Beiträge von kruenta

    Moin,

    irgendwie ist es schon winterlich geworden und allerlei Rindenhelmlinge sind aufgetaucht. An einem in den letzten Zügen liegenden Kirschbaum auf dem Hof hat sich einiges gesammelt.


    1) zunächst der Pflaumenfeuerschwamm Phellinus tuberculosus

    2) dann ein weißes Glibberdings, das ich als Exidia thuretiana ansehe - der wäre neu für mich. Wenn man Bild 2 vergrößert, sieht man auch noch einen Corona-Becher

    3) etwas an Moos, das ein Moosbecher sein könnte. Leider nur ein Einzelstück. Während das Moos wahrscheinlich O. affine ist, jedenfalls gibt es das an dem Stamm viel in typischer Ausprägung. Naheliegend wäre dann der lange gesuchte Octospora affinis - nur sollte der doch orange sein?

    4) und einige Mycenas, darunter wohl M. melligena und M. speirea

    5) und noch 'ne schicke Flechte


    LG, Bernd

    Moin,

    den Sporenabwurf würde ich als beige bezeichnen. Die Unterlage ist hellrosa Löschpapier.

    Und noch ein Bild von heute mit dem Lilasten, was am Stiel zu sehen ist.

    LG, Bernd

    Hallo Matthias,


    Danke. Lepista personata ist wohl der gleiche Pilz wie L. saeva, den Pablo in dem Link zeigt - sofern ich den Thread dort richtig interpretiere. Der sieht eigentlich schon sehr gut aus, man würde sich nur einen etwas farbigeren Stiel wünschen. Das wäre hier was ziemlich seltenes und in der Roten Liste - wobei es in Relativierung dieser Aussage kaum Wiesen-Mykologen gibt.


    LG, Bernd

    noch ein Bild vom Schnitt,

    im Vergleich mit diesem Beitrag von Pablo ( Beorn ) Ist das ein Dachpilz? Anfang Februar? käme noch Lepista saeva / panaeolus in Frage, an fraglicher Stelle waren die Schafe vor vielleicht 3 Wochen, abgesehen davon ist Wiese im Mittel mesotroph, bei einem Artenspektrum vom Glimmerschüppling bis hin zu Saftlingen und Keulen


    LG, Bernd

    Hallo,


    von der gleichen Wiese ein Einzelstück. Hut 9 cm. Beigefarbener Lamellenpilz mit freien Lamellen, kurzem zylindrischem Stiel mit kaum zu erahnenden bläulichen Stellen. Hutoberfläche und Fleisch bis in den Stiel zum großen Teil durchscheinend. Ob das jetzt hygrophan ist oder evtl. eine Folge von leichtem Frost von vor 3-4 Tagen kann ich nicht sagen. Wobei der ziemlich frisch wirkt und eher nicht so alt, das der bei Frost schon da war. Geruch pilzig, ansonsten unauffällig. Am ehesten scheint mir Lepista sordida zu passen ...

    Danke für's Anschauen und für Vorschläge

    LG, Bernd

    Moin,

    auf der Wiese, von der ich schon vieles gezeigt hab, gibt es derzeit an fetteren Stellen einige Cluster von Glimmerschüpplingen, die meisten schon unansehnlich. Die hier sehen aber noch ganz schick aus. Erstaunlich, wie wenig die in Deutschland gefunden werden, so unübersehbar und einfach zu identifizieren der ist. Eigentlich auch nicht sehr anspruchsvoll ans Biotop.



    LG, Bernd

    Ok, dann sollte das wohl Ramaria gracilis sein, die hattest Du ja neulich in Deiner Schwarzwaldserie gezeigt. Danke für den Wegweiser.


    LG, Bernd

    Hi Pablo, nicht so schön nach Marzipan wie der Marzipan-Ellerling, aber so in die Richtung. Der jüngste, den ich finden konnte liegt auf'm Schreibtisch. Der auf Bild 1 des Nachtrags im Hintergrund noch ziemlich weiß ist.

    Das klingt so, als hättest Du dann die Diagnose?


