Beiträge von Oehrling

    Liebe Corinne,

    ich würde dir von einem Verkauf abraten. Du bekommst ein bisschen Geld in die Hand, das schon bald nicht mehr viel wert ist, und verzichtest dafür auf ein Pilzbestimmungswerk, das es in dieser Art sonst nirgendwo gibt. In ein paar Jahren wirst du erkennen, welch großer Fehler der Verkauf wäre.

    FG

    Oehrling

    Man könnte es doch ganz einfach so machen, dass man die Beiträge in "Marktplatz" nicht kommentiert, sondern sie so hinnimmt, wie sie kommen. Jeder Diskutierende sollte schließlich bedenken, dass auch er irgendwann mal auf dem "Marktplatz" als Anbieter auftritt und dann korrekt behandelt werden möchte. Auf dem Viktualienmarktplatz wird auch nicht diskutiert, sondern es wird sich der Preis der Ware angeguckt und dann halt gekauft oder halt ohne Ware weitergelaufen. Für das Diskutieren und das Austauschen von Meinungen gibt es hier schließlich genügend andere Unterforen.

    FG

    Oehrling


    Da damit die Oberfläche nicht geschlossen wird, begrenzt nach dem Anbraten noch die Siedetemperatur des in den Pilzen enthaltenen Wassers.

    Diesen Satz verstehe ich weder inhaltlich noch vom Satzaufbau her. Wenn die Oberfläche (wovon?) nicht geschlossen wird, läuft das Wasser doch gerade heraus.


    FG

    Oehrling

    Hallo Ingo,

    ...

    Du hast irgendeine Zubereitungsart ausprobiert, die vom Rezept abweicht und das Kochergebnis war nicht scharf.

    Das hat mit flüchtig nichts zu tun.

    Hallo Marcel,

    was genau ist denn nun das korrekte Kochrezept für den Pfefferröhrling, von dem nicht abgewichen werden sollte? Und was genau ist nach deiner Auffassung unter "condiment" zu verstehen? Mir ist nicht einmal klar geworden, was genau das Ziel des korrekten Kochrezeptes sein soll: etwa dass der Pfefferröhrling ausreichend durchgegart (entsprechend der Empfehlung der DGfM mindestens 10 Minuten, besser noch 15 Minuten) scharf schmecken soll oder sonstwie einen besonderen Wohlgeschmack hat, der nur durch das korrekte Kochrezept "herausgekitzelt" werden kann? Diese Fragen behandelt dein Text etwas unpräzise.

    FG

    Oehrling

    Hallo BlonBoah,

    da hoffe ich, dass die Leute, mit denen du über Schleimpilze kommunizierst, verstehen, welche Pilze du meinst. Ich kenne Leute, die für Speisepilze selbstgestrickte Namen verwenden (z. B. Braunkappe, Fischpilz, Gelbling...). Wenn die mir am Telefon sagen, sie hätten den und den Pilz gefunden, weiß ich erstmal nicht, von welchen Pilzen die Rede ist.

    FG

    Oehrling

    Hallo Christian,

    in dem Band 3 der im Parallelthread recht abschätzig beurteilten "Großpilze Baden-Württembergs" findet sich eine Antwort auf deine Frage (vgl. ebenda, S. 18). Dort heißt es bei der Beschreibung der "var. abietinum": "... Basidiocarpien deutlich kompakter als die Normalvarietät. Der Hutrand ist nicht ... gerieft. Die Manschette alter Exemplare kann undeutlich gerieft sein.". Als Baumpartner werden dort Fichte und Tanne angegeben, für die "var. pantherina" freilich auch (vgl. S. 17; das Habitatfoto zeigt auch die "var. pantherina" in eindeutigem Nadelwaldhabitat). Autor GMINDER ist sich des taxonomischen Status selber nicht ganz sicher und schreibt über die "var. abietinum" auch "wohl mit der Typusvarietät vermengt" (vgl. ebenda, S. 18).

    FG

    Oehrling

    Hallo KaMaMa,

    wenn man sich damit zufrieden gibt, dass man keinen exakten Artnamen hat, sondern als Ergebnis hat, dass das was aus der Agaricus silvicola/essettei-Gruppe und wahrscheinlich silvicola oder essettei ist (ich selber kann das bei meinen Funden auch nicht näher eingrenzen), kann man sich ja auch schon auf die Schulter klopfen. Dass man für den exakten Artnamen die Bazooka braucht, ist nicht lebensentscheidend. Dafür ist man ohne Anwendung einer Bazooka in den Kreis mit 2, 3 Arten gekommen, das ist nicht nichts.

