Beiträge von lamproderma

    Hallo Charlotte,

    ja das hast Du richtig bestimmt Trichia decipiens var. decipiens.

    Typisch ist vor allem das Capillitium mit den lang zugespitzen Enden, welches die Art von den makroskopisch ähnlichen Hemitrichia-Arten (H. clavata und H. calyculata) unterscheidet.

    Diese haben mehr oder weniger stark vernetztes Capillitium.

    LG Ulla

    Hallo Phillip,

    ich denke auch das es sich um einen Milchling handelt.

    Bei so alten Exemplaren jetzt in dieser Jahreszeit haben die oft keine sichtbare Milch mehr.

    Ich denke aber nicht dass das der Rosascheckige Milchling - Lactarius controversus ist, trotz des Pappelblattes auf dem Foto.

    Der Rosascheckige M. hat nie solche deutlichen Zonen am Hutrand wie Dein Fund, auch ist die Lamellenfarbe mehr rosa nicht so gelblich.

    Ich denke da eher an der Queradrigen Milchling - Lactarius acerrimus, denn man erkennt auf Deinem Detailfoto von den Lamellen gut die Querverbindungen der Lamellen in Stielnähe. Da stimmt das Habitat auch sehr gut.

    Vergleich mal damit!


    LG Ulla

    Hallo Björn,

    Deine Präsentation ist wie immer toll!! ==)

    Zu den Schleimis: Dictydiaethalium plumbeum, super wie Du die Peridienplättchen und Capillitiumfäden abgebildet hast!! ==Pilz22

    Die Arcyria ist leider noch nicht reif, deshalb sind Deine Mikroaufnahmen noch nicht optimal, d.h. das Capillitium ist noch nicht richtig ausgebildet. Auch sieht man nicht wie das Capillitium am Peridienbecher angewachsen ist oder sich leicht lösen läßt. Deshalb ist eine Artbestimmung noch nicht möglich.

    Trichia decipiens: auch Spitzenbeschreibung, alles bestens! ==Pilz24


    LG Ulla

    Hallo,

    ja man kann sich jetzt gar nicht mehr vorstellen, das dieser Pilz noch vor über 30 Jahren zu DDR-Zeiten zu den eher seltenen Phytoparasiten gehörte und man sogar 1982 zur Kartierung in der Dölauer Heide bei Halle (Artikel im "Boletus") aufrief.

    Die hohe Luftverschmutzung war der Grund das der Pilz nicht kam.

    LG Ulla

    Hallo,

    ich glaube eher an ganz junge Schafkugelpilze - Lasiosphaeria ovina.

    Auf dem ersten Foto glaube ich schon einige unausgebildete Mündungen für den Sporenabwurf zu sehen.

    Vergleich mal damit.

    Man müßte mal einen Fruchtkörper öffnen und sich die Sporen ansehen.

    Lasiosphaeria ist ein Ascomycet.

    LG Ulla

    Hallo Erwin,

    wie Jan-Arne schon bestätigte ist das eine Lamproderma.

    Ich würde aber etwas eingrenzen, da ich ein Merkmal auf Deinen Fotos entdeckt habe was nicht viele Lamproderma-Arten haben.

    Auf dem 2. und dem 4. Foto sieht man auf jeweils den größten Fruchtkörpern kleine helle Striche auf der Peridie, das sind Kalknadeln.

    Diese haben nur wenige Arten. Ich vermute also das es sich bei Deinem Fund um Lamproderma arcyrioides handelt. Das ist eine Spätherbstart, die auf morschem Holz vorkommt. Aber 100%ig sicher kann man sich wirklich erst nach der mikroskopischen Untersuchung sein.

    LG Ulla

    Hallo Erwin, ich sage erst mal: nein.

    Rote Arcyrien gibt es einige.

    Aber als erstes muß man feststellen, ob sich das reife (!) Capillitium leicht vom Kelchbecher abtrennen läßt oder nicht.

    Dann ist die Skulptur des Capillitiums wichtig: dornig, stachelig oder mit sogenannten Halbringen stark skulpturiert.

    Arcyria denudata hat Capillitium was fester am Kelchbecher haftet und ist in seiner Skulptur mit groben Halbringen besetzt.

    Als 3. Merkmal ist die Sporengröße wichtig. A. denudata hat relativ kleine Sporen (6-8um).

    Also ohne Mikroskop ist alles nur Hypothese.

    LG Ulla

    Hallo Erwin,

    ja der netzartige Schleim ist auf jeden Fall Hemitrichia serpula. Da gibt es keinen anderen der so aussieht.

    Aber die kugelförmigen Fruchtkörper gehören nicht dazu. Das ist eine Trichia, genaue Art nur mikroskopisch bestimmbar, da es mehrere ähnliche Arten gibt.

    Schleimpilze sind sehr gesellig wenn sie das passende Substrat finden. Manchmal kriechen auch 2 verschiedene Plasmodien übereinander ohne sich zu vermischen und da kommt es eben auch manchmal zu solchen Doppelbesiedelungen.

