Beiträge von zuehli

    Ich würde mir da keine Aussage zutrauen

    Ja danke Sebastian,


    ich schäme mich auch schon fast, so eine dämliche Anfrage zu stellen. Da ich mich mit den Schwärztäublingen noch nicht auseinandergesetzt hatte, keimte in mir der verwegene Gedanke auf, dass man das so eben mal en passant festmachen könnte, ist mir auch wieder mal eine Lehre.

    Die Anfrage bei Felix ergab die Antwort: "einer der Schwärztäublinge"...


    Sei's drum

    Harald

    Hallo Zusammen,


    Gestern hatte ich den abgelichtet, den ich vor Ort mal schnell als Dichtblättrigen Schwärztäubling angesprochen hatte. Da er mir kein Widerwort gegeben hatte und ich keine genaueren Untersuchungen vorgenommen hatte und der auch an Ort und Stelle verblieb, kommen mir mittlerweile beim Anschauen des Bildes weitere Bedenken. Ist's acrifolia oder densifolia oder doch was anderes? Kann man da aus der Ferne was sagen?

    Ich muss mir wirklich abgewöhnen, im Wald irgendwelche Schnellschüüse abzugeben...


    Beste Grüße

    Harald


    Mit Parra Monographie meinst du den Fungi Europaei Band? Sind die denn nicht auf itanlienisch und nur der Schlüssel auf Englisch?

    Jep, die Bände aus der Fungi Europaei-Reihe. Im konkreten Fall auf spanisch mit englischen Schlüsseln.

    Letztendlich wird man sich bei der speziellen Beschäftigung mit einzelnen Gattungen i.d.R. mit fremdsprachiger Literatur auseinandersetzen müssen.


    Wenn Du dich intensiver mt Täublingen beschäftigen willst, würde ich dir einen Kurs bei Felix Hampe empfehlen. Z.B. vom 17.-19. Sept. am Pilzmuseum in Bad Laasphe. Wenn das nicht in deinen räumlichen und zeitlichen Rahmen passt, kannst Du hier andere Termine abrufen.


    Grüße

    Harald

    Hi Andreas,

    das ist schön zuhören. Ich meinte die Bände "The Genus ... of Britain" von Kibby. Das sind doch Gattungsmonographien. Die würde ich mir zusätzlich kaufen.

    Mir ist bewusst, dass man nicht zur jeder Gattung eine Monographie haben kann, aber von den größeren macht das doch Sonn, oder? Russula, Boletus s.l. usw.

    Gibt es sonst noch Vorschläge?

    LG

    Hallo Oliver,

    in gewisser Weise sind die Genus-Bände von Kibby schon Gattungsmonografien, allerdings sehr kurz und sehr übersichtlich gehalten. Wenn man z.B. sieht, dass der Agaricus-Band mit 51 Seiten zurecht kommt und die Parra-Monografie (incl. Ergänzung) mit knapp 2100 Seiten, kann man sich vorstellen, dass der Kibby nur an der Oberfläche kratzt ohne sonderlich in die Tiefe zu gehen. Trotzdem will ich den Wert der Kibby-Gattungsübersichten nicht schmälern, um sich grob mit einer Gattung auseinanderzusetzen, mag es sicherlich dem einen oder anderen genügen.

    Der Vorschlag ist auch, sich nicht mit Gattungsmonografien einzudecken, für Sachen, die einem eigentlich gar nicht interessieren. Im Laufe der Beschäftigung mit der Materie wird sich herausstellen, dass man für einzelne Gattungen ein besonderes Interesse zeigt, dann deckt man sich eben mit diesem Teil der Literatur ein.

    Wenn Du z.B. mit Täublingen nichts anfangen kannst, dafür aber die Röhrlinge besonders magst, dürfte es klar sein, das man sich mit Röhrlings-Literatur eindeckt und die Täublinge erstmal aus dem Regal lässt.

    Wenn man natürlich neben Pilzen auch noch Pilzbücher sammelt, brauchts schon ordentlich Platz...


    Beste Grüße

    Harald

    Ich hatte kein Messer dabei

    normalerweise schneide ich sie ab und reiße sie nicht aus, aber selbst abtrennen mit der Scheckkarte ging nicht , Stiel war zu fest

    Hallo Wölfchen,

    zum Bestimmen braucht man den ganzen Pilz, also besser sowieso nicht abschneiden, sondern mit dem ganzen Stiel rausnehmen.

    Bei Röhrlingen ist es auch immer zielführend einen Längsschnitt zu machen um die Verfärbung beurteilen zu können.

    Deiner ist aber so eindeutig, dass die gestellte Diagnose auch mal so geht.


    Beste Grüße

    Harald

    Ob das aber nun Neoboletus erythropus ss.str. ist, oder der neu beschriebene N. xanthopus

    Nach meiner reichhaltigen Erfahrung (ich habe immerhin xanthopus schon einmal gesehen 8o)

    ist das zumindest nicht xanthopus. Der sollte schon deutliche Gelbtöne am Stiel haben und ist auch nicht so intensiv flockig. Oder gibts andere Meinungen?