    FG

    Oehrling

    Hallo Steffen,

    eines unserer Vereinsmitglieder hat am letzten Mittwoch berichtet, dass er auch ein paar frische Pfifferlinge gefunden hat. Fundort war der nordöstliche Rand des Schwäbischen Waldes bei Wüstenrot, wo es einen sehr ähnlichen Wald hat. Trompetenpfifferlinge hätte es da wohl auch gegeben.

    FG

    Oehrling

    Ich bin kein großer Freund davon, dass Ignoranten in den Habitaten rumtrampeln und diese nun wirklich schützenswerten Pilze wegsammeln.

    Hallo Stefan,

    ja, genau das ist der aus meiner Sicht richtige und angemessene Begriff: Ignorant. Und dieses Gomorrha namens Facebook ignoriere ich ganz, ohne dass ich das Gefühl habe, was zu verpassen, vielleicht solltest du das auch mal überlegen? Auch Buschfunkistan muss man meiner Meinung nach nicht immerzu sehen.

    Ich finde es übrigens super, dass du dich hier noch mal gemeldet hast :daumen: .

    FG

    Oehrling

    Jeder hat mal einen Augenblick des Frusts und manchmal reagiert man dann eventuell etwas schnell.

    Wobei das dann aber für alle User gleichermaßen gelten müsste, nicht dass es dann welche gibt, die sich so etwas herausnehmen dürfen, und bei anderen ein Shitstorm losgetreten wird. Und dann ist es wohl doch insgesamt besser, wenn generell auf solche Ausdrücke verzichtet wird, auch bei subjektiv berechtigtem Zorn.

    Im übrigen möchte ich die Anmerkungen meines Vorschreibers nur unterstreichen. Ob hier im Forum der Speisewert von RL-Arten diskutiert werden muss, hm... mit welchem Diskussionsziel überhaupt? Geht los und probiert ihn mal?

    FG

    Oehrling

    Hallo CSlupina,

    wenn du am Abnippeln bist, nützt dir auch die Theorie nichts, dass der Pilz eigentlich genießbar sein müsste. Von mir als PSV bekommt jedenfalls dafür niemand eine Essfreigabe.

    Dass die Frühlorchel allerdings krebserregend sei, habe ich noch nicht gehört, wo hast du das her?

    FG

    Oehrling

    Irgendwie habe ich den Eindruck, dass ihr die Fragen nicht richtig durchdacht habt.

    HNEEstudis

    Den Eindruck habe ich auch. Aber was ihr auf eure Fragen für Antworten bekommt, ist letztlich euer Problem. Ihr übt ja gerade, wie man gescheite, aussagekräftige Umfragen erstellt. Hauptsache, ihr glaubt dann nicht, dass nach eurer Umfrageauswertung der durchschnittliche deutsche Pilzsammler 67,239 Pilzarten und 2,153 Naturschutzvorschriften kennt. Das ist nämlich keineswegs so.

    FG

    Oehrling

    Hallo zusammen,

    beim Austernseitling sind die auswachsenden Hyphen weiß, das Sporenpulver dagegen blasslila, so dass man das schon einigermaßen gut unterscheiden kann. Im Übrigen möchte ich mich der LilaAuster anschließen, was die Überalterung der gezeigten Pilze angeht. Bei so aussehenden Exemplaren könnte eine bakterielle Kontamination vorliegen, so dass man so etwas nicht essen sollte. In einem Supermarkt würde ich so aussehende Austernseitlinge auch nicht kaufen.

    FG

    Oehrling

    Hallo Oskar,


    gute Bestimmungsmerkmale für den Gemeinen Rotfußröhrling sind:

    - eher schwaches, aber deutlich zu sehendes Blauen (vor allem an den Röhren auf Druck, sowie im Fleisch nach Durchschneiden)

    - viel Weinrot an der Stielaußenseite (nicht graubraun!)

    - Farbverlauf im Fleisch nach Längsdurchschneiden: im Hut blassgelb (nicht rosa!), in der oberen Stielhälfte ebenfalls blassgelb, in der unteren Stielhälfte weinrot; keine karottenroten Farbtöne in der Stielbasis

    - Fleisch auffallend weich, schon Exemplare mittleren Alters erweichend, nur mit einem wirklich scharfen Messer gut zu schneiden, im Alter sehr weich und oft matschig


    Ob die hier angefragten Pilze tatsächlich Gemeine RR sind, tja... Leider sieht man keinen vollständigen Längsschnitt, sondern nur am Stiel Abgeschnippeltes. Das, was man sieht, spricht jedenfalls nicht gegen den Gemeinen RR.


    Wenn du Filzröhrlinge bestimmen willst, kann man dir KIBBY, British Boletes, empfehlen. Darin findest du eine für die Bestimmung sehr hilfreiche Farbtafel über den Vergleich der Längsschnitte. In den üblichen Billig-Pilzbüchern werden dagegen oft Merkmale verschiedener Arten zusammengeworfen, so dass man damit Filzröhrlinge nicht gut bestimmen kann.


