Beiträge von Alexander

    Toll, freut mich natürlich, und - Danke fürs Teilen! :thumbup: :thumbup: :thumbup:

    Heringstäublinge, (Flaschen/Hasen)stäubling, Schwarzkopf-Milchling und Milchbrätling?!

    Vllt auch Scheidenstreiflinge?

    Danke! :thumbup:

    Also:

    Heringstäublinge haben wir hier nicht so viele. Die Täublinge habe ich mir grundsätzlich vorgenommen. Ich befürchte leider, dass die Konsistenz nach dem Einweichen nicht so toll sein wird. Aber Probieren geht über Studieren. Ich versuche eine gute Menge von gut schmeckenden Täublingen zu finden, vielleicht sogar Heringstäublinge


    Schwarzkopf-Milchling finde ich in unserer Region gar nicht, Milchbrätling nur selten und vereinzelt - da wird es leider nichts mit Kostprobe. Es sei denn ich finde eine große Menge irgendwo bei einem Schwarzwald-Ausflug.


    Scheidenstreiflinge wäre eine Idee. :thumbup:Zumindest die grauen erscheinen bei uns teils massenweise und sie schmecken auch nicht schlecht. Amanita fulva gibt es auch massenhaft, aber da verzichte ich aufs trocknen weil ich sein Geschmack nicht mag.


    Hasenstäublinge habe ich frisch gegessen und sie schmeckten überhaupt nicht gut, die will ich nicht trocknen.

    Aber Flaschenstäublinge notiere ich mir zum Trocknen, da habe ich schon Gutes davon gehört. Danke noch mal!

    Hallo zusammen,


    ich sammle gerade Ideen für die nächsten Verkostungen die ich hier dokumentiere.
    Welche Arten soll ich noch trocknen und dann verkosten? Vorschläge sind sehr willkommen :) Vielleicht habt ihr gute Erfahrungen mit Pilzarten die hier noch fehlen? Aber auch spontane Vorschläge aus purer Neugier nehme ich gerne unverbindlich entgegen.


    Soweit habe ich auf meiner To-Do- bzw Wunschliste folgendes:

    • Schopftintlingsstiele
    • Hallimasche (habe ich schon oft getrocknet, es ist aber sehr lange her, würde gerne reine Verkostung machen, am besten bei genauer Artbestimmung)
    • Filzröhrlinge (vor allem Rotfüße)
    • Kupferroter Gelbfuß
    • Rötlicher Holzritterling (Tricholomopsis rutilans) - ein Vereinskollege hat mir diese Art zum Trocknen empfohlen
    • vielleicht Täublinge? Bei sicheren Artbestimmung und Massenvorkommen.

    Hat jemand Erfahrungen mit Violetten Röttelritterlingen (Lepista nuda) trocknen?

    Ich weiss nicht ... ich bin vom Silieren nicht überzeugt. Hab da keine guten Ergebnisse hinbekommen.

    Klar kann man die Pilze dann essen, aber der Aufwand ist einfach zuuuuu groß und sonderlich geschmeckt hat's auch nicht. Vielleicht hatte ich nicht die richtige "Würzung" oder es gibt große Unterschiede zwischen den Arten. Meine Experimente gingen zumindest nach hinten los. War mehr "bäh" als "aaah".

    Da kauf ich mir lieber ein Glas Gurken oder Sauerkraut.

    Ja, es gibt tatsächlich große Unterschiede zwischen den Arten. Die Besten die ich selbst gemacht habe waren L. zonarius. Am schlechtesten wahrscheinlich L. chrysorrheus.

    Die Würzung spielt auch eine Rolle - oft sind es nur Knoblauch und Dilldolden, aber allein das macht viel Unterschied.

    Aber natürlich ist das Geschmackssache! Es muss nicht jedem schmecken, wie alle sonstige eingesalzene und/oder fermentierte Nahrungsmittel auch.


    Mit Abstand am Einfachsten finde ich Edelreizker zu silieren - das geht am schnellsten und mit kaum Aufwand. Reizker brauchen keinerlei Gewürze, sie müssen weder gewässert noch abgekocht werden, und sie sind bereits in 2 Wochen fertig. Sie schmecken zwar anders als andere Milchlinge, sehr eigenartig, aber gut. Ich bringe ab und zu ein Glas in mein Pilzverein mit, und etwa die Hälfte der Menschen die sie probieren finden sie sehr gut (und manche fragen nach Rezept), die anderen finden diese Reizker lediglich "interessant" :) Völlig OK, wie gesagt - Geschmackssache.

