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letzter Beitrag von Tricholomopsis am

Pilz unter Kastanien

  • Liebes Forum,


    wie immer im Herbst zieht es uns in die Wälder, in denen wir letztes Wochenende auch sehr schöne Steinpilze gefunden haben.


    Beim Kastaniensammeln mit den Kindern mitten in der Stadt haben wir dann diese Exemplare gefunden:


    Standort direkt unter den Kastanien in einem Vorgarten. Die Pilze riechen eigentlich angenehm mit einer leicht säuerlichen Note. Sie sind sehr sehr fest, das liegt aber sicher auch an der aktuellen Wärme und Trockenheit.

    Die Röhren blauen auf Druck schnell und dunkelblau bis schwarz, das Fleisch aber nicht. Wenn man einige Zeit wartet wird das Blau im Schnitt eher gräulich.


    Mit meinem Kosmos Pilzführer wäre ich bei Kornblumenröhling oder Wurzelndem Bitterröhrling...


    Danke und liebe Grüße,

    Sharie


  • Hi,


    Echte Kastanie (Castanea sativa) aber sehr wohl und denen traue ich das durchaus zu, dass der WuBi mit deinen eine Mykorrhiza eingeht; bei Rosskastanie sieht das natürlich vollkommen anders aus. Da müssen dann iwo noch andere Bäume gestanden haben. Welche Kastanie das nun ist, steht leider nicht oben.


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Hallo zusammen,

    ich habe heute das erste Mal Wurzelnde Bitterröhrlinge unter Birke gefunden, an einem Landstraßenrand, der mit fünf Birken und sonst mit nichts bestanden war. Scheint bei der Baumpartnerwahl nicht allzu wählerisch zu sein, dieser Pilz. Kein Wunder, so aggressiv wie der sich in den letzten Jahren breitgemacht hat.

    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Liebes Forum,


    es waren Rosskastanien, aber tatsächlich stand da bestimmt noch was anderes... nur was kann ich jetzt leider nicht sagen. Birken könnten sein, ich werde mir das bei der nächsten Kastanienrunde mal genauer ansehen.


    Auf jeden Fall vielen Dank für die Antworten!


    Liebe Grüße,

    Sharie

  • Echte Kastanie (Castanea sativa) aber sehr wohl und denen traue ich das durchaus zu, dass der WuBi mit deinen eine Mykorrhiza eingeht; bei Rosskastanie sieht das natürlich vollkommen anders aus. Da müssen dann iwo noch andere Bäume gestanden haben. Welche Kastanie das nun ist, steht leider nicht oben.

    Ja klar, lieber Stefan. Ich bin jetzt einfach mal davon ausgegangen, dass Castanea sativa in Deutschland so gut wie nicht vorkommt.


    Beste Grüße

    Harald

  • Hallo,

    Auch hier im Büdinger Wald kommt Castanea sativa vor , aber nicht häufig.

    Sind aber mächtige Bäume.

    Grüße

    Norbert

    ------------------------------------------------------
    Pilzchips = 100 -5 APR 2015 +12 APR 2016 = 107 -7 Für APR 2017 = 100 + 5 APR 2018 =105 +5 APR 2019 =110
    Pilzbestimmung im Netz ist keine Essfreigabe

    ------------------------------------------------------

  • Hallo,


    im Osten könnte Castanea sativa in Wäldern häufiger zu finden sein. Es gab in den 70iger Jahren ein Programm, diesen Baum als Testprojekt an großen Wegen alleeartig zu pflanzen. Da sind noch viele übrig geblieben.


    Beste Grüße

    Stefan F.

  • Hallo,

    in der Vorderpfalz gibt es größere Esskastanienwälder, bei uns im Kaiserslauterer Wald Einzelexemplare.

    Die Einzelexemplare gibt es nach Überlieferung deshalb, weil da Viehhirten aus Langeweile "Guerilla farming" betrieben haben und Kastanien

    vergraben haben.

    Solche Bäume bringen aber in der Regel kleinfrüchtige Kastanien.

    Wer die Kastanien verkaufen will, muss veredeln.

    Gruß,

    Marcel

  • Ich bin jetzt einfach mal davon ausgegangen, dass Castanea sativa in Deutschland so gut wie nicht vorkommt

    Ja Leute, auch hier muss ich mich eines Besseren belehren lassen. Bei der gestrigen Waldbesichtigung mit dem örtlichen Förster lernte ich beispielsweise dass Castanea sativa durchaus mit einiger Hoffnung bei Neuanpflanzungen verwendet wird und bereits bestehende Bestände einen robusten Habitus vorweisen. Etwas euphorisch formuliert, könnte die Esskastanie einer der Bäume der Zukunft werden.

