Hallo!
Ja, wärmeliebende Arten sind auf dem Vormarsch. Siehe mein C. scaurocaninus Fund vergangenen Monat. Fundort des Leucogaricus war Obernburg am Main, etwa auf halber Strecke zwischen Aschaffenburg und Miltenberg.
Gruß,
Frank
Hallo!
Ja, wärmeliebende Arten sind auf dem Vormarsch. Siehe mein C. scaurocaninus Fund vergangenen Monat. Fundort des Leucogaricus war Obernburg am Main, etwa auf halber Strecke zwischen Aschaffenburg und Miltenberg.
Gruß,
Frank
Hallo Stefan!
Danke für dein Feedback. A. strobiliformis hatte ich in den vergangenen Jahren bestimmt ein Dutzend Exemplare, die waren allesamt viel größer und mit cremiger Stielmanschette. Außerdem war die Hutstruktur doch deutlich anders. Beigefügt noch ein paar Fotos mit besserer Kamera, aber nach längerem Transport im Drahtkorb auf dem Gepäckträger - ich war nicht für Pilze gerüstet.
Gruß,
Frank
Hallo zusammen,
heute habe ich während einer Radtour am Main diese beiden Fruchtkörper entdeckt. Aus dem Bauch heraus würde ich denen den Arbeitstitel "Leucoagaricus" verpassen, kenne bislang aber nur L. leucothites aus eigener Anschauung.
Es gibt ja noch einige andere Arten in dieser Gattung, aber da gibt meine Literatur nicht so viel her. Als schuppig wird L. subcretaceus beschrieben, könnte das passen?
Beste Grüße,
Frank
Hallo Beli!
Heute war ich in Unterfranken unterwegs und es war kaum was zu finden. Ein paar Schwefelköpfe, zwei Krause Glucke und Saitenstielige Knoblauchschwindlinge. Nicht einmal Täublinge, Perlpilze oder Gelbe Knollenblätterpilze waren zu sehen.
Ob die Regenfälle der vergangenen Tage noch zünden? Ab Dienstag besteht Nachtfrostgefahr. Erst monatelange Trockenheit und wenn dann endlich der lang ersehnte Regen kommt, droht schon der erste Frost.
Ja, es gab schon bessere Pilzjahre.
Gruß,
Frank
Da erinnere ich mich an ein Internet-Video, welches Harald zuehli vor mehreren Jahren einmal verlinkt hatte. Wenn ich mich recht erinnere, gibt es in Afrika eine sehr nah verwandte Art von A. phalloides, die überhaupt keine Toxine enthält.
Gruß,
meiner Meinung nach ist es am wahrscheinlichsten, dass die Art die gleiche Essbarkeit wie der Perlpilz hat (sind ja auch eng verwandt). In Nordamerika gelten alle Amanita sect. Validae (zu der übrigens auch die Gruppe um den gelben Knolli gehört) als gekocht essbar.
Viele Grüße
Ja das könnte zutreffend sein. Allerdings bin ich persönlich da lieber zurückhaltend, denn Ausnahmen bestätigen die Regel, siehe z.B. hier:
Eier-Wulstling und Ockerscheidiger Eier-Wulstling sind derart eng miteinander verwandt, dass sie zeitweise als Varietäten betrachtet wurden.
Beste Grüße,
Frank
Sehr interessant!
Der Ziegelgelbe Schleimkopf war die erste Cortinarie, die ich vor gut 30 Jahren gesammelt und gegessen hatte. Damals hatte ich mich auf ein dünnes Pilzbüchlein verlassen, darin stand sinngemäß, dass es sich um einen guten und leicht zu identifizierenden Speisepilz handelt.
An einen besonderen Wohlgeschmack kann ich mich jedoch nicht erinnern. Von der KOH Probe und dem violetten Stielring am Lamellenansatz (wenn man die Lamellen entfernt) stand darin freilich nichts und das Internet steckte damals noch in den Kinderschuhen.
Die Stockschwämmchen hatte ich damals auch gerne und ohne Bedenken gesammelt, der Gift-Häubling hieß damals noch "Nadelholz-Häubling".
