Beiträge von Sauerländer

    Ich gnaube gnun, die Nummern 1-3 zumindest auf Gnattungsebene festgegnagelt zu haben, ohne je einen davon in der Hand gehabt zu haben. Oder ihr habt mich erpholgneich falschgepfählt...

    Keine Lust, dich anzumelden und offiziell mitzuspielen?

    Deine Schipps könnte ich noch gut gebrauchen!

    ==Gnolm4

    GI

    Ich weiß, der Gerichtsvollzieher klopft schon an der Tür der APR-Verrmögensverwaltungs-GmbH. Aber leider werde ich kaum die Zeit haben, regelmäßig hier rein zu schauen...

    Ihr phält zu aufphällig, phinde ich. Ich gnaube gnun, die Nummern 1-3 zumindest auf Gnattungsebene festgegnagelt zu haben, ohne je einen davon in der Hand gehabt zu haben. Oder ihr habt mich erpholgneich falschgepfählt... Aber philleicht macht der Gnobet das noch ein bissi schwerer, hoffe ich.

    Eigentlich müsste ja der Thread ab nun heißen "Schon wieder zu spät??".


    Tja, manchmal ist es anders als man denkt. In meinem alten Laubwald habe ich die Steinpilzparty um ein paar Tage verpasst. Heute waren alle weich und madig. Auch noch ein Schwung Rötelritterlinge. Alles madig.

    Letzten Samstag bin ich den gleichen Weg gegangen und habe absolut nix von denen gesehen (und nur noch einen einzigen Rötelritterling und keine einzige Marone), und dachte 'OK - hier ist wohl endgültig vorbei...'


    Am Montag hatte ich dann aber noch im Nadelwald die erste größere Menge Kuhröhrlinge des Jahres und auch noch mal einen ganz frischen Steinpilz und noch einen schönen großen frischen Parasol. Irgendwann ist es damit zwar wirklich wirklich vorbei, aber es war genug Motivation, heute nochmal in den Laubwald zu fahren.


    Aber vielleicht fahre ich ja Montag noch mal in den Nadelwald. Unter Kiefern war noch nicht viel. Vielleicht kommt das noch.


    Es gibt wohl ca. 4 Arten Rötelritterlinge mit Violetttönen. Und selbst bei Lepista Nuda können die Violettintensitäten schon von Standort zu Standort sehr unterschiedlich sein. Das Zeitfenster am selben Standort ist nicht unbedingt klein. Vielleicht stehen schon in einer Woche frische dort. So richtig durchnässter Boden tut ihnen offenbar aber nicht gut. Irgendwo las ich den Tipp, dass sie gerne in der Nähe von Nebelkappen wachsen. Das kann ich bestätigen.

    NRW:
    In Arnsberg war es dieses Wochenende - wie das ganze Jahr über - ausgesprochen pilzarm (von kleineb Hotspots abgesehen). Im Sommer sei es recht trocken gewesen, sagen meine Eltern, aber sicher nicht so trocken und heiß wie in den beiden Vorjahren. Jetzt ist es recht nass, aber im Gegensatz zur gleichen Zeit im Vorjahr bei ähnlicher Witterung auch nicht noch mal ein ordentlicher Schub nachgekommen. Allerdings sind viele meiner früheren Suchgebiete auch durch entweder annähernd Kahlschlag oder auch durch Holzabfuhr stark in Mitleidenschaft gezogen.

    In Münster und Havixbeck war es letzte Woche ziemlich gut. Das Münsterland war im Sommer reichlich mit Regen gesegnet, was im August/September aber nicht zu einem sonderlich guten Pilzaufkommen führte. Nun ist die volle herbstliche Vielfalt da, wenn auch nur selektiv in einigen Wäldern. Grob sorgen die Laubwälder für den Artenreichtum und die Nadel-/Mischwälder taugen mehr zur Pfannenfüllung. Aber nur grob.

    Sachsen: In der Sächsischen Schweiz war es letztes Wochenende insgesamt recht mau. Mein Freund dort sagte anhand seines Tagebuchs, dass es im Sommer fast jede Woche entweder Dienstag oder Mittwoch geregnet hat bzw. der Fels noch von frischem Regen feucht war (wenn auch nicht unbedingt viel Regen; andere Wochentage nicht erfasst). Es war jedenfalls wesentlich weniger trocken als in den Vorjahren. Trotzdem...

