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letzter Beitrag von Hagen Graebner am

Taugt das was?

  • Also ich hab mir die Website mal angeguckt. Die reißerische Art der Aufmachung und das schlecht übersetzte Deutsch lassen mich zwar nicht unbedingt an der Echtheit des Versands als solchem, wohl aber an den Motiven bzw. der Ernsthaftigkeit zweifeln. Auch daß ausdrücklich das Wort "Scheiße" statt vllt. "Kot" oder "Exkremente" benutzt wird, deutet auf eine bestimmte Klientel und bestimmte Zwecke hin. Und ob man wirklich den Kot des gewünschten Tieres bekommt? Also das ist wohl nicht das Eldorado für Mykologen mit Interesse an coprophilen Pilzen, sondern es geht eher schon um Scherz- bzw. Rachegeschenke, die man dann mit der Anwendung als Dünger ins Nützliche umwandeln kann. Auch eine gewisse Nähe zu Exkremente-Fetischisten wird durch einen Link unten auf der Seite angedeutet. Hmmmmtja...:gkopfkratz:💩

    Liebe Grüße,

    Grüni/Kagi ==11


    112-15= 97-1= 96+5= 101+5= 106+5= 111Pilzchips


    (Stand vor APR 2019: 111 - 15 für APR 2019 + 2 von "Unkis Plan" +5 für Präsenz u.+5 für Gnolmisch-Fortschritte im APR 2019 +10 für Platz 6 im APR 2019 +3 für Emils NachAPR-Rätzel -9 Anerkennung APR-No/Tu/En -15 Einsatz APR 2020 -1 für Belis Pilzgral-Rätzel +5 Präsenz-Bonus APR 2020 +5 Platz 14 APR 2020 +5 Gnolmisch-Bonus APR 2020)


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    Meine Zeichnungen und Fotos sind außerhalb dieses Forums
    nicht ohne meine vorherige Genehmigung zu verwenden!


    Grünis/Kagis verrückte Pilzwerkstatt

    Pilze an ungewöhnlichen Orten finden!

  • Hallo Hagen,


    entscheidend wird sein, dass es sich hier vermutlich um behandeltetes Material handeln wird. Der Versand von Frischmaterial über Grenzen, mit allen möglichen Kontaminationen, würde niemals öffentlich beworben werden.


    Beste Grüße

    Stefan F.

  • Hallo zusammen!

    Das Einzige davon, was für die Freunde der Copro-Pilze von Interesse wäre, ist doch sicherlich ohnehin nur der Elefant... alles andere lässt sich ja meist in der Nähe selbst finden. Lamas oder Alpakas werden ja hier auch schon häufiger gehalten. ;)


    Gnihihihi, vielleicht sollten wir das mal als weiteres Standbein für unseren Webseitenbetreiber vorschlagen - allerdings dann nur interessante Proben. ==Gnolm7

  • Behandelt macht natürlich null Sinn. Und auf Prager Elefant werden auch nur tschechische Pilze kommen, der kriegt ja nur Heu von tschechischen Wiesen. War heute "nur mal kurz" im feld und hab 7 Döschen Reh & Kaninchen stehen. Zusätzlich zu 2 x Bullshit. Und morgen noch mal auf eine andre Wiese, auf der auch immer Rehe sind.

  • Hagen Graebner frag doch mal im Opelzoo in Kronberg nach ob du ein Häufchen haben kannst - die halten, soweit ich es noch in Erinnerung habe, Elefanten. Ansonsten der Zoo Frankfurt vielleicht als Alternative.

    Aber ich weiss jetzt nicht, in wie weit das Sinn macht in Bezug auf copophile Pilze kann ich jetzt nicht sagen. In den Zoos wird ja auch anders gefüttert..


    Viele Grüße,

    Carina

  • Hallo Grünspan und Hagen!

    Der Opelzoo hat vor Kurzem ein echt großes Elefantengehege gebaut, ebenso haben sie eine "afrikanische" Savanne.

    Da gibt es bestimmt viele interessante Häufchen.


    In Frankfurt werden schon lange keine Elefanten mehr gehalten, da es dort viel zu klein war.

  • Hallo,


    Es ist doch aber nicht das Tier das Wichtigste, sondern Das, was es wo gefressen hat, oder?

    Der Elefant aus der Serengeti wir wohl anderes liefern, als der Elefant aus Südafrika.

