Beiträge von Tricholomopsis

    Servus Alex,


    toller Fund! Schade, dass er nicht ausgesport hat.


    Macrolepiota olivascens kommt auch im Alpenvorland vor, also nicht nur weit oben, aber eben in niederschlagreichen, montanen Regionen (und natürlich höher). Heute wurde mir ein M. olivascens in die Pilzberatung gebracht. In der Stielbasis war das Fleisch rot und türkisblau, richtig schön bunt.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus beinand,


    Clitopilus cystidiatus wird aktuell nicht mehr als eigenständige Art anerkannt, sondern mit Clitopilus prunulus synonymisiert, der eben auch Cystiden haben kann. Im Prinzip sind es zurzeit drei Arten:


    Clitopilus prunulus

    Clitopilus abprunulus

    Clitopilus chrischonensis


    Letzterer hat, wie Stefan schon andeutete, Hyphen mit verdickten, lichtbrechenden (metachromatischen) Zellwänden in der Lamellentrama, Pleurocystiden und ist rein weiß.

    Clitopilus abprunulus und Cl. prunulus haben keine metachromatische Zellwände in der Lamellentrama, keine Pleurocystiden und sind grau am Hut (Cl. abprunulus) oder weiß bis grau (Cl. prunulus).


    Makroskopisch geht da also nichts, man kann nur bei grauhütigen Cl. chrischonensis ausschließen (nach jetzigem Kenntnisstand, muss geprüft werden, ob der nicht doch grauhütig sein kann) und bei weißhütigen Clitopilus abprunulus.


    Clitopilus abprunulus hat breitere Zellen (bis über 20 µm dick) in der Lamellentrama als Clitopilus prunulus (unter 10 µm dick).


    Literatur dazu:

    Jian et al. (2020): Clitopilus abprunulus, a new species from North Macedonia with note sin C. ravus and pleuromutilin producing species. Mycol. Prog. 19: 805-816.

    Vizzini et al. (2011): Clitopilus chrischonensis sp. nov. (Agaricales, Entolomataceae), a striking new fungal species from Switzerland. Nova Hedwigia 92(3-4): 425-434.


    Falls es zu Clitopilus chrischonensis Neues geben sollte, wäre ich natürlich neugierig.


    Wegen der rein weißen Fruchtkörper, die Clitopilus abprunulus ausschließen und dem Fehlen von Pleurocystiden wäre ich hier auch ohne die Lamellentrama anzuschauen bei Clitopilus prunulus s.str.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus beinand,


    der LBV und die BMG bieten gemeinsam Kurse für die Kartierung von CHEGD-Arten an. CHEGD ist die Abkürzung für Clavariceae, Hygrocybe, Entoloma, Geoglossaceae und Dermoloma – alles im weitesten Sinn. Anhand der Diversität der Arten dieser Gruppen kann man den naturschutzfachlichen Wert von Offenlandflächen aus Sicht der Pilze bestimmen.


    Wir bieten dafür zwei Einsteigerkurse (Zoom-Vortrag und ein Tag gemeinsam im Gelände) sowie einen Fotgeschrittenenkurs (ein Tagim Gelände, dann ein Tag am Mikroskop) an. Alle drei Kurse haben noch freie Plätze (der Fortgeschrittenenkurs ist allerdings fast voll, es gibt aber noch freie Plätze). Die Teilnahme ist kostenlos, da alles über das Projekt läuft und finanziert ist. Hier die "offizielle" Info dazu (da findet ihr auch die Termine):


    Anmeldungen bitte über Lotte Krüger (siehe Abbildung).


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus "CSlupina"


    Der Ausgang der Prüfung hängt nämlich nicht maßgeblich davon ab. Eher von der Tageslaune der Prüfer!

    Dem möchte ich dann dochdeutlich widersprechen. Ich war früher selbst PSV-Ausbilder/Prüfer für die DGfM (jetzt für die BMG). Und schon damals lag das Bestehen oder Nichtbestehen sicher nicht an der Tageslaune der Prüfer. Es geht primär um dein Wissen. Kennst du genügend gängige Speise- und Giftpilze? Wir sicher bist du in der Gattungsansprache. Dein Wissensstand ist es, der entscheidet.


    Natürlich kann man Glück oder Pech bei der Artenauswahl in der Prüfung haben. Aber das ist Zufall, keine Laune von Prüfern.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Cognacmeister,


    was soll dieser Threadtitel?


    Rhino rhinozeros?


    Ich hatte ja früher mal versucht, dir zu helfen – sowohl bei der Bestimmung als auch beim Vorgehen hier im Forum. Du interessierst dich für Rindenpilze und du nutzt ein Mikroskop. Beides ist sehr gut bzw. ersteres geht ohne zweites nicht. Du glaubst aber (leider) immer noch, dass es reicht, viele Mikrofotos zu posten, um Bestimmungshilfe zu bekommen. Und wenn dann (nach früheren Versuchen) keine Reaktion auf deine Beiträge kommt, bist du eingeschnappt bzw. machst auf Selbstmitleid ("den Dreck lösche ich eh bald").