    Hallo miteinander



    Am Mittwoch hatte ich den Goldröhrling getestet.

    Ich mag den eigentlich auch ganz gerne und hatte dieses Jahr schon das eine oder andere Massenaufkommen. Ich tendiere dazu, nur sehr frische zu nehmen, die Huthaut nicht abzuziehen und sie recht lange auf mäßiger Hitze zu braten. Das Patentrezept, effizient die Lärchennadeln etc. von 20-30 kleinen nassen Exemplaren herunterzubekommen, hätte ich aber gerne.
    Ich habe den Eindruck, dass Suillus generell fast nie Maden hat, auch Leccinum wird ziemlich verschont.

    Hi.

    Die felderig aufreißende Huthaut scheint wohl eher die Regel zu sein?

    Ja, würde ich auch so sehen. Ist ja auch eine Art, die selbst bei Trockenheit gerne noch fruktifiziert. Ich hatte die auch lange gesucht und bin dieses Jahr endlich mal fündig geworden. Ist ja eher ein Park-Pilz, im Wald findet man den glaube ich selten.


    LG.

    Trocken oder nass ist ziemlich egal für den. Hauptsache warm! Er bevorzugt Standorte wo den ganzen Tag die Sonne knallt (in Münster etwa die Kanalufer und die breiten dünn bebaumten Grünstreifen in den Gewerbegebieten). Ein weiteres bevorzugte Domizil sind bei uns so was wie kleine Grünanlagen in dicht bebauten Stadtgebieten. Das sind abends 'fühlbare' Wärmegebiete, schon in einer Kleingartenanlage am Rande des Viertels ist es spürbar kühler.... Seit einiger Zeit erscheint er eigentlich jedes Jahr den ganzen Sommer durch. Früher war das meinem Eindruck nach deutlich weniger.

    Kontrast: Im Arnsberger Raum vor einer Woche fast keine Röhrlinge, aber einige Pfifferlinge und auch mal Trompetenpfifferlinge. Die hatte ich wohl bislang immer verpasst oder übersehen. Zu finden sind sie ganz einfach: Dort wo am Wegrand die Pfifferlinge stehen, auf der Moosfläche, die sich ein paar Meter weiter im Wald befindet (funktionierte an drei Stellen :-))

    So gaaaanz langsam kommen auch die Kiefernwälder in Schwung, aber insgesamt würde ich sagen, dass sich das Speiseröhrlingsgeschehen in Münster im Moment auf die Lärchenwälder konzentriert.


    Auf der Röhrlinge-in-Münster-2021-Liste sind diese Woche neu erschienen:

    - Der Hohlfußröhrling
    - Der Kuhröhrling.

    P.S.: nein, ich führe keine Lamellenpilzliste dieser Art ;)

    Hi Pablo,

    vielen Dank füfr den interessanten Hinweis ... ! Demnach könnte mit 'clintonianus' sowohl ein solcher 'brauner Goldröhrling' als 'grevillei var. clintonianus' und dazu noch eine eigenständige Art bezeichnet werden, die deutsch vielleicht 'sibirischer Lärchenröhring' heißen könnte (und entsprechend hier wohl eher nicht zuf finden ist...).


    Heute war ich noch ein mal an der Stelle, aber dort saß ein Mann mit Korb auf dem Waldboden und stritt sich laut am Telefon.

    viele Grüße aus Münster
    Thorsten

    Hallo zusammen,

    Goldröhrlinge gibt es gerade massenhaft. Andere Schmierröhrlinge habe ich dieses jahr noch nicht entdeckt.

    Die meisten sehen auch so aus, wie man annimmt, dass sie das üblicherweise tun. Aber etwas irritiert war ich doch hier. Funde an benachbarten Lärchen:



    Die gelben waren schon zwei Tage vorher als Babies dort (und immer noch ganz schön klein!). Sie waren da schon genauso gelb, Stiel und Röhren auch, nach Ernte und Transport etwas nachgebräunt. Die braunen sind mir erst an diesem Tag aufgefallen. Im Schnittbild sahen sie so aus (nach ca. 1-2 Minuten):


    Sorry, weitere brauchbare Bilder hat mein bescheuertes Handy nicht mehr machen wollen und inzwischen sind die Pilzlein verfrühstückt. Auffällig die kaum gelblichen Röhren samt blassem Hutfleisch. Frisch angeschnitten sah das Fleisch der Stielbasis aber doch typisch goldröhrlingsgelb aus. Kiefern waren im weiteren Umfeld auch vorhanden, aber dass Butterröhrlinge dieses typische Gelb im Stielfleisch hätten, hab ich nirgendwo verifizieren hätten.


