Beiträge von mollisia

    Hi hi,

    Aaaaachduliebezeit! Bei 7, 10, 11, 15 u. 20 habe ich noch garnix, bei 1*, 5 u. 9 seeeehr unsicher bzw. zu viele Möglichkeiten, oder Pilz (glaube ich) erkannt, aber Bonus-Bezüge nicht verstanden, der Rest soso-lala zwischen "das muß es sein!" und "äääh, kann das sein?". Nur bei Nr. 4 bin ich sicher! ==Gnolm4==Gnolm9==Gnolm11 Naja, ich hab ja noch GANZE SIEBEN STUNDEN für den Rest...


    * 1 ist ein besonderer Fall: Ganz am Anfang dachte ich sofort: Zumindest die Gattung gebongt! Dann sah ich eine kleine Verfärbung und begann, in dieser Gattung danach zu suchen. Nix wirklich passendes gefunden. Dann einen Namen gefunden, der zum Bonus passen könnte...da paßte wieder der Hutrand nicht. Andere Gattungen erwogen; da paßte dann auch der Hut nicht...und zu keinem davon paßte in irgendeiner Weise der Bonus! Pfffrrrr...

    die Nr. 7 finde ich ganz schwer, den kennt fast keiner, denke ich. Aber der Bonus passt so genau, da hat man den Pilz schon halb.


    Nr. 10 - da schwankte ich zwischen zwei ähnlichen, hab mich dann dank des Bonusses für den einen der beiden entschieden


    bei 15 bin ich mir auch nicht ganz sicher, aber diese Farbe ist so eigentümlich, da kenne ich einfach keinen anderen Pilz. Wenns stimmt, dann sind die Süddeutschen da klar im Vorteil.


    Bei 5,6 und 20 bin ich mir ziemlich sicher dass ich da keine Punkte kriegen werden ..... da kann ich auch nichts pfählen ....


    Hab schon abgegeben und harre der Lösung :kaffee:


    LG, Andreas

    Hallo Thorben,


    da wäre mein erster Gedanke Mollisia rivularis. Allerdings sind die Sporen ein bissel kurz, die sollten locker bis 11 µm gehen nicht nur als einzelne Ausreißer. Ich hab aber auch schon recht kurzsporige Kollektionen gehabt.

    Ökologie müsste aber dann wirklich IM Bach gewesen sein, oft oder ständig überspült.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Karl,


    ich habe die Art schon sehr oft in diesem flächigen Wachstum gesehen, allerdings in aller Regel an liegenden Stämmen. Aber das Wuchsbild ist genau dasselbe, für mich auch ein Hauptunterschied zu Ischonderma benzoinum. Die Art macht das nämlich nie, die Porenschicht resupinat über weite Strecken übers Substrat laufen zu lassen.

    Dieses Wuchsbild ist so typisch, dass man sogar den Pilz dann noch erkennen kann, wenn Tiere die Hüte abfressen und nur noch der resupinate Beleg übrig bleibt. Auch das habe ich schon oft so gesehen in den diversen Projekten.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Ingo,


    da ich Rammstein und Knorkator schon kannte, ist für mich natürlich Chris Wolff mit dieser Perle deutschen Liedguts das Hai-Light. Also was manche sich trauen öffentlich loszulassen, ich bin immer wieder erstaunt.


    Leider fällt mir zu letzterem nichts vernünftiges ein. Genauso wie zu Bild 6. Als Pilz zum Bonus spanische Feuerwehr fällt mir dazu passend eigentlich nur der Hausschwamm ein - da passt aber das Bildmal so gar nicht. Und zu jeder auch nur annähernd vernünftigen Idee zu Bild 6 passt die Feuerwehr nicht :gmotz::gmotz::ghilfe::ghilfe:


    Am neugierigsten bin ich übrigens über die Auflösung was denn das Vögelchen auf Gran Canaria für ein sachdienlicher Hinweis gewesen sein soll :gomg:


    Vielen Dank Dir, für den ganzen Aufwand, war sehr kurzweilig!!


    LG, Andreas

    Hallo,

    na, das ist ja seeeeeehr schade :ghilfe:


    LG, Andreas

    Ach herrje, also diese Bonüsser machen mich ja echt fertig. Ich bin schon echt gespannt auf die Auflösung - vor allem die Auflösung was diese Boni (Bonen? Bonuse?) zu bedeuten haben!!


    Warum Wein? Warum Kultur? Was hat das alles mit dem Pilz zu tun den ich glaube zu erkennen?! Zeter heul :gkopfwand:

    Hallo Pablo,


    ich möchte einige Funde dieser Aporpium-Arten sequenzieren lassen und wollte Dich fragen, ob Du mir dafür einen deiner Belege zur Verfügung stellen könntest.

    Ich habe einige Funde aus dem Hunsrück, mehrere aus dem Bayerischen Wald - da würde deiner räumlich gerade dazwischen liegen.


