Beiträge von kruenta

    Hallo Rika, die Farbe hat sich verändert, und die ist unabhängig von den Lichtverhältnissen nicht wieder weiß geworden. Die frischen weißen Exemplare sind beim Trocknen weiß geblieben, die die nach rosa-violett-grau verfärbten, sind beim Trocknen noch dunkler geworden. Wenn diese Pilze systematisch im Dunkeln "violett" werden würden, wären sie ja in jeder Nacht "violett" und würden dann früh zum Arbeitsbeginn wieder weiß, sogar an Sonn- und Feiertagen. Das scheint aber so nicht der Fall zu sein, kein einziges verfärbtes Exemplar ist wieder weiß geworden. Ob die nachts bei sich zu Hause bunt sind, wage ich auch zu bezweifeln, habe bisher aber keinen der Standorte nachts aufgesucht. Woran die Verfärbung nun genau liegt, kann ich auch nicht sagen, aber hell/dunkel ist es nicht, jedenfalls nicht als wesentlicher Faktor. Jedenfalls ist Dunkel→Verfärbung nicht reproduzierbar - oder meine Arten sind was ganz anderes. Ich hab nun zu Lentaria kaum Literatur - hast Du die Originalbeschreibung? Steht das da so drin? Denn der Name albovinacea heißt soviel wie "weißweinig" - worauf auch immer das sich beziehen mag, aber wohl eher auf Farbe als Alkoholgehalt. Übrigens hatte ich den Eindruck, dass Ihr Euch gar nicht sicher seid, ob das nun eine, zwei oder noch mehr Arten sind, und bin deswegen los um etwas mehr Substanz beizusteuern. Tut mir ja leid, dass die sich nicht so verhalten, wie die Literatur es vorschreibt.


    Ich hatte voriges Jahr noch eine andere Lentaria, auch nicht so arg weit weg. Eine Lentaria Das war mir entfallen.


    LG, Bernd

    Hallo Rika,


    klar kann man in irgendwelchen Programmen auf "weißabgleich" klicken und kriegt dann vielleicht irgendwas, was anders aussieht. solche Programme sind aber keine Hellseher und die arbeiten lediglich mit Annahmen. Will sagen, ein solider "weißabgleich" (i.e. "Anpassen an das Farbsehen des menschlichen Auges" oder, je nach Programm, auch was anderes) funktioniert nur, wenn man eine Referenz hat, wie etwa die normierten Euroscheine.


    Die letzte Probe im Vergleich zu blau.

    da sind schon leichte lila-pink Töne zu erkennen.


    Im Dunkeln waren die schon, nachts ist mein Schreibtisch nicht beleuchtet. Aber ich gehe davon aus, dass der natürliche Standort nachts auch nicht beleuchtet ist.



    Nein, Lentaria gibt es hier nicht zu hauf, ich habe nur alle deren Standorte, an denen ich in den letzten Jahren vorbeigekommen bin, aufgesucht. Das sind nicht viel im Vergleich zu der Menge an in der fraglichen Zeit besichtigten Wäldern.


    LG, Bernd

    N'abend,


    bei der Verfärbung der vorherigen Kollektion fand ich den letzten Beleg, der in der Dose (also samt etwas Moos feucht bleibend) aber nicht dunkel (die Dose ist transparent) am aussagekräftigsten. KOH habe ich bei dieser auch probiert, fand ich aber wenig relevant.


    ca. 24 h in der Dose

    ca. 48 h in der Dose, das Exemplar mit den grünen Spitzen dürfte schon etwas älter gewesen sein, mit bereits vorgefärbteb Spitzen - das ist allerdings nur meine Interpretation der unterschiedlichen Verfärbung, um sich sicher zu sein müsste man die Exemplare unterschiedlicher Reife getrennt lagern.

    nach 72 h waren die restlichen Belege schimmelig, aber immer noch so gefärbt.


    Also das Argument mit der Dunkelheit glaube ich nicht.


    LG, Bernd

    Hallo Alexander, Deine Skepsis war berechtigt. Nach Durchsehen von Protokoll und Abgleich mit den Zeitstempeln der Fotos - die Mikrobilder gehören tatsächlich zu einer Clavaria - Cl. sphagnicola. Hätte mir beim Durchsehen anhand des gelben Hintergrunds der Sporen auch sofort auffallen müssen. Die Basidien von dem Pilz haben dann keine Fotos, sodass ich dazu jetzt nichts belegen kann. Vielleicht ist es ja dann Sphagnurus paluster.


