Beiträge von lamproderma

    Hallo Alis,

    die Anemonenbecherlinge sind, so glaube ich, noch nicht am Start.

    Wenn man also so kleine Becherlinge findet, sollte man auf das Substrat achten, eventuell mal im Untergrund wühlen.

    Die Ciboria-Arten wachsen auf den Kätzchen von Erle, Hasel, Weide, Pappel (die kann man leicht als Anhängsel am Becherling erkennen), während der Anemonenbecherling auf dem Sklerotium von Anemone wächst (ist dann als ein schwarzer Gnubbel der am Becherling hängt, zu erkennen).

    Mikroskopisch unterscheiden sie sich natürlich auch.

    LG Ulla

    Hallo Erwin,

    schöne Ergebnisse!

    Welches der Substrate war denn das "trächtigste"?

    Bei mir ist Sambucus immer sehr dankbar, während Eiche nur wenig bringt.

    Was kam denn an Brennnessel? Die habe ich noch nicht versucht.


    Schöne Grüße

    Ulla

    Hallo Sebastian,

    ja, das ist ein Schleimpilz.

    ich würde ihn in der Gattung Hemitrichia unterbringen. Da kommen für Deinen Fund zwei Arten in Frage, die sich makroskopisch nur wenig, aber mikroskopisch unterscheiden: Hemitrichia calyculata (Capillitiumfäden stark vernetzt) und H. clavata (Capillitiumfäden weniger vernetzt). Beide Arten sind nicht selten, wachsen auf Laubholz, H. calyculata findet man aber öfter.

    Fruchtstände heißt es bei Schleimpilzen oder generell bei Pilzen nicht (ist mehr für Pflanzen), sondern Fruchtkörper oder Sporocarpien.

    VG Ulla

    die Sklerotien sehen dann alle so ähnlich aus?

    Am selben stück Holz ein paar Centimeter weiter gab es auch grade Fruchtkörper von Hemitrichia Clavata.


    Viele Grüße,

    Carlos

    Hallo Carlos,

    bei den Sklerotien gibt es schon Unterschiede, vor allem in der Farbe, aber trotzdem sind sie in dem Zustand unbestimmbar.

    Wenn Du in der Nähe reife Fruchtkörper von Hemitrichia clavata gefunden hast, könnte es natürlich auch diese Art sein, aber das ist so nicht 100%ig sicher.



    Hallo Stefan,

    ich freue mich auf deinen Anruf, aber jetzt nivicole Schleimpilze zu suchen ist eigentlich zu zeitig. Das kann ich Dir aber auch dann am Telefon erklären.


    LG Ulla

    Hallo Stefan,

    das sind natürlich nicht solche Sklerotien wie z.B. beim Sklerotien-Porling oder beim Anemonenbecherling.

    Das ist eher so, dass das Plasmodium einfach in Schockstarre innehält und verhärtet. Wenns dann wieder kuscheliger wird, taut es dann auf, kriecht weiter und bildet dann Fruchtkörper wenns paßt.

    LG Ulla

    Hallo Ogni,

    bei Deinem ersten Fund würde ich Hemitrichia schon annehmen, eventuell Hemitrichia calyculata. Ganz sicher würde man mit mikroskopieren gehen, um sie von ähnlicher H. clavata abzugrenzen oder auch Trichia decipiens auszuschließen.

    Dein 2. Fund ist leider noch unreif und kann dadurch verschiedenes sein. Trichia decipiens kann möglich sein, obwohl ich sie auch im unreifen Zustand nicht so rot kenne (eher lachsfarbig). Es könnte auch mal eine rote Arcyria-Art werden. Wenn Du keine Fotos vom späteren Reifestadium hast, kann ich mich da nicht festlegen.

    LG Ulla

    Hallo,

    Dein Fund ist weder das eine noch das andere was Rudi oder Climby vorschlugen.

    Schleimpilz ist schon richtig, aber das ist ein Schleimi, der sich wegen ungünstiger Entwicklungsbedingungen in ein Sklerotium-Stadium zurückgezogen hat.

