Beiträge von lamproderma

    Hallo zusammen,


    vor ein paar Tagen erhielten wir die Nachricht von einer Pilzfreundin aus Hecklingen (Salzlandkreis) dass die Roten Gitterlinge (Clathrus ruber) wieder wachsen.

    Der Fundort (in einer Kleingartenkolonnie) ist schon seit ein paar Jahren bekannt. Bisher haben wir es nicht geschafft uns die Lokalität mal anzuschauen.

    Also Fotozeug geschnappt und nach Hecklingen gedüst.

    Leider waren die Fruchtkörper dort schon ziemlich eingetrocknet und kaum des Fotos wert.´

    Der Gartenbesitzer erlaubte uns aber 2 unreife Hexeneier zu entnehmen.

    Die haben wir dann am Abend in ein Nestchen aus feuchter Erde gebettet und mit einer Plastikschale abgedeckt.

    Und juju, am Morgen war es soweit - die Hühnchen waren geschlüpft!:ghurra::ghurra::ghurra:




    Da sie allerdings schon etwas anfingen zu müffeln wurden sie nach draußen gebracht. (Gut das es noch kein Geruchs-Internet gibt! :gfreuen:)



    In Detail sieht man dass die Gleba nicht wie bei der Stinkmorchel außen ist sondern im Innern der Kugel.



    Das gefiel natürlich den Fliegen sehr gut und im Nu versammelten sich zig Exemplare darauf bzw. darinnen um zu naschen.



    Es dauerte nur ein paar Stunden und alles war abgeschleckt!

    Und wir konnten unsere Terrasse wieder ohne Schutzmaske betreten.

    .


    LG Ulla

    Hallo Erwin, da hast Du ja wieder viel Glück gehabt und davon auch eine schöne Präsentation gemacht!

    P. psittacinum ist eine tolle Art.

    Leider habe ich sie schon länger nicht mehr gefunden.

    Bei uns hat es ja nun doch etwas geregnet und es regt sich langsam was. Allerdings nichts spektakuläres.

    Hoffen wir auf weitere Feuchtigkeit von oben.

    LG Ulla

    Hallo Erwin,

    Dein Fund Nr A. würde ich als Didymium squamulosum bezeichnen. Die Art hat den typischen weißen Stiel und kommt häufig auf Laub vor. Zur Sicherheit kannst Du nach den Kalkkristallen auf der Peridie suchen.

    Bei Fund B, C kommt sowohl Physaum als auch Didymium in Frage. Da mußt Du die Peridie untersuchen ob sie Kalkkristalle enthält und ob das Capillitium Kalkknoten hat. Bei ersterem wäre es ein Didymium und beim 2. ein Physarum. Rein vom Foto kommt beides in Frage.

    Bei Fund D käme nun wieder Physarum oder Badhamia in Frage. Das wäre auch nur mikroskopisch zu lösen: Capillitium mit Kalkknoten (Physarum) oder gesamtes Capillitium aus Kalk (Badhamia).

    Physarum bivalve ist klar.

    Laubhaufen sind mmer wieder spannend, da kommen einige Arten vor.

    Bei uns hat es heute das erste Mal seit fast 4 Wochen geregnet. Endlich!!! :rain::)

    Mal sehen obs was bringt!

    LG Ulla

    Hallo Erwin,

    Physarum würde ich auch denken, aber die genaue Art...?

    P.murinum sieht schon ähnlich aus, aber ohne genauere mikroskopische Untersuchung möchte ich mich nicht festlegen.

    LF Ulla

    Lieber Erwin,

    zu Deinen 3 Stemonitis-Funden:

    eine Bestimmung nur mit der Sporengröße und der Skulptur ist sogut wie nicht möglich. Man muß auch das Capillitium ansehen (Größe der Netztmaschen, Struktur des Oberflächennetzes).

    Es kommen mehrere Arten in Frage, weshalb ich mich nicht auf eine Art festlegen kann. Die Sporengrößen Deiner Funde liegen auch etwas im Grenzbereich, dass man nichts richtig ausschließen kann.

    Tut mir leid.

    LG Ulla

    Hallo Sebastian,

    nur zur Ergänzung:

    Hapalopilus croceus ist ein Besiedler vor allem alter dicker Eichen und aufgrund von mangelndem Substrat hier in Deutschland sehr selten geworden und steht auf der Roten Liste mit stark gefährdet. Die Fruchtkörper sind nie so orangerot wie die Zinnoberrote Tramete, sondern mehr orangegelblich.

    LG Ulla

    Hallo Jan,

    Deine Pusteln auf dem Gras sind Schleimpilze.

    Die Gattung ist nicht genau zu benennen, da es verschiedene Möglichkeiten gibt.

    Es könnte ein Physarum oder eine Badhamia sein.

    Das müßte man mikroskopisch untersuchen und zu einem genauen Ergebnis zu kommen.

    LG Ulla

    Hallo Sebastian,

    Anfärben hilft bei Myxcomyceten nicht.

    Die Ornamentation kann man eher unter Ölimmersion bei 1000facher Vergrößerung besser erkennen.

    Aber schon Deine Bemerkung mit der Sporengröße schließt die Arten mit netziger Skulptur aus, die Sporen sind über 7um.

    Bei denen mit kaum erkennbarer Skulptur kommt wie schon vermutet Stemonitis axifera in Frage. Die 2. Art mit so kleinen Sporen - S. smithii ist makroskopisch viel kleiner (Fruchtkörper ca. bis 5mm hoch). Also denke ich bleibt es bei Stemonitis axifera.

