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letzter Beitrag von PILZFREUND78 am

Bitte um Bestimmungshilfe

  • Hallo,

    auf jeden Fall sollte man verschimmelte Pilze (Schimmel - das ist der weißliche Belag auf dem Röhrenfutter) auch nicht trocknen! Dann droht eine unechte Pilzvergiftung!


    VG Ulla

  • Hallo pilzi, die sind schon grenzwertig. Aber solange die nicht (übermäßig) madig und matschig sind und kein Schimmel daran ist, kann man die schon noch trocknen, wenn man denn nichts besseres findet.

    Wobei es da sicher auch rigorosere Meinungen gibt als meine.


    Immer dran denken, es gibt mehr Pilzvergiftungen wegen überalterten Pilzen als wegen giftigen Pilzen.


    LG, Bernd

  • Moin,


    schließe mich den anderen an, Gallenröhrlinge und Maronen.

    Die Gallenröhrlinge sind frisch oft fast ganz weiß an den Röhren, aber das Stielnetz ist nicht zu übersehen, nicht weißlich wie beim Steinpilz.

    Die Maronen auf den Bildern sind eindeutig und meines Erachtens allesamt nichts mehr zum Essen. Die blauen natürlich auch im Korb bei Druck auf die Unterseite, im Wald schön gelblich, 2 Std. später zu Hause blau, aber die wirken schon ziemlich hinüber. Weder zum Essen noch zum trocknen geeignet würd ich sagen. Lieber nicht.


    LG

    Daniel

  • Noch eine kleine Ergänzung: überständige Pilze sind magen- darmgiftig. Ganz gleich ob getrocknet oder frisch gammelig zubereitet. Du schiebst den Brechdurchfall durchs Trocknen lediglich für später auf.

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

    Pilzsachverständige findest du hier.

  • Ja, sehr wichtig, was Wutzi schreibt, lamproderma hats ja auch geschrieben. Eine Lebensmittelvergiftung muß nicht sein. Hatte ich bereits zwei Mal im Leben.

    Ist gar nicht witzig. Hatte es von einem Döner, wo man es absolut nicht geschmeckt hatte und am heftigsten von eingelegtem Fisch vom Wochenmarkt.

    Hohes Fieber bis 40 und 2 Wochen üble Magenschmerzen samt Durchfall. Dazu kamen leichte Herzrythmusstörungen, zurückgeblieben ist zum Glück nichts.

    Dann lieber mit leerem Korb nach Hause.

  • Ja, sehr wichtig, was Wutzi schreibt, lamproderma hats ja auch geschrieben. Eine Lebensmittelvergiftung muß nicht sein. Hatte ich bereits zwei Mal im Leben.

    Ist gar nicht witzig. Hatte es von einem Döner, wo man es absolut nicht geschmeckt hatte und am heftigsten von eingelegtem Fisch vom Wochenmarkt.

    Hohes Fieber bis 40 und 2 Wochen üble Magenschmerzen samt Durchfall. Dazu kamen leichte Herzrythmusstörungen, zurückgeblieben ist zum Glück nichts.

    Dann lieber mit leerem Korb nach Hause.

    Du schreibst es, Daniel. Es kann richtig übel kommen. Mit Rettungsstelle und Krankenhaus am Tropf wegen Elektrolytmangel. Der Körper trocknet einfach aus. Verhaltet euch bei Waldpilzen wie an der Gemüsetheke im Supermarkt. Da nehmt ihr ja auch nur einwandfreie Ware mit und lasst das Gammelgemüse liegen.

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


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  • Moin,


    Insbesondere die Pilze im Supermarkt sind oft interessant. Also um einige Arten in verschiedensten Auflösungsstadien bewundern zu können, ist oft kein Gang in die Natur nötig.

    Ich habe einmal einem Marktleiter in einem Edeka Markt beim Anblick völlig verotteter, teils schleimiger, abgepackter Maronen und Pfifferlinge die Meinung gegeigt, das es geraucht hat und den mal aufgeklärt. Der war ja geknickt danach und die haben alles vor meinen Augen aus dem Regal genommen. Hatte ihm da etwas entsprechendes zum Thema von der Seite der DGFM auf dem Handy gezeigt, das hat gereicht.