    Ein Sklerotium ist eine auch bei Schleimpilzen auftretende verhärtete Dauerform. Der Schleimpilz kann lange Zeit in diesem Ruhezustand verharren und beginnt erst bei günstigen Bedingungen wieder zu wachsen oder aus dem Sklerotium Fruchtkörper zu bilden.

    Man findet diese Sklerotien oft im Winter. Wenns dann draußen wieder wärmer wird, dann kann der Schleimi wieder "auftauen" und bei günstigen Bedingungen Fruchtkörper bilden.

    Im Sklerotienzustand ist die Art allerdings unbestimmbar.

    LG Ulla

    Hallo,

    Dein Fund gehört in die Gattung Metatrichia, möglicherweise Metatrichia vesparium, das Wespennest.

    Es gibt noch eine 2. Art die in Frage käme: Metatrichia floriforme. Das müßte man mikroskopieren, denn sie ist leicht von M. vesparium zu unterscheiden, da sie lang zugespitzte Elaterenenden im Capillitium hat, M.vesparium hat nur kurz zugespitzte Enden, wobei die Capillitiumfäden auch noch bestachelt sind.

    LG Ulla

    Hallo Peter,

    ja die Modelle von Klaus Wechsler sind schon toll.

    Wir hatten schon mehrmals die Möglichkeit sie in Ausstellungen zu sehen, so z.Z. in Querfurt 2018. Dort wurde dem 300. Geburtstag von Jacob Christian Schaeffer gedacht. Klaus Wechsler stellte damals Modelle von Pilzen aus, die von Schaeffer beschrieben wurden.

    Im letzte Jahr war auch eine große Ausstellung der Modelle im Naturkundemuseum Magdeburg die uns sehr gefiel.

    Hier eine kleine Einstimmung aufs kommende Frühjahr:

    Sarcoscypha austriaca - Österreichischer Prachtbecherling



    Verschiedene Morchel- und Verpelarten


    In echt ist natürlich schöner! Hoffen wir auf reichliche Frühjahrsfunde.


    VG Ulla

    Hallo Tuppie,

    dass es in diesem Winter besonders viel Amseln gibt, ist mir auch aufgefallen.

    Wir füttern ja das ganze Jahr über die Vögel im Garten und da tummeln sich z.z. zwischen 5-7 Amseln gleichzeitig und machen sich gegenseitig das Futter streitig. Mehrmals am Tag muß ich das Häuschen auffüllen, denn da kommen ja auch noch andere Futtergäste wie Meisen, Sperlinge, Grünfinken, Stieglitze, Rotkehlchen, Stare etc.

    Einen Gruß aus dem z.Z. noch dick verschneiten Sachsen-Anhalt!

    Ulla

    Hallo Suku,

    ich würde Deinen Fund eher für eine alte Rötende Tramete- Daedaleopsis confragosa halten.

    Dieser Porling wächst gern an Weichhölzern. Durch das Alter sind die Fruchtkörper schon ziemlich dunkel verfärbt.

    Für den Flachen Lackporling (Ganoderma applanatum) sind mir die Poren viel zu groß.

    VG Ulla

    The outer crust is yellow in both varieties, but the inside of the fruiting body consists of the spore mass and a calcareous framework (inner lime or capillitium). This limestone framework is white in var. septica and yellow in var. flava.

    I can't really see the color of the inner calcareous framework in your fotos.

    Hallo Björn,

    ich würde Deinen Fund eher für Trichia persimilis halten, die kann auch an den Capillitiumenden solche blasenartigen Enden haben. Für Hemitrichia aurea ist mir das Capillitium zu wenig verzweigt.

    LG Ulla

    Hallo felli,

    das ist keine Hemitrichia sondern eine Trichia, sehr wahrscheinlich Trichia favoginea, die hat keine rundlichen Fruchtkörper sondern mehr zylinderförmige oder wie Du schriebst "fassförmige". Das Capillitium ist oft dicker als bei der ähnlichen Trichia persimilis.


    LG Ulla

    Hallo,

    bei uns gabs ca. 20-30cm Neuschnee bei ca. -5 Grad und die Schneeglöckchen und Winterlinge, die schon in Blüte standen, sind jetzt dick vom Schnee begraben.