    Bedenke: du möchtest, dass Andere freiwillig Zeit Opfern, um dir zu helfen. Dafür musst du schon ein Minimum an Mühe hineinstecken (jenseits von reinen Mikrofotos). Nicht nur ich hatte dir geschrieben, dass du die Sporenmaße selber zusammenfassen solltest und im Beschreibungstext (der irgendwie immer fehlt) angeben solltest. Wenn man sich erst selber aus deinen Fotos die Maße mühsam rausschreiben soll, dann macht man's nicht und klickt weiter.

    Du siehst am Mikroskop mehr, als Fotos zeigen. Beschreibe, wo du welche Strukturen gesehen hast.


    Zitat

    Da I ma das eigentlich sich hier e sparen kann aber bitte was ist diese auf Fichte achso und zeitverschwendung vermute ich eine rhizochaete aber wäre meine erste und i kenn Mi net aus die kot Reaktion ist lila bis violett auch in der Mikrowelle


    Frag dich mal, warum du dir das sparen kannst! Frag dich mal, warum das Zeitverschwendung ist! Du denkst, es sei eine Rhizochaete, schreibst aber auch, dass du dich nicht auskennst. Bleibt also, wie du auf Rhizochate kommst. Welche Merkmale hast du gesehen, die dich daran denken lassen? Und woher hast du den Namen? Welche Quelle hast du genutzt? Und glaubst du ernsthaft, dass man dich ernst nimmt, wenn du von KOH-Reaktion in der "Mikrowelle" schreibst?


    Du musst die Fragen nicht beantworten. Ich habe aufgehört, auf deine Beiträge zu reagieren, weil es mir einfach zu mühsam ist, wenn sich das Gegenüber so gar keine Mühe gibt. Dann mache ich es auch nicht.


    Das pauschele Beschimpfen der User hier ist daneben:


    [quoze]oder aber so wie I euch süssen deuten kann mit eurem niedlichen Humor wollts mein account ausradieren weils ma net antworten könnts nicht wahr weil ka Antwort geben is ka feine englische art liebe grüße i spinn deswegen net.[/quote]


    So, wie du dich hier gerade aufführst (man kann es auch als Spammen bezeichnen), würde es mich nicht wundern, wenn dein Account gelöscht würde. Wäre schade, da du dich ja für Pilze so sehr interessierst, dass du sogar mikroskopierst. Dein Frust ist aber selbstgemacht.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Ich kannte Rainer nicht persönlich, aber hatte natürlich viel von ihm gehört. Es ist erschreckend, wie schnell es gehen kann, wie schnell ein Leben enden kann. Mein herzlichstes Beileid an die Angehörigen und alle Freunde. Man sollte jeden Tag des Lebens bewusst erleben und genießen, nicht zu viel auf später verlegen, denn leider kann es so plötzlich gehen. Mir fehlen ehrlich gesagt die Worte.

    Servus beinand,


    ich kann leider auch nicht weiterhelfen. Ich würde auch erstmal klassisch Amyloidie testen (auch wenn ich nicht wüsste, was an amyloiden Arten passen würde), aber auch siderophile Granulation. Rein vom Bauchgefühl her wäre ich auch bei einem lyophylloiden Pilz. Hypsizygus in ausgetrocknetem Zustand hätte m.W. nicht diese Inkrustationen in der HDS, die Sporenform würde eher passen. Kniffelig.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Uwe,


    das ist ein Falscher Mehltau, aus der Plasmopara nivea-Gruppe. Das Befallsbild ist sehr typisch und zudem sehr häufig.


    Falsche Mehltaue sind keine Pilze, sondern pilzartige Organismen, die mit den Braunalgen, Kieselalgen etc. verwandt sind, aber keine Photosynthese betreiben. Parasitische Algen sozusagen bzw. die Nachfahren der "Algen" aus der Braunalgenverwandtschaft im weitesten Sinn, die noch keinen Chloroplasten als Endosymbiont aufgenommen haben.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Ich habe Heinrich kennen- und schätzenlernen dürfen. Er war ein echtes Original und – genau wie ihr, Ulla und Gunnar, sagt – immer auf Augenhöhe mit dem Gegenüber, ohne Allüren gegenüber Amateuren.


    Ruhe in Frieden, Heinrich!

