Beiträge von Suku

    Super, danke. Immer neue Tipps, die mich weiter bringen. Die Blende habe ich sehr weit geöffnet. Allerdings musste ich den Kondensator etwas weiter nach unten drehen, um überhaupt etwas zu sehen. Die Schärfe ist damit definitiv verbessert.

    Die Interpretation des Gesehenen finde ich, trotz der Vergleiche mit der Literatur, extrem schwierig. Sporen kann ich schon, gab es in diesem Präparat aber nur vereinzelt. Das ist aber ja auch gut mit Basidiolen in Einklang zu bringen.


    LG Michael

    Hallo miteinander,


    ich habe am Wochenende mangels Frischmaterial einen getrockneten Röhrling eingeweicht, ich denke am ehesten einen der Rotfußröhrlinge. Sicher bin ich nicht, weil ich als Grundlage für Pilzpulver verschiedene getrocknete Einzelexemplare von Röhrlingen gemeinsam gelagert habe. Als Übung habe ich ein Stück der Fruchtschicht nach dem Wässern entnommen, zerzupft, gefärbt mit Kongorot, wieder gewässert, gequetscht und bei 1000er Vergrößerung mit Immersion mikroskopiert. Diese Strukturen habe ich, neben anderen, gefunden.




    Jetzt behaupten meine Recherchen, dass ich da wohl eher die Konidienträger eines Schimmelpilzes im Bild habe, als Basidien. Also leckeren Befall <X

    Kommt das hin?


    LG Michael

    Meine Katze sammelt z.Z. auch wieder fleißig Zecken, obwohl sie alt und träge ist. Nachdem ich gestern eine rausgezupft habe wollte ich mir die Beißwerkzeuge mal näher anschauen, musste aber eine erstaunliche Entdeckung machen: offensichtlich geht beim Entfernen ein Stück Haut mit ab, was den Blick auf die Mandibeln verwehrt. Mit bloßem Auge nicht zu erkennen:



    Gruselige Grüße

    Michael

    Hallo miteinander,


    nach langer Suche habe ich endlich ein neues, gebrauchtes Spielzeug gefunden und hoffe, jetzt bessere Makrofotos machen zu können.


    Olympus TG6, damit komme sogar ich einigermaßen klar:


    Gundermann


    Danke, Benjamin, für den Link zum Köhlervideo. Ich hab's mir angesehen. Weil ich nicht verstanden habe, was bei den Arbeitsschritten genau passiert, habe ich bei YouTube zum Thema "Köhlern" gestöbert. Abgesehen davon, dass ich jetzt hochwertige Holzkohle selber herstellen kann, hat mir das Verständnis zur Optik weitergeholfen. Ich habe dazu dieses Video gefunden:


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    Vielleicht hilft es ja auch noch jemand anderem. Für mich war gut, das es eine AI-Übersetzung ins Deutsche gibt.


    LG Michael

    Danke, Konstantin. Ich habe zwar keine Stereolupe, aber mit dem Rasierklingen-Hackebeilchen ganz viele Stückchen hacken und das kleinste/dünnste davon unters Deckglas, das werde ich auch mal versuchen. Das Wasser gebe ich mit einer Spritze mit Nadel dazu, damit lässt sich auch ein feiner Tropfen dosieren.


    LG Michael

    Danke Jörg, von der Inflationslorchel wusste ich bislang noch nix. Auch den hohen Spritpreisen geschuldet, nehme ich an.

    Guten Morgen,


    ich jage bereits seit 5 Jahren erfolglos jedweder Art von Morcheln nach. In diesem Jahr hatte Ich bislang weder Zeit noch Motivation dazu. Meine Augen scheinen einfach nicht darauf geeicht zu sein. Beim Osterspaziergang ließ sich aber wenigstens ein entfernter Verwandter finden:


    Frühjahrslorchel (Gyromitra esculenta)





    Ich habe ja immer etwas Bauchschmerzen, einen Pilznamen mit Überzeugung zu posten, weil ich befürchte, dass der seit gestern in mindestens 5 neue Arten aufgesplittet ist.


    LG Michael

    ich schwöre auf Zupfpräparate bei Lamellenpilzen. Mit einer feinen Pinzette ein Stückchen Lamelle (mit Schneide) abzupfen und dann gut quetschen. Reicht für die meisten Fälle aus.

    Danke Stefan, das habe ich auch so ähnlich probiert: ein kleines Stück abgezupft, dann mit zwei Nadeln auseinandergezutzelt, einen Tropfen Wasser drauf, Deckglas drauf, dann gequetscht. Allerdings hätte ich wohl mehr quetschen sollen, wie Peter schreibt. Zuviel Material hatte ich ja selbst auch schon vermutet.


    das erste Bild (Sporen) ist schon ganz gut.