Seit ich die Bandbreite des Rauen bzw. Gelbflockingen Wulstlings erkannt habe
ist mir auch der Appetit auf Perlpilze vergangen. Auch von diesem Doppelgänger ist in den meisten älteren 08/15-Pilzbüchern nichts zu finden.
Beste Grüße,
Frank
Ich find's immer wieder faszinierend wann manche Pilze kommen. Nach Phlegmacium varium kann man ohne Probleme den Kalender ausrichten, pünktlich Anfang Oktober sind sie mit voller Wucht da. Dieses Jahr nach knapp 550l Jahresniederschlag bis jetzt und nach einer Trockenperiode, letztes Jahr nach über 850l Jahresniederschlag und auf jede Menge Regen. Scheint denen völlig egal zu sein, buchstäblich auf den Tag genau überall Knubbel
Viele Grüße
Ist das Cortinarius varius, der Ziegelgelber Schleimkopf?
Gruß,
Frank
WOW! Was für Mengen und dann augenscheinlich im Bestzustand ohne jegliche Trockenschäden ...
Danke dir Harald!
Dann passt das ja, genau wie Uwe geschrieben hatte, maximal 8 Mikrometer.
Gruß,
Frank
Hallo!
Meistens sind die Grünen Knollenblätterpilze eher zierlich, aber es gibt mitunter extrem große Exemplare wie dieser hier.
Beste Grüße,
Frank
Hallo!
Heute war ich nochmal vor Ort und habe zwei vollreife Fruchtkörper gefunden. Da es sich augenscheinlich um eine recht seltene Art handelt und es in den meisten Pilzbüchern keine Fotos davon gibt, habe ich nochmal einige Aufnahmen gemacht.
Auch bei diesen beiden Fruchtkörpern hat der Hutrand eine oder zwei geschlängelte Stellen. Zumindest bei diesem Myzel scheint das ein konstantes Merkmal zu sein, welches bei jungen Fruchtkörpern kaum auffällt, aber mit zunehmender Fruchtkörperreife immer stärker hervortritt.
Beste Grüße,
Frank
Realistischerweise muss man davon ausgehen, dass das dieses Jahr nix mehr wird. Letzte Woche hatte ich schon den ersten Bodenfrost, auf einer meiner landwirtschaftlichen Flächen hat es die Kürbisse erwischt.
Die paar Tropfen am Donnerstag werden vom Blätterdach des Waldes, spätestens jedoch vom Laub am Boden aufgesogen. Ich glaube nicht, dass da großartig was in den Waldboden gelangt - schon gar nicht bei den aktuellen Temperaturen und dem damit verbundenen Dampfdruck von Wasser.
Na ja, ein paar Funde waren dieses Jahr trotzdem drin und wärmeliebende Arten sind bei uns definitiv auf dem Vormarsch. Das Artenspektrum wird sich bestimmt noch weiter verändern.
Beste Grüße,
Frank
Pablo Alvarado hat eine Probe sequenziert, 100 % Übereinstimmung mit Tricholoma colossus. Auch die "blass rosabraune Tricholoma" :
die keine 100 Meter entfernt wuchs, wurde sequenziert. 99,61 % Übereinstimmung mit T. roseoacerbum.
Gruß Frank
Ich muss dir mal einen GPS-Tracker in deinen Sammelkorb schmuggeln ...
Danke für das Feedback und die erhellenden Informationen. Die Exemplare trockne ich gerade, scheint ja keine allzu häufige Art zu sein. Entweder ergibt sich irgendwann irgendwo eine Mikroskopier-Gelegenheit oder ich sende eine Probe zu Pablo Alvarado. Der hat ja auch das Rätsel um den vermeintlichen Schönkopf vom vergangenen Herbst gelöst.
Beste Grüße,
Frank
Hallo Thomas!
Auf die Schnelle habe ich gegoogelt, C. saporatus soll bei Fichten und Kiefern wachsen, Nadelbäume waren aber weit und breit keine vorhanden. Auch die Geruchsbeschreibung "unbedeutend bis süßlich gebäckartig" passt nicht, denn meine Exemplare riechen deutlich erdig, wie rote Bete.