    Servus Grüni/Kagi,


    ein Mairitterling ist das definitiv nicht. Da passt weder die Fruchtkörperform, noch das relativ dünne Hutfleisch, noch die so stark struppige Stieloberfläche. Der Anisgeruch wundert mich, denn da bin ich dann ganz raus. Sonst hätte ich eine kleine Tricholomella constricta vermutet. Der Ring kann fehlen bzw. nur als Faserreste am Stiel bleiben. Der Stiel wurzelt da ganz gerne ein bisserl (früher hat man da zwei Arten getrennt) oder eben auch nicht. Der Mehlgeruch würde passen. Wenn der Garten noch einen vierbeinigen, bellenden Bewohner hat, würde das die Bestimmung andeuten (die Art wächst gern an Stellen, die mit Hundeurin getränkt sind). Sonst fällt mir nichts dazu ein. Und Anis passt da eben auch nicht.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus beinand,


    zunächst auch von mir: der abgebildete Pilz ist eindeutig Amanita crocea.Die Stieloberfläche schließt Arten um Amanita fulva s.l. aus. Die Phenolreaktion, mit der man Amanita crocea (s.l.) von Amanita fulva (s.l.) getrennt hat, kenne ich noch aus den 80er Jahre. Vielleicht gilt sie ja für alle beteiligten Arten nach heutigem Konzept, das weiß ich aber nicht.


    Wenn man Amanita crocea verwechselt, dann mit Amanita subnudipes (das war der Grund für den Phenoltest). Früher hatte man die "fast glattstielige crocea" nicht als eigenständig erkannt und da einen gewissen Übergang zu Amanita fulva s.l. gesehen.


    Das, was hier im Thread als typische Amanita fulva beschrieben wird (mit den Flecken an der Volva etc.) ist wohl Amanita deflexa. Die "echte" Amanita fulva soll auf (hochmontane) Bergnadelwälder beschränkt sein (und hat auch Fleckenan der Volva). Es gibt noch Amanita griseofulva, die – nomen est omen – einen graubraunen Hut hat. Deren Stiel ist wiederum zebriert. Und dann gibt es noch Amanita fulvoides, die kräftiger ist und Braunton am Hut zeigt, bei dem das Fuchsige fehlt, was für Amanita deflexa typisch ist.


    Die Zeit, nur Amanita crocea von Amanita fulva trennen zu müssen, ist lange vorbei. Früher war man wohl unsicher, weil Amanita fulva (als Aggregat) so variabel erschien, mit unterschiedlichen Huttönen und Stieloberfäche und Amanita crocea s.l. auch, was den Stiel betrifft, sehr variabel erschien. Heute geht man davon aus, dass das einige eigenständige Arten sind, die in sich weniger variabel sind. Die Hutfarbe des hier gezeigten Pilzes gibt es nur bei Amanita crocea und Amanita subnudipes. Und die Stieloberfläche schließt letztere Art völlig aus, ergo: Amanita crocea (und eben sehr typisch).


    Liebe Grüße,

    Christoph


    P.S. Guajak positiv nach mehr als wenigen Minuten ist für mich klar Guajak negativ. Eigentlich auch dann, wenn es mehr als sagen wir 30 Sekunden dauert. Es wäre zu prüfen, ob die besagten Ritterlinge, die reproduzierbar nach 2-3 Minuten positiv sind, die späte Reaktion bewirken oder ob das indirekte Effekte sind, die da eben reproduzierbar auftreten. Wenn der Fruchtkörper Phenoloxidasen enthält, was mit Guajak getestet wird, sollte die Reaktion in spätestens 30 Sekunden, eher früher, erfolgen. Baktierien und auch freie Radikale können Guajak auch spalten. Der Vergleich auf Papier ist eine gute Idee, der oben genannt wurde. Guajak oxidiert an der Luft von allein, es dauert nur...

    Servus Armin,


    bitte nicht missverstehen. Ich färbe auch mit Kongorot/Ammoniak, wenn es nötig bzw. hilfreich ist. Ich sehe aber oft, dass Manche prinzipiell immer färben (vielleicht etwas übertrieben ausgedrückt) bzw. es als Standard-Work-Flow haben: "Zupfen, Quetschen, Färben, dann Anschauen". Ich schaue alles erstmal in Wasser an, denn dann sehe ich vital alle Merkmale, wie sie sind. Danach kann ich immer noch färben, wenn ich das brauche. Kongorot in Ammoniak kann bei der Schnallensuche helfen, insbesondere das Ammoniak darin, denn dann werden die Zellinhalte schnell mal richtig durchsichtig und die Wand wird durch das Kongorot kontrastreicher. Ich wasche dann aber das überschüssige Kongorot durch Wasser, das ich nachziehe, wieder aus.


    Färben ja, wenn nötig. Wenn ich aber z.B. Gloeozystiden suche, dann ist Kongorot in Ammoniak nicht hilfreich, sondern macht es wohl eher schwerer. Phloxin finde ich meist furchtbar, weil es einfach nur das Zellinnere färbt, ohne dass es mir was bringt (Ausnahmen gibt es natürlich). Gloeozystiden schaue ich in Wasser an, dann erhöhe ich gerne den pH-Wert, um zu schauen, ob der Inhalt gelber wird. Oder ich ziehe dann SV durch, um zu schauen, ob es "echte" Gloeozystiden sind (usw.).


