Beiträge von Suku

    Hallo Foristi,


    ich fand heute unter einer Eiche im Park diesen Pilz. Vor vielleicht 3 Tagen war frisch gemäht worden... kaum was übrig :(.

    Leider sind die Bilder leicht überbelichtet, mein Smartphone ist empfindlich bei Sonne und Kontrasten mit weiß. Die Farben stimmen aber. Ansonsten roch der nach fast nix. Weitere Tests kann ich nicht machen, habe den nicht mitgenommen. Ich habe versucht, den Fruchtkörper komplett aus dem Boden zu puhlen, die Knollenscheide ist vermutlich trotzdem stecken geblieben.

    Liege ich mit meiner Vermutung grüner Knollenblätterpilz (Amanita Phalloides) richtig?


    LG Michael






    Hi PDPAP,


    ich kann nicht besonders viel zur Lösung beitragen, habe aber eben, an einer Stelle, an der ich zuvor schon Agaricus Augustus fand die folgenden Fruchtkörper entdeckt. Genau genommen waren sie nicht zu übersehen.

    Ich finde, die Hutfarbe ähnelt der deines Fundes sehr. Ich habe diese Leichen nicht weiter versucht zu bestimmen, vermute aber schon anhand der schieren Größe, dass es sich ebenfalls um Riesenchampignons handelt. Ich finde, die halten oberflächlich mal einem Vergleich zu deinem Pilz stand.

    Ich habe übrigens Schuhgröße 44.


    LG Michael

    Hi,


    diese extreme Nässe im Fruchtkörper scheint typisch zu sein? Hatte ich zuletzt jedenfalls auch. Oder liegt das an der Witterung momentan?


    LG Michael

    Hallo Bernd,


    dann könnte man aber auch vermuten, dass politische Werbung den Forenfrieden gefährden könnte. Im Übrigen muss das den Betreiber bei der anstehenden Diskussion nicht daran hindern, nochmals darauf hinweisen und er könnte und dürfte trotzdem den Spekulationen über technische Machbarkeit ein Ende bereiten. Denn auch die Aussage: "selbst wenn es eine technische Lösung gäbe, wir würden sie gar nicht anstreben", hielte ich für besser, als Schweigen. Besonders ernst genommen fühle ich mich so nicht und das hat nichts mit meiner politischen Haltung zu tun.


    LG Michael

    Hallo,


    ich finde, bei aller Informatik-Expertise hier, recht bedauerlich, dass sich der Forenbetreiber Pilzmännchen hierzu nicht selber äußert. Das Thema steht hier mindestens zum 2. Mal an, es gibt viele Meinungen dazu, v.a. aber viele Spekulationen zur Haltung des Forenbetreiber und zu technischen Machbarkeiten. Diese können mit einer Stellungnahme hierzu ein für allemal ausgeräumt, wenn sich Pilzmännchen dazu äußern würde. Das könnte ja auch z.B. ein Statement sein, dass man sich politisch nicht äußern möchte. Sich wegzuducken und garnicht zu reagieren finde ich sehr unglücklich.


    LG Michael

    Hallo Schrumz,


    ich finde, du hast völlig recht, Gerüche werden sehr unterschiedlich wahrgenommen. Ich kann bei Zuchtchampis kein Anis wahrnehmen, aber wer will da schon einen Maßstab setzen.


    Ich habe aber bei mir erfahren, dass schnuppern an den Funden das Riechorgan enorm schult. An Anfang riecht vieles angenehm pilzig, irgendwann merkt man: da gibt es noch weitere Komponenten. Mir macht es mittlerweile richtig Freude, an einem Pilz zu riechen, zu versuchen, einen Vergleich zu dem Gerochenen zu finden und erst dann nachzulesen, wie der eigentlich riechen sollte.


