Beiträge von lamproderma

    Hallo,

    Dein Schleimpilz ist mit großer Wahrscheinlichkeit doch der Fadenfruchtschleimpilz - Badhamia utricularis.

    In Deiner Feuchtkammer hat er aber nicht die richtigen Bedingungen gefunden längere Stiele auszubilden an denen er hängen kann. Das ist auch nicht untypisch.

    Aber man sieht kurze Stiele und der Entwicklungszyklus paßt auch.

    Auf Deinen Mikrofotos sieht man das Badhamia-Capillitium (kalkhaltige Röhren). Die Sporen sind vielleicht noch nicht richtig reif und haben deshalb noch keine typische Skulptur, aber die Größe stimmt.


    LG Ulla

    Hallo,

    auch ich bin sehr betroffen und tieftraurig, dass unser Nobi nicht mehr da ist.

    Aber ich werde ihn im ehrenden Gedenken behalten!

    Mein Beileid seinen Angehörigen!

    Traurige Grüße

    Ulla

    Allen Foris,

    auch von mir ein frohes Osterfest!

    Uns hat der Osterhase ein paar Spitzmorcheln ins Nest gelegt.

    Verpeln und Morcheln verstecken sich noch.

    LG Ulla

    Hallo Carolin,

    Bei Deinem Fund könnte ich mir Geastrum coronatum vorstellen.

    Dazu paßt das fimbriate Peristom ohne Hof, der ganz kurze Stiel der Endoperidie der mehr nur nach abgesetzter Apophyse aussieht.

    Das Vorkommen in anthropogenen Gebüschen paßt auch.

    Die Mikromerkmale von Erdsternen sind meist nicht so unterschiedlich, Deine Angaben zu den Sporen und dem Capillitium paßt auch.

    Aber bei so alten Exemplaren ist es immer schwierig.

    Den Rötenden Erdstern würde ich aber ausschließen, der bildet keine auch nicht kurze Stiele aus, ist sitzend.


    VG Ulla

    Hallo Marcel,

    das ist m.M. auf jeden Fall Geastrum pectinatum.

    Das geriefte Peristom, die gestielte Endoperidie wobei auf der Unterseite kammartige Riefungen zu sehen sind sprechen dafür.

    G. striatum hätte einen kragenartigen Absatz auf der Unterseite der Endoperidie.

    G. quadrifidum hätte nur 4 "Arme" und auch ein Nest, außerdem wäre das Periston fimbriat.


    LG Ulla

    Hallo,

    ich nutze im Winterhalbjahr immer meine laufende Heizung.

    Habe dazu mehrere entsprechend meiner Heizkörper Trockendarren gebaut (Holzrahmen mit Drahtgeflecht).

    Da trocknen die Pilze innerhalb 1-2 Tagen sehr gut.

    Da muß man seinen Backofen nicht bemühen. Auch vermeidet man durch das Offenlassen der Backofentür Verformungen an den Außenrändern des Ofens.


    LG Ulla

    Hallo Hartmut

    das ist auf jeden Fall eine Comatricha.

    C.alta schließe ich aus. Die hätte etwas zylindrische Köpfchen und das Capillitium tröselt sich im Alter auf. Das sehe ich hier nicht.

    Ich tendiere hier zur häufigen Comatricha nigra. Die ist nicht immer ganz kugelförmig sondern auch manchmal etwas tropfenförmig.

    Die Sporen, die Du beschreibst mit den "linienförmigen Vertiefungen" sind Sporen mit einem etwas abgegrenztem Keimporus. Leider schreibst Du nichts zur Größe.

    Der Strich ist 10 µm? Dann wären die Sporen etwas kleiner als 10 µm. Das würde auch für Comatricha nigra sprechen (8-11µm).

    VG Ulla

    Hallo Noah,

    ich würde das auch so sehen- Didymium squamulosum.

    Das ist schon ein kleines Chamäleon, mal gestielt, mal ungestielt. Die Kalkauflage auf der Peridie sieht auch oft anders aus.

    Meiner Erfahrung nach kommt sie aber nicht nur wie Jan-Arne schreibt im Frühjahr vor, sondern das ganze Jahr (außer im Winter)

    LG Ulla

    Hallo,

    sehr schöne Dokumentation!

    Ich würde Euren Fund ebenso nennen.

    Die Beschreibung paßt gut auf Diderma cinereum.

    Unser Fund vom letzten Jahr war auch auf Laub.

    L. Krieglsteiner berichtet von 2 Funden aus Bayern in seinem Buch über die Myxomyceten im Raum Regensburg (1993). Diese sind auch im Buch von Neubert et al. genannt.