    Kurz gesagt: Vitaltaxonomie ist in meinen Augen wichtig (vgl. in vivo veritas von Zotto). Wer aus Prinzip immer färbt, weil es hübsch ist, sieht halt keinerlei Vitalmerkmale. Kann man machen, muss man aber nicht. Wer aus Prinzip gar nie nicht färbt, handelt genauso ideologisch wie der, der immer färbt. An erster Stelle steht für mich das Erheben der Merkmale. Und da kann Färben helfen oder im Gegenteil es unmöglich machen. So ist es gemeint.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Armin,


    im Prinzip hat die Art Schnallen, aber das Erkennen derselben ist wirklich schwierig, weil die Hyphen eben so schmal und zudem stark gewunden sind. Letzteres sorgt dafür, dass sich ein "Spaghetti"-Feeling ergibt (gekocht meine ich, alles durchgenudelt) und man kaum noch was sieht. Selbst hier ist nur eine Schnalle gezeichnet worden: https://www.aphyllo.net/excerp…atella-tulasnelloidea.pdf


    Letzten Endes hilft nur Geduld und Freiquetschen.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus beinand,


    von Puccinia sessilis wurde hier ja schön des öfteren berichtet, ein Portrait fehlt bislang aber noch, was ich hier nachholen möchte. Ich finde die Aecien von Puccinia sessilis am häufigsten an Bärlauch, Aaronstab und Salomonssiegel/Weißwurz. Es werden Wirte aus folgenden Familien für die Aecien befallen: Araceae, Iridaceae, Liliaceae und Orchidaceae. Es erfolgt ein Wirtswechsel auf Glanzgras (Phalaris) und Schwingel (Phalaris), wo dann die Uredien und Telien gebildet werden. Puccinia sessilis hat eine sehr breites Wirtsspektrum in Bezug auf den Haplonten, was "danach riecht", dass es sich um einen Artenkomplex handeln könnte. Im "Puccinia sessilis-Komplex" wird teils unterschieden in:


    Puccinia phalaridis (P. ari-phalaridis) auf Aronstab (Arum),

    Puccinia schmidtiana auf Knotenblume (Leucojum),

    Puccinia winteriana (P. allii-phalaridis, P. angulosi-phalaridis) auf Allium, Paris und Polygonatum.

    Puccinia digraphidis (P. smilacearum-digraphidis Kleb.) auf Convallaria, Maianthemum, Paris und Polygonatum

    Puccinia orchidearum-phalaridis auf Orchideen (Orchidaceae).

    Ich zeige hier Puccinia sessilis an Bärlauch, also die Kleinart Puccinia winteriana:



    Wenn es nicht keine Melampsora ist, wo Bestimmug schwierig bis unmöglich ist (Melampsora allii-populina kann man mit etwas Glück an den kegelförmigen Spermogonien erkennen), sondern schöne, becherförmige Aecien hat, dann kann man den Rost gut bestimmen.




    Hier die Mikrobilder:




    Ein bisserl aufpassen muss man, denn es gibt weitere Roste an Bärlauch. Puccinia mixta s.l. und Puccinia hordei s.l. bilden ebenfalls Aecien. Bei Puccinia mixta sind sie blattober- und unterseits und sie sind in Ellipsen angeordnet. Letzteres finde ich nicht klar als Unterschied, denn auch bei dem hier vorgestellten Fund variiert das von kreisrund bis ellipsoid. Aber hier sind die Aecien nur blattunterseits.


    Dann sind wir bei Puccinia hordei-Komplex. Diese Arten sollen laut Klenke & Scholler (west-)mediterran-alpin auftreten (Seealpen also, denke ich). Bei uns also nicht. Da wären die Aecidiosporen größer und die äußere Wand der Peridienzellen wäre dünner, nur bis 2 Mikrometer dick. Bei Puccinia sessilis sind diese dicker (siehe erstes Mikrobild).


    Zur Systematik:


    Gattung Puccinia, Familie Pucciniaceaea, Ordnung Pucciniales, Klasse Puccionomycetes


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Trotzdem ist es doch so, dass man Naturschutz nur gemeinsam betreiben kann, nicht gegen die Landwirte.

    Servus Bernd,


    ich denke, das bestreitet hier niemand. Die Rechtslage ist etwas, was wir nur sehr indirekt ändern können. Was die individuelle Vergütung angeht, wenn man als Landwirt eine wertvolle Fläche besitzt und sie deshalb wertvoll ist, weil man sie entweder selbst aus der Nutzug genommen hat oder die Nutzung so betreibt, dass sie schützenswert wurde oder zumindest blieb, kann man sicher vieles Verbessern. Da verstehe ich deinen Punkt selbstredend.

