Beiträge von mollisia

    Liebe Pilzgemeinde,


    bei meiner Mittelmeer-Pilzwoche in Istrien vom 24.-30.10.2021 sind kurzfristig zwei Zimmer frei geworden, weil Teilnehmer aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen können. Daher wären zwei Zimmer (als Einzel- oder als Doppelzimmer) kurzfristig zu belegen, falls jemand noch spontan Lust dazu hat.

    Die zweite anschließende Woche und auch die Woche 2022 sind bereits ausgebucht .....


    Näheres im angehängten PDF, das zwar von 2020 ist, aber sinngemäß auch 2021 gilt.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ich habe Kollektionen mit Violetttönen sowohl im Laub- als auch im Nadelwald. Und kenne Stellen, da sind sie in einem Schub mit schönen violetten Tönen und im nächsten Schub oder im nächsten Jahr ohne.

    Ich kann diese beiden Arten - so es denn überhaupt zwei sind - morphologisch und ökologisch nicht trennen.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Lars,


    ich würden den sicher nicht bei cylindrosporum verorten. Das wäre eine Art ohne Velum. Dein Pilz hat aber ganz deutlich ein Velum und gehört mit hoher Wahrscheinlichkeit in die mesophaeum-Verwandtschaft. Auch dort gibts etliche Arten und auch in dem Verwandtschaftskreis geht nix ohne Mikroskop - und selbst dann nicht immer was eindeutiges.


    Hübsche Kollektion, aber ohne Mikros unbestimmbar. Wenn Du eine Kollektion gesammelt hast und die Begleitbäume weißt, dann kann man aus dem Exsikkat noch nachbestimmen, denn deine Bilder sind gut und die Mikromerkmale gehen bei Hebeloma am Exsikkat genausogut wie am Frischmaterial.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    natürlich haftet jeder für den von ihm verursachten Schaden (bzw. desjenigen Versicherung). Der Geschädigte muss aber nachweisen, dass er geschädigt wurde und von wem. Wenn sich der Beratende sicher ist, keinen Fehler gemacht zu haben, dann dürfte es schwer werden, ihm diesen nachzuweisen oder glaubhaft zu machen. Daher dürfte im Zweifelsfall Aussage gegen Aussage stehen. Dabei steht man in einem Rechtsstreit mit einem entsprechenden Sachkundenachweis natürlich besser da, als ohne. Dennoch, egal ob mit Sachkundenachweis oder ohne, derjenige der sich für geschädigt hält, ist in der Beweislast.

    Ob "man" (sprich Haftpflichtversicherung) sich da eher auf einen Vergleich einigen würde oder ob die Anklage eher fallen gelassen bzw. abgewehrt würde, das kann ich nicht einschätzen. Präzendenzfälle dazu gibt es meines Wissens keine.


    Ich halte diese theoretischen Fälle von Verklagen eines Beratenden - egal ob PSV oder nicht - für hypothetisch und kann mir kaum vorstellen, dass es je dazu kommt. Wer berät denn bitte schön andere und gibt ihnen Pilze als essbar mit, obwohl er sie gar nicht kennt?


    Aber solltest Du tatsächlich einen giftigen Pilz freigegeben haben, und eventuell bestätigen das andere Teilnehmer der Exkursion glaubhaft, dann hättest Du natürlich ein Problem.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    bin derselben Meinung, dass fehlende Blauen lässt schon kaum einen anderen Schluss zu. Wenn dann auch noch selbst mit Öupe kein Netz, sondern feine Pünktchen am Stiel zu sehen sind, dann ist es H. impolitum. Der Jod-Geruch an der Stielbasis ist dann das letzte noch fehlende Puzzlestück :-)


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Stefan,


    möglich ja, aber ohne Sporenmaße könnte ich das nur nach Bild nicht entscheiden, ob da nicht eine andere Variicolores-Art noch in Betracht kommt.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,

    Den braunen Ritterling halte ich auch für T.pseudonictitans

    Im Schwarzwald ein Massenpilz und fast überall zu finden.

