Beiträge von Aretah

    Hallo Karl,


    dass du auch eher gemischte Sporen siehst hilft mir schon weiter.

    Sporen im Mittel 9-10, keine Caulozystiden.

    Ein Foto von den Kongophilen Plaques sieht man im rhombisporum-Paper von Nordeloos, kann ich mal beizeiten raussuchen das Foto. Sehen aus wie Punkte bzw Flecken auf den Zellen, ziemlich deutlich.

    Ich hab auf jedenfall mal ein Exsikkat gemacht zu Kai habe ich keinen Kontakt.

    LG

    Hallo zusammen,


    heute fand ich (leider ohne Kamera und Equipment...) diesen Rötling auf einer mageren Wiese ggü. eines Spielplatzes.
    Dort gab es weitere Rötlinge und u.a. auch Hygrocybe spadicea.



    Stipitipellis in Kongo, keine Plaques


    Cheilozystiden in Kongo nicht kollabierend


    Sporen sind für mich rhomboid und pentagonal gemischt


    Wenn ich also mit FE5 schlüssele, ist E. rhombisporum s.str. definitiv durch die gemischt rehomboiden/pentagonalen Sporen raus und ist außerdem radial durcheinend gestreift.

    Es bleiben zur Wahl E. pararhombisporum und E. subcuboideum.

    Dadurch, dass es keine kongophilen Plaques gibt, müsste es E. subcuboideum sein. Beide Arten unterscheiden sich durch die Sporenmaße kaum und die Art gibt es erst seit 2022.

    Liege ich mit meinen Entscheidungen richtig?

    LG
    Elisabeth

    Seit zwei Wochen bin ich am Umziehen in den Nachbarlandkreis. Hier lechzt die Natur noch mehr nach Wasser.

    Mit dem Wetterumschwung heute habe ich mich mal wieder rausgetraut, mit dem Ziel, Brombeeren zu pflücken. Zwischendrin bin ich sogar nass geworden, mehr als ein paar Mililiter werden es aber insgesamt nicht gewesen sein

    Die meisten waren leider so dermaßen eingetrocknet, dass es nur für zwei kleine 200ml Gläser gereicht hat.


    In einem für Brombeeren zu mageren und staubigtrockenen Kiefernwald stieß ich aber dennoch auf ein paar Täublinge der Sektion Pectinatinae.



    Die blieben an Ort und Stelle. Meine Mikroskope stehen zwar schon, der Schreibtisch für den PC kommt aber erst zum Wochenende.


    Regnerischen Grüße

    Elisabeth

    Liebes Forum,


    vor einer Woche habe ich den ersten Kontrollgang im Park gemacht und konnte mir den Korb voll sammeln,

    Flockenstielige Hexenröhrlinge, Perlpilze, Frauen und Speisetäublinge sowie Steinpilze gab es reichlich.

    Der Park liegt eigentlich auf basischem Untergrund, "richtige" Kalkzeiger wie Satansröhrlinge gibt es aber nicht.

    Am Freitag war von der Pracht nicht mehr viel übrig... trotzdem gab es eine große, große Überraschung!



    1) Amanita pantherina, Pantherpilz von letzter Woche.




    2) Ab jetzt von Freitag: Amanita excelsa, Grauer Wulstling




    3) Russula cyanoxantha, Frauentäubling



    4) Russula vesca, Speisetäubling



    5) Russula grata, Mandeltäubling


    6) Russula subfoetens/foetens



    7) Hygrocybe conica agg.



    8) Suillus grevillei



    9) Mehltau an Alchemilla


    Und jetzt der Hammer - zumindest für mich. Seit meinem Urlaub in Liguren 2022 nicht mehr gesehen, erst recht nicht im kalten Hochfranken:





    10) Amanita franchetii, Gelbflockiger Wulstling.


    Ich hoffe meine Tour hat euch gefallen - gerne hätte ich euch die Vielfalt vor einer Woche noch gezeigt.. leider war die Gier da stärker ;)


    LG
    Elisabeth

    Ich wünsche allen Interessenten viel Spaß bei den Kursen und viele neue Eindrücke.
    CHEGD sind nicht immer einfach, gerade in den letzten Jahren gab es immer mehr neue Erkenntnisse,

    nicht zuletzt besonders durch taxonomische Studien mittels Sequenzierung.

    Ich bin selbst am Projekt beteiligt und freue mich schon auf den Herbst, wenn es auf den Wiesen was zu sehen gibt.

    Zur Bestimmung von Wiesenpilzen, insbesondere Clavarien und Geoglossales, sind die großes Bestimmungswerke keinesfalls geeignet.

    Fast immer muss mikroskopiert werden.

    Für die Keulchen gibt es neu (verhältnismäßig) I funghi clavarioidi in Italia.

    Zu den Geoglossales gibt es eine Website von Malcolm Greaves, die hilfreich sein kann. Es werden ständig neue Arten beschrieben.
    https://interactivekeys.myfg.o…identikit/geoglossum.html

    oder den Schlüssel von 2019 (! bitte beachten, es gibt neue Arten!), den ich euch anhänge.

    Viel Spaß beim Schlüssen,


    Elisabeth

    Ich würde es aber durchaus andersherum erwarten, also dass viele G. sciophanus eigentlich G. europerplexus wären, mal angenommen dass die Pilze sich wirklich makroskopisch so stark ähneln und eben noch nicht immer (also zumindest nicht vor der Erstbeschreibung 2013) unterschieden wurden.

    Nach der Beschreibung ähneln sich die beiden Arten gar nicht.
    G. sciophanus ist dreifarbig - jung mit grünanteilen, dann rot, dann orange, durchscheinend gerieft. Das ist die Art, die unter perplexus als var. von psittacinus bekannt war.

    G. europerplexus zeigt eine karamellbraune Farbe mit angerautem Hut - und ist am ehesten mit Gliophorus reginae verwandt und damit allein vom Habitus viel kräftiger.

    G. europerplexus ist immens selten und ist mir noch nicht untergekommen, während ich von G. sciophanus an die 10 Funde in den letzten drei Jahren hatte.

    Die beste Vergleichsarbeit ist dabei Fidalgo 2017.

    Kann ich gerne auf Wunsch verschicken.

    G. sciophanus habe ich bereits mehrere Male gesehen und würde deinen Fund auch als diesen einordnen.

    Die Geschichte um das Namenswirrwar um europerplexus hat Karl ja schon ausreichend beschrieben.


    LG
    Elisabeth