Beiträge von mollisia

    Hallo Thorben,


    Tricholoma argyraceum s.l., cingulatum, orirubens, atrosquamosum, basirubens und squarrulosum riechen und vor allem schmecken mehlig.

    Tricholoma sciodes und virgatum schmecken scharf (teilweise verzögert bis 1 Minute)

    Tricholoma bresadolanum bitter

    Tricholoma terreum ist ohne nennenswerten Geschmack


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Thorben,


    ich sehe nichts was dagegen spricht, aber ganz viel was dafür spricht.

    Nächstes mal draufrumkauen, terreum ist die einzige Art der Grauen die nach nichts schmeckt.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    auch wenn eigentlich kommerzielle Werbung hier nicht erlaubt ist, denke ich, dass es viele interessieren wird, was denn nun ist nachdem der Myko-Shop schließt.

    Ich habe mich entschlossen, neben den Chemikalien und Mikroskopen auch Bücher weiterhin anzubieten, wenn auch nicht ganz so umfangreich wie der alte Myko-Shop (der zum 31.12. geschlossen wird). Wer also zukünftig nach einer entsprechenden Quelle sucht, der kann sich gerne beim Myko-Service umschauen: myko-service :) Bissel was zu tun gibts natürlich noch, Bilder sind zum Teil noch auszutauschen weil gruselig, und es kommen auch nach und nach noch weitere Artikel rein. Aber es sollte schon nutzbar sein immerhin.


    beste Grüße,

    Andreas


    P.S.: Liebe Mods, wenn der Post gegen die Forenregeln verstößt, dann seid so nett und löscht ihn einfach.

    Hallo HoBi,


    ja nun, ihr lebt nun zufällig im Verbreitungszentrum dieser Art, die auf relativ trockene, beweidete Halbtrockenrasen beschränkt ist. Solche Biotope kommen noch relativ verbreitet in Mitteldeutschland vor, insbesondere Thüringen, Sachsen-Anhalt, Süd-Niedersachsen. Insofern seht ihr die Art recht häufig, während sie anderswo recht selten ist. Z.B. kommt sie auf der Schwäbischen Alb trotz vieler Magerrasen und Kalkboden nicht vor - vermutlich zu kalt dort.

    Aufgrund der hohen Fundortdichte in Mitteldeutschland ist die Art sogar Verantwortungsart geworden, weil eben ein hoher prozentualer Anteil des weltweiten Bestandes dieser At in Deutschland liegt. Kann man ein bisschen mit dem Rot-Milan vergleichen, der auch eine weltweit gesehen sehr seltene Art ist und Verantwortungsart für Deutschland. Auch wenn wir ihne ständig sehen, vor allem in ähnlichen Biotopen wie den Hauhechel-Samtfußrübling.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    Elch ist langgezogener und größer, hat genau die Größe und Aussehen von Kinderschokolade-Schoko-Bons (allerdings nicht denselben Geschmack).


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ich hätte bei Pilz B auch erst auf den zweiten Blick an Leccinellum lepidum/tlemcenense gedacht, weil er doch recht hell ist. Aber wie ihr auch schon sagt, möglich ist es auf jeden Fall, und der "was-soll-es-denn-sonst-sein-Aspekt" ist auch nicht von der Hand zu weisen. Im Mittelmeergebiet allgemein häufig, ich kenne die Art sehr reichlich aus Istrien (wo dieses Jahr auch Aureoboletus moravicus recht häufig war). Und auf Dieters Bildern sind immer wieder Steineichen-Blätter zu sehen, so dass man von Quercus ilex als am Standort vorkommend ausgehen darf, denke ich.

    Wir haben übrigens Leccinellum lepidum/tlemcenense schon mehrmals in den Kursen zu Pilzpfanne verarbeitet, und noch keiner war so richtig begeistert. Aber bei solchen Alternativen auch kein Wunder, oder:



    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    für mich wäre das Lactarius deterrimus, der Fichten-Reizker.

    Zum einen aufgrund der von Dir beschriebenen langsamen Umfärbung zu weinrot (bei semisanguifluus geht das innerhalb von 5 Minuten, bei Kälte vielleicht dann 10 oder höchstens 15 Minuten). Zum anderen aufgrund der Hutfärbung, der die typischen verwaschen bräunlich-violett-orangen Töne fehlen. Grün werden alle Reizker außer dem Lachs-Reizker. Was mich auch von deterrimus überzeugt ist, dass Deine Pilze keine Grübchen auf dem Stiel haben. Kein 100 %iges Merkmal, aber in der Regel ein guter zusätzlicher Hinweis.


