Beiträge von Suku

    Verehrte Wissende,


    ich war am Donnerstag im Park und habe einen Fruchtkörper gefunden, von dem ich überzeugt war, dass ich ihn zu Hause bestimmt bekomme. Heute hatte ich endlich Zeit, ihn unters Mikroskop zu legen. Ich kann mich nichtmals auf eine Gattung einigen. Am ehesten bin ich bei einer Hebeloma, auch wegen der Sporenform.


    Fundort auf einer Wiese,

    einziger Baum in der Nähe ist Eiche.

    Der Fruchtkörper wuchs solitär.

    Leider ist mir die Stielbasis abgebrochen.

    Ich konnte keinen spezifischen Geruch ermitteln, auch nicht die erwartete Rettichnote, am ehesten leicht fruchtig.

    Auffällig ist die bräunlich-fleckige Verfärbung auf dem Hut, der cremeweiß anmutet. Am Hutrand und an den Lamellen sind Wassertropfen erkennbar, obwohl es nicht geregnet hat, entsprechend werden das Gutationstropfen sein.



    Die Lamellen sind burggrabenähnlich angewachsen mit zahlreichen Zwischenlamellen. Die zahlreichen kleiig wirkenden hellen Punkte an den Lamellenschneiden erinnern mich an den Tränenden Saumpilz (Lacrymaria lacrymabunda), wenn natürlich auch in anderer Farbe.

    Der eher glasigen Stiel ist zumindest in der oberen Hälfte hell beflockt.



    Die Sporen (im Abwurf-Pulver hellbraun)




    Maße in Wasser aus dem Abwurf (n=28)

    L 10,22 – 10,55 – 10,89 µm

    B 5,69 – 5,84 – 5,98 µm

    Q 1,73 – 1,81 – 1,89


    Min–Max

    L 9,01 – 12,19 µm

    B 4,79 – 6,52 µm

    Q 1,56 – 2,45 µm


    Lamellenschneide in stark verdünnten Phloxin B, was ich als Cheilocysteiden interpretiere:



    Ich bin bei Hebeloma crustuliniforme (Blassgrauer Tränenfälbling) gelandet.


    Kann das hinkommen? Und bitte, bitte: ich wünsche mir sehr, dass es kein Seifenritterling ist =O .


    Danke für's Lesen und kommentieren.


    LG Michael

    Hallo KI,


    muss ich bei dir eigentlich die Höflichkeitsform einhalten, oder ist die das nicht wichtig?


    Also: ich habe dieses wirklich tolle Programm installiert und es begeistert mich. Allerdings habe ich ein Problem mit der Referenzmessung. Ich habe mein Objektmikrometer unter's Mikro gelegt, eine Strecke gemessen und wollte diese Messung fest als Referenzmessung speichern. Es kommt aber immer eine Fehlermeldung, wenn ich bei einer Messung die Referenz laden möchte: Ungültiger Verweis auf ein Originalbild. Eine vorläufige Lösung habe ich gefunden, indem ich manuell die Anzahl der Pixel für einen Mikrometer eingebe. Auf Dauer ist das aber lästig. Das Referenzbild habe ich in den Ordner gelegt, in dem auch der Programmstarter liegt. Dort habe ich auch die Datei der Referenzmaße im Format *.json. Ich arbeite mit Linux. Vielleicht kannst du helfen?


    LG Michael

    Wow, ein Platz unter den Top 5! Und das bei Schleierlingen, ich freue mich sehr :grotwerd: . Nach einem Versuch und der Info, dass es mehrere Arten sind, fiel ein Schleier auf mich und mein Gehirn und ich hatte einen lila-out.


    Danke, Benjamin, für deine Idee und deine Arbeit.


    LG Michael

    Hi Bayer,


    du hast einen der Riesenschirmlinge gefunden, vielleicht einen Parasol. Schau dir den Stiel an. Gibt es eine Natterung? Und versuche den Ring zu verschieben am Stiel. Das ist bei den Riesenschirmlingen möglich. Eine Bestätigung zur Essbarkeit wirst du im Forum nicht bekommen, weil eine Bestimmung über Bilder nur eingeschränkt möglich ist. Neben der Bestimmung der Art ist für die Einordnung der Essbarkeit auch der Zustand, das Alter des Fruchtkörpers nötig zu ermitteln, das geht nur mit allen Sinnen.

    Zeige vielleicht noch ein Bild, das den Stiel in Nahaufnahme zeigt.


    LG Michael

    Hallo waldmaus,


    zunächst mal: (welcome)


    bitte lasse dich nicht abschrecken und erstelle gerne weitere Beiträge hier. Im Allgemeinen sind die Forenteilnehmer*innen hier recht freundlich und nicht so ruppig. Natürlich kannst du dich hier einarbeiten und wirst dann auch Anfragen stellen, die eine Hilfestellung bei der Bestimmung ermöglichen.


    LG Michael

    Hi Xenia,


    mit dem Kuhröhrling liegst du m.E. richtig. Die eckige Form der Röhren ist u.a. charakteristisch. Funfakt: wenn du ihn erhitzt, wird er lila.


