Beiträge von Bibliothekar

    Hallo Adrian,


    ich denke ausschlaggebend ist der "Wasserfüllstand" der bräunlichen Gallertmasse. Ist hier ein bestimmter Druck vorhanden, kommt es zur Entfaltung des Stieles. Die Wasserversorgung der Gallerte erfolgt über die dicken Rhizomorphen, die man auf deinem ersten Bild gut sieht.


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Liebe Dedektive,


    mal schnell zurück zum obigen Ausgangsfall. Mich erreichte gerade die Depeche des berühmten Sherlock Humbug aus der Sesamstraße.


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    Hallo,


    Hat denn keiner von euch die Tatwaffe entdeckt? Links oben liegt ein herrlicher Ziegelstein, über und über mit schwarzen Sporen in den Ritzen und einer klitzekleinen Blutspur an der Unterseite.


    Warum wurde bei den Pilzen so sorgfältig die Stielbasis mit Laub abgedeckt? Wird etwas Entscheidendes verborgen? Genau!

    Die Pilze sind nicht an der Kastanie gewachsen, sondern sie wurden geraubt und zur Ablenkung vom Originaltatort hierher verbracht.


    Unsere Aufgabe: Wo ist der mit dem Ziegelstein erschlagene Pilzsammler? An der Kastanie gefundene Kekskrümel könnten dabei ein Hinweis sein und, woher stammt eigentlich die blaue Faser an der Rückseite des Ziegelsteines?


    Stets auf der Suche - Sherlock Humbug
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    Dann mal ran und die Einschlaglupen raus!


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo Adrian,


    ein Blick auf die Sporen könnte Aufklärung zu Pablos Vorschlag bringen. Tarzetta cupularis hat glatte Sporen und Humaria hemisphaerica grobwarzige.


    Beste Grüße

    Stefan

    Hallo,


    das dürfte der Nebelgraue Trichterling Clitocybe nebularis sein. Für eine Anfrage ist es ja gerade wichtig nicht das Messer zu benutzen, es sei denn man will ein komplettes Schnittbild durch den gesamten Pilz zeigen.


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo Nobi,


    ich hatte damals eine klare Brühe aus Putenherzen (1000g Putenherzen geviertelt und ausgewaschen, 3l Wasser, Pfeffer, Salz, Paprika, Lorberblätter, gegen Ende noch ein paar ganze Möhren mitkochen, bis die Herzen gar sind) für eine Nudelsuppe übrig. Das gleiche würde auch mit einer klaren Gemüsebrühe aus einem Wurzelwerk mit Zwiebeln funktionieren. Für die Pilze wurden nur die Brühe und die, dann in Scheiben geschnittenen, Möhren verwendet.


    Zwiebeln anschwitzen und die grob geschnittenen, geputzten knackige Hohlfußröhrlinge (ca. 500g) darin kurz anschmoren, Brühe aufgießen und ohne Möhren 30 Minuten köcheln lassen, Möhren hinzugeben und abschmecken. Ein paar gekochte Kleinnudeln kamen dann auch noch dazu. Fertig und schön heiß gegessen. Ist ein feines Vorsüppchen geworden. Aber eben Vorsicht, Hohlfußröhrlinge haben einen sehr intensiven eigenen Geschmack, der vielleicht nicht jedem zusagt.


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo Nobi,


    oh, die Suppe sieht sehr lecker aus ... und wie die duftet. Danke!


    Als Experiment empfehle ich ein Pilzsuppe mit Hohlfußröhrlingen. Schmeckte einigen in der Familie schon zu intensiv. Ich fand die Suppe sehr lecker und interessant im Geschmack und Geruch.


    Beste Grüße

    Stefan

    Hallo Schupfnudel,


    das einzig greifbare Unterscheidungsmerkmal ist der Geruch statt nach Rettich, wie squarrosa, riecht squarrasoides obstartig. Die anderen unterschiedlich erwähnten Mermale sind nur unscharf abgrenzbar. So sollen die Lamellen bei squarrasoides direkt von weißlich in rostig braum übergehen, ohne, wie bei squarrosa eine grünliche Färbung zu durchlaufen. Mikroskopisch hat sqarrasoides kleinere Sporen.


    Beste Grüße

    Stefan

    Hallo Birgit,


    wenn der Baum selber große Probleme hat wird es für Mykorrhizapilze eng und der Zuckerlieferant zwingt den Pilz zur Ruhepause bis bessere Zeiten kommen. In der Symbiose ist halt der Baum der Stärkere. Es ist halt ein Verhältnis, wo es um Vorteile und nicht um Freundschaften geht. Geht es dem Baum nicht gut, leiden Steinpilze, Maronen etc. unter heftigen Zuckermangel. Hinzu kommt ja noch der Feuchtigkeitsmangel, der beide Partner in die Not zwingt, da der Nährstofftransport auf Wasser angewiesen ist. Da die Pilze aber auch mit sehr jungen Bäumchen als Mykorrhizapartner klar kommen können, kann die Pilzwelt auch wieder in Ordnung kommen. Für Saprobionten ist es aber die Feuchtigkeit, die wichtig ist.


    Inwieweit Nadelbäume in der Lage sind sich wieder zu erholen ist mir nicht bekannt. Der Pilz muss sich im schlimmsten Fall einen neuen Partner suchen.


    Beste Grüße

    Stefan

    Hallo Hikkia,


    das sind alte Röhrlingsschlappen. Schauen die den wirklich appetitlich aus, daß Du nach der Eßbarkeit fragst?

    Mein erster Gedanke war Düsterer Röhrling Porphyrellus porphyrosporus. Auf dem unteren Bild ist ja auch ein wenig von einem Stiel zu sehen. Ein Speisepilz wäre es dann ohnehin nicht so sehr, da bitterlich-schärflich schmeckend.


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo Pilzfreunde,


    nur noch mal zur Erinnerung. Ganoderma lucidum ist nicht der Reishi. Der eigentliche Reishi ist Ganoderma lingzhi.


    reattachment?name=helfen_heilpilze.pdf&reattachment=f8d144a8947c3ab34025b5e735e4822b


    Dort befindet sich auch die Quelle der Untersuchung von 2017.


    Florian H, Cheikh-Ali Z, Liebisch T, Maciá-Vicente J, Bode H, Piepenbring M (2016): Distinguishing commercially grown Ganoderma lucidum from Ganoderma lingzhi from Europeand East Asia on the morphology, molecular phylogeny and triterpenic acid profiles. Phytochemistry 127: 29-37.


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo Wastl,


    es ist durchaus möglich, daß einige Giftstoffe in kleinsten Restmengen übrig bleiben und sozusagen hitzestabil sind. Diese sind dann sicher für die abführende Wirkung des Pilzes verantwortlich.


    Wir nehmen den Hallimasch sehr gern, als Geschmacksverstärker, mit ins Mischpilzgericht.


    Beste Grüße

    Stefan