    Ich finde auch, dass Anis und Marzipan geruchlich nichts miteinander zu tun haben, ich mag aber Anis gerne und Marzipan finde ich unangenehm. Ich vermute, da wird bei vielen die Assoziation zu Weihnachten hergestellt, eigentlich müssten dann Zimt und Nelken auch noch als Anis wahrgenommen werden 😁


    Hier ist zu den Gerüchen ein guter Thread, wie ich finde:


    Pilzgeruchs-Beschreibungen - Open Thread


    LG Michael

    Hej Oliver,


    schön von so einem jungen Mitglied hier zu lesen. Ein tolles Hobby hast du dir zugelegt und hier einen superfreundlichen Start hingelegt. Das macht neugierig, zukünftig mehr von dir zu hören. Ich habe hier als absoluter Anfänger erlebt, dass mit meinen Fragen zu Bestimmungen sehr wohlwollend umgegangen wurde und wird. Deshalb: hau raus, was du wissen willst, meist ist eine Antwort hier schon da, bevor du überhaupt gefragt hast :S.


    LG Michael

    ...gebe ich hiermit Preis, dass ich im wahren Leben gar nicht Schupfnudel heiße. :saint:...

    ja, das weiß jeder hier und ist Konvention im Forum. Schupfnudel ist der Nickname und Du grüßt, wie die meisten hier, mit deinem Echtnamen. Und der ist Schupfi.


    LG Michael

    Hi Norbert,


    ich hatte den aufgeschnitten transportiert und stundenlang hier liegen. Da war wirklich keine Verfärbung zu sehen. Im Internet steht, dass der gelbfüssige Raufuss im Laufe der Zeit schwarz verfärbt. Nach den gefundenen Bildern sind die Stielschuppen bei meinem Pilz m.E. nicht ausgeprägt genug. Aber ich habe hier in der Runde wohl mit weitem Abstand die geringste Ahnung und verfolge gerne die weitere Diskussion :cool:.


    LG Michael

    Hallo Andreas,


    der Tipp mit der Lupe ist Klasse, sogar Fotos mit dem Handy gehen damit. Ich tue mich auch beim Flockie manchmal schwer mit Netz oder nicht. Die sind manchmal arg symmetrisch angeordnet.

    Aber hier mit Lupe: nix, eher wie bei den Raufüssen, nur dezenter:




    Das erhärtet den Verdacht auf den Fahlen Röhrling nochmal, nehme ich an?


    LG Michael

    Hallo Schupfi,


    vielen Dank, die Merkmale scheinen schlüssig zu stimmen. Ich habe leider keine Chemikalien, um das festzuzurren. Bei der Beschreibung von Geruch und Geschmack war ich aber vollkommen unvoreingenommen, weil ich den ja nicht auf dem Schirm hatte. Das spricht also deutlich für deine Idee des fahlen Röhrlings. Der Hut scheint mir aber etwas zu dunkel? Wenn der schon fahl im Namen trägt :S


    LG Michael

    Liebe Foristi,


    Ich bin verwirrt. Unter einer Buche in der Stadt fand ich einen hübschen Röhrling, von dem ich zunächst annahm, er gehöre zu den Ziegenlippen (Xerocomus subtomentosus).

    Die Merkmale passen aber nicht richtig, blaut der doch überhaupt nicht. Auch der Wurzelnde Bitterröhrling (Caloboletus radicans) fällt damit raus, zumal der kein bisschen bitter schmeckt.


    Hutfleisch zitronengelb, Geschmack vielleicht leicht säuerlich, fruchtig, Geruch leicht pilzig mit einem Hauch Karbol, kaum Verfärbung beim Schnitt, wenige Maden, festes Fruchtfleisch, Poren fast so fein wie beim Steinpilz, Stielnetz allenfalls zu erahnen, eher wie beim Flocki... Anhängsel Röhrling (Butyriboletus appendiculatus)? Aber der braucht doch Eichen? An der selben Stelle fand ich vor einigen Tagen Flockis, die es ja bekanntlich sauer lieben.


    Kein anderer Baum in der Nähe, der Pilz wuchs direkt am Stamm im Wurzelbereich.

