Beiträge von kruenta

    N'abend,


    die genannte Art konnte ich lange nicht einkreisen, worin die sich nun unterscheidet, obwohl ich sie sicher schon mehrfach gefunden habe.

    Diesmal in typischem Erscheinungsbild, auf Fichtenstubben.

    Stämmiger, vor allem breiter als Ch. trichialis und statt des graugrünen warzigen Lagers dieser Art hier mit mehligem grünen Lager. Beide Arten haben Strichococcus, wobei es mir schein, dass diese bei Ch. trichialis eine Art mit kleineren Bausteinen ist. Das Köpfchen ist unterseits weißlich, auch das ähnlich wie bei Ch. trichialis, allerdings dahingehend anders, dass dieser weiße Kelch wie ein Kragen ausgebildet ist und sich im Relief etwas abhebt. Sporen ähnlich, 2,5-4,5 µm groß, pigmentiert, rund.

    Stiel

    Sporen und Algen


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    von einem Wurzelteller, auf ziemlich dünner Rinde der Wurzel stammt dieser auffallen metallisch blau-grün glänzende Schleimpilz.

    Auflicht, Köpfe bis 1 mm breit

    Wasser, Stiel unten orange, oben in ziemlich dünne Stränge übergehend

    Sporen 9-10 µm, rund, unregelmäßig mit Blasen/Tropfen versehen, Fragment der Hülle

    An Lamproderma besteht wohl kein Zweifel. Weiter komme ich nicht. Mit diesem Schlüssel kämen mit so kleinen Sporen nicht viele Arten in Frage. Ich hoffe, dass Ulla weiterhelfen kann lamproderma


    LG, Bernd

    Zitat

    Naja, erstens sind es keine Wälder, sondern Monokulturen. Und zweitens steht das Wort „bewirtschaften“ in vollem Gegensatz zu gesunden Wäldern….

    Hallo Uwe, ich bevorzuge ja den Begriff "Plantage", denn manchmal wird ja auch gemischt geplanzt und mit dem Alter finden sich schon andere Arten an, die aus der Monokultur eine Multikultur machen.


    Bewirtschaften und Wald kann schon zusammengehen. So wie andere Arten Wald nutzen - Biber fällen Bäume, Hirsche entrinden welche ... kann der Mensch, der unter anderem ja auch eine biologische Art ist (auch wenn das derweil in Vergessenheit geraten ist), den Wald auch nutzen (Holz, Beeren, Pilze, Kräuter). Und macht das seit Jahrtausenden. In unseren Breiten seit es nach der letzten Vergletscherung wieder Wald gibt. Dass Bewirtschaftung auch in geringerem Maße sich auf die Artenkomposition auswirkt, klar. Für manche Arten positiv, für andere negativ. So wie auf Wiesen, Magerwiesen - die es ohne Bewirtschaftung gar nicht geben würde.


    LG, Bernd

    Moin,

    aus einem Laubwald etwas weiter weg, habe ich auch einige wenige Krusten mitgenommen. Diese hier von Eschenborke mit Perithecien ließ sich erstaunlich schnell bestimmen.

    große zylindrische Asci mit 8 2-zelligen Sporen

    Melzers

    freie Sporen 10-17*7-9 µm, leicht eingeschnürt


    Auf der deutschen Verbreitungskarte sehr selten, was aber für eine eher nordische Art nicht wirklich verwundert.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    aus dem gleichen Moorwald stammt auch noch eine winzige schwarze Nadel (max. 0,3 mm hoch), auch auf unberindeter Kiefer.

    Im Holz sind etliche Algen, darunter Trentepohlia, jedoch keine Strichococcus. Ob die Nadeln damit im Zusammenhang stehen ist mir nicht klar, eher wohl nicht. Das Präparieren gestaltete sich sehr schwierig, die Pinzetten wollten so kleines Zeug nicht.

