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letzter Beitrag von Anton am

Gemeinsame Küchenmykologische Liste

  • Wir haben gerade noch den Strubbelkopfröhrling getestet. War ein junges Exemplar, Hut noch halbrund und Fruchtschicht von Velum bedeckt. Geschmack neutral bis ganz leicht muffig. Im Mischgericht würde das evtl. untergehen, aber ich würde ihn gar nicht erst hineintun.


    Zweiter Kandidat war ein weißer Schneckling. Im Wald hatte ich noch auf Elfenbeinschnecklinge gehofft, aber beim Erhitzen war der Geruch dann doch eher Richtung Essig als Zitrusfrüchte. Fertig zubereitet war das weitestgehend verflogen, und er schmeckt auch nicht säuerlich. Aufgrund der ungewöhnlichen Zubereitung (gesüßt statt gesalzen) traue ich mir dazu aber noch keine Bewertung zu.

  • Hallo miteinander



    Am Mittwoch hatte ich den Goldröhrling getestet.

    Eigentlich wollte ich ja nur zur Bank. Der Automat war außer Betrieb, also ab in den Nachbarort. Mitten im Ort gibt es eine parkähnliche Wiese. Die dazu gehörende Lärche steht am Grundstück daneben - eine der wenigen wirklich großen Lärchen, die mir bekannt sind.


    In den letzten Jahren standen da immer wieder vereinzelte Fruchtkörper rum. Nur am Mittwoch, als ich da vorbei fuhr, traute ich meinen Augen kaum. Dutzende Exemplare in allen Größen, dass ich von den jungen, knackigen eine Doppelhand voll entnommen hatte, das fiel danach nicht mal auf.


    Dass ich fast eine Stunde brauchte, um die schleimige Huthaut zu entfernen, das lasse ich mal nicht in die Wertung mit einfließen; in Zukunft werde ich sie nicht mehr direkt nach dem Regen einsammeln. :gmotz:


    Das erste erfreuliche: keine einzige Made. g:-)

    Geschmacklich wird er von einigen als nicht so schmackhaft bewertet. Diesbezüglich war ich positiv überrascht. Zwar kein kräftiger, aber doch ein dezenter, "röhrlingsartiger" Eigengeschmack. Etwas mehr Biss hätten sie haben können, aber das sind nun mal Röhrlinge.


    Alles in allem ist mir der Goldröhrling sechs Punkte wert.



    LG Matthias

    98 PC vorm APR

    - 10 PC Startgebühr

    = 88 Pilzchips



    Ohne den Pilz selbst in der Hand gehabt zu haben, ist eine 100%ige Bestimmung nie möglich. Keine Verzehrfreigabe übers Internet. Die gibt es nur beim Pilzsachverständigen/-berater/-kontrolleur vor Ort.

  • Einen schönen guten Abend allerseits,


    vergangenen Monat hatte ich zweimal Fransige Wulstlinge gefunden. Nachdem ich mich wiederholt über mögliche Verwechslungspartner informiert hatte, wagte ich mit meiner besseren Hälfte eine Einzelverkostung.


    Ein noch nicht vollständig aufgeschirmtes Exemplar wurde komplett geschält, also die Huthaut abgezogen und der Stiel wie Spargel geschält. Der Pilz war völlig madenfrei und hatte auch sonst keine Fraßstellen oder Defekte, also ganz anders als z.B. beim Perlpilz, obwohl das Exemplar auf einer Kuhweide unter verschiedenen Büschen und Bäumen wuchs, wo es sicherlich nicht an allerlei Insekten & Co. mangelt.


    Die kirschgroßen bis walnussgroßen Stücke wurden in der Bratpfanne in Olivenöl ordentlich gebraten, bis sie goldbraun waren und kaum noch Feuchtigkeit abgaben, anschließend mit Salz und wenig Pfeffer bestreut.


    Wir waren beide sehr positiv überrascht von dem angenehmen Geschmack und der Textur (fleischähnlich). Meine bessere Hälfte vergibt 9 von 10 Punkten, ich gebe 8 von 10 Punkten.


