Beiträge von frank2507

    Hallo Peter!

    Da die Setzlinge aus Italien bzw. Frankreich stammen, besteht zumindest die Möglichkeit eines "mitgelieferten" Mycels. Begünstigen könnte ich das Wachstum möglicherweise noch durch eine Anhebung des pH-Wertes mittels Kalk. Ich habe mehrfach gesehen bzw. gelesen, dass das gemacht wird. Allerdings muss ich erst noch den pH-Wert meiner Flächen bestimmen, denn auch da gilt das richtige Maß finden. Viel hilft nicht immer viel ...


    Bezüglich der Trüffelart lasse ich mich überraschen ...


    Gruß,


    Frank

    ... soll möglichst bald im Landkreis Gießen Realität werden.


    Auf so eine Schnapsidee kann man nur kommen, wenn man berauscht oder verzweifelt ist. Letzteres war bei mir 2020 der Fall, Pandemie-bedingt war ich praktisch arbeitslos und es war einfach kein Licht am Ende des Pandemie-Tunnels sichtbar.


    Um die Freizeit sinnvoll zu nutzen, habe ich mich meinen seit Jahren brach liegenden landwirtschaftlichen Flächen zugewendet. Eine Obst- und Nussplantage anlegen wäre doch eine feine Sache, Selbstversorgung wird ja in letzter Zeit groß geschrieben. Das lässt sich doch kombinieren? Also wird die Baum-Hasel Corylus colurna beschafft, und zwar Setzlinge aus Frankreich.


    An der Südseite wird das Ganze mit einer Reihe Elsbeeren Sorbus torminalis und Flaum-Eichen Quercus pubescens begrenzt, die als licht- und wärmebedürftige Arten mit den trockenheißen Sommern der kommenden Jahrzehnte zurecht kommen sollten. Ob die Elsbeere als mykologisch interessanter Partner für die Gattung Tuber in Frage kommt, entzieht sich meiner Kenntnis. Interessant ist sie jedenfalls auch als Obstlieferant für z.B. hochwertige Obstbrände oder einfach als Vogelnährgehölz.


    Auch hier habe ich auf die Herkunft geachtet: die Flaum-Eichensetzlinge stammen aus der Toscana.


    Jetzt habe ich insgesamt um die 300 Bäumchen gepflanzt und brauche seeehr viel Geduld und noch ein gaaanz langes Leben, um vielleicht im Jahr 2050 , wenn ich mit dem Rollator über meine Plantage krieche, die ersten Exemplare in meinen Händen zu halten.


    Millionen Menschen spielen Lotto - ich spiele Trüffel!


    Beste Grüße,


    Frank


    Übersichtsfoto:


    Baum-Hasel, drei Jahre alt:



    Flaum-Eiche aus der Toscana:


    Elsbeere:



    Zum Abschluss noch ein Fernblick auf das Gießener Becken und den Dünsberg am Horizont, im Vordergrund ein Speierling Sorbus domestica nebst meinem Hauptwerkzeug:

    Moin Harald!


    Dass es so um die 70-80 Arten gibt, deren Abgrenzung nicht gerade trivial ist, ist mir durchaus bekannt. Allerdings hoffte ich, mit aussagekräftigen Detailfotos und der Kombination der Merkmale (Gilben ohne süßlichen Anisgeruch, markante Hutschuppung, frühe Erscheinungszeit etc.) die Anzahl der in die engere Auswahl zu ziehenden Kandidaten doch deutlich verringern zu können. Anbieten könnte ich noch die Schaeffer´sche Kreuzreaktion (Anilin & Salpetersäure), falls das hier weiter helfen könnte.


    Auf meiner Streuobstwiese stehen ja noch mehrere Exemplare, ich habe nur das größte Exemplar mitgenommen. Falls man noch irgendwas mit Detailfotos oder Chemie machen kann, würde ich morgen oder übermorgen noch mal hinfahren.


    Vorgestern hatte ich auch einen Kanister Wasser hingeschüttet, damit das Mycel genug Feuchtigkeit für die weitere Fruchtkörperentwicklung hat...


    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo und Danke fü die Antworten. Beigefügt noch ein paar Schnittbilder. Nr. 2 und 3 direkt nach dem Anschnitt, Nummer 4 etwa zwei Stunden später. Trotz Raumtemperatur und mechanischer Bearbeitung bleibt der Fruchtkörper sehr geruchsarm.

    Die letzten fotos sind zwölf Stunden nach dem Anschnitt entstanden.


    Gruß,


    Frank


    Moin Moin!


    Gestern war Freitag der 13., anscheinend ein Glückstag für mich.


    Gerade noch rechtzeitig konnte ich meinen Rasenmäher stoppen, mit dem ich unter einem sehr alten Apfelbaum auf meiner Streuobstwiese unterwegs war. In diesem Bereich hat es reichlich Nährstoffeinträge durch den direkt angrenzenden Acker. Das gefällt den Champignons anscheinend so gut, dass sie schon in der ersten Maihälfte fruktifizieren.