    Die Esskastanie ist übrigens nicht mit der Rosskastanie verwandt, sie gehört zur Familie der Buchengewächse, während die Rosskastanie mit den Ahörnern zu den Seifenbaumgewächsen gehören. Dies erklärt u.A. warum (Ross)Kastanie und Ahorn keine Mykorrhiza mit Großpilzen eingehen, die mögen keine Seife...:)


    Beste Grüße

    Harald

  • Hallo zusammen,

    Sharie hatte ja schon geschrieben, dass ihre Kastanien Rosskastanien waren. Zuehli hat also recht, wenn er schreibt, dass da noch andere Bäume als potenzielle Partner vorhanden gewesen sein müssen. Aber das können wohl alle möglichen mykorrhizabildenden Laubbäume sein. Linde mag der WuBi z. B. auch sehr gern. Bin mal gespannt, wann der erste WuBi unter einem Nadelbaum gefunden wird...

    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Hallo Oehrling,

    vielleicht sollte man den Rosskastanienbestand als schützenswertes Biotop anmelden?

    Nach Rosskastanienminiermotte und Bakterium Pseudomonas syringae werden da immerhin für ganz Rheinlandpfalz noch 3 alte Bäume gemeldet.

    Der Threaderöffner schreibt:

    "Beim Kastaniensammeln mit den Kindern mitten in der Stadt"

    Wer sammelt denn mit Kindern Rosskastanien?

    Bekanntermaßen gilt:

    "Alle Teile der Rosskastanien sind schwach giftig"

    Ich kenne auch niemanden, der sich in der Stadt eine Rosskastanie gepflanzt hat, hingegen viele die eine kleine Kastanie im Garten haben.

    Die bringt allerdings - wie beschrieben - nur kleine Früchte.

    Gruß,

    Marcel

  • Hallo Marcel,

    das habe ich früher getan und später dann mit meinen Kindern und jetzt mit den Enkelkindern und wir basteln allerlei Tiere und Männlein daraus mit Streichhölzern, Bucheckern und Eicheln. Früher gab es sogar Bücher mit Vorbildern für solche Herbstbasteleien, die dann zur Deko stehen bleiben dürfen. Das spart Herbstdeko aus Plastik. Und gegessen hat die nie jemand, im Leben nicht. Hast Du mal probiert wie Kastanien schmecken?

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

  • Hallo Harald,

    Rosskastanien wirst Du, wo ich wohne, im Umkreis von hundert Kilometern keine mehr finden. Man hat die von Kastanienminiermotte befallen Bäume gefällt. Wie geschrieben: Es gibt noch drei alte in ganz Rheinlandpfalz.

    Hallo Claudia,

    Rosskastanien habe ich nie probiert. Man hat man uns Kindern in den 1960er Jahren natürlich beigebracht, dass man giftige Pflanzen noch nicht einmal anfasst, geschweige denn kostet!

    Ich finde es verantwortungslos, mit Kindern Rosskastanien zu sammeln.

    Wie möchtest Du verhindern, dass ein Kind die anfasst und dann die Hand zum Mund führt?

    Ich kann nicht verstehen, wie man auch nur auf den Gedanken kommen kann.

    In einer Gegend, wo man mit dem Wald lebt, fiele das niemanden ein.

    Nur ein Beispiel: Jeder weiß bei uns auch, dass man Bucheckern in kleiner Mengen essen kann - wurde in Notzeiten auch getan - aber nicht zu viel, denn die sind ebenfalls erheblich giftig.


    Gruß,

    Marcel

  • ==Gnolm4==Gnolm6==Gnolm9==Gnolm9==Gnolm9

  • Hast du Kinder, Marcel?


    Verantwortungslose Grüße

    Rudi

    aktuell offiziell Gipssis: 10, abgnassiert von einer sehr netten Hex.

    inoffiziell Gipssis: 80, von :haue: eingebläut.

    Ich bin ehrlich und bleib bei 10.

    Abgnetreten an das Wettbüro==Gnolm1710.

    Bleiben mir Null.==Gnolm25

    Im APR 2019 erhalten: 6 Punkte- die hab ich jetzt wieder!

  • Sorry, ich finde diesen "Zeigefinger" extrem übertrieben. Hier sammeln sogar die Kindergärten mit den Kindern Kastanien, um damit zu basteln. Wir haben das in der Schule noch gemacht. Nie hat ein Kind auch nur versucht, daran rumzuknabbern. Und selbst wenn ein Kind da reinbisse, würde es das sofort wieder ausspucken. Mit dieser übertriebenen Vorsicht, kannst du mit Kindern in der Natur ja nichts mehr unternehmen, oder im Hausgarten z.B. Bohnen ernten, Kartoffeln ernten, Tomaten ernten etc., müsstest die meisten Zimmerpflanzen verbannen etc. und im Haushalt hätten Kinder dann auch nichts mehr zu suchen.

