Beiträge von Norbert.S

    Hallo zusammen,

    Wenns auch pilzlich wenig interessant ist , möchte ich euch doch auf eine meiner Standardrunden mitnehmen.

    Erstmal raus aus der Siedlung , in den Wald und durch das Tor.

    Tor ? Ja , der Büdinger Wald ist eingezäunt , so ca. 80 Km². Böse Zungen sagen ja , Unser Dorf sei aus guten Gründen eingezäunt , aber wir kommen trotzdem raus==Gnolm7

    Dann erstmal den Weg hoch Richtung Wiese.


    Auf der Wiese dann eines der immerdortigen Damrudel , die Geweihe beginnen erst zu wachsen.

    Blödes Gewackel mit dem Tele , waren so 200 Meter , kommt man näher dann beginnt die Flucht.


    Weiterschnaufend die Wiese Bergwärts - die ist groß - bis an den Waldrand.

    Hier die ersten Pilze , aber halt nur total vertröcknete Ohrlappenpilze an lebender Buche.

    Sind alte Freunde , wachsen jeden Herbst neu.



    Dreht man sich da um , sieht man in weiter dunstiger Ferne ein Grüppchen Hochfinanzmorchel.

    Die gibt es in Deutschland gar nicht so häufig.


    Dann im Wald endlich Pilze mit Hut und Stiel . Zwar nur Breitblattrüblinge , aber besser als gar nichts.



    Und dann den Hang wieder runter zum See. Das Gestrüpp da an der flachen Seite enthält viele verschiedene halbhohe Baumarten - komplett von selbst ausgesät.

    Erle , Birke , Salweide , Pappel , Fichte , Kiefer , Lärche und sonstiges Gestrüpp. Ist also für viele Überraschungsfunde gut.

    Direkt am Seerand unter Erlen wachsen massenhaft Erlenschnitzlinge , meistens nur bis 5 Meter vom Wasser weg.

    Aber IM WASSER sah ich das erste Mal einen.


    Dann unter Blätter und Ästchen ein verdächtiges Hügelchen.

    Erstmal Äste und Blätter weg , dann erstes Foto :


    Ei , was mag das sein ?? die Neugier plagt , erstmal abgedeckt , dann umgedreht.

    Ach so , nur uralte Erlenkremplinge - schon im Mai ??

    Und ich dachte schon , was neues gefunden zu haben.

    Also , Foto eingepackt , die Uhr sagt : 2 Stunden rum , wieder Richtung Heimat.

    Und bergab tuns meine alten Beine doch leichter.

    Wieder über die Wiese - ach da stehen kleine Pilzchen.

    So direkt fällt mir da nichts Sicheres ein - Ackerling ? Krönchenträuschling ? Sonstwas ?

    Also noch ein paar Fotos , Pilze eingepackt und nach Hause.

    Liegen jetzt zum Aussporen , Morgen Mikro , dann werde ich es wissen (oder als Anfrage hier einstellen)

    Tschüss , das wars für heute

    Grüße

    Norbert

    Bilder

    • 9 Uralte Erlenkremplinge.jpg

    Hallo,

    Nun , das Schnittbild macht alles klar.

    Dickes Hutfleisch , schmale Lamellen und der Geruch : eindeutig Maipilz.

    Ich mache übrigens immer auch bei kleinsten Unsicherheiten einen Sporenabdruck.

    Pilzhut mit Lamellen nach unten auf Glasplatte (farblose Plastikfolie geht auch) angefeuchtetes Plastikdöschen gegen Austrocknen drübergestülpt.

    Am nächsten Morgen hat man fast immer einen aussagekräftigen Sporenabdruck , welcher sich gegen weißes Papier einwandfrei zuordnen lässt.

    Gruß

    Norbert

    Hallo Ditte,

    Danke für deine Bestimmung , ich lege das mal so ab.

    Eigentlich hatte ich ja schon aufgegeben , dieses Gebiet ist etwas zu kompliziert für meine mageren Kenntnisse.

    So kann ich nun die traurigen Reste entsorgen.

    Lieben Gruß

    Norbert

    Hallo Mausmann,

    Dann seh zu , dass du dein Knie vorsichtig wieder einläufst.

    Dauert etwas , aber ich würde doch wieder gern irgendwo mit dir durch den Wald stiefeln.

    Und zu den vorgangenen pollitischen Diskussionen hätte ich noch ein schönes (oder böses ?) Liedchen.

    Viel Wahrheit drin.

