Beiträge von Oehrling

    Mir ist noch etwas eingefallen, woran man den "Beginn der Pilzsaison" erkennen kann, ohne in den Wald zu gehen. Man warte einfach ab, bis aus seiner Gegend reihenweise und von den verschiedensten Leuten Fundberichte im Forum gepostet werden. Das scheint mir am zuverlässigsten zu sein.

    FG

    Oehrling

    Hallo zusammen,

    der von Daniel hochgeladene Pilzkalender ist recht nett. Man darf das halt nicht so interpretieren, dass man (um das alleroberste Beispiel aufzugreifen) Anfang August in einen sauren Fichtenwald läuft, um Steinpilze zu suchen, und sich dann wundern, dass keine da sind. Obwohl in dieser Tabelle der August doch mit einem roten Feld belegt ist.

    In diesem Jahr wurden z. B. vielerorts Anfang Juli Fichtensteinpilze und Mitte Juli Maronen gefunden. Es könnte also sein, dass die Fichtensteinpilze und Maronen dort schon "durch" sind und dieses Jahr nicht mehr kommen, auch bei besten Witterungsbedingungen nicht.

    Grundsätzlich braucht es Glück und ein gewisses Maß an Demut gegenüber der Natur, um den optimalen Zeitpunkt zu erwischen. Ich selber liege dieses Jahr nach meinem Eindruck auch ständig daneben. Letztes Wochenende erschütterte unser Weltbild z. B. ein Mairitterlings-Fund in Tirol, in direkter Gesellschaft mit dem Spätherbstpilz Horngrauer Rübling. So, an welcher Stelle der Pilzsaison bzw. des Pilzkalenders ist man nun?

    FG

    Oehrling

    Hallo Shawn,

    inhaltlich hat sich an den Antworten auf deine Fragen, die du schon letzte Woche hier und in einem Nachbarforum gestellt hattest, in der Zwischenzeit nichts geändert. Wobei ich mit den Fragen "Welche Bäume sind gut für Anfänger?" und "Wann startet die Pilzsaison?" ehrlich gesagt nichts anfangen kann, da es wie in den Fragen unterstellt weder Anfängerbäume noch eine zeitlich definierte Pilzsaison gibt. Es gab schon Jahre, da gab es erst im Spätherbst Pilze, das könnte dieses Jahr auch so sein, wenn nicht bald mal zwei Wochen am Stück Regen fällt.

    FG

    Oehrling

    Hallo Beli,

    der rote Täubling unter Buche sollte, falls scharf und mit weißem Sporenpulver, wohl Russula mairei/nobilis (Buchen-Speitäubling) sein.

    Wie frisch und saftig alles bei dir aussieht, bei uns ist alles gelb und braun wie am Mittelmeer im August. Die Bäume fangen schon an, wegen der Dürre Blätter und Früchte abzuwerfen. Pilze wird es bei uns wie schon in den Vorjahren wohl frühestens ab Oktober geben, halt wie am Mittelmeer.

    FG

    Oehrling

    Hallo Sebastian,

    die Gesamtheit der von dir erhobenen Merkmale ergibt leider kein eindeutiges Bild.

    Gehst du nach der für eine Tenellae in der Tat recht blassen Sporenfarbe, müsstest du angesichts der vorliegenden Mikrodaten bei R. puellaris rauskommen. Form der Dermatozystiden sowie Sporenornament passen für R. puellaris recht gut. Bei dieser Option sollte dir allerdings stark gilbendes Fleisch aufgefallen sein.

    Ignorierst du die Sporenpulverfarbe, vielleicht weil du sie doch nicht ganz korrekt erhoben hast, geht es dann mehr in Richtung Russula nitida, deren Fleisch nicht gilbt. Nachteil: die hätte Sporenpulverfarbe 3b/c. Die Nachbarart R. roberti hätte zumindest Sporenpulver 2d, könnte also auch mal gecheckt werden, die soll aber teilnetziges Sporenornament haben und kommt eher an sumpfigen Standorten vor. Die von dir gezeigten Sporen würde ich nicht als teilnetzig ansehen, da sieht man nur ein paar vereinzelte Verbindungslinien zwischen den Warzen. Darüberhinaus soll R. roberti Guajak-schwach, die beiden anderen Arten dagegen Guajak-stark sein.