    Sorry für die Verwirrung.


    LG, Bernd

    Jein. Ein Gittermast (etwa für Hochspannung) würde beim "Zersägen" in Scheiben auch in Stücke zerfallen. Das ist nicht zwingend schädlich für die Statik, wenn das "Rohr" nicht überall geschlossen ist. In dem Fall sehe ich aber auch ein "musste weg".


    LG, Bernd

    Hallo Malker, ich wohne hier ja pilztechnisch in einem anderen Kulturkreis, der um Größenordnungen mykophiler ist als in Deutschland. Es gab auch ein gutes Pilzjahr (die Saison ist vorbei, wobei, ich sah heute gerade frische Austern auf dem Hof - vermutlich werde ich die aber ignorieren) regional etwas ungewöhnlich verteilt. Natürlich stehen überall Autos im Wald, wenn es sich gerade rumspricht, dass es Pilze gibt. Das Spektrum der Ernte ist ziemlich breit, viele der Erntegüter stehen in Deutschland unter "Giftverdacht" - ich bin noch weit davon entfernt alles zu kennen, was hier gesammelt wird. Und wie es zubereitet wird. Oft eingemacht, sauer eingelegt, zum Beispiel fingernagelgroße Körnchenröhrlinge im Literglas. Bei 14 Einwohnern pro km2 im Landkreis ist das aber auch unkritisch. Und bei genereller Waldbetretungserlaubnis, die nur unter sehr speziellen Bedingungen verweigert werden dürfte.


    Ungeachtet dessen erwarte ich, dass ich beim Pilzesammeln niemanden treffe, man will sich ja nicht auf die Füße treten.


    Meine Eltern, speziell meine Mutter, fuhren oft und gern Pilze suchen. Meine Mutter war ausgebombt und in pilzreicher ländlicher Lage untergekommen. Neben dem Stoppeln waren die Pilze eine wichtige Nahrungsquelle. Das prägte. Möge es nicht wieder dazu kommen.


    LG, Bernd

    Hallo Flo, in der Tat, wobei ja für die Stabilität der äußere Ring wichtig ist, der hier noch gut aussieht. Ein hohles Rohr ist nahezu genauso standfest wie ein Vollrohr. Unter Umständen kann ein hohler Baum noch lange stehen und gedeihen. Speziell natürlich Eichen. Bei Robinien fehlt mir die Erfahrung dafür - wie alt werden die denn unter deutschen Bedingungen? Als gebietsfremder Baum ist die Robinie natürlich auch viel leichter abzuschreiben.


    Hier wo ich wohne stehen alle Friedhöfe unter Entbaumungsdruck - weil zuviel Blätter, sehr störend.


    LG, Bernd

    Hallo Flo, das sieht schon wie ein Schwefelporling aus, so grün wie die Blätter sind, ist das Foto schon ein paar Tage alt? Der Schwefelporling blasst aus beim Altern (da ist er auf dem Foto schon dabei) und wird schließlich ganz weiß und bildet zwischenzeitlich eine Masse fast wie Quark, die dann auch gerne abfällt. Gelegentlich bleiben die weißlichen Reste auch bis zum Frühjahr, dann eher porös und von geringer Dichte. Allerdings ist der Schwefelporling nicht der Verursacher, da muss es schon eine Verletzung gegeben haben, damit der sich ansiedelt. Ein Baum mit Schwefelporling kann noch etliche Jahre leben, also das muss kein KO Kriterium sein.


    LG, Bernd

    Hallo Alexander, ne, leider nicht mehr, wie gesagt, nach 2 Wochen auf dem Schreibtisch habe ich den wieder mit ins Moor genommen (nicht das Ursprungsmoor, das ist ein Totalreservat und da werde ich wohl demnächst nicht wieder hinkommen). Ich hatte, nachdem ich Mycena verworfen hatte, dann auch in Richtung Saftlinge geschaut, eben wegen der langen Basidien mit den charakteristischen Schnallen, die hier ja sogar ausgesprochen gut zu sehen sind. Aber eigentlich sieht der ja nicht wie ein Saftling aus.


    LG, Bernd

    N'abend, es gibt gerade nicht viele Anfragen im Forum, vielleicht hat ja doch jemand eine Idee, wo der hin gehören könnte? Der Beleg ist allerdings wieder im Moor derweil. Da beim ersten Anschauen niemand eine Idee hatte, ist es vielleicht ja doch etwas spezielles, in dem Falle würde man eine boreale Hochmoorart in DACH eher im Gebirge finden, Clavaria vielleicht oder Werner Edelmann hat auch immer gute Ideen.