    Erwartungsvolle Grüße,

    Bernd

    Hallo Volker,


    es gibt gerade einen thread mit einer ähnlich aussehenden Koralle, den hier: Clavulina cinerea, Clavulina rugosa oder Clavulina coralloides

    und zwar könnte es sein, dass die Koralle mit dieser Färbung von einem anderen Pilz befallen ist, so etwa, wie das hier Korallenbefall, Korallenschimmel = HELMINTHOSPHAERIA CLAVARIARUM (SYN. PEZIZA NIGRA, PEZIZA CLAVARIARUM, ROSELLINIA CLAVARIARUM, DIPLOCOCCIUM CLAVARIARUM, SPADICOIDES CLAVARIARUM, CLADOTRICHUM CLAVARIARUM)


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    angeregt von Thorbens Beitrag (Clavulina cinerea, Clavulina rugosa oder Clavulina coralloides) und den darauffolgenden Kommentaren habe ich mir die Bilder einer weißen Koralle vom September noch mal angeschaut, wo es auch so aussieht, als könnte die durch Befall verfärbt sein. Standort ist an Kiefer, Fichte, etwas Eiche und Birke, Hasel, Eberesche, Heckenkirsche. Viel Totholz, schattige Lage. Vielleicht 15-20 Fruchtkörper

    vom 3.9.

    vom 6.9.

    Mit diesem Bild liegt dem wohl ziemlich sicher C. cristata zugrunde

    Dabei sind Clavulina rugosa und Clavulina cristata/coralloides immer mal wieder anzutreffen, die zweite jährlich im frühen Herbst, regelmäßig auf dem Weg. Alte Bilder beider Arten


    Und dann wäre da noch diese Koralle (?) die gleich am Waldrand in einem 3 m Hexenkreis üppig vertreten war. Die hatte ich eigentlich auch als C. cristata angesprochen. Wobei ich jetzt zweifele, ob das nicht doch eher R. kunzei oder noch was anderes ist. Mehr Bilder habe ich leider nicht.




    LG, Bernd

    Hallo Christian,


    bei Eiern würde man erwarten, dass die alle gleicher Größe und Form sind. Deswegen möchte ich Eier hier ausschließen.


    Auch für einen Schleimpilz (im taxonomischen Sinn) halte ich das nicht.


    Aber schon für einen schleimigen Pilz, irgendwas aus der Ecke Drüslinge, Gallerttränen.


    LG, Bernd

    Moin, gestern habe ich auf der Wiese noch eine im Vergleich sehr stämmige Erdzunge gefunden, die ich daher makroskopisch schon als G. cookeanum ansehe.



    Nachdem ich kürzlich Griffith at al. (2013) zu CHEGD in Wales gelesen, dann das Video von Karl vom Depot angesehen habe und Florian gestern noch eine Aufstellung vom NP Kalkalpen gemacht hat, habe ich mal nachgezählt, was sich denn so von meiner ~4 ha Wiese in der einen Saison angesammelt hat. Es sind jetzt knapp 30 Arten, wobei die meisten noch mit cf. oder sogar 2-3 verschiedenen Arbeitsnamen versehen sind. Interessanterweise waren die Entolomas alle nur etwa 2 Wochen (Ende August-Anfang September) vorhanden und sind seitdem verschwunden. Ob es da noch einen Schub in diesem Jahr gibt? So richtig glaube ich nicht dran.


    LG, Bernd

    hier hab ich ein Bild vom 3. Mai d.J. - das sieht schon wie Deine Pilze aus, auch mit der glatten Innenseite. Wobei Ihr am Neckar mindestens 3 Wochen weiter seit vegetationstechnisch gesehen.

    Und - ich bin auch nur Anfänger bei den Pilzen. Nur mit täglicher Beschäftigung mit der Materie, das ist halt der Vorteil auf einem Einzelhof in einer Region mit 10 Leute / km2.


    LG, Bernd

    Hallo Martin,

    also der Pilz selbst sieht schon wie der Haselbecher aus, und Mai ist voll OK, da müssten die schon noch dasein. Auch dass das Hasel ist, würde ich jetzt nicht vehement bestreiten. Sieht nur etwas anders aus als meine Hasel - aber dafür reicht ja schon ein Standort am gedüngten Ackerrand. Was ist das da für ein Belag drauf? Alge? Frühstadium von Flechten?


    LG, Bernd