Beiträge von Alexander

    Hallo zusammen,


    ich glaube zum ersten Mal den Kegelhütigen Knollenblätterpilz (Amanita virosa) gefunden zu haben! OK, vielleicht zum zweiten Mal. Pablo hatte letzte Woche in der selben Gegend schon mal so einen Pilz (kleiner und junger) gefunden gehabt und mir gezeigt, damals war aber die Bestimmung nicht eindeutig...


    Über Bestätigungen oder Korrekturen würde ich mich sehr freuen. Danke euch vielmals im Voraus :thumbup:


    Geruch: unspezifisch


    Vor der "Ausgrabung":



    Während der "Ausgrabung":




    Ausgegraben:




    Standortbild und Umgebung.

    Es war ein Buchenwald mit Eichen und entfernt stehenden Nadelbäumen. In ca. 20m stand eine junge Tanne, weiter standen evtl. auch Fichten.

    Ich zeige am Besten einfach die Bilder:


    Hier Fichte?


    Zoom:


    Hier eine alte Fichte?



    Zoom:

    Hallo Pablo,


    diese Hutfarbe hat uns am Dienstag auch verwundert. Die Huthaut was allerdings ein wenig samtig, deshalb bin ich von ungewöhnlich gefärbten Sommersteinpizlen ausgegangen. Ältere FK waren blasser.


    Übrigens: hast Du bei Franco Porlinge (Zimtfarbene Weichporlinge?) und "glattstielige" Filzröhrlinge von Dienstag noch gesehen?

    Hallo zusammen,


    gestern hatte ich mit Fredo das Vegnügen die sandigen Wälder der Rheinebene auf Pilze zu inspizieren.

    Fazit: es lohnt sich jetzt nach Pilzen zu schauen! Es gibt frische Pilze, selbst wenn viele Arten noch fehlen und für die Pfanne könnte am Ende auch etwas mehr sein.


    Es gab vereinzelt madige Steinpilze, viele Filzröhrlinge (ich vermute Eichenfilzröhrlinge mit roten Punkten im Schnitt unten am Stiel), Ziegenlippen, Perlpilze, Täublinge, auch stellenweise herrlich duftende Milchlinge (meine Vermutung: Lactarius zonarius). Leider Kamera vergessen gehabt deshalb zeige ich nur wenige Handybilder.


    Sehr schöner, aber madiger Steinpilz. Hutränder waren allerdings absolut sauber, und wir haben diese einfach vor Ort roh verspeist.
    Achtung: man darf die Pilzen grundsätzlich nicht roh essen! Der Steinpilz gehört zu den wenigen Ausnahmen.




    Ob das ein Würziger Tellering ist oder eine verwandte Art ist?


    Hallo Rotfüßchen,

    ach, waren wir in Hessen? Glaube ich nicht. Aber bei uns sind die Bundeslandgrenzen alle ziemlich nah, man kann quasi in BW parken und in Hessen dann durch den Wald reinmarschieren ohne es zu merken :)


    Der Rehbraune schmeckt je nach Substrat, Alter und Witterung sehr sehr unterschiedlich. Kommt auch darauf an ob man Rettich mag. Ich kann nur empfehlen ganz frische Prachtexemplare, mit noch weissen Lamellen von der Birke zu verkosten. Am Sonntag habe ich allerdings keine Dachpilze mitgenommen (im Korb sieht man Hymenopellis radicata). Gefunden haben wir mehrere Arten, u.a. den Löwengelben und den Runzeligen.

    Pablo, einfach ein großartiger Bericht ==Pilz23

    :thumbup::thumbup::thumbup:


    Die Fotos sind doch ganz gut geworden, bis auf die wo man alles auf die Lichtverhältnisse schieben kann ;) Und selbst die sind noch absolut OK!


    Ich hatte leider keine Kamera dabei, aber zuhause dann ein paar Bilder geschossen. Erstmal, dem Pablo versprochenes Foto von meinem farbenfrohen Korb mit Ringelblumen und Sonnenblumen-Blütenblättern für die Kräutertees, gesammelt auf einer halb verwilderten Wiese am Waldrand:


    Hier die doch überraschend gute Ausbeute an Speisepilzen (die meisten davon sind Champignons, Netzhexen und Riesenporlinge):


    Sonstige Einzelexemplare ("Restposten" ^^)



    Hier noch die ganz nebenbei gesammelte Kräutertee-Zutaten, Brombeeren und seltsame leckere mini-Pflaumen als Beifang (im Hintergrund ist ein Blumenkasten mit Küchenkräutern):

    Teilen ist so eine Sache... Über die Rehbraunen Dachpilze haben wir uns dabei beinahe getritten ;)


    Hunrig? Ja! Nach Pilzen.