Allerdings stammen diese Angaben zu C. saporatus von 123 Pilze, deren Zuverlässigkeit nicht allzu hoch einzustufen ist ...
Ich habe leider keine Klumpfuß-Monografie
Gruß,
Frank
Guten Abend allerseits,
gestern war ich im Eichen-Hainbuchen-Mischwald auf basischem Basalt unterwegs. Die ersten Cortinarien zeigen sich, eine schöne Klumpfuß-Gruppe aus fünf Fruchtkörpern direkt an der Böschungskante habe ich fotografiert und zur Bestimmung eingesackt.
Markant finde ich nicht nur die ausgeprägt gerandete Stielknolle, sondern auch die deformierten Hüte. Bei einem oder zwei Fruchtkörpern mag das Zufall sein, aber dass gleich alle fünf Exemplare so "exzentrisch", jedenfalls unregelmäßig geformt sind, finde ich bemerkenswert.
Der Geruch ist deutlich wahrnehmbar, irgendwie erdig oder nach rote Bete, jedenfalls kein so dumpf-unangenehmer Stinker.
Hutfleisch, Lamellen und Huthaut sind prakisch geschmacklos, ich habe ein erbsengroßes Stückchen so 10-15 Sekunden durchgekaut, nix wahrnehmbar.
Die Reaktion mit Natronlauge geht auch gegen null.
Jetzt stellt sich mir die Frage, ob man das Kandidatenfeld mit weiteren Reagenzien (z.B. Anilin, Phenol, Eisensulfat, Ammoniak und dergleichen ) weiter eingrenzen kann, da ich kein Mikroskop habe.
Die Fotos am Fundort sind etwas überbelichtet, die Hutfarbe würde ich als goldbraun mit haselnussbrauner Überfaserung bezeichnen.
Auffällig ist noch ein Lilahauch im oberen Stielfleisch-Randbereich. Nicht stark, aber bei allen fünf Exemplaren im oberen Stielfleisch mehr oder weniger wahrnehmbar.
Namensvorschläge und Anmerkungen sind willkommen!
Beste Grüße,
Frank
Nur die Fransigen Wulstlinge kommen zuverlässig jedes Jahr wieder.
Diese Art versuche ich seit Jahren bei mir und im Garten von meiner Schwiegermutter anzusiedeln, leider vergeblich. Falls du die nicht selber verspeist, würde ich mich auch über alte Fruchtkörper als Sporenträger zum Verteilen freuen, die Hoffnung stirbt zuletzt, leider haben die Pilze so ganz eigene Vorstellungen wo es schön ist ...
Beste Grüße,
Frank
Hallo Beli!
Der ist bei uns in Hessen auch ziemlich selten und er fruktifiziert längst nicht jedes Jahr. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass ein gutes Riesenrötlingsjahr auch ein gutes Königsröhrlingsjahr ist, zusammen mit A. pantherina, die A. phalloides folgen dann ein bis zwei Wochen später. Sechs Fruchtkörper an einem Tag verteilt auf drei Myzelien, jeweils 100 - 300 Meter voneinander entfernt, hatte ich aber bislang noch nicht.
Gruß,
Frank
Schrumz schicke Sachen hast du gefunden. Der Faser-Tiger (dein Beitrag vorhin versehentlich im küchenmykologischen Thread gelandet) fehlt jetzt?!
Seit zwei Jahren kenne ich eine Fundstelle des Faser-Tigers, da kommt der immer zum Schluss der Saison in der zweiten Oktoberhälfte.
Dein Pfifferling wirkt ziemlich deformiert. Vor ein paar Jahren wäre das ein Kandidat für die Uni Hamburg gewesen, denn die hatten damals expressis verbis nach "schrägen Pilzen" gesucht, um verdeckte Vireninfektionen bei Pilzen aufzudecken.
Gruß,
Frank
P.S.: Hier noch der Link.