    Also bin ich letztlich doch bei Goldröhrlingen, auch wenn sie im ganzen restlichen Wald farblich ziemlich einheitlich und recht deutlich entfernt von diesen beiden Kollektionen ausfallen. Andere Ideen?

    Ich machs mal noch ein bisschen kleinteiliger:

    Meine Wälder (alle im Umkreis von rund 5km):
    1. alter Laubwald, vor allem Eichen, Hainbuchen, Birken, lehmig, sauer
    2. großer Wald aus mehreren Teilen mit sehr unterschiedlicher Vegetation, tief gelegen, lehmig, eher feucht
    2a) Lärchen, Farn, Moos
    2b) Kiefern, ziemlich dichtes Unterholz
    2c) artenreicher Laub- und Mischwald, der größte Teil
    3. Laubwald in verschiedenen Zuständen, verkrautet, ungepflegt, lehmig, nur ein Eckchen brauchbar abzulaufen
    4. großer Wald, sandig, Geestrücken, höher gelegen
    4a) zusammenhängende große Kiefernbestände
    4b) größere Einsprengsel Laubwald
    4c) kleinere Einsprengsel Mischwald mit Kiefern, Lärchen, Fichten, Birken
    5. Wald- und Wiesenränder drumrum, kleine Park- und Waldeinsprengsel hier und da

    Pilzsaison:
    1. große Artenvielfalt und Speisepilzparadies im Juli bis Mitte August, danach abnehmend bis total mau
    2a: der Goldröhrling ab Ende Mai in Wellen, zuletzt massenhaft, mehr und mehr auch Maronen, sonst wenig Artenreichtum
    2c und 3.: das Mittelmaß, bei gelgentlichen Besuchen nur mäßíge vermischte Ausbeute, später als bei 1. beginnend, aber auch länger anhaltend
    2b, 4a, 4b: bislang extrem wenig, Kartoffelboviste und Anhängselröhrlinge, massenhaft Ockertäublinge und irgendwelcher Kleinkram ausgenommen
    4c: selten besucht, anfangs lange gar nix, im September dann auch nicht schlecht, aber auch bei weitem nicht an 1. im Juli heranreichend.
    5. WuBi, Netzhexen, Parasole, Parkröhrlinge und allerlei anderes kümmerten sich nicht um die Konjunkturen der umliegenden Wälder.

    Also eigentlich habe ich das Gefühl, dass der ganze Sommer hier in Münster nicht zu trocken war. Es gab keine wirkliche Trockenperiode und immer mal wieder mehr oder minder viel Regen. Eigentlich dieses Jahr eine sehr extremfreie Angelenheit (...mal vom extremen Regen Mitte Juli abgesehen ...).


    Schon meine Eltern im Sauerland (100 km weg) haben aber deutlich die Empfindung 'Zu trocken'. Das mag hinkommen.

    Ich habe hier zeitweilig aber auch nach einer Woche Regen im patschenassen Wald nix gefunden, und generell war nach einem starken 'Saisonbeginn'* ab ca. Ende Juli durchgehend eine eher maue Zeit, aber 'zu kalt' mag ich für den August auch nicht gelten lassen. Es war doch eigentlich durchgehend mäßig warm und einigermaßen feucht - wie zum Beispiel der letzte Oktober, wo nach einem teilweise extrem trockenen und ebenfalls sehr pilzarmen August bis in den November noch eine ganz gute Zeit war, auch wenn es schon deutlich kühler war. Die hier in Münster extrem seltenen Pfifferlinge fand ich 1.) gegen Ende Sommer nach der langen Trockenheit, 2.) während des 1. Frosts gegen Ende November.