    Werden die Pilze im Darm nur gefördert oder besiedeln sie dann erst das Substrat oder gibt es beides?

    Wenn das meine Frau wüßte, ich hier bei den Koprophilen ...


    Beste Grüße

    Stefan F.

  • Hallo,


    gegen die These "Futter bestimmt die Pilzart" spricht aber, dass die meisten coprophilen Pilze weltweit verbreitet sind. Auch wüsste ich kaum Beispiele für Arten, die nur auf einer bestimmten Tierart/-gattung vorkommen würden. Ein Unterschied besteht am ehesten noch zwischen Pflanzenfresser und Fleischfresser.


    beste Grüße,

    Andreas

  • Servus Andreas,


    es gibt doch schon einige coprophile Pilze, die recht wählerisch sind, was das Substrat angeht - Protostropharia alcis nimmt nur Elch- oder Hirschkot. Protostropharia dorsipora nimmt wohl (fast) nur Pferdedung. Es gibt unter den vielen Ascomyzeten doch auch Spezialisten für Kaninchendung als ein Beispiel?! Ich bin da nicht so firm, aber ich meine schon, dass es da auch Substratspezialisten gibt.


    Was die Wirtsspezifität angeht, ist das beispielsweise durch die Sporenpassage durch den Verdauungstrakt zu erklären. Die Sporen einiger Coprophiler keimen ja erst, wenn sie eine gewisse Zeit bei einer konstanten Temperatur bebrütet wurden (Köropertemperatur bei der Darmpassage und die variiert auch von Art zu Art). Und Wiederkäuer haben sicher einige andere Hürden für die Copros als Nichtwiederkäuer, die dafür einen großen Blinddarm haben.


    Das Futter sollte auch eine Rolle spielen. Warum findet man Protostropharia semiglobata so häufig auf dem Rinderdung naturnaher Weiden, aber nicht, wenn die Tiere im Stall Kraftfutter tanken? Es wäre sicher interessant, auch mal Wiedetiere auf Fettwiesen mit denen auf Magerrasen zu vergleichen. Auf Magerrasen würde ich auch mehr Corpros auf dem Dung erwarten (ich meine mich zu erinnern, dass auf der Goasslweide sowas rauskam). Es potenziert sich ja - wenn eine hohe Artenvielfalt in der Umgebung ist, werden Sporen von mehr Arten gefressen...


    Man weiß aber noch viel zu wenig über Zusammenhänge, denke ich. Jedenfalls finde ich - vielleicht ist es auch Zufall - Protostropharia dorsipora eher dort, wo Pferde lange auf der Weide sind und das dortige Gras fressen, als wenn sie im Stall gefüttert werden und ab und zu mal ausgeritten werden und dann etwas hinterlassen. Ist ja auch klar, da sie ja die Sporen fressen müssen, damit der Pilz auf dem Dung keimt und das passiert eher auf der Koppel als im Stall...


    Liebe Grüße,

    Christoph

  • Viele Copros sind weltweit verbreitet (so man das weiß), es gibt eher Arten für warme Regionen und Arten für kühlere. Aber da können noch Generationen von Irren wie wir dran arbeiten. Die Verbreitungskarten sind ja eher Bewegungsprofile von Leuten, die sich damit beschäftigen. Die Sporen müssen mit dem Futter aufgenommen werden, deshalb sind Haufen von Tieren, die mit verarbeitetem Futter ernährt werden, uninteressant. Das mit in trockeneren Gebieten mehr, meine ich auch mal irgendwo gelesen zu haben, es wurde wohl auf geringere Konkurrenz durch andere Organismengruppen erklärt. Von daher würde ich auf hessischem (Opelzoo) Elefant mit Heu von hessischen Wiesen nix speziell afrikanisches vermuten. Was natürlich nicht heißt, dass es nicht artspezifische Unterschiede gibt, was dann, wie schon geschrieben, mit der unterschiedlichen Verdauung zusammenhängen könnte.

  • Auch wüsste ich kaum Beispiele für Arten, die nur auf einer bestimmten Tierart/-gattung vorkommen würden

    Es gibt das schon - zumindest Bevorzugung - auch bei den heimischen Arten, Arten, die man zumindest bevorzugt auf Hasenartigen, Rindern, Cerviden, Pferden findet - oder dieals selten gelten, weil sich den Shit des Hauptwirtes keiner anschaut (zu selten, zu eklig ...)

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