    Sehr interessant, berichte uns doch, wenn sie "essfertig" sind;-)


    p.s.: Diese eingemachten Pilze sehen schon "gruselig" aus, ich verbuche das mal unter der Rubrik: Armeleute-Essen und Kriegs-Pilze;-) Ich weiß gar nicht, ob es diese eingesalzenen Milchlinge und Täublinge überhaupt in die Sterne-Gastronomie geschafft haben, weiß da jemand was darüber?

    In Ländern wo sie zubereitet und gegessen werden (ganz Nordeuropa vom Westen bis Osten), dort gelten sie schon als Delikatesse. Wie kommst du auf Kriegspilze?
    Vor allem manche Milchlinge entwickeln gerade beim Einsalzen einen einzigartigen Geschmack! Sie wurden früher sogar an die Höfe der Zaren geliefert und teils auch nach Westeuropa exportiert.

    Hast du da Quellen dazu? Würde mich interessieren.


    Was die Quellen angeht - einfach googlen. Es gibt historische Beschreibungen von Essen bei russischen Tsaren und Adel, dort waren eingesalzene Pilze oft erwähnt, u.a. im Zusammenhang mit kirchlichen Fastenzeiten aber nicht nur. Slawen, Skandinaven und Finnen sind mykophile Völker, sie haben die Pilze historisch vor allem getrocknet oder eingesalzen - das waren die wichtigsten Methoden und die Pilze haltbar zu machen. Ich selbst bin kein Historiker, finde aber auf Anhieb bspw. ein Zitat vom Kaiser Alexander I wo er eingesalzene Milchinge lobt.
    Besonders hevorgehoben werden neben eingesalzenen Reizkern auch kompaktere Milchlinge wie bspw. L. resimus und L. scrobiculatus die sich besonders gut zum Einsalzen eignen. Für solche Milchlinge gibt es in manchen slawischen Sprachen sogar ein Extra-Wort: im Original "грузди, transliteriert: "gruzdi" bzw. auf Deutsch "grusdi".

    Hallo Alexander,


    ist Dir der Begriff "Kriegs-Pilze" nicht geläufig? Als Kriegspilze bezeichnet man Pilzarten, die früher in Zeiten von Not und Lebensmittelknappheit (wie während oder nach den Weltkriegen) als Notnahrung gesammelt und gegessen wurden.

    Hallo Jürgen,


    der Begriff ist mit sehr geläufig, das sind essbare aber fast ungeniessbare Arten wie Samtfußkremplinge, Birnenstäublinge und Co.

    Was mich gestört hat, ist dass man ohne sich mit einer in anderen Kulturen traditionellen Zubereitungsart vertraut zu sein, das Ergebnis gleich als minderwertig abstempelt. Und das nicht nur in seinem Kopf sondern auch im öffentlichen Forum. Das finde ich nicht in Ordnung, nichts für ungut.

    Hi Florian,


    sehr schön :thumbup: Ich bin sehr auf dein Bericht gespannt.

    L. scrobiculatus soll sehr gut werden. Alle eingesalzene Milchlinge haben meiner Meinung nach geschmacklich etwas vom Salzherring, riechen aber nicht fischig. Hier wo ich wohne gibt es L. scrobiculatus nicht, ich kenne ihn quasi nur aus Alpen. Ich habe aus dem Urlaub bei Berchtesgaden eine verwandte Art - L. leonis - mitgebracht und gerade eingesalzen, nach 3 Tage wässern. Da warte ich auch noch ab ;)


    Ein kleiner aber wichtiger Hinweis:

    die Pilze müssen mit Salzlake komplett bedeckt sein, sonst werden sie schlecht. Wenn sie nicht komplett bedeckt sind, dann 5%-Salzlake herstellen und nachgießen (pro 100ml abgekochtes Wasser 5 g Speisesalz lösen) bis auch die Steine zum beschweren bedeckt sind.