    Es gibt Subventionen, wenn man Intensiväcker mal für ein oder zwei Jahre brach fallen lässt, um sie später dann doch wieder intensiv zu nutzen. Andernorts fehlt Geld, um Besitzer wertvoller Flächen zu belohnen. Das ist aber alles höhere Politik und die in einem Pilzforum zu diskutieren, führt oft genug zu politischen Lagerkämpfen. Wir haben eine starke Landwirtschaftslobby. Dass sich die in erster Linie für Großbetriebe einsetzt, ist eben auch unabhängig von dem akuten Problem hier mit dem kleinen Wiesenfleckerl im Dorf.


    Nein, es wird getan, als käme die Art vom Himmel, der Bauer doof und jetzt kommt der Fachmann (oft genug nur bambiökologischer Ornithologe) und erklärt die Welt.

    Unabhängig von deinen persönlichen Erfahrungen ist diese Verallgemeinrung – sorry – polemisch. Wenn man es allgemeiner formuliert, ohne eine Seite herabzuwürdigen, verstehe ich deinen Punkt ebenfalls. Es ist der immer wieder autretende Konflikt zwischen Praxis und akademischer Meinung. Oft gibt es hier einfach nur Kommunikationsprobleme, die beiden Seiten verstehen sich nicht. Wir leben zudem in einer Gesellschaft, in der ein "Studierter" abgewertet wird, weil man es selber immer besser weiß. Auf der anderen Seite gibt es auch unglaublich sture Landwirte. Meine Erfahrung ist aber, dass, wenn man miteinander redet, manche Sturheit nur ein Abblocken war. Wirklich "stur" sind wohl eher große Betriebe, die rein betriebswirtschaftlich denken und denen der Wert einer Fläche egal ist. Wie auch immer, hier kann man viele Gemeinplätze austauschen, ohne dass es viel bringen wird. Sowas muss man direkt an einem gemütlichen Abend besprechen und nicht in einem Forum schriftlich machen. Bringt meist wenig, ist meine Erfahrung.


    Christoph, wie oft hast du dich bisher mit dem Besitzer/Nutzer beraten, bevor du eine Entscheidung getroffen hast, ob "publik oder unter dem Radar"? Das dürfte bei 0 liegen.

    Da du mich konkret ansprichst und gleich eine Antwort selbst gibst... Du hast vielleicht ein falsches Bild von mir. Ich bin Biologe, bin Vorstand der BMG und engagiere mich seit vielen Jahren für die Pilzkunde. Ich habe im Bereich Pilzökologie promoviert und habe meine Dissertation über den Einfluss verschiedener Waldnutzungsformen auf die Funga im Bayerischen Wald geschrieben. Durch meine Ausbildung sehe ich mich in der Lage, auch im Namen der BMG, Gutachten zu erstellen, wenn es um Naturschutz geht. Oft passiert das nicht, da Pilzschutz wenig im Fokus steht.


    Beispiel: Nationalkpark Bayerischer Wald – Interessenskonflikt Loipen durch ein Urwaldgebiet (Tourismus) und Erhalt des Urwaldgebiets (Nazurschutz). Ist einige Jahre her. Es war angedacht, im Urwald Wegesicherung auszuführen (Bäume zu fällen, Totholz zu entfernen), damit die Loipe weiter genutzt werden kann. Alternative: Verlegung der Loipe. Ergebnis: die Loipe wurde verlegt.


    Oder das Beispiel der Stromtrasse durch einen wertvollen Waldbestand. Ich kann in so einem Fall das Pilzvorkommen bewerten und meine Meinung äußern. Die Entscheidung kommt dann vom Eigentümer und/oder einem Gericht, falls jemand klagt.


    Ich bin aber niemand, der auf privaten Flächen gezielt nach Rote-Liste-Arten sucht, um dann dem Besitzer seine Fläche zu "entwerten". Ich habe einen Vollzeitjob, ich bestimme gerne Pilze, ich bin Präsident der BMG, ich habe gar nicht die Zeit. Aber ja, ich rede gerne mit Grundbesitzern, wenn ich sie denn treffe. Sonst erfahre ich es ja nicht. Mich hat mal ein Waldbesitzer "verfolgt", als ich mit Stativ und Kamera in seinen Wald ging. War nach erster Unfreundlichkeit seinerseits (Verdacht, ich wolle sonstwas tun) ein sehr nettes Gespräch. Ich habe ihm seltene Arten genannt, die dort vorkommen und er fand das toll. Er nutzt auch nur extensiv, weil er den Betsand eh schützen will. Ideal sowas.


