Beiträge von zuehli

    Also, "Kahle" Kremplinge sind mindestens vier verschiedene Arten, die sich makroskopisch so gut wie nicht auseinander halten lassen.

    Es könnte ja durchaus sein, dass einer davon das Paxillus-Syndrom auslöst und die anderen eben nicht. Das würde evtl. die Sachlage erklären, dass manche davon sterben und andere ihn immer noch mit Behagen essen.

    Ich kenne durchaus auch Menschen, die schon immer Kremplinge gegessen haben.

    Da müssten die Empiriker mal ran...


    Beste Grüße

    Harald

    Clitopilus abprunulus hat breitere Zellen (bis über 20 µm dick) in der Lamellentrama als Clitopilus prunulus (unter 10 µm dick).

    Ich hatte letzthin einen abprunulus - so habe ich zumindest bestimmt. Auffällig war der exzentrische Stiel und die Sporengrößen um 8,5µ, während prunulus ja so um 10µ daherkommt. So habe ich es zumindest meiner Literatur entnommen (FTE-Schlüssel & Kibby).

    Nach meiner Auffassung lassen sich zumindest die beiden Arten leicht durch die Sporengrößen auseinanderhalten.


    Beste Grüße

    Harald

    Das Kartieren muss viel, viel schneller gehen. Ein Excel-File zu generieren wäre viel einfacher und würde fast komplett automatisch gehen. Man hat schließlich Bilder mit Geo-Koordinaten.

    Das ist eine gute Methode, in derTat. Die Excel schickt man dann an seinen Landeskoordinator und schon sind auch die Fliegenpilze kartiert.


    Nur zu...

    Harald

    Hallo Uwe,


    da sollte man auf jeden Fall einen Blick durchs scharfe Glas werfen. Gerade die Arten, die laccata- oder proxima-ähnlich sind, bringen manchmal Überraschungen hervor.


    Beste Grüße

    Harald

    Alle Riesenschirmlinge haben einen verschiebbaren Ring!

    Bei der Gattung Chlorophyllum haben wir in D drei Arten (wenn man molybdites auslässt), die meiner Meinung nach reltiv leicht auseinanderzuhalten sind.

    Bei der Gattung Macrolepiota sind es mindestens fünf Arten, bei denen sich die Experten aber manchmal auch nicht so ganz einig sind. Der klassische "kleine" Parasol dürfte auf den Namen Sternschuppiger Riesenschirmling (M. rhodosperma) hören, das lässt sich einmal an der Hutschuppung und zum anderen an der Beschaffenheit des Ringes festmachen (doppelt bei procera). Dann kann man auch noch die Farbe des Sporenabwurfs beurteilen und das Röten des Fruchtkörpers

    Somit scheint das hier präsentierte Exemplar eher kein klassischer Parasol zu sein.


    Beste Grüße

    Harald

    Nachdem immer noch eine Menge "Sommeraustern" wachsen, plane ich, SV in einer kleinen Einwegspritze mitzunehmen und vor Ort Massentestungen durchzuführen.


    Für mich stellt sich noch die Frage, in welcher Konzentration man das SV anmischen sollte? Ich habe Schwefelsäure 65% + die Vanillin-Kristalle. Dörfelt schreibt für mikr. Studien 1 g "Valinin" (Schreibfehler) mit 10 ml 75%iger Schwefelsäure – ich habe keine Feinwaage! Die Konzentration könnte ja auch eine Rolle bei der Reaktion spielen. Was meint Ihr?

    Ich glaube aber, dass man das SV immer frisch anrühren sollte. Einfach die Kristalle in die Säure einrühren, bis es satt gelb ist.


    Grüße Harald

    Dann wäre es konsequent gewesen in seinem jüngsten literarischen Werk darauf hinzuweisen und nicht die SV-Reaktion weiter anzuführen.

    Ich bilde mir jedenfalls ein, dass das bei meinen Versuchen immer funktioniert hat.


    Grüße

    Harald

    genauso in meinem Garten: Eines schönen Tages kam genau da, wo sonst immer Fransige fruchteten, ein FK des Igelwulstlimgs heraus! Ist leider nur einmal passiert.

    Genau, das war am 27.8.2019 und so sah er aus:


    Auf dem Niedergirmeser Friedhof ist er danach in drei Jahren aufgetaucht.


    Beste Grüße

    Harald

    Hallo Harald,


    auf fast allen Substraten mit Pleurotus ostreatus im Winter finde ich im Sommer auch Pleurotus p..

    Handelt es dabei um ein Stamm-Myzel, welches beide Arten hervorbringen kann oder schlummern in den toten Bäumen etc. zwei grundsätzlich verschiedene Myzele?

    Das sind zwei verschiedene Arten, die nicht von einem Stamm-Myzel hervorgebracht werden.

    Wie Emil sagt, sind es entweder mehrere Arten, die nebeneinander wachsen können, oder es ist tatsächlich nur eine Art, die makroskopisch durchaus auch unterschiedlich daherkommen kann.


    Grüße

    Harald

    Hallo Rika,


    der Sommer-Austernseitling (Pleurotus ostreatus forma florida) ist eine wärmeliebende Zuchtform des gewöhnlichen Austernseitlings, die ursprünglich aus den USA stammt, anscheinend gibt es auch Hybride, die sich mit dem "normalen" Pleurotus ostreatus vermischt haben. Zumindest ist das mein Kenntnisstand.

    Der Lungenseitling ist Pleurotus pulmonarius, also eine andere Art.

    Nach meiner Erfahrung lassen die sich immer noch mit der Sulfovanillin-Reaktion (weinrote Färbung) auseinander halten, die bei ostreatus deutlich ausfällt und bei pulmonarius garnicht bis schwach. Zudem sollten die Sporen bei ostreatus leicht größer sein als bei pulmonarius.


    Beste Grüße

    Harald