Beiträge von Marcel

    Hallo Claudia,

    Hallo Rudi,

    der Paracelsus hat natürlich Gültigkeit.

    Ich vertrete hier aber nicht meine Meinung, sondern das was ich von meinen Eltern und meinen Lehrern in der Schule gelernt habe.

    Insofern hat mich das schon verblüfft, dass das offensichtlich anderswo völlig anders gesehen wird und vor allem so heftige Reaktionen auslöst.

    Ich bin da emotionslos:

    Ich habe auch noch nie einen Fall einer Kahlen Krempling Vergiftung gesehen - obwohl die bei uns viel gesammelt wurden - aber wenn die Autoritäten vor der Gefahr warnen, akzeptiere ich das. Ich schau mir vielleicht noch die Quelle an, aber das war es dann.

    Außer dem Paracelsus kommt aber noch etwas hinzu:

    Ich könnte aus dem Stegreif eine ganze Menge Fälle aus dem Verwandten- und Bekanntenkreis nennen, bei denen bestimmte Menschen auf bestimmte Pflanzen sehr heftig reagieren:

    Mein Vater konnte keine Bohnen mit der bloßen Hand angreifen, das löste bei ihm (Jahrgang 1928) heftige Hautreaktionen aus. Meine Haut zeigt keinerlei Reaktion.

    Eine Sportkameradin bekommt schwere Entzündungen beim Kontakt mit Brennesseln. Ich laufe denselben Weg und bis ich zu Hause bin, ist die Hautreizung weg..

    Ein Kollegin reagiert heftigst auf Erdnüsse.

    etc. etc.

    Wenn ich also irgendwo etwas lese, dass eine Vergiftung mit einer Pflanze auch mal schwerer ausfallen kann, schließe ich für mich daraus, dass ich das zwar für mich in Kauf nehmen kann, diese Entscheidung aber nicht für andere treffen kann.

    Genau so sahen das offensichtlich auch früher meine Lehrer.

    Ich bin da übrigens auch Erleidender:

    Weil es Menschen gibt, die so heftig auf Erdnüsse reagieren, kann ich im Bioladen keine Erdnusskekse mehr kaufen. Die Fabrikanten verzichten aus diesem Grund auf die Produktion.

    Gruß,

    Marcel

    Hallo Maria,

    bitte nehme Stellung zu meiner Aussage:

    "deine Verbreitungskarte ist sicherlich sehr interessant, aber,

    Sie endet 1996"

    Du schreibst

    "Was ich hingegen behauptet habe ist, dass es man gesundheitliche Probleme bekommen kann, wenn man Teile der Kastanie angreift und dann die Hand in den Mund steckt."

    Dies ist schlichtweg falsch und außerordentlich schlecht recherchiert! Völliger Blödsinn sozusagen. Sorry Marcel."

    Ich nenne mal eine Quelle, die ich mittlerweile befragt habe:

    Marquardt / Schäfer / Barth Toxikologie:

    "Eine der bekanntesten Saponinpflanzen ist die Rosskastanie."...

    "Die Saponine werden häufig wenig oder gar nicht resorbiert. Infolge der grenzflächenaktiven Eigenschaften reichern sei sich in den Schleimhautzellen des Gastrointestinaltraktes.und führen zu Schädigungen in den Membranen der Schleimhautephitelzellen des Gastrointestinaltraktes und führen zu Schädigungen und starken Reizerscheinungen, die im Mund und Rachenraum zu einem Kratzen und Brennen, ferner zu Husten, Niesreiz, Speichel- und Tränenfluss führen. Es kommt zu Übelkeit und Erbrechen ... kann zu schweren Diarrhoen und zu schweren Elektrolytverlusten führen .. In schweren Fällen kann der Tod durch Schock eintreten"

    Die von Dir benannte Quelle zur Rosskastanie enthält einen kostenpflichtigen Artikel und dann so interessante Teile wie:

    Die Biergartenkastanie - eine Liebeserklärung an einen "bayerischen" Baum - LWF-

    Eine typisch objektive Quelle also.