    LG Ulla

    Hallo Christine,

    danke dass Du die Fruchtkörper weiter beobachtet hast.

    Aber leider sind die Fruchtkörper noch immer nicht richtig rief und die Oberfläche der Fruktifikationen sehen mir für den Fischeier-Schleimpilz - Tubifera ferruginosa sehr ungewöhnlich aus. Der ist bei dem nämlich nicht so glatt wie bei Deinem Fund, sondern man sieht, dass er aus vielen Fruchtkörpern besteht.

    Die Trichia decipiens schließe ich aber inzwischen aus, da sich keine Stiele gebildet haben.

    Reif sind die Schleimpilze erst, wenn sich die orange Farbe völlig verändert hat (irgendwie ins braune) und das pulverige Sporenpulver ausgebildet ist. Außerdem darf der Fruchtkörper nicht verhärtet sein sondern sich leicht zerdrücken lassen.

    Dann könnte man mal mikroskopieren und sich weitere Details ansehen. Bei der Farbe der unreifen Schleimis käme noch Dictydiaethalium plumbeum oder eine Enteridium-Art in Frage. Aber das ist bisher nur Spekulation.

    Mehr ist leider erst einmal nicht zu sagen.

    LG Ulla

    Hallo Claudia,

    schöne Wanderung,

    Haben wir am Wochenende auch gemacht und gestaunt was es alles noch an Pilzen gibt. Auch für die Pfanne gabs noch was. Frische, zwar gefrostete Stockschwämmchen, Samtfußrüblinge und Waldschnecklinge. Leider hatten wir kein Foto dabei.

    Deine Nr. 20 sind alte Polsterpilze, die ja eigentlich nur eine Nebenfruchtform eines Porlings sind. Im Alter entwicklen sich dann die braunen Konidiensporen, wie auf Deinem Fotos zu sehen. Da bin ich früher auch schon mal drauf reingefallen und hab ihn für einen Schleimpilz gehalten.

    Die Nr. 31 ist, wie Du schon vermutet hattest der Kreisel-Drüsling Exidia recisa. Wächst meist so exponiert weiter oben an Ästen (oft Weide)

    LG Ulla

    Hallo Christine,

    der Schleimpilz ist auf jeden Fall noch unreif und da ist die endgültige Bestimmung nicht immer möglich.

    Tubifera ferruginosa ist möglich, vor allem auf den letzten Fotos, obwohl da die Farbe nicht stimmt und mir die Fruktifikationen eigentlich viel zu klein vorkommen.

    Trichia decipiens hätte unreif ein ähnliches Erscheinungsbild, kommt z.Z. sehr häufig vor. Ist im reifen Zustand gestielt und hat gelbbraune Fruchtkörper.

    Man müßte also warten bis die Fruchtkörper reif sind.

    LG Ulla

    Hallo Christine,

    kann Jan-Arne nur 100%ig beipflichten, er hat alles dazu gesagt.

    Die Zeit, wann die eventuelle Badhamia dann fruktifiziert kann man nicht genau sagen, denn es kommt auf die Entwicklungsbedingungen an.

    Eventuell nach einer Woche hast Du vielleicht Erfolg.

    Wenn die Fruchtkörper dann ausgereift sind, kann man sie noch eine ganze Weile finden, vor allem wenn sie geschützt wachsen (Unterseite des Stammes).

    LG Ulla

    Hallo Heidi,

    für einen Eichenmilchling halte ich das nicht, der ist meist in den Farben trüber braun.

    Ich denke da eher an den Goldflüssigen Milchling, Lactarius chrysorrheus. Da ist die Milch anfänglich weiß, ist auch klebrig und wird beim Eintrocknen gelb.

    Vergleich mal damit.

    Habitat stimmt, hatten wir gerade gestern auch bei Eiche.

    LG Ulla

    Hallo Stefan,


    ich bin also immer dafür die deutschen Namen mit den lateinischen zu nennen, denn denke daran, dass hier im Forum nicht nur Spezis mitlesen sondern auch Pilzfreunde die nicht jeden Namen auf "Schlau" verstehen.

    Ich kann mich an meine erste Pilztagung noch zu tiefsten DDR-Zeiten in Frankfurt/Oder erinnern, damals vom Kulturbund der DDR organisiert.

    Da wurden die Pilznamen auch meist nur lateinisch genannt und wir, damals noch Laien, waren ganz schön aufgeschmissen ehe wir zumindest die Gattung verstanden haben.

    Wir vergeben uns deshalb nichts, auch wenn die Pilznamen von irgendwelchen speziellen Gattungen oft gekünstelt und erfunden sind. Dann muß man abwägen ob man den Kunstnamen nennt oder zumindest die Gattung "eindeutscht".


    LG Ulla

    Hallo Nobi,

    ja leider hab ioch da noch keine richtige Idee.

