Beiträge von lamproderma

    Hallo Maria,

    ich würde Deinen Fund auch für Wiesenstäublinge halten, Hasenboviste sind viel größer und stabiler.

    Auf Deinen letzten beiden Fotos sieht man deutlich, daß der untere sterile Teil von dem oberen Teil worin sich die Fruchtschicht oder Gleba befindet getrennt ist.

    Die Trennschicht wird in dem Fall als Diaphragma bezeichnet. Das ist ganz typisch für den Wiesenstäubling. Die Stäublinge aus der Gattung Lycoperdon haben diese Schicht nicht, sondern da geht die Gleba allmählich in den sterilen Teil über und bei den Bovisten hat man meist keinen sterilen Teil, sondern die Gleba ist nur von der Außenhülle umschlossen.

    LG Ulla

    Hallo Jan-Arne,

    ja ich denke schon, daß Du recht hast mit Deiner Bestimmung. Ich kenne die Art leider nicht und kann deshalb auch nur die Literatur dazu befragen.

    Aber es paßt ja, rein makroskopisch sieht die Aufsammlung ja auch passend aus.

    Mit der Netzzeichnung ist eine Zeichnung auf der Innenseite der Peridie gemeint. Da weiß ich nicht ob man das sieht wenn man im Präparat die Außenseite oben liegen hat.

    Vielleicht müßte man da auch mit Immersion arbeiten.Im französischen Schleimbuch ist das abgebildet wie es aussehen soll (leider nur schematisch).

    Jedenfalls toller Fund, würde ich auch gern mal finden. An was hast Du die Aufsammlung gefunden? Ist das vielleicht eine Winterart? Andere Dianema-Arten kommen ja nivicol vor.

    LG Ulla

    Hallo Ralf,

    ja das sieht schon nach Comatricha alta aus. Die Sporen passen, das elastische Capillitium und das makroskopische Aussehen auch.

    Was mich allerdings stutzig macht ist das "gnubbelige" Ende der Columella. das ist eigentlich nicht so normal. Aber ich finde keine Alternative.

    Bei richtig reifen Fruchtkörpern ist außerdem typisch, daß sich das Capillitium auftrieselt und dann von der Columella abtrennt. Hast Du das so beobachtet? Die Fruchtkörper auf dem 1. Foto waren ja noch nicht richtig reif.

    LG Ulla

    Hallo Björn,

    zu Deinen Schleimern: der erste ist möglicherweise eine Didymium-Art. Da müßte man noch wissen, ob die Art gestielt ist und wie der Stiel aussieht (weiß-Kalkhaltig oder farbig ohne Kalk).

    Die 2. Art sieht aus wie eine Comatricha-Art. Allerdings ist bei beiden Arten ohne Mikroskop nichts genaueres zu machen. Deine Mikroskop-Fotos sind leider nicht so richtig aussagefähig. Falls Du einen Beleg hast und es genau wissen willst, kannst Du mir das Material mal schicken. Schick mir dann ne PN (Konversation).

    LG Ulla

    Hallo Maria,

    Du hast recht, es ist ein Schleimpilz.

    Deine Vermutung Metatrichia vesparium, das Wespennest, ist schon recht gut.

    Allerdings gibts bei Metatrichia 2 makroskopisch sehr ähnliche Arten.

    Aber ein Blick ins Mikroskop würde reichen um die beiden Arten auseinander zu halten.

    Metatrichia vesparium hat ein Capillitium (das sind die orangerötlichen Fäden) welches wie eine gedrehte Wäscheleine aussieht, aber darauf auch noch Stacheln hat. Die Enden der Fäden sind kurz zugespitzt.

    Die 2. Art: Metatrichia floriforme hat auf dem Capillitium keine Stacheln und die Enden sind lang zugespitzt.

    Makroskopisch sind die Arten zwar auch auseinander zu halten, aber dass geben Deine Fotos leider nicht so richtig her.

    Wenn Du nicht mikroskopieren kannst, Du hast ja meine Adresse. Im Briefumschlag einfach ein paar Fruchtkörper in etwas Papier einwickeln und los. das reicht für die Bestimmung.

    Wegen der Erdstern-Geschichte melde ich mich bald.