    Zwei Wochen später fand ich rund einen Kilometer entfernt unter Alleenbäumen drei weitere Exemplare. Das älteste Exemplar war so weit aufgeschirmt, dass es dort bleiben durfte. Die beiden jüngeren Exemplare, siehe Foto, mussten mitkommen und nach gleicher Vorbehandlung in der Bratpfanne schwitzen.


    Auch hier waren beide ausgewachsene Exemplare völlig fraß- und madenfrei, auch hier das gleiche kulinarische Ergebnis. Wir hoffen sehr, dass diese wohlschmeckende wärmeliebende Art sich weiter bei uns vermehrt.


    Beste Grüße,


    Frank


  • Hallo Craterelle! Wir haben beide keinen "erdigen" Geruch oder Geschmack festgestellt. Allerdings haben wir die Pilze richtig knusprig gebraten, was wohl erheblichen Einfluss hat.


    Der Schopftintling mundet mir auch nur richtig goldgelb gebraten, den Geruch und Geschmack der rohen oder ungenügend erhitzten Fruchtkörper finde ich wenig einladend.


    Gruß,


    Frank

  • Hallo miteinander



    Am Mittwoch hatte ich den Goldröhrling getestet.

    Ich mag den eigentlich auch ganz gerne und hatte dieses Jahr schon das eine oder andere Massenaufkommen. Ich tendiere dazu, nur sehr frische zu nehmen, die Huthaut nicht abzuziehen und sie recht lange auf mäßiger Hitze zu braten. Das Patentrezept, effizient die Lärchennadeln etc. von 20-30 kleinen nassen Exemplaren herunterzubekommen, hätte ich aber gerne.
    Ich habe den Eindruck, dass Suillus generell fast nie Maden hat, auch Leccinum wird ziemlich verschont.

  • effizient die Lärchennadeln etc. von 20-30 kleinen nassen Exemplaren herunterzubekommen

    Huthaut abziehen?

    ==zucken

    LG

  • effizient die Lärchennadeln etc. von 20-30 kleinen nassen Exemplaren herunterzubekommen

    Huthaut abziehen?

    ==zucken

    LG


    100 Punkte, Mister Malone. :grofl:

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    Ohne den Pilz selbst in der Hand gehabt zu haben, ist eine 100%ige Bestimmung nie möglich. Keine Verzehrfreigabe übers Internet. Die gibt es nur beim Pilzsachverständigen/-berater/-kontrolleur vor Ort.

  • Finde ich nicht, da sich die Huthaut junger Goldröhrlinge im Gegensatz zu Kuhmaul oder Butterpilz kein bisschen abziehen lässt. Die Huthaut lässt sich erst dann abziehen, wenn die Goldröhrlinge wegen Überalterung oder Durchwässerung schon nicht mehr zum Essen taugen. Bei jungen Goldröhrlingen hilft in der Tat nur Heißwasser und Spülbürste.

    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Hi.


    Chroogomphus rutilus s.str. kommt mit 5 Punkten weg bei Schupfi und Schupfnudeline. Mischpilz/Füllmaterial ohne positive oder negative Qualitäten.




    Scheint in der Liste auch einigermaßen konsistent so bewertet zu sein. mit wenigen Ausreißern nach oben und unten. Vlt. schmecken die mittlerweile unterschiedlichen Arten ja auch anders? :whistling:


    LG.

    Bin lediglich fortgeschrittener Anfänger.
    Posts sind nicht als Essensfreigabe zu verstehen. :-]

  • Finde ich nicht, da sich die Huthaut junger Goldröhrlinge im Gegensatz zu Kuhmaul oder Butterpilz kein bisschen abziehen lässt. Die Huthaut lässt sich erst dann abziehen, wenn die Goldröhrlinge wegen Überalterung oder Durchwässerung schon nicht mehr zum Essen taugen. Bei jungen Goldröhrlingen hilft in der Tat nur Heißwasser und Spülbürste.