    Man nimmt halt das was der Wald gerade her gibt dankbar an. Vor allem wenn die Auswahl an Essbarem nicht so riesengroß ist.


    Es gab viel noch mehr zu sehen, Pablo wird vielleicht noch seine Bilder beisteuern.

    Risspilze und Filzröhrlinge scheinen gerade jetzt ihre besten Zeit zu haben.

    Halllo zusammen!


    Endlich mal gbt es wieder Pilze. Zwar nicht viele dafür aber frisch und vielfältig!

    Heute war ich mit Pablo in Odenwald:


    Riesenporlinge in verschiedenen Stadien, teilweise noch jung und verwertbar:


    Sommersteinpilze:


    Grüngefelderter Täubling:



    Strubbelkopf-Röhrling:



    Tränender Saumpilz, riesengroßes Exemplar!



    Die Gesamtausbeute an essbaren Pilzen:

    zwei Riesenporlinge, Grüngefelderter Täubling, Violettstieliger Pfirsichtäubling, zwei Flockis, ein Perlpilz Sommersteinpilze, ein Judasohr, Blutrote Filzröhrlinge, Gemeine Rotfussröhrlinge, Herbst-Rotfussröhrlinge, in der Mitte: zwei Rehbraune Dachpilze und noch zwei Täublinge)


    Diese Hübschen warten in der Küche auf die Erstverkostung: Blutroter Filzröhrling (Xerocomellus rubellus, syn. Hortiboletus rubellus)

    Hallo Umossoh,


    den Kornblumenröhrling habe ich ein paar Mal in der Hand gehabt. Er hat bei mir ganz anders ausgesehen. Hut anders gefärbt, viel viel heller, und der Stiel soll wattig-hohl sein.

    Hallo zusammen!

    Ein Mohrenkopfmilchling ist neben der Milch viel schlanker ,kleiner, graziler. Der ist echt kein Verwechslungspartner.

    Mohrenköpfe können schon etwas "dicker" sein. Beispiele hier und hier am Bild Nr 2.


    Aber Safran, Du hast natürlich Recht. Wenn man die Pilze in der Hand hat und weiß warum die Milchlinge Milchinge heißen, dann kann man nicht verwechseln.

    Ich bin halt von den gezeigten Bildern ausgegeangen, wo zwar kein Milch zu sehen ist, und keinerlei Angaben zum Standort gemacht wurden, aber man kann Farben und Formen sehen.


    Ich dachte auch gleich: wirklich verwechselbar sind die beiden nicht, auch die Farben sind doch entschieden anders.

    Ich finde dass die beiden so einen wunderschönen abrupten Übergang von Milchkaffee-braunen Stiel und Hut in die cremefarbene Lamellen haben! :)


    Mohrenköpfe stehen bei mir übrigens auch ganz oben auf der Speisepilz-Liste, obwohl ich sie nur ein paar mal in kleinen Mengen verkosten dürfte. ;) 10 Punkte von mir.

    Gajohl, One Hit Wonder, da mach ich mit:

    Sehr schön, Tito & Tarantula waren aber keine One-Hit-Wonder-Band!

    Seit der "Fame" durch "From Dusk Till Dawn" sind sie die ganze Zeit auf Tour (überdurchschnittlich viel in Deutschland unterwegs), und veröffentlichen dieses Jahr ihr 6. Album. Übrigens, sie haben demnächst viele Konzerttermine in Deutschland ;) Ich habe sie mehrmals live gesehen und kann diese Band nur empfehlen :):thumbup:

    Hi,


    was kann dieser Pilz sonst sein? Die Merkmale hat beli bereits aufgelistet.

    Sein Geruch ist aber vielleicht doch nicht "Champignon-pilzig" sondern irgendwie nach Mehl oder nach frisch gesschnittenen Gurke?

    Hallo Wastl,


    Du bist definitiv nicht der erste wer auf den "Risspilz" reingefallen ist. Von solchen "Risspilzen" im Fichtenwald die ich mir anschauen muss habe ich schon mal gehört, waren aber alles Breitblätter. Man hat mMn den falschen Pilz "Risspilz" genannt :D


    Der Hut von einem Breitblatt-Rübling ist so richtig schön radial rissig. Diese Hüte haben kaum Fruchfleisch und bestehen quasi fast nur aus Huthaut (oft in genau dieser Optik wie auf Deinen Bildern) und den breiten Lamellen (namensgebend) zwischen denen man schöne queraderige Verbindungen finden kann.