    Bei den anderen ist zu viel Material unter dem Deckglas und zu wenig gequetscht.

    Wahrscheinlich ist auch zuviel Flüssigkeit darunter.

    Und wenn du die Blende noch deutlich weiter öffnest, werden die Bilder schärfer.


    Aber genau so geht Mikroskopie! :daumen:

    Danke auch dir, Peter. Ja, zu wenig gequetscht habe ich wohl wirklich. Das erste Bild (Sporen vom Stockschwämmchen) ist vom gleichen Präparat, wie auch die nächsten drei. Mit der Blende habe ich experimentiert und hatte das Gefühl, dass die Kontraste zu sehr verloren gehen, wenn ich sie viel weiter öffne. Und zuviel Wasser? Werde ich auch mal drauf achten. Ich werde weiter probieren und die Versuche ins Forum stellen. Die Rückmeldungen sind sehr hilfreich für mich.


    Liebe Ostergrüße


    Michael

    Frohes Fest miteinander,


    Ostern bedeutet arbeitsfrei und damit etwas Zeit für dies und das. Ich konnte gestern im Park ein paar bekannte Pilze finden, die ich wenigstens auf Gattungsebene einordnen kann. Eine gute Gelegenheit, um das Mikroskop nochmal auszupacken. Mögliche Färbemittel und Grundchemikalien stehen noch im Mykoshop, sind aber bestellt. Einen flüchtigen Blick in die Literatur zur Mikroskopie konnte ich werfen. Ich habe mich zunächst auf die Lamellenschneiden in Wasser beschränkt. Tipps zur Einstellung der Blende habe ich versucht umzusetzen.


    1. Gemeines Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis)







    2. Erdritterling (Tricholoma sp.)








    Dann noch 3.

    ein Rasling, wahrscheinlich ein Büschelrasling (Lyophyllum sp.)








    Weder beim Ritterling noch beim Rasling konnte ich ich reife Sporen finden. Ich glaube, die Präparate hätte ich noch besser zerzutzeln können. Es ist alles immer noch etwas zu kompakt. boccaccio würde sagen: da liegt gefühlt der halbe Pilz unter dem Mikro :) .


    LG Michael

    Ein Urwald mit einzelnen Lichtinseln durch Entnahme einzelner Baumindividuen wäre sinnvoll.

    Hej Uwe,


    das würde ja, wenn es konsequent und wiederholt erfolgt, die zwischenzeitliche Besiedlung von Pionierbäumen bedingen und damit der Diversität dienlich sein. Solche Ansätze ließen sich auch mit forstwirtschaftlichen Interessen vereinbaren. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass sich Interessen des Umweltschutzes nur realisieren lassen, wenn auch andere, z.B. wirtschaftliche oder Ansprüche an die Erholungsqualitäten des Waldes, berücksichtigt werden.


    LG Michael

    Hallo zusammen,


    betrachtet für Nord- und Mitteldeutschland würde für lange Zeit unbewirtschaftete Gebiete (also "Urwald") bedeuten, dass es einen an Baumarten eher armen, Rotbuchen dominierten Wald gäbe, der mit dichtem Kronendach wenig Licht auf den Waldboden durchlässt. Die Diversität sowohl an Bäumen, als auch an Unterholz und krautigen Pflanzen wäre eher gering und nur in Lichtungen bei umgestürzten Bäumen zu finden. Bei liegendem Totholz würde sich eine größere Artenvielfalt an Insekten und Pilzen finden, die allerdings sehr spezialisiert wäre. Für die Artenvielfalt wäre eine Mischung von unbewirtschafteten und bewirtschafteten Flächen am günstigsten. Ähnlich sieht es für die CO2 Bilanz aus. Dicke, alte Bäume speichern zwar primär mehr CO2, als jüngere Bäume, allerdings ist die regelmäßige Entnahme von Bauholz hier noch günstiger, weil weniger CO2 durch die Verrottung in den Kreislauf zurückgelangt. Es gibt also keine einfache Antwort auf die Frage, was jetzt ökologisch sinnvoller ist. Klar ist aber: Forstwirtschaft, die möglichst wenig Zerstörung v.a. in den Bodenstrukturen mitbringt, die Diversität bei der Bepflanzung mitbringt, die Umweltfaktoren, wie Feuchtigkeitshaushalt, Böden, Klima berücksichtigt sind aus ökologischer Sicht sinnvoller, als Fichtenplantagen im Flachland. Und: ein Umgang mit Flächenressourcen, der langfristig den Interessen und Bedürfnisse der möglichen Nutzenden widerspricht (z.B. Wald als Erholungsfläche) würde ich auch nicht als nachhaltig bezeichnen.