    LG und schönen Abend

    Ulla

    Hallo Björn,

    habe durch eine Nachricht von Jan-Arne den Schleimi angeschaut. Es ist Lamproderma arcyroides wie Jan-Arne schon vermutet hat.

    Ein schöner und seltener Fund!

    Die Art kommt im Spätherbst im Flachland vor und wird jetzt mit der vorwiegend nivicol erscheinenden Art Lamproderma splendens synonymisiert.

    LG Ulla

    Hallo zusammen,

    gerade eben habe ich mit Dieter telefoniert und den Fund besprochen.

    Sein Vorschlag Nr. 1 fällt völlig raus - Peristom ist eindeutig gerieft (pektinat) und es gibt auch kein Nest.

    Vorschlag 2: Pilz ist eindeutig ungestielt - deshalb auch kein G. nanum.

    Vorschlag 3: ist gut - sobald wir wieder was zum Sequenzieren schicken, geht der Fund mit. Das wird allerdings noch etwas dauern.

    Worin wir uns einig sind, ist allerdings, daß das Habitat wo der Erdstern gefunden wurde etwas ungewöhnlich ist - aber: es gibt so wenig Funde, daß es möglicherweise nicht vollens bekannt ist, welche Ansprüche G. elegans/badium hat.

    Es ist auf jeden Fall ein toller Fund!

    LG Ulla

    Hallo Pälitzhofer,

    die Paradiacheopsis solitaria ist ja toll, meist findet oder kultiviert man ja "nur" P. fimbriata. Ich hatte die Art noch nie.

    Super!! :gbravo:

    Ist das Zufall, daß du Dich mit den Schleimis beschäftigt hast oder machst Du das öfter ? Da könnte man ja vielleicht auch öfters mal in Kontakt treten !?

    LG Ulla

    Hallo Pälitzhofer,

    da sind Dir ja schöne Sachen bei Deinen Kulturen ins Netz gegangen. ==Pilz22

    Ich arbeitete ja auch mit Feuchtkammerkulturen und hatte Echinostelium noch nicht bisher (vielleicht habe ich es aber auch mal übersehen).

    Letztens hatte ich Macbrideola cornea. Da habe ich mich sehr gefreut da es auch ein Erstfund für unser Bundesland ist.

    LG Ulla

    Hallo Björn,

    schöne Fotos mit sicher sehr interessanten Funden.

    Leider kann ich zu den Rindenpilzen nichts sagen.

    Den Schleimpilz würde ich für eine Physarum halten, möglicherweise Physarum leucophaeum. Jan -Arne wird Dir das sicher bestätigen können.

    LG Ulla

    Hallo,

    wie beli schon postete, ohne weitere Infos zum Fundort, Funddatum, eventuell Bäume in der Nähe oder Fund an Holz wäre hilfreich.

    Außerdem wäre auch eine Anrede nett gewesen. So ohne alles ist das sehr unpersönlich.

    Falls Du im Forum schon länger mitliest, müßtest Du gemerkt haben, daß das eigentlich dazugehört.

    VG Ulla

    hallo Erich,

    nochmal zur Erklärung der zellulären Strukturen Deines Fundes. die bezeichnet man als Makrozysten und sind typisch für das Innere der sklerotisierten Schleimpilze.

    LG Ulla

    Hallo Erich,

    Dein Fund ist allerdings doch ein Schleimpilz, allerdings ein sklerotisierter.

    Schleimpilzplasmodien verfallen, wenn die Bedingungen zur Fruktifikation nicht optimal sind, oft in so ein sklerotisiertes Stadium, so eine Art "Kältestarre", die dann so etwas formlos aussieht und mikroskopisch auch nicht einzuordnen ist. Wenn die Bedingungen dann wieder besser sind, kann das Sklerotium dann wieder "auftauen" und das Plasmodium bildet sich zurück.

    In feuchter Kammer klappt das aber meist nicht. Das habe ich schon ein paar Mal probiert. Solche Sklerotien findet man meist im Winterhalbjahr wo eben die Wuchsbedingungen schlecht sind.

    LG Ulla

    Lieber Stefan,

    hab von Eurem Konzert in der Zeitung gelesen. Wünsch Euch viel Erfolg! Arabisch zu singen stelle ich mir recht schwer vor, gibts da 'ne lateinische Lautschrift?