    FG

    Oehrling

    Hallo Stephan,

    Genau so kenne ich das auch und finde in dem Zusammenhang die häufig gegebene Empfehlung zum Abziehen der Huthaut putzig, um die Pilze verträglicher zu machen.

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

    Pilzsachverständige findest du hier.

  • Hallo!

    Heute ist Tag der Einzelverkostungen! Angefangen haben wir (meine bessere Hälfte und ich) mit dem Mehl-Räsling, der sich leider wie ein Schwamm mit dem Regenwasser vollgesogen hat. Fundort war eine Waldwiese im hohen Gras, die war klatschnass. Die (recht weichfleischigen) Hüte sonderten das Wasser schon beim Zerschneiden ab, dementsprechend war das eher ein Kochen als Braten in der Bratpfanne und das Ergebnis für unseren Geschmack etwas zu weich in der Konsistenz:




    Möglicherweise kann man mit weniger verwässerten Fruchtkörpern und schärferem Anbraten statt Kochen ein besseres Ergebnis erzielen, diese Verkostung erzielt bei uns 5/10 Punkten. Wenn wir mal trockenere Fruchtkörper finden, werden wir das wiederholen.


    Zweiter Kandidat war heute der Braune Büschelrasling, den wir endlich ohne Lamellenschaden finden konnten, nachdem die Funde vor einigen Wochen allesamt dunkel graubraune Lamellen hatten.


    Die Stiele sind uns etwas zu zäh, bei den älteren Fruchtkörpern auch die Hutmitte, was aber nicht weiter stört, wenn man die Hüte viertelt. Diese Art nimmt auch nicht so viel Wasser auf und man kann die in der Pfanne kross braten. Das Ergebnis ist bissfest und guter Durchschnitt, 6/10 Punkten.




    Dritter Proband war die Krause Kraterelle, die wir in ausreichender Menge für eine Einzelverkostung gefunden haben. Ob man die aus Artenschutzgründen schonen sollte und ob die Mühe des Einsammelns und Putzens sich lohnt, ist eine andere Frage. Da sind nämlich immer "blinde Passagiere" im Sammelkorb:


    Der Geruch ist zwar zunächst etwas dumpf, aber in der Pfanne lassen die sich prima rösten und brennen auch nicht so leicht fest. Geschmacklich wirklich guter Durchschnitt, bissfest, entwickeln Röstaromen. Optisch zwar nicht so ansprechend, geschmacklich aber schon. Wir vergeben 7/10 bzw. 8/10 Punkten.



    Letzter Kandidat heute war der Mönchskopf. Da geht das Putzen fix und es gibt wenig Versteckmöglichkeiten für die blinden Passagiere. Das ganz große Exemplar war doch etwas zu alt für die Bratpfanne, was man nicht zuletzt beim Zerschneiden an der schon fast korkartigen Konsistenz der Stielspitze und Hutmitte merkte. Bei den jüngeren Exemplaren wurden die Stiele geschält, längs halbiert und in kurze Stücke geschnitten.



    Roh riecht der etwas aufdringlich bittermandelartig, das verflüchtigt sich aber alsbald in der Bratpfanne. Festfleischig, nimmt nicht so viel Wasser auf, entwickelt bei scharfem Anbraten wunderbare Röstaromen, eindeutig besser als die Krause Kraterelle. Wir vergeben 9/10 Punkten, Tagessieger.



    Beste Grüße und noch einen schönen Sonntag,


    Jeanette und Frank

  • Hallo zusammen,


    wie schön, dass dieses Thema im Forum so lebendig ist. Mit euch macht es einfach Spass! :thumbup:


    Ich habe (wohl als erster in der Liste) neulich Birnenstäublinge und Pappel-Schüpplinge probiert. Das müsst ihr mir nicht unbedingt nachmachen <X Super schlimm waren die beiden Arten nicht, aber auch mMn keinesfalls mehr als 4 und 2 Punkte.