    Vorwiegend bei Fichte

    Von der Synonymisierung mit Fulvum halte ich nichts, man kann die gut unterscheiden, auch wenn die Genetik sehr ähnlich ist

    der Meinung war ich auch lange, dass die beiden Arten gut zu trennen wären:

    T. fulvum unter Birke, mit geripptem Hutrand und gelbem Ton in den Lamellen und in der Trama

    T. pseudonictitans unter Fichte, mit glattem Hutrand und die gelben Töne beschränken sich auf die Stieltrama oder sogar nur die Stielrinde (praktisch ein ustale mit gelbem Stielfleisch)


    Aber wenn man in Fichtenforsten die mit Birke durchsetzt sind oder mehr noch in feuchten Birken-Fichten-Mischwäldern unterwegs ist - sprich also beide potenziellen Mykorrhizapartner gut vertreten sind - dann klappt meistens die Zuordnung zur einen oder zur anderen Art plötzlich nicht mehr so richtig. Glatter Hutrand und gelbe Lamellen, gerippter Hutrand und keine gelben Lamellen ..... Ich bin nicht unglücklich über die Synonymisierung, auch wenn typische Vertreter so augenscheinlich unterschiedlich aussehen.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ich würde mal schauen, ob da nicht was aus der Sektion Duracini passt.

    C. duracinus selbst ist ja als Nadelwaldart definiert, und C. spisnii ist es nicht. Aber vielleicht sowas wie C. rigidus oder was es da noch so gibt? Die meisten Arten reichen etwas jod- oder rettichartig.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ich würde den ersten auch zumindest in die nahe glaucopus-Verwandtschaft stellen. Die eingewachsen-faserigen Hüte, der metallische Schimmer am Stiel und die Blautöne von Stiel und Lamellen und noch dazu die kleinen Sporen lassen da m.E. keine Alternative.


    Den zweiten hätte ich optisch zunächst als balteatoalbus angesprochen, eventuell auch als C. crassus (dann müsste er Zystiden haben). Vielleicht gibt es ja auch einen crassus ohne Zystiden? Ich w+rde jedenfalls nochmal mit KOH im Fleisch testen, ob da wirklich kein Fleck mit gelber Umrandung entsteht.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ja, das hätte ich auch gesagt. Wobei das ein Artenkomplex zu sein scheint.

    Wenn man einen Schnitt durchs Apothezium in Lugol oder Barals mikroskopiert (ungequetscht) sieht man in der Regel eine amyloide Zone am Übergang vom "Stiel" in den Becher.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    da ich Eisensulfatkristalle nicht selber züchten kann, bin ich auf Zulieferung angewiesen. Momentan leider kein Nachschub in Sicht ....


    Eisensulfatlösung hält durch die H2SO4-Zugabe schon eine Weile, eine Saison lang auf jeden Fall, meist auch noch eine zweite und dritte. Wenn die Lösung nicht mehr klar ist, bzw. der Spatel anfängt sich gelblich zu verfärben, ist es Zeit für eine neue. Bei 2,90 Euro sollte das im Jahresbudget drin sein ....


    beste Grüße,

    Andreas

    Hall zusammen, insbesondere an die Wiesenpilzliebhaber,


    heute auf eine extenisven Bergwiese in Gemeinschaft mehrere Saftlinge ein sehr dunkler, frisch fast schwarzer Lamellenpilz mit leicht herablaufenden Lamellen, der optisch stark an eine Omphalina oder einen Ellerling erinnerte.

    Hut Durchmesser bis ca. 2 cm, feucht glatt-seidig wirkend, trocken fein faserig, abgetrocknend heller, steingrau, aber nicht wirklich hygrophan

    Lamellen mäßig entfernt bis normal (für Omphalina oder Cuphophyllus eher dichter), relativ dick wirkend, hellgrau oder fast weiß im Bereich der Schneide, aber zum Hut hin in der Tiefe etwas dunkler grau.

    Stiel etwas heller hutfarben, glatt, aber an der Spitze auf den obersten ca. 5 mm unter den Lamellen mit einem auffallenden weißen Filz bedeckt

    Geruch/Geschmack relativ unspezifisch, etwas metallisch. Auf keinen Fall mehlartig.


    Ich dachte erst an eine Mycena, aber die Lamellentrama ist nicht dextrinoid.


    Die Mikromerkmale sind in ihrer Kombination sehr ungewöhnlich, daher meine Anfrage, ob diesen Pilz jemand vielleicht schon makroskopisch erkennt oder eine Idee hat, denn mit den gängigen Bestimmungsschlüssel kommt man immer bei Omphalia sericea /Gerronema sericeum raus.


    Hutdeckschicht eine liegende Kutis aus nicht sehr dünnen Hyphen, Pigment vakuolär (!!), olivbraun, kein weiteres Pigment gesehen

    Schnallen in allen Fruchtkörperteilen fehlen (Stielhyphen, Basidien, Hutdeckschicht)

    Basidien 4-sporig, nicht besonders lang (keine Hygrophoraceae)

    Weder Pleuro- noch Cheilozystiden

    Sporen zylindrisch bis elliptisch und manchmal ganz schwach gebogen-zylindrisch, 5-5,7(-6) x 2,5 µm, weder amyloid noch dextrinoid.

