Beiträge von Craterelle

    Ok, den habe ich auch ergänzt. Die selteneren Steinpilzarten würde ich aber weglassen. Selbst wenn sie möglicherweise auch roh essbar sein könnten, werden das weniger Menschen versucht haben, eben weil sie selten gefunden werden.

    Hallo Rudi,


    das hatte ich auch schon überlegt, aber ich zweifle immer noch, ob wirklich in anderen Teilen des Pilzes etwas Unbekömmliches enthalten sein kann, was im Ring komplett fehlt? Eine An- oder Abreicherung könnte ich mir gerade noch vorstellen.


    Oder vielleicht macht es doch nur die Menge, und man könnte mit gleicher Wirkung ein wenig an den Lamellen knabbern, nur eben nicht zuviel?


    LG, Craterelle

    Nachdem der alte Thread mehr und mehr den Bezug zum ursprünglichen Thema verloren hat, fasse ich hier nochmal meinen Kenntnisstand bzgl. roh essbarer Pilzarten zusammen.

    Immer wieder genannt und/oder vielfach roh verzehrt:
    Kaiserling
    Trüffel
    Zuchtchampignon
    Fichtensteinpilz

    Sommersteinpilz

    Mohrenkopfmilchling
    Brätling
    Hexenei der Stinkmorchel
    Zitterzahn
    Rötlicher Gallerttrichter


    Häufiger wird außerdem von der Praxis berichtet, Parasol-Ringe roh zu essen.


    Beim Brätling steht dem Rohverzehr evtl. entgegen, dass er in Experimenten vereinzelt hämolytische Wirkung auf menschliches Blut gezeigt hat (in 1 von 5 Proben). Ähnliches gilt für Parasol (2 von 9) und Sommersteinpilz (1 von 2). Die anderen genannten Arten wurden nicht untersucht (*).



    Nur einzelne Quellen oder Rohverzehr regional üblich:

    Südlicher Ackerling

    Leberreischling
    Schopftintling (Griechenland)
    Edelreizker (Russland)
    Grüngefelderter Täubling
    Judasohr

    LG, Craterelle

    __________________________________________

    * Seeger R. & Wiedmann R. (1972): Zum Vorkommen von Hämolysinen und Agglutininen in höheren Pilzen (Basidiomyceten)

    Hallo zusammen,

    Schon länger wollte ich mal in die Runde fragen, wie ihr über den Mottowettbewerb denkt.

    Soll er - mit aktuell nur noch 3 Terminen im Jahr - weiter fortgesetzt werden oder wollen wir ihn auslaufen lassen?

    Gibt es etwas, was ich anders als bisher machen könnte, z.B. frühzeitiger ankündigen und/oder öfter erinnern?

    Meine Frage gilt in erster Linie denjenigen, die sich aktiv beteiligen oder das für die Zukunft in Erwägung ziehen, und weniger dem geneigten Publikum. Es muss ja auch etwas zum Gucken geben, sonst macht der Mottowettbewerb keinen Sinn.

    LG, Craterelle

    Ahoi Chris, nur so ins Blaue hinein: vielleicht hat es was mit dem Koordinatenbezugssystem zu tun. Ich bin gerade weit davon entfernt, es so richtig zu erinnern, geschweige denn erklären zu können, aber ich würde mal in diese Richtung recherchieren.


    LG, Craterelle

    Der kleine Bär sucht jetzt erstmal in Berlin und dann in Griechenland weiter. Und Ölzeug besitzt er nichtmal:gschock:


    Bei seiner Statur (nicht böse gemeint, Theo!) wird es vermutlich auch nicht ganz einfach, da was von der Stange zu finden.


    LG, Craterelle

    Beim spindeligen Rübling war ich vor unserer Liste auch nie auf die Idee gekommen, den zu probieren. Eine kleine Diskussion dazu außerhalb dieses Threads:

    Viel zu trocken - mal wieder...


    Wir haben also 4 sehr kleine (<2 cm), frische Hüte mitgenommen. Waren uns schon im Wald einig, dass wir den Geruch keineswegs abstoßend finden, sondern ziemlich appetitlich.


    Vor der Zubereitung dann nochmal Konsultation von Büchern und Online-Quellen. Meist als ungenießbar bezeichnet, ggf. begründet mit der Zähigkeit. Pareys nennt ihn schwach giftig, sonst habe ich aber bisher keine Angaben in der Richtung gefunden, und die verkostete Menge war ja mit Absicht sehr klein.


    Fazit: schmeckt durchaus lecker! Nicht so überragend, dass ich für den meine Lieblingspilze aus dem Körbchen werfen würde, aber ich würde ihn durchaus mitnehmen, wenn nicht der Makel dieses einen Giftverdachts an ihm haften würde.

    Nr. 5 würde ich eher für einen Riesenporling halten. Hypnobasia, wenn du an so einen vorbeikommst, kannst du ein Stück abbrechen und ein wenig in der Hand drücken, er sollte sich dann nach einer Weile schwarz färben.


