Beiträge von Oehrling

    Also gut, ich habe mich von der geballten Schwarmintelligenz überzeugen lassen: Phaeotremella, keine Glucke. Das würde auch den Wuchs am Lärchenstamm erklären, den fehlenden Geruch, die lappige Konsistenz, die Schmächtigkeit... Auf die Phaeotremella wäre ich als Pilzberater jetzt echt reingefallen, danke euch fürs Anstubsen.

    FG

    Oehrling

    Dann muss ich auch noch herausfinden, was mehr Sinn macht: Prüfung bei DGfM oder LAGUS...

    Das hängt auch davon ab, wer dir eine Pilzberater-Versicherung anbieten kann, und wie hoch die Mitgliedsbeiträge sind. Ich hatte mich damals für die ThAM und nicht für die DGfM entschieden.

    FG

    Oehrling

    Hallo Lars,

    das würde ich nicht. C. largus ist nach der mir zur Verfügung stehenden Literatur nicht nur über blaue Lamellen, sondern auch über blaues Fleisch definiert. Und beides ist hier für mich nicht ansatzweise zu sehen (vgl. insbesondere das Foto in Beitrag #3), so dass ich mich hier nicht mit der Diagnose C. largus zufriedengebe. Für mich kommt hier eher der Pilz in Betracht, der von A. Gminder in GPBW Band 5, auf S. 90 f. als Cortinarius balteatoalbus beschrieben wird. Auf den Fotos 3 und 4 sind auf einem der Hüte braune Flecken zu sehen, die möglicherweise bestimmungstechnisch Bedeutung haben.

    FG

    Oehrling

    Hallo Thomas,

    zu 2) so aus der Ferne zwischen gelborange und orangerot zu unterscheiden, wird wohl kaum gelingen. Und wie grün oder grünlich oder bläulich das Ammoniak nun tatsächlich wurde, lässt sich auch kaum erahnen. Ich für meinen Teil habe ein Problem damit, den gezeigten Pilz H. persoonii zu nennen, denn er ist auf dem Hut durchaus nicht braun, sondern mMn grau. Wenn die Ammoniak-Reaktion dann zusätzlich noch quasi ausfällt, bin ich dann doch bei H. mesotephrus.

    zu 12) wenn der Geruch von Nr. 12 wirklich dezent und kaum aufdringlich war, kommt als weiterer Kandidat noch T. sulfurescens in Betracht. Dieser Pilz ist in diesem Jahr schon an ein paar anderen Stellen unvermutet aufgeploppt und hat für fliegende Hüte gesorgt. Dir sind nicht etwa 10 Minuten nach dem Befassen schwefelgelbe Flecken am Pilz aufgefallen?

    FG

    Oehrling

    Hallo Philipp,

    der Theorieteil ist bei weitem nicht "nur Auswendiglernen", und er ist auch in keinster Weise geschenkt. Du wirst zum Beispiel vor problemhaltige Handlungssituationen gestellt, bei denen du nach guten, angemessenen Lösungen für die Probleme gefragt wirst. Anspruchsvolle Fachbegriffe spielen da eine Rolle, auch Sachen, an die man als angehender PSV erstmal nicht denkt, wie Baumarten oder Vergiftungssyndrome. Meinens Wissens fallen im Theorieteil mindestens genauso viele Kandidaten durch wie im Praxisteil.

    Auf den Theorieteil könnte man sich dadurch vorbereiten, dass man die Pilzbücher, die man so hat, von vorn bis hinten liest, also den "Allgemeinen Teil", die Schlüssel usw. Das Werk mit dem wohl besten und umfangreichsten Allgemeinen Teil dürfte der gute alte Michael/Hennig/Kreisel, Handbuch für Pilzfreunde sein. Aber auch der Grundkurs Pilzbestimmung von R. Lüder passt hier perfekt.

    FG

    Oehrling

    Hallo Pilzmeister,

    bitte kontrolliere bei deinen Funden noch die Qualität - der Bereifte Rotfuß wird/ist oft schimmlig (hellgraue statt hellgelbe Porenfarbe!) und wäre dann giftig.

    FG

    Oehrling

    Außerdem erscheint der GF zu einer Zeit, in der viele Leute nicht mehr in den Wald gehen, weil es nichts Essbares mehr gibt. Aber jetzt kennst du ja wieder eine Art mehr, ist das nicht toll?:)

    FG

    Oehrling

    Ja, aber der stinkt widerlich nach faulen Kartoffeln. Es gibt noch etliche andere blauen Schleierlinge, aber die haben in diesem Stadium alle rostbraune Fäden in der oberen Stielhälfte, was hier ja überhaupt nicht zu sehen ist.

    FG

    Oehrling

    Hallo Stefan,

    Austernseitling mMn korrekt. Ob man Stäublinge essen kann, da gehen die Meinungen auseinander. Sie sind zumindest ungiftig, aber mehr Positives möchte ich über sie nicht sagen.

    FG

    Oehrling

    Hallo Thomas,

    meine Bestimmungsvorschläge oder Arbeitstitel oder wie man das nennen mag:

    2) mach den Ammoniaktest auf dem Hutschleim: bei H. persoonii Blaugrünverfärbung, tut sich farblich nichts, ist das wohl H. mesotephrus.

    7) Russula olivacea, hier mal im namensgebenden Olivgrün und mit sehr blassrosafarbigen Stiel, dieses Aussehen ist im Spätherbst nichts Außergewöhnliches, sollte phenol-positiv ein (brombeersaftrot)

    12) standorttypisch wäre T. lascivum, der käme auch optisch gut hin, aber bei der Geruchsangabe warst du wohl euphemistisch - T. lascivum riecht ausgesprochen pissig, also nach schlecht gereinigter Bahnhofstoilette, in die man zur Verschlimmbesserung Klospray reingesprüht hat

    14) sehe ich als H. unicolor an, H. lindtneri ist meines Wissens größer

    T. squarrulosum, orirubens und ustale möchte ich bestätigen.

    FG

    Oehrling

    Mich hat alles vom Aussehen her an den Pilz hier erinnert: Mai-Ritterling ?

    *stirnrunzel*

    auch das Aussehen ist ziemlich anders, da hast du nachlässig hingeguckt. Der Mairitterling ist auf dem Hut nie grau, sondern weiß oder manchmal hellgelb oder von mir aus auch mal lederbraun. Die Lamellen bilden beim Mairitterling einen Burggraben und laufen nicht am Stiel herab. Außerdem hat der Mairitterling keinen keuligen Fuß.

    FG

    Oehrling

    Hallo stubbe,

    ja, meiner Meinung nach sind das Champignons. Unabhängig von deiner Anfrage gilt: essen musst du sie auf eigene Verantwortung, falls du keinen Pilzberater findest, dem du sie vorlegen kannst. Dass wildwachsende Champignons nicht unbedenklich sind, hat Beorn ja schon geschrieben (welches wildwachsende Lebensmittel ist denn überhaupt unbedenklich? Am besten nur industriell hergestelltes, HACCP-kontrolliertes Zeugs essen?).

    FG

    Oehrling

    Hallo Andreas,

    bei Rotfußröhrlingen bitte immer auf Frische der Exemplare achten, die verschimmeln extrem schnell. Heute morgen hatten wir auf unserer Exkursion auch viele von denen, aber leider alle schimmlig, was man an der hellgrauen Verfärbung der Röhrenschicht erkennt.

    FG

    Oehrling