    Bei so einem gilbenden Exemplar hätte ich eigentlich einen deutlich süßlichen Geruch erwartet. Allerdings ist der unverletzte Fruchtkörper doch recht geruchsarm und der Längsschnitt gerade eben hat auch zu keinem markanten Geruchserlebnis geführt. Vielleicht ist die Kühlschranklagerung die Ursache? Wenn der Fruchtkörper wieder Raumtemperatur hat, werde ich ihn etwas malträtieren, um ein paar Duftmoleküle herauszukitzeln.


    Vielleicht kann ja auch so schon eine Eingrenzung vorgenommen werden ...


    Beste Grüße,


    Frank


    Guten Abend zusammen!


    Heute habe ich meine Paulownia Plantage inspiziert und an zwei geschwächten bzw. abgestorbenen Exemplaren kleine weiße Pilzchen entdeckt. Meine Bestimmungsversuche führten mich zum Spaltblättling, den ich vor mehreren Jahren schonmal gefunden hatte, aber anders in Erinnerung habe.


    Gibt es im Hinblick auf das etwas exotische Substrat (chinesischer Blauglockenbaum) Alternativen oder passt das?


    Beste Grüße,


    Frank


    Hallo Stefan,


    leider waren die beiden Exemplare am nächsten Tag (also Karsamstag) schon hinüber. Ich werde die Stelle im Auge behalten, in welchem Reifezustand sollte ich einen erneuten Fund wie behandeln?


    Gruß,


    Frank

    Hallo zusammen!


    Statt Ostereier hatten sich zwei Pilzchen versteckt, die aber prompt bei der Gartenbesichtigung entdeckt wurden. Irgendwie erinnern die beiden mich an den Haustintling, der von mir vor gut zwei Jahren - ebenfalls sehr früh im Jahr - gefunden wurde.


    Wie dem auch sei, wünsche ich allseits schöne Osterfeiertage und viel Erfolg bei der Eier- und Pilzsuche!


    Beste Grüße,


    Frank


    Hallo Andreas!


    Zwischenzeitlich wurden mir deine Ausführungen vom Vorsitzenden der nächsten NABU Gruppe praktisch 1:1 bestätigt. Leider, muss ich sagen. Es sieht also schlecht aus für die Zukunft der Saftlingswiese. Ergänzend wurde mir noch mitgeteilt, dass man durch Ansprache und Information der Mitglieder des Gemeindevorstandes (nur dieser ist für die vorliegende Fallkonstellation zuständig, nicht die gesamte Gemeindevertretung) möglicherweise eher etwas bezwecken könnte als durch kostenintensive Prozesse und Klagen mit sehr geringer Erfolgsaussicht.


    Beste Grüße und noch einen schönen Sonntag,


    Frank

    Hallo!


    Welche Abwehrmöglichkeiten gibt es gegen die innerörtliche Beeinträchtigung von geschützten Tier- und Pilzarten?


    Auf einer bislang eingezäunten Wiese mit reichlich Gestrüpp, Bäumen und Hügeln in meiner Nachbarschaft haben sich in den vergangenen Jahrzehnten eine Reihe geschützter Tier- und Pilzarten angesiedelt: Kegeliger/schwärzender Saftling, Igel, Eidechsen usw.


    Entstanden ist diese ca. 600 qm große Fläche in den 1970er Jahren, weil sich damals die Anlieger über Lärm beschwert hatten, woraufhin ein Erdwall angehäuft, mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt und komplett eingezäunt wurde.


    Wenn man so eine Fläche weitgehend sich selbst überlässt, siedeln sich natürlich Pflanzen und Tierarten an und es entsteht ein schönes Biotop.


    Dieses Biotop ist jetzt in Gefahr!


    Ein neu zugezogener Anlieger möchte diese - im Bebauungsplan als "Grünfläche" ausgewiesene - Fläche für sich nutzbar machen , daraus eine zweite Grundstückszufahrt machen und Carports errichten und ist schon in Ankaufsverhandlungen mit der Gemeinde.


    Eine Bestandsaufnahme der dort lebenden geschützten Arten hat bislang nicht stattgefunden. Die untere Naturschutzbehörde des Landkreises erklärt sich für nicht zuständig, weil das innerhalb des beplanten Innenbereichs ist, da wären sie nicht zuständig.


    Kann die Gemeinde die dort lebenden Arten, die durch das geplante Projekt zweifelsfrei beeinträchtigt werden, schlichtweg ignorieren? Kann ich irgendwelche Maßnahmen ergreifen, um vor dem Verkauf eine systematische Bestandsaufnahme der geschützten Tier- und Pflanzenarten zu erreichen? Der potenzielle Käufer hat an sowas natürlich kein Interesse und würde ganz schnell "vollendete Tatsachen schaffen". Welche Abwehrmöglichkeiten gibt es?


