Beiträge von kruenta

    Hallo Felli,


    hat einige Ähnlichkeit mit dem, wo ich immer noch rätsele



    LG, Bernd

    Hallo Juergen, nicht jeder mag die Schärfentiefe. Meine Standardeinstellung ist 2,8, die wird ohne triftigen Grund nicht geändert.


    Zugegeben, mit dem Apparat den ich davor hatte, auch eine Pentax mit Telemakro (weit über 200 k Fotos), habe ich im wesentlichen Libellen fotografiert, oft genug im Flug, da hat man nicht viel Zeit für Einstellungen jenseits der Fokussierung - was natürlich nur manuell geschehen kann. Nicht dass meine Fotos irgendwie besonders toll gewesen wären, aber sie haben gereicht, um Arten auch überm Wasser sicher zu identifizieren. Ich weiß, Pilze sind deutlich langsamer und rennen nicht weg, man könnte sie freistellen und ausleuchten und und und ... Ist nicht mein Ding.


    LG, Bernd

    Hallo Juergen, ich habe eine preiswerte Spiegelreflex, Pentax K-70 (die ist ziemlich hart im Nehmen, was Dreck und Wasser angeht; bisher 90k Bilder in 6 Jahren), mit einem Laowa Makro 2:1, Festbrennweite 60 mm, manuell (damit zum Stacken ungeeignet, es sei denn mit extra Schlitten und Autofokus geht natürlich auch nicht und exif kennt die Objektiveinstellung nicht - falls man das nicht braucht, eine gute und vergleichsweise preisgünstige Option).


    Falls du die Bilder vom Hut, Durchlicht und Auflicht, meinst. Die sind unterm Mikroskop entstanden mit einem Handy durchs Okular - aber das sieht man ja eigentlich am schwarzen Rand.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    eigentlich wollte ich erstmal keine Entolomas mehr mitnehmen, aber dieser purpurblaue Stiel war zu schick. Zumal 3 Exemplare in der Nähe standen und keine Fremdarten dazwischen. Hut 25 mm, Stiel 90 mm hoch. Lamellen weiß, auch bei den jungen.

    4-sporig

    Lamelle steril/fertil/mix

    Hut, Durchlicht

    Durchlicht vs. Auflicht

    Sporen

    8,5-9,5-10,5*6-7-9 µm Q~1,1-1,4-1,6

    Cheilozystiden gänzlich unauffällig

    HDS, Pigment diffus, granular

    Stiel, nur granular


    Ich hätte ja eventuell poliopus drangeschrieben, aber dafür scheint der Hut zu deutliche Fransen zu haben.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    von einer Stelle, wo mir bisher keine gelben Keulen untergekommen waren, hab ich ein Stück, das abgebrochen war, eingesteckt. Abgesehen von Clavaria sphagnophila in diesem Jahr die erste gelbe Keule, die es unters Mikroskop geschafft hat. Relativ untypisch für die beiden wahrscheinlichsten Kandidaten (helvola/laeticolor) das Schwärzen der Stielspitze. Glatte Sporen ohne Warzen, also laeticolor. Doch heute fiel mir ein, von einer Art mit dreieckigen Sporen gelesen zu haben. Yan et al. 2023 mit einem Schlüssel der Clavulinopsis in China - der auch helvola und laeticolor enthält und damit tauglich sein sollte.


    KR, so ganz klar bin ich mir nicht, es scheint als wären die jüngeren Sporen noch gelb

    Unzufrieden mit dem Bildmaterial ein weiterer Versuch in KOH, hier ist die Schnalle zu sehen

    Das ist eine Spore, die rotierend durch die Gegend strömte, die Dreieckigkeit sieht man nur in einem bestimmten Aspekt, orthogonal dazu ist die spore rund/zwiebelig. Und so ist das bei vielen Sporen, wenn man sie in Bewegung sieht:


    Im genannten Schlüssel steht trigonospora weit oben

    "3. Basidiospores subtriangular to ellipsoid → C. trigonospora"


    Auch im Vergleich mit den Mikrofotos, die bei gbif eingestellt sind, finde ich, sieht das ganz gut aus. Aber vielleicht liegt das ja auch noch in der Variationsbreite von laeticolor. Für einen Sporenabwurf müsste ich eine neue Keule holen.


