. War etwas ungeschickt formuliert. Ich wollte keinesfalls damit audrücken, dass man das einach wissen müsse!

    Hallo Andreas, alles gut, das habe ich auch nicht so aufgefasst! Deine Formulierung war völlig in Ordnung. 🤗

    Hallo Grüni/Kagi,

    es kommt ja noch dazu das viele Röhrlinge sehr variabel mit Hutfarben und den Stieloberflächen sein können. Da kann man über Jahre durch Pilzforen durchaus das eigene Wissen steigern und auch von Gattungsspezialisten kann man da durchaus Kenntnisse erwerben,

    vliele Grüsse

    Matthias

    Genau so ist es, Matthias! Ich habe hier im Forum fast alles gelernt, was ich über Pilze weiß...dazu kommen natürlich einige Bücher und echte Menschen, die mir bei Pilztreffen geduldig Dinge erklären!

    Hallo ihr Lieben,


    auf einem spontanen Spaziergang fand ich gestern an einem Waldrand in Stadtnähe diese Röhrlinge. Den ganz großen lappigen FK (Hutdurchmesser bestimmt 10-12cm) ließ ich stehen, und entnahm den kleinen, schief gewachsenen. Sie fühlten sich beide sehr fest und kompakt an.

    Die hellgelbe Röhrenschicht blaute sofort an jedem Fingerabdruck, und nach dem Durchschneiden blaute ebenfalls ganzflächig das weißlichgelbe Fleisch und die Röhren.

    Nur zur Stielbasis hin behielt das Stielfleisch eine bräunliche Farbe. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das vllt. auch dem unregelmäßigen Wuchs des FK zuzuschreiben war.

    Die Hutoberfläche war feinfilzig hellbraun-grau, aber auch beim großen Exemplar nicht felderig aufgerissen.

    Die Stieloberfläche war durch die verwachsene Form des FK leider kaum zu erkennen.

    Geschmack habe ich nicht getestet, da der Fundort an einem beliebten Hundeweg lag. <X

    Röhrlinge zu bestimmen ist für mich immer noch sehr schwierig, aber nach einigem Bücher- und Internetwälzen kam ich auf den Wurzelnden Bitterröhrling Caloboletus radicans. Könnt ihr das bestätigen?






    Heute Abend kommen nochmal bessere Fotos von der Kamera meines Mannes.

    Hallo Eddie,

    schau doch mal in Richtung Fransiger Wulstling,

    viele Grüsse

    Matthias

    Hallo Matthias,


    da der Fransige einer der wenigen Pilze ist, die ich ziemlich sicher erkenne (er wächst jedes Jahr zuverlässig in großer Zahl in meinem Garten), würde ich diesen nicht als solchen benennen. Nicht hell genug, am Stiel nicht "sahnig" genug, am Hutrand nicht fransig, die Placken auf dem Hut sind m.E. zu klein, zu dunkel u anders geformt und die Knolle erscheint mir so auch nicht gerade typisch. 🤷🏻‍♀️

    Ich lasse mich natürlich auch gern eines Besseren belehren, wenn es da eine so große Varianz im Erscheinungsbild geben sollte. Aber es wurden ja oben auch schon einige Alternativvorschläge gemacht.

    Hier mal ein paar Beispielbilder von diesem Jahr aus meinem Garten, und unten verlinke ich noch vorherige Beiträge von mir über diese Pilze.

    Die Fotoqualität bitte ich zu entschuldigen; es sind Handyschnappschüsse, teilw. überbelichtet.





    Hallo Sabine,


    genauso in meinem Garten: Eines schönen Tages kam genau da, wo sonst immer Fransige fruchteten, ein FK des Igelwulstlings heraus! Ist leider nur einmal passiert.

    Lieber Grüni/Kagi,

    diese Art kann ganz genau diese Farben haben. Das gilt für das Braun auf der Oberseite genau so wie für die blasse und gelbgrüne Unterseite.


    Ich denke, es ist alles gesagt. Peter, dein Bekannter muss nochmal ran 😉

    Schönen Abend allerseits

    Hallo Konstantin, schön, daß dein unbekannter Experte meine bescheidene Einschätzung, es seien keine Grünblättrigen Schwefelköpfe, geteilt hat. :gzwinkern:

    LG, DIE Grüni/Kagi :gklimper:

    Ich habe, ehrlich gesagt, ganz selbstverständlich mit einer schnellen Bestätigung gerechnet. Was für mich für Hypholoma fasciculare spricht, ist einerseits die typische Färbung. (Ich gehe jetzt mal davon aus, dass die auf dem Foto ungefähre hinkommt.) Andererseits zeigt diese Art häufig ungewöhnliche Wuchsformen, "Riesenwuchs" (siehe Foto) zum Beispiel. So ähnlich wie auf Peters Bild zu sehen ist, habe ich ihn aber auch schon gefunden. Ihr könnt ja mal mit Harald Sattlers Seite vergleichen: Fungiversum


    Jörg, ich halte die Lamellen nicht für herablaufend, sondern den Hut für alt und deformiert. Der Stiel reißt bei dem Exemplar links oben nahe der Ansatzstelle der Lamellen auf. Für mich ein Zeichen, wie stark das Exemplar nach oben gestreckt ist. Mit fällt auch kein Trichterling ein, um den es sich handeln könnte - Das muss aber nichts heißen.


    Vielleicht gibt's ja noch mehr Input zum Ratespiel?

    Riesenwuchs hin oder her, aber die stark herablaufenden Lamellen sprechen für mich dagegen, und wo ist denn da die typische Färbung? Ich sehe kein Textmarkergrün an der Stielspitze...genauer gesagt ist da auch keine Stielspitze.