Beiträge von zuehli

    Nachdem ich das Exemplar jetzt vorliegen habe, kann man sagen, dass sich die Erwartungen voll erfüllt haben....

    Zunächst gibt es nichts gegen den Bestimmungversuch von Chris zu sagen. Nach "herkömmlicher" Literaratur - da kommen auch noch Bresinsky & Stangl (Zeitschr. f. Pilzkunde 43, 1977) ins Spiel - scheint die Sache relativ eindeutig auf M. brevipes hinzudeuten.

    Wenn man sich allerdings die Abhandlung von Antonin et al. (anhängend) zu Gemüte führt, kann man feststellen, dass man wieder mal auf dem Holzweg sein kann. Dort wird die Art aufgrund der Gemengelage als nomen dubium bezeichnet, vielleicht mag es also M. brevipes gar nicht geben(?) Könnte sein, dass hier evtl. auch M. humilis herauskommen kann. Sicher wirds wahrscheinlich durch sequenzieren, auf jeden Fall bleibt die Sache spannend und eine zu erwartende Melanoleuca-Monografie wird vielleicht ähnlich komplex ausfallen wie die 2016 erschienene Hebeloma-Monografie. Also bleibt erstmal nichts als sich die Haare zu raufen...

    Den Pilz nennen wir einstweilen Melanoleuca brevipes sensu Gröger, FN, Bresinsky & Stangl...


    Beste Grüße

    Harald


    Antonín_et_al_(2015), Agaricus_brevipes_(MycolProg).pdf

    Klar, pas de problème...

    :)

    So da bin ich, frisch aus dem Urlaub zurück.

    Eigentlich wollte ich an die Gattung nicht mehr ran, bevor nicht eine gescheite Monografie draußen ist. Mit Vladimir Antonin hatte ich vor dreieinhalb Jahren mal korrespondiert, aber eine gesicherte Info über ein Erscheinen der Gesamt-Monografie war nicht rauszukriegen.

    Trotzdem bin ich interessiert und würde mir das Teil gerne mal angucken. Obs ein gescheites Ergebnis gibt, wage ich nach aktuellem Wissensstand zu bezweifeln.

    Näheres dann per PN.


    Beste Grüße

    Harald

    Um alle Bilder zu sehen, ohne sie einzeln anklicken zu müssen könnt Ihr wie folgt vorgehen: Hier im Forum einloggen, ein Bild anklicken und den Haken in der Checkbox "Diese Einstellung merken" und "Speichern" klicken.

    Lieber Dieter,


    ich möchte aber nicht, dass meine Daten an nocrotec.com gehen.

    Warum kannst Du die Bilder hier nicht einbinden, wie andere das auch machen?


    Beste Grüße

    Harald

    Hallo Chris,


    leider muss ich mal ein wenig schlaumeiern, weil mir ob der abenteuerlichen Schreibweisen von Trockenbelegen immer wieder mal die Gänsehaut kommt:

    "Exsikkat" (von latein. exsiccatus = ausgetrocknet) schreibt man das.


    Schlaumeiermodus aus, nichts für ungut und beste Grüße

    Harald

    Bisher kenne ich sie nur von Buche und ohne den süßlichen Geruch.

    Ischnoderma resinosum ist nach meinen Beobachtungen mittlerweile ordentlich in Verbreitung, früher hatte ich nur I. benzoinum gefunden. Dabei ist Buche wohl das Lieblingssubstrat, andere Laubbäume sind aber hin und wieder auch mal dran. In der Kartierung gibt es u.a. Meldungen von Birke, Eiche, Linde.

    Der Anisgeruch ist im Optimalfall bei beiden Arten vorhanden, manchmal riecht man es schon von weitem. Allerdings habe ich auch schon reichlich Kollektionen gehabt, die nicht gerochen haben, sowohl benzoinum als auch resinosum.


    Beste Grüße

    Harald

    Also einen Sparrigen Schüppling sehe ich hier überhaupt nicht. Viel zu groß, nicht büschelig und vor allen Dingen keine Schuppen am Stiel. Viel zu untypisch halt.

    Ich halte den Gymnopilus junonius für sehr plausibel, zumal der dieses Jahr auch anscheinend Saison hatte. Der Ring ist sehr vergänglich, weswegen ich ihn auch eher Prächtigen, statt Beringten Flämmling nenen würde. Die Hutbeschuppung liegt auch durchaus im Bereich des Möglichen, siehe Bild 31.4 A im Pilzkompendium.


    Beste Grüße

    Harald

    Ja mit Fotos wär uns schon mal weitergeholfen.

    Ansonsten spricht die Beschreibung schon für FiZaRüs, die durchaus auch im Spätherbst fruktifizieren. Wenn die auf Boden wachsen - was auch nicht selten ist - und somit Kontakt zu vergrabenen Zapfen haben, ist die Möglichkeit, dass der Zapfen mittlerweile verrottet ist, schon gegeben. Dann findet man eben keine mehr, bzw. nur noch klägliche Reste.


    Beste Grüße

    Harald

    Mindestens 2 Werke sind erforderlich zum Abgleichen

    und die Internet-Recherche gehört heute selbstredend zum Repertoire.

    Manchmal reicht auch das nicht hinreichend. Jüngstes Beispiel, Ringloser Butterpilz (collinitus) unter Birke, oder auch der normale Butterpilz (luteus) unter Fichte. Da fang mal an zu suchen...

    ;)

    Harald

    Natürlich könnt ihr mich gerne eines Besseren belehren ;)

    Na, wer vermag das schon - gerade im vorliegenden Fall, der wieder mal typisch ist für ein munteres Rätselraten über ein Pilzchen, das makroskopisch auf diese Weise sicher nicht zu bestimmen ist.

    Auch hier hilft es nicht weiter, außer man hat das Teil in der Hand bzw. unter dem Mikroskop. Alles andere liegt im Bereich der Spekulation.


    Beste Grüße

    Harald