    LG, Bernd

    Moin, moin,


    Und vielen Dank für Eure Vorschläge. H. phaeococcinea passt ausgezeichnet. Den "schwarzen Belag" im Schlüssel habe ich zwar gelesen, aber immer als "schwarze Schuppen, irgendwas was obendrauf ist" verstanden - und damit, ne, is nich. "Schwarzfärbung" wäre wohl begrifflich klarer. Zu H. ph. passen dann auch die Pseudozystiden an den Lamellen.

    Sporen habe ich etliche gemessen, jeweils freie in geeigneter Lage. Halt nur über viele Bilder verteilt. Matthias hätte da eine Collage gemacht und die zusammengesetzt ... Die breiten Dinger, die ich dabei hatte, waren vielleicht Exemplare von 2-sporigen Basidien


    Nun noch die Zählung aus dem Abwurf, nicht allzu ergiebig, nebst Bildern. 8-8,8-10,5*4,5-5-5,5 µm, Q~1,6-1,75-2,1


    Björn, ich schneide einen Keil aus der HDS, mit 2 Schnitten, platziere diesen dann auf dem Träger und schneide davon dann das Stück ab, wo sich die Dicke formal mathematisch der Null nähert. Das ist dünn genug.


    LG, Bernd

    Hallo Frank, ok, danke. Also in diesem Fall ist es mit "Beobachten der Stelle" leider ausgeschlossen. Totalreservat, mind. 2 Autostunden und eine Gehstunde - und wieder zurück. Betretungserlaubnis. Wiederfinden in monotoner Landschaft.


    Was ich natürlich machen kann, an ähnlichen Stellen im Hausmoor nach Polyporus Ausschau zu halten.


    Aber sehe ich das richtig, dass man anhand der Sporengröße schon die üblichen, heimischen Kandidaten aus der Gattung ausschließen kann? Mit Zwergwuchs aufgrund suboptimaler Bedingungen? Einen Polyporus sphagnophilus scheint es ja nicht zu geben. Am ehesten würde man Funde von solchen Arten in Skandinavien oder RU erwarten, die etwas mehr an Mooren haben.


    LG, Bernd

    N'abend,


    von der Wiese stammt dieser knallrote Pilz. Hut 20 mm, Stiel 45 mm hoch, oben 3 unten 4+ mm dick, hohl. Lamellen rot/rosa, angewachsen, mit wenigen Zwischenlamellen. Geruch und Geschmack unauffällig, pilzig.

    Foto von vorgestern

    Heute verblasst, aber sonst in guter Verfassung

    Lamellenschneide fertil, aber auch mit Cheilozystiden (oder so)

    überwiegend 4-sporig

    Hyphen in der Lamellentrama teils über 150 µm lang, ca. 12 µm breit. Basidien/Basidiolen/Cheilozystiden mit Schnallen. Sporen 7-10*6-7 µm, gelegentlich eingeschnürt.

    HDS in KOH 3%


    So richtig überzeugen tut mich H. coccinea noch nicht, insbesondere die dicken Hyphen in der HDS. In einem Schlüssel, der wohl mal aus dem Forum stammte, steht noch ein H. marchii, der eventuell in Frage käme. DEr aber wohl nicht allgemein anerkannt ist.


    Danke fürs Anschauen und ggf. Bestätigung oder Alternativvorschläge.


    LG, Bernd

    N'abend,


    auf der Wiese fand ich heute eine ENtoloma, die einen Befall hatte, der so ähnlich aussieht wie Spinellus fusiger (den ich selbst auch noch nicht unterm Mikroskop hatte), der aber wohl hauptsächlich an Mycena geht. Die Sporen bei meinem Pilz deutlich kleiner, 20-35*6-10 µm, als es für Sp. fusiger angegeben ist. Ist vielleicht eine andere Art aus dem Umfeld - oder auch nicht.


    LG, Bernd

    N'abend,


    gestern war ich in einem Hochmoor, das als Totalreservat ausgewiesen ist, Kamanos. Im Vergleich zu meinem Hausmoor viel offener, feuchter, mit deutlich mehr richtig nassen Schlenken, die man nicht begehen kann. Nach diesem klatschnassen "Sommer" sowieso nicht. Vorab, es gab insgesamt wenig Pilze. Auf einer Hochmoorweite auf einer der wenigen kaum ausgeprägten Bulten wuchs ein kleines Pilzlein, das völlig überraschend Poren zeigte. Wobei ein Teil, von wem auch immer, abgefressen war.

