Beiträge von Oehrling

    Hallo Sebastian,

    öffne doch einmal die Aperturblende deines Mikroskops und schaue dann, ob die "Hülle" noch vorhanden ist. Eine zu stark geschlossene Aperturblende kann Artefakte verursachen.

    FG

    Oehrling

    Vielleicht glaubt der Autor, dass Morcheln schneller schimmeln, wenn man sie ohne Handschuhe anfasst. Schließlich schlägt er auch das langsame Trocknen an der Luft nach Auffädeln (er nennt das "schonendes Trocknen") statt dem Schnelltrocknen mit dem Dörrgerät vor, welches die meisten praktizieren, und da kann schon mal was kaputt gehen. Aber ich halte das mit den Handschuhen für ein bisschen übervorsichtig.

    FG

    Oehrling

    Hallo Hassi, hallo Thiemo,

    ich habe die Frühjahrslorchel bisher nur in solchen "Kiefern-Sandkästen" gefunden, wo auch Grünlinge und Weißbraune Ritterlinge massenweise wachsen, wo du auf den offenen Stellen fast schon Beach-Volleyball spielen könntest und wo du dir nach dem Laufen den Sand aus den Schuhen schütteln musst. Also ganz konkret östlich von Nürnberg an der A6 oder in den kurpfälzischen Kiefernheiden auf aufgelassenen Militärübungsplätzen. Weil sie da jedes Jahr reichlich vorhanden sind, denke ich, dass dies das typische Habitat ist.

    FG

    Oehrling

    Hallo Karolin,

    könnte ein Rehbrauner Dachpilz sein, aber dann müsste das Sporenpulver rosa sein. Und im Längsschnitt müssten freie Lamellen zu sehen sein. Ohne diese Bestimmungsschritte wirds schwer.

    Aber super, dass es endlich wieder Pilze gibt.

    FG

    Oehrling

    Servus Andreas,


    mal 'ne Klarstellung, du bist der Wissenschaftler,


    Hallo Habicht,

    wie meinst du das, Andreas sei ein "Wissenschaftler"?

    Und letztlich hast doch du herausgefordert, nicht Andreas. Also sollte rein diskussionstechnisch der Beleg von dir kommen.

    Freundliche Grüße

    Oehrling

    Hallo Hassi,

    "nur" oberflächlich versauert reicht nicht. Der Boden muss auf jeden Fall sandig bis grobsandig sein, doch wo es auf der Alb oberflächlich versauerte Stellen gibt, ist der dortige Boden schwer, und es stehen dort Fichten und keine Kiefern.

    Ich selber muss auch knapp 100 Kilometer fahren, um eine Chance auf Frühjahrslorcheln live zu haben, weil sie auf unserem lehmig-tonigem Boden keine Chance haben.

    FG

    Oehrling

    Trotz allem ist es ein ungewöhnlicher Vorgang, wenn ein Moderator in den Beitrag eines Users hineineditiert, ohne genau an dieser Stelle deutlich zu machen, dass er (der Moderator) das war. Das darf eigentlich nicht sein, gute Absicht hin oder her.


    Die Annonce in #1 ist erkennbar mit einer Übersetzungssoftware generiert. Bei so etwas sollte jedermanns Alarmglocke schrillen. Seriöse Anbieter erstellen ihre Annoncen nicht mit Übersetzungssoftware. Die Samen sehen ein bisschen aus wie Kümmel, Fenchel oder ähnliches.


    FG

    Oehrling

    Hallo Josephine,

    insbesondere bei den Exemplaren mit schon hochgeklapptem Hutrand kann ich mir nicht vorstellen, dass die gut schmecken könnten. Ich selber sammle keine Pilze, bei denen der Hutrand schon hochgeklappt ist.

    FG

    Oehrling

    Hallo Mimi,

    Mitrophora semilibera bzw. Morchella gigas (Käppchenmorchel) stimmt bei deinem Fund. Glückwunsch! Gehe ruhig noch einmal an diese oder eine vergleichbare Stelle und suche weiter. Wenn und wo die Käppchenmorchel einmal erscheint, sind es oft größere Mengen, da hat man schnell den Trockner voll.

    FG

    Oehrling

    Hallo Shanks,

    ergänzen möchte ich noch, dass Becherlinge bis zur Sporulation schon ziemlich alt sein müssen. Nimm von einer Kollektion daher immer den allerältesten, der schon lappig und ausgebreitet am Boden liegt, und der schon beim leisen Berühren ausstaubt, mit.