    Nur eine kurze aktuelle Beobachtung: Vor dem Wochenende war ich im Sauerland in diversen Lärchenwaldstückchen unterwegs - kein einziger Goldröhrling und auch sonst in diesen Waldstücken rein gar nichts, während ich dort im Juli/August schon fündig wurde. Pfifferlinge, Trompetenpfifferlinge bei Fichten gab es schon, wie im Juli und August auch, aber sämtliche Röhrlinge und Täublinge (außer Ockertäubling und minimal Maronen bei Stichproben in diversen Wäldern) Totalausfall. Extrem trocken war es dort zuletzt nicht, extrem nass auch nicht.

    Unser Lärchenwäldchen in Münster stand heute so rappelvoll Goldröhrlinge und punktuell auch Maronen, dass ich einen Großteil stehen gelassen habe. Aber wiederum in den Laubwäldern drumrum rein gar nix, wo selbst im August immer mal der eine oder andere Steinpilz oder Rauhstiel (und Täublinge eh) zu finden war.

    Es ist irgendwie doch alles komplizierter. Weder die ganz aktuelle Trocken- oder Nassheit und Temperatur scheint irgendwie klar darauf hinzudeuten, ob den gerade was geht, noch bedeutet eine sehr trockene, heiße Periode offene, dass nach ihrem Ende noch längere Zeit mau ist, noch mag eine kühle Periode im Sommer das ausschließen oder eine nasse Periode im Sommer eine Garantie für irgendetwas sein. Es kann eben genau so sein, dass ein trockener nicht zu heißer Juli und ein nasser kühler Oktober top sind, und alles dazwischen nix taugt, obs nun nass, trocken, kalt oder heiß war. Extreme mögen schlecht sein, aber vielleicht liegt ein relevanter Teil in der jeweiligen Reaktion von unterschiedlichen Baumarten auf die klimatischen Bedingungen, oder an Bodenbeschaffenheit in Kombination mit den klimatischen Bedingungen?

    * im sauren, lehmigen Laubwald, sonst nicht.

    Ich gönn euch ja den Hortiboletus beornoschupfnudelensis, aber wollt ihr nicht lieber die braunen Ritterlinge weiter zerlegen? Ich fänds gut, wenn die Röhrlinge weiter einigermaßen übersichtlich und für Anfänger unterscheidbar bleiben und man künftig nicht ständig zu hören bekommt wie 'ohne meinen Taschensequenzierer sage ich nix' oder pseudohortibubalinus agg., wenn man irgendson kleinen Filzröhrling präsentiert. Braune Ritterlinge interessieren hingegen eh fast niemanden, da kommts nicht mehr drauf an, obs nun 10 oder 100 Arten mehr sind.

    Viel Erfolg!

    Derart dunkle gibt es hier auch, und zwar gerne mit der auffällig scharf abgegrenzten weißen 'Hutkante', wie auch hier anstzweise zu sehen, besonders bei dem in der Mitte. Das kann man mal als Warnsignal mitnehmen, ist bei Marone oder Kiefernsteinpilz mE so nicht zu sehen.

    Also bei allen Röhrlingen würde ich sagen, dass wenn auf Druck mit dem Finger auf die Huthaut die Druckstelle als Delle zurückbleibt, sind sie definitiv 'drüber'. Auch wenn die Röhrenfarbe gegenüber der üblicher an Stellen heller, weißlicher/gräulicher, ausfällt, würde ich die Finger weglassen, weil Schimmelverdacht.
    Ansonsten gibt es da keine Generalregel meine ich, sondern es ist mehr der Gesamteindruck der zählt, aber wenn weicher als üblich, wenn das Fleisch irgendwie glasig wirkt (z.B. beim Maipilz, der nicht -ritterling genannt werden sollte), eher weg damit.

    "Der Bubalinus, das unbekannte Wesen"?