    LG, Bernd

    Hallo Flo, willkommen. Da darf man dann ja wohl Anfragen erwarten, wo die Baumart sicher bestimmt ist - das ist immer schon mal ein guter Anfang.


    LG, Bernd

    N'abend, auch dies ein Fund von vor einigen Jahren, der im gleichen Waldstück leicht wiederzufinden war, allerdings etwas weiter weg. Auch der an Esche, allerdings an weniger bemooster, meistens jedenfalls. Vom Wuchs her variabler, teils auch mit langen parallelen Endsegmenten und der Verzweigung weiter unten (so wie das zuvor gezeigte Modell), aber häufiger noch mit Verzweigungen oben, die dann auch nicht mehr parallel sind. Nicht so nass wie das vorherige Biotop. An mehreren Eschen.

    Auflicht/Durchlicht, 4-sporig, die Sporen wirken etwas kürzer

    KR, Sporen 4,5-5 (6)*2,5 (3)

    Schnalle

    mit KOH 3% keine Verfärbung. Aber bei denen macht ja eh jeder einzelne Pilz was anderes.


    Kann dieselbe Art sein oder auch nicht.


    LG, Bernd

    Die Bilder, die im Fotowettbewerb gewinnen, sind fast alle auf die gleiche Art gemacht: Lange Brennweite, Stativ, hohe Empfindlichkeit (ISO), das Objekt scharft (selektiver Schärfebereich - vielleicht auch gestackt und/oder mit verschiedenen Belichtungen gestackt) und der Hintergrund - und das ist wichtig - ist unscharf und zeigt dann de Effekt der Feistellung des Objekts. Vielleicht gibts sogar Wettbewerbsteilnehmer, die ordenlich mit EBV nachhelfen, oder sogar mit KI-Bildgeneratoren.

    genau, aber das ist doch das, was du hier propagierst. Und was zwar durchaus schick anzusehen ist und technisch anspruchsvoll, aber eben nicht mein Stil. Anscheinend deiner auch nicht - hmm, das klang vor Kurzem noch anders. Für genaue Sachen gibt es technische Zeichnungen, die dann den Hintergrund ganz ausblenden. Bei technischen Zeichnungen darf die Ästhetik auch gern sehr weit zurücktreten (bei Fotos nicht, und oft ist gerade das was man nicht so genau sieht, das Reizvolle). Selbst viele aktuelle Publikationen setzen auf Zeichnungen, da wo es kritisch wird (und oft auch schwierig, das auf Fotos/Mikrofotos genau zu zeigen).


    Jürgen, das Fotografieren ist ja (zumindest in Deutschland) ein Handwerk, du hast da jetzt sicher den Meisterbrief - so vehement, wie du allen Kurse anbietest? Andernfalls bewegst du dich da am Rand der Hochstapelei.


    Nein, ich kenne dein Alter nicht, aber du kennst das von Waldmaus auch nicht. Wie willst du 2 Werte vergleichen, von denen du nur einen kennst?


    LG, Bernd

    Überheblich wie eh und je, der Jürgen. Du hast eine Menge fotografiert X, X ist dir bekannt, ich habe Y fotografiert, du kennst Y nicht - daraus zu schlussfolgern, dass X>Y ist genauso abstrus, wie von dir zu schlussfolgern, dass die anfragende deutlich jünger sein muss als du es bist. Da du ja etwas schwer von Kapee bist - ich behaupte auch nicht, dass Y>X, weil ich nicht weiß, wie groß X ist.

    Mit seinen esoterischen Fähigkeiten, das Alter der anfragenden Person betreffend "die jungen Menschen von heute haben einfach kein Gefühl mehr für Ästhetik", sollte es für den Jürgen doch gar kein Problem sein, die Unterseite dieses Pilzes zu erkennen.


    Jürgen, bei deiner großen Klappe das Fotografieren betreffend - dürfen wir demnächst deine Superbilder im Fotowettbewerb bewundern? Da kannst du dann mit Martin fachsimpeln.


    LG, Bernd

    hallo Rika, nö, die habe ich so dem Transportbehältnis entnommen. Und die Färbung betraf auch nicht den ganzen Pilz, sondern nur einige der Äste.


    LG, Bernd

    N'abend,


    der letzte unverbrauchte Beleg lag nun 2 Tage in einer transparenten Filmdose auf dem Schreibtisch. Nicht hell, aber auch nicht dunkel. Bei Entnahme war der teils deutlich gefärbt, die Färbung besteht jetzt immer noch.