    Hoffentlich überstehen sie das Ganze. Wär schon schade.

    LG Ulla

    Hallo Manfred,


    Deinen Fund würde ich nicht für Diderma cingulatum halten. Die Sporen dieser Art müßten ein helles Band aufweisen, das sehe ich nicht.

    Makroskopisch denke ich eher an Didymium difforme, das hat ja keine so für Didymium typischen Kalkkristalle auf der Peridie, sondern eine eierschalenartige Kruste, die aus dicht gepackten kristallinen Schüppchen besteht. Das könnte schon bei Deinem Fund so sein.

    Sporengröße käme auch hin.

    Vergleich doch mal damit. Die Art hatte ich und auch andere Pilzfreunde die Kulturen von Dung machen schon öfters auf diesem Substrat.

    LG Ulla

    Hallo Erich,

    Deine Arcyria cinerea möchte ich gern bestätigen. Sehr schöne Dokumentation Deines Fundes!:daumen:

    Die Sporengröße und Skulptur paßt genau, auch das stachelige Capillitium ist gut zu sehen.

    Sogar die Aufnahme des Stiels ist super. Da sieht man die runden sporenähnlichen Zysten im Innern.

    Makroskopisch ist die Art, so wie sie bei Dir gewachsen ist, auch ganz typisch.

    Manchmal kommt sie in Kultur auch mehr rundlich oder auch gelblicher vor, da muß man dann mit Arcyria globosa oder A. pomiformis vergleichen.

    VG Ulla

    Hallo Stefan,

    ich glaube das Ende der Streichholzschachtel ist noch nicht gekommen!

    Man bekommt auch zu Bastelzwecken in entsprechenden Läden oder Internet jungfräuliche Schachteln ohne Aufdruck oder Reibefläche.

    Auch Kerzenfreunde (vor allem in der Advents- und Weihnachtszeit) sind immer dankbare Geber.

    VG Ulla

    Hallo Erich,

    bei den Herbarbelegen aus Feuchtkammerkulturen handelt es sich wie Schorsch schon schrieb um Trockenbelege. In Feuchtkammerkulturen entwickeln sich die Schleimpilze ja ähnlich wie unter natürlichen Bedingungen zu ausgereiften Fruchtkörpern. Die kann man dann mit einem Stück Substrat (meist Rinde, Holzstückchen oder pflanzlichen Teile) "ernten" und sie in einer am besten Streichholzschachtel (-> s.o.) einkleben. Allerdings sollte man sie vorher gründlich trocknen und eventuell mal ca. 14 Tage im Tiefkühlschrank lagern, damit eventuelle Schädlinge abgetötet werden. So hält sich der Beleg wirklich jahrzehntelang, wenn man den Beleg nicht unnötigen Erschütterungen aussetzt oder ihn stark quetscht. Dann rieseln natürlich die Sporen raus und andere Merkmale (z.B. Capillitium) könnten zerstört werden.

    VG Ulla

    Hallo Christoph,


    Dein erster Fund gehört zu den Schleimpilzen. Leider ist er noch unreif, aber ich vermute dass es sich um Badhamia utricularis handelt.

    Die Nr. 2+3 halte ich auch für einen Birkenporling - Piptoporus betulinus.

    Der Schichtpilz könnte der Strieglige Schichtpilz -Stereum hirsutum sein, leider sieht man seine Unterseite nicht.

    Die Nr. 5 ist ein Samtfuß-Rübling und der Erdstern könnte ein sehr alter Gewimperter Erdstern - Geastrum fimbriatum sein. Mehr läßt sich leider nicht dazu sagen.

    VG Ulla

    Hallo,

    bei uns ist im letzten Jahr eine Umgehungstraße eröffnet worden mit massivem Bearbeiten der Straßenränder und angrenzenden Gebieten. Da habe wir an einer Stelle auf ca. mindestens 1000 m² flächendeckend den Stechapfel. Der wurde da sicher nicht angepflanzt! Wenn das nicht invasiv ist !?


    LG Ulla