    Was mein Beispiel mit "unter dem Radar" betrifft, ging es um einen potentiellen Flächenankauf. Und da berät man sich erst unter der Hand, kennt wer den Beitzer, wie ist der so drauf? Lohnt es sich zu fragen oder nicht? In dem Fall haben wir uns entschieden, es unter dem Radar laufen zu lassen. Mit "publik" machen, meinte ich, mit dem Besitzer verhandeln, abkaufen und dann die Fläche zu schützen und das dann publik zu machen.


    Mein Eindruck ist, dass die Agrarlobby weit mehr Einfluss hat als die Umweltschutzlobby. Aber das ist erstmal völlig unabhängig von solchen Einzelfällen. Polemik hilft aber nicht weiter. Weder auf der einen Seite noch auf der anderen. Besser wäre es, es gäbe keine Seiten, aber die Welt ist nicht ideal. Wenn es um Geld vs. Schutz geht, hat man immer einen Interessenskonflikt und damit zwei Seiten. Und das meine ich wertneutral. Es ist halt so. Hier konkret bin ich für den Erhalt der kleinen Wiese, bin aber nicht direkt involviert.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Björn,


    sehr schön, habe ich bisher noch nicht gefunden, wobei ich auch nicht so oft Vonca anschaue. Dafür habe ich heuer Pseudoidium vincae an Vinca minor finden können. Ist ganz ne andere Baustelle, weil Mehltau, aber zumindest auch ein Phyto an Vinca.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus beinand,


    heute (bzw. gestern, es ist ja schon nach Mitternacht) habe ich Puccinia silvatica auch in meinem Garten gefunden. Ich hatte ja schon vor Wochen einen Löwenzahnblatt mit ersten Spermogonien gefunden, aber da habe ich Puccinia silvatica nur vermuten können. Jetzt habe ich zufällig auch die Aecien im Garten finden können:



    Natürlich auch mikroskopisch geprüft (vor allem bei meinen Gartenpilzen – ich finde es spannend, eine Gartenfundliste zu haben):



    Die abfallenden Plättchen sind schön zu sehen. Eine Spore habe ich von einem anderen Mikrofoto der Aufsammlung rüberkopiert.


    Heuer ist die Art bei mir extrem häufig. Praktisch in jeder Wiese, an jedem Wegrand ist sie da. Letztes Jahr war sie auch leicht zu finden, aber nicht so als richtiger Massenaspekt. Die Witterung dieses Frühjahrs hat dieser Puccinia offenbar gefallen.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Bernd,


    dass es sich um Gemeindegrund handelt, steht im Beitrag Nr. 3.

    Man hätte auch hier viel früher aktiv werden müssen. Zunächst herausfinden, wem das gehört und von wem das genutzt wird.

    Diese Annahme ist falsch. Es wurde bereits herausgefunden, wem die Wiese gehört.


    Klar, da gebe ich dir recht: Es wäre viel besser gewesen, wenn sofort nach Entdeckung der RL-1-Arten gehandelt worden wäre. Dem war aber nicht so, weil es eben nur eine kleine Gemeindewiese war, die halt da ist und regelmäßig gemäht (aber nicht genutzt) wurde und eine direkte Bedrohung nicht gesehen wurde. So habe ich es eben verstanden.


    Ich kann es auch ein Stück nachvollziehen. Ich weiß nicht, ob du im Naturschutz Erfahrung hast. Ich kenne das Problem, entscheiden zu müssen, ob man etwas publik macht oder unter dem radar belässt. Manchmal ist es besser, abzuwarten. Meldet man erste Ergebnisse, kann es auch passieren, dass sofort die Fläche zerstört wird, um keine Auflagen zu riskieren. Bei Privatgrund ist das meist eher der Fall. Hier in Bayern haben mal vor ein paar Jahren Grundbesitzer in Panik alte Obstbäume von Streuobstwiesen gefällt und die Wiesen gedüngt, damit sie nicht als wertvoll eingestuft werden (da ging es um eine staatliche Bestandsaufnahme). Oft braucht man Fingerspitzengefühl, denn diese Einstellung "bevor mir jemand in meine Flächen reinredet, mache ich sie lieber kaputt" gibt es leider. Ich habe genau dieses Problem aktuell bei einem dringenden Schutzbedarf einer Fläche. Da haben wir nach langer Diskussion auch beschlossen (wie meint BMG und LBV), dass das Vorkommen nicht publik gemacht wird und kein Pacht- oder Kaufangebot gemacht wird. Pauschal lässt sich schnell raten, früher aktiv zu werden. Im konkreten Einzelfall ist es nicht so einfach.


    Es ist in meinen Augen also immer eine Abwägungssache, ob man den Wert bekannt gibt und versucht, zu pachten oder abzukaufen oder es beim Status Quo lässt. In Bezug auf Thüringen und den Landesbehörden dort kenne ich mich nicht aus, wie ich schon angemerkt habe. Vielleicht gibt es da auch eine Behörde, die punktgenaue Daten von gefährdeten Arten sammelt. Wäre da was im Vorfeld gemeldet worden, könnte man vielleicht schneller aktiv werden, wenn eine Nutzungsänderung ansteht. Das sind aber viele Wenns und Abers.