    Ich habe zum Beispiel am Anfang Wikipedia zitiert, die sagt alle Teile der Rosskastanie giftig. Nun kann man über Wikipedia auch gerne diskutieren, aber dann bitte mit Hilfe besserer Quellen. Mein Römpp weiß dann noch was von verschiedenen Stoffen in den verschiedenen Pflanzenteilen, die offizinal sind.

    Ich sehe aber wenig ein, dass ich hier Quellen wälze während anderer Leute nur ihre nicht begründete Meinung weitergeben und mich dabei persönlich angreifen.

    Gruß,

    Marcel


    .

    Hallo Maria,

    deine Verbreitungskarte ist sicherlich sehr interessant, aber

    Sie endet 1996.

    Mir ist auch nicht ganz klar, wie das zu interpretieren ist:

    Ich finde:

    Im Quadrant Kaiserslautern kein Fund - in den umliegenden Quadranten 1-3 Funde.

    Das ist nicht so rasend viel, das würde ich für 1996 aber glauben.

    Ich habe zu dieser Zeit aber in Hessen (Hanau) gelebt und da gab es noch ganze Alleen mit Rosskastanien, so dass ich für dort genannten kleinen Zahlen nicht so ganz nachvollziehen kann.

    Dort waren das aber keine gewöhnlichen Rosskastanien, sondern rotblühende, da bräuchte man eine Aufschlüsselung, da gibt es aber wohl auch Hybride.

    Ich halte diese Karte also für wenig aussagekräftig.

    Ich habe übrigens nicht behauptet, dass Rosskastanien kontaktgiftig sind, das hieße man gesundheitliche Probleme bekommt, wenn man sie angreift. Was ich hingegen behauptet habe ist, dass es man gesundheitliche Probleme bekommen kann, wenn man Teile der Kastanie angreift und dann die Hand in den Mund steckt.

    Rein praktisch ist das bei der reifen Frucht eher kein Problem, die Stoffe müssen ja erst mal an der Hand haften, bei der unreifen Frucht oder der grünen Samenschale ist das viel wahrscheinlicher.

    Ich weiß nicht wie das anderswo ist:

    Bei uns kann bei der Pflanzung von Bäumen im Stadtgebiet nicht einfach einer vom Gartenbauamt sagen, mir ist heute mal danach diese oder jene Art zu pflanzen.

    Der Stadtwald wird von der Reichswaldgenossenschaft bewirtschaftet und zählt zum Pfälzer Wald und der geht bis zur französischen Grenze.

    Für Bäume in der Stadt gilt: Das entscheidet der Stadtrat und das Ergebnis wird dann anschließend breit in der Presse diskutiert.

    Da wird leidenschaftlich diskutiert. Zunächst einmal muss das Teil in der städtischen Umgebung gut gedeihen. Viele Bäume aus dem umliegenden Wald eignen sich dafür nicht.

    Andere Bäume kommen mit unserem Sandboden nicht zurecht.

    Dann möchte niemand giftige Pflanzen haben, aber auch solche, die bei anderen Menschen Allergien auslösen z.B. Platane sind nicht mehr gerne gesehen.

    Vor Jahren gab es eine größere Diskussion, ob man Silberlinden pflanzen dürfe (Hummelsterben).

    Ich verfolge das seit den 1980er Jahren in der Zeitung. Eine Anpflanzung von Rosskastanien vorzuschlagen, hat sich in der Zeit keiner gewagt.

    Bei uns auf dem Friedhof lebt zum Beispiel eine starke Population von verwilderten Katzen. Wenn Du da etwas giftiges pflanzt, musst du mit heftigen Reaktion der Katzenfreunde rechnen.

    Du darfst übrigens auch in deinem Privatgarten nichts anpflanzen, was die Stadt nicht haben möchte.

    Die Aktivitäten eines bestimmten Automobilklubs, der sich beklagte, das wild gewordene Bäume harmlose Porschefahrer erschlagen würden, trug übrigens eher mehr zum Verschwinden der Alleen bei als die Krankheiten.

    Gruß,

    Marcel

    Hallo zusammen,

    "Wenn also jemand behauptet, dass diese Webseite verlässliche Angaben über die mengenmäßige Verteilung von Baumarten in einem definierten Gebiet angibt, oder dies so darstellt, dann ist dies nicht ganz die Wahrheit, oder"
    Niemand hat so etwas behauptet.