    Über dessen Eigenheiten wurde ja schon jüngst einiges geschreiben. Und da ich dieses Jahr immer mal wieder Exemplare fand, bei denen ich gerätselt habe, ob er es sein könnte, habe ich mal nach Vergleichen gesucht und bin auf diesen Artikel gestoßen, der verschiedene Bubalinus-Kollektionen in Italien zu einer Art Artbeschreibung zusammenführt:


    (PDF) Additional data and iconography concerning Xerocomus bubalinus from Central and Northern Italy


    Um den Zusammenhang mit den hier vorgestellten zu ziehen: Aufmerksam wurde ich durch die Formulierung im Ausgangsbeitrag, dass er nur kurz blaute. Das ist genau der Fall gewesen bei einigen Exemplaren, die ich fand, die von der Stielfärbung sehr genau zu den Abbildungen in diesem Beitrag aus Italien passten, nur wirklich kurz, wenige Minuten blauten, das vor allem über den Röhren, kaum bis gar nicht orange bzw. Karottenpünktchen an der Stielbasis zeigten und im Stiel deutlich eher pinke Töne und weder das kräftige, dunkle Rot des 'gemeinen' Rotfußes noch das eher düstere Moment des 'falschen' zeigten. Letzteres fehlt allerdings denen hier im Ausgangsbeitrag doch arg. Vielleicht ist's 'das Alter': "stipe surface almost entirely reddish-pink, at least till maturity" (Quelle s.o.)



    Im Unterschied zu meinen Funden dieses Aussehens haben solche mit eher ausgeprägten 'Karottenzonen' eher gar nicht geblaut.


    Aber vielleicht ist das ja auch viel zu einfach und soooo leicht wollen die uns das gar nicht machen. (siehe auch diesen Beitrag von Schupfnudel: Filzröhrlinge... ... oder auch der Beitrag von Pablo (Beorn) in einem anderen Forum: Röhrling im Park- Steinpilz? Blau im Anschnitt? Neue Bilder - Pilzbestimmung - 123Pilzforum )

    Findet Ihr vielleicht auch so heraus!

    Ein erster Versuch bei Lamellenpilzen mit hellen Lamellen und ohne Ring oder Knolle am Stiel wäre: Bricht der Stiel glatt durch wie styropor oder bricht er faserig. Im ersten Fall wäre man bei Täublingen oder Milchlingen. Sonst bei den vielen anderen Gattungen mit Lamellen.


    Ich tippe aber mal auf erstes.Und dann kann man in einem guten Pilzlexikon (ggf. auch online) gut nach den Farben (Hut, Stiel, Lamellen, und wie er sich beim Durchschneiden verfärbt) suchen. Da bleibt schon gar nicht nicht mehr so viel übrig.

    (Aber man sollte sich auch nicht 100% auf ein Buch oder eine Pilzseite im Internet verlassen! Sie sind nicht unbedingt sehr vollständig, nicht alle Beschreibungen sind völlig eindeutig und nicht immer sind potenzielle Verwechslungsmöglichkeiten sorgfältig aufgelistet!)

    ... beim gelben wäre das Verfärbungsverhalten spannend zu beobachten. Ich habe zwar auch Einträge gefunden, dass er sofort schwärzt, würde aber ansonsten eher sagen: Erst leicht Richtung rötlich/rosa, dann über rotbraun bis fast tiefschwarz und später evtl. wieder aufhellend.

    In Münster habe ich heuer zwar noch keinen einzigen Pfifferling gefunden, aber ansonsten geht wieder etwas mehr.

    Meine Münster-Röhrlingsliste-2021 ist diese Woche um zwei Arten angewachsen:
    - Schmarotzerröhrling (bei den 100000en Kartoffelbovisten überall ja auch nicht so überraschend)
    - Leccinellum Crocipodium (schon eher überraschend, die Verbreitungskarte der DGfM weist ihn aber zumindest im südöstlichen Münsterland schon aus).

    In Münster gibt es jetzt auch längst nicht mehr die Vielfalt wie im Juli und Anfang August. Es wandelt sich auch der Schwerpunkt: Im bislang pilzreichen lehmigen alten Laubwald sind kaum noch Röhrlinge (aber nach wie vor viele Täublinge, sonst auch nix richtiges zu essen), im bislang pilzarmen sandigen Kiefern-Birkenwald gehts los: Da kamen zuletzt auffällig die Filzröhrlinge, die im lehmigen Laubwald vor ca. zwei Monaten auch in großer Menge die Vorhut bildeten. Konjunktur in allen Wäldern haben die Kartoffelboviste, Knollenblätterpilze, Scheidenstreiflinge, und auch Gallenröhrlinge trotzen dem Auf und Ab.