    Auflicht

    Sporen 4-5*2,5 µm

    Asci habe ich nicht einzeln gefunden, aber hier kann man aus der Längstreifung erahnen, dass der Kopf einige wenige Asci mit Sporen enthält


    Einzig plausible Art ist Chaenothecopsis nana, wenngleich die größere Sporen haben und etwas größer sein soll. Oder was, was nicht in meiner Literatur enthalten ist.


    LG, Bernd

    Hallo allerseits,


    mittlerweile ist der Schnee so leidlich weg und man kann wieder durch den Wald latschen und manche Waldwege befahren.

    Aus einem Moorwald stammt diese auffällige Nadel mit weißem Kopf. Relativ hoch, bis 2 mm groß. Auf finalmorschem Kiefernstämmchen, ziemlich bodennah.

    Auflicht

    glegentlich mehrköpfig oder verzweigt

    sieht in Wasser aus wie Chaenotheca

    die Sporen sind aber ziemlich blass, sodass ich auch Sclerophora nicht ausgeschlossen habe. Kleine Sporen 2,5-3,5 (4) µm

    in Luftblase und dickerer Packung aber schon erkennbar pigmentiert

    KOH 3%

    Algen nur grün und rund, damit fallen viele Kandidaten raus

    Stiel, teils verflochten

    Asci selten zu sehen und winzig

    dann gibrt es noch frische Sporencluster, wo die sporen anscheinend nach Auflösung der Asci noch zusammenhängen. Kann mich nicht erinnern, das so schon gesehen zu haben.


    Da keine Trentepohlia vorhanden sind und die Sporen doch einigermaßen pigmentiert sind, fällt Sclerophora raus.

    Die allfällige Ch. trichialis, die selten auch mal mit weißem Köpfchen daherkommen kann, kann es wegen fehlender Strichococcus-Algen nicht sein. Außerdem auch etwas zu lang.

    Ch. gracilenta, die ich bisher noch nicht gefunden habe, würde von den weißen Köpfchen her passen, aber eigentlich schlankere Stiele haben und ebenfalls mit Strichococcus


    Geschlüsselt mit runden grünen Algen kommt man bei Italic zu brunneola oder sphaerocephala - beide mit etwas größeren Sporen und ohne weißen Kopf.



    LG, Bernd

    Hallo Johann, bei einem Schlüssel wird ja nicht jede Eigenschaft abgefragt, sondern nur solche, die binär zu einer Unterscheidung führen. Insofern wird hier zu quercinum gar keine Aussage getroffen, ob die Sporen nun spiralig sind oder nicht.


    Mit 1→3→5→6→quercinum wäre das nach diesem Schlüssel eindeutig. Den Beleg, falls Du Platz hast, einstweilen nicht wegwerfen, kann schon sein, dass daran noch jemand Interesse findet.


    LG, Bernd

    Hallo Johann,


    speziell für die Stecknadelflechten kommt der Subschlüssel von Italic in Frage https://italic.units.it/flora/…=ext_key_home&key_id=1619

    einen sehr kurzen Schlüssel gibt es hier https://www.thavibu.com/caliciales/keyes.htm


    An Büchern neben den üblichen Flechtenführern etwa Wirth et al. Die Flechten Deutschlands

    wäre speziell für die Stecknadeln Tibell 1999 Nordic Lichen Flora, Vol. 1 als wissenschaftliches Standardwerk zu nennen - das ist aber vergriffen, aber vielleicht hast du eine gute Bibliothek in der Nähe

    und eher für Einsteiger das holländisch/englische Büchlein van Doort & Horvers, 2021, Coniocarps, das man sich für 25 € + Porto zuschicken lassen kann (schöne Makrofotos aber keine Mikrofotos zu den einzelnen Arten, gute Einführung)


    Du kannst dir auch den Thread Flechtenbestimmung im Internet, Buchempfehlungen anschauen, da wird viel gezeigt