    Der Feinschuppige Ritterling (Tricholoma imbricatum) wäre mein nächster Kandidat, mal schauen ob ich dazu komme. Da sollen verschiedene FK mal mild mal bitter schmecken. Ich habe welche da, muss aber zuerst die Bestimmung gut absichern. Ich bin mir so gut wie sicher, möchte aber noch die Verwechslungsmöglichkeiten durchgehen und evtl. die Funde bei unseren mykologischen Vereinsabend heute noch ein paar Menschen zeigen die diese Ritterlinge viel besser kennen als ich.



  • Hallo Alexander,

    dein Mut in Sachen Tricholoma imbricatum in allen Ehren, aber als Pilzsachverständiger sehe ich mich genötigt den teilweise unbedarften Mitlesern zu sagen: das mit den weißbraunen Ritterlingen keinesfalls zu Hause nachmachen, das kann schlimm in die Hose gehen.

    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Hallo Alexander,

    dein Mut in Sachen Tricholoma imbricatum in allen Ehren, aber als Pilzsachverständiger sehe ich mich genötigt den teilweise unbedarften Mitlesern zu sagen: das mit den weißbraunen Ritterlingen keinesfalls zu Hause nachmachen, das kann schlimm in die Hose gehen.

    FG

    Oehrling

    Hallo Oehrling, ich kann Dir nur zustimmen!

    Wenig bekannte Pilze essen, die dazu noch nicht einfach zu bestimmen sind: bitte nicht zuhause nachmachen!

    Ritterlinge essen soll man mMn grundsätzlich nicht bevor man sie gut bestimmen kann bzw. von anderen Ritterlingsarten klar unterscheiden kann. Das setzt u.a. voraus, dass man auch andere, ähnliche Ritterlinge schon mal gesehen und bestimmt hat. Ich selber habe Tricholoma imbricatum schon in vorherigen Jahren mindestens ein paar Mal gesehen (bzw. von Pablo gezeigt bekommen) und zum Lernen nach Hause mitgenommen. Auch die Pilze aus der Kollektion von der ich meine Kostprobe machte, wurden sicherheitshalber in mykologischen Verein bei einem Vereinsabend von erfahreneren Vereinskollegen als T. imbricatum bestätigt.


    Viele Pilze sind halt anders als Reizker oder Birkenpilze oder die vier in Deutschland vorkommenden Steinpilzarten (Boletus s. str.)., wo es keine giftige Arten gibt und die genaue Bestimmung auf der Artebene für die Pfanne keinen Unterschied macht. Reizker oder Gattung Leccinum sind Pilzgruppen wo alle Arten essbar sind und die sichere Einordnung des Fundes in solche Gruppe für die Essbarkeit ausreicht. Das sind aber Ausnahmen unter Pilzgruppen/Gattungen und keine Regel. Bei anderen Pilzen muss man meist auch die Art sicher bestimmen können, was viel schwieriger ist.

  • Hi,


    mich wundert, dass du Tr. imbricatum überhaupt runtergebracht hast. Bei mir in DD ist der ziemlich bitter. Ich käme gar nicht auf die Idee den zu essen.==Gnolm11==Gnolm11==Gnolm11 Ansonsten kann ich Oehrling nur beipflichten. Braune Ritterlinge sind alle keine Speisepilze. In den letzten Jahren gab es Vergiftungen mit Tr. ustale und Tr. fulvum.


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Hallo Stefan,


    ich habe gelesen dass es mildere und bitterere Kollektionen von T. imbricatum gibt. Ich habe wohl eher mildere FK gefunden. Eine bitter Note war dennoch vorhanden, hat mich auch ein wenig gestört, daher nur 6 Punkte von 10.

  • Okeeeey, wenn du bitteren Pilzen 6 von 10 Punkten gibst...

    Bei mir hätte ein bitterer Pilz höchstens 1 bis 2 Punkte (Überlebenspilz, Verzweiflungspilz, Kriegspilz nennen wir die in unserem Verein).

    Aufgrund der Verwechslungsgefahr mit Tricholoma albobrunneum, pessundatum oder stans hätte Tricholoma imbricatum bei mir freilich Null Punkte.