    Und dann in Kühlschrank stellen! Sollte der schöne Gärtopf nicht in den Kühlschrank reinpassen, dann lieber jetzt gleich in ein Glas umfüllen.

    Sehr interessant, berichte uns doch, wenn sie "essfertig" sind;-)


    p.s.: Diese eingemachten Pilze sehen schon "gruselig" aus, ich verbuche das mal unter der Rubrik: Armeleute-Essen und Kriegs-Pilze;-) Ich weiß gar nicht, ob es diese eingesalzenen Milchlinge und Täublinge überhaupt in die Sterne-Gastronomie geschafft haben, weiß da jemand was darüber?

    In Ländern wo sie zubereitet und gegessen werden (ganz Nordeuropa vom Westen bis Osten), dort gelten sie schon als Delikatesse. Wie kommst du auf Kriegspilze?
    Vor allem manche Milchlinge entwickeln gerade beim Einsalzen einen einzigartigen Geschmack! Sie wurden früher sogar an die Höfe der Zaren geliefert und teils auch nach Westeuropa exportiert.

    Hallo zusammen,


    heute eine Verkostung, die ich schon längst wiederholen wollte, und zwar:

    Flockenstieliger Hexenröhrling oder "Flocki" (Neoboletus erythropus)


    Diese Art ist sicherlich eine relativ häufig gesammelte Art, die von vielen Menschen sehr geschätzt wird, sogar mehr als der Steinpilz. Diese Meinung teile ich nicht. Ich mag frisch gebratene Flockis nicht so, meine Frau übrigens auch nicht. Frisch gebraten würde ich Flockis mit 6–7 von 10 Punkten bewerten. Aber das ist natürlich rein individuell. Es gibt Menschen, denen frische Flockis für 10 Punkte schmecken, das gönne ich ihnen. :thumbup:


    Wir hatten getrocknete Flockis bereits vor 6 Jahren verkostet und waren angenehm überrascht: Note 8+. Viele Röhrlinge schmecken viel besser wenn sie zuerst getrocknet werden.

    Jetzt wollte ich die Verkostung wiederholen, mit Pilzen vom Vorjahr. Ergebnis: Beide Testesser haben einstimmig 9 Punkte von 10 vergeben! Damit steigt er in unseren Pilz-Charts von 8+ auf 9- Punkte als Durchschnitt der beiden Verkostungen.

    Die Suppe war sehr schmackhaft: tiefer Waldpilzgeschmack und eine tolle Konsistenz.


    Flockis getrocknet:


    Flockis eingeweicht:


    als Pilzpulver:


    Zutaten für mein Verkostungsrezept:


    9-Punkte-Suppe mit getrockneten Flockenstieligen Hexenröhrlingen

    Hallo Steffen,


    man muss sicherlich nicht und auch nicht unbedingt. Bei sicherer Bestimmung und kulinarischer Neugier kann man sich durch die essbaren Pilzarten durchprobieren. Warum auch nicht probieren und frei zugänglich dokumentieren? Ob etwas gut oder schlecht schmeckt wird oft sehr individuell verschieden empfunden.

    Wer nicht will der soll nicht, jeder hat seine freie Wahl.


    Was Mitleser und Anfänger angeht die theroetisch auf dumme Gedanken kommen könnten: entweder haben sie "common sense" und sammeln erst mal nur die gängigen Speisepilze, orientieren sich an gängige Pilzbücher bzw DGfM-Positivliste... oder nicht - dann finden sie auch ohne Pilzforum irgendwelche Random Leute die im Internet irgendetwas zur Essbarkeit irgendwelcher Pilze behaupten. Ich behaupte auch mal, dass Cortinarius-Arten überhaupt nichts für Anfänger sind. Die Anfänger können sie nicht bestimmen, auch nicht die Cortinarien die auf DGfM Positivliste als Speisepilze stehen.

    Hallo Thiemo, sehr schön, Danke fürs Teilen!
    Ich habe gerade heute die Tabelle ebenso um eine essbare Cortinarius-Art erweitert: Anis-Klumpfuß. Dazu noch Rostroter Lärchenröhrling und Leccinum cyaneobasileucum hinzugefügt.


    Anis-Klumpfuß und Rostroter Lärchenröhrling waren Erstfunde gestern, worüber ich mich natürlich sehr gefreut habe. Bei mir zuhause habe ich sie noch nicht gefunden, dafür aber gestern hier im Urlaub im Berchtesgadener Land im Gebirgs-Nadelwald auf Kalk.