    LG Michael

    Danke, Wolfgang P., ich werde beim nächsten Mikroversuch auf die Einstellung, wie du sie beschrieben hast, achten. Auch der Tipp mit Bingen ist attraktiv. Momentan bin ich zeitlich ziemlich limitiert, habe aber hier in diesen Thread sehr viele Hinweise bekommen, die ich in der nächsten Zeit versuchen werde nach und nach umzusetzen. Dabei ist es sehr vorteilhaft, dass das hier so komprimiert zusammen steht.

    Danke dafür.


    LG Michael

    Hi Matthias,


    nein, Schleimpilz sind keine Schimmelpilze, genau genommen nicht einmal Pilze. Es sind einzellige Lebewesen, weder Tier noch Pflanze noch Pilz. Mir ist nicht bekannt, ob das Sporenpulver gesundheitsschädlich ist. Gut ist eine hohe Sporendichte in Innenräumen nicht, das wissen Pilzzüchter, die sich gegen das Einatmen schützen. Große Sorgen würde ich mir allerdings wegen der Sporen eher nicht machen. Nichts desto trotz ist es natürlich wichtig, die Feuchtigkeit zu beseitigen dann verschwindet der Schleimpilz von selbst.


    LG Michael

    Hallo Helmut,


    ich schnuppere eigentlich immer an meinen unbekannten Funden. Allerdings konnte ich nichts Spermatisches, Kakaoartiges, Parfümiertes oder sonstwie Süßliches wahrnehmen. Der Fruchtkörper roch, wie schon im Eingangspost beschrieben, am ehesten erdig, vielleicht etwas muffig. Frühe Fruchtkörper sind allerdings in dem Park nicht ungewöhnlich. Hier in der Kölner Bucht ist es schnell warm im Jahr. Der Fundort liegt leicht am Hang nach Süden exponiert. Ich fand 2024 am 10.März im gleichen Park den ersten Flockie:


    LG Michael

    Ich kann dir auch wärmstens die Onlinetreffen empfehlen. Da zeigt boccaccio seine legendären Mikrobilder, erklärt was es ist und wie er sie macht ( färbt, herstellt etc.) - wirklich sehr empfehlenswert.

    Ja, eine gute Idee. Mittwochs ist's bei mir allerdings ziemlich eng. Ich schaue mal, wie's klappt.

    Pfüati

    Wow, danke Peter. Das liest sich sehr gut, habe mir schon einen Termin zum Starten rausgesucht und werde jetzt mal Kontakt aufnehmen. Bonn ist für mich sahnemäßig, komme ich sogar mit Öffis gut hin. Am 21.5. geht's um Dauerpräparate auch für Anfänger von Jörg Weiß. Fun Fakt ist, dass ich am Veranstaltungsort schon während meines Studiums war. Tolle Location mit dem Botanischen Garten direkt nebenan. Sicher auch für Pilze nicht die schlechteste Gegend.


    LG Michael

    Hi Peter,


    ich wohne östlich von Bonn, der AK Bergisches Land trifft sich in und um Wuppertal herum, soweit ich erinnere. Das ist von mir aus noch ein gutes Stück entfernt. Erstaunlicher Weise konnte ich um Bonn herum nichts finden, aber vielleicht hast du dazu mehr Informationen?


    Die Idee ist auf jeden Fall gut, ich habe in den 2 Tagen in Lehesten letztes Jahr gemerkt, wie hilfreich es ist mit Kennern unterwegs zu sein. Bis dahin war ich völlig autodidaktisch unterwegs, allerdings mit formidabler Unterstützung durch das Forum.


    LG Michael

    Danke für die vielen hilfreichen Kommentare, Ideen, Anregungen, Literaturtipps und Quellen, Aufmunterungen hier und auch hinter den Kulissen. Jetzt habe ich erstmal viel zu lesen und freue mich drauf. Zur Erstellung anständiger Präparate braucht es sicherlich noch viel Praxiserfahrung, wenigstens habe ich aber jetzt schon etwas mehr Ideen zur konkreten Vorgehensweise und weiß außerdem, wo ich weitere Infos dazu finde. Für mich ist es immer wieder überraschend, wie unglaublich freundlich und hilfsbereit das Gros der Teilnehmenden hier im Forum ist :daumen: .


    LG Michael