    War zwei Stunden später nochmal da, um zu schauen, ob die sie nicht einfach wieder eingeräumt haben, nein haben die nicht, man weiß ja nie so genau.

    Vielleicht sammel ich ihm mal ein kleines Schälchen frische und schenk sie ihm:giggle:. Die kann er dann mal ein zwei Wochen beobachten beim Gammeln.


    LG

    Daniel

  • Also bei allen Röhrlingen würde ich sagen, dass wenn auf Druck mit dem Finger auf die Huthaut die Druckstelle als Delle zurückbleibt, sind sie definitiv 'drüber'. Auch wenn die Röhrenfarbe gegenüber der üblicher an Stellen heller, weißlicher/gräulicher, ausfällt, würde ich die Finger weglassen, weil Schimmelverdacht.
    Ansonsten gibt es da keine Generalregel meine ich, sondern es ist mehr der Gesamteindruck der zählt, aber wenn weicher als üblich, wenn das Fleisch irgendwie glasig wirkt (z.B. beim Maipilz, der nicht -ritterling genannt werden sollte), eher weg damit.

  • Hallo Pilzi,


    einige Kriterien:


    -sehen sie Pilze beim Ernten frisch aus oder haben sie dass schon auffällige Verfärbungen (nach dem Transport ist das was anderes)


    - Madengänge, die man nicht ausschneiden kann, so dass nix übrig bleibt


    - fühlt sich der Pilz fest an oder ist er matschig (Dellentest am Hut)


    - ist er zu arg von Schnecken oder Mäusen zernagt


    - gibt es Spuren von Schimmel (manchmal schwierig von Sporenpulver abzugrenzen)


    - ist der Pilz schon arg weit aufgeschirmt


    - riecht der schon seltsam (anders als er riechen sollte, ggf. auch nach Hundepippi)


    - würde ich den Pilz im Supermarkt kaufen, wenn er so aussähe?


    Mehr fällt mir gerade nicht ein.


    LG Michael

  • Hallo pilzi,


    bei Röhrlingen sollte keine Delle auf dem Hut bleiben, wenn man mit den Finger hinein drückt. Die Röhrenfarbe sollte frisch wirken und der Pilz frei von Schimmel sein. Lamellenpilze sollten in den Lamellen ihre ursprüngliche Farbe haben. Beim Hallimasch zum Beispiel mehr weiß und nicht bräunlich. Früher gab es den Tip mit dem Klopftest für viele knackige Arten. Da sollte man ein Geräusch auf dem Tisch hören. Aber klopf mal mit Krause Glucke oder Stockschwämmchen. Allgemein gilt für Pilze das Gleiche, wie beim Obst und Gemüsekauf auf dem Markt. Fleckige oder strohige Bohnen werde ich doch gar nicht erst kaufen. Und wenn der Paprika ein matschiges Loch zeigt, bleibt er auch liegen.


    Beste Grüße

    Stefan F.

  • Hallo pilzi,


    was auch noch wichtig ist, das Thema Frost. Nach frostigen Nächten im Herbst könnten die Fruchtkörper angefroren gewesen sein. Das beschleunigt den Zersetzungsprozess beim tauen. Es gibt Arten, die haben, zumindest so wie mein Wissensstand ist, eine Art Frostschutz, ich glaube Samtfußrüblinge. Ist aber keine Art die ich sammle.

    Bei Röhrlingen und den meisten anderen ist das nicht so.

    Direkt angrenzende offenkundig schimmlige Pilze ebenfalls beachten.

    So wie es die anderen auch bereits beschreiben.

    Keine Plastiktüten zum sammeln. Daher auch bei eingeschweißten Pilzen im Supermarkt, ich kaufe die nicht, nur lose, die ich mir einzeln anschauen kann.


    LG

    Daniel

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