    Gruß

    Norbert

    Hallo Pablo,

    Ähnlichkeiten sind durchaus vorhanden - ich habe halt nur zu wenig Ahnung von dieser Gattung.

    Beim ersten Mikroskopdurchgang der Lamellen hatte ich auch einige auffällig verlängerte Sporen , im Sporenabwurf fand ich von diesen keine mehr.

    Also erstmal weiterrätseln.

    Gruß

    Norbert

    Hallo,

    Ich habe mal mit KOH gequetscht. Gelbfärbung bei den Zystiden ist nicht zu sehen.

    Ein paar (Pleuros) habe ich auch gemessen .


    ..und jetzt mach ich erstmal Feierabend - Mikro abgebaut.

    Grüße

    Norbert

    Hallo Stefan,

    Stielbereifung ist nach unten nachlassend , aber auch im unteren Drittel noch nachweisbar.

    Ich mach heute Abend nochmal einen Versuch mit KOH und Zystidenmessung - vorher keine Zeit (Rentner)

    Gruß

    Norbert

    Hallo,

    Gestern auf einer Wiese gefunden. Allerdings ist der Waldrand mit uralten Eichen nur 25 Meter entfernt , vielleicht reichen die Wurzeln ja so weit.

    Geruch : unauffällig , nicht spermatisch.


    Sporenscan :


    Ich habe nur schlampig durchmikroskopiert , war in Eile.

    Sporen 6,8-7,5 X 4,0-4,7µm :

    Cheilozystide :


    Pleurozystide :

    Kaulozystiden , an Stielspitze teils mit Kristallschopf , nach unten weniger werdend ohne Kappe :


    Wird wahrscheinlich mal wieder unlösbar sein , ich stelle die trotzdem mal ein.

    Im Voraus schonmal Dank für eure Kommentare.

    Gruß

    Norbert


    EDIT : Die Stielbasis habe ich in der Krautschicht leider nicht gefunden....

    Hallo Grüni,

    Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag , alles Gute , Gesundheit und Erfolg wünsche ich dir.

    ...und weniger Stress.

    Ein Blümchen gibts natürlich auch - was passt denn zu dir ?

    Ach ja - passt :

    Hallo Ute,

    Für den Maiporling sind meiner Ansicht nach die Poren nicht fein genug.

    Ich tendiere da (nicht sicher) zum Winter-Stielporling , welcher bei kühlem Wetter - hatten wir ja - durchaus auch noch im Mai vorkommen kann.

    Vielleicht meldet sich ja noch jemand von den Porlingsspezialisten.

    Gruß

    Norbert

    Hallo,

    Nun , das Eckenzählen hat mich eher frustriert , und mit Diagrammen habe ich es nicht so.

    Vom Verhältnis Länge : Breite also eher sepium.


    Habe mir aber soeben Anilin und Guajak bestellt , mal sehen ob die Pilze bei der Ankunft der Chemikalien noch da sind.

    Nun frage ich mich aber : Wenn man Schild,- und Schlehenrötling makroskopisch nicht und mikroskopisch kaum unterscheiden kann , wie sind die dann vor ca. 150 Jahren schon getrennt beschrieben ??==Gnolm5

    Sequenzierung gabs damals ja nicht.

    Fragen über Fragen.

    Grüße

    Norbert

    Hi Stefan,

    Hier werden die Wege mit saurem Basalt (Olivinhaltig) geschottert , da hier das entsprechende Bergwerk sozusagen hinterm Dorf ist.

    Nix mit Kalk an den Wegen.

    Gruß

    Norbert

    Hi,

    Nun , in unserer sauren Ecke ist der Maipilz ein seltener Gast.

    Nur heute fand ich den ersten für dieses Jahr - und habe mich gefreut.==Gnolm7

    Aber das dicke Hutfleisch gegen die schmalen Lamellen waren typisch.

    Grüße

    Norbert

    Hallo zusammen,

    Diese Pilze wachsen jedes Jahr mitte Mai unter einem einsam auf Wiese stehenden Wildkirschenbaum.

    Ich bin denen immer aus dem Wege gegangen (Rötlinge - für mich nicht bestimmbar)

    Nun ja , heute konnte ich mich nicht bremsen , jetzt liegen sie hier.

    Ich tendiere zum Schildrötling weil Mykorrhizapartner eindeutig Kirsche.

    Allerdings sind sie beim Bildvergleich doch sehr hell - aber was könnte es sonst sein ?

    Anilin habe ich nicht .

    Was sagt ihr dazu ?

    Grüße

    Norbert