    Falls möglich, bitte gerne ein Stück an meine Adresse (Goslar) schicken. Falls Du die nicht findest, PMme mir einfach :-)


    Vielen Dank schon mal,

    Andreas

    Hallo,


    also von Wuchs tatsächlich sicher nachgewiesen an Holz habe ich bisher noch keine Meldungen bekommen. Aber die besiedelten Zapfen können auch schon sehr zersetzt sein, und wenn dann eh Holzstückchen mit ihm Boden sind, dann ist kaum zu entscheiden woran das Pilzchen denn nun wächst.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    nobi: besten Dank für den Hinweis. Ich habs in meinem Posting geändert, der besseren Lesbarkeit zuliebe, aber das Original belassen damit man sich nicht über Dein Posting wundert ....

    Ich selbst habe die Samenbesiedler noch nie gefunden, aber ich werde die nächste Zeit mal etwas aufmerksamer kruschteln - die müssen doch zu finden sein *ggg*


    Christoph: dass die Gattungszugehörigkeit zweifelhaft ist wunder mich nicht, wobei aber die Warzigkeit der Sporen dann offenbar nicht als Gattungsmerkmal taugt wenn es sich herausstellt dass seminicola glattsporig und betulae warzigsporig ist. Vielleicht kann man die Hakenlosigkeit hernehmen, zumindest betulae wird ja als hakenlos angegeben.


    Spannend jedenfalls, ich will die auch mal finden!!


    LG, Andreas

    Hallo,

    Hallo Andreas,


    Möglicherweise sind ja auch unsere Lösungen nicht kompatibel. Wofür hättest du das denn als Bonus genommen? Für Nummer 13 oder für den Bonus selbst?:gpfeiffen:


    GRI

    ja, die Befürchtung der inkompatiblen Lösungen kroch auch schon zunehmend in mein Denken .....


    Mein Bonus-Bild als Bonus für dein Bonus-Bild?! Nö nö, deine Bonus-Früchtchen haben doch nix mit meinen Glitzer-Elchen zu tun. O Gott, ich glaube jetzt sind alle unrettbar verwirrt :giggle::giggle:


    LG, Andreas

    Hallo Ingo,


    irgendwie sind deine und meine Gedankengänge nicht kompatibel ||

    Was dieser Bonus mit der Art zu tun hat ist mir mal wieder unergründlich, obwohl ich ziemlich sicher bin bei beidem zu wissen was es ist. Ich hätte ja vielleicht sowas hier als Bonusbild genommen:

    LG, Andreas

    Hallo,


    Ciboria betulicola ist eine nordamerikanische Art, die in Deutschland bisher nicht nachgewiesen ist. Sie scheint aber recht ähnlich zu sein auf den ersten Blick, habe mich noch nicht genauer darum gekümmert.


    Bei uns gibt es dagegen Ciboria betulae, die aber auf Birkensamen wächst. Dazu noch eine Ciboria seminiphila seminicola (= C. alni illeg., C. lentiformis comb. nud.), die auf Erlensamen wächst. Beide sind möglicherweise identisch, und beide haben warzig-raue Sporen! Nicht immer einfach zu sehen! Die Sporengröße ist allerdings eher bei der von coryli, also oberhalb von 12 µm anzusiedeln. Ferner hat Ciboria betulae keine Haken. Ob die bei Schumacher beschriebene Ciboria alni mit C. seminiphila seminicola identisch ist, ist nicht restlos geklärt, u.a. da Schumacher bei alni keine rauen Sporenwände beschreibt, während er das bei betulae tut.

    Jedenfalls hat dieser Komplex der Samen bewohnenden Ciborien raue bis warzig Sporen und ist damit klar unterscheidbar.


    Ich hänge mal den Schlüssel aus Schumacher (1978) hier an. Die ganze Arbeit ist über Research Gate frei verfügbar downloadbar.

    In etwa entspricht der Schlüssel in Nordic Macromycetes vol. 1 dieser Arbeit - kein Wunder, denn für die Nord. Myc. hat die Sclerotiniaceae ja Schmuacher bearbeitet.


    Die bei Schumacher praktizierte Unterteilung von Ciboria caucus in 3 "formae speciales" wird heute nicht mehr so akzeptiert, es wird eine caucus ss.str. auf Weide/Pappel mit robusteren, dunkleren Apothezien und etwas größeren Sporen von einer amentacea auf Erle/Hasel(/?Birke??) mit helleren, weiß gezähnelt berandeten Apothezien mit etwas kleineren Sporen unterschieden - das hat ja Christoph oben schön dargestellt.

    Die C. coryli ist durch die deutlich größeren Sporen mit zwei statt einem Kern gut unterscheidbar, die auf Weide/Pappel vorkommende C. acerina durch nur 4-sporige Asci ebenfalls.

    Und der Vollständigkeit halber sei noch die eher olivlich-gelbgrünliche C. viridifusca erwähnt, die im Herbst auf Erlenzapfen wächst.