    Das Biotop sah etwa so aus, das Foto stammt aber von einer anderen Stelle. Die kleine grüne Stelle, wo der Pfeil hinzeigt ist so eine Bulte, die vielleicht 50*50 cm groß ist und 10...15 cm aus dem Brei herausragt. Ohne Bäume aber mit etwas Heidekraut, Moosbeere und vielleicht auch Krähenbeere. Also immer nass und immer in voller Sonne.

    Das Pilzlein wächst aus Torfmoos, wobei inmitten dessen auch ein Stück Rest von Heidekraut sein kann, das ist leicht verdickt. Vor Ort, wie fast immer im Nachhinein, zu wenig Fotos gemacht. Die Oberseite ist nichtssagend, dreckig weiß und glatt/nass.

    Auflicht

    seitlich auf den Hut geschaut

    Oberseite

    KR, es gibt viele Sporen 7-11*2-2,5 µm und Hyphen, die 2-3 µm dick und recht dickwandig sind. 1 oder 2 potentielle Basidien

    die Konsistenz ist porlingsartig, der mag nicht geschnitten werden.


    Da geht meine Frage natürlich an Frank Tomentella , ob ich mit Polyporus überhaupt richtig liege, ob du da irgendeine Art kennst, die an solchem Biotopen vorkommt. Da ich mit Polyporus ulleungus ja schon mal eine exotische Art aus der Gattung hatte, schließe ich natürlich auch nicht aus, dass das hier auch wieder so liegen könnte. Ob du Interesse hast, dir den selbst anzuschauen. Es ist nur ein Einzelstück.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    alle Erdzungen, die ich heute auf der Wiese gesehen hab, waren weiß befallen. Nicht, dass ich momentan die Geoglossum bis auf die Art bestimmen würde wollen, aber vor wenigen Jahren gab es auch mal Trichoglossum und da wollte ich schauen, ob die mal wieder kommt. Das geht ja normalerweise mit Makro, wenn man die Haare sieht, aber bei dem Befall.


    Unterm Mikro die erste Probe dann wie gehabt mit Hypomyces papulasporae.

    inklusive Konidien und Konidienträgern


    Die zweite sah anders aus, ein viel dichterer Konidienrasen, wie behaart. Und die Aleuriosporen zeigen dann klar, dass das was anderes ist. Offensichtlich Stephoma tetracoccum - wo die Hauptkugel noch mit vier kleineren Nebenkugeln besetzt ist. Diese Art scheint ja noch deutlich seltener zu sein als die vorgenannte (https://www.gbif.org/taxon/6ZPLW#map oder nur für DE https://www.pilze-deutschland.…coccum-zind-bakker-1934-1)


    hier waren die Asci nicht zerstört, das kann einerseits am Alter des Wirts liegen oder aber am Verhalten des Parasiten

    Die dritte wieder H. p., mit Sporenbündeln, aber ohne Asci

    Trichoglossum war nicht dabei.


    LG, Bernd

    N'abend,


    das ist mal wieder ein Schmankerl, auch wenn der makroskopisch nicht viel her macht. Am Waldrand, wie so vieles in den letzten Tagen.

    Der Blick auf die Lamelle zeigt exotische Pleurozystiden.

    Die Cheilozystiden sehen auch so aus.

    überwiegend 2-sporig

    Lamelle

    sporen glatt

    HDS

    Stielbekleidung

    die Entolomasporen einfach ignorieren

    Sporen aus dem Abwurf, der erwartungsgemäß weiß ist, in BWB rund, glatt, mit Apikulus, 4,5-5-6,5*4,5-5-5,5 Q ~0,9-1,2, manche sind zwiebelförmig und breiter als lang


    Bestimmt habe ich nach diesem Artikel: Komorowska 2005 "The genus Mycenella in Poland"


    LG, Bernd

    Hallo Karl, ja schon, habe ich gelesen, aber dann müsste die Beschreibung bei allen 3 Arten identisch sein. Was darauf hinausliefe, dass man eine Art beschreibt, die in 3 sequenziösen Aromen (Unterart?) daherkommt.


