Beiträge von frank2507

    Hallo zusammen!


    Da findet man in der mageren Vorsaison einmal junge und anscheinend knackige Exemplare und wird beim Längsschnitt fast immer enttäuscht ...


    Das passiert mir seit Jahren regelmäßig. Wenn man einmal vom Pfifferling absieht, sind die typischen Vorsaisonpilze (Netzhexen, Perlpilze, Frauentäublinge, ganz besonders aber Sommersteinpilze) gefühlt zu über 90% verwurmt. Sogar den Hainbuchenröhrling hat es erwischt.


    Wie sind eure Erfahrungen? Gibt es Bereiche, wo das nicht so häufig vorkommt?


    Grüße,


    Hallo Werner!


    Der Geruch der Pilze ist durchaus angenehm, daher meine Neugier. In der Vergangenheit habe ich schon eine Reihe eher selten verwendeter Pilze probiert und bin kaum positiv überrascht worden. Hinzu kommt das gewisse Restrisiko, dass die eine oder andere selten verspeiste Art vielleicht doch irgendwelche schädlichen Folgen nach sich ziehen kann. Ich könnte mir vorstellen, dass da die eine oder andere Pilzart noch entlarvt wird, so wie das mit dem kahlen Krempling oder Grünling in der Vergangenheit passiert ist.


    Viele Grüße,


    Frank

    Hallo zusammen!


    Vor zwei Jahren hatte ich über meine im Aufbau befindliche Paulownia-Plantage berichtet und sozusagen als "Bonus" einige Morcheln ernten können. Das damals aufgebrachte Rindenmulch hatte die Sporen oder Mycel bestimmt schon "im Gepäck".


    Leider konnte ich dieses Jahr - obwohl letzten Herbst neues Substrat aufgebracht wurde - keine einzige Morchel entdecken. Dafür haben sich ein paar Braunsporer angesiedelt, denen die reichlichen Blaukorn-Gaben und auch Hornspäne anscheinend nichts anhaben können (Paulownia ist wegen seiner Wachstumsgeschwindigkeit Starkzehrer).


    Wie dem auch sei, wie üblich habe ich keine Ahnung, was sich da gerade in meinen Pflanzkübeln breit macht. Als Arbeitstitel bzw. Hypothese werfe ich dreist "Hebeloma" in den Ring und würde mich über eine Korrektur/Klarstellung sehr freuen.


    Auffälliger Geruch, durchaus angenehm, würzig-mehlartig, schwer zu beschreiben. Geschmack nach wenigen Sekunden deutlich wahrnehmbar bitter. Zwar längst nicht so stark wie beim Gallenröhrling, aber deutlich und auch nach dem vollständigen Ausspucken noch einige Sekunden nachwirkend.


    Viele Grüße,


    Frank


    Hallo Nobi!


    Vielen Dank für die prompte Antwort, beide Arten waren mir bislang nicht bekannt. Mit der Sporenmaßbestimmung wird es bei so jungen Fruchtkörpern wohl nichts, aber die beiden gaaanz jungen Exemplare werde ich im Blick behalten.


    Viele Grüße,


    Frank

    Hallo zusammen!


    Das milde Wetter hat mich heute in den Garten gelockt, eigentlich wollte ich nur den Filter der Teichpumpe reinigen. Als ich die Abdeckung der im Erdreich versenkten Filtertrommel entfernte, habe ich diesen Kameraden entdeckt:





    Ich dachte zunächst an einen Schopftintling, aber das Schnittbild und die Hutstruktur passt nicht. Auch das rötlichbraune Mycel finde ich auffällig und nicht passend. Der Geruch ist aufdringlich bis unangenehm, geht schon fast in Richtung Kartoffelbovist.


    Welcher Tintling ist das?


    Viele Grüße,


    Frank

    Hallo Stefan!


    Ja, der hat schon einen Geruch. Aber ich wüsste nicht, wie ich den beschreiben soll. Wenn ich dann was von "Weidenbohrerraupe" lese oder "ölähnlich", hilft mir das nicht wirklich weiter. Da müsste man mir schon ein Vergleichsexemplar zum Beschnuppern unter die Nase halten, damit ich mir den Geruch einprägen und hoffentlich wieder erkennen kann.


    Ist aber auch nicht sooo wichtig, wird als "trockener Schneckling" abgelegt.


