Beiträge von Oehrling

    Hallo,

    Hier im Fichtenwald derzeit auch noch Flaute.

    Im Buchenwald dagegen wildes Pilzwachstum.

    Aber der Fichtenwald hat ja immer hinterhergehinkt , vielleicht kommt da noch was.

    Hallo Norbert,

    genau so sieht es in unserer Region aus. Im Fichtenwald ein paar Klebrige Hörnlinge, Falsche Pfifferlinge, Fuchsige Röteltrichterlinge, Ockertäublinge, und im Buchen-Eichenwald steppt der Bär wie seit drei, vier Jahren nicht mehr. Pilze bodendeckend, zum Drauftreten sozusagen. Und geniale Arten - heute sah ich z. B. das erste Mal in Hohenlohe Hygrophorus persoonii, vor zwei Tagen auch zum ersten Mal in Hohenlohe Hygrophorus poetarum.

    Nur wird bei uns im Fichtenwald nichts mehr kommen. Es gab so etwa Mitte August bei uns einen "Verzweiflungs"-Fichtenwald-Aspekt mit ein paar Steinpilzen, Flockies, Maronen und Rotkappen, als ich mir dachte: wie kann bei dieser Sommerhitze und Trockenheit überhaupt irgendwas wachsen. Danach kam nichts mehr nach, so dass wohl Schluss mit dem Fichtenwald-Aspekt ist. Dafür wurde es ab der letzten Septemberwoche im Laubwald immer besser und ist jetzt sensationell gut. Wie gesagt, in unserer Region Hohenlohe.

    FG

    Oehrling

    Daß du mich nicht mal einer Antwort würdigst, sondern nur kurz auf Nobis Post geantwortet hast, finde ich bedauerlich. Aber - ich vergesse das jetzt einfach mal und möchte mich nicht weiter aufregen, da es ohnehin vergebens ist.

    Ein fallendes Messer soll man nicht auffangen, sagt ein bekanntes Sprichwort. Heißt auf hier übertragen: in der aufgeheizten Stimmung, die hier herrschte, hielt ich es für besser, erstmal nichts zu schreiben, um den Schaden nicht noch größer zu machen. Es hätte ja sein können, dass du infolge einer Antwort von mir vollends durch die Decke gegangen wärst. Oder ich infolge einer Antwort von dir. So gut kenne ich dich nicht, um abschätzen zu können, wann man besser was zu dir sagt oder wann man besser nichts zu dir sagt.

    Festhalten können wir, dass wir gemeinsam in die berüchtigte Soziale-Netzwerk-Falle getappt sind, die nun einmal dasteht, und jetzt müssen wir irgendwie da wieder rauskommen.

    Meine Idee wäre, dass ich mal wieder wie jedes Jahr in Winterschlaf gehe (das wollte ich sowieso schon, auch ohne diese Geschichte hier) und dass wir alles alles sacken lassen. Wenn wir nächstes Frühjahr das hier noch einmal lesen, denken wir uns sicher alle: was zum Teufel war das denn?

    FG

    Oehrling

    die Du, gemessen an anderen Anfragen, einfach blöd runtergemacht hast!

    Tja, wenn das dein Eindruck war, was soll ich dann noch sagen? Vielleicht, dass es dein persönlicher Eindruck war. Ich hatte mich eigentlich nicht über Grünis Anfrage gewundert (wo kämen wir denn auch hin, wenn nicht auch solche Anfragen ihre Berechtigung hätten - Grüni, gelesen? ihre Berechtigung!), sondern darüber, wie man bei tw. vergammelten Pilzfragmenten zu einer Artaussage gelangen kann (vgl. mein Posting Nr. 6). Was danach kam, ist Folge der in (a-)sozialen Netzwerken üblichen Dynamik - ein Posting gibt das andere, dann schaukelt sich was hoch und schließlich stehen alle bedröppelt da.

    Aber deinen Ausdruck "blöd" habe ich gelesen, und die vielen Ausrufezeichen in deiner Antwort auch. So lange dieser Ausdruck im Raum steht, erlaube ich mir, auf eine Konversation zu verzichten. Da hilft auch nicht der sich eher ironisch anhörende Verweis auf meine "prinzipielle Forumswissensbereicherung", oder wie du das formuliertest.

    FG

    Oehrling

    Sehr sicher, denn was sollte ein Gewerbler denn außer Steinpilzen und Pfifferlingen sammeln? Das sind (außer vielleicht den Morcheln im Frühjahr) die einzigen Pilze, die sich auf diese Art verkaufen lassen. Champignons und Austernseitlinge gibt es doch in jedem Lebensmittelhandel, und andere Pilze kauft doch niemand, außer vielleicht auf dem Münchner Viktualienmarkt oder Wiener Naschmarkt, wo die Kunden was Spezielles wollen.

    FG

    Oehrling

    Hallo zusammen,

    in unserem Landkeis (Hohenlohekreis) bekäme man den Pilzgewerbeschein beim Ordnungsamt. Ein Kumpel sagte mir neulich, als wir darüber diskutierten, dass der 200 Euro pro Jahr kosten würde. Also da muss man schon ordentlich was finden und verkaufen, dass sich das lohnt. Mit diesem Schein darf man natürlich auch nur innerhalb der Kreisgrenze sammeln. Steinpilze haben wir zwar schon ein paar, aber z. B. fast gar keine Pfifferlinge, und anderes wird kaum gehandelt. Das wäre also in den Jahren ohne Steini-Schwemme - und solche gab es ja zuletzt öfters - wohl ein Zuschussgeschäft.

    Die e-bay-Ware ist großteils illegal, dass diese Händler nicht sofort auffliegen, liegt wohl daran, dass es relativ "kleine Fische" sind.

    FG

    Oehrling

    Dann bleibt mir nur, dir weiterhin tolle Pilzfunde zu wünschen. Gerne werden auch deine Anfragen beantwortet, aber vielleicht so, dass die Pilze noch ganz sind, eben so wie man sie im Wald vorfindet. Wie schon von einem Vorschreiber erwähnt, erkennen wir die Pilze dann viel einfacher.

    FG

    oehrling

    Hallo Stefan,

    ganz viele Anfrager denken aber schon, dass das genau so funktioniert. Sie sitzen vor den geputzten Pilzen auf dem Wachstuch, trauen sich aber nicht sie zu essen. Welche Lösung taugt in ihren Augen dann auf die Schnelle? Ah ja, da gibt es doch so ein Internetforum, die frag ich einfach mal, ob man meine Pilze essen kann. Noch schnell ein Foto der geputzten Pilze mitsamt des Wachstuches gemacht, und dann angefragt.

    Unsere Antworten auf solche Anfragen haben zumeist mit "sich aufregen" nichts zu tun, eher ist das Gegenteil der Fall. Man versucht dem Anfrager möglichst unaufgeregt klarzumachen, was geht und was nicht geht. Und was heißt "jedes Mal neu"? Für einen Dauermitleser mag sich vieles wiederholen, für die meisten Anfrager ist es dagegen das allererste Mal.

    FG

    Oehrling

    Also der erste ist einer der Rotfußröhrlingsarten, die sind alle ungiftig aber nicht besonders lecker. Die anderen sind keine Butterpilze (Suillius luteus), sondern Maronenröhrlinge (Imleria badia/Boletus badius). Also wie gesagt, willst du neue Pilze essensmäßig austesten und suchst Bestätigung, ist dieses Forum nicht die richtige Adresse, sondern der Pilzberater. Kann ja auch sein, dass du Gammelpilze erwischt hast, das wäre über das Internet extrem schwer zu erkennen.

    FG

    Oehrling

    So sehen Röhrlinge aus, die beim Putzen gewaschen wurden.

    Schildmaid

    Tue die Pilze nächstes Mal zum Pilzberater, der kann sie dir freigeben. Wir können das nicht. Oder mache eine der zur Zeit zahlreichen geführten Pilzwanderungen mit, der Experte der die Wanderung leitet, gibt sie dir normalerweise auch frei.

    FG

    Oehrling

    Hallo Maria,

    die blauen sind sehr wahrscheinlich C. sodagnitus, die Chemo-Reaktionen passen alle soweit. Der gelbhütige schlankstielige ist wieder mal ein Calochroi. Davon bietet die Funga Nordica mit KOH-Positiv und im Kalkbuchenwald wachsend Cortinarius catharinae an. Die anderen KOH-positiven Calochroi wachsen anscheinend alle im Nadelwald. Also kommst du nach Funga Nordica zu Cortinarius catharinae.

    FG

    Oehrling

    Auf der anderen Seite kommt dann mal wieder eine mehrwöchige Regenperiode so wie jetzt gerade, und dann steht doch wieder der ganze Wald voll (zumindest bei uns in Hohenlohe). Auch an Stellen, an denen man jahrelang keine Pilze zu Gesicht bekam und von denen man schon gedacht hatte, die seien für ewig hinüber. Birgit, ich weiß halt auch nicht, welche Pilze du genau suchst und beachtest bzw. ob du vielleicht auch Pilze übersiehst.

    FG

    Oehrling

    Wenn der Pilz nicht typisch aussieht, findest du den in keinem Pilzbuch der Welt. In Pilzbüchern sind immer nur die "schönsten" Exemplare abgebildet. Ist ein Pilz dann anders gewachsen, sucht man sich beim Bildervergleichen tot.

    FG

    Oehrling

    Nein, der Geruch ist etwa so, wie wenn man an industriell gefertigtem Orangensaft ("Val...ina") oder Multivitaminsaft riecht. Ein bisschen süß-säuerlich halt. Gummibärchen sind ja normalerweise ganz stark aromatisiert.

    FG

    Oehrling

    Hallo zusammen,

    im BOERTMANN ist (neben dem Mikro-Schlüssel) ein richtig guter Schlüssel, der rein auf makroskopischen Kriterien basiert. Auf Englisch halt. Der hat mich schon öfters sehr zügig zu einem befriedigenden Bestimmungsergebnis gebracht, und das bei mir absolut neuen Arten, die ich nie zuvor gesehen hatte.

    @Pablo

    Schlechte Schlüssel sind meist von Leuten erstellt, die diese Gattung nicht wirklich profund kennen, sondern die "mal so auf die Schnelle" einen Schlüssel raushauen wollten. Am BOERTMANN-Schlüssel merkt man dagegen, wie unglaublich gut dieser Mann die Saftlinge kennt. Wahrscheinlich gibt es niemanden auf der Welt, der Saftlinge besser kennt als BOERTMANN.

    FG

    Oehrling

    Hallo zusammen,

    Hydnellum floriforme/auratile fällt zunächst mal durch seine Größe und Dicke auf (dicke Flatschen von 200 bis 300 Gramm Gewicht), dann beim Durchschneiden durch die Zweifarbigkeit des Fleisches (oben schmutzig grau, unten orange), von außen auch dadurch, dass die stachelbesetzten Zuwachszonen weißlich hellgrau sind, der Stiel dagegen leuchtend orange. Gefunden habe ich H. floriforme/auratile in Deutschland bisher nicht, aber schon ein paar Mal in Kärnten und dieses Jahr auch mal in Tirol.

    Der hier von Maria gezeigte (H. aurantiacum) ist schon rein optisch ein ganz anderer Pilz.

    FG

    Oehrling

    Ich dachte, dass alle Röhrlinge verhältnismäßig leicht zu bestimmende Pilze wären,

    Hallo Lena,

    das waren sie auch mal, bis sie genau erforscht wurden. Ganz früher gab es nur "die Ziegenlippe", "den Rotfußröhrling", "den Birkenpilz", "die Rotkappe" usw., da war man mit der Bestimmung natürlich ruck-zuck fertig.

    O.T.: Viel Spaß im Pilzforum.eu.

    FG

    Oehrling

    Hallo Juliane,

    keine Conocybe. Conocyben haben zwar schon diesen Habitus, sind aber irgendwie orangebräunlich bis rostbräunlich getönt und haben ausnahmslos rostorangefarbene Lamellen.

    Hier würde ich eher eine Psathyrella vermuten.

    FG

    Oehrling