    Beste Grüße,


    Frank

    Also bei mir sind mit Sonnenblumenöl oder Rapsöl getränkte Haferflocken der absolute Renner! Die Meisenknödel im Plastiknetz werden dagegen weitgehend gemeiden. Gleiches gilt für die im Handel erhältlichen Getreidemischungen.


    Die getränkten Haferflocken muss man natürlich regengeschützt servieren und auch auf ausreichend Bodenabstand achten. Anderenfalls bedienen sich in der Nacht lichtscheue Gestalten, die man nicht durchfüttern möchte. Außerdem bietet ein in mindestens zwei Meter Höhe installiertes Futterhaus den Piepmätzen auch einen gewissen Schutz vor Katzenangriffen.




    Gruß,

    Servus Pablo!


    Würdest du denn bei Nr. 1 - 5 eine Sowerbyella kategorisch ausschließen? Wenn ich mir bei der Makroaufnahme Nr. 4 die körnig-kleiige Oberfläche und den Gesamthabitus anschaue, erinnert mich das - abgesehen von der Farbe - doch an meinen Fund von Sowerbyella rhenana im Sommer diesen Jahres (hatte ich auch hier im Forum vorgestellt). Die meisten Arten dieser Gattung sind eher gelb bis orange, es scheint aber auch graubräunliche Arten zu geben. Klofac und Voglmayr haben 2003 "Beobachtungen zur Gattung Sowerbyella in Österreich" (Österr. Z. Pilzk. 12, 2003, Seite 141 ff, bei ResearchGate frei verfügbar) einige Funde dieser doch sehr seltenen Gattung präsentiert.


    Mikroskopisch könnte man das wohl anhand der netzartig ornamentierten Sporen festmachen.


    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo!


    Gerade bin ich über diesen interessanten Artikel "Gift des Knollenblätterpilzes gegen Krebs?" gestolpert. Demnach ist es nunmehr gelungen, das Haupttoxin alpha-Amanitin in einer klassischen chemischen Synthese und mit brauchbaren Ausbeuten (d.h. wirtschaftlich skalierbar bis in den industriellen Maßstab) herzustellen.


    Obwohl die chemische Struktur des Amanitins seit mehr als 50 Jahren bekannt ist (sie wurde von Wieland in den 1960er Jahren aufgeklärt), hat sich die vollsynthetische Herstellung dieses bicyclischen Octapeptids als "harte Nuss" erwiesen.


    In der experimentellen Krebstherapie haben Protein-Toxin-Konjugate erhebliches Therapiepotenzial gezeigt, da sind bahnbrechende Erfolge zur gezielten Vernichtung von Tumorzellen zum Greifen nah, dementsprechend wird der Bedarf an Amanitin in der Zukunft wohl steigen.


    Bei solch erfreulichen Nachrichten kann man auch großzügig über den für die Illustration verwendeten gelben Knollenblätterpilz hinwegsehen, der bekanntlich kein Amanitin enthält ...


    Gift des Knollenblätterpilzes gegen Krebs? - MTA-Dialog


    Wer sich etwas tiefer in diese Materie einarbeiten möchte, kann dies hier tun:


    jacs.1c06565


    Beste Grüße,


    Frank

    Hallo!


    Am Waldrand zwischen Espen, Eichen und Buchen habe ich diese Telamonie (?) gefunden. Auffällig ist der dunkelfleckige Hut, auch schon junge Exemplare zeigen das, und die zimtbraunen bis orangebraunen Lamellen. Diese verfärben sich mit Natronlauge dunkelbraun, ebenso wie die Schleierreste am Stiel, das Hutfleisch und die Huthaut reagiert etwas schwächer.


    Geruch unauffällig, Geschmack mild, Huthaut gut abziehbar.


    Ist ohne Mikroskop eine nähere Eingrenzung möglich?


    Beste Grüße,


    Frank


    Hallo!

    Heute habe ich an abgestorbenem Kirschholz (?) diesen hübschen dunkelrot bis schwarzroten Holzbewohner gefunden. Vom Habitus erinnert er mich an einen Blättling, daher habe ich ihn erstmal "Kirsch-Blättling" genannt. Bei der Holzart bin ich mir nicht ganz sicher, weil da jede Menge abgefallene bzw. abgebrochene Zweige lagen.


    Vielleich hat jemand den richtigen Namen für meinen "Kirsch-Blättling"?


    Beste Grüße,


    Frank


    Hallo!

    Beim abendlichen Gassigehen gerade gefunden, junge grüne Knollen im Bestzustand. Mitte November ist das schon etwas ungewöhnlich, der Hauptschub war im Juli. Für die Bratpfanne gab es aber auch was:



    Beste Grüße,


    Frank