    Die von dir vorgeschlagene R. velenovskyi ist eher orangerot bzw. ziegelrot und hat auch 3a/b als Spp-Farbe.

    Den markanten, in deiner Dokumentation gut zu sehenden Hutbuckel haben alle vier.

    Rosa am Stiel ist von den fraglichen Arten am ehesten R. nitida.

    FG

    Oehrling

    Hallo Stefan,

    wie du richtig sagst, betrifft das nächtliche Betretungsverbot die Gebiete außerhalb der Waldwege, um das Wild und andere Tiere nicht aufzuscheuchen oder Lurche und Ähnliches nicht plattzutreten. So lange man auf dem Weg bleibt, übertritt man nicht das Gesetz. Zum Pilzesuchen dürften die Waldwege aber von den "Frühsammlern" vermutlich verlassen werden.

    Richtig ist auch, dass es bundeslandspezifische Rechtslagen gibt, da jedes Bundesland sein eigenes Waldgesetz hat. Dazu kommen die Vorschriften der Unteren Naturschutzbehörden und Forstämter. Die Rechtslage ist somit dermaßen undurchdringlich, dass man nirgends sicher sein kann, sich beim Pilzesuchen in der Morgen- und Abenddämmerung auf dem Boden der Legalität zu befinden.

    Eine Uhrzeitdefinition (von wieviel bis wieviel Uhr dauert die Nacht?) habe auch ich nicht finden können, so weit muss ich zurückrudern.

    FG

    Oehrling

    Also ich bin wirklich nicht der Spezialist aber ist der rötliche Strich unterhalb des Röhrenfutters nicht ein eindeutiges Bestimmungsmerkmal?


    Steht in einem meiner Pilzbücher

    Hallo Matthias,


    nein, das stand mit Sicherheit nicht so in deinem Pilzbuch. Der rötliche Strich unterhalb des Röhrenfutters sagt gar nichts, der ist bei jedem Rotporer, also auch beim Satanspilz, vorhanden, höchstens der rötliche Strich oberhalb des Röhrenfutters. Dieses Beispiel sollte dir eine Warnung sein, Texte im Pilzbuch nachlässig zu lesen bzw. falsch zu interpretieren. Einzelne falsch gelesene, interpretierte oder im Gedächtnis abgespeicherte Worte können bei der Pilzbestimmung fatale Folgen haben.


    Was mir aber aus Sicht des Pilzsachverständigen auch nicht gefallen hat, war die Reaktion des Anfragers namens "Hirnlos". Zunächst wurde der Pilz angefragt, dann aber nicht auf mehrere Antworten gewartet, sondern nach der ersten Antwort der Pilz "dann" in die Pfanne gehauen. Woher wusste "Hirnlos", dass der erste Antworter ein Auskenner ist?


    FG

    Oehrling

    Hallo Shawn,

    wann die meisten in den Wald gehen, kann ich dir nicht sagen, darüber werden keine Statistiken geführt. Ich kann dir nur sagen, wann man nicht in den Wald gehen sollte, nämlich von 20 bis 7 Uhr, denn das ist gesetzlich verboten. Kannst ja mal nach "Betretungsverbot Wald" googlen, wenn dich die Rechtsquelle interessiert.

    Ansonsten gilt: je mehr essbare Pilze du kennst, umso voller wird der Korb am Sonntagnachmittag in Waldrand- und Wohngebietsnähe.

    FG

    Oehrling

    Hallo Matthias,


    immer nur im eigenen Saft zu schmoren ist auf die Dauer unbefriedigend. Du tastest dich an neue Arten heran, glaubst auch sie zu erkennen, aber irgendwie fehlt dir dann doch jemand, der deine neuen Erkenntnisse bestätigt. Der dir z. B. sagt: ja, du hast recht, das ist der (Platzhalter; such dir was aus: Hexenröhrling, Perlpilz, Parasol, Wiesenchampignon).