    Übrigens, ich habe diese Art vor kurzem verkostet und meine Bewertung in die Pilzforum's Küchenmykologische Tabelle eingetragen. Link - siehe in meiner Signatur.

    Hallo zusammen,


    heute wieder mal im Wald gewesen, und zwar im Odenwald mit Beorn und peri zu Gast. Morgen mache ich Pause von Pilzen (aber sie finden mich bestimmt von selbst :D).


    Endlich sind die Pfifferlinge da!


    Röhrlinge waren immer wieder vereinzelt zu finden:


    Sommersteinpilz


    Schwarzblauender Röhrling


    Strubbelkopfröhrling, grenzwertiger Speisepilz


    ...er rötet hier ganz schön, auch in Lamellen!


    Schönfussröhrling, kein Speisepilz


    Gallenröhrling, auch kein Speisepilz:



    Folgende Röhrlinge wurden auch gefunden aber nicht fotografiert: Rotfussröhrlinge, wenige Flockis und ein einzelner Hainbuchen-Raufuss.


    Die Wulstlinge waren auch stark vertreten

    Perlpilz



    Narzissengelber Wulstling, giftig


    Grauer Wulstling, als Speisepilz steht er sogar auf der Positivliste der DGfM, ist aber kaum als Speisepilz zu bezeichnen:


    Mein erster Schwefelporling für dieses Jahr!



    Der Mülltonne-im-Sommer-Pilz Tintenfischpilz


    Bei diesem Hexenei haben peri und ich auf die Stinkmorchel getippt (diese haben wir auch heute gesehen), aber Pablo mit seinen Superkräften kann anhand von tendenziellen Tentakeln-Verzweigungen im Schnitt den Tintenfischpilz erkennen =O


    Launholzknäueling, eine Verwechslungsmöglichkeit für Seitlinge. Seitlinge gab es auch, überständig. Stummelfüsschen (Crepidotus sp.) gab es auch immer wieder - noch eine Verwechslungsmöglichkeit für die essbaren Seitlinge (nicht fotografiert).

    Wow! Ich habe wieder war dazu gelernt... Danke, Christoph! :thumbup:

    Ich hatte den Phaeolus schweinitzii ein mal an der Lärche gefunden gehabt, das war für mich persönlich schon mal total faszinierend, weil ich ihn sonst immer bei Kiefer finde, relativ oft.

    Und jetzt fällt mir es wieder ein dass einer von meinen zwei Nadelholzröhrlingsfunde tatsächlich nahe Phaeolus war!

    Vielleicht nehme ich beim nächsten Mal einfach ein Taschenbuch zur Bestimmung mit. Es ist ja schon auch nicht im Sinne des Naturfreunds Pilze zu ernten nur um sie dann zu entsorgen...

    Hallo Pilzator,


    das ist grundsätzlich überhaupt kein Problem Pilze zum Angucken zu entnehmen, ganz im Gegenteil! Das machen wir doch alle! Viele haben extra separate Behälter für die "Bestimmlinge" dabei!


    Erstens, schadest Du dem eigentlichen Pilz überhaupt nicht wenn Du seine Fruchtkörper mitnimmst. Falls Du den Pilz der bereits reif ist im klassischen Korb transportiert, "streust" Du sogar dadurch seine Poren entlang deines Weges, und hilfst ihm so sich zu verbreiten ;)


    Zweitens, machst Du das nur um zu lernen und sich besser mit den Pilzen auskennen, was mmN durchaus im Sinne des Naturfreunds ist. :thumbup: Ist die Art eher selten, kannst Du beim nächsten Waldbesuch diese wider "auswildern", am besten in einem anderen Wald wo die Bedingungen für diese Art passen oder sogar in einer Parkanlage in der Nähe - so kann man dem Pilz auch helfen sich zu vermehren! Das machen auch viele, es kostet nichts und es funktioniert mit dem Aussporen selbst wenn der Pilz schon etwas gammellig ist.


    Also - nur zu und ruhig hier Bilder zeigen und Fragen stellen :)

    Hallo Wastl,


    Stinkmorchel stimmt, Hexenei muss man evtl. durchschneiden, sollte aber auch stimmen.

    Wir haben gerade heute sowohl Stinkmorcheln als auch Tintenfischpilze im Wald gesehen. Die Hexeneier von diesen beiden Arten können so ähnlich aussehen.