    Menschen kann man ja per Sequenz auch unterscheiden - bis auf eineiige Zwillinge - und theoretisch zu separaten Arten beschreiben, wenn man der Sequenz die ultimative Priorität einräumt.


    LG, Bernd

    Hallo Karl,


    den Artikel hatte ich ohnehin gerade offen. allerdings erst am Anfang. Ich habe jetzt beide Artbeschreibungen durchgelesen. Und habe da so meine Zweifel - da scheint keiner ordentlich Korrektur gelesen zu haben. Und dann fragt man sich, was denn von der Schablone stammt und was wirklich zu der Art gehört.


    Bei chloridicolor steht in der Bildunterschrift "Scale bars: 1 cm (habit), 10 μm (spores, cheilo- and caulocystidia)" - allerdings werden gar keine caulocystidia gezeigt. Und im Text heißt es "

    Caulocystidia absent, but outer stipitipellis hyphae with abundant cylindrical to slightly clavate, sometimes somewhat capitate outgrowths, up to 45 × 7.5 μm, mainly without septa, so continuous with stipitipellis hyphae, not encrusted" [was besser zu meinem Pilz passt - während Thorben bei seinem ja Kaulozystiden hat]


    Bei olivaceovirens wird gleich gar nichts in der Beschreibung zu Kaulozystiden gesagt. Diese werden auch in der Bildunterschrift nicht erwähnt. Also vermutlich gibt es keine. Dann steht da "Basidia 45–60 × 7–15 μm, 4-spored, clamped, necrobasidia frequent" [damit weiß ich nun wenigstens, wie die braunen Dingers bei mir heißen - die sollen bei beiden genannten Arten vorkommen]. Abschließend heißt es dann "Clamp-connections absent." Ja, was denn nun? Theoretisch, so könnte man argumentieren, bezieht sich dieser letzte Satz nur auf den vorherigen Absatz. Aber da gibt es keine Absätze seit der Behauptung, es gäbe Schnallen an den Basidien. Und allgemein wird das, soweit ich das bei Entoloma-Papers ersehe, dass die abschließende Negierung von Schnallen - als eigenständiger Satz - für alles gilt. [Schnallen hab ich bei mir nicht, bliebe also chloridicolor].


    Allerdings steht die Frage, ob eine Erstbeschreibung, die Widersprüche enthält, überhaupt als gültig angesehen werden kann.


    LG, Bernd

    N'abend,


    am Waldrand unweit der kürzlich aus dem Wald gezeigten Wiesenpilze steht noch so einiges, wenn man denn anfängt zu suchen. Bei diesem Pilz mit dem gelbseidigen, gebuckelten Hut hätte man von weitem auch einen jungen Risspilz vermuten können. Spätestens die Sporen brachten dann Sicherheit. Auch nicht zahlreich, 3 einzelne Exemplare über einen Quadratmeter verteilt.

    Die Lamellenschneiden sind das reinste Flaschenlager, jedenfalls an der frischen Lamelle sehr hübsch anzusehen

    überwiegend 4-sporig

    im Präparat verlieren die Cheilozystiden viel von ihrem Reiz

    es gibt braun pigmentierte Elemente, das könnten Pleurozystiden sein, welche der Lamelle die untypische Färbung verleihen


    da ich mir nicht sicher war, ob das nicht nur durch KR gefärbt wurde, noch in KOH 3%

    Sporen 9,5-11-[15]*6,5-7,5-9 µm, Q~1,45

    HDS

    und in KOH


    Die Art ist sogar in der litauischen Funga enthalten, dort in subg. Inopilus. Diese Bestimmung scheint im Vergleich mit weiterem Material zu der Art Bestand zu haben. Das sieht nächste Woche aber bestimmt schon wieder anders aus.


    LG, Bernd

    N'abend, hier ist ja lange nichts mehr passiert. Mit einem knallblauen Kollegen kann ich etwas beisteuern. Sah in natura schon blau aus. Die Fotos scheint der Farbabgleich aber etwas geschönt zu haben, wenigsten ein bisschen. Sieht aus, als wäre der noch nicht ganz reif. Schaffe es momentan eh nicht, die Pilzberge abzuarbeiten. Bei Bedarf wäre der aber wiederzufinden, ist nur ca. 50 m vom Haus weg. Passend zur Farbe auch noch blaue Springschwänze, die durchs Bild laufen.