    LG, Bernd

    Hallo Johann, das sieht schon ganz gut. Die spiraligen Linien werden in der Literatur oft erwähnt - bei mehreren Arten - so schick habe ich die selbst noch nicht gesehen. Calicium-Sporen sind je nach Alter sehr variabel, bei Dir sind die recht frisch den Asci entwichen und noch nicht breit und rissig. Es sieht ja so aus, als ob der Thallus dazugehört. Hast Du Dir auch die Algen angeschaut? Eigentlich kommt damit dann nur noch C. quercinum in Frage - die weitaus häufigere C. glaucellum hätte eher keinen so ausgeprägten Thallus. Nur farblich fehlt mir etwas der Grauton an Stiel und Becher - ansonsten müsste das die schon sein. Du kannst ja mal mit meinem Beleg vergleichen Calicium quercinum


    LG, Bernd

    Und wer therapiebegleitend Pilze zu sich nimmt, sollte das mit dem Arzt besprechen.

    So etwas zu lesen tut weh! Jetzt wird der "Schulmediziner" in die Haftung genommen. Ein gewissenhafter Arzt kann das doch nur ablehnen. Wenn nicht, dann dringend Arzt wechseln!

    Warum? Man muss doch den Arzt nicht um Erlaubnis fragen oder ihm die Verantwortung dafür übertragen. Wenn man nicht gerade vom Asphalt abgekrazt wurde, liegt die finale Entscheidung zu Behandlung und Medikamentation immer beim Patienten. Es geht nur darum, dem Arzt mitzuteilen, dass man dies einnimmt, und er ggf. die Medikamentation anpassen kann - wobei es sicher keine Daten zu irgendwelchen Wechselwirkungen diverser Medikamente mit BiPo gibt. Zudem kann der Arzt, falls irgendwas nicht passt, Nebenwirkungen, Komplikationen usw., die Schuld natürlich weit von sich und auf BiPo schieben, Mal abgesehen davon, wann wurde je ein "Schulmediziner in Haftung genommen"? Außer vielleicht für einen groben Kunstfehler, wenn das Besteck nach der OP immer noch im Patienten ist ...


    LG, Bernd

    Hmm, selbst Biochemiker und Pharmokologen greifen eher nicht zum Aspirin "ich muss jetzt unbedingt meine Thrombozyten hemmen", sondern um den Schmerz auszublenden. Und zwar meistens deswegen, weil die eigene Erfahrung sagt, dass es bisher auch geholfen hat. Also so wie Deine Erfahrung mit dem BiPo.


    Aber gut, wenn Dir das so geht - wieder was gelernt - war mir neu, dass es solche Leute gibt :D


    Was genau machst Du jetzt mit dem BiPo? Einfach Magen-Darm-Übelkeit zu beseitigen klingt ja irgendwie ... banal. Ist es vielleicht das, was ein Wirkmittel zum "Heilmittel" macht, dass man tolle wissenschaftliche Begriffe in die Beschreibung einstreuen kann?


    LG, Bernd

    Doch, natürlich, denn diesen Widerspruch sehe ich nicht wirklich. Aspirin,

    hier mal der Link zum Beipackzettel.

    https://www.aspirin.de/sites/g/files/vrxlpx52191/files/2023-01/aspirin-500mg-ueberzogene-tabletten-beipackzettel.pdf


    Es gibt einen Grund, warum es zahlreiche andere, oft weitaus stärkere Schmerzmittel (etc.) gibt - weil eben Aspirin nicht zu 100% wirkt und schon gar nicht bei jedem und unter allen Umständen. Das muss jeder Patient an sich ausprobieren (auch "Experiment" genannt), idealerweise mit kompetenter ärtzlicher Unterschützung. Die finale Entscheidung, ob etwas wirkt oder nicht und angewendet werden soll oder nicht, liegt immer beim mündigen Patienten.


    LG, Bernd

    Hm, ich würde sagen, ein Heilmittel muss in 100% der Fälle wie beabsichtigt wirken.

    Hallo, unter dieser Forderung gibt es gar keine Heilmittel. Du musst Dir nur mal den Beipackzettel eines beliebigen hauptamtlichen Medikaments durchlesen und wirst dort immer potentiell auftretende (unbeabsichtigte) Nebenwirkungen finden. Von häufig (~1 von 10 Fällen) bis hin zu sehr selten (~1 von 10000), was auch unterstreicht, dass die immer wieder als Goldstandard genannte klinische Doppelblindstudie enorm umfangreich angelegt sein müsst, um solche Nebenwirkungen zu finden. Wobei dann zudem die Frage der Kausalität stünde.


