Beiträge von zuehli

    um die beiden Borstentrameten auseinanderzuhalten musst Du die Tramafarbe beurteilen. Bei C. gallica braun, bei C. trogii weißlichcreme. Äußerlich ist zwar C. gallica in allen Teilen grundsätzlich dunkler als C. trogii. Da kann man sich aber schnell vertun. An Esche ist es fast immer C. gallica, an Weide und Pappel meist C. trogii.

    Wenn man dann noch KOH zur Hand hat, kann man das auf die Trama draufschmieren, gallica wird dann schwarz und trogii sollte keine Reaktion aufweisen.


    Beste Grüße

    Harald

    Hallo Rika,


    danke für den Hinweis. Da es in der populären Literatur so gut wie keine Hinweise auf die drei Arten gibt, ist das schon mal ein Erklärungsansatz.

    Lediglich in den "Fungi of temperate Europe" habe ich alle drei nebeneinander aufgeführt gefunden. Die mikroskopische Untersuchung allein scheint mir nicht richtig zum Ziel zu führen. Man ist wohl neben der Substratangabe auf die Porengröße angewiesen, in FTE steht: abietinum 2-3(4) Poren per mm, annosum (2)3-4(5) Poren per mm, parviporum (3)4-6(7) Poren per mm.

    Parviporum ließe sich dann wohl an den feinen Poren ausmachen und bei den anderen beiden müsste man noch genau die Sporen messen, die bei abietinum nicht über 6 µ hinausgehen sollten.

    Nicht einfach, außer man sagt zu solchen Teilen einfach "Wurzelschwamm"


    Wenn man jetzt bei Urs-Peters Pilz mal das Lineal an die Poren halten würde, könnte man dann vielleicht doch den parviporum ausschließen.


    Beste Grüße

    Harald

    Vermutlich hat Ulla recht, auch wenn ich die Art nicht kenne, aber ein G. Fältling mit so Algenbewuchs ist schon recht unwahrscheinlich, da war ich etwas zu schnell!


    LG, Chris

    Wenn man genau hinguckt, kann man Poren erahnen. Damit fallen die anderen Vorschläge aus dem Rennen.

    ;)

    mein Kenntnisstand sagt, dass Trametes Gibbosa selten auch an Nadelholz gefunden wurde.

    Das sagt auch mein Kenntnisstand, konkret aber wohl Fichte. Diese Weisheit habe ich aus dem hier manchmal so gescholtenem Werk: Die Großpilze Baden-Württembergs.


    Beste Grüße

    Harald

    Hi,

    normalerweise liegt es am PSV selbst, sich in der Liste eintragen zu lassen. Oder der PSV-Status ist abgelaufen. Es werden also solche Gründe vorliegen, warum Frau R. D. dort nicht mehr gelistet ist.


    Grüße

    Harald

    Ich habe gerade mal einen Knoten unters Mikro gepackt. Ich sehe da nix auffälliges. Keine Nematoden, Toxozysten oder so. Ein paar lecythiforme Basidiolen waren zu sehen, Sporen, Hyphen.

    Vielleicht sind's einfach aberrante Hyphenansammlungen?

    Ich kenne diese Knubbel von Lepista personata. Das ist mir vor vielen Jahren schon aufgefallen und wenn man sich die Exemplare genau anschaut, findet man immer wieder mal diese Knoten an den Lamellen. Ich habs dann auch mal mikroskopiert und ein wurmähnliches Wesen ausmachen können.

    Auch ein Grund, warum ich keine Wildpilze mehr esse...


    Beste Grüße

    Harald

    Hallo,

    es gilt das was in der Artenschutzverordnung steht, dabei spielt keine Rolle woher die Pilze stammen. Pilze auf deinem Grundstück werden ja auch der Natur entnommen, in der sie eine wichtige Funktion zu erfüllen haben. Wer das allerdings kontrollieren will, steht auf einem anderen Blatt.

    Was das Verkaufen angeht wurde hier schon mal diskutiert.


    Grüße

    Harald

    Mich interessiert natürlich brennend, ob ihr euch auch schon mal im Wald verirrt habt, oder ob nur ich so dödelig bin

    Don't worry, das kommt vor. Mir ist das vor etlichen Jahren sogar mal in meinem Hauswald passiert. Mittlerweile hat man ja diese schlauen Telefone, die auch GPS können und einem den Weg weisen.