    Die Stielbasis habe ich dusseliger Weise zur Madenkontrolle abgesäbelt, es gab etwas rötliches Mycel (wir das auf den Bildern noch etwas zu sehen ist).

    Ich bin sicher, hier kann mir geholfen werden.

    Danke und LG

    Michael


    Hallo Alexander,


    der erste von Dir gezeigte Pilz ist der Riesenchampignon (Agaricus Augustus). Die Färbung des Hutes ist sehr typisch, auch das Gilben, das bei Deinem Fruchtkörper am Stiel zu sehen ist.


    Samtfußkrempling (Tapinella Atrotomentosa) hast Du m.E. richtig bestimmt.


    Ich persönlich finde es gewöhnungsbedürftig, dass Du alle neuen Funde aufsummierst in einem laufenden Thread. Ich finde das wird schnell etwas unübersichtlich. Besser fände ich, zu den jeweiligen Bestimmungsanfragen einen eigenen Thread zu eröffnen. Es gibt ja auch Leser, die nach bestimmten Bestimmungen suchen.


    Außerdem wäre gut, wenn Du zumindest bei Champignons, (Riesen)schirmlingen und Rörhlingen ein Schnittbild vom Hut bis zur Stielbasis machen würdest. Da lassen sich oft entscheidende Bestimmungsmerkmale finden. Beim 1. Pilz fehlt die Stielbasis, für die Bestimmung ebenfalls oft entscheidend.


    Deine Fotos sind super!


    LG Michael

    Hallo,


    es stimmt natürlich, dass jede/r Einzelne mit ihren/seinen persönlichen Browser-Einstellungen Werbung blocken kann. Aber es ist ja so, dass sich letztlich das Forum auch über Werbung finanziert, wie Norbert schon schrieb. Solche Werbung steht den Forum nach meinem Geschmack nicht gut zu Gesicht und als Mitglied hier möchte ich damit nicht in Verbindung gebracht werden. Dabei geht es mir nicht nur darum, dass ich selber diese Werbung lesen muss, das könnte ich ja abstellen. Nicht abstellen kann ich, dass Andere diese Werbung im Kontext mit dem Forum und damit mit mir in Verbindung bringt. Und Werbung für mich persönlich blocken und damit faktisch wegschauen, dass so etwas stattfindet, sehe ich nicht als beste Lösung.


    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das der Betreiber Pilzmännchen ebenso sieht. Entsprechend könnte man die ja mal in diesem Chat dazu rufen. Ich weiß leider nicht, wie das technisch geht. Wenn jemand eine Anleitung schreibt, hole ich das gerne nach.


    LG Michael

    Hi,


    ein Blick unter´s Röckchen hätte, bezogen auf den Schönfußröhrling, Klarheit gebracht: Caloboletus calopus hat gelbe Röhren, Rubroboletus satanas rote. Der Fundort spricht gegen den Satan, der bevorzugt kalkhaltige Laubwälder. Der Hut spricht aber m.E. eher für diesen. Der Geruch würde weitere Klarheit bringen. Für Netzhexen finde ich die zu weißhütig.


    LG Michael


    Edit: zu langsam

    Hallo Michael,

    ich habe vor einigen Tagen Flockis gefunden, an einer Buche, und damit natürlich nicht sicher Erythropus

    das stimmt so nicht. der wächst leider auch unter Buchen und Eichen. Das ist kein Ausschlußmerkmal für den normalen Flocki.


    VG Jörg

    genau! Deshalb habe ich ja auch geschrieben: ...und damit natürlich nicht sicher Erythropus. (Anm. des Verfassers: könnte also auch Xanthopus sein).