    Beste Grüße

    Harald

    Nicht unerwähnt bleiben sollten auch gelegentlich vorkommende Albino-Formen von A. phalloides. Letztes Jahr im November hatte ich einen Hexenring voller A. phalloides unter der Hainbuchen-Hecke von einem Supermarkt-Parkplatz gefunden. Ein reinweißes Exemplar war dabei. Olivbraune Exemplare, bei denen die typisch grüne Farbe kaum noch wahrzunehmen ist, sind mir auch schon untergekommen.


    Gruß,


    Frank

    Ja Frank, da hast Du natürlich recht, deswegen erwähnte ich ja auch die untypischen Merkmale. Wenn man allein sieht auf welche unterschiedlichen Art und Weisen der Perlpilz daherkommen kann, braucht es natürlich auch schon eine gute Erfahrungsgrundlage um manches zu erkennen.


    Hier mal ein halbschlechtes Bild eines Grünen Knollis ganz in weiß:


    Beste Grüße

    Harald

    Hallo hackstutz,


    das ist ein Saftling, ob man die Art nach den Fotos festnageln kann ist fraglich. Vielleicht mag's ein Schwärzender sein, die sind zur Zeit recht häufig.


    Beste Grüße

    Harald

    Was sind denn hier die eindeutigen Merkmale, die ihn als A. phalloides kennzeichnen und von anderen Arten abgrenzen?

    Hi lubeca,


    hier isses ja ganz einfach, weil der so richtig typisch wie ein Grüner Knolli aussieht. 8o


    Also Ernst beiseite. Allein die schöne grüne Hutfarbe gibt es bei keiner anderen Pilzart, vielleicht kommt Tricholoma sejunctum in die farbliche Nähe. Das ist natürlich schlecht zu beurteilen, wenn man ältere ausgeblasste Exemplare - wie auf den letzten Bildern - vor sich hat.

    Auch sehr typisch sind die Velumreste auf dem Hut, die in den meisten Fällen gar nicht vorhanden sind, aber bei deinem kleinen Exemplar auch sehr typisch - weil großflächig und nicht als einzelne Tupfen - zu sehen sind.

    Dann noch der "Blumentopf", in dem der Stiel steckt, auch sehr typisch.

    Der Geruch ist ja immer so eine Sache, das muss man wirklich üben und manchmal muss man auch ein bisschen Fantasie aufbringen um das zu riechen, was man riechen soll.

    Der genatterte Stiel ist bei dem jungen Exemplar noch nicht ausgebildet, der muss erst noch ein bisschen wachsen. Beim älteren Exemplar könnte ich mir vorstellen, dass durch die feuchte Witterung die Epidermis des Stiels so geschmeidig geblieben ist, dass das leichte Aufreißen, dass die Natterung verursacht, ausgeblieben ist.

    Das Dumme an der Geschichte ist, dass die Pilze nicht immer die Pilzbücher lesen in denen sie beschrieben sind und manchmal auch untypische Merkmale hervorbringen, die den Bestimmer verwirren.


    Beste Grüße

    Harald

    Achherrjeh, jetzt muss ich mir ja den ganzen Thread durchlesen... :P


    Gut, davon abgesehen, dass ich hier auch ohne Mikroskopie den oreadiformis sehe (der wächst in meinen Gefilden wie Unkraut), ist neben der Sporenform und -größe hin und wieder mal die Struktur der HDS wichtig.

    Wolfgang hats ja eigentlich erklärt, wie es geht. Ich schaffe es, mit einer Rasierklinge einen schönen Radialschnitt aus dem Hut zu schneiden. Gerade z.B. bei Dachpilzen ist die HDS wichtig, damit fängt die Bestimmung an.

    Aber man muss dann eben auch die Hutdeckschicht - also die oberste Schicht, mit evtl. Unterlagen - sehen und interpretieren. Ist halt nicht immer so einfach, wie's geschrieben wird und bedarf einiger Übung und Erfahrung.

    Bei den Lepioten kommt man in einigen Fällen aber auch schon mal allein über die Sporen in die Nähe einer Bestimmung.


    Beste Grüße

    Harald

    So langsam habe ich das Gefühl, dass bubalinus sich als der häufigste der Rotfüße herausstellt. Obwohl ich ja letzthin tatsächlich wieder mal einen chrysenteron gefunden habe...


    Grüße

    Harald

    Um Jan-Arne jetzt noch neidischer zu machen (er verstehts schon). Die Art wächst natürlich schon seit einigen Jahren in meinem eigenen Garten.

    :cool:


    Harald

    Gibt es irgendwo aktuelle Untersuchungen welche Schirmlinge nachgewiesenermaßen Amatoxine enthalten?

    Es gibt eine BA-Arbeit aus 2018 von der Uni Frankfurt, die sich mit dem Thema befasst: Sepas Sarawi, Naturstoffanalytik und Chemotaxonomie von Lepiota-Arten.

    Da diese Art von Arbeiten im Gegensatz zu Doktorarbeiten in der Regel nicht unbedingt öffentlich zugänglich sind, verzichte ich hier auf den Anhang und stelle das mal als Hinweis ein.


    Beste Grüße

    Harald

    Hallo Sebastian,


    da gebe ich Wasser auf die Mühlen.

    Die 9 dürfte ein Chlorophyllum sein und die 13 ziemlich sicher T. inocybeoides.

    Bei der 12 würde ich A. franchetii auch nicht kategorisch ausschließen wollen.

    Aber "meinen" franchetii hast Du mir beim letzten Kurs auch nicht abgenommen... 8o


    Beste Grüße

    Harald