    Gruß

    Bernd

    Ich bin kein PSV, also gibt es von mir auch niemals eine Freigabe zum Verzehr! Wenn ich "essbar" schreibe, dann bezeichnet das eine Art im idealen Zustand, das lässt sich anhand von Fotos niemals beurteilen!

  • Hallo Rudi,

    ich habe habe keine Kinder.

    Warum genau fragst Du das?

    Es gab damals durchaus auch andere Kindern, die haben sich an die Verbote nicht gehalten.

    Die mussten sich dann die Angelegenheit noch einmal durch den Kopf gehen lassen.

    Sie haben natürlich versucht zu vermeiden, dass die Eltern das herausbekommen.

    Das gelang meistens auch, denn mit einmal würgen war das erledigt.

    Wiederum andere Kinden haben Fliegenpilze gegessen, um mal zu probieren, was passiert, wenn man die Verbote missachtet.

    Denen fiel das schwerer, denn das endete in Krankenhausaufenthalten.

    Gruß,

    Marcel

  • Hallo Mischa,

    ich wüsste nicht, was Dich dazu berechtigen würde, hier beleidigend zu werden.

    Du hast offensichtlich keine Argumente für deine Meinung und müsstest einsehen, dass Du Unrecht hast.

    Kleiner Tipp:

    Einfach mal den Mund halten und nachdenken, wenn einem die Argumente ausgehen!

    Ich hoffe, dass Du keine Verantwortung für Kinder hast!

    In meiner Kindheit, gab es einige schwere Vergiftungen von Kindern mit Maiglöckchen - Maiglöckchen sind deutlich giftiger als Rosskastanien, auch kontaktgiftig.

    Jeder Mensch, der sich nicht in einer Großstadt wie z. B. Berlin bewegt, sondern in die Natur geht, sollte frühzeitig lernen, was er da zu tun und zu lassen hat.

    Und was man da zu lassen hat, ist giftige Dinge ohne Handschuhe anzufassen, oder gar zu kosten.

    Selbst in der Großstadt sollten Kinder aber zum Beispiel begreifen, dass man die Hinterlassenschaften von Drogennutzern nicht angreift.

    In meiner Kindheit konnte es durchaus passieren, dass jemand seine Drogenreste an der Bushaltestelle weggeschmissen hatte, wo man als Schulkind in den Bus einstieg.

    In Parkanlagen, wo Rosskastanien in manchen Städten anscheinend noch stehen, würde ich schon mal gar nichts unnötig anfassen.

    Nicht nur wegen der Drogenreste:

    In meiner Kindheit gab es auch öfter mal Kinder, die eine intensive Entwurmungskur benötigten, weil sie Kontakt mit Hundekot hatten.

    Gruß,

    Marcel

  • Ich finde es verantwortungslos, mit Kindern Rosskastanien zu sammeln.

    Wie möchtest Du verhindern, dass ein Kind die anfasst und dann die Hand zum Mund führt?

    Ich kann nicht verstehen, wie man auch nur auf den Gedanken kommen kann.

    Hallo Marcel,

    vor Maiglöckchen und ihren Früchten haben mich meine Eltern gewarnt, aber was habe ich gekotzt, weil ich rohe grüne Bohnen gegessen habe. Dass die giftig sind, hat mir niemand gesagt und mir haben sie geschmeckt. Vor Kastanien hat mich niemand gewarnt, aber ich weiß, dass sie fürchterlich schmecken. Also muss ich sie irgendwann in den Mund gesteckt und garantiert sofort wieder ausgespuckt haben.

    Natürlich ist es sinnvoll, Kindern zu sagen, dass sie die nicht probieren sollen, aber große Gefahren sehe ich da nicht. Ich habe ehrlich gesagt auch noch nicht gehört, dass sich jemand an Kastanien vergiftet hat. Bei Vergiftungen fallen mir andere Pflanzen ein. Und ich finde es völlig unbedenklich, dass Kinder Kastanien sammeln. Ich stecke auch immer gerne eine in die Tasche, wenn ich welche finde, weil ich den Glanz und die Maserung liebe. Die letzte habe ich Sonntag mitgenommen, aber schon wieder entsorgt, weil die Schönheit sehr vergänglich ist. Wir dürfen unsere Kinder doch nicht in einen Glaskasten setzen. Wir müssen ihnen die Natur nahebringen, mit allen Sinnen und wir müssen mit ihnen reden und ihnen erklären, was giftig ist.

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

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