Beiträge von Oehrling

    Hallo,

    noch ganz schnell, dann ab in die Falle:

    einen Bergsteigersocken hat z. B. auch Amanita gemmata. Ich muss freilich sagen, dass auch A. gemmata nicht wirklich passen will.

    FG

    Oehrling

    Hallo Claus,

    so wie Uwe würde ich den liebend gern R. aeruginea nennen, aber mit Sporenpulverfarbe IIIb (mittelocker) und FeSO4-negativ ist das beim besten Willen nicht möglich. Daher nochmal die Frage: wie sicher sind diese Angaben?

    FG

    Oehrling

    Bei mir im Hauswald kommen die Dinger mit Vorliebe als Einzelexemplare und verwirren mich.


    Dazwischen finden sich aber gelegentlich auch mal welche, die schonmal ein Pilzbuch gelesen haben:

    :rolleyes:Och nöö Schupfnudel,

    das ist aber schon eine ziemliche Verar***he von dir. Das danebenstehende Büschel Büschelraslinge hättest du doch schon bei der ersten Anfrage zeigen können, dann hättest du uns die Rumrätselei erspart, und der Fall wäre sowas von klar gewesen.

    FG

    Oehrling

    Sporenpulver ist weiß, aber das haben ja alle Schnecklinge. Welche Alternative hast du noch im Hinterkopf?

    Es gibt noch einen ganz seltenen, den Mehlstiel-Schneckling (Hygrophorus arbustivus), den ich hier nicht von vornherein ausschließen möchte. Er kommt bei Laubbäumen vor und hat ebenfalls eine dunkle Hutmitte, die zum Rand hin ausblasst.

    FG

    Oehrling

    Hallo RudiS,


    wer Belehrungen immer und überall als Zumutung empfindet, ist in meinen Augen überhaupt nicht erwachsen. Biologisch vielleicht schon, aber sonst... Also braucht man mMn nicht zu diskutieren, ob Belehrungen auch für Erwachsene zumutbar oder sogar geboten sein könnten.

    Ich bin jetzt 52, und was meinst du, wie viele Belehrungen ich bis hierher, auch noch im Erwachsenenalter bekommen habe? Aber die meisten von diesen Belehrungen waren berechtigt, sie haben mich von eigenem Schaden abgehalten, und ich bin den Belehrenden bis heute dankbar, obwohl es mir in der Belehrungssituation selbst oft nicht gefallen hatte.


    Das Hauptproblem liegt darin, dass die meisten Belehrten dem Belehrenden unlautere Absichten unterstellen und glauben, ein Belehrender belehre den anderen, um ihn aus Lustgewinn zu erniedrigen und zu beschämen. Witzigerweise haben professionelle Experten, die für ihre Belehrungen vom Belehrten eine Stange Geld für die Belehrungen kassieren, diese Probleme nicht. Da wird die Belehrung angenommen und sogar noch das Geld dafür gezahlt, auch wenn sie sich inhaltlich nicht von der kostenlosen Belehrung durch einen Nichtprofessionellen unterscheidet.


    Die Menschheit hat die Belehrung, also das Weitergeben von Erfahrungen und Tatsachen erfunden, es handelt sich dabei um eine positive Errungenschaft, damit die Jüngeren inklusive der jungen Erwachsenen nicht das Rad immer wieder neu erfinden müssen und sich nicht in immer wieder dieselben Gefahrensituationen begeben.


    Du wirst wohl keinen echten Experten dazu bewegen können, seine Meinungen und Erfahrungen an andere weiterzugeben, wenn du ihm nicht zugestehst, belehren zu dürfen. Oder umgekehrt: signalisierst du, dich unter keinen Umständen belehren lassen zu wollen, wirst du ganz schnell niemand Sachkompetenten mehr finden, der dich überhaupt beraten will. Dich werden dann schon noch irgendwelche Leute "beraten", aber halt keine Experten mehr. Denn mit nichts kannst du einen echten Experten so kränken wie mit dem Belehrungs-Vorwurf.


    So, nach dieser etwas längeren Meinungsabsonderung verziehe ich mich wie jedes Jahr um diese Zeit in meinen Forums-Winterschlaf bis zur Morchelzeit. Wie immer wünsche ich euch noch viel Spaß beim Weiterdiskutieren.


    FG

    Oehrling

    Hallo,

    die nachgeschobenen Bilder erhärten meinen Verdacht, dass es sich um Amanita ceciliae handelt. Es gäbe da noch die theoretische Option Amanita beckeri, aber den kenne ich nur von Fotos.

    FG

    Oehrling

    Hallo Schupfnudel,

    aufgrund der wenigen Daten, die du zur Verfügung stellst, ein mehr als schwieriges Unterfangen. Bei solchen LBMs, LWMs und LGMs braucht es Angaben zum Geruch, zur Sporenpulverfarbe und vieles mehr. Wer die alle nur aufgrund der Fotos erkennt, muss mindestens ein Pilzgroßmeister oder gar ein Magier sein.