    Lesen heißt das auf aufnehmen, was da steht und nicht das hineindenken, was man erwartet.

    Diese Seite stellt eine Datenbank für alte Bäume dar und von alten Bäumen hatte ich gesprochen.

    Die mengenmäßige Verteilung von Baumarten für den Pfälzer Wald findet man z.B. hier:

    Pfälzerwald – Wikipedia

    Wie man leicht feststellen kann, taucht da Edelkastanie mit 1% auf, aber nicht die Rosskastanie.

    Bei den Forstleuten findet man da möglicherweise auch noch Daten, aber die behandeln natürlich keine Solitaire, die irgendwo auf dem Dorf stehen.

    Ich frage mich natürlich, warum wir so wenige Rosskastanien haben.

    Dazu finde ich folgendes:

    Botanikus: Rosskastanie

    "Tiergiftig:

    Giftig für Pferde, Hunde und Katzen sowie für Hasen und Kaninchen. Die Symptome einer Vergiftung sind Pupillenerweiterung, starker Durst, die Tiere werden unruhig und leiden unter Magen- und Darmkrämpfen mit Durchfällen, Muskelzucken und Benommenheit. Der Tod ist bei starker Vergiftung bei Pferden nicht ausgeschlossen.

    "

    Man pflanzte in der Vergangenheit eher ungern Bäume, die Pferde umbringen können.


    Gruß,

    Marcel

    Hallo Harald,

    unter

    Gewöhnliche Rosskastanien (Aesculus hippocastanum) in Rheinland-Pfalz

    sind 3 Rosskastanienbäume in Rheinland-Pfalz aufgeführt und die sind alle mehr als 100 km von mir weg.

    Deutschlandweit sind 194 Bäume aufgeführt.

    Mit "alte" Rosskastanie meinte ich die in dieser Datenbank aufgeführten.

    Die Rosskastanien, die wir hatten, standen bei Straßen.

    Ich weiß nicht wie das bei Euch läuft, aber sobald ein Baum sichtbar krank ist und der an einer Straße oder in der Nähe eines bewohnten Gebäudes steht,wird der gefällt.

    Wir haben vor ein paar Jahren auf diese Art und Weise eine uralte Eiche verloren. Verkehrssicherheit! Wie man hinterher sah, hätte die Eiche noch 100 Jahre stehen können.

    Nachtrag: Laut einer Broschüre des Landrats des Kreises Kaiserslautern gab es in Gerhartsbrunn - 31km entfernt - eine "junge alte" Rosskastanie, ob die aber noch steht, weiß ich nicht. Die Broschüre ist leider nicht datiert.

    Gruß,

    Marcel

    Hallo Mischa,

    wenn Du etwas nicht verstehst, mach dich erst mal schlau.

    Du behauptest, dass Dinge falsch sind, hast aber keine Ahnung und willst auch kein haben.

    Zitat Wikipedia:

    Maiglöckchen

    Vergiftungserscheinungen: Bei äußerlichem Kontakt mit der Pflanze treten Haut- und Augenreizungen auf.

    Ich bringe Argumente, Du wirst beleidigend, pöbelst rum und sonderst nicht begründete Aussagen ab.

    Ich finde, dass Menschen die nicht in der Lage sind, Argumente für Ihre Meinung vorzubringen, schweigen sollten.

    Gruß,

    Marcel


    Hallo Claudia,

    ich habe die Angelegenheit mit den Maiglöckchen erwähnt, weil die für Kinder sehr attraktiv, aber relativ gefährlich sind.

    Der Ratschlag an uns Kinder war: Passt auf, die sind giftig, wenn ihr die angelangt habt, unbedingt die Hände waschen oder in der Not an irgendetwas abreiben.

    Wenn das nicht möglich ist, nicht die Hand zum Mund führen.

    Ich habe erlebt, dass andere Kinder Rosskastanien gekostet haben und auch geschluckt haben. Die mussten sich dann in der nächsten Stunde einmal kräftig übergeben und das war es dann.

    Wer die gleich angeekelt ausspuckt, wird den Effekt schon mal nicht haben.