    LG, Bernd

    Hallo Pilzfreund,


    danke für Deinen gut dokumentierten Erfahrungsbericht.


    Dass man Heilpilze nur als Nahrungsmittelergänzungen bezeichnen darf (so Veronika), ist nicht ganz richtig. Die Gesetzgebung dazu ist, wie es mit Gesetzen num mal so ist, juristischer Natur und nicht wissenschaftlicher. Es geht dabei nur um Bezeichnungen, wenn man etwas "in Verkehr bringen will". Als Privatperson ohne geschäftliches Interesse darf man das ungehindert und gedeckt von der grundgesetzlichen Meinungsfreiheit als Heilmittel bezeichnen. Dazu kommt natürlich, dass dies im jeweiligen nationalen Recht und ggf. auch Kulturkreis, wenn man Mitteleuropa verlässt, ganz anders geregelt ist.


    Und nachdem man nun die juristische Definition von "Heilmittel" großzügig ignoriert hat, steht die Frage nach einer sauberen wissenschaftlichen / medizinischen Definition des Begriffs "Heilmittel". Und nein, ich meine damit nicht eine Definition, die der Pharmaindustrie entstammt.


    Ich halte das für eine sehr schwierige Aufgabe (wobei es da natürlich in den gängigen Lehrbüchern immer irgendwelche Definitionen gibt)

    - Abgrenzung vom Nahrungsmittel

    - Abgrenzung vom Gift (Dosis)

    - Prozentsatz an erfolgter Heilung, Verbesserung des Zustands - ist etwas ein Heilmittel, das in 1% der Fälle deutlich hilft und in den 99% keinen Schaden verursacht? ME ja. Ist etwas ein Heilmittel, dass in 50% hilft und in 50% schadet? Schwierig, wohl nur, wenn man apriori Aussagen treffen kann, welche Fälle welche sind. Ist etwas ein Heilmittel, das in 99% heilt und 1% umbringt?


    Wenn man sich schon schwertut, zu sagen, was ein Heilmittel ist, dann dürfte es nicht unbedingt deutlich leichter fallen, zu sagen, ob etwas definiv kein Heilmittel ist - wofür oder wogegen auch immer.


    LG, Bernd

    Vidar


    Hallo Michael,


    das mit dem Lautwandel hat schon einen einigermaßen regelmäßigen Charakter (im englischen Sprachgebrauch wird sogar oft von "law" gesprochen)


    Typische Lautwandel zeichnen sich dadurch aus, dass sie mehr oder weniger universell auftreten und regional beschränkt sind. Sehr schöne Beispiele sind die germanische Lautverschiebung (im deutschen Kontext und Sprachgebrauch auch oft die 1. Lautverschiebung), bei der sich alle germanischen Sprachen von den anderen benachbarten und eng verwandten idg. Sprachen abhoben. Das umfasst sowas wie *p→f weswegen lat. pes etc. im deutschen Fuß, engl. feet ... wurde. Oder k→h, weswegen lat. caput (davon ausgehend →→→Kapitän) gegenüber dt. Haupt (→Hauptmann). Oder die 2., die hochdeutsche Lautverschiebung, die unter anderem für hochdeutsch Apfel vs. norddeutsch Appel, engl. apple ... verantwortlich ist. Im Rahmen dieser für den deutschen Sprachraum bekannten Lautverschiebungen kommt bp nicht vor. Im Sächsischen hätte man p→b anzubieten, aber das greift hier ja nicht. Auch dt. Zahn, Zwei, zähmen / eng. tooth, two, tame gehören zur 2. LV.