    Ich persönlich halte Lactarius semisanguifluus für einen ziemlich seltenen Pilz, deutlich seltener als die Fundmeldungen vorspiegeln. Ich glaube dass nicht wenige der Fundmeldungen in Wahrheit L. deterrimus oder L. quieticolor sind.


    beste Grüße,

    Andreas

    Dolles Ding, Andreas! ==Gnolm11

    Schön, dass Du Dich hier wieder tummelt. ==Gnolm8

    Hallo,


    das ist immer eine Frage der zeitlichen Kapazitäten. Und am meisten Zeit hab ich halt im Winterhalbjahr. Zumal da die Postingfrequenz wenigstens ein bissel runtergeht im Vergleich zur Hauptpilzzeit ....


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    gegen die These "Futter bestimmt die Pilzart" spricht aber, dass die meisten coprophilen Pilze weltweit verbreitet sind. Auch wüsste ich kaum Beispiele für Arten, die nur auf einer bestimmten Tierart/-gattung vorkommen würden. Ein Unterschied besteht am ehesten noch zwischen Pflanzenfresser und Fleischfresser.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    würde ich auch sagen. Typischer subdulcis. Auch das Geschmacksempfinden ist typisch, "subdulcis" bedeutet "fast süßlich" oder "fast mild" - halt eben nur fast, denn nach einiger Zeit wirds bitterlich ....


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    da muss ich den Auftraggeber fragen. Mach ich bei Gelegenheit :-)


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    wenn er nicht riecht, also C. russocoriaceus ausgeschlossen ist, dann würde ich das als Cuphophyllus virgineus var. ochraceopallidus bezeichnen, wenn man dies als eigenständiges Taxon akzeptiert.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    Mollisia lividofusca ist ein erstaunliches Chamälen, nicht nur was die Farben betrifft und die Nicht-Konstanz des braunen Subhymenium, sondern auch ökologisch. Dass sie auf allem möglichen Holz von Laub- und Nadelbäumen wächst, inklusive Zapfen, war mir bekannt. Mittlerweile habe ich aber auch molekular verifizierte Kollektionen selbst von Gräserstängeln, z.B. von Carex aus Kroatien. Auch Funde mit und ohne braunem Subhymenium habe ich aus Äthiopien und aus Nordamerika.

    Vielleicht die häufigste Mollisia-Art weltweit gesehen, insbesondere auf relativ hartem Holz an eher trockeneren Stellen.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    der von Gube berichtete Fund aus Jena war ähnlich üppig wie der den Karl oben vorstellt. Dutzende von Pferdeäppelhaufen waren dicht mit Poronia besetzt! Im Jenaer Fall ein Bio-Reiterhof mit "ganz normalen" Pferden.


    Ich glaube dass in allen Reitställen/Pferdehöfen mit Heu zugefüttert wird. Und das Heu wird mit Fungiziden behandelt damit es nicht schimmelt. Daher gibt es auch kaum Pilze auf diesen Pferdeäppeln. Nur wenn sich Pferde längere Zeit OHNE Zufütterung auf der Weide ernähren steigt die Zahl der coprophilen Arten. Und Poronia scheint da vielleicht besonders empfindlich zu sein, oder eine entsprechend lange Zeit zur Entwicklung zu benötigen. Letzteres würde dann auch bedingen, dass die Biotopbedingungen entsprechend sind, also eine nicht komplett kurzgegraste Weide um ein gewisses Mikroklima zu erhalten.


    Ich habe gerade ein Gutachten über eine beweidete Magerrasen-/Wachholderheidefläche auf der Schwäbischen Alb angefertigt. Es war sehr krass zu sehen, dass auf Pferdedung nur eine einzige Pilzart zu finden war (Parasola misera), während auf derselben Fläche auf dem Schafdung 10 verschiedene Arten gefunden wurden, u.a. mit Psathyrella romagniana romagnesii ein Erstfund für Baden-Württemberg. Die Pferde werden vom angrenzenden Pferdehof immer für ein paar Tage auf die Fläche gebracht und dann wieder für einige Zeit runtergenommen, um Überweidung zu verhindern. Dadurch bekommen sie immer wieder fungizibehandeltes Stallfutter und damit gibts auch keine Pilze auf Dung. Meine Hypothese jedenfalls.


    Anbei noch ein Bild der Koniks, die z.B. auch die Stützerbacher Saftlingswiese beweiden (zusammen mit RIndern).


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo beli,


    man kann die beiden Arten schon auseinanderhalten makroskopisch, wenn sie typisch sind. Sind sie aber leider nicht immer, oder das Substrat spielt keine Rolle, ich weiß es nicht. Deshalb möchte ich das ja mal molekular sehen.