    Rosskastanien werden auch in der pharmazeutischen Industrie genutzt, enthalten also potente Inhaltsstoffe.

    Ich mache heute Lauftraining mit erwachsenen Menschen und früher - als ich selbst noch Kind war - machte ich das mit jüngeren Kindern als Aufsichtsperson. In unseren Wiesen und Wäldern gibt es zahlreiche recht potente Giftpflanzen z.B. Fingerhut. Bei Kinder hat man immer das Problem, dass die Dinge auch mal anfassen wollen und wenn man Kinder dabei hat, denen niemand gesagt hat, dass das nicht immer gut ist, wird das als Aufsichtsperson stressig. Man kann kaum mehr als 3 Kinder gleichzeitig im Auge behalten. Wenn eines der Kinder einen gerade mit Beschlag belegt, nutzt gerne eines der anderen die Gelegenheit irgendwelchen Unfug zu machen.

    Die Erwachsenen weise ich übrigens auch auch die Giftpflanzen hin, wenn man da einen dabei hat, der das als Kind nicht gelernt hat, wird das auch gefährlich.

    Ich habe da durchaus auch mal Menschen aus anderen Ländern dabei, die die Pflanzen noch nie gesehen haben.

    Gruß,

    Marcel


      

    Hallo Mischa,

    ich wüsste nicht, was Dich dazu berechtigen würde, hier beleidigend zu werden.

    Du hast offensichtlich keine Argumente für deine Meinung und müsstest einsehen, dass Du Unrecht hast.

    Kleiner Tipp:

    Einfach mal den Mund halten und nachdenken, wenn einem die Argumente ausgehen!

    Ich hoffe, dass Du keine Verantwortung für Kinder hast!

    In meiner Kindheit, gab es einige schwere Vergiftungen von Kindern mit Maiglöckchen - Maiglöckchen sind deutlich giftiger als Rosskastanien, auch kontaktgiftig.

    Jeder Mensch, der sich nicht in einer Großstadt wie z. B. Berlin bewegt, sondern in die Natur geht, sollte frühzeitig lernen, was er da zu tun und zu lassen hat.

    Und was man da zu lassen hat, ist giftige Dinge ohne Handschuhe anzufassen, oder gar zu kosten.

    Selbst in der Großstadt sollten Kinder aber zum Beispiel begreifen, dass man die Hinterlassenschaften von Drogennutzern nicht angreift.

    In meiner Kindheit konnte es durchaus passieren, dass jemand seine Drogenreste an der Bushaltestelle weggeschmissen hatte, wo man als Schulkind in den Bus einstieg.

    In Parkanlagen, wo Rosskastanien in manchen Städten anscheinend noch stehen, würde ich schon mal gar nichts unnötig anfassen.

    Nicht nur wegen der Drogenreste:

    In meiner Kindheit gab es auch öfter mal Kinder, die eine intensive Entwurmungskur benötigten, weil sie Kontakt mit Hundekot hatten.

    Gruß,

    Marcel

    Hallo Rudi,

    ich habe habe keine Kinder.

    Warum genau fragst Du das?

    Es gab damals durchaus auch andere Kindern, die haben sich an die Verbote nicht gehalten.

    Die mussten sich dann die Angelegenheit noch einmal durch den Kopf gehen lassen.

    Sie haben natürlich versucht zu vermeiden, dass die Eltern das herausbekommen.

    Das gelang meistens auch, denn mit einmal würgen war das erledigt.

    Wiederum andere Kinden haben Fliegenpilze gegessen, um mal zu probieren, was passiert, wenn man die Verbote missachtet.

    Denen fiel das schwerer, denn das endete in Krankenhausaufenthalten.

    Gruß,

    Marcel

    Hallo Harald,

    Rosskastanien wirst Du, wo ich wohne, im Umkreis von hundert Kilometern keine mehr finden. Man hat die von Kastanienminiermotte befallen Bäume gefällt. Wie geschrieben: Es gibt noch drei alte in ganz Rheinlandpfalz.

    Hallo Claudia,

    Rosskastanien habe ich nie probiert. Man hat man uns Kindern in den 1960er Jahren natürlich beigebracht, dass man giftige Pflanzen noch nicht einmal anfasst, geschweige denn kostet!