    Ich zumindest meine, Fälblinge, Trompetenschnitzlinge und Zapfenrüblinge und bei Nr. 2 in der Tat den Tonblassen Schüppling zu sehen, aber die müsste ich genauso durchbestimmen wie du.

    FG

    Oehrling

    Hallo Schupfnudel,

    wenn du mit Nr. 8 Hygrophorus discoideus meinst: das kann gut sein. Allerdings sieht man auch eine Menge Laub herumliegen, d. h. der Baumpartner ist hier vielleicht gar nicht die Fichte?

    Bei Nr. 9 ist einiges möglich: Büschelrasling, Trichterling, Schneckling... Hast du den Geruch festgestellt?

    FG

    Oehrling

    Hallo Grüni,

    Beleuchtungskorrektur wäre auch nicht schlecht. Etliche der Bilder sind überstrahlt, also quasi "zu hell" und nicht "farbecht". Auch nicht ganz perfekt ist es, Pilze aus der Hand zu fotografieren, da kommen viele Kameras nicht mit klar.

    FG

    Oehrling

    Hallo zusammen,

    in Kroatien habe ich bei Pilzesuchen diese Früchte probiert. Am besten schmecken sie, wenn sie noch nicht ganz vollreif sind, also noch hellrot. Dann haben sie einen angenehm säuerlichen Beigeschmack und sind auch saftiger. Etwa wie Maulbeeren. Abgefallene, dunkelrote Früchte schmecken ausdruckslos süß-mehlig, also absolut uninteressant. Man isst sie im Ganzen, einen Stein haben sie nicht.

    Im Asia-Shop kann man übrigens weinrote bzw. violettrote Arbutus-Früchte in Dosen kaufen. Auch auf dem Büfett eines guten "Asia-Palast"-Restaurants liegen sie oft. Da diese einen Stein haben, handelt es sich nicht um die gleiche Art wie die mediterranen Arbutus-Früchte.

    Zu den Leuten, die meinen, hier könne es nur um Perl- oder Pantherpilz gehen: wisst ihr wirklich so genau, welche Amaniten so alles in Portugal vorkommen können? Der Pantherpilz ist jedenfalls nicht die einzige Amanita mit einem Bergsteigersöckchen, soviel ist klar.

    FG

    Oehrling

    Hallo zusammen,

    ich würde Pablo insofern unterstützen, als dass ich auch glaube, dass hier zwei verschiedene Scheidenstreiflings-Arten abgebildet sind (dass es sich jeweils um Scheidenstreiflinge handelt, dürfte unstrittig sein).

    Bei der dickeren Art (im Vergleichsbild links) würde ich aufgrund der aufgelösten Stielvolva in Verbindung mit dem starken Grauen des Velums und den dicken Hutplacken an Amanita ceciliae denken, bei der anderen (die mit dem flächig-häutigen Velum auf dem Hut und der stabilen, ockerfarbenen Stielvolva) habe ich keine Idee. Es gibt auch irgendwie keine gute Bestimmungsliteratur über mediterran verbreitete Scheidenstreiflinge. A. GMINDER meint z. B., dass da etliche Arten bisher nicht korrekt bzw. überhaupt nicht beschrieben sind. Die beiden rechten im Vergleichsbild könnten solche sein.

    FG

    Oehrling

    Hallo Claus,

    nur keine Panik. Wenn das tatsächlich R. medullata ist: das wäre doch die einzige Griseinae mit ockergelbem Sporenpulver. Also müsstest du nur nachweisen, dass es eine Griseinae ist (und das auch nur, wenn die Hutfarben überhaupt nicht griseinae-mäßig daherkommen), und danach, dass das Sporenpulver ockergelb ist. Ganz perfekt ist es, wenn du am Fundort eine Pappel notieren konntest, denn R. medullata ist ein Pappelpilz.

    Also mal der Reihe nach:

    Diese "Perlenschnüre" dürften keine Elemente einer Täublingshuthaut sein, jedenfalls ist bei ROMAGNESI und SARNARI nichts derartiges beschrieben.

    Griseinae haben: violettblaugraugrüne bis fleischfarben-bräunliche Hutfarben (oft bunt durcheinander), einen Geschmack, der in den Lamellen nicht ganz mild, sondern leicht prickelnd ist, in der Huthaut langgezogen-keulige, meist unseptierte Dermatozystiden und niemals inkrustierte-PH.

    Wichtige Bestimmungskriterien innerhalb der Sektion: Sporenornament in Melzers, Verfärbeverhalten mit Eisensulfat auf der Stielrinde, Struktur der letzten fünf bis sechs Endglieder der Huthauthaare ("Tönnchen"-Haarglieder oder nicht?).

    Also, dann mal her mit den Makro- und Mikrofotos (Sporen, Dermatos) von diesem Pilz.

    FG

    Oehrling

    Hallo Stefan,

    die Sporen würde ich als nicht geflügelt ansehen. Die Lamellen sind in der Tat orangelich. Die Stielfarbe entspricht der Hutfarbe, ist also nicht entscheidend heller. Die Lamellen stehen relativ dicht beisammen. (beides ist auch bestimmungsrelevant!). Jetzt bin ich gespannt, was du schlüsselst. L. acer, azonites, picinus und lignyotus sind mMn schon raus aus der Verlosung.