    LG Ulla

    Hallo Sebastian,

    wie beli schon schrieb handelt es sich bei Deinem Fund um einen Schleimpilz aus der Gattung Stemonitis.

    Du hast ja auch Mikrofotos eingestellt. Leider sieht man bei der Sporenaufnahme nicht genau ob die Sporen ornamentiert sind. Sie könnten auch glatt sein. Dann käme z.B. Stemonitis axifera - das "Gemeine Fadenstäubchen" in Frage. Aber dazu müßte man die Schleimis genauer mikroskopisch untersuchen, da es noch andere ähnliche Arten gibt die man makroskopisch nicht auseinander halten kann. St. axifera ist eine der häufigeren Arten aus der Gattung. Dann gibt es z.B. noch Stemonitis fusca, welche auch sehr häufig ist, die ist mehr dunkelbraun und hat ornamentierte (netzige) Sporen.

    LG Ulla

    Hallo Maria,

    ich würde Pluteus diettrichii nicht außen vor lassen.

    Diesen hatte ich am letzten Wochenende und er sah rein makroskopisch sehr ähnlich aus.

    Aber wie schon gesagt wurde, ohne mikroskopische Untersuchung sind das alles nur Vermutungen.

    Beleg mitnehmen wäre deshalb immer die richtige Entscheidung.

    LG Ulla

    Hallo Erwin,

    erst mal wieder Gratulation zu den neuen Funden! ==Pilz22

    Physarum citrinum gehört zu den Arten die ich selbst noch nicht gefunden habe.

    An was hast Du ihn gefunden? Soll ja ausschließlich an Nadelholz vorkommen. Ist aber in Deutschland auch selten gefunden worden.

    Stemonitopsis typhina ist leicht zu erkennen durch die silbrig überzogenen Stiele.

    Cribraria argillacea wächst vorwiegend an Nadelholz, die Fruchtkörper sind immer dichtgedrängt und man sieht die Stiele oft kaum.

    Könnte also Dein Fund sein.

    Es wäre schön, wenn Du bei Deiner Vorstellung der Funde immer noch ein bischen Prosa dazuschriebst, also z.B. Substrat. Da ist es manchmal leichter etwas auszuschließen.

    Bei uns sieht es immer noch sehr mager aus, es hat bei uns kaum geregnet (Mitteldeutsches Trockengebiet). ;(

    Die Wälder sehen erbärmlich aus - ist zwar gut für holzbewohnende Schleimpilze, aber wenn die Feuchtigkeit fehlt, traut sich auch der einfachste Myxo nicht raus.


    LG Ulla

    Hallo Werner,

    die Süntelbuchen sind immer wieder toll anzusehen.

    Wir haben auch schon mal so eine im Park von Cösitz (bei Köthen) gesehen.

    Kornraden findet man jetzt häufig in irgendwelchen Samenmischungen, die man man als Bienenweiden zu kaufen bekommt, deshalb wird jetzt wieder für ihre Verbreitung etwas getan. Sehr schöne Pflanzen!

    Wir hatten letztens auf einem unserer Friedhöfe unbelegten Gräber, wo solche Samenmischungen ausgebracht wurden. Leider hatte da ein Ordnungsfanatiker alles außer Kornblumen dann ausgerissen und die Kornrade war weg, schade.

    LG Ulla

    Hallo Romana,

    Dein Fund ist auf jeden Fall eine Lycogala.

    Leider sind die meisten Fruchtkörper noch unreif und man sieht die unreife Sporenmasse da die Fruchtkörper durch Regen geschädigt sind.

    Diese unreife Sporenmasse sieht oft farblich unterschiedlich aus von orangerot bis eben pink wie bei Dir.

    Daraus zu spekulieren welche Art das ist ist müßig. Es kann L epidendrum sein oder auch eine andere Art. Da müßte man die reifen Fruchtkörper genauer untersuchen.

    Der violette Parasit den Stefan meint: Nectriopsis violacea kommt nur auf Lohblüten vor.

    LG Ulla

    Hallo Phillip

    meinen Vorrednern stimme ich voll zu.

    Ich habe auch nur ein Gerät für "Normalverbraucher", kein Luxusgerät.

    Wichtig ist die Pilzscheiben nicht zu dick zu schneiden, je dünner um so schneller sind sie trocken und dann im Trockner die Siebe nicht zu voll zu laden, möglichst einzeln nebeneinander.

    Ich weiche die Trockenpilze auch nicht vorher ein, verwende sie meist für Gulasch oder Braten. Einfach mit in die Soße rein und dann weiter mit garen.

    Wenn einen die Stücker in der Bratensoße stören, kann man sie auch mit dem Püriergerät am Schluß zerkleinern


    LG Ulla

    Hallo Erwin,

    sieht schon sehr nach Tubifera aus, obwohl das Aethalium schon gleich von jung an etwas Entwicklungsstörungen zeigt (die unterschiedlich großen Einzelfruchtkörper)


    LG Ulla

    Hallo Claudia,

    Zu Deinen Funden von der Lycogala: Wenn die noch nicht reif sind, sondern im Innern noch schleimig sind, dann konnen sie leicht vom Regen weggewaschen werden,

    da bleiben dann so rotliche Reste übrig wie auf Deinem Foto.

    Zu dem weiße Schleimi hat Erwin hat schon was gesagt. Der kann natürlich auch durch den Regen leiden, sodass Du ihn gar nicht wieder findest. Wenn die Stelle gerschützt ist, könnte er noch ausgereift sein.

    LG Ulla