    Ich finde es verantwortungslos, mit Kindern Rosskastanien zu sammeln.

    Wie möchtest Du verhindern, dass ein Kind die anfasst und dann die Hand zum Mund führt?

    Ich kann nicht verstehen, wie man auch nur auf den Gedanken kommen kann.

    In einer Gegend, wo man mit dem Wald lebt, fiele das niemanden ein.

    Nur ein Beispiel: Jeder weiß bei uns auch, dass man Bucheckern in kleiner Mengen essen kann - wurde in Notzeiten auch getan - aber nicht zu viel, denn die sind ebenfalls erheblich giftig.


    Gruß,

    Marcel

    Hallo Oehrling,

    vielleicht sollte man den Rosskastanienbestand als schützenswertes Biotop anmelden?

    Nach Rosskastanienminiermotte und Bakterium Pseudomonas syringae werden da immerhin für ganz Rheinlandpfalz noch 3 alte Bäume gemeldet.

    Der Threaderöffner schreibt:

    "Beim Kastaniensammeln mit den Kindern mitten in der Stadt"

    Wer sammelt denn mit Kindern Rosskastanien?

    Bekanntermaßen gilt:

    "Alle Teile der Rosskastanien sind schwach giftig"

    Ich kenne auch niemanden, der sich in der Stadt eine Rosskastanie gepflanzt hat, hingegen viele die eine kleine Kastanie im Garten haben.

    Die bringt allerdings - wie beschrieben - nur kleine Früchte.

    Gruß,

    Marcel

    Hallo,

    in der Vorderpfalz gibt es größere Esskastanienwälder, bei uns im Kaiserslauterer Wald Einzelexemplare.

    Die Einzelexemplare gibt es nach Überlieferung deshalb, weil da Viehhirten aus Langeweile "Guerilla farming" betrieben haben und Kastanien

    vergraben haben.

    Solche Bäume bringen aber in der Regel kleinfrüchtige Kastanien.

    Wer die Kastanien verkaufen will, muss veredeln.

    Gruß,

    Marcel

    Hallo Oehrling,

    wenn ich nach "imleria badia" googele habe ich deutlich weniger Treffen als für Maronenröhrling.

    Für mich ist nach Nennung eines neu geschaffenen wissenschaftlichen Namens statt eines altbekannten deutschen Namens oft Schluss:

    Den wissenschaftlichen Namen findet man nur in Spezialpublikationen, auf die der Normalmensch keinen Zugriff hat.In den bei mir recht zahlreich vorhandenen Büchern findet man schon mal gar nichts.

    Früher formte man Gattungen auch wesentlich nach dem Aussehen der Pilze. Das hatte den enormen Vorteil, dass man, wenn man sich die benannte Gattung ansah, auch gleich alle möglichen Verwechslungspartner hatte. Wenn dann in der Gattung eine neue Art beschrieben wurde, konnte man mit bisher vorhandenen ähnlichen Arten vergleichen.

    Mit der Einordnung nach Genetik fällt all das weg. Man findet auch nur sehr mühsam irgendetwas zu den neu geschaffenen Gattungen.

    Der Aufwand herauszufinden, wie das Teil oder seine früheren Verwandten mal hießen, ist erheblich und das kann ich mir oft zeitlich nicht leisten.

    Wenn ich es mache, kann ich dann meine alten Bücher zu Rate ziehen, in denen die Beschreibungen oft um Längen besser sind als in den aktuellen.

    In den alten waren die Pilze von "Kopf- bis Fuß" beschrieben inklusive der Variationsmöglichkeiten.

    Gruß,

    Marcel

    Hallo Follower,

    einige deiner Goldröhrlinge hätte ich im Wald gelassen.

    Ich habe gerade in einem anderen Thread geschrieben, dass man nur makellose Exemplare nimmt.

    Da zeigst teilweise Fruchtkörper, bei denen schon jemand die Röhren abgeweidet hat und bei denen im Umfeld dieser Fraßstellen Fleischverfärbungen zu sehen sind, die Verderbnis anzeigen.

