Beiträge von Oehrling

    Ob Lamellen frei oder angewachsen sind, testet man am besten so: Den Hut direkt am Stiel so abbrechen, dass an der einen Huthälfte der Stiel noch hängenbleibt. Dann an die Stielspitze gucken, da wo der Stiel in den Hut übergeht: reichen die Lamellen bis an den Stiel bzw. bleiben sogar Lamellenstücke am Stiel hängen, sind die Lamellen "angewachsen". Bleiben die Lamellen dagegen unversehrt und reichen nicht an den Stiel heran, dann sind die Lamellen "frei".

    Also schlüssele jetzt noch mal mit "Lamellen angewachsen".

    FG

    Oehrling

    Hmmm, Risspilze sollten ja bekanntermaßen braunes Sporenpulver haben. Lass ihn doch mal aussporen, aber ich tippe, dass das Sporenpulver weiß und nicht braun sein wird, d. h. dass das hier kein Risspilz ist.

    FG

    Oehrling

    Hallo Nemrod,

    alles gute bis sehr gute Arbeitstitel. Beim zweiten bin ich mir sogar zu 95 % sicher, dass das Russula vesca ist, beim dritten zu 95 %, dass das Russula cyanoxantha ist. Der letzte kann eine Grisinae oder aber auch ein Frauentäubling sein - sind da die Lamellen biegsam oder splitternd?

    Für die Bestimmung wäre es gut, wenn du mal eben Eisensulfat auf die Stielrinde schmierst oder kratzt und nach 3 bis 5 Minuten das Ergebnis bewertest:

    - R. vesca sehr freudig lachsorange (reagiert am stärksten deiner Kandidaten)

    - R. grisea (Nr. 4?) immer noch ziemlich freudig lachsrosa (nicht ganz so orange wie R. vesca!)

    - R. parazurea ziemlich schwach, verwaschen trübrosa

    - R. cyanoxantha komplett negativ, kein bisschen rosa

    Wenn du Täublinge mikroskopierst, solltest du standardmäßig anschauen:

    - die Huthaut in Kongorot

    - die Sporen in Melzers Reagenz

    Was du zeigst, sind dagegen die Lamellen in Wasser und die Sporen in "irgendwas", das bringt eher nichts. Außerdem könntest du mal dein Objektiv reinigen, das ist ja brutal verdreckt.

    FG

    Oehrling

    Hallo Claus,

    vielen Dank für deinen für die Bestimmung getätigten erheblichen Aufwand und das sehr erfreuliche Ergebnis :). Jetzt weiß ich also, dass es R. minutula wirklich gibt und ich nur bisher unfähig war ihn zu finden ?(

    FG

    Oehrling

    selbst wenn es eine verdeckte Anfrage mit erfundener Story gewesen wäre - was bringt es, den dann durch kryptische Anmerkungen zu zerschießen? Es war ja alles schon erledigt. Erst die Nachbemerkungen machten aus dem Thread das, was uns jetzt hier diskutieren lässt. Muss man andeuten "Oh Gott, die Anfrage kann auch wegen Psilos erfolgt sein"?

    Da schätze ich, dass die Moderatoren das anders sehen, nach dem, wie sie in der Vergangenheit auf solche Anfragen reagiert haben. Schließlich kam das nicht zum ersten Mal vor.

    Im übrigen glaube ich nicht, dass ich, so wie du das darzustellen versuchst, der einzige war, der die andere Anfragerichtung zu erkennen glaubte, was sicher auch am Usernamen Tequilla lag und daran, dass der Anfrager nach dem Posten von Fotos nicht mehr auf die Benennungsversuche reagiert hat.

    Aber o. K., dann überlassen wir das generell den Moderatoren mit der Einschätzung der Anfragerichtung, damit kann ich mich abfinden.

    FG

    Oehrling

    aber dafür fand ich die Risspilze interessant. Nach dem, was mir an Farben angezeigt wird, hätte ich die nicht für Ziegelrote gehalten.

    Danke fürs Zeigen.

    Nicht jeder Risspilz, der rötlich verfärbt, ist der Ziegelrote. I. whitei oder I. godeyi können das auch. Wie auch immer: sie werden ihn ordentlich bestimmt haben, d. h. keine Metuloiden an der Lamellenschneide und keine Pleurozystiden gefunden haben, und dann ist das der Ziegelrote Risspilz.

    FG

    Oehrling

    Hallo Pablo,

    auf dem Bild links unten sehe ich auf der Schnittfläche deutlich eine graubraune Verfärbung.

    Hallo Tomas,

    Ohren steif halten und immer munter weiterfragen. Durch diese Phase musste jeder durch. Ich habe übrigens keine Probleme mit dem Lesen deiner Sätze, von mir aus schreib so weiter.

    FG

    Oehrling

    Servus beinand,


    ich verstehe die Sache vermutlich eh nicht wirklich. Ich habe nur eine Anfrage gesehen, bei der jemand nach Pilzen in seinem Garten fragt und sich Sorgen um den Hund macht. Das Thema wäre völlig problemlos nach wenigen Beiträgen beendet gewesen, wenn nicht die kryptischen Psilo-Vorwürfe gekommen wären.

    Hallo Christoph,

    in den vergangenen Jahren gab es hier dutzende solcher Anfragen, wechselweise mit Hunden, die solche Pilze gefressen haben sollen, oder mit Kindern. Das Muster wiederholt sich einfach, und irgendwann erkennt man es. Hier war es so: als ich die fein säuberlich als Sträußchen gesammelten Pilze auf dem Taschentuch gesehen habe (das Muster!), wusste ich sofort um was es wirklich geht.

    FG

    Oehrling

    Hi,


    was meinst du damit unterschiedliches Maß messen?

    Na, zum Beispiel, dass hier der Moderator fröhlich einen Witz über das "pflonck" und den damit verbundenen Alkoholkonsum reißt, aber einen Beitrag später total allergisch reagiert, wenn es um andere Drogen geht. D. h. das "pflonck" wird anerkannt, alles andere verteufelt. Ist irgendwo ein Spiegelbild der allgemeinen gesellschaftlichen Sichtweise, also auch außerhalb des Pilzforums.eu.

    FG

    Oehrling

    Hallo Claudia,

    ich habe zwar keinen Spaß dran, dir deine Königsfliegenpilze zu zerschießen, aber gerade das Exemplar im Vordergrund hat mMn schon Hutflocken mit rosalichen Rändern und wäre für mich so von oben einfach ein Perlpilz. Oder anders: ohne Detailbild vom Stiel und der Manschette überzeugt mich deine Diagnose Königsfliegenpilz nicht wirklich. Ich selber gucke bei Amanita immer sehr genau hin und empfehle auch anderen, dies zu tun, denn man liegt in dieser Gattung schnell mal falsch, was fatale Folgen haben kann.

    Zu den Ziegelroten Schwefelköpfen (dem Foto nach mit Ringzone, unter dieser mit beschupptem Stiel) und dem Schuppigen Porling sind ja schon von anderen berechtigte Zweifel angemeldet worden, auch ob dein verschimmelter Rotfußröhrling wirklich einer ist und nicht etwas aus der Gattung Hortiboletus...? Bei dem "wunderschönen" Scheidenstreifling glaube ich, dass es sich um Amantia submembranacea handelt, dessen Stielvolva über Nacht silbergrau verfärben würde und der auf die Weise gut bestimmbar wäre.

    Freundliche Grüße

    Oehrling

    Na ja, nur wegen ein paar Becherlingen würde ich mir noch kein Mikroskop kaufen, schließlich kann man die Becherlinge auch links liegen lassen und sich mit Anderem befassen. Aber wenn einen bestimmte Gattungen einfach interessieren, geht es freilich nicht ohne. Man kann ja selbst entscheiden, wohin die Reise gehen soll.

    FG

    Oehrling

    Hallo Claus,

    für den Morgenrottäubling sieht mir der Pilz makroskopisch sehr ungewöhnlich aus. Da solltest du mal Energie investieren und mikroskopisch nachprüfen, ob das nicht R. minutula ist, der die tupfengleichen chemischen Reaktionen hat wie R. velutipes, aber ein rein isoliertwarziges Sporenornament hat im Gegensatz zu R. velutipes, bei der man auf jeder Spore ein paar Verbindungslinien zwischen den Warzen sehen müsste. R. minutula hat sich vor mir bisher erfolgreich versteckt, aber wenn der hier das wäre, müsste ich nicht weiter denken: "den gibt's ja gar nicht" ;) Also bitte schau dir die Sporen an, da könnte ich aus der Ferne auch was dazulernen.

    FG

    Oehrling

    Hallo Rotfüßchen,

    ich meine die Combo aus Täubling Nr. 8.1 und 8.2 (unter Eiche?) zu kennen. Ich habe die bisher immer zusammen gefunden. Das müssten Russula lilacea (8.1) und Russula violacea/pelargonia/innocua (8.2) sein. R. lilacea mit reinweißem Sporenpulver und angedeuteter Rosaüberhauchung vor allem der Stielspitze, R. violacea leicht scharf und mit deutlichem Geruch nach Ölsardine (kein Witz!).

    Bei den anderen Täublingen fehlt es an beschreibenden Zusatzinformationen, es ist aber nicht unmöglich, dass das die gleichen wie 8.2 sind, nur frischer.

    Den Milchling würde ich als Graugrünen Milchling (L. blennius) ansehen, das Foto scheint mir nicht farbecht zu sein, so bleiben Restzweifel.

    FG

    Oehrling

    Hallo zusammen,

    mMn sehen junge Agaricus essettei/silvicola so aus. Schon in diesem jungen Alter neigt der Stiel zum Hohlwerden, das ist mMn typisch für diesen Artkomplex.

    FG

    Oehrling

    Hallo zusammen,

    ich werfe mal X. porosporus ins Rennen. Für X. pruinatus sind mir die Stieloberflächen zu graubraun. Leider wurden die durchgeschnittenen Pilze zu schnell fotografiert, X. porosporus kann ein paar Minuten brauchen, bis man sieht, wo und wie stark er blaut.

    FG

    Oehrling

    Wenn wir uns auf solche Anfragen einlassen, dann machen wir uns, bzw. der Betreiber des Forums sich strafbar,

    Hallo Stefan,

    das kann ich mir nicht vorstellen, dass man sich wegen des Abratens von angefragten Drogenpilzen im Rahmen des Beantwortens einer Anfrage strafbar macht. Z. B. wurde hier im Endeffekt verhindert, dass sich jemand Heuschnittpilze reingepfiffen hat. Ohne Anfrage wären sie vielleicht konsumiert worden. Als Pilzberater mache ich mich auch nicht strafbar, wenn jemand zu mir mit Drogenpilzen kommt, und ich ihm sage: das sind Drogenpilze, sofort ab damit in die Mülltonne.

    Schreib doch einfach: wir Betreiber wollen hier im Forum generell so was nicht haben, daher Deckel drauf, aber das mit der Strafbarkeit halte ich für Desinformation.

    FG

    Oehrling

    Hallo Walter,

    zumindest könntest du mal nachschauen, wie weit die Lamellen am Stiel herablaufen. So sieht man nichts als blassbraune Lappen an zwei Baumstämmen.

    FG

    Oehrling

    Hallo Norbert,

    einen hohlen Stiel hat der Keulenfuß-Trichterling nicht. In altem Zustand kann der Stiel mal wattig-ausgestopft sein, aber hohl ist was anderes.

    Dennoch solltest du den Pilz nicht als bestimmt abheften. Es gibt eine ganze Reihe weißliche Trichterlinge, und ein paar davon sind bös giftig, z. B. der Bleiweiße oder der Rinnigbereifte Trichterling. Vielleicht hast du ein wichtiges Detail übersehen und daher nicht in der Anfrage angegeben. Nur nach Foto bleibt das immer unsicher.

    FG

    Oehrling

    Hallo Wastl,

    um die Verwirrung komplett zu machen: aus meiner Sicht ist das ein ziemlich abgenagter Stielporling, denn in diesem Zustand "festes Fleisch"? Das kann beim besten Willen kein Gallenröhrling sein.

    Aber ich möchte mich den Vorrednern insofern anschließen, dass du, wenn du von uns befriedigendere Antwort-Outputs haben willst, künftig bessere Anfrage-Inputs liefern solltest, denn Outputs können immer nur so gut wie die Inputs sein. Hier liegt das nicht nur an der verbesserungsfähigen Fotoqualität, sondern auch am Pilz selber, der sehr ramponiert aussieht. Siehst du den gleichen Pilz später mal "in typisch", würdest du ihn nicht erkennen, sondern ihn für einen anderen Pilz halten. Dann müsstest du ihn ja wieder anfragen. Also schade um die vertane Zeit auf beiden Seiten.

    FG

    Oehrling

    Hallo Tuppie,

    ich wills auch ein bisschen komplizierter machen. Dein Rotfußröhrling ist mMn der Falsche Rotfußröhrling (Xerocomus porosporus), da der Stiel vorwiegend grau ist und das Grau von zwei nur winzigkleinen rote Ringzonen umrahmt wird. Momentan gibt es den viel, auch in unserer Gegend.

    FG

    Oehrling

    Hallo Björn,

    einen kleinen Tipp zur Mikroskopie der Milchlingssporen hätte ich. Am besten kann man das Ornament der Sporen mit Melzers Reagens oder Lugolscher Lösung herauskitzeln. Es sieht so aus, als hättest du Baumwollblau verwendet, dies finde ich nicht ganz so geeignet.

    FG

    Oehrling

    Hallo Björn,

    schöne Funde. Hier meine Kommentare zu den Pilzen:

    Nr. 4) in diesem Artenkreis kann der Sporenabwurf möglicherweise wichtig sein, sofern man mikroskopiert, die Sporenpulverfarbe ist dagegen kein gutes Trennmerkmal. Wichtiger wäre, ob und wie schnell die Milch auf einem Tempotaschentuch sich gelblich färbt, und ob sie mild, bitterlich-zusammenziehend oder gar scharf schmeckt. Da das gezeigte Exemplar keinen Buckel in der Hutmitte hat, könnte es sich um Lactarius decipiens handeln, das freilich nur, falls die Ausprägungen der von mir genannten Merkmale zu den Literaturangaben passen.

    Nr. 7) da hast du wohl nicht genau genug hingeschmeckt; dem Aussehen nach ist das Russula exalbicans/pulchella, zu der von dir genannten Birke gehörend, und der ist in den Lamellen leicht scharf.

    Nr. 12) mMn Polyporus tuberaster

    FG

    Oehrling