    Gruß,


    Frank

    Hallo!


    Dann wird es mit der Unterscheidung schwierig, weil Eichen und Buchen in unmittelbarer Umgebung stehen. 123 Pilze schreibt dazu:


    Schwierige Art-Unterscheidung:

    Trockener Eichenschneckling:

    Max. 20 cm Hutdurchmesser, Stielmitte verdickt, weiß bis creme, Sporen: 6-7,5 x 4-5,5 µm, nur unter Eichen!

    Trockener Schneckling:

    Max. 15 cm Hutdurchmesser, weiß bis rosa, Stielmitte nicht verdickt, Sporen: 5,6-7,5 x 4-4,5 µm, verschieden Laubbäumen, gern Buche.


    Wenn es also nicht noch irgendeine spezielle Nachweisreaktion gibt (Sulfovanillin, Guajak, FeSO4 oder dergleichen), wird das wohl ungelöst bleiben. Trotzdem vielen Dank für euer Feedback!


    Grüße,


    Frank

    Hallo Stefan!


    Danke für dein Feedback. Der Eichen-Schneckling kann es ja wegen der deutlichen Reaktion mit NaOH nicht sein, der verfärbende Schneckling wegen der unveränderlichen Lamellenfarben beim Trocknen nicht sein.


    Was gibt es für weiße "trockene" Schnecklinge, auf die das Aussehen und die NaOH Reaktion passen könnte? Oder komme ich - wie so oft - ohne Mikroskop nicht weiter?


    Gruß,


    Frank


    Foto vom Fruchtkörper nach 15 Stunden Liegezeit bei Raumtemperatur, Hutrand deutlich verfärbt (war aber auch gestern schon feststellbar), Lamellen praktisch unverändert.


    Hallo zusammen!


    Heute im Eichen-Buchen-Kiefern-Mischwald auf Lehmboden gefunden, Weinbauklima. Ich dachte zuerst an den Elfenbein-Schneckling, der ist es aber nicht. Die Reaktion mit Natronlauge ist anders, der Hut verfärbt sich erst orangebraun, dann nach einigen Minuten dunkelbraun. Das Exemplar hat auch einen weniger schleimigen Hut als der eher zierliche Elfenbein-Schneckling. In der näheren Auswahl habe ich bislang den verfärbenden Schneckling und den Eichen-Schneckling.


    Hut 65 mm Durchmesser, Stiel 90 mm lang, zur Basis zugespitzt. Deutlicher Geruch, aber schwer zu beschreiben.


    Leider fehlt mir ausreichend Erfahrung und Literatur zur näheren Eingrenzung, da gibt es bestimmt noch mehr Kandidaten ....


    Viele Grüße,


    Frank


    Hallo!


    Die "Vergiftungs-Informations-Zentrale" hatte in den vergangenen Wochen sicherlich alle Hände voll zu tun, das hat natürlich Vorrang! Heute war ich nochmal an den bewährten Fundstellen unterwegs und konnte weitere sieben Fruchtkörper finden, siehe Foto:



    Lediglich der Fruchtkörper links unten im Bild hat einen lädierten Stiel und Knolle, beides hat eine gelartige Konsistenz mit leichtem Ammoniakgeruch und wurde vor dem Trocknen entfernt.



    So spät im Jahr noch brauchbare Fruchtkörper zu finden halte ich für bemerkenswert, zumal vorletzte Woche mehrfach leichte Nachtfröste festzustellen waren.


    Viele Grüße,


    Frank

    Hallo Phillip!


    Vor etwa 20 Jahren hatte ich einen Hasen-Stäubling gefunden, diese Art war mir damals unbekannt. Also Erstfund zur Bestimmung etc. Den hatte ich anschließend verkostet, weil ich ihn nicht in der Biotonne versenken wollte und scharf auf eine vermeintliche "Delikatesse" war.


    Enttäuschung auf der ganzen Linie!


    Gefühlt noch schlimmer als der Riesen-Bovist.


    Was soll ich sagen? In den letzten Jahren bin ich wählerisch geworden und lasse viele Speisepilze stehen. Es soll ja ein "Genuss" sein, das ist bei Bovisten nach meinen bisherigen Erfahrungen nicht der Fall. Ob es wohlschmeckende andere Boviste gibt, entzieht sich meiner Kenntnis. Auch Artenschutzgründe spielen für mich eine immer größere Rolle. Vor ein paar Tagen fand ich drei Hasen-Röhrlinge, die sollen wohlschmeckend sein. Allerdings sind sie auch ziemlich selten und dürfen nun weiter sporulieren, damit es hoffentlich aufwärts mit dieser Art geht.