    Goldröhrlinge mit Fraßstellen oder bei denen man den Hut eindrückt, wenn man mit dem Finger drauf drückt - bääääääääääääääääääääääääh

    Aber vielleicht leidest Du ja an Verstopfung und möchtest deinen Magen mal so richtig durchputzen ....

    Gruß,

    Marcel

    Hallo Jos,

    ich habe gerade wieder Suillus grevillei gesammelt.

    Ich würde mich Uwe anschließen:

    Nur junge nehmen! Außerdem nur absolut einwandfreie - die verderben ausgehend von Fraßstellen. Man will dann die Fraßstelle ausschneiden und hat dann am Ende den halben Pilz weggeschnitten, weil das Fleisch weit um die Stelle verfärbt ist. Dieses verfärbte Fleisch schmeckt widerlich und führt beim Verzehr von größeren Mengen zu Magenproblemen.

    Außerdem findet man immer wieder Exemplare bei denen die Entwicklung irgendwann gestoppt hat, die sehen dann noch jung aus, sind aber schon in Verwesung.

    Darum lasse ich alles, was sich nicht mehr knackig anfühlt, stehen.

    Ich ziehe die Huthaut nicht ab, sie ist ein wesentlicher Geschmacksträger. Suillus sollte man im Gegensatz zu allen anderen Pilzen mit kaltem Wasser abspülen, um die Nadeln, Blattteile und was da sonst noch dran hängt zu entfernen.

    Gruß,

    Marcel

    Hallo Follower,

    beim Pilzbestimmen kommt man nur voran, wenn man zunächst grob zuordnet und dann die Details prüft.

    Da hilf zunächst einmal der "Habitus" - das sind die Größenverhältnisse.

    Bei deinen Pilzen ist die Stiellänge groß im Vergleich zur Stielbreite und zur Hutbreite.

    Damit lande ich bei dem, was man früher die Filzröhrlinge nannte. Bei einer der gezeigten Arten sieht man übrigens den "Filz" - die sich samtig anfühlende Huthaut - recht deutlich.

    Mit dieser Grobzuordnung per Habitus kann man immer noch schlimm in die Irre gehen - vor zwei Jahren hatte ich einen Gallenröhrling mit Filzröhrunglingshabitus - aber in 99% der Fälle sucht man dann schon mal in der richtigen Ecke. Um dann wirklich sicher zu sein, muss man alle Merkmale geprüft haben - der Gallenröhrling fiel durch den Geschmack auf und dann sah ich auch, dass die Poren eben doch einen Hauch von Rosa hatte und die undeutlichen Farbstrukturen am Stiel ein schwaches dunkles Netz waren.

    Gruß,

    Marcel

    Hallo zusammen,

    ich möchte mich meinen Vorrednern anschließen,

    ich finde sowohl die Hutfarbe, als auch dieses spezielle Gelb der Poren sehr charakteristisch für den Schönfuß.

    Im Zusammenhang mit dem Blauen wüsste ich da auch nichts anderes.

    Bezüglich der Stiele ist der farblich sehr variabel. Bei den Bilder ist da deutlich rot zu sehen, das muss aber nicht sein.

    Wenn die noch jung und hübsch sind, ist das Rot deutlicher.

    Gruß,

    Marcel

    Hallo Waldmanns Heil,

    das mit dem bitteren Geschmack des Schönfußröhrlings habe ich früher auch gerne mal ausprobiert und ich muss sagen, dass das bei manchen Exemplaren nicht sehr deutlich ist.

    Ich probiere so etwas manchmal aus, nachdem ich den Pilz eindeutig bestimmt habe.

    Das hilft bei der Bestimmung, wenn man dann irgendwann mal ein untypisches Exemplar hat.

    So ziemlich das Bitterste, was ich jemals gekostet habe, waren grünblättrige Schwefelköpfe.

    Gruß,

    Marcel

    Hallo Hobis,

    Ihr schreibt: "niemand diskutiert über die Farbtöne".

    Komisch und ich dachte dem Threadersteller ginge es darum, ob es möglich sei, dass das Fleisch bei Steinpilzen gelb gefärbt sei und ob man solche Exemplare noch verzehren sollte.