    Was noch zu klären bliebe meiner Ansicht nach ist der Status dieser amerikanischen Ciboria betulicola. Schumacher (1978, 2000) führt sie auf, trennt allerdings lediglich über das Substrat Birkenkätzchen von caucus s.l.. Die Sporen werden etwas kleiner angegeben und sollen schon bei 5,5 µm Länge und 3 µm Breite losgehen. Fund(e) dieser Art in den Nordic Countries werden nur für Finnland angegeben.


    Dann mal los! Die Arten sind meist nicht selten, derzeit gut aufzuspüren, relativ einfach zu mikroskopieren und eigentlich auch gut bestimmbar.


    beste Grüße,

    Andreas

    Bilder

    • ciboria_Schumacher_key.JPG

    Lieber Christoph,


    ein sehr schönes, sehr ausführliches Portrait, toll!

    Momentan sind die drei Kätzchen-Becherlingsarten bei uns recht häufig zu finden. Meist muss man ein wenig in der liegenden Laubschicht kruschteln um sie zu finden. Und bei uns hier am Harz-Nordrand ist caucus genau wie amentacea derzeit reichlich zu finden.


    Zu einem möchte ich Dich aber etwas korrigieren:

    Auf dem zweiten Bild unten links sieht man nur ganz oben den Ring. Der recht komplexe Apparat ist fast verschwunden und nur noch dieser massive "Gummring" vorhanden. Dieser Ascus ist sehr reif.

    das weckt einen falschen Eindruck auf michsein. Man sieht auf dem zweiten Bild unten links den Apikalring sozusagen zusammengedrückt, weil der Ascus reif und lebendig ist und so viel Innendruck aufgebaut hat (kurz vor Sporenabschuss), dass es Scheitelbereich des Ascus zusammendrückt. Daher ist der Ring relativ niedrig, dafür aber auch etwas intensiver gefärbt. Insofern ja, der Ascus ist sehr reif - und lebendig!

    Wenn bei den Sclerotiniaceae der Innendruck im Ascus nachlässt (z.B. wenn der Ascus abstirbt), dann dehnt sich die Scheitelregion deutlich auf, Zotto nennt das "Apikalverdickung". Ist sogar ein Familienmerkmal der Scleotiniaceae, obwohl es eigentlich alle inoperculaten Ascos so machen, nur eben besonders deutlich bei den Sclerotiniaceae. Durch dieses Nachlassen des Druckes zieht sich also der Apikalapparat in die Länge, die "Striche" werden lönger, "höher" und dafür etwas weniger tief blau.

    Das bedeutet aber, dass die Höhe des Apikalrings eigentlich keine Frage der Sporenreife ist, sondern der Turgeszenz des Ascus. Je praller, desto kürzer der Apikalapparat. Ein vollreifer, aber toter Ascus hat dann auch einen langgezogenen Porus, während ein vollreifer, aber lebendiger eben einen zusammengedrückten hat.


    Wer die Porusreaktion und insbesondere die Form des Apikalapparates - Stichwort Calycina-Typ versus Hymenoscyphus-Typ - ansehen will, der wird mit einem vor Vitalität strotzenden Präparat nicht so recht glücklich. Meist muss man einige Zeit warten, bis die Asci im Präparat absterben, damit sich der Porus auseinanderzieht und man nicht nur zwei Punkte, sondern dann zwei Striche sieht. Verwendet man statt Lugols die Baralsche Lösung, dann gehts etwas schneller, denn die ist konzentrierter.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Ingo,


    du hast aus Versehen beim Pilz 12 den falschen Ausschnitt vom Foto genommen. Hier ist alles unscharf. Nimm mal vom Bild weiter links was, da sind die bestimmt schärfer drauf. So kann man ja gar nichts erkennen!


    Übrigens hilft mir der Bonus nur dann weiter, wenn ich so tue als gäbe es ihn nicht. Also mal wieder gar nicht .....

    Dagegen finde ich trägt das Bild 12 bereits den Bonus in sich, jedenfalls wenn der Pilz der ist für den ich ihn halte. Nomen est omen, die Älteren erinnern sich vielleicht.


    beste Grüße,

    Andreas

    Woooow, Andreas! Da kündigt sich wohl ein Treppchenbesteiger an...:gzwinkern:

    SO hab ich das doch überhaupt nicht gemeint! Ich wollte eigentlich nur mit Hans zusammen beklagen, dass mir die Boni des öfteren nicht nur nicht weiterhelfen, sondern eher im Wege stehen.


    LG, Andreas

    Die Frage ist nur...

    Was hat das Vögelchen mit dem Pilz zu tun, den ich mir einbilde zu erkennen?

    ==Gnolm5

    Genau diese Frage stellte ich mir auch - auch einen Zusammenhang zu Gran Canaria kann ich schwer herstellen. Und auch nicht was ein Weißkopfseeadler auf Gran Canaria macht - gibt da nicht nur Canarienvögel?!


    LG, Andreas