    Es wäre schade, wenn es zu spät wäre. Ich drücke aber lieber die Daumen, dass es was wird und würde lieber – idealerweise im positiven Fall – dann für die Zukunft diskutieren, was man im Vorfeld hätte besser machen können. Jetzt in diesem speziellen Fall hilft das aber nicht weiter.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Vitus,


    nur noch ein paar Zusatzinformationen. Die Stephanocysten sind Nematodenfangzellen – deshalb findet man die meist mehr am/im Substrat bzw. im Subiculum. Peniophorella war früher Teil einer Großgattung Hyphoderma, ist heute aber nicht nur eine Gattung, sondern eine eigene Familie innerhalb der Hymenochaetales, ist also näher mit Hyphodontia s.l. verwandt.


    Peniophorella praetermissa wiederum ist ein Artenkomplex. Es wurden in den letzten Jahren (und es werden immer noch) Arten aus dem Komplex abgetrennt und beschrieben. So z.B. Peniophorella subpraetermissa aus Taiwan (weit weg, ich weiß). Es gibt aber mehrere Clades, in denen auch europäische Aufsammlungen enthalten sind.


    Ich würde empfehlen, wenn nicht anders machbar, immer in Wasser zu mikroskopieren. Dann leben die Zellen noch und du kannst ölartigen Inhalt besser erkennen. Ich würde nur färben, wenn ich unbedingt Kontrast brauche oder wenn ich eine Farbreaktion bzw. einen Stoff nachweisen möchte.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Bernd,


    deine Annahmen sind falsch, wie auch Sabine schon anmerkt. Es ist Gemeindegrund, keine landwirtschaftliche Fläche. Die Gemeinde weiß bereits Bescheid. Kaufen oder Pacht wäre eine Möglichkeit, aber erfahrungsgemäß klappt das nicht so oft, denn der Eigentümer kann ja nein sagen. Wenn du die obige Zusammenfassung des Sachverhalts liest, wirst du sehen, dass früh gehandelt wurde. Das Einzige, was vielleicht spät kommt, ist die Meldung von Rote-Liste-Arten. Aber zu spät dürfte es hoffentlich nicht sein.

    In Bayern sucht das Landesamt für Umweltschutz koordinatengenaue Fundpunkte von RL-1 und RL-2-Arten, um von Behördenseite direkt aktiv werden zu können, wenn z.B. Bauanträge gestellt würden. Wie das in Thüringen ausschaut, weiß ich natürlich nicht. Leider wird oft nur im alten MTB-Raster kartiert, nicht punktgenau. Hier ist aber auch das egal, da die Fläche sehr klein ist und die Funde entsprechend zugeordnet werden können.


    Ich drücke jedenfalls fest die Daumen und bin noch zuversichtlich. Bei RL-1-Arten sollten die Behörden und auch die Naturschutzverbände schnell aufmerksam und aktiv werden.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Wenn ich dich richtig verstehe, könnte einer der anerkannten klagebefugten Verbände mit einer einstweiligen Verfügung damit einen Nutzungsänderungstopp erzwingen? Als Privatperson habe ich diese Befugnis ja nicht, richtig?

    Servus Claudia,


    da bin ich ehrlich gesagt überfragt. Ich vermute aber, dass auch Einzelpersonen eine einstweilige Verfügung beantragen können. Wenn du eine Rechtsschutzversicherung hast, die das abdeckt, würde ich an deiner Stelle einen Anwalt, der sich im Umweltrecht auskennt, kontaktieren. Ich würde es aber schon deshalb über einen Verband versuchen, weil die Erfahrung damit haben und zudem entsprechende Anwälte, die gut sind, kennen sollten. Kann der NaBu da nichts machen? In Bayern würde ich den LBV auf oberster Ebene kontaktieren und "richtig Dampf" machen. Der ist aber leider nur in Bayern aktiv. Das nenne ich aber nur als Beispiel. Der LBV hat nämlich durch seine langjährige Erfahrung als Naturschutzverband beste Kontakte zu den Naturschutzbehörden und dem Umweltministerium in Bayern. Das sollten Naturschutzverbände in Thüringen ja eigentlich auch haben. Deshalb würde ich immer versuchen, einen entsprechenden Verband zu gewinnen, aktiv zu werden.