    Macht bitte mal das zweite Bild des Threaderstellers im Detail auf und schaut Euch den rechten Hutrand an. Wenn ich meinen Bildschirm falsch halte erscheint er fast weiß, bei geeignetem Winkel deutlich blau. Alle anderen "Weißanteile" haben bei mir einen sehr deutlichen Rosastich.

    Wegen des weißen Netzes kann das insbesondere bei den Röhren aber nicht die natürliche Farbe sein.

    Die Farbtöne sind aber leider nicht so unwichtig. Ich finde nämlich ebenfalls seit Jahren immer mal wieder Steinpilze, bei denen von der Stielbasis ausgehend oft weit in den Stiel hinein intensiv gelbe Verfärbungen zu sehen sind. Die verlaufen aber nicht flächig, sondern in "Kanälen". Sieht fast so aus, als arbeite sich da ein Lebewesen durch. Bei diesen Teilen habe ich Stiele mit solchen Verfärbungen nicht verwendet. Zu diesem Thema gab es auch schon einmal einen Thread, aber auch da konnte niemand sagen, was die Ursache ist.  

    So etwas sehe ich auf den Bildern aber nicht und zwar weder vom Farbverlauf, noch von Farbton.


    Hingegen finde ich immer Mal Steinpilze mit rot-bräunlichen Fleischfarben unmittelbar unter der Huthaut. Das würde vom Farbverlauf her passen, aber der Farbton stimmt eben ebenfalls nicht genau. Ich habe in solchen Fällen noch nie etwas gelbliches gesehen.

    In beiden Fällen würde mich interessieren, was andere Leute so beobachten. Da ist es natürlich interessant, ob das, was ich auf dem Bildschirm sehe, auch das ist, was der Threadhersteller sieht. Auch die Beobachtungen von Simon sind natürlich wichtig und interessant und ich käme in keiner Art und Weise auf den Gedanken, das in Zweifel zu ziehen.

    Die Erfahrung zeigt aber leider, dass sich das Farbempfinden von Menschen sowohl zwischen den Kulturkreisen als auch innerhalb eines Kulturkreises deutlich unterscheidet.

    Gruß,

    Marcel

    Hallo zusammen,

    ich sehe da auf dem Bild alle mögliche Farben - unter anderem auch blau - aber so ein richtiges gelb sehe ich da nicht. Höchstens ein gelb-braun.

    Das Bild ist offensichtlich nicht farbecht. Da ist es sinnlos über die Farbtöne zu diskutieren.

    Bei mir kommen z.B. die Röhren eher zartrosa rüber.

    Gruß,

    Marcel

    Hallo Matze,

    ob das ein Fichtensteinpilz war, mag ich nicht beurteilen. Eventuell ist das was anderes, eventuell ein vergammelter Fichtensteinpilz.

    Prinzipiell ist bei Steinpilzen damit zu rechnen, dass bei starkem Regen die Huthaut durchfärbt.

    Ich vermute mal, das kritische Exemplar ist rechts der zweite von unten auf dem Wimmelbild.

    Es hilft ungemein, wenn man nur einen Pilz pro Bild darstellt und den in allen Ansichten zeigt.

    Wenn der oben so schwarz ist, wie das auf dem Wimmelbild aussieht, hätte ich mir das im Wald näher angesehen.

    Das Teil scheint mir zu blauen und kann damit, wenn die Bilder halbwegs korrekt die Realität wiedergeben, kein Steinpilz sein.

    Mit einem Bild mit so heftigen Farbschatten ist jeglicher Bestimmungsversuch fruchtlos.

    Gruß,

    Marcel

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für Eure Bestimmungsvorschläge.

    An Cortinarius hatte ich auch schon gedacht. Nur hatte ich im Hinterkopf, dass die Mykorrhiza-pflichtig sind.

    Mittlerweile habe ich nachgelesen, dass es sich genauso verhält wie mit den Russula: Die können auch mit Silberwurz, Spalierweiden und Knöllchenknöterich und vermutlich noch einigem anderen.

    Ich gehe auch davon aus, dass auf meinen Bildern 2 Mal dieselbe Art zu sehen ist. Ich finde aber nichts, was jung einen eingerollten Hutrand hat, der die Lamellen komplett verdeckt.