    Lamellentrama eindeutig regulär (!), parallele Hyphen aus relativ breiten und relativ kurzzelligen Hyphen.


    Kleine Sporen, reguläre Trama, vakuoläres Pigment und schnallenlos - ich komme immer auf Omphalia sericea, die aber nur von der Typuslokalität bekannt ist.


    Wo liegt mein Fehler?


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    Okay, da bin ich mit dem Kanalreiniger offensichtlich falsch gelegen. Keine Ahnung warum ich das so abgespeichert habe ...


    Ätzkali funktioniert bestimmt genauso gut wie reines KOH. Ich würde empfehlen, eine (ca.) 20% ige Lösung ansetzen. 40%ig finde ich viel zu stark, auch wenn mans mal verschüttet, und die Ergebnisse von 20%iger sind meiner Erfahrung nach genau gleich.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    vom Bild her hatte ich sofort an Bocksdickfuß gedacht. Da kommt meiner Ansicht nach nichts anderes in Frage. So gleichmäßig blauviolett sind die Variicolores nicht.

    In Rohrreiniger ist in erster Linie Säure, meist Salzsäure. Laugen sind da nicht oder nur untergeordnet dabei, jedenfalls in den Rohrreinigern die ich kenne. Insofern spielt die Reaktion hier keine Rolle. Auch farblich ist das nicht die KOH-Reaktion der Variicolores, die ja chromgelb wäre.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    den Schleierling halte ich für Cortinarius delibutus. Die sehen alt gerne so aus. Aber die Pilze sind zu alt um sie zu bestimmen.

    Die Stropharia halte ich für eine Psathyrella. Impexa oder gossypina oder sowas.

    Der Knolli ist mir zu unscharf für eine Aussage, und der Trichterling ist ein Trichterling s.l.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    X. arbuscula ist ein Artenaggregat. Das was ich in Jena im Tropenhaus unter diesem Namen hatte, war fein längs gerieft oder fast schon gerillt im oberen Bereich.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    Nr. 1 wäre für mich auch der Mehr-Räsling, sei es nun Clitopilus prunulus oder eher noch Clitopilus cystidiatus, der grauer sein soll -wenn das wirklich eine gute Art ist.


    Nr. 2 sieht finde ich sehr nach C. torvus aus, aufgrund des saumartigen Velum"ringes". Da gibt es auch noch eine Parallelart im basischen Laubwald, deren Name mir grad nicht einfällt.

    Sollte er da nicht hingehören, dann bliebe eigentlich nur die Verwandtschaft von Cortinarius anomalus, aufgrund des braungelben Velum. In diesem Fall am ehesten Cortinarius luteoperonatus/cingulatus. Aber diese Arten haben eigentlich eine viel eingewachsen-faserigere Hutoberfläche.


    Nr. 3 lässt sich wohl nicht anders bestimmen als C. stillatitius. Aber da das eine Nadelwaldart ist, müsste der Laubwaldpilz anders heißen. Ob da C. livido-ocharceus der richtige Name ist weiß ich nicht.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    der zuletzt gepostete Pilz ist m.E. sicher Hortiboletus bubalinus.


    Der zuerst gepostete Pilz ist m.E. kein armeniacus oder gar persicolor (den gibts nördlich der Alpen vermutlich gar nicht). Die Hutfarbe passt so gar nicht zum armeniacus und das Blauen auch nicht.

    Ich würde das tendenziell mal mit dem Arbeitsnamen X. cisalpinus belegen, aber aufgrund der eher samtigen Hutoberfläche auch nur mit einigem Bauchschmerzen. Aber das Blauen ist schon recht starl wie man am zweiten Schnittbild sieht, und auch dass er am Stiel auf Druck außen blaut ist für andere Arten eher ungewöhnlich.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Schupfi,


    ich nehme an, das Schnittbild ist gleich nach dem Durchschneiden aufgenommen?

    Wenn ja, dann bitte nochmal einen aufschneiden und das Schnittbild nach 10 Minuten posten - X. pruinatus hat die Tendenz intensiv im Stiel zu blauen und im Hut so gut wie gar nicht. Das dauert aber etliche Minuten ....


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    mit den roten Stielen wären das für mich einfach nur ganz normale Rotfußröhrlinge, Xerocomellus chrysenteron.

    Mit Ausnahme des vorne querliegenden, das ist eine andere Art, vermutlich der Falsche Rotfußröhrling X. porosporus (ev. auch der Eichen-Filzröhrling, Hortiboletus engelii).


    beste Grüße,

    Andreas