Beiträge von lamproderma

    Hallo, da mache ich doch gleich weiter:

    Mehlgeruch: z.B. beim Maipilz, Mehlräsling.

    Da hilft nicht in die Mehltüte reinzuriechen. Ich hatte mein AHA-Erlebnis als ich bei einer noch funktionierenden Mühle vorbeikam. Da roch es nach frischgemahlenem Mehl und ich konnte dem Maipilz dem zuordnen.

    Manche vergleichen den Geruch mit gurkig, aber das finde ich höchstens beim Schuppigen Porling ähnlich.


    LG Ulla

    Hallo zusammen,

    morgen werde ich Euch etwas über meine Lieblinge, die Schleimpilze - Myxomyceten erzählen. Ich hoffe, Ihr habt Lust dazu.

    Bemühe mich zum Anpfiff 21:00 fertig zu werden :gkopfkratz:, aber ich bin auch nicht böse wenn sich einige dann ausklinklen werden.

    LG Ulla

    Hallo Martin,

    weißfaules Holz scheint mir am geeignetsten, aber ich glaube nicht so richtig, dass das mit den nur Auftragen der Sporen so klappen kann.

    Bei Deinem Brötchen-Ansatz sieht mir das auch schon nach anderen ev. Hefepilzen aus.

    Aber Probieren kann man es ja. Vielleicht klappt es.

    Ich setze Feuchtkammerkulturen immer anders an: in einer Dose, auf feuchtes Küchenpapier lege ich Substrat (Holzstückchen u.ä) und warte ob irgend ein Schleimpilz sich zeigt. Das direkte "Impfen" mit Sporen habe ich noch nicht ausprobiert.

    VG Ulla

    Hallo KaMaMa,

    hast Du von deiner "Zucht" ein neues Foto?

    Ich glaube nicht, dass sich die Sporen von Tubifera ferruginosa mit Brötchenresten anfreunden werden. Tubifera bevorzugt ausschließlich morsches Holz.

    Auch sollte man bei Feuchtkammerkulturen nicht nur das Substrat einlagern, sondern vor allem etwas feuchtes Küchentuch unterlegen, damit sich die Feuchtigkeit hält.


    VG Ulla

    Hallo Clemens,

    bei dem gelben gebe ich Dir recht mit Arcyria obveleta. Der ist leicht zu bestimmen.

    Mit der Gattung Stemonitis sieht es allerdings etwas schwieriger aus. Da gibt es einige ähnliche Arten, die man nur mit dem Mikroskop auseinanderhalten kann. Also bei der Stemonitis kann man so keine genaue Art bezeichnen.

    Eine Giftigkeit der Schleimpilze für Menschen ist bisher nicht bekannt, aber trotzdem sollte man aufpassen was Kinder so in den Mund nehmen!

    VG Ulla

    Lieber Wolfgang,

    danke Dir und wünsche Deiner Frau gute Besserung und Dir viel Kraft bei der Garten-, Tier- und "Kinder"betreuung!


    LG Ulla

    Hallo,

    um irgendwas mit Schleimpilzen zu machen, müßte man voraussetzen dass die Betreuer sich damit auskennen.

    Z.B. Physarum polycephalum mit Haferflocken füttern, soll zwar funktionieren, aber man muß erst einmal ein aktives Plasmodium besorgen, muß wissen, wie man es behandelt um dann das entsprechende Ergebnis zu bekommen.

    Da denke ich, dass das für Kindergartenbetreuer nicht geeignet ist.

    Es wäre dann sicher besser mal in den Wald zu gehen, um an alten liegenden Stämmen Schleimpilze zu entdecken, obwohl da auch Kenntnis der Betreuer Voraussetzung ist. Allerdings denke ich, dass lebende Objekte wie Käfer, Schmetterlinge, Frösche o.ä. da für Kinder im Kindergartenalter besser geeignet sind sie an die Natur heranzubringen.


    VG Ulla

    Hallo Tuppie,

    ich habe von Raupen zwar keine Ahnung, aber an den Buchsbaumzünsler würde ich nicht denken, sieht meiner Meinung und leider negativen (für unseren Buchsbaum) Erkenntnis eher mehr grün aus.

    Ich hatte letztens aber eine fette Raupe im Beet entdeckt, von der ich auch nicht wußte was es war.

    Habe das Foto über die Bilderkennung geschickt und sofort ein schlüssiges Ergebnis erhalten. Bei mir war es die Weidenbohrerraupe. (Jetzt weiß ich wie die riechen und erkenne die Schnecklinge mit dem Geruch).


    Weidenbohrerraupe


    Vielleicht probierst Du es mal damit, falls keiner sich zu Deiner Frage meldet.


    LG Ulla

    Hallo Azalee,

    mit dem Sklerotien-Porling Polyporus tuberaster liegst Du richtig!

    Der fehlende Mehl/Gurkengeruch und der fehlende schwarze Stiel unterscheidet ihn vom Schuppigen Porling Polyporus squamosus.


    VG Ulla

    Hallo Moramora,

    mit Ceratiomyxa fruticulosa var. porioides hast Du absolut recht. Die Schleimschicht darunter ist der Hypothallus, d.h. die Unterlage auf welchem der Schleimpilz sich entwickelt. Wenn der Schleimpilz richtig reif ist, trocknet sie ein und ist nur noch als dünne papierartige Schicht übrig.

    Die gelben noch schleimigen Gnubbel daneben sind noch unreife Schleimis der gleichen Art. Da dauert es noch etwas bis sich die porioide Struktur entwickelt.

    Ceratiomyxa fruticulosa var. porioides ist nicht nur weiß gefärbt und kann auch gelb oder grünlich sein.

    Ceratiomyxa ist eine Gattung (sowohl die var. fruticulosa als auch var. porioides) die immer nach feuchtem Wetter als erