Beiträge von Oehrling

    Hi,


    das ist schon ein Risspilz. Erinnert mich an I. cincinnata.

    Hallo zusammen,

    mich erinnert der Risspilz mit seinen eintönig ockergelben Farben und dem flockigen Stielvelum an eine Mallocybe. Aber Climbingfreak kennt sich mit Risspilzen sicher besser aus als ich.

    FG

    Oehrling

    Die einzige Frage die ich mir im Wald immer mal wieder stelle ist: Was macht es (jetzt mal unabhänging vom Baumbestand usw.) aus, ob man sich auf einem Berg/Hügel am Westhang, Nordhang, Osthang oder Südhang befindet? An welchen Hängen sollte ich mich momentan am besten umschauen um eventuell neue Pilzstellen zu finden?
    ...

    Unsere Wälder sind gross und teilweise mit echt steilen Hängen.

    Hallo Kersten,

    meiner Erfahrung nach sind steile Hänge (vor allem Südhänge) von der Ausbeute her ziemlich schlecht, weil das Wasser zu schnell abfließt und die Hänge schnell trocken fallen. Die ergiebigsten Funde macht man wohl eher im Flachen. Auch sind im Gebirge die tieferen Lagen tendenziell besser als die Kammlagen oder Gipfel, auch diese trocknen unter Windexposition viel zu schnell aus. Ansonsten wäre zu sagen, dass der Baumbestand (Mykorrhizapartner und Substratlieferant) für das Vorkommen bestimmter Arten wesentlich maßgeblicher ist als die Himmelsrichtung der Hangneigung. Es ist sehr nützlich, zu wissen, unter welchen Baumarten die Pilzarten jeweils wachsen, sowie vor Ort die entscheidenden Baumarten erkennen zu können. Extrem gut ist es, den Waldtyp zu erkennen, in dem man sich gerade befindet, denn viele Pilzarten haben nicht nur ihren speziellen Baumpartner, sondern kommen nur in ganz bestimmten Waldtypen vor bzw. sind dort überhaupt zu erwarten.

    Zur anderen Frage: momentan ist generell eine ganz schlechte Zeit für Pilze - die Witterung viel zu trocken und die Nächte noch zu kalt.

    FG

    Oehrling

    Hallo umossoh,

    die Diskussion hätte sich wahrscheinlich abgekürzt, wenn die Sporenpulverfarbe bekannt gewesen wäre und die Beurteilung nicht nur allein aufgrund von Fotos hätte erfolgen müssen. Also, wenn die Frage: Rötling oder Maipilz? wieder mal auftauchen sollte - einfach den Pilz über Nacht liegen lassen und danach die Lamellenfarbe beurteilen. Dann braucht es sicherlich keine Diskussion.

    Freundliche Grüße

    Oehrling

    Vielleicht. Das habe ich noch nicht probiert. Allerdings bin ich meistens nicht so ausgehungert, dass ich mich auf alte Schuppige Porlinge stürzen würde. Aber wer weiß, wie weit die aktuelle Rezession noch geht, und was man dann als Essen so probieren wird. Im Parallelthread hat ja auch jemand den Rehbraunen Dachpilz probiert und fand ihn nicht ganz schlecht.

    Hallo Thomas,

    sind sie auch. Aber nicht mehr in dem Altersstadium auf deinen Fotos. So bekommt man sie im Kochtopf nicht mehr weich. Auskochen kann man dagegen sie immer noch, das gibt eine gut schmeckende Basis für Pilz- oder Gemüsesuppe.

    FG

    Oehrling


    Ganz ehrlich, wenn ich in diesen beinahe pilzlosen Tagen schon einmal Pilze finde, warum müssen dies dann solche sein? So komisches Rindengetöns (also für mich halt komisch) hatte ich gestern auch ein par Mal gefunden, aber Pilze mit denen ich vielleicht mit der Bestimmung weiter kommen könnte - ach meno

    Hallo Maria,

    das liegt daran, dass nun mal gefühlt 95 % aller Pilzarten solche Pilze sind. Ich habe mich immer gefragt, nach welchen Kriterien die Pilzarten für die Pilzbestimmungsbücher ausgewählt werden. Die Häufigkeit des Auftretens in der Natur kann es nicht sein, dann wären die Bücher alle voll mit Little Brown (Grey, White) Mushrooms, garniert mit einigen Baumschlappen. So was würde niemand lesen, erst recht nicht kaufen. Ich glaube eher, dass stattdessen das Kriterium die optische Auffälligkeit, vielleicht auch die (vermeintlich) leichte Bestimmbarkeit sein muss. Mit dem Ergebnis, dass man ständig Pilze in der Natur findet, die im Buch nicht "drin" sind, und bei denen auch keine realistische Chance besteht, über eine Internet-Anfrage zu einem belastbaren Namen zu gelangen. Das muss man so akzeptieren, es sei denn, man gibt sich mit den ewigen schwammigen "könnte sein", "ist vermutlich", "kommt in Frage"-Aussagen zufrieden.

    Meinen Leuten im Pilzverein sage ich daher: macht es doch genau andersrum. Setzt euch Ziele, ganz bestimmte Pilzarten aus euerem Pilzbuch zu finden. Sucht sie, und wenn ihr was in der Richtung gefunden habt, bekommt durch Bestimmungsarbeit heraus, ob es die Zielart ist oder nicht. Macht das ein paar Mal, und dann KENNT ihr den Pilz.

    Freundliche Grüße

    Oehrling

    Hallo Dippold,

    auch aus meiner Sicht passt die Sporenform nicht zu Melanogaster tuberiformis. Diese hätte ovoide (eiförmige) Sporen, die auch ein wenig langgezogen sein können. Die Sporen, die hier zu sehen sind, würde ich aufgrund ihres oft ausgezogenen Sporenapex eher als zitronenförmig bezeichnen, weshalb sie von der äußeren Form her Cortinariussporen durchaus ähneln und zur Diagnose Hymenogaster (das sind sozusagen hypogäische Cortinarien!) leiten könnten. Bei Sporen von M. tuberiformis käme ich dagegen nicht auf die Assoziation Cortinariusspore.

    Nun sind die hier gezeigten Sporen ziemlich glatt bzw. ornamentlos, was eher nicht zu Hymenogaster passt. Meine Literaturquelle (MONTECCHI/SARASINI) bietet aber mit Melanogaster ambiguus eine Melanogaster-Art mit halbwegs cortinarius-förmigen Sporen und glatter Sporen-Oberfläche an, die ich in deinem Fall für möglich halte. Die Sporenmaße werden bei MONTECCHI/SARASINI für M. ambiguus mit 15 - 18 x 7 - 9 My angegeben.

    Freundliche Grüße

    Oehrling

    Früher beschrieb man die Pilze komplett in allen erfassbaren Merkmalen. Wenn ein Merkmal bei einer Art nicht konstant war, beschrieb man die Variationsbreite.

    Man wies damals auch immer darauf hin, dass ein Pilz erst dann sicher bestimmt ist, wenn alle Merkmale geprüft sind und den Vorgaben entsprechen.

    Hallo Marcel,


    danke für die erklärenden Hinweise. Das hat man damals wahrscheinlich deswegen so gemacht, weil man die tatsächlichen Trennmerkmale der Arten bzw. die harten Bestimmungsmerkmale noch nicht wirklich kannte. Wer sich davon einen Eindruck verschaffen will, kann einmal die ganzseitigen Beschreibungen in Michael/Hennig/Kreisel (Handbuch für Pilzfreunde) durchlesen, da steht zu jedem Pilz sensationell viel, aber eben auch ganz viel Irrelevantes drin. Mit der Folge, dass von den beschriebenen Dutzend Merkmalen eben immer eines oder zwei nicht stimmten, was dann dazu führte, dass man unter Beachtung der von dir genannten Regel nie zu einem befriedigenden Bestimmungsergebnis kam.


    In unserem Verein haben die Anfänger auch oft das Problem, dass sie sich (im Bewusstsein, dass man grundsätzlich nicht nur Bilder vergleichen, sondern Beschreibungen genau lesen sollte) Wort für Wort durch die Beschreibung kämpfen, bis sie irgendwann auf eine Fehlinformation stoßen und aus ihrer Sicht zu keinem Bestimmungsergebnis kommen, wobei ihnen aufgrund des Bildvergleichs eigentlich schon klar war, welchen Pilz sie vor sich haben. In diesem Fall hat die Beschreibung nicht nur keinen, sondern negativen Nutzen für die Bestimmung.


    Freundliche Grüße

    Oehrling

    Hallo Claudia,


    theoretisch ist auch denkbar, dass die von dir konsultierte Literatur nicht präzise genug beschreibt bzw. der Autor nicht präzise genug beobachtet. Bei den gängigen Pilz-Kompilationswerken ("Pilzbilderbücher") ist es meistens so, dass der Autor gar nicht selber zur Erforschung ins Feld geht, sondern aus der zur Verfügung stehenden Primärliteratur heraus kompiliert. Böse gesagt: abschreibt. Steht in der Primärliteratur nichts über anastomosierende Lamellen, kann dieses Merkmal dann auch nicht in der Kompilation vorkommen. Warum das mit den Anastomosen nicht in der Primärliteratur steht, hat der Werner schon erklärt: vermutlich hält der Primärbeschreiber dieses Merkmal für bestimmungsirrelevant, vielleicht ist es auch nicht so konstant ausgeprägt, dass man es in der Beschreibung erwähnen müsste.


    Auf jeden Fall darf man nicht aus dem Fehlen eines Merkmals in einer Beschreibung schlussfolgern, dass der Bestimmling die vermutete Art nicht sein kann, da das Merkmal bei ihm doch vorhanden sei. Wir haben mal bei einer Vereinsexkursion einen Grauen Wulstling mit kurzgerippt-gerieftem Hutrand gefunden, was in der einschlägigen Literatur auch nicht erwähnt ist. Dennoch war es ein Grauer Wulstling.


    FG

    Oehrling

    Bei der einen Morchel -markiert- war ich erstaunt, was die für einen sehr langen Stiel die hatte. Könnte das eventuell mein Tipp eine -Käppchenmorchel- sein?

    Hallo Stefan,

    diese Käppchenmorchel ist auch ohne Schnittbild problemlos zu erkennen, da der Stiel auffallend längsrunzelig ist. Bei der Böhmischen Verpel wäre der Stiel querrunzelig. Die Hutfarbe wäre auch anders, das Braun wäre rötlicher. Also aus meiner Sicht eine eindeutige Käppchenmorchel.

    FG

    Oehrling

    Hallo zusammen,

    ist der Stiel rund? Dann kaufe ich eine Verpel. Bei dieser Hutfarbe hätte ich Gyromitra, welche auch immer, erstmal ausgeschlossen.

    FG

    Oehrling

    Hallo Tobi,

    zu den letzten beiden hätte ich noch folgendes anzumerken:

    - C. dibaphus kann es nicht sein, denn dieser wäre gerandetknollig

    - für C. nemorensis fehlen mir die Violetttöne am Hutrand, außerdem würde der auf der Hutmitte ziemlich stark bräunen; auch ist mir nicht klar, was du mit "reiner Laubmischwald" (dein Zitat) meinst

    FG

    Oehrling

    Hallo zusammen,

    wieder eine interessante Frage: sind Giftpilze "Lebensmittel"? Oder vielmehr "Stoffe, die keine Lebensmittel sind", aber mit Lebensmitteln, also essbaren Pilzen "verwechselbar" sind, wie es im letzten Absatz der Gesetzestextquelle heißt. Dann würde die von Wolfgang P. zitierte Gesetzstelle doch verblüffend gut passen. Worauf sich die nächste Frage anschließt: was ist "in Verkehr bringen"? Selbstgesammelte Pilze an Dritte weitergeben auf jeden Fall, aber was ist mit Pilzen, die mitgebracht werden und zu denen lediglich eine Beratung erfolgt? Da passt der Begriff "in Verkehr bringen" nicht wirklich.

    Ich liebe für meinen Teil nicht nur rechtlich-theoretische Diskussionen, sondern theoretische Diskussionen überhaupt, und finde toll, dass hier ein Ort ist, sie zu führen.

    FG

    Oehrling

    Hallo Sandra,

    ich liebe rechtliche Diskussionen! Noch besser, dass du Fachfrau bist.:daumen:


    Superschönes Foto in deinem Büro übrigens.

    FG

    Oehrling

    Hallo Habicht,

    hast du die M. conica dann auf der Flattnitz gefunden?

    Übrigens muss ich mich selber korrigieren: heute habe ich in dem 2019 Jahr von der Thüringer Arbeitsgemeinschaft herausgegebenen Werk "Die Großpilze Jenas" gelesen (ich lese gerade viel!), dass Morcheln wohl doch fakultativ Mykorrhiza bilden können. Wenn, dann sind sie auf jeden Fall nicht wählerisch mit ihrem Baumpartner.

    Bei dir in Unterkärnten müssen Eschen dabeistehen, sagst du. In unserer Gegend, vor allem in der Rheinebene, ist dem nicht so. Da wachsen Morcheln sozusagen unter Allem, auch in Vorgärten unter dem Apfelbaum, sogar mitten auf dem Rasen und direkt im Blumenbeet - so wie im Obstgartl meines Onkels. Also eigentlich überall. Wenn man beim Spazierengehen im Grünen nicht nur in die Luft guckt, sondern den Blick am Boden schweifen lässt, kann man sie überall finden. Am einfachsten geht das natürlich an den Orten, wo man früher schon mal welche gefunden hat.

    Freundliche Grüße und viel Spaß bei der diesjährigen Morchelsuche, falls ihr rausdürft

    Oehrling

    Hallo Ben,


    das Habitat, das du zeigst, sieht durchaus morchelträchtig aus. Ob es bei den Bodenverhältnissen in deiner Gegend Morcheln überhaupt geben kann, weiß ich natürlich nicht. In manchen Gegenden Deutschlands gibt es partout keine Morcheln. Der Boden darf halt nicht heideartig-sandig sein, sondern eher nährstoff- und mineralreich und gern auch leicht lehmig. Da, wo es die relativ häufigen Rindenmulchmorcheln in Vorgärten oder auf Supermarktparkplätzen gibt, gibt es irgendwo auch "wilde" Morcheln.


    Die Bodenverhältnisse sind wichtiger, als dass dort um jeden Preis Eschen herumstehen. Passt der Boden, kommen die Morcheln auch unter Kiefern, Haselnuss, Hartriegel, Weißdorn oder sogar unter Apfelbäumen. Morcheln gehen keine Mykorrhiza ein, sind also nicht auf bestimmte Baumpartner festgelegt.


    FG

    Oehrling

    Hallo Lucky,


    nein das ist kein Schwammerl-Garn. In Skandinavien wurden (werden?) auf dem Land sogar Frühjahrslorcheln verkauft. Ich habe gehört, die sollen ganz ähnlich schmecken wie Morcheln. Angeblich - die Betonung liegt auf angeblich - wären Frühjahrslorcheln ungiftig, wenn sie vollständig getrocknet, dann wieder eingeweicht, das Einweichwasser weggeschüttet, mindestens 15 Minuten gekocht und das Kochwasser wiederum weggeschüttet wird. Während des Kochens dürfe man nicht seinen Kopf über den Topf halten und einatmen - der Dampf enthielte das Lorchelgift (Gyromitrin). Abgesehen davon, dass man bei einer solchen "Kochakrobatik" an diversen Stellen Fehler mit fatalem Ausgang machen kann, ist nicht ganz klar, ob Leute mit vorgeschädigten Organen vielleicht generell empfindlicher reagieren als andere, und ob die skandinavischen Frühjahrslorcheln vielleicht nicht exakt dasselbe sind wie die deutschen Frühjahrslorcheln, also z. B. weniger Gift enthalten.


    Also kann man jedem nur raten, ein solches Experiment nicht zu wagen. Ich selber wage schon ziemlich viel, aber daran würde selbst ich mich nicht wagen.


    Zu deinem anderen Anliegen: in Mitteleuropa gibt es wohl keine hautkontaktgiftigen Pilze, d. h. man darf alle anfassen, sogar Knollenblätterpilze. Pilzgift wird generell durch den Magen-Darm-Trakt aufgenommen, also nach Verzehr.


    Freundliche Grüße

    Oehrling

    Hallo Grüni,

    ich habe gerade in den anderen Thread reingeschaut. Die von dir gefundenen sind höchstwahrscheinlich auch Discina perlata. Gib sie doch zum Mikroskopieren an Tuppie weiter, sie hat sich doch glaube ich zwischenzeitlich ein Mikroskop angeschafft. Wie die Sporen auszusehen haben, weißt du ja nun.

    FG

    Oehrling

    Hallo zusammen,

    ich bin jetzt auch wieder dabei, wie ihr vielleicht an meinen anderen Beiträgen gesehen habt.

    Gestern nachmittag in der Kurpfalz war morcheltechnisch noch überhaupt nichts los, konnte meiner Meinung nach auch nicht, da man an der Entwicklung der Vegetation sehen konnte, dass es noch zwei bis drei Wochen dauern dürfte. Noch keine aufgeblühten Bärlauchknospen, und die Anemonenblätter noch ganz klein und violett und noch nicht richtig entfaltet.

    Ein paar Kilometer weiter im sandigen Kiefernwald dagegen Frühjahrslorcheln zum den Korb vollmachen, wenn man diese denn nur essen könnte;(. Die Frühjahrslorcheln haben anscheinend ein gutes Jahr und sind an vielen Stellen aufgetreten, die ich bisher noch nicht kannte.

    Dodo

    Die Frühjahrslorcheln lieben vor allem sandige Binnendünen, die mit Kiefern bestanden sind, und da die eher feuchten bemoosten Stellen, z. B. am Wegrand und in den Senken. Wo in Südbaden es solche Stellen gibt? Vielleicht in Rheinnähe?

    FG

    Oehrling

    Hallo zusammen,

    ich wäre hier am ehesten bei Rhodocollybia maculata (Gefleckter Rübling), natürlich nur bis jemand einen besseren Vorschlag macht. Das Habitat, wie es auf den Fotos zu sehen und im Text beschrieben ist, passt jedenfalls zum Gefleckten Rübling, auch der leicht bittere Geschmack. Die Farben auf den Fotos dagegen scheinen nicht zu stimmen, vermutlich ist der Pilz im Original weniger gelblich und mehr rötlich.

    FG

    Oehrling

    Hallo,

    an deiner Stelle würde ich an den dunklen Stellen riechen - riecht es angenehm frisch oder säuerlich-muffig oder gar fischig-urinartig? Ob es sich um ein rein optisches Problem handelt oder ob mehr dahintersteckt, dafür wäre der Geruch ein deutliches Indiz. Für dich hoffe ich natürlich das Erstere.

    FG

    Oehrling

    Hallo Steinpils,

    makroskopisch passt Discina perlata/Gyromitra ancilis sehr gut. Die reifen Sporen (du hast nur unreife, die noch im Ascus drin sind, abgelichtet) wären bei dieser Art sehr markant, da sie bei fortschreitender Reife auf beiden Seiten ausgezogene Zapfen/Schwänzchen/Flügelchen entwickeln. Leicht angedeutet sieht man das auf dem ersten Sporenfoto ganz rechts oben. Also solltest du deine Pilze noch etwas aufheben, bis dass sie aktiv Sporen abschleudern, und die abgeschleuderten (dann reifen) Sporen nochmals mikroskopieren.

    FG

    Oehrling

    Uj, die Kassette kopieren, und das dann hier einstellen, wie soll das gehen? Was ich machen kann: wenn ich nächstes Mal nach Thüringen oder Sachsen komme und wir uns dort treffen, die Kassette mitnehmen, falls dich das wirklich so interessiert.

    FG

    Oehrling