Beiträge von zuehli

    Dann empfiehlt sich vielleicht mal "der Horak", um sich die alle anzuschauen?

    "Der Horak" ist 2005 erschienen und alleine mendax und xanthopus sind erst 2013/2014 beschrieben worden. Von daher gesehen ist da nix mit "alle anschauen".

    Die Engel-Publikationen über die Röhrlinge sind auch schon uralt (Dickröhrlinge: 1983), so dass aktuell neben dem Kibby noch die FAN 7 in Frage käme.


    Beste Grüße

    Harald

    Moin,


    ich würde mal sagen, so sind die Pilze kaum bestimmbar.

    Warum Handschuhe? Ist es noch so kalt?

    Und der Primus ist wohl eher ein Prunus, also Vogelkirsche.


    Grüße

    Harald

    Zur zweiten Frage daher meine Meinung: plus + minus bildet bei günstigen Voraussetzungen ein Mycel, auch vom selben Fruchtkörper.

    Vater + Mutter spielt's bei Pilzen nicht

    So kann man es in der Tat vereinfacht sagen. Dazu habe ich gestern Abend mal Prof. Kost befragt, der das dann in etwas komplizierter aber prinzipiell so beschrieb.


    Grüße

    Harald

    Hallo King,


    das kommt auch auf die Verbreitungsmethode an. Trüffeln bspw. lassen sich ja fressen um dann durch die Ausscheidungen des Fressenden an einen anderen Ort zu gelangen. Da gibts eben verschiedene Modelle, die sicherlich verschiedene Wirksamkeit haben. Pilze, die ihre Sporen durch den Wind transportieren lassen, haben bestimmt einen größeren Verbreitungsradius. Das lässt sich vielleicht an invasiven Arten festmachen, die aus Südeuropa über die Alpen zu uns gekommen sind (z.B. Amanita caesarea, Amanita strobiliformis, Boletus aereus, etc.). Heimisch werden die in fremden Gefilden aber auch nur, wenn sie entsprechende Bedingungen vorfinden, wie Bodenbeschaffenheit, Klima, Mykorrhizapartner...

    Der bekannteste Fall, der auch den weitesten Weg hinter sich gebracht hat ist wohl der Tintenfischpilz, der von der anderen Seite des Planeten eingeschleppt wurde und sich seit ca. 1914 von den Vogesen aus über Europa verbreitet hat.

    Aber auf jeden Fall hast du recht, dass die aktive Pilzberatungstätigkeit nichts für Leute ist, die sich nicht auf ihr Fachwissen zu 100 % verlassen mögen oder generell die damit verbundene Verantwortung scheuen. Pilzberatung ist insofern kein Spaß

    Zumal, wenn man nächtens um halb drei aus dem Bett geklingelt wird, oder andere Zeitgenossen auf ihr "Recht" pochen, jederzeit und immer halbvergammelte Körbe von Rotfußröhrlingen (s.l.) für die Pfanne freigegeben zu bekommen.

    Andererseits hat man aber auch schon mal ein gutes Gefühl den einen oder anderen Unkundigen vor Ungemach bewahrt zu haben.

    Aber das muss jeder für sich selbst wissen, was er sich antut.


    Beste Grüße

    Harald

    Alles sicher sehr lokal zu betrachten, oder?

    Sowieso! Obwohl Pilze sich manchmal auch abzusprechen scheinen und jahreshäufig über die Republik verteilt aufploppen. Den letzten lebenden Maikäfer habe ich allerdings vor 35 Jahren gesehen. In Südhessen gibts dagegen regelmäßige Plagen...


    Beste Grüße

    Harald

    Und ja, das mit der Glimmertintlingsecke dachte ich mir schon, schwer ohne die Linse. Aber leider besitze ich so etwas noch nicht, denke aber, das werde ich mir demnächst zulegen.

    Hallo Stefan,


    da täte es auch schon eine Lupe. Soweit ich erinnere, ist der Glimmer-Kollege derjenige aus dem Komplex, der einen bereiften Stiel hat (Kaulozystiden). Von daher gesehen reicht eigentlich ein kurzer scharfer Blick auf die Stieloberfläche.


    Beste Grüße

    Harald

    beim durchsehen der Bilder fand ich der Stiel und die Farbe sah bisschen nach Amanita virosa aus

    Hm? Davon abgesehen, dass das ein ziemlich junger Fruchtkörper ist, bei dem die Merkmale noch nicht so deutlich herauskommen, finde ich, dass die Ähnlichkeit mit virosa sich in Grenzen hält. Der hätte doch einen fast sparrigen Stiel, einen weißen glänzenden Hut, ordentliche Velumfetzen an der Knolle und vor allen Dingen nicht so dicke, semmelbröselfarbene Velumplacken auf dem Hut.


    Beste Grüße

    Harald

    Hallo Tim,


    zunächst sei gesagt, dass ich die Filme nicht kenne. Aber davon abgesehen, dass jeder seine eigenen Methoden und Vorlieben hat, etwas zu lernen, halte ich reines Konsumieren nicht für die optimalste Lernmethode. Wie wärs denn, wenn Du dir mal was den den Filmen anguckst und für dich selbst beurteilst, welchen Lerneffekt DU davon hast?


    Wie gesagt, ich weiß nicht, wie die Filme didaktisch konzipiert sind, aber ich würde mal das ungefähr so gleichsetzen, als wenn man einen Kurs besucht und von dem Pilzlehrer ein paar Dutzend Pilznamen an den Kopf geworfen kriegt, wovon man am Ende des Kurses dreiviertel wieder vergessen hat. Analog bringe ich gerne das Beispiel der Fahrschule. Wenn man diese absolviert hat, kann man noch lange nicht gut Auto fahren, das kommt erst durch die Übung und die angewandte Praxis. Ähnlich ist es mit den Pilzen. Filme gucken, Kurse besuchen und Fachbücher auswendig lernen ist zwar gut und schön und hat sicherlich einen gewissen Lerneffekt, aber zum "Profi" wird man i.d.R. erst dadurch, wenn man versucht sich selbst mit er Bestimmung eines Pilzes auseinanderzusetzen und sich die entsprechenden Merkmale anzueignen. Denn wenn man einen Pilz selbst bestimmt hat, kennt man den auch!

    Also auch bei unserem Thema gilt der Wahlspruch: Die Weisheit fällt nicht vom Himmel und vor allen Dingen macht die Übung den Meister.


    Beste Grüße

    Harald


    Nachtrag. Gerade sehe ich die stattliche Preislage dieser Lehrfilme. Da würde ich einem realen Kurs vielleicht doch eher den Vorzug geben...

    So, nachdem ich jetzt auch mal mit dem Jülich geschlüsselt habe (hätte ich ja gleich machen können... ==Gnolm23 ) kommt man eigentlich ohne weitere Umschweife zu Truncospora ochroleuca.

    Mittlerweile heißt die Gattung Perenniporia und Dörfelt/Ruske, (Die pileaten Porlinge Mitteleuropas) schreiben schön geschwollen dazu - man lasse sich das auf der Zunge zergehen:

    "überwiegend effuse, aber auch pileate, annuelle bis perennierende, mono- bis polyzentrische Crustothecien mit polyporoidem Hymenophor."

    Dabei ist Perenniporia ochroleuca nur im Mittelmeergebiet und an der Südwestküste Englands nachgewiesen.

    Ich denke, das kann man jetzt so eintüten und ich passe mal den Thread-Titel an.


    Beste Grüße und nochmals Dank für's Draufstoßen

    Harald