    Deine Artenliste sollte einen einstweiligen Stopp des Vorhabens eigentlich leicht ermöglichen. Die Korrektheit der Liste müsste aber vermutlich von einem beteilgten Experten bestätigt werden. Dabei hilft es, wenn anerkannte Experten eines entsprechenden Vereins das bestätigen. Das kann von Seiten der DGfM sein (z. B. Karl Wehr, der ist doch ein Landeskoordinator, wenn ich mich nicht täusche) oder jemand von der ThAM, der im Namen des Vereins die Bestimmungen und Vorkommen bestätigt. In Bayern habe ich das für die BMG einmal gemacht und hatte da einen sofortigen Baustopp erreichen können (ist einige Jahre her, es ging um seltene Stachelinge). Für Thüringen gibt es da sicher auch genug Leute, die das "offiziell" machen können. Sei es eben von der DGfM oder von der ThAM.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Claudia,


    die politische Diskussion will ich gar nicht erst aufgreifen und ich finde es unschön, wie Kauz sie eingebracht wurde. Hier geht es ja erstmal um den Schutz der Fläche. Gerade was Saftlingswiesen betrifft, bin ich ja in Bayern stark "im Geschäft", da wir (die BMG und der LBV) ein Pilzschutzprojekt gestartet haben, in dem es auch und gerade um CHEGD-Arten geht – siehe https://www.lbv.de/naturschutz/arten-schuetzen/pilze/ oder von Regierungsseite hier: https://www.bayern.de/glauber-…rt-rund-764-000-euro-bei/


    Das hilft dir jetzt nicht direkt. Aber vielleicht kann ich Tipps geben. Dass Saftlinge oder CHEGD-Arten vorkommen, ist leider zunächst keine Begründung gegen eine Nutzungsänderung, abgesehen vom Schutzstatus (was ja oben schon diskutiert wurde). Sollten aber Arten, die in der Roten Liste als 1, vom Aussterben bedroht, aufgeführt sind, vorkommen, kann man damit sofort einen Baustopp bzw. Nutzungsänderungsstopp erzwingen. Ob das insgesamt reicht, ist damit noch nicht sicher, aber man kann direkt aktiv werden. Leider wurde Hygrocybe splendidissima in der aktuellen Roten Liste Deutschlands nur als "Gefährdung unbekannten Ausmaßes" bewertet (was mich sehr überrascht und ich nicht verstehen kann). In der Bayerischen Roten Liste haben wir ihn auf Kategorie 1 gesetzt.

    Hygrocybe punicea ist "nur" RL-3 in der Deutschen Liste.


    In der deutschen Roten Liste sind das hier 1er-Arten:


    Hygrocybe constrictospora

    Hygrocybe aurantiosplendens

    Neohygrocybe ovina

    Porpolomopsis calyptriformis

    Cuphophyllus radiatus (die Art wird meist nicht mehr anerkannt, nomen dubium, teils Cuphophyllus roseascens)


    Wenn du davon was auf der Wiese hast, hast du direkt eine Möglichkeit, einzuschreiten. Dabei kann dir sicher ein Umweltschutzverband deines Bundeslands helfen (Thüringen? NABU?). Wenn du mehrere RL-2-Arten hast, geht vielleicht auch was.


    Verantwortungsarten bringen gar nichts, sage ich mal so. Jedenfalls nicht konkret. Geschützte Arten erschweren es etwas, aber da kann die Gemeinde m.W. Ausnahmegenehmigungen einholen, zumal es eine sehr kleine Fläche zu sein scheint. Bei RL-1-Arten aber ist die Größe egal. Da kann man das Einzelmyzel schützen. In Bayern gab es einen Präzedenzfall bei einem Bauprojekt in Deggendorf, auch eine Saftlingswiese, auf der eine RL-1-Haarzunge vorkam. Später wurde auf einem Teil der Fläche doch gebaut, weil der Bauherr eine niederbayernweite Nachkartierung der Erdzunge in Auftrag gab und dabei herauskam, dass sie deutlich häufiger als angenommen ist und der RL-1-Status daher unberechtigt sei. Trotzdem gab es Auflagen, Einschränkungen und Schutz einer Teilfläche vor der Maßnahme. Dabei war hier sogar "höheres Interesse" vorhanden, da Wohnruam geshcaffen wurde durch Bebauung.


    Sollte das CHEGD-System irgendwann als Methodik im Naturschutz bei uns anerkannt werden und in Naturschutzgesetze eingearbeitet werden, dann wäre es einfach über die Anzahl der CHEGD-Arten. So ist das leider das falsche Argument.


    Also: Rote Liste mit deiner Artenliste abgleichen!


    Hoffentlich hast du entsprechende Arten auf der Fläche.


    Was ich dazusagen muss: ich bin kein Jurist, daher sind die Aussagen jetzt einfach aus dem Stegreif von mir geschrieben. Zudem kenne ich mich im Landesrecht Thüringen nicht aus. Bundesrecht gilt aber überall. Die Verordnungen und Gesetze sind aber teils auf Bundes- teils auf Landesebene angesiedelt. Daher am besten einen Naturschutzverein in Thüringen hinzuziehen.


    Liebe Grüße,

    Christoph