    FG

    Oehrling

    Hallo,

    ich kann mich den Vorschreibern nur anschließen. Der Riesenrötling (Entoloma sinuatum, übrigens ein gefährlicher Giftpilz) sieht exakt so aus.

    FG

    Oehrling

    Hallo zusammen,

    ich bin auch für den Grauen Wulstling (Amanita excelsa/spissa). Amanita verna hätte keine Riefen auf der Manschette und deutlich sichtbare Hautläppchen an der Stielknolle.

    FG

    Oehrling

    Hallo AnKh,

    von mir auch noch mal ein Kompliment, dass du dich nicht ganz aus dem Forum zurückgezogen hast und dich weiter aktiv beteiligst. Ich verspreche, dass meine Antworten dir gegenüber künftig streng sachlich und ohne übertriebene Emotionen bleiben. Ich weiß jetzt, wie du dir die Kommunikation vorstellst bzw. nicht vorstellst, und werde versuchen, mich dran zu halten.

    FG

    Oehrling

    Tja Leute,

    ohne den Geruch der angefragten Pilze und den exakten Baumpartner zu kennen, kommt man einfach nicht weiter, leider ist das bei weißen Ritterlingen so.

    FG

    Oehrling

    o. t.: @Pablo, dein weißer krass maipilzartig riechender Ritterling kann auch was ausgeblasstes sein, schon mal in Betracht gezogen? Tricholoma album kenne ich persönlich als eben nicht stinkend, sondern ganz leicht mehlartig riechend.

    Hallo zusammen,

    gerade zurück von unserer sechsten und letzten Pilz-Lehrwanderung in 2018. Kurz vor 9 Uhr hörte es auf zu regnen, sodass wir fast pünktlich starten konnten. Unser heutiges Fundziel war der Rauchblättrige Schwefelkopf, von dem wir aber leider nur wenige Einzelexemplare finden konnten. Dagegen gab es wieder haufenweise Falsche Pfifferlinge, von ganz hellgelb bis dunkelorange, in ganz unterschiedlichen Größen, nebeneinander im gleichen Waldstück. Wie viele Arten mögen sich dahinter verbergen, oder doch alles nur dieselbe Art? Gut war, dass wir auch den Gifthäubling fanden, dieser wurde vor Ort eingehend besprochen.

    Ansonsten: viel kleines und kleinstes Zeug: Psathyrella, Coprinopsis, Tubaria, Collybia, Mycena, Oudemansiella... und Jungexemplare vom Gelbstieligen Muschelseitling. Keine wirklichen Speisepilze. Doch, eine einzige alte Marone. Sonst nichts wirklich Interessantes. Da wir das von diesem Pilzjahr so gewohnt waren, hielt sich unsere Enttäuschung in Grenzen.

    FG

    Oehrling

    Hallo zusammen,

    soll ich das dann so verstehen, dass ihr meint, in dem hier diskutierten Fall (zur Erinnerung: es hatte jemand überalterte und auch von der Art her schwer bestimmbare Pilze zur Bestimmung eingestellt, daraufhin diese benannt und abgeraten bekommen, und anschließend gekontert, er habe aber einige davon gegessen) wäre es richtiger gewesen, das alles unkommentiert stehen zu lassen und keine kritische Gegenmeinung dazu zu äußern?

    Da wäre ich ganz klar nicht bei euch, denn was hier im öffentlichen Bereich diskutiert wird und worin das Ergebnis der Diskussion besteht, lesen möglicherweise auch solche Leute mit (z. B. Anfänger), denen nicht immer klar ist, wie frag- und diskussionswürdig solche Vorgehensweisen sind. Wenn dies aus Rücksicht auf spezielle persönliche Befindlichkeiten unkommentiert bliebe, käme schon der eine oder andere auf die Idee, dass hier alles seine Richtigkeit habe, d. h. hier: Pilze zu essen, über deren Artzugehörigkeit man sich nicht klar ist, und danach im Pilzforum.eu anzufragen, was man da eigentlich gegessen hat.

    Ich würde die Moderatoren dieses Forums bitten, dazu Stellung zu nehmen.

    FG

    Oehrling

    Hallo,

    die angebliche Inocybe squamata auf der Hlasek-Seite ist definitiv keine. Inocybe squamata sieht völlig anders aus: ein relativ kräftig-stämmiger Rimosa-Habitus (ähnlich wie I. adaequata), welcher auffällt durch die gelbbraune, zur Hutmitte hin zunehmend dunkelbraune, rimose Hutoberfläche.

    Leider darf man nicht alles glauben, was im Netz so veröffentlicht wird. Wahrscheinlich sind irgendwelche Fotodateien durcheinandergekommen.

    Meine erste Idee zu diesem Pilz vor Lesen des Textes war der Igel-Schüppchenschnitzling (Phaeomarasmius erinaceus), aber das wäre ein Holzsaprobiont, der würde also zwar optisch einigermaßen, aber überhaupt nicht zu dem angegebenen Fundort passen.

    FG

    Oehrling