    Vielleicht war das auch gar nicht T. imbricatum, wenn die Pilze nicht wirklich bitter waren, sondern T. vaccinum, der kann extremst ähnlich aussehen, wenn die Bartzotteln am Hutrand mal nicht gut sichtbar sind.

    FG

    Oehrling

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  • MoinMoin!


    Da ich Fruchtkörper von dieser Kollektion auch selbst in der Hand hatte, bin ich schon sicher, daß das Tricholoma imbricatum war. Zumindest "im weiteren Sinne".

    Ich bin mir selbst auch nicht sicher, ob alles, was unter dem Taxon geführt ist, auch eine +/- einheitliche Art darstellt.

    Die meisten "Tricholoma imbricatum", die ich finde, stammen aus der Viernheimer Heide, aber auch aus dem Pfälzer Wald, jeweils von sandigen, +/- sauren Böden bei Kiefern.

    Im Geschmack (Bitterkeit) sind die schon einigermaßen flexibel, teils schwankt das auch schon bei Fruchtkörpern innerhalb einer Kollektion (Fruchtkörper mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit vom selben Mycel).
    Aber ich hatte auch schon komische Kollektionen in der Hand, teils mit etwas anderem Aussehen und teils auch aus "unpassenden" Habitaten (zB auf basischen Mineralböden bei Fichte & Tanne). Da kann ich aber nicht sagen, wie sich die im Geschmack zu den typischen imbricatums verhalten.


    Grundsätzlich ist das aber wirklich wichtig: Diese Dinger sind schwer zu bestimmen (wobei Tricholoma vaccinum wohl eher ein geringes Problem in der Unterscheidung ist), zudem werden sie so selten gesammelt / verzehrt, daß es aus meiner sicht als fragwürdig angesehen werden muss, ob die tatsächlich unbedenklich sind, oder ob da auch irgendwas drin ist, was in irgendeiner Form Probleme verursachen kann. Zum Beispiel analog zu Grünlingen: In geringen Mengen und mit ausreichend Abstand zwischen den einzelnen Mahlzeiten unbedenklich, aber bei regelmäßigem Verzehr größerer Mengen problematisch bis lebensbedrohlich.

    Da sollte man auch Angaben aus gängiger Literatur kritisch bewerten, denn da bedeutet ein "ungenießbar" oft das Gleiche wie ein "unbekannt". Und "Speisewert unbekannt" bedeutet eben nichts anderes als "potentiell giftig".

    In geringen Mengen in diesem Fall wohl unproblematisch, aber man sollte wissen, was man tut. Bei Alex weiß ich, daß das ein umfassend recherchiertes und vergleichsweise sicheres Experiment ist - aber eben dennoch ein Experiment.


    Sollte man sich in der Bestimmung unsicher sein und / oder Bedenken haben bei Pilzen mit unbekanntem Speisewert / Giftigkeit, dann sollte man sowas allerdings besser unterlassen.



    Lg; Pablo.

  • Hallo zusammen,

    Ich habe gestern eine Kollektion an Leucocortinarius bulbiger gefunden, ca 10 Stück. Leider hatte ich absolut keine Ahnung was ich da vor mir hatte, bis ich einen einem PSV gezeigt habe (nicht mit verzehrabsicht). Schleier und weiße Lamellen haben mich maximal verwirrt. Die sollten noch dastehen, BLV Pilzführer und 123Pilze weisen den als recht guten, fast unmöglich zu verwechselnden Speisepilz aus, hat den schon jemand probiert?

    Viele Grüße

  • Hallo Schrumz,

    ich wäre da vorsichtig, immerhin ist es ein Schleierling. Ich weiß nicht, wie viele oder wie wenige Leute Leucocortinarius bulbiger schon gegessen haben und folgenlos davongekommen sind. Weißt du es?

    Vielleicht hilft es dir auch zu wissen, dass Buchautoren für die Essbarkeitsangaben in ihren Büchern rechtlich nicht haften, das schließen die im Kleingedruckten immer aus.

    FG

    Oehrling

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