    Sonst hätte ich geschrieben:... und damit natürlich sicher nicht Erythropus. ;)


    LG Michael

    Hi Schupfi,

    ich habe vor einigen Tagen Flockis gefunden, an einer Buche, und damit natürlich nicht sicher Erythropus. Die sonstigen Merkmale widersprechen aber eigentlich Deinen beschriebenen zu Xanthopus. Zumindest keine gelbe Stielspitze und kein gelber/orangener Röhenrand. Ich füge unten ein Bilder zum Abgleich für Dich bei. Schnittbild habe ich leider nicht dabei, weil ich mir sicher zu Erythopus war. Zufallsfund und mangels Transportmöglichkeit im Rucksack mitgenommen. Da sahen die Hüte zu Hause original so schwarz aus, wie Deine. Davon hab ich leider auch kein Bild, ich hatte das auf den Transport geschoben.

    LG Michael




    Hallo Funginator,


    deine Netzhexe (ich vermute die hier auch, wegen des Stielnetzes) halbierst Du besser mit einem Längsschnitt vom Hut bis in die Stielbasis. Dann kannst Du das "Blauen" besser beurteilen, aber auch weitere Merkmale wahrnehmen. Einige Röhrlinge färben in verschiedenen Bereichen des Fruchtkörpers unterschiedlich. Ausserdem kannst Du ggf. eine Linie zwischen Röhren und Röhrenboden sehen. Netzhexen (Suillelus Luridus) haben oft einen roten Röhrenboden, den kannst du dann als Linie wahrnehmen. Natürlich kannst Du auch einfach einen Teil der Röhren beiseite schieben und schauen, ob darunter eine gelbe oder rote Fläche erscheint. Und der Madenbefall wird durch den Längsschnitt deutlich. Der ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch ein "weiches" Bestimmungsmerkmal sein. Netzhexen sind sehr häufig von Maden befallen, die festfleischigeren Flockenstieligen Hexenröhrlinge (Neoboletus Erythropus) eher selten.

    Im übrigen ist es tatsächlich so, dass die "blauenden" Röhrlinge das nicht immer gleich stark machen oder sogar manchmal gar nicht. Warum das so ist weiß ich nicht und ob das für alle "blauer" gilt auch nicht.


    LG Michael

    ...Das ist hier, wie Pablo sagen würde, dieser "ominöse Gesamteindruck". Es hilft natürlich, wenn man 50 verschiedene Fruchtkörper findet/begutachten kann und auch den normalen Flockie schon ein paar Hundert mal gesehen hat (die Version im Nadelwald sollte immer N. erythropus sein).


    Suillellus queletii im selben Habitat ist auch ganz praktisch, weil ebenfalls eine wärmeliebende Art. Hinzu kommt die extrem feine Beflockung, das starke Blauen selbst bei leichter Berührung, das dunklere Tomentum, die gelbliche Stielspitze, die gelbe Zone an den Poren am Hutrand. Ökologisch ist Linde wohl auch typisch, Aufsammlungen darunter waren meines Wissens nach genetisch alle N. xanthopus und hier kam oft kein anderer Baumpartner in Frage. Bei Fagus wird's schwieriger, da gehen beide Arten gerne ran. Hutfarbe kann man vermutlich zur Abgrenzung größtenteils ignorieren, ich habe da bei molekular bestätigten Funden alle möglichen Farbvariationen gesehen, gelb, braun, schwarz geht alles. Bei relativ neu beschriebenen Arten, muss man meistens nach Fachartikeln suchen, in den Büchern dauert das natürlich eh die bei Neuauflagen eingepflegt werden...

    Hallo Schupfi,


    danke für die ausführliche Antwort. In der Zusammenschau finde ich das überzeugend, bedeutet aber v.a., dass ein großer persönlicher Erfahrungsschatz mit vielen "sicher bestimmten" Funden nötig ist, wenn man nicht sequenzieren lassen möchte. Linde ist natürlich super eindeutig, wobei ich da i.d.R. Netzhexen finde. Die bekomme ich von N. xanthopus und N. erythropus optisch unterschieden (schon wegen der Maden :gmotz:) und dann wäre es ja eindeutig. Na, vielleicht sammle ich Belege für Zeiten, in denen ich mich mit solch speziellen Fragen weiter beschäftige.


    LG Michael