    Die Vorsilbe a- als Negierung gibt es im Deutschen nicht, nur in Entlehnungen. Die deutsche Entsprechung, die sich aus genau dem gleichen idg. Ursprung herleitet, wie das griechische a'- lautet nun mal un-. Man kann da nicht einfach willkürlich Zeug austauschen in der Argumentation, wenn man vom rekonstrierten Gang der Entwicklung abweicht. Dass es Entlehnungen immer gegeben hat, ist unbestritten und macht die Sache nicht leichter, aber man muss dann schon eine plausible Quelle anbieten können. Alternativ gibt es immer noch den Joker "aus einer unbekannten Sprache entlehnt" - was aber nichts weiter heißt als "wir wissen es nicht" - das wendet man aber eigentlich nur auf deutlich ältere Sprachschichten (Etruskisch, Altgriechisch ...) an, als das Ahd. Bei der Variabilität Aber- / Eber- hast du Recht, das gibt es so in den deutschen Sprachstufen (nicht als Lautverschiebung, sondern nur als relative Instabilität), da kommen dann aber auch noch Dreckeffekte hinzu, wie Volksetymologien, Assoziationen an andere ähnlich klingende Worte - so der Baum Eberesche an das männliche Schwein. Warum? Evtl. spielte der Geruch eine Rolle.


    Falls es dich beruhigt, ich habe in historisch vergleichender Sprachwissenschaft mit einem etymologischen Thema in der Indogermanistik promoviert. Was natürlich nichts daran ändert, dass es auf die Argumente ankommt. Was aber vielleicht dazu führt, dass man die Argumente als solche zur Kenntnis nimmt.


    LG, Bernd

    Der Screenshot, den Pilzfreund77 da eingestellt hat, stammt ja auch nicht von Temu (das war das Thema des Threads).


    Wenn jemand fragt, was vom Zeug aus China zu halten ist, dann macht es relativ wenig Sinn, darauf hinzuweisen, dass es des Betrugs verdächtigte Verkäufer in der EU gibt.


    EDIT: doch, es macht schon Sinn, insofern, als solche betrugsverdächtigen Angebote aus der EU natürlich als Quelle für das Training der Übersetzer-KI (oder auch eines menschlichen Übersetzers, der nicht vom Fach ist und hier den Begriff "Pilzsamen" findet) dient /EDIT


    EDIT2: der Verkäufer des Angebots von Pilzfreund77 sitzt auf Zypern, eine Ltd. und typische Briefkastenfirma ohne Niederlassung, im Handelsregister am 10.9.2025 eingetragen - da fällt es mir auch schwer, da eine Pilzzucht zu vermuten.


    LG, Bernd

    Zitat

    Also wer eine Anzeige einstellt, ist für deren Inhalt schon noch selbst verantwortlich. Wenn ich eine KI darauf loslasse und das Ergebnis ungeprüft veröffentliche, bin ich dafür verantwortlich, nicht "die KI".

    Insofern Zustimmung, als dass derjenige, der die KI zur Übersetzung auf die Seite "loslässt", für das Ergebnis verantwortlich ist. Allerdings ist das nicht der Verkäufer, sondern meistens der Käufer.


    Die Originalanzeige kann auf Chinesisch sein. Oder in welcher Sprache auch immer. Die Cookie Einstellungen lauten, automatisch "in die Sprache des Benutzers übersetzen". Was dann im Browser erledigt wird. Man kann sich ja heute viele Webseiten direkt übersetzen lassen. Und das kann man eben auch automatisiert vornehmen lassen. Nun wird jeder Benutzer vor Nutzung der Seiten die AGB absegnen (normalerweise ohne sie je gelesen zu haben). Ebenso wird der betreffende Nutzer die Datenschutz-Cookie-Einstellungen abgesegnet haben, womit er einer solchen automatischen Übersetzung (nicht rechtsverbindlich, nur zur Information) zustimmt und die entsprechenden Cookies auf seinem Endgerät speichert.


    Damit liegt die Verantwortung voll beim Käufer, der dann bestenfalls versuchen kann, die KI-CAT in Regress zu nehmen. Beim Verkäufer. bzw, der Verkaufsplattform, liegt nur dann Verschulden vor, wenn man nachweisen kann, dass die Originalsprache des Angebots falsch ist, und zwar im Rahmen der Origalsprache und deren Kultur. Und wie wir auch hier im Forum schon gesehen haben, ist das Marktangebot und die kulinarische Nutzung von wilden und gezüchteten Pilzen weitaus breiter als in Mitteleuropa. Üblicherweise mit traditionellen Namen für die Pilze, nicht den wissenschaftlichen.