    FG

    Oehrling

    Meinst du wirklich, dass es Leute gibt, die planlos "alles auf alles" schmieren? Kann ich mir nicht so richtig vorstellen.

    Doch, die gibt es. Manche von denen sind auch in diesem Forum sehr aktiv. Es gibt jemanden, der ständig KOH auf Pilzarten schmiert, wofür es keinerlei Literaturreferenzen gibt. Konsequenterweise kommentiert derjenige die von ihm beobachteten KOH-"Reaktionen" auch nie, sondern überlässt das den Betrachtern. Witzig finde ich auch diejenigen Täublingsbestimmer, die Phenol und Guajak auf eine Grisinae schmieren und sich über das "positive" Schokoladenbraun und Blaugrün freuen. Oft genug gesehen.

    FG

    Oehrling

    Hallo Stefan,

    Tipp von mir: umgekehrte Reihenfolge - mach dich erstmal mithilfe geeigneter Literatur schlau, was diese Reagenzien genau leisten und wofür genau und in welchen Gattungen sie angewendet werden. Die Reagenzien sind nicht ganz billig und haben teilweise Gefahrstoff-Status, sind also ziemlich gesundheitsgefährdend. Es gibt Leute, die schmieren alles auf alles und haben hinterher für die Interpretation der Reaktionen nicht die notwendigen Literaturreferenzen.

    FG

    Stephan

    Hallo Simon,

    südlich von München, das ist ja Oberbayern, mit einem entsprechend rauen Klima. Am Oberrhein, der Gegend mit dem mildesten Klima in Deutschland, kommen die Speisemorcheln gerade erst ganz klein heraus, wie ich heute festgestellt habe. Vielleicht ist es für dich gescheiter, erstmal statt in Auwäldern nach Speisemorcheln in Nadelwäldern nach Spitzmorcheln zu suchen. Leider habe ich mangels eigener Anschauung keine Ahnung davon, wie Fundstellen für Spitzmorcheln aussehen müssen, das wissen andere aber besser. Vielleicht lässt da mal jemand was raus.

    Und ja, Anfänger haben üblicherweise große Schwierigkeiten, vorhandene Morcheln überhaupt zu sehen. Eventuell kann man das anhand der geposteten Morchelsuchbilder erstmal etwas üben.

    FG

    Oehrling


    Viel Zeit und Mühe habe ich investiert eine riesige Zahl von Pilzbilder gesammelt und damit die allerneusten und größten neuronalen Netze trainiert die auf das Smartphone passen

    Hallo druide,

    dir ist aber schon klar, dass es beim Erstellen einer leistungsfähigen und vor allem unbedenklichen Pilz-App nicht so sehr auf das Herunterladen von Pilzbildern und die neuronalen, auf das Smartphone passenden Netze ankommt, sondern auf den mykologischen oder meinetwegen auch auf den hobbymykologischen Sachverstand, den man für gewöhnlich nach Jahrzehnten harter Arbeit erlangt hat. Dass man seine selbsterstellte App regelmäßigen und umfangreichen Plausibilitätskontrollen unterzieht, beispielsweise um die Qualität der Bestimmungsergebnisse zu überwachen (das freilich geht nur mit dem erwähnten mykologischen Sachverstand), um anschließend pflegen und nachsteuern zu können. Verbunden mit newsletterartigen Hinweisen an die User älterer Versionen, welche Fehler und Fallen bisher festgestellt wurden.

    Auch ist es angesichts der potenziellen Vergiftungsgefahr für den User bei weitem nicht ausreichend, "sehr schnell einen Überblick zu erhalten, welche Arten in Frage kommen" und "welche Vorschläge am besten passen" (genau so gehen ärgerlicherweise viele Laien mit ihrem Pilzbestimmungsbuch um und bringen sich damit in große Gefahr - denn der "am besten passende" Vorschlag ist dann vielleicht doch der falsche, weil eben nur die wenigen in der App gelisteten Arten überhaupt in die Verlosung kommen).

    Ich selber würde bei einer solchen App immer nach dem Autor fragen - und wenn das kein bekannter mit mykologischem Renommee ist, die App nicht verwenden.

    Freundliche Grüße

    Oehrling

    Hallo Jezicek,

    es handelt sich durchaus um eine Spitzmorchel im weiteren Sinne. Die auf Rindenmulch wachsenden werden neuerdings als eigene Art geführt. Bei Morcheln von vielbegangenen Plätzen sind Kontaminierungen durch Tierfäkalien, Autoabgase usw. möglich, dies vor dem Verwerten bitte in Betracht ziehen.