    Gruß,


    Frank

    Geh' mal wieder hin und gucke nach reifen Wurzeltrüffeln, dann ist die Fruchtschicht olivbraun - halt wie ein Röhrling.


    Gruß,

    Wolfgang

    Hallo Wolfgang!


    Da müsste ich einen Laubsauger mitnehmen ^^


    Es sei denn, die ragen bei Reife aus der Laubschicht zumindest teilweise heraus.


    Das war ein reiner "Zufallsfund", weil das Laub die Stielknolle verdeckt hatte und ich ein schönes Foto von der Basis haben wollte.


    Gruß,


    Frank

    P.S: C. caerulescens hatte bei mir keine Lilatöne, sondern ein schönes Himmelblau, welches dann mit zunehmender Fruchtkörperreife verblasste. Ich kenne natürlich nicht die Variationsbreite dieser Art, aber so lila Töne - wie auf deinem Foto - waren bei meinen Exemplaren nicht zu sehen.


    Gruß,


    Frank

    Hallo Pablo!

    C. caerulescens hatte ich vor zwei Jahren. Die Huthaut schmeckt ziemlich bitter, wenn ich mich richtig erinnere.


    Edit: Ich hatte C. croceocaeruleus, und die Abgrenzung blau/lila war vor zwei Jahren schon Thema ...

    C. alcalinophilus hatte ich vor wenigen Wochen, die Rotverfärbung passt, bei mir war aber am nächsten Tag ein Farbumschlag zu dunkelgrünblau festzustellen und das Fleisch war deutlicher gelb als bei deinen Funden und nicht blau unter der Huthaut.


    Gruß,


    Frank

    Hallo!


    Über Nacht sind die reinweißen Schnittflächen gelb geworden, das würde soweit passen. Gibt es irgendeine chemische Nachweisreaktion (KOH, Eisensulfat oder dergleichen)? Ich habe leider kein Mikroskop.


    Gruß,


    Frank

    Hallo und Danke für den Tipp. Eigentlich wollte ich die schon in der Biotonne entsorgen, aber jetzt warte ich die Verfärbung der Schnittflächen ab. Bin mal gespannt, ob es morgen gelblich schimmert.


    Grüße,


    Frank

    Hallo Pablo!


    Danke für dein Feedback. Die richtige Farbwiedergabe bei Kunstlicht ist ein Problem, deshalb habe ich noch ein paar Fotos mit der anderen Kamera nachgeschoben. Und im Herbst - nach den ersten Nachtfrösten vergangene Woche - sehen die meisten Fruchtkörper etwas anders aus.


    Grüße,


    Frank

    Hallo zusammen,


    dieses vermeintliche "Hexenei" habe ich zufällig neben Amanita phalloides gefunden, als ich das Laub zwecks Freilegung der Stielknolle zur Seite geschoben hatte.


    Zunächst fast weiß, färbte es sich auf dem Heimweg etwas rötlich, Farbzeichnung ähnlich einem Perlpilz.


    Jetzt habe ich das Ding durchgeschnitten, es ist weiß mit gelartigen Flecken.


    Könnte das vielleicht ein ganz junger Stäubling/Bovist sein? Ein Hexenei ist es wohl nicht.


    Gruß,


    Frank


    Hallo Stefan!


    Danke für dein Feedback. Ich habe gerade noch vier Fotos mit einer anderen Kamera gemacht. Jetzt ist auch eine deutliche Blauverfärbung im Stielfleisch festzustellen.


    Gibt es irgendwelche Reagenzien zur Abtrennung/Bestimmung (KOH, Eisensulfat oder dergleichen)?


    Gruß,


    Frank


    Hallo zusammen!


    Dieses kleine Einzelexemplar mit knapp 5 cm Hutdurchmesser habe ich auf einer Waldwiese in der Nähe einer sehr alten Eiche gefunden.Geruch säuerlich, wie Rotfußröhrling. Ist dieses Exemplar sauber abtrennbar vom Rotfußröhrling ?


    Gruß,


    Frank