    Ich vermute, das der Schleimer noch nicht völlig ausgereift ist (oder war er noch feucht?)

    Bei Deinen Mikroaufnahmen sehe ich Capillitium das eventuell für eine Badhamia sprechen würde. Aber da müßte die äußere Peridie mit Kalk bedeckt sein.

    Hast Du den Myxo exsikkiert? Es sind ja mehrere Fruchtkörper, da könnte man nochmal drüberschauen.

    Dann melde Dich.

    LG Ulla

    aus dem Literaturbestand einer guten Pilzfreundin, ehemalige Pilzberaterin möchte ich hier einiges an Pilzbüchern zum Kauf anbieten


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    2. Dörfelt: BI-Lexikon Mykologie-Pilzkunde 1988 10€

    3. Gröger: Bestimmungssvhlüssel für Blätterpilze und Röhrlinge in Europa Teil 1, 2006 20€ ist weg

    4. Moser: Kleine Kryptogamenflora - Ascomyceten 1963 10€ ist weg

    5. Moser Kleine Kryptogamenflora Die Röhrlinge und Blätterpilze 1978 10€ ist weg

    6. Jülich: Kleine Kryptogamenflora - Nichtblätterpilze 25€ ist weg

    7. Kreisel: Pilzflora der DDR, 1987 5€

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    Liebe Grüße

    Ulla


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    Hallo Björn,

    da Du Xanthoricola parietina darstellst: auf dieser Flechte ist ein Phytoparasit häufig (anamorpher Ascomycet), Xanthoriicola physciae.

    Wir wurden darauf aufmerksam durch unsere Phytoparasiten-Sammler.

    Und haben ihn häufig gefunden, dann ist die Flechte schwarz verfärbt und der Pilz dadurch schon makroskopisch leicht zu sehen.

    Aber ich denke, dass Du das schon kennst?

    LG Ulla

    Hallo Björn,

    das Nachreifen von Schleimlingen ist immer so ein Problem. In dem Zustand wie Du sie fotografiert hast kann es eigentlich reichen sie langsam trocknen zu lassen (also nicht gleich auf die Heizung). Aber manchmal hat man auch Pech das das nicht klappt. Der passende Moment muß es eben sein. Ist immer etwas Glück dabei. Kommt auch auf die Gattung oder Art an. Eventuell noch etwas in der feuchten Kammer liegen lassen, aber nicht zu lange oder zu feucht, dann schimmelts.

    Myxomyceten sind eben empfindliche Wesen ==16==3 !

    Jan-Arne kann sie ja nochmal unters Mikro quetschen.

    LG Ulla

    Hallo Björn,

    tolle Doku von Deiner morgentlichen Runde!

    Zu Deinen unbestimmten Myxos: die erste rote Arcyria erinnerte mich erst makroskopisch an Arcyria denudata. Leider ist sie noch nicht richtig reif, da man da erst sieht wie sich da Capillitium entfaltet. Man erkennt aber das der Kelchbecher recht tief ist. Deine Bemerkung, das das Capillitium leicht vom Becher zu trennen ist, ist auch wichtig.

    Zusammen mit der Sporengröße und dem stark skulpturierten Capillitium käme ich jetzt auf Arcyria affinis. Das ist eine Art die oft im Spätherbst erscheint.

    Die von Dir richtig eingeordnete Comatricha würde ich anhand der Sporengröße und Skulptur sowie des dichten Capillitiums für Comatricha nigra halten. C. nigra kommt auch im Winterhalbjahr häufiger vor.

    LG Ulla

    Hallo Manfred,

    Dein Fund auf dem Kaninchen-Köttel sieht doch etwas ungewöhnlich aus für Didymium squamulosum.

    Aber die Art ist ja sehr variabel und ich würde es eigentlich auch dafür halten. Mit so langen Stielen, die nicht ganz weiß sind habe ich die allerdings noch nicht gesehen!


    LG Ulla

    Hallo Mario,

    da gebe ich Dir voll recht - Arcyria stipata.

    Typisch ist ja das gedrängte Wchstum, was auch leicht hirnartig aussieht. Die Mikromerkmale passen auch.

    Schöne Dokumentation, super tolle Mikroaufnahmen!


    LG Ulla

    Hallo Malone,

    Myxo auf jeden Fall richtig,

    Auch Gattung Physarum.

    Ich vermute Physarum nutans. Man sieht bei mehreren Fruchtkörpern dass die Köpfchen der Fruchtkörper nickend sind, der Stiel ist unten dunkel nach oben hin heller ohne direkte Kalkeinlagerung. Das felderige Aufbrechen der Peridie (Kalkkruste) ist für die Art auch recht typisch. Die Art ist aber Physarum leucophaeum sehr ähnlich, die allerdings normalerweise keine nickenden Köpfchen haben. Da müßte man eventuell nochmal mikroskopieren um ganz sicher zu gehen.

    LG ulla