    FG

    Oehrling

    Hallo Petroseidon,

    Morcheln und ähnliches findest du in Auwäldern an Flüssen/Bächen aus Kalkgebirgen. Von Hannover aus dürfte es die größten Chancen Richtung Süden geben, im Leinetal und den angrenzenden Nebenbächen, oder im Innerstetal. Südlich von Hildesheim soll es gute Ecken geben, auch am Fuß dieser Minigebirge (Deister, Süntel & Co.). Vor vielen Jahren habe ich einmal im Gebiet um Bad Münder nach Morcheln gesucht (mit eher mäßigem Erfolg, da nur Fingerhutverpeln gefunden). Nicht gut sieht es dagegen Richtung Norden (Lüneburger Heide, Celle) aus, da ist der Boden glaube ich zu sauer, das ist wohl eher Frühlorchelgebiet.

    FG

    Oehrling

    Hallo Stefan,

    bei der Bestimmung von Pilzen mache ich mir nur sehr selten einen Kopf wegen des Habitats. Vielleicht lässt sich dein Problem auch schon mikroskopisch klären und nicht erst durch eine Genanalyse. Jedenfalls sieht mir Lorchel Nr. 3 sowas von überhaupt nicht aus wie G. esculenta, und dann soll das junge Ding auch schon 8 cm groß sein.

    FG

    Oehrling

    Hallo kruemel255,

    ich würde gerne mitmachen, falls ihr möchtet, dass auch ein "alter Hase" der Pilzberatung (PSV-Prüfung 2006 abgelegt) mitmacht. Ich hatte eine private Konversation mit dir starten wollen, ob du mich in die Prüfungsfragen-Konversation aufnimmst, aber das System akzeptiert aus mir unerfindlichen Gründen den Usernamen kruemel255 nicht und weist mich immer ab. Also wenn ich mitmachen darf und es technisch machbar ist, nimm den Oehrling als User mit auf und schicke mir einen Beitrag, dass ich antworten kann.

    Edit: mein Firefox spinnt manchmal, ich probiere noch mal kurz was anderes...

    Liebe Grüße

    Oehrling

    Hallo Climbingfreak,

    bei der Lorchel auf dem dritten Bild hätte ich auch nicht G. esculenta, sondern G. gigas vermutet. Darin sähe ich den Grund, weshalb die Kollektionen so unterschiedlich aussehen.

    FG

    Oehrling

    Wenn du den Pilz entnommen hättest, würdest du sehen, dass der Stiel oben an der oberen Spitze des Hutes angewachsen ist, was eine Lorchel vollkommen ausschließt.

    Hallo Stefan,

    wahrscheinlich meintest du: "... was eine Morchel vollkommen ausschließt", denn auch bei Lorcheln gibt es Stiele, die nur am Hutscheitel angewachsen sind.

    Hallo Paula,

    wenn du Pilze immer stehen lässt und nur Standortfotos machst, musst du grundsätzlich damit leben, dass sich die Art nachträglich nicht zweifelsfrei klären lässt. Also abwägen, was größer ist - dein Naturschutzbedürfnis oder dein Erkenntnisdrang.

    Hallo Jörg,

    du nennst Lorchel Nr. 1 "Giftlorchel", Lorchel Nr. 2 "Riesenlorchel". Bedeutet das, dass die Riesenlorchel ungiftig ist?

    FG

    Oehrling


    Edit: Es wurde gefragt, woran man erkennen könne, dass es eine Verpel und keine Morchel ist. Nun, an der Hutoberfläche fehlen die Queradern, die bei einer Morchel stets vorhanden wären (am besten zu sehen bei älteren, entfalteten Exemplaren).

    Hallo Steffi,

    den F2-Kurs, also den unmittelbar auf die Prüfung vorbereitenden, den würde ich bei demjenigen machen, der mir dann auch die Prüfung abnimmt. So hat man eine Woche Zeit, sich auf denjenigen einzustellen.

    FG

    Oehrling

    Hallo Andreas,

    besten Dank für den Hinweis, dass der Anemonenbecherling auch an Scharbockskraut möglich ist. Für unseren Fund aus Oftersheim ist das dann eine sehr gute Option. Wir hatten ihn für uns nur ausgeschlossen, weil es an der Fundstelle gar keine Anemonen gab. Wie ich recherchiert habe, ist der Anemonenbecherling der von uns zunächst vermuteten Monilinia mikroskopisch äußerst ähnlich, ebenfalls jodpositiv und hat langelliptische Sporen mit den passenden Maßen.

    FG

    Oehrling