    LG, Bernd

    Hallo Ernst,


    es gibt ja noch den Joker in der Form von Ch. sphaerocephala, den ich auch schon mehrfach in Erwägung gezogen habe. Wozu es aber wenig sicher bestimmtes Material gibt. Der würde doch zu Deinem Fund in allen Parametern passen, oder?


    Die Algen können sich normalerweise auch ohne Pilz entwickeln, der Pilz aber nicht ohne die Algen. Damit sollte das Primat i.A. bei der Alge sein, zu der Sporen geweht (von Ameisen getragen) kommen. Wobei die Strategie mit den Unmengen an Sporen es auch ermöglichen würden (wie lange bleiben die keimfähig?) sich irgendwo abzulagern und zu hoffen, dass bis zum Ablauf der Haltbarkeitsdauer eine passende Alge vorbeikommt. Wenn man die Zahl der Sporen mit der Anzahl der Vorkommen ins Verhältnis setzt, dann ist die Erfolgsquote irgendwo im Keller.


    Hast Du die Algen gründlich gekämmt, dass da wirklich keine Strichococcus dabei sind?


    LG, Bernd

    Hallo Jakob, ne, das sollte der nicht sein. Der Veilchen-Rötelritterling ist eigentlich weiß (auch der Stiel) und nicht so hygrophan, wie das von Dir gezeigte Exemplar. Ob der Duft nun genau wie Veilchen ist, nunja, er wird im allgemeinen aber schon als sehr angenehm und irgendwie blumig oder fruchtig beschrieben. Auffällig.


    LG, Bernd

    Hallo Rika, das war das Stück mti KOH 3%, nachdem dieses schon wieder getrocknet war, etwa 60 min nachdem das KOH draufgegeben wurde. Das hatte recht schnell einen rosa bis ganz leicht violetten Ton (falls das keine Einbildung war). Zur Dunkelheit, die Belege in der Dose waren ja auf dem Transport auch dunkel, auch wenn das nur eine Stunde war. Wie schnell soll denn die Rückverfärbung erfolgen, nachdem sie aus der Dunkelheit ans Licht kommen, damit man sie anschauen und fotografieren kann? Mit den Farbtönen tue ich mich aber schwer, so richtig deutlich war da nichts und die Fotos unterm Kunstlicht, denen ich extra ein weißes Papier untergelegt hab, sind da auch nicht so aussagekräftig. Was ich sicher sagen kann, ist, dass die Belege ihre weiße Farbe verlieren und eher transparent werden - und transparente Objekte haben ja nochmal mehr Optionen für Färbungen, Absorption, Reflexion, Transmission ...


    Auf dem Bild sind links und rechts unbehandelte Exemplare. Dazwischen, von links Alk 50%, Essig 9% und KOH 3%, diese 3 gleichzeitig mit gleichartiger Pipette einen Tropfen zugegeben, rechts daneben KOH 20%, die 50 min früher mit den Tupfern, wie Andreas sie liefert, beträufelt wurde - da finde ich die Dosierung etwas, nunja, stochastisch.


    Ich bin mit dem Material jetzt durch, falls Interesse besteht, es sind einige luftgetrocknete Exemplare übrig. Eins ist sogar noch in der Dose.


    Ich könnte höchstens das verbleibende Exemplar bei Tageslicht nochmal mit KOH 3% malträtieren und zum Farbabgleich geeignete Euro-Scheine dazulegen.


    LG, Bernd

    Die Dicke Hyphen fehlt ja auch noch. Diese bauchige hier erreicht 19 µm dicke am Bauch

    Schnallen

    sieht aus wie ne Schnalle, aber ob da auch eine Septierung ist?

    2 Kandidaten für Schnallen im Bild

    eindeutig


    LG, Bernd

    N'abend,


    Erwartungsgemäß gab es keinen Sporenabwurf, obwohl ich da ein ganzes Bündel abgelegt hatte. Lentaria ist da etwas eigen, trotzdem ist mir nicht klar, wo die bleiben. Lösen die sich auf? Kollabieren die? An den Ästen der zum Abwurf gelegenen Exemplare konnte ich keine Sporen mehr sehen, im Durchlicht/Auflicht.