    Typischer resinosum macht oft langgezogene Fruchtkörper, bei denen die Porenschicht weit auf dem Substrat entlangzieht. Die Fruchtkörper können einen Meter lang und mehr werden. Sie riechen in einem bestimmten Entwicklungsalter (nicht zu jung und noch nicht alt und hart) auffallend nach Anis-Keksen. Kenne ich nur von Laubholz

    Typischer benzoinum macht nur einzelne pileate Fruchtkörper. Die können zwar auch mal eng übereinander stehen, aber die Porenschicht zieht nicht über das Holz. Immer geruchlos. Kenne ich nur von Nadelholz.

    Das Problem sind insbesondere Fruchtkörper, die auf der Schnittfläche von liegenden Stämmen wachsen, weil die fast immer Einzelfruchtkörper machen, egal ob resinosum oder benzoinum.


    Aber wie gesagt, ob diese Merkmale konstant sind und vor allem mit einem molekularen Ergebnis übereinstimmen, das muss erst noch verifiziert werden.


    Die Bilder von Ischnoderma benzoinum stammen von Artur Rysch.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo beli,


    die beiden Funde von Dir sehen schon unterschiedlich aus. Aber das sind einfach nur verschiedene Altersstadien. Dein Fund vom Anfang war noch frischer, optimal im Zustand sozusagen, schön glatt und filzig auf dem Hut, und die Zonierung ist wunderschön ausgebildet. Die Vergleichsbilder vom früheren Fund zeigen alte Fruchtkörper, mit fast einfarbigem Hut, fast kahl und ohne erkennbare Zonierung. Das ist aber die natürliche Variation zwischen mittelalten und ganz alten Fruchtkörpern. Wenn Du jetzt noch ganz junge Fruchtkörper nimmst, die sehen nochmals anders aus, ganz polsterförmig, fast ohne Zonierung, ganz saftig-weich und mit vielen Tropfen besetzt .... (Bild von Achim Bollmann)


    Dein Thread erinnert mich wieder daran, dass ich einmal Funde dieser Art(en) von verschiedenen Substraten sequenzieren lassen will um zu sehen, wieviel Arten denn da wirklich vorhanden sind in diesem Komplex ....


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo beli,


    ich habe ja nicht behauptet, es sei I. resinosum. Ich wollte nur gerne wissen, warum Du Deinen Fund als I. benzoinum bezeichnest, obwohl er an Laubholz wächst.

    Dass I. benzoinum auch an Laubholz wachsen kann - nun, dafür gibt es meiner Ansicht nach bisher keine sicheren Beweise. Dazu müsste man mal etliche Funde aus verschiedenen Gegenden molekular untersuchen.


    Aber Du bezeichnest Deinen Fund als I. benzoinum, und ich hätte einfach nur gerne gewusst, wie Du diese beiden Arten denn unterscheidest. Mit dem Link kann ich nicht viel anfangen, da kann ich nichts erkennen was für oder gegen die Bestimmung Deines Fundes spricht.

    Mit gelingt die Unterscheidung anhand von EInzelfruchtkörper nämlich meist nicht, wenn ich das Substrat nicht mit berücksichtige, die gesamte FUndsituation sehe und auch dran riechen kann. Substrat ist aber vielleicht ja gar kein sicheres Merkmal. Ansonsten ist makroskopisch wenig an Unterschieden zu finden zwischen den beiden Arten, wenn es denn überhaupt zwei Arten sind (was ich glaube).

    Hallo Thiemo,


    die 3 MP Kamera von Windaus gibt es nicht mehr im Programm.

    Ich vertreibe die 5.1 MP Kamera, mit der ich auch selbst arbeite. Reicht für meine Zwecke völlig aus. Bei 357,00 Euro natürlich kein High-End-Gerät, aber wenn man gute Präparate macht dann bekommt man auch damit wirklich gute Bilder. Einzige Schwäche finde ich recht flaue Bilder bei bestimmte Blau-Tönen, wie z.B. das rosa und blau bei einer Brilliantkresylblau-Färbung (Metachromasie), aber das ist durch das Baumwollblau halt auch einfach zu wenig Kontrast im Präparat.

    Welche Kamera auch immer du DIr aussuchst, achte auf jeden Fall auf einen USB 3.0 Anschluss (nicht nur 2.0!), dann hast Du auch bei hoher Pixelzahl ein ruckelfreies Bild am Bildschirm.


    beste Grüße,

    Andreas

    Der genannte Händler bietet u.a. 3,1 und 5,1 MP Kameras an.

    (inkl. Ausgleichsoptik 0,4x, 0,5x Optik-Adapter auf 23,2 mm Tuben, mehrsprachiger Software mit Mess-Funktion, Metall-Apdapterhülsen 30,0 und 30,5 mm, Objektmikrometer 10 mm in 0,01 mm Teilen)