    Anis-Klumpfuß, Cortinarius odorifer



    Rostroter Lärchenröhrling, Suillus tridentinus

    Hallo zusammen,


    jetzt mal eine kleine Extra-Verkostung einer gewissen Tricholoma-Art, die inzwischen nicht mehr zum Verzehr empfohlen bzw. sogar als giftig eingestuft wird. Es gibt dazu dokumentierte letale Vergiftungsfälle, die allesamt mit einem übermäßigen Konsum zusammenhängen – also etwa über mehrere Tage hinweg bei jeder Mahlzeit.

    Daher an alle Neulinge, die hier mitlesen, meine Empfehlung: nicht nachmachen und sich an die DGFM Positivliste der essbaren Pilzarten orientieren! Ich erwähne die Art deshalb auch ganz bewusst nicht explizit – das Thema hier soll friedlich bleiben 😉 Vollständigkeitshalber will ich die Geschmackswertung dennoch teilen.


    Unsere Wertung: Testperson 1: 7+, Testperson 2: 7−, Durchschnitt: 7.

    Die Pilze lagen allerdings schon mehrere Jahre getrocknet im Glas. Vielleicht wären frisch getrocknete Pilze geschmacklich etwas besser gewesen.


    Getrocknet:


    Eingeweicht und als Pilzpulver:


    Suppe:

    Oh, sehr interessant. Bei uns (Rhein-Neckar) ist nach meiner Erfahrung der gemeine Birkenpilz (L. scabrum) wahrscheinlich der häufigste, gefolgt vom Wollstieligen Raufuß (L. cyaneobasileucum). Man findet ab und zu wenige Rotkappen (L. aurantiacum, L. leucopodium und L. versipelle die ich hier verkostet habe), Hainbuchenraufüße und Vielverfärbende Birkenpilze (L. variicolor). Der Gelbporige sollte auch in der Umgebung wachsen, ich habe ihn aber selbst noch nicht gefunden.

    Mich stört bei allen Arten von Raufüßen etwas, wenn die getrocknet werden. Friere sie nur noch vakuumiert ein, wenn sie haltbar sein sollen. Bevorzugt ist aber frisch angebraten bei sehr hoher Hitze. Der beste Raufuß ist für mich der Gelbporige von Geschmack und Konsistenz her. Da Rotkappen bei mir selten sind (und wenn sie mal auftauchen sind es auch oft die ohnehin seltenen Fichtenrotkappen), lasse ich sie in der Regel stehen.


    LG Christopher

    Hallo Christopher, sehr interessant!


    Wie findest du den gemeinen Birkenpilz - L. scabrum? Interessanterweise hat diese Art sowohl bei mir als auch bei meiner Frau (die die Rotkappen überhaupt nicht mag) die höchste Bewertung unter getrockneten Pilzen. Sowohl was sein Geschmack als auch was die Konsistentz angeht. Frisch dagegen wird er in der Pfanne schnell zur weichen Pilzpampe.


    Den Gelbporigen Raufuss habe ich noch nie bewusst gefunden, würde natürlich gerne finden und probieren.

    Eichen-Rotkappe (Leccinum aurantiacum, Syn. Leccinum quercinum)


    Wir fanden Eichen-Rotkappen geschmacklich ähnlich wie andere Rotkappen die wir zuvor getestet haben (u.a. Birken-Rotkappen).

    Allerdings gibt es gerade bei Rotkappen einen riesigen Unterschied in Bewertung von meiner Frau und von mir. Ich finde getrocknete Rotkappen zwar bei weitem nicht so lecker wie Birkenpilze, aber durchaus OK. Sie schmeckt aber irgendwas bei Rotkappen heraus was sie total stört, und zwar bei allen drei Verkostungen mit diversen Rotkappen-Arten. Diesmal habe ich ihr nicht mal vorher gesagt, dasss es Rotkappen sind, so ist Experiment am saubersten. Wir sind uns nur einig, dass Rotkappen eine tolle Konsistenz und ordentlich Eigengeschmack haben.