    LG, Craterelle

    Danke, Grüni! Anscheinend liegen mir deine Rätsel ganz besonders...



    Noch etwas allgemeineres: mir haben die Rätsel ohne sofortige Auflösung recht gut gefallen, dann ist auch das Mit-Pfählen-im-Nebel-Stöchern viel spannender. Ich kann gut verstehen, wenn das jemandem zu stressig ist, aber wenn ich weitere Rätsel mache, werde ich das bei denen so fortsetzen.

    Hallo Harald Andres,


    Dieses automatische Speichern, was im günstigen Fall ermöglicht, einen Beitrag wiederherzustellen, läuft nur lokal, also auf deinem Rechner. Wenn da nichts ist, gibt es meines Wissens nach auch auf dem Server leider nichts.


    Sehr traurig, das uns die Tücken der Software jetzt um deinen Bericht gebracht haben ==Gnolm6


    Ich hätte ihn gern gelesen.


    LG, Craterelle

    Im Wortlaut steht das hier:

    https://drugscouts.de/de/lexikon/fliegenpilz


    Für mich keine wirklich vertrauenswürdige Quelle und auch nichts, was ich hier aus dem Forum verlinken möchte.


    Ich finde es zumindest besser, Pilze für Glasur-Experimente zu sammeln, als wenn sie einfach nur umgetreten werden, was ich gerade bei Fliegenpilzen häufig sehe. Zum Färben oder Papierschöpfen werden auch größere Mengen benötigt, trotzdem ist beides in Pilzcouch-Kreisen populär und steht nur (nicht zu unrecht) in der Kritik, wenn dafür seltene Arten entnommen werden.


    Marcel, danke für den Hinweis auf Vanadiumverbindungen, mir war das bis dahin unbekannt.


    LG, Craterelle

    Dieses nur mit Hefe. Beim nächsten Mal vielleicht beides, sofern ich nicht vorher den Sauerteig verhungern lasse. Je mehr Löcher, desto besser.


    Herr Oberlehrer, ich glaube, dass tatsächlich beides im Sprachgebrauch vorkommt: Öfen, die nach ihrem Baumaterial benannt sind (Steinofen, Lehmofen), und andere nach dem Energieträger (Holzofen, Gasofen, Kohleofen). Das verlangt dem Rezipienten natürlich etwas Vorwissen in Materialkunde ab, welcher Stoff eher zum Bauen und welcher eher zum Heizen geeignet ist.


    LG, Craterelle

    Hallo Maria,


    zumindest um die in Frage kommenden Gattungen einzuengen, wäre ein Sporenabdruck außerst hilfreich. Das beantwortet nicht exakt deine Frage, aber aus meiner Sicht gehört das auf deinem Wissensniveau einfach ins "Handwerkszeug". Hier hätte es dir sicherlich geholfen.


    Ich hoffe, du nimmst es als Anregung und nicht als Kritik.


    LG, Craterelle

    Einige kennen mich vielleicht schon, aus La Palma...


    ...oder von neulich aus dem Harz.

    ... oder auch von Sardinien, das war möglicherweise dein Debüt hier.


    Hallo mein kleiner Bär,


    willkommen geheißen habe ich dich ja schon per PN. Ich bin ganz froh, dass du jetzt einen eigenen Account hast und mir nicht mehr diktierst, was ich für dich schreiben soll :gcool:


    Viel Spaß im Forum,

    Cratie

    Der Workshop war nett, auch recht gut besucht, so um die 12 Personen vielleicht. Die Leiterin kultiviert v.a. diverse Seitlingsarten auf verschiedenen Substraten, hat aber bisher nur drinnen angebaut, so dass alles, was wir heute gemacht haben, eher experimenteller Natur war. Trotzdem spannend und interessant.


    Und der Film soll tatsächlich demnächst gezeigt werden, vielleicht auch noch mit Rahmenprogramm.

    Hallo Pablo,


    Ich hatte es auch (ohne die Blaufärbung wahrzunehmen) so eingeschätzt, dass hier der "echte" Anhängselröhrling B. appendiculatus wegen der dunkleren Huthaut und des Fundorts sehr viel wahrscheinlicher ist als der "falsche", subappendicatus. Bei meinen unserem Fund (irgendwo im Harzbericht vergraben) war es umgekehrt, saurer Boden, kein Laubbaum weit und breit, eine deutlich blassere Huthaut (und keinerlei Blauen im Fleisch).


    Indes, was wäre zu tun, wenn das Blauen (das ich auch vorher nicht gesehen hatt) ausbleibt und die Ökologie uneindeutig ist? Ich frage auch deshalb, weil in den Kartierungsdaten ein appendiculatus-Fund sogar explizit der Fichte als Mykorrhizapartner zugeordnet ist.


    Gilt für den Sporenquotienten bei allen Röhrlingen dasselbe, was du neulich in einem anderen Thema ausgeführt hast, dass der nämlich nur bei voll ausgereiften, sporenreifen Fruchtkörpern aussagekräftig ist?


    LG, Craterelle