    Ich finde häufiger mal beim Bergwandern Pilze oberhalb der Baumgrenze, meistens Russula. Leider kenne ich keine Beschreibung, welche Mykorrhiza bildende Arten denn dazu in der Lage sind. Das muss eine recht begrenzte Auswahl sein - aber leider finde ich keine Zusammenfassung, welche Arten das können.

    Man wird zum Beispiel niemals einen Speisetäubling oberhalb der Baumgrenze finden, aber einiges aus dem weiteren Umfeld von Russula emetica.

    Leider gibt es nur sehr wenige Menschen, die solche Wege begehen und fast niemanden, der dann noch auf Pilze achtet.

    Gruß,

    Marcel

    Hallo Liebe Foristen,

    ich war in den Brenta Dolomiten Wandern und Klettern und habe während des Durchsteigens eines Klettersteiges Pilze gefunden, die ich in derselben Region schon bei früheren Kletteraktionen gesehen habe.

    Leider ist es nicht so ganz einfach vernünftige Fotos zu machen oder alle Merkmale zu erheben, wenn es hinter einem ungefähr 100 Meter ziemlich senkrecht abwärts geht, aber vielleicht hat jemand so etwas schon einmal gesehen. Sie sehen sehr deutlich anders aus als alles, was ich bisher sonstwo gesehen habe.


    Solche eingerollten Hutränder, die die Lamellen komplett verschließen, kenne ich sonst nicht.

    Hier noch ein Panoramabild vom Passo di Palete, damit Ihr Euch einen Eindruck von der umgebenden Landschaft machen könnt.

    Gruß,

    Marcel

    Hallo zusammen,

    in den von mir regelmäßig begangenen Wäldern hat sich in den vergangenen 50 Jahren in der forstlichen Bewirtschaftung vieles zum Besseren verändert. In meiner Kindheit wurden, sobald ein Wald "erntereif" war, großflächige Kahlschläge durchgeführt. Danach wurden "Baumplantagen" angelegt, bei denen man auf viel Chemie setzte, damit die Bäume überhaupt groß wurden.

    Kahlschläge sind bei uns mittlerweile verboten, es sei denn, da soll ein neues Wohn- oder Industriegebiet angelegt werden. Da wird nach wie vor zunächst einmal alles platt gemacht und anschließend begrünen die neuen Landbesitzer wieder. Den Betrieben übergibt man das Gelände dabei zu Spottpreisen, die machen dann ein paar Jahre und anschließend gibt es da eine "Industriebrache".

    Früher wurden die Wälder bei uns von den Menschen für Ackerbau, Obstplantagen und Viehzucht genutzt und oder gerodet.

    So gibt es zum Beispiel ein Waldgebiet mit dem Namen "Grundbirngarten" - für nicht Pfälzer "Kartoffelgarten". Ein anderes heißt Saupferchtal. Ein drittes Biertälchen, wobei das ein Hörfehler eines nicht Einheimischen ist, der das aufgeschrieben hat - das heißt eigentlich Birntälchen. Nicht weit von Kaiserslautern stehen Reste eines verfallenen Gehöftes: Wo sich heute wunderschöne Wälder ausbreiten, wollte jemand mal Ackerbau und Viehzucht betreiben.

    Der Forst setzt heutzutage auf Naturverjüngung: Er schützt dabei die nachwachsender Bäumchen vor Wildverbiss. Außerdem setzt er in sich langsam ausdünnende Altbestände zum Beispiel Wildbirnen oder andere Wildlinge einheimischer Obstarten, die es da früher schon mal gab.

    Bei meiner Aufzählung der vorkommenden Baumarten hatte ich Douglasien vergessen, die gibt es bei uns schon lange, aber immer nur in Einzelexemplaren, nicht als geschlossene Bestände.

    Die Gemeinden waren nach dem 2.Weltkrieg von Forstwissenschaftler vielfach so beraten worden, dass sie in Ihren kleinen Gemeindewäldern Fichtenplantagen anlegen sollen.

    Bei denen, die das gemacht haben, stand dann nach dem Stürmen zum Teil kein einziger Baum mehr. Manche haben dann den Fehler wiederholt, andere haben alles der Natur überlassen, weil sie kein Geld für Neuanpflanzungen hatten.

    Gruß,

    Marcel