    LG Michael

    Hi Ignatz,


    der Pilz ist so nicht bestimmbar, weil viele Pilze von oben betrachtet etliche Verwechslungspartner haben. Erstelle auch ein Bild von unten, incl. des Stielteils, der im Boden steckt. Mache einen Längsschnitt vom Hut bis zur Stielbasis und erstelle ein Bild davon, schaue dich um, welche Bäume im Umkreis zu finden sind, beschreibe den Geruch. Damit gibt es eine Chance, hier weiter zu kommen.


    Übrigens: du kannst den Pilz getrost anfassen, da passiert nix.


    LG Michael

    Hallo zusammen,


    ich hänge mich mal an das Thema dran: in meinem Vorrat habe ich 30%ige KOH-Lösung. Zum Mikroskopieren verdünne ich die immer unter Zugabe von Wasser aus einer Spritze nach Augenmaß. Muss ich die Lösung für die Reaktion auf Pilzen auf 20% verdünnen, oder geht das auch mit 30 %iger Lösung? Und noch eine Zusatzfrage: erkenne ich, wenn die Lösung "zu alt" ist?


    LG Michael

    Interessant, wie weit und wohin dieser Thread abgeschweift ist...erst "erzieherische" Bemerkungen zu Plastiktütensammlern, dann "wer sammelt worin seine Pilze" und jetzt "wohin gehen/wehen die Sporen"! Aber alles irgendwie spannend... :gzwinkern:

    Jetzt fehlt noch die Problematik der Plastiktüten, die ähnlich der Pilzsporen überall herum(f)liegen. Dann wäre der Kreis geschlossen.

    Hallo Sigi,


    du hast den richtig erkannt: mit der "goldenen" Farbe und dem Fundort an einer Lärche, aber auch mit diesem Ansatz am Stiel, der einen Ringrest darstellt, ist das ein Goldröhrling (Suillus grevillei).


    Den anderen kannst du, wenn du möchtest, ein paar Stunden in ein Wasserglas stellen, nachdem du den Fuß abgeschnitten hast. Wenn er aufgeschirmt ist kannst du ihn sicherlich erkennen.

    LG Michael


    Edit: Matthias war schneller.

    Hej vinqq,


    mit dem Sammeln von Stockschwämmchen hast du dir eines der heikelstens Gebiete für die Speisepilzsammlung ausgesucht. Es gibt Beispielbilder, bei denen Stockschwämmchen und hochgiftige Gifthäublinge an einem Stumpf wachsen. Erfahrene Pilzsammler kontrollieren akribisch jeden einzelnen Fruchtkörper. Das Risiko, einen Bestimmungsfehler zu machen ist hoch und zumindest bei mir trübt die Sorge, einen Fehler gemacht zu haben auch den Genuss. Ich kenne deine Erfahrungen nicht, würde dir aber, so du nicht erfahren bist, dringend vom Verzehr von Stockschwämmchen abraten, wenn kein Pilzsachverständiger drüber geschaut hat.


    LG Michael

    Ja, lustig, so unterschiedlich sind die Menschen. Ich habe ziemlich viel Arbeit und auch etwas Geld investiert, um die Pilze des Hauses zu verweisen. Die Zeiten ändern sich :gkopfkratz: .


    LG Michael

    Hallo Ihr,
    ich war ja einige, naja längere Zeit, nicht mehr im Forum, habe heute aber ein "extremes Leiden" ;) was sich wunderbar für einen Stammtisch eignen würde, da sicher einige durchaus "mitleiden", naja eher wohl Lachen, würden ... - nur - was ist denn mit dem Stammtisch passiert? Da ist ja anscheinend nicht mehr wirklich was los. Klärt mich doch bitte einmal auf.
    Liebe Grüße
    Maria

    Ach, weißt du Maria, die Leute hocken alle vor dem Bildschirm, Interaktion findet nur noch in Foren und anderen sozialen Netzwerken statt. Deshalb ist der Stammtisch ziemlich verwaist. Ab und zu schaut mal jemand von den Älteren rein. Wenn's dann hier aber so leer ist, wird oft noch nicht einmal mehr feucht durchgewischt. Und neue Leute finden den Weg offensichtlich nicht mehr, seit der Gockel den Stammtisch nicht mehr listet.



    LG Michael

    Hallo miteinander,


    na, ihr habt wohl Recht und die Antwort war vielleicht eher an mich selbst gerichtet, als an Hendrik. In meinem Kopf waren Wulstlinge und Knollenblätterpilze lange Synonyme und deshalb gehörten in meinem Halbwissen auch Perlpilz, Pantherpilz, Fliegenpilz etc. zu den Knollis. Für mich war es ein ziemlicher Aha-Effekt, als ich davon las, dass es mit Sektionen weitere systematische Trennungen gibt. Wann jemand ein besserwissender Pilzexperte ist vermag ich nicht zu sagen. Allerdings bin ich mir sicher, dass ich nicht zu den Experten gehöre. Besserwissend vielleicht manchmal, weil es so schön wäre, dazuzugehören. Seht es mir nach, zu Verwirrung wollte ich jedenfalls nicht beitragen.


    LG Michael

    Hi Hendrik,


    wobei die deutsche Bezeichnung Knollenblätterpilz bei A. citrina irreführend ist. Systematisch gehört der gelbe Knollenblätterpilz nicht zu zur Sektion der Phalloideae, sondern zur Sektion der Validae. Es ist keine giftige Art. Von anderen Wulstlingen unterscheidbar ist er auch durch seinen unangenehmen Geruch nach Kartoffelkeller, muffig, streng.


    LG Michael