    Natürlich kann man nie ausschließen, dass es im Einzelfall auch zu Betrug kommt. Bevor man dies aber öffentlich behauptet, sollte man die AGB und Cookieeinstellungen sowie ggf. die Originalversion des Angebots studiert haben. Im Extremfall könnte es passieren, dass man eine Diffamierungsklage am Hals hat.


    LG, Bernd

    Also gerade die Volksnamen sind eher ungeeignet, um einen Rechtsanspruch geltend zu machen.


    Du kannst ja mal nach Stone mushroom schauen - da wächst auch eher nichts. Mangels Chinesischkenntnissen hab ich auch keinen Vorschlag, was da ursprünglich mal dahintergesteckt haben mag. Die Übersetzung kann nach dem Prinzip erfolgt sein - wie heißt der am meisten geschätzte Speisepilz.


    Und dann steht die Frage, ob die Webseite überhaupt statisch auf Deutsch vorliegt, oder ob die erst bei Bedarf dynamisch in die abfragende Sprache übersetzt wird. Dann müsstet du die CAT-KI verklagen. Wenn man beim Chinesen einkauft, kann es sinnvoll sein, Chinesisch zu nutzen.

    Hallo Leute,


    das sind doch meistens Übersetzungen. Üblicherweise von einer KI. Und warum sollte die KI klüger sein als die NI? Schließlich wird sie doch an dieser geschult. Zudem dürfte die Namensgebung erheblich von den Anfragen der Käufer und Suchenden beeinflusst sein. Wenn jemand Steinpilzsamen sucht - bitte, soll er sie doch haben. Wir leben noch nicht im Sozialismus, wo es heißt "Hamwer nich" "Jibts nich". Die Markwirtschaft macht ein Angebot, wo eine Nachfrage ist. Funktioniert doch.


    Schließlich - wie sollte man die Dinger sonst nennen? "Substratkugeln mit vorgekeimten Steinpilzsporen"? Das läßt dir kein Marketingmensch (m/w/d) durch.


    Wenn man es genau nimmt is ja auch semen virile kein Samen im biologischen Sinne. Heißt trotzdem so in vielen Sprachen.


    LG, Bernd

    Hallo Willi,


    der Pilz findet nicht ausgerechnet diese Stellen, sondern er findet aufgrund der Unmengen an Sporen so mehr oder weniger alle Stellen. Wachsen kann er aber nur da, wo die Bedingungen passen :D

    Ich kann als Substrat noch Esche, Eberesche, Espe und Grauerle hinzufügen.


    LG, Bernd

    Wenn Du eh nicht am Okular arbeitest, sondern alles am Bildschirm ansiehst, dann hat das Binokular gegenüber einem Monokular gar keine Vorteile mehr. Absgesehen vielleicht von den mitgelieferten Ersatzteilen im 2. optischen Kanal :D


    Im russischen Märchen (und ähnlich in den anderen Slawinen) ist Iwan Durak (Im Deutschen auch als Dummer-Jan bekannt) der dritte Bruder, der immer als Tölpel gilt und seine Zeit bevorzugt auf dem Ofen verbringt. Trotzdem (oder gerade deswegen) ist er immer der erfolgreichste, wenn es zu wichtigen Aufgaben kommt. Auch ist er derjenige, der die Prinzessin kriegt. Der Schmied ist in der slawischen Mythologie als Vertreter der damaligen High-Tech-Branche den Göttern sehr nah. Nicht ganz unähnlich wie im Germanischen, etwa Wieland der Schmied aus den Heldensagen, oder agr. Hephaistos. Wenn also Durnik der Schmied, da eine wichtige Rolle spielte, greift das tief in das Repertoire der slawischen Mythologie (~vorchristlichen Religion).


    LG, Bernd