Guten Abend allerseits,
gestern war ich im Eichen-Hainbuchen-Mischwald auf basischem Basalt unterwegs. Die ersten Cortinarien zeigen sich, eine schöne Klumpfuß-Gruppe aus fünf Fruchtkörpern direkt an der Böschungskante habe ich fotografiert und zur Bestimmung eingesackt.
Markant finde ich nicht nur die ausgeprägt gerandete Stielknolle, sondern auch die deformierten Hüte. Bei einem oder zwei Fruchtkörpern mag das Zufall sein, aber dass gleich alle fünf Exemplare so "exzentrisch", jedenfalls unregelmäßig geformt sind, finde ich bemerkenswert.
Der Geruch ist deutlich wahrnehmbar, irgendwie erdig oder nach rote Bete, jedenfalls kein so dumpf-unangenehmer Stinker.
Hutfleisch, Lamellen und Huthaut sind prakisch geschmacklos, ich habe ein erbsengroßes Stückchen so 10-15 Sekunden durchgekaut, nix wahrnehmbar.
Die Reaktion mit Natronlauge geht auch gegen null.
Jetzt stellt sich mir die Frage, ob man das Kandidatenfeld mit weiteren Reagenzien (z.B. Anilin, Phenol, Eisensulfat, Ammoniak und dergleichen ) weiter eingrenzen kann, da ich kein Mikroskop habe.
Die Fotos am Fundort sind etwas überbelichtet, die Hutfarbe würde ich als goldbraun mit haselnussbrauner Überfaserung bezeichnen.
Auffällig ist noch ein Lilahauch im oberen Stielfleisch-Randbereich. Nicht stark, aber bei allen fünf Exemplaren im oberen Stielfleisch mehr oder weniger wahrnehmbar.
Namensvorschläge und Anmerkungen sind willkommen!
Beste Grüße,
Frank