    Hallo zusammen,


    heute in Baden-Württemberg...


    Gleich vorab: von Pfifferlingen gibt es bei uns immer noch keine Spur.

    In zwei Wäldern gewesen, einige Pfifferlingsstellen abgecheckt - null!


    Sklerotien-Porlinge, immer wieder auf sie getroffen:


    Einer den unnötigsten aber auch der hübschesten Speisepilzen - der Samtfußkrempling:


    Rotbrauner Scheidenstreifling, Amanita fulva:


    Rötende Champignons, mein Bestimmungstipp ist der Wiesenchampignon. Für den Stadtchampignon ist der Ring zu "einfach".

    Könnte das vielleicht auch ein ausgewilderter Zuchtchampignon sein?


    Körnchenröhrling, ganz jung!


    Parasol


    Rotfüssröhrlinge in verschiedenen Formen (und evtl. verschiedene Arten):




    Eine Netzhexe! Die Überraschung des Tages - an diesem Standort habe ich noch nie Netzhexen gesehen.

    Shuppiger Stielporling

    Oh, es sind ja neue Arten und Personen dazugekommen ==Gnolm8

    Mir war so, als hätte ich das Breitblatt schon letztes Jahr hinter mich gebracht, aber wohl nichts notiert oder gar in die Liste eingetragen.


    Ich hatte inzwischen Gelegenheit, ein paar wenige Sklerotienporling zu kosten. Geschmacklich fand ich ihn eigentlich dem schuppigen Porling (nach Verkochen der Mehl/-Gurkennote) ähnlich, also stark umami ohne speziellen Geschmack nach irgendetwas, aber die Konsistenz war deutlich schuhsohliger, obwohl die Pilze nicht alt wirkten. Das hat dann doch einen Punkt Abzug gekostet.

    Hallo Craterelle!

    Deine Beschreibung des Geschmacks von Sklerotienporling stimmt ziemlich mit meiner Geschmackswahrnehmung überein. Umami pur :)


    Was die Konsistenz angeht - da hat er in meinen Augen kein Punktabzug verdient! Der Pilz kann noch relativ klein aber doch schon zäh sein. Ich weiss nicht wovon genau das abhängt. Ich vermute dass neben dem Alter auch die Witterung eine große Rolle spielt. Meine Faustregel ist: ich muss den Pilz mit einem Küchenmesser (nicht superscharf, normal eben) schneiden können ohne annähernd ein Gefühl zu haben dass ich da durch Radiergummi schneide. Dasselbe gilt für mich für alle Porlinge und sosntige Pilze die schnell zäh werden, wie bspw. Getigerter Sägeblättling.

    Hallo zusammen,


    die Geschmäcker sind verschieden und darüber zu streiten macht kein Sinn. Aber es kann interessant sein die Geschmäcker zu vergleichen und hier möchte ich auf diese tolle Tabelle hier im Forum hinweisen (wer sie noch nicht kennt):

    Gemeinsame Küchenmykologische Liste


    Selbst Kaiserlinge - vor einiger Zeit in Rumänien gefunden und auf dem Campingkocher zubereitet - fand ich mittelmäßig bis enttäuschend.

    Das sind solche typische "First World Problems"! g:D Ich hätte auch gerne Kaiserlinge... gegessen... oder zumindest gefunden... oder auf dem Campingkocher gekocht. :gheulen:

    Hallo Schupfnudel!


    Tolle Bilderreihe, Danke fürs Zeigen! :thumbup: Bei #16 (die nicht-Psathyrella) hätte ich anhand von Hutoberfläche auch zuerst auf Psathyrella (wie P. candolleana) getippt.


    Ich habe eine Frage an alle: kann man beim Pilz #16 eine Psathyrella allein anhand von Lamellendichte ausschliessen? Hätten die Psathyrella-Arten, wie bspw. der Behangene Faserling, nicht deutlich mehr Lamellen, dichter stehend?

    Hallo Umossoh!


    Was für eine tolle Idee! :daumen: Ich bin begeistert, vielen Dank fürs Zeigen! Gefüllte Pilze sind eine tolle Sache, nur auf die Idee die Judasohren zu füllen bin ich noch nie gekommen. Ich habe bis jetzt nur Zuchtchampignons und Parasolhüte mit Risotto oder Bulgur-Gemüse und Käse gefüllt, beides war toll.


    Ich nehme Dein Rezept gleich in diese Liste auf: Pilze in der Küche: Verzeichnis von Themen über Verwertung und Konservierung von Pilzen