    Blende 2,8

    Blende ~16 und geblitzt

    LG, Bernd

    N'abend,


    die Bilder vom vorigen Jahr zeigen Blautöne, während die Bilder von diesem Jahr eher einen braunen Hut und einen grünlichen Stiel haben. Die Kamera war die gleiche, die Einstellungen auch, Regenverhangener Himmel auch. Kann es also sein, dass (i) an der Stelle, wo im vorigen Jahr über eine Zeitspanne eine Art von Entoloma erschienm in diesem Jahr eine andere in noch reichlicherer Kollektion erscheint und die vorherige gar nicht mehr? Da bei mir die Entolomas ja kreuz und quer durcheinanderwachsen und das meist in geringer Anzahl kann das schon sein. Oder (ii) die Art ist, aus welchen Gründen auch immer, in diesem Jahr etwas anders gefärbt (sagen wir mal die Kamera mit ihrem Weißabgleich hat eine Mitschuld).


    Daher hab ich heute davon auch noch eine Probe eingesteckt und unters Mikroskop.

    Die Mikrodaten sprechen nicht dagegen, dass es die selbe Art ist. Schneide ohne Cheilozystidia, fertil.

    Basidien ohne Schnallen ~37*10; Sporen sehr variabel in Größe und Form 7,5-9,5-11,5*6-7,5-9,5 µm, Q~1,3

    Hut feinschuppig

    Stiel glatt


    Da haben die SChafe wohl die blauen Pigmente weggefressen :D


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    zunächst noch mal Danke an Karl, dass er hier das richtige Bauchgefühl hatte und dies auch kundgetan hat.

    An Proben von der orangen Koralle habe ich diese 2 Stück mitgenommen, die etwas anders gewachsen sind und evtl. auch ein etwas anderes Altersstadium darstellen. Von der Höhe nehmen die sich aber nichts.

    Auch von der beige-weißen Ramariopsis habe ich einen Beleg mitgenommen.

    Weiter mit der orangen. Zunächst komplett im Durchlicht. Da sind überwiegend 4-sporige Basidien zu sehen (rot), aber auch 2-sporige (blau, weiter aufragend)

    Schnallen sind vorhanden

    Basidien mit Sporen

    Sporen 3-4,5*3-3,5, feinwarzig

    ist also eine Ramariopsis und vorbehaltlich künftiger Neuordnungen in der Gattung scheint R. crocea ein guter Arbeitsname zu sein


    weiter mit der beige-weißen Koralle. Hier mehr zu erahnen als zu sehen - es gibt Basidien mit Sporen [Keulen und Korallen gucke ich mir jetz immer vorher im Ganzen an, um zu sehen, an welcher Stelle es sich lohnt, eine Probe zu entnehmen]

    die Sporen sind etwas länglicher als vordem aber noch kleiner 3-3,5*2,5-3 µm, neben den feinwarzigen gibt es auch glatte Modelle, die dann einne Blase/Tropfen haben. Das könnte ein reiferes Stadium sein?

    auch hier sind gelegentlich Schnallen zu sehen

    Ramariopsis sp.


    Schließlich habe ich mir noch die blaue Entoloma angeschaut und festgestellt, dass wenigstens dieses Exemplar nicht zu dem mikroskopierten passt. Die Lamellen haben keine braune SChneide und sie sind insgesamt deutlich schmaler. Das andere Exemplar steht noch.

    geblitzt - wie man es auch oft in Entoloma-Publikationen sieht. Als Zweitbild, um den Farbeindruck ggf. zu korrigieren oder zu unterstreichen sicher gut geeignet.

    Lamellen


    LG, Bernd

    Hallo Karl, vielen Dank für den Tip. Ich hab eben mal kurz einen Beleg geholt und kurz unters Mikroskop geschoben - ja, der hat Ramariopsos-typische kleine warzige Sporen. Bilder stelle ich später ein.