    FG

    Oehrling

    Hallo Roland,

    bei solch winzigen Pilzen (tiny white mushroom) ist die Bestimmung nach Foto ziemlich aussichtslos. Die wichtigste Zusatzinfo, die du liefern müsstest, wäre, wie die Fruchtschicht (das Hymenium) ausgebildet ist. Eben das lässt sich auf dem Foto nicht erkennen. So lässt sich leider nicht mal abschätzen, ob dies ein Schlauchpilz oder ein Ständerpilz ist.

    Einstweilen könnest du einmal nachforschen, ob der von dir vermutete Pilz tatsächlich auf Buchentotholz wächst.

    FG

    Oehrling

    Hallo Gabi,

    als erstes solltest du checken, ob das überhaupt Schnecklinge sind. Die Pilze sollten weiße, relativ dickfleischige Lamellen haben, die am Stiel herablaufen ("Trichterlingshabitus"), Weißes Sporenpulver ist ein Muss, schmierig-schleimige Hutoberfläche ein Kann, aber kein Muss. Eine zugespitzte Stielbasis ist ein Sollte. Bist du dir sicher, Schnecklinge vor dir zu haben, geht es zunächst mal nach der Färbung der Pilze. Es gibt die Sektion der Weißen, der Grauen, der Graubraunen, der Isabell-/Rosafarbenen, der Gelben... Innerhalb der Sektion ist es dann anspruchsvoll, aber eigentlich immer makroskopisch lösbar.

    Am besten, du zeigst mal ein Foto deines Fundes.

    FG

    Oehrling

    Hallo Hukos,

    es handelt sich mMn um natürliche Zyklen. In jedem Jahr gibt es "ausfallende" Pilzarten. Letztes Jahr waren es viele Röhrlingsarten, z. B. Birkenpilze und Rotkappen, dieses Jahr waren es die Speisemorcheln (bei guten wettermäßigen Wuchsbedingungen!) und Pfifferlinge, nach denen man vielfach vergebens Ausschau hielt. Nächstes Jahr stehen sie dann in gewohnter Anzahl wieder bereit.

    FG

    Oehrling

    Hallo Azalee,

    du hattest mich hergerufen, hier meine Antwort. Das Foto von meinem Dörrautomat kann ich dir ersparen, es ist das gleiche Modell wie in Habichts aktuellem Beitrag Die Reinigung nehme ich mit einem kleinen Tischstaubsauger (so was gibt's!) vor. Außerdem trockne ich gerade wegen der Sporenproblematik keine Pilze, die schon aussporen, sondern ausnahmslos Jungexemplare. Nur so glaube ich den Dörrautomat noch für ein anderes Dörrgut verwenden zu können.

    FG

    Oehrling

    Im übrigen wollte ich in versöhnender Absicht noch sagen, dass ich verstehe, dass sich jemand für Sterneküche begeistern kann, und dass ich auch verstehe, dass da jemand ein ertragreiches Geschäftsmodell darin sieht. Mich irritieren nur Gäste, die in der Sterneküche routinemäßig (auf Geschäftskosten?) essen, ohne aber wirklich von gutem Essen was zu verstehen, und denen der Wirt für einen hohen Preis zweitklassiges Werk (also etwa Convenience) hinstellen könnte, ohne dass sie es merken würden.

    Mich selber beeindruckt allerdings der Koch in der Fränkischen Brauereigaststätte, der auf das Schäufele eine blasig-knisprige Schwarte hinzuzaubern in der Lage ist, mehr als derjenige, der vor den Gästen herumhupfend mit einem Weihrauchsgefäß oder ähnlichem Kräuterqualm über das Lammfilet niedergehen lässt, oder der aus teuren Zutaten einen Geleeschaum herstellt, so dass man sich fragt, wo denn neben dem Aroma eigentlich die Textur geblieben ist. Innerlich zweifelnd zurück lässt mich auch der Gastronom, der Gerichte mit hohem Namen und Anspruch auf die Karte nimmt, ohne das Handwerk zu beherrschen, das Gericht so hinzustellen, wie dessen guter Ruf begründet wurde. Z. B. wurde mir an Weihnachten in einem ambitionierten Restaurant ein "Rumpsteak Strindberg" vorgesetzt, dessen Zwiebel-Senf-Kruste nicht schlecht war, bei dem der Koch aber vergessen hatte, das Fleisch auch von der zweiten Seite anzubraten, so dass es beim Servieren von unten angebraten war, unter der Auflage aber völlig roh und sogar kalt. Die Beilagen waren ausnahmslos Convenience. Also schade ums Geld - ein Schäufele wäre eindeutig leckerer gewesen.

    FG

    Oehrling