Den habe ich noch nie probiert, weil der in meinen Wäldern so gut wie nicht vorkommt. Meine Funde an Raufüßen decken bisher ab:
- Gelbporiger Raufuß (in nahezu jedem Laubwald, zuverlässiger Massenpilz)
- Hainbuchen Raufuß (in nahezu jedem Laubwald, in manchen Jahren Massenpilz)
- Pappel Raufuß (eine Stelle, tauchen zuverlässig in größerer Anzahl mehrfach pro Jahr auf wenn Witterung passt)
- Fichtenrotkappe (selten, drei Stellen, tauchen nicht jedes Jahr auf)
- Laubwald Rotkappe (selten, eine Stelle, tauchen nicht jedes Jahr auf)
Probiert habe ich sie alle schon frisch und getrocknet. Getrocknet haben alle Raufüße etwas Komisches. Bitterlich, metallisch? Schwer zu beschreiben.
Bei frischer Zubereitung von knackigen Fruchtkörpern auf sehr hoher Hitze (nicht tot braten aber kräftige Röstaromen):
- Gelbporiger Raufuß mit schöner, fester Konsistenz und tollem herzhaften Geschmack (dezente Anklänge von gegrilltem Fisch / knuspriger Fischhaut), sehr lecker
- Hainbuchen Raufuß mit deutlich weicherer Konsistenz aber ähnlichem Geschmacksprofil
- Pappel Raufuß mit schöner, fester Konsistenz wie der Gelbporige, auch bei größeren Exemplaren noch (solange sie knackig sind), zurückhaltenderes Aroma als bei den vorigen Arten
- Fichtenrotkappe mit relativ weicher Konsistenz, Geschmacklich dezent pilzig, röstig, trotzdem relativ belanglos --> Keine große Bereicherung
- Laubwaldrotkappe mit etwas festerer Konsistenz als Fichtenrotkappe. Geschmacklich für mich ebenfalls relativ belanglos
LG Christopher