    Aber es fehlen ja leider viele Myxomyceten-Angaben auf Pilze-Deutschland. Sachsen-Anhalt ist das einzige Bundesland wo scheinbar alle Myxo-Funde in Mykis eingegeben sind.


    LG Ulla

    Hallo,

    sehr hübsch!


    Wenn man nicht schon mit Schleimis und Pilzen einen Haufen Zeit verbringen würde, könnte man sich auch mit den netten Moosen beschäftigen!


    LG Ulla

    Hallo Bernd,

    ich würde Deinen Fund für Comatricha nigra halten.

    Lamproderma-Arten haben meist noch eine dünne Peridie oder Reste davon.

    Das sehe ich hier nicht.

    Comatricha nigra ist eine häufige Art die meist auf nacktem Nadelholz, auch direkt an Schnittstellen vorkommt. Sie ist eine Art der kälteren Jahreszeit.

    Sporen und Capillitium passen auch dazu.


    LG Ulla

    Hallo,

    den Fund von Andy würde ich auch für Trichia contorta halten. Die Spiralleisten sind stärker verdrillt als bei Trichia varia.

    Da sieht man wie bei Bernd, das das nur maximal 2 (eher einfach) verdrillte Leisten sind. Deshalb dort Trichia varia

    Trichia contorta und varia sind makroskopisch sehr ähnlich, das man da immer mikroskopieren muß.


    LG Ulla

    Hallo Thorben,

    hast Du den Schleimi im Freiland gefunden?

    Da bist Du ja ein Glückspilz.

    So etwas finde ich draußen nicht mehr, da machen meine Augen nicht mehr mit und die "normale" Exkursionslupe recht da fast nicht.

    Bei mir wächst Echinostelium minutum nur in Kultur in der Feuchtkammer und da habe ich ja ein Stereo.


    LG Ulla

    Hallo,

    von wegen Erster.

    Wenn ichs gewußt hätte, hätte ich 'nen Foto gemacht.

    Aber schon am letzten Freitag habe ich meinen ersten Bärlauch-Quark verspeist!


    LG Ulla

    Hallo Hartmut,

    da hast Du wieder richtig Glück gehabt. Ich halte das auch für Oligonema fulvum wie in Neudorf.

    Das Capillitium kann auch verzweigt sein. Das schräg linienformige Muster ist schon wie Spiralen, nur undeutlicher als bei Trichia.

    Schön, dass Du auch dieses Mal einen Beleg aufgehoben hast.

    Kommst Du zur Vortragstagung in Halle? Da könntest Du ihn mir mitbringen.


    LG Ulla

    Hallo Brigitte,

    obwohl Dein Fund so schleimig aussieht ist es kein Schleimpilz.

    Das ist Saft- oder Schleimfluß der Bäume. Er tritt oft im Frühjahr auf und wird durch Bakterien, Algen auch Pilze verursacht.

    Er tritt meist aus Verletzungen, Rissen in der Borke der betroffenen Bäume aus.


    VG Ulla

    Liebes Forum,

    da es die letzten Wochen doch recht feucht aber auch warm war, wollten wir heute schauen wie weit die "Urnen" - Urnula craterium- sind.

    So machten wir uns auf in die Eisleber Umgebung wo wir schon Fundstellen haben. Und waren nicht enttäuscht. Es ist ein gutes Jahr für Urnula craterium.

    Wir fanden eine große Anzahl an Fruchtkörpern, manchmal in Gruppen von 5-10 Stück. Seht selbst:




    Biotop direkt am Wegrand


    Ciboria caucus an Salweidenkätzchen


    Hasel-Knäuelbecherling - Encoelia furfuracea an Hasel


    Hoffen wir auf einen weiteren schönen Frühlingsaspekt!


    LG Ulla

    Hallo Norbert,

    ich würde Deinen Schleimpilz für eine Cribraria halten. Auf Deinem Makrofoto kann man erahnen, dass das Peridialnetz aus parallelen Fäden besteht und nicht netzig ist.

    Das würde für Cribraria cancellata sprechen, da das die einzige Art ist mit solcher Struktur. Die Sporengröße und Skulptur würde auch passen.

    Allerdings erscheinen mir die Fruchtkörper zu gelb. Normalerweise sind sie mehr rötlichbraun. Auch das Wachstum im Blumentopf ist ungewöhnlich. Sind da Holzreste mit drin?

    Cribaria wächst normalerweise auf Holz.

    Aber die Gattung Cribraria ist auf jeden Fall richtig.


    LG Ulla