    Wir hatten letztes Wochenende auch unser traditionellen Adventskonzert. Da haben wir u.a. auch lateinisch und englisch gesungen, aber das war weniger schwer als arabisch. Am 3. Advent dann noch das "Weihnachtsoratorium" von Bach, dann kanns Weihnachten werden.

    Beim APR sitze ich dieses Jahr nur auf der beobachtenden Tribüne, da ich z.Z. an unserer 4. Fassung der Roten Liste arbeite. Die muß vor Weihnachten noch fertig werden.

    Für alle APR-ler drücke ich fest die Daumen, daß sie möglichst viel rausbekommen, dank an Norbert für seine Mühe! :saint::daumen:

    LG Ulla

    Liebe Pilzfreunde,

    leider muß ich eine traurige Mitteilung machen.

    Frieder Gröger, den viele besonders durch seine "Bestimmungschlüssel der Blätterpilze" kennen, ist verstorben.

    Er war leider schon länger pflegebdürftig.

    In der DDR war er besonders bekannt durch seine Tätigkeit für das "Mykologische Mitteilungsblatt", sein kleines Pilzkochbüchlein "Pilze und Wildfrüchte" und die Überarbeitung der "Pilzwanderungen" von Franz Engel.

    Die letzten Jahre lebte er in Berlin wo er intensiv an seinen 2 Bänden der "Bestimmungsschlüssel" gearbeitet hat.

    Widmen wir ihm ein ehrendes Gedenken!


    Viele Grüße

    Ulla

    Hallo Maria,

    sehr schönes Portrait von Kleinen Nesterdstern.

    Allerdings denke ich daß sich bei Deinen Fotos zwei eingeschlichen haben, die nicht G. quadrifidum zeigen.

    Wenn Du das erste Foto (welches eindeutig G.quadrifidum ist) mit dem 2. vergleichst, müßte Dir der Unterschied in der Endoperidienoberfläche und auch mit der Höfung auffallen. Auch hat dieser Erdstern mehr als nur 4 Exoperiden- "Arme" (wie bei G.quadrifidum normalerweise üblich) die sich außerdem nach unten rollen.

    Beim 3. Foto kann man erkennen das das Peristom deutlich gerieft ist, daß schließ G. quadrifidum auch aus. Leider kann man bei den jungen Fruchtkörpern von Foto2+3 noch nicht erkennen. ob sich im reifem Zustand noch einen Stiel ausbilden. Deshalb sind es nur Vermutungen zu Art meinerseits: Foto 2 ev. G. fimbriatum und Nr. 3 G. badium (oder elegans wie er heute heißt). Letzterer wäre ein schöner Fund, da er nicht so häufig ist. Man müßte eben beide Belege falls Du welche davon hast genauer untersuchen.

    LG Ulla

    Hallo,

    Dein Schleimpilzfund ist wirklich eine Physarum-Art. Ich schließe aber P. globuliferum aus. Die hat zwar auch einen weißen Stiel der aber normalerweise viel dünner und länger ist, nicht so stämmig.

    Die Peridie bei P.globuliferum besteht auch aus viel dichteren Kalkschollen. Die Art ist deutschlandweit extrem selten.

    Ich vermute dagegen, daß es sich bei Deinem Fund um Physarum leucopus handelt. Der dicke weiße Stiel ist dafür typisch.

    Da Dein Fund aus Sachsen-Anhalt ist, würde ich ihn gern in unsere Landesdatenbank eingeben.

    LG Ulla

    Hallo Heidi,

    ich denke Du hast den Kragen-Erdstern - Geastrum striatum - gefunden. Der hat ein gerieftes Peristom (Mündung), eine mehlig bestäubte Endoperidie (das ist die innere Kugel).

    Der "Kragen" ist bei Deinen Fruchtkörpern noch nicht richtig ausgebildet, da sie noch recht frisch sind. Da Du den Fruchtkörper sicher mitgenommen hast, mußt Du nur warten bis er getrocknet ist, dann wird der Kragen (an der Unterseite der Endoperidie) sichtbar.

    Erdsterne sind immer faszinierende Objekte, deshalb mag ich sie auch so sehr.

    LG Ulla