    Die Kühlschrankprobe (rechts) sah nicht wesentlich anders aus, zum Vergleich ein unbenutztes Exemplar (links) aus der Voratsdose

    nach ca. 2 h

    nach ca. 5 h ist der gekühlte Beleg gewelkt und dunkel

    nun das ganze mit Gefrierfach, links eine neues Exemplar, rechts das Gefrostete

    nach 12 min dunkel und welk


    Dass Lentarias dunkeln bei der Alterung, und dass das möglicherweise auch durch Kälte getriggert wird, hatte ich ja schon bei der anderen Lentaria, hier ganz in der Nähe (die ist jetzt schon ein paar Wochen dunkel und kommt auch im Sommer früher - Lentaria oder so - die muss ich nächstes Jahr mal neu bearbeiten. Die alten Belege lagen gut ein Jahr auf meinem Schreibtisch und blieben im Farbton bei beige-rosa ganz ähnlich wie im frischen Zustand, nur halt deutlich geschrunmpelt). Allerdings erscheint mir die Kühlschranktemperatur dazu zu warm, nichts was man nicht auch so in einer kühleren Herbstnacht hat. Also spielt wohl das Abmachen des Frk. noch eine Rolle.


    Normal, bei Zimmertemperatur getrockneter Frk.

    2 h

    3 h

    17 h


    Jetzt könnte ich höchstens noch nach Schnallen suchen.


    Wie ich auf Essig gekommen bin? Nun, wenn man mit einer Lauge testet, dann kann man auch mit einer Säure testen. Die bei Flechten eher verwendete HNO3 ist ja etwas schwierig erhältlich. Was also liegt näher als die haushaltsübliche, farblose Essigsäure. Es ist mir dabei schon klar, dass bei KOH die Reaktion mit K+ im Vordergrund steht, wie auch die mit NO3-, H+ und OH- sind trotzdem dabei und wirken. Wenn das Fläschchen leer ist, und es mit Essig nie irgendwelche interessanten Effekte gegeben haben sollte, dann kann man das eben verwerfen. Die meisten Chemikalien, wenn nicht alle, in der Mykologie, sind durch Probieren in Umlauf gebracht wurden. Eher nicht aufgrund quantenchemischer Berechnungen :D


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    brunneola sollte keine Bereifung haben und die Flechte müsste im Substrat sein - was ja bei Harz eher schwierig geht. Ich halte das für eine trichialis, und trichialis für ein Aggregat - zumindest ist der Pilz, falls das immer eine Art ist, in der Lage, mit einer ganzen Reihe von Algen zusammenzuleben. Meist (fast immer, würde ich sagen) ist es 'eh ein Algengemisch. Da Chaenotheca ja echte Flechten sind, sollte die saprobiotische Komponente eher nicht so wichtig sein, wichtig wäre nur, dass die Alge auf dem Substrat haften kann. An einigen Fichten habe ich trichialis an Wundstellen, die natürlich auch harzig sind, da sehe ich nicht, dass trichialis deswegen einen Bogen darum machen würde.


    Soweit meine drei Groschen,


    LG, Bernd

    N'abend,


    normalerweise sind Pilzreste hier nicht gern gesehen, in diesem konkreten Fall gibt es leider nichts besseres. Gleiches Kerbtal, gleiche Esche. Neben der Lentaria viel Peltigera praetextata, die einzige Art der Gattung im Tal. Ein Flecken der Peltigera aber merklich heller und das zeitliche segnend

    der Übeltäter war schnell ausgemacht, da riesengroß - ein ganz normaler Pilz, Stiel so 35*4 mm, der hut mag 15-20 mm Durchmesser gehabt haben, direkt aus dem Lappen der Flechte wachsend

    Da auf Peltigera nicht viele Arten gemeiner Stielpilze vorkommen, vor allem die Arrhenia peltigerina, dachte ich mir, dass Sporen zu finden sein sollten und diese reichen würden.

    Es gibt jede Menge Sporen, nur dass die nicht zu Arrhenia passen. Basidien, Cheilozystiden etc. sind natürlich nicht mehr zu sehen, aber immerhin noch einige Hyphen

    Die Sporen sind 5-7*4 µm groß, rauh bis ganz feinwarzig

    In der Flora of Lichenicolous Fungi – Vol. 1. Basidiomycota – 2022 werden neben der genannten Arrhenia noch zwei Gamundia genannt, G. arctica und G. xerophila, die nach Sporengröße besser passen würde, wobei es sehr abenteuerlich wäre, wenn dort eine "xerophila" wachsen würde. Da wird man wohl nächstes Jahr mal nachschauen müssen, wenn die voller Blüte stehen.


    LG, Bernd