    LG, Bernd

    N'abend,


    Länger bekannt ist, dass Hygrocybe acutoconica (agg.) bei mir auch im Wald wächst, am Waldrand. Auch Clavulinopsis corniculata ist mir auf einer ehemaligen, sehr kleinen Lichtung untergekommen. Standorttreu, in der dritten Saison in Folge. Die ist momentan auch wieder am Start.

    weiter im Wald auch im dickeren Büschel, hier erstmalig gesehen


    daneben eine Ramariopsis, wie ich sie ähnlich immer mal auf der Wiese gefunden habe, nur hier viel besser zu sehen

    Eventuell - aber eher unwahrscheinlich - ist das ja auch nur eine Ramariopsis gracilis im frühen Stadium, denn die ist unweit auch regelmäßig zu finden, aber normalerweise im Jungwald im Moos.


    Weiterhin ein ziemlich filigraner rotgestielter Saftling, zahlreich und unvermischt. Hut bis max. 2 cm, max. 5 cm hoch, Lamellen weiß, weit herablaufend.

    eine zweisporige Hygrocybe insipidia, passt sehr gut zu der ebenfalls 2-sporigen, die Hias auf seiner webseite zeigt

    Mit dem Saftling zusammen steht noch eine Entoloma, war vorgestern ein junges Einzelexemplar, das ich mitgenommen habe. Heute stehen noch 2 deutlich größere und aufgeschirmte Kollegen da, die dazugehören könnten. Hab ich bisher stehen lassen. Der sieht makroskopisch sehr schick und farbenfreudig aus und bietet auch mikroskopisch einige Finessen



    Die Schneiden sind gesägt braun. Die Endzellen septiert, genau wie am Hut, wobei die intrazelluläre Pigmentierung jeweils im vorvorletzten Segment am stärksten ist

    Sporen 8-9,5-11,5*6,5-7,5-8 µm, Q~1,3

    HDS

    Stielbekleidung ebenfalls mit Büscheln von Kaulozystiden


    LG, Bernd

    Hallo Bläuling, Risspilz passt schon. Viel weiter wird es aber nicht gehen ohne Mikroskopie. Und mit auch nicht unbedingt :D


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    das Moor steht derweil voll mit Pilzen, Flächenfüllend besonders Suillus variegatum und diverse Cortinarien.

    Vereinzelt Suillus flavidus



    Suillus variegatum

    und in jung

    ein großer Milchling mit Wasserflecken am Stiel

    auf den nassen Stellen im Torfmoss fast nur Galerina, die dafür aber ziemlich reichlich

    Der einzige Beleg, die mitdurfte - Entoloma elodes, hier hatte ich eigentlich sphagneti erwartet, aber das Vorhandensein von Cheilozystiden lässt diesen ausscheiden

    in alt

    der hat Halmafiguren als Cheilozystidien - im Präparat sind die allerdings nicht mehr zu sehen.

    immer mal wieder in der Jahreszeit verirrte Andromeda

    ein Rehgeweih, das schon etliche Monate liegt

    und Moosbeeren


    LG, Bernd

    N'abend allerseits,


    auch diese Art gibt es als Kollektion unterschiedlicher Reife

    vor ein paar Tagen hatte ich mal geschaut, da gab es schon Ascisalat, aber noch keine Sporen. Heute immerhin schon einige wenige Sporen.

    die Asci sind 170-250*6 µm, die wenigen freien Sporen ~35-40*5-6 µm


    LG, Bernd

    N'abend,


    seit mindestens 2010 erscheint bei mir an etwa der selben Stelle Hypomyces luteovirens (bei pilze-deutschland als H. virids kartiert), ob jedes Jahr kann ich nicht sicher sagen, aber zumindest nicht jedes Jahr bis zur Vollreife. Soweit ersichtlich an einem roten Täubling. Ob immer nur auf dieser einen Art kann ich auch nicht sagen. Täublingsbestimmung steht bisher nicht auf der Tagesordnung.


    Vor Ort, gestern


    Foto vom Beleg, heute

    wo die Perithezien weiß bedeckt sind, kommen reife Asci rausgeschoben. Das Herausquetschen einzelner Asci, die dann entweder mit bereits vorhandenen zusammenclustern oder, falls einzeln, umfallen, war unter dem Mikroskop gut zu sehen.

    Auflicht

    BWB, die Asci sind so um die 300 µm lang, die Sporen 35-40*5-7 µm. Die reifen wahl noch etwas und vermutlich haben die dann ein Septum


    LG, Bernd