    Meine Wertung: 9 Punkte, ihre Wertung: 6 Punkte. Durchschnitt: 7+


    Wie schaut's bei euch aus mit getrockneten Rotkappen? Gibt es noch jemanden wer etwas störendes an Rotkappen empfindet?


    Getrocknete Eichen-Rotkappen:


    Eichenrotkappen fertig gemacht um die Suppe daraus zu kochen: als Pilzpulver und eingeweicht


    Suppe aus Eichen-Rotkappen:

    Die Geschmäcker sind tatschlich verschieden.

    Da hilft nur alles selber zu probieren.

    2025 war halt ein sehr gutes Jahr für Reifpilze in unserer Region. Sie sind gefühlt an allen Stellen sehr gut gewachsen, wo ich sie je gesehen habe und an neuen Stellen auch! Da müsste ich etwas zum Trocknen einsammeln, die Reifpilze haben mich praktisch darum gebeten ^^
    "Honig-Kräuterartig" beschreibt meiner Meinung nach den Geschmack (und vor allem den Geruch!) ganz gut.

    Reifpilz (Cortinarius caperatus)

    Testesser-1: 8- Punkte, Testesser-2: 8 Punkte. Gesamturteil: 8


    Wir (die beiden Testesser) waren uns einig, dass Reifpilze sehr gut zum Trocknen geeignet sind, und die Suppe daraus sehr gut wird, man muss aber den Geschmack mögen. Dieser Reifpilz-Beigeschmack hat uns bereits bei frisch zubereiteten Pilzen gestört, er störte auch bei getrockneten Pilzen, obwohl weniger. Der Grundgeschmack ist aber ziemlich gut und die Konsistenz ebenso. Wir fanden also, dass die Reifpilze durch das Trocknen aus kulinarischer Sicht nur besser werden.


    Den speziellen Eigengeschmack empfanden wir als etwas süßlich, sogar leicht an Fenchel oder Anis erinnernd, vielleicht sogar mit einer Honignote, wie auch bei den anderen Cortinarien. Bei Reifpilzen rieche ich persönlich etwas Süßliches erst beim Erhitzen und nicht bei frischen Fruchtkörpern (wie bspw. bei Cortinarius stillatitius).


    Getrocknete Reifpilze:


    Eingeweichte Reifpilze:


    Pilzpulver aus Reifpilzen:


    Reifpilz-Kartoffel-Suppe:

    Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis)

    Stockschwämmchen wird oft als sehr guter Suppenpilz bewertet und diese Einschätzung teile ich jetzt auch.


    Testesser-1: 9 Punkte, Testesser-2: 8-9 Punkte. Gesamturteil: 9-

    Es wären 9 oder sogar 10 Punkte wenn die Pilze etwas aromatischer wären. Stockschwämmchen-Pilzgeschmack ist ziemlich gut, könnte aber etwas stärker sein. Wir fanden die Konsistenz sehr gut.


    Getrocknete Stockschwämmchen


    Stockschwämmchen eingeweicht und als Pilzpulver


    Stockschwämmchen-Suppe.

    Riesenporling (Meripilus giganteus)

    Ich muss zugeben, dass ich bereits seit ein paar Jahren ein großes Glas getrocknete Riesenporlinge habe. Die Pilze waren also nicht vom Vorjahr. Ich habe immer wieder etwas davon für Pilzmischungen in verschiedenen Rezepten genommen.

    Jetzt haben wir diese Pilzart auch pur probiert. Das Ergebnis war durchaus gut: mildes Aroma, milder pilziger Geschmack. Es wären genau 8 Punkte geworden, wenn die Konsistenz pilziger gewesen wäre. Die Konsistenz hat mich eher an getrocknete Reizker erinnert (d.h. etwas trocken), deshalb gibt es nicht die Note 8, sondern eine gute 8-. Das Urteil der beiden Tester war einstimmig.


    Die getrockneten Riesenporlinge. Ich habe es leider versäumt einen Teil zum Pilzpulver zu verarbeiten.


    Die Farbe der Suppe war, anders als erwartet, nicht schwarz sondern hellbraun.

    Danke Jörg! Die Pilze standen auf jeden Fall zusammen und in dem Gebiet sind die Rotkappen selten - mir sind weit und breit keine andere Stellen bekannt. Ich gehe davon aus, dass sie alle vom selben Myzel kommen.