    Beste Grüße

    Harald

    die spannende Frage ist, ob am Hangelstein bereits auch die zwei anderen Arten gefunden wurden. Wenn nicht schaut's gut aus für'n Jurana.



    Hey zuehli, gab es seit 35 Jahren keinen Winter mit Eis und Schnee am Hangelstein?

    Die zwei anderen Arten sind dort wissentlich noch nicht aufgetaucht und Eis und Schnee gabs in manchen Jahren natürlich auch.

    Hier das Exemplar vom 1. Januar 2008:

    Der Hangelstein bei Gießen wird seit etlichen Jahren immer wieder zum Jahresbeginn (= Saisoneröffnung) heimgesucht und S. jurana ist dort seit ca. 35 Jahren mit schöner Regelmäßigkeit anzutreffen. Hier vom 1.1.2023:


    Hab ich mir jetzt angeguckt, eigentlich kenne ich Radulomyces molaris, aber wenn man nur Bilder und Exsikkat kriegt, tut man sich schon mal schwer. Die verzweigten Stacheln haben mich irritiert, von der Vordiagnose des Finders mal ganz abgesehen.

    Aber ich denke die Merkmale passen und Axel hat recht und ich tüte den Radulomyces molaris mal ein.


    Bedankt und Gruß

    Harald

    Hallo Leute,

    etwas, was mir zugetragen wurde und ich recht ratlos dastehe, weil ich von dem stacheligen Baumgedöns keine Ahnung habe. Hat jemand eine Idee, in welche Richtung das gehen könnte?

    Sporen habe ich gemessen: breitelliptisch 8-9,5 x 4,5-6µ.
    Zwischendurch kam mir Mycoacia nothofagi in den Sinn, aber da passen auch die Sporen nicht.



    Beste Grüße

    Harald

    die wissenschaftlichen Namen sind vergänglich

    Wie kommst Du darauf? Vergänglich sind die keinesfalls, im Zuge der Sequenzierungen wechseln die Arten schon mal die Gattung, alte Namen bleiben allerdings auf ewig in der Synonymliste erhalten. In seltenen Fällen gibts auch schon mal neue Artnamen, so wird bspw. aus Stropharia aurantiaca ein Leratiomyces ceres. Aber egal welchen Namen man gebraucht, man weiß definitiv was gemeint ist.


    Deinen Pilz oben halte ich übrigens auch für Trichaptum abietinum.


    Beste Grüße

    Harald

    Der ist mir eigentlich zu wenig kaffeebraun und zu stark gerieft. Ich würde eher P. expallens ins Rennen werfen. Die Wiese würde auch als Standort dafür besser passen.


    Weihnachtliche Grüße

    Harald

    Welche Arten sind, neben dem Parasol, denn generell gern genutzte Speisepilze unter den Riesenschirmlingen?

    Eben die ganzen Arten, die die Gattungen Chlorophyllum und Macrolepiota so hergeben. Das hält sich bei den Safranschirmlingen (Chlorophyllum) in Grenzen und lässt sich - wenn man molybdites mal außen vor lässt - meiner Meinung nach auf drei Arten einschränken: olivieri, rhacodes und brunneum, wobei ich den letzteren für conspezifisch mit dem ominösen venenatum halte.

    Die Parasol-Gruppe (Macrolepiota) wird aktuell in Pilze-Deutschland mit 19 guten Arten dargestellt. Wie man aus den Diskussionen der einschlägigen Plattformen entnehmen kann, tun sich auch die Fachleute ziemlich schwer, die auseinander zu klamüsern.

    Für Otto-Normalpilzsammler ist das alles "Parasol".


    Grüße

    Harald

    Gibt denn irgendein PSV einen C. rhacodes frei?

    Da die Art relativ häufig vorgelegt wird, bedarf es bei der Pilzberatung einiger Erklärung. Ich kenne Menschen, die die Art vertragen, aber ich habe auch schon Unverträglichkeiten erlebt. So erzähle ich das den Leuten und ich habe die Erfahrung gemacht, dass die danach keiner mehr isst. In Anbetracht der Tatsache, dass sowas ziemlich oft als "Parasol" in der Pfanne landet, dürfte es eine hohe Dunkelziffer geben.

    Die ganzen Riesenschirmlinge auseinander zu pflücken gehört neben den Champignons mit zu den größten Herausforderungen bei der Pilzberatung.


    Beste Grüße

    Harald