    Dazu wüsste ich drei Strategien:

    1) werde Mitglied in einem lokalen Pilzverein, welcher für seine Mitglieder Lehrexkursionen veranstaltet; diese Pilzvereine kosten meistens einen lächerlich geringen Jahresbeitrag; bei uns in Öhringen kostet es z. B. nur 12 Euro pro Jahr, und der Oehrling geht mit dir Pilze suchen:saint:

    2) nimm an lokalen Pilzwanderungen teil, die privat oder über die Volkshochschule angeboten werden; hierfür muss man ca. 10 bis 15 Euro investieren; werden sie von echten "Cracks" geleitet, die wirklich jeden Pilz kennen, können sie auch mal 30 bis 40 Euro kosten

    3) nimm an einem mehrtägigen Pilzseminar teil; so etwas wird von den sogenannten Pilzschulen veranstaltet (die bekannteste ist wohl die in Hornberg im Schwarzwald, aber z. B. gibt es auch eine im Schwäbischen Wald); diese sind mit ca. 200 Euro Seminargebühr für 4 bis 5 Tage nicht ganz billig, der Lerneffekt ist hier aber am höchsten, und sie berücksichtigen den Stand des Vorwissens (Anfänger- und Fortgeschrittenenseminare)


    Wie mir schon von verschiedenen Leuten bestätigt wurde, ist der Lerneffekt durch bloße Forumsteilnahme deutlich geringer als das, was ich dir genannt habe; hiervon sind die unregelmäßig und formalitätslos stattfindenden Forumstreffen ausgenommen, die meiner Meinung nach durchaus den Lerneffekt von Lehrexkursionen haben können und im Allgemeinen gebührenfrei sind.


    FG

    Oehrling

    Hallo Shawn,

    den Frostschneckling kann man so ab Mitte Oktober finden. Er ist ein sehr schleimiger Pilz, der im Sammelkorb gern zusammenklebt und viel Putzarbeit erfordert, und dafür mMn nur wenig kulinarischen Wohlgeschmack als Gegenwert bietet. Immerhin ist er nicht bitter, um mal was Positives über den Pilz zu sagen. Da es sich um einen nicht so leicht erkennbaren Pilz handelt, solltest du ihn entweder zusammen mit einem Experten suchen oder deinen Fund einem Pilzberater zeigen.

    FG

    Oehrling

    Hallo zusammen,

    ich habe den Falschen Pfifferling gelegentlich mit drei bis vier Exemplaren ins Mischgericht getan, das hat mir keine körperlichen Beschwerden verursacht. Bei einem Solotest hatte er mich zuvor nicht durch Wohlgeschmack überzeugen können, sondern dadurch, dass er eine lecker aussehende braune Farbe ins Pilzgericht bringt.

    FG

    Oehrling

    Hallo Shawn,

    zu deinen Fragen wollte ich zu den Ausführungen von Nobi folgendes ergänzen:

    1) als Anfänger willst du ja eher nicht weit fahren, um deine Pilze zu finden, also erkunde die Wälder in deiner näheren Umgebung (und finde heraus, welchem Waldtyp diese entsprechen:/). Gehe nicht in solche Wälder, die stark verkrautet oder mit Brombeergebüsch oder ähnlichem überzogen sind, die sind eutrophiert (überdüngt), und die für dich wichtigen Mykorrhizapilze (Steinis, Pfiffis...) sind da längst geflohen.

    2) Grobsandige Böden sind fast immer sauer, es sei denn es handelt sich um Kalkabbaugebiete; basische Böden sind fast immer lehmig oder tonig, d. h. es ist ein fetter, schwerer Boden ohne grobe Sandkörner, der bei einer Kratzprobe am Finger klebenbleibt und nicht davonrieselt. In der Norddeutschen Tiefebene sind letztere Böden meines Wissens nicht gerade weit verbreitet, allenfalls Richtung Ostsee. Die beliebtesten Speisepilze (Steinis, Pfiffis, Maronen, Perlpilze...) lieben es eher sauer als basisch.

    3) außer Röhrlinge könnte man als Anfänger noch Reizker und Parasole sammeln, die sind wirklich sehr leicht zu erkennen und nur schwer mit etwas Giftigem zu verwechseln; auch Täublinge würde ich als Anfängerpilze bezeichnen. Edit: Im Kiefernwald würde mir noch die Krause Glucke/Fette Henne einfallen. Pfifferlinge na klar auch, aber die gibt es eben nicht überall.

    4) ein moosiger Boden zeigt an, dass die Feuchtigkeitsversorgung gut ist, dazu muss das Moos aber feucht und frisch sein. Kommt dir das Moos ausgetrocknet vor, findest du dort genau so wenig Pilze wie bei ausgetrocknetem Laubwaldboden. Moosboden hat spät im Jahr auch den Vorteil, dass man kleinere Pilze überhaupt sieht, was unter einer immer dicker werdenden Laubschicht nicht mehr der Fall ist.

    FG

    Oehrling

    Hallo zusammen,

    für Suillellus mendax finde ich den Stiel ein bisschen zu dick und die Röhrenfarbe nicht blutrot genug, aber so gut kenne ich S. mendax jetzt auch wieder nicht, dass ich sagen könnte, das kann er nicht sein. Die hier sehr gut sichtbare Bataille-Linie soll S. mendax ebenfalls haben, nicht nur S. luridus. Also Fazit: S. mendax als Vorschlag für diesen Pilz ist sicher eine gute Idee.

    FG

    Oehrling

    Hallo Grüni,

    bei der Makrochemie, die man auf Täublinge so loslässt, ist banal:

    - Eisen(II)sulfat, welches eine schmutzig blassrosa Verfärbung erzeugt (nicht banal wäre lachsrosa, lachsorange, meergrün oder einfach "gar nichts")

    - Guajak, das innerhalb von 10 bis 20 Sekunden von braun nach blaugrün umschlägt (nicht banal wäre der Farbumschlag nach 2 bis 3 Sekunden oder erst nach 30 oder mehr Sekunden); bei Guajak ist hauptsächlich wichtig, wie schnell der Farbumschlag erfolgt

    - Phenol, das nach etwa 5 bis 8 Minuten für schokoladenbraune Verfärbung sorgt (nicht banal wäre brombeer-/heidelbeersaftartige Verfärbung)

    - Sulfovanillin, das auf der Stielrinde eine blassblaue oder blasslila Verfärbung erzeugt (nicht banal wäre intensiv pink, magentarot, fuchsiarot...)


    Lustigerweise posten hier die Anfrager ständig, dass bei ihrem Täubling mit Eisensulfat eine rosa Verfärbung entstanden sei, dass Guajak blau, oder dass Phenol braun geworden sei. Dabei geht die Aussagekraft solcher Farbreaktionen gegen Null. Interessant ist es meistens erst, wenn solche Farbreaktionen ausbleiben oder anders verlaufen als gewohnt.


    FG

    Oehrling

    Hallo Hannes,

    schöne Täublinge auf deinem "Heimfriedhof". Bei Nr. 1 hätte ich einen der Kammtäublinge vermutet, beim gelben R. farinipes, beim rosaroten R. lilacea und beim letzten R. faginea. Der Untergrund unter dem Friedhof, ist der basisch oder sauer?

    FG

    Oehrling

    Ja, die R. heterophylla habe ich in der Rhön auch bisher vergeblich gesucht. Da musst du halt mal nach Gramschatz oder an den Blutsee fahren, da kommt sie vor.


    Mittlerweile wissen wir ja, dass es bei R. melliolens eigentlich keine Huthautmikroskopie braucht. Die Bestimmung geht vielmehr so: du findest unter Laubbäumen einen roten, kräftigen Täubling, der aber sowas von nach Gelbsporer aussieht. Nach dem Absporen dann die Überraschung: das Sporenpulver ist nicht gelb, sondern blass! Dann nur noch kurz Melzers auf den Objektträger und ab unters Mikro. Nachdem man die Sporen gesehen hat, ist der Fall klar.


    FG

    Oehrling

    Hallo Benjamin,

    der Perlpilz rötet auch nicht sofort nach dem Anschneiden, wie das etwa der Waldchampignon oder der Safranschirmling tun. Oft ist die Schnittstelle erst am nächsten Morgen rot.

    FG

    Oehrling

    Hallo Peter,

    unter dem Hut hervorquellende Röhren mit einem sehr tiefen Burggraben hat man bei alten Rotkappen auch, das kann man gerade in einem parallel laufenden Thread studieren. Zuverlässiger als makroskopisches Unterscheidungsmerkmal ist die überhängende Huthaut.

    Neulich habe ich übrigens gehört, dass der Hainbuchenröhrling weder ein "Birkenpilz" noch eine "Rotkappe" ist, sondern nochmal was eigenes, und dass für ihn und seinen nächsten Verwandten, den Gelbporigen Raufuß, eine neue Gattung aufgestellt worden sein soll.

    FG

    Oehrling

    Hallo Claus,

    R. heterophylla und R. vesca können makrochemisch und mikroskopisch kaum auseinandergehalten werden, außer über die leicht unterschiedliche Sporengröße und über die leicht unterschiedlichen Huthauthaare. Wer die beiden schon oft gesehen hat, bekommt ein Gefühl dafür, welche Hutfarben bei den beiden möglich sind und welche nicht. So olivbraun wie Karls Pilze habe ich R. heterophylla selbst schon gesehen, R. vesca noch nicht. Freilich ist die Bestimmung am leichtesten, wenn man die Arten an bereits bekannten Standorten findet;).

    FG

    Oehrling

    Hallo Benjamin,

    willst du unbedingt solche Exemplare wie das zuletzt gezeigte in deinem Kochtopf haben, dann entferne bitte die Röhrenschicht (gleich nach dem Pflücken!), die wird meist schon im Sammelgefäß matschig und dann beim Kochen schleimig-schmierig und ist für den schlechten Ruf der Röhrlinge im Kochtopf mitverantwortlich. Davon abgesehen sollte man auch den Stiel wegschneiden, der im Alter unangenehm holzig wird (bei Birkenpilzen noch mehr als bei Rotkappen!).

    FG

    Oehrling

    Hallo Craterelle,

    wenn reife Sporen vorhanden sind, funktioniert der Melzer-Test auch an der Lamelle oder am Stiel in Hutnähe, da sich auch dort Sporen versammeln können.

    Im übrigen möchte ich die Bestimmungsarbeit nicht anzweifeln. Auf die offenstehenden Fragen hast du Auskunft gegeben. Die Manschette habt ihr als gerieft wahrgenommen, unter der Huthaut war keine gelbe Linie zu sehen. Anhand dieser Informationen muss man bestimmungstechnisch zwingend zu A. franchetii kommen. Ich kann dazu halt nur "aha" sagen, aber nicht "jawoll, das isser", weil ich all das nicht gesehen habe, was ihr gesehen habt. Wenn andere das können, soll es mir auch recht sein.

    FG

    Oehrling

    Hallo Wolli,

    Nr. 1 müsste der Hainbuchenröhrling (Leccinum pseudoscabrum/carpini) sein, denn der Birkenpilz (Leccinum scabrum) schwärzt nicht nach dem Durchschneiden. Aber natürlich nur, wenn am Fundort auch Hainbuchen vorhanden waren.

    Bei Nr. 2 habe ich Schwierigkeiten mit der Benennung, denn die Pilze sind noch sehr jung. Gibt es denn ein Foto von der Hutoberseite?

    FG

    Oehrling

    Das stimmt, es wurde schon im ersten Posting geschrieben, dass der Ring gerieft ist. Aber selber gesehen hätte ich den Ring schon gern. Die Intention dieser Anfrage war ja, sich die Amanita franchetii bestätigen zu lassen, da sie auch kartiert werden soll. Aber wenn ich was bestätigen soll, muss ich das auch mit eigenen Augen sehen. Und ich habe hier bisher nichts gesehen, was als Beweis für A. franchetii und gegen A. regalis dienen könnte. Irgendwo steht der Finder schon in der Beweispflicht, ist zumindest meine Meinung.

    FG

    Oehrling