Beiträge von Bibliothekar

    Hallo Nobi,


    ich hatte damals eine klare Brühe aus Putenherzen (1000g Putenherzen geviertelt und ausgewaschen, 3l Wasser, Pfeffer, Salz, Paprika, Lorberblätter, gegen Ende noch ein paar ganze Möhren mitkochen, bis die Herzen gar sind) für eine Nudelsuppe übrig. Das gleiche würde auch mit einer klaren Gemüsebrühe aus einem Wurzelwerk mit Zwiebeln funktionieren. Für die Pilze wurden nur die Brühe und die, dann in Scheiben geschnittenen, Möhren verwendet.


    Zwiebeln anschwitzen und die grob geschnittenen, geputzten knackige Hohlfußröhrlinge (ca. 500g) darin kurz anschmoren, Brühe aufgießen und ohne Möhren 30 Minuten köcheln lassen, Möhren hinzugeben und abschmecken. Ein paar gekochte Kleinnudeln kamen dann auch noch dazu. Fertig und schön heiß gegessen. Ist ein feines Vorsüppchen geworden. Aber eben Vorsicht, Hohlfußröhrlinge haben einen sehr intensiven eigenen Geschmack, der vielleicht nicht jedem zusagt.


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo Nobi,


    oh, die Suppe sieht sehr lecker aus ... und wie die duftet. Danke!


    Als Experiment empfehle ich ein Pilzsuppe mit Hohlfußröhrlingen. Schmeckte einigen in der Familie schon zu intensiv. Ich fand die Suppe sehr lecker und interessant im Geschmack und Geruch.


    Beste Grüße

    Stefan

    Hallo Schupfnudel,


    das einzig greifbare Unterscheidungsmerkmal ist der Geruch statt nach Rettich, wie squarrosa, riecht squarrasoides obstartig. Die anderen unterschiedlich erwähnten Mermale sind nur unscharf abgrenzbar. So sollen die Lamellen bei squarrasoides direkt von weißlich in rostig braum übergehen, ohne, wie bei squarrosa eine grünliche Färbung zu durchlaufen. Mikroskopisch hat sqarrasoides kleinere Sporen.


    Beste Grüße

    Stefan

    Hallo Birgit,


    wenn der Baum selber große Probleme hat wird es für Mykorrhizapilze eng und der Zuckerlieferant zwingt den Pilz zur Ruhepause bis bessere Zeiten kommen. In der Symbiose ist halt der Baum der Stärkere. Es ist halt ein Verhältnis, wo es um Vorteile und nicht um Freundschaften geht. Geht es dem Baum nicht gut, leiden Steinpilze, Maronen etc. unter heftigen Zuckermangel. Hinzu kommt ja noch der Feuchtigkeitsmangel, der beide Partner in die Not zwingt, da der Nährstofftransport auf Wasser angewiesen ist. Da die Pilze aber auch mit sehr jungen Bäumchen als Mykorrhizapartner klar kommen können, kann die Pilzwelt auch wieder in Ordnung kommen. Für Saprobionten ist es aber die Feuchtigkeit, die wichtig ist.


    Inwieweit Nadelbäume in der Lage sind sich wieder zu erholen ist mir nicht bekannt. Der Pilz muss sich im schlimmsten Fall einen neuen Partner suchen.


    Beste Grüße

    Stefan

    Hallo Hikkia,


    das sind alte Röhrlingsschlappen. Schauen die den wirklich appetitlich aus, daß Du nach der Eßbarkeit fragst?

    Mein erster Gedanke war Düsterer Röhrling Porphyrellus porphyrosporus. Auf dem unteren Bild ist ja auch ein wenig von einem Stiel zu sehen. Ein Speisepilz wäre es dann ohnehin nicht so sehr, da bitterlich-schärflich schmeckend.


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo Pilzfreunde,


    nur noch mal zur Erinnerung. Ganoderma lucidum ist nicht der Reishi. Der eigentliche Reishi ist Ganoderma lingzhi.


    reattachment?name=helfen_heilpilze.pdf&reattachment=f8d144a8947c3ab34025b5e735e4822b


    Dort befindet sich auch die Quelle der Untersuchung von 2017.


    Florian H, Cheikh-Ali Z, Liebisch T, Maciá-Vicente J, Bode H, Piepenbring M (2016): Distinguishing commercially grown Ganoderma lucidum from Ganoderma lingzhi from Europeand East Asia on the morphology, molecular phylogeny and triterpenic acid profiles. Phytochemistry 127: 29-37.


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo Wastl,


    es ist durchaus möglich, daß einige Giftstoffe in kleinsten Restmengen übrig bleiben und sozusagen hitzestabil sind. Diese sind dann sicher für die abführende Wirkung des Pilzes verantwortlich.


    Wir nehmen den Hallimasch sehr gern, als Geschmacksverstärker, mit ins Mischpilzgericht.


    Beste Grüße

    Stefan

    Hallo plantboy,


    das ist ein prächtiger Schuppiger Porling Polyporus squamosus. Der ist tatsächlich sehr jung essbar und schmeckt dann so nach Schmorgurke. In der hier gezeigten Größe könnte man wohl sicher auch, als Ersatz, Pantoffeln zubereiten. Ganz junge, früher mal in Brühe mitgekocht, fand ich sehr lecker.


    Beste Grüße

    Stefan

    Hallo Phil,


    kauf dir lieber eine Rolle Drops. Da kann man gefahrlos Draufrumlutschen.

    Wer unbedingt so etwas, wie Du, braucht, sollte sich auch damit auskennen. Er sollte genau wissen, worauf er sich einläßt und ein solides mykologisches Grundwissen besitzen.

    Ich hätte keine Lust, mir für einen Rausch, das Leben zu versauen. Spaßpilze sind hochriskant. Auch für die Psyche.


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo Phil,


    bei diesem Foto läßt sich ja nicht einmal mit Sicherheit sagen, ob es tatsächlich ein Düngerling ist. Da gibt es eine ganze Reihe ähnlicher Gattungen bei den Kleinpilzen.

    Da muss man den Pilz in seinen Merkmalen genau betrachten. Sehr oft auch mit dem ganz scharfen Auge, dem Mikroskop.


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo Phil,


    rechts ist eine schöne Kastanie und links zwei herausgerissene Düngerlinge. Mit der Kastanie kannst Du basteln und die zwei Pilze kannst Du betrachten.


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo Pluckerwank,


    hättest Du mal deinen Spruch, mit dem ein wenig verdreht zu betrachten, angewandt, wäre die Sache einfacher. So bleibt nur der Verdacht einen Schleierling der Gattung Cortinarius zu sehen. Die sind nun einmal alles Andere, als leicht zu bestimmen. Viele Merkmale, Informationen und Betrachtungen sind da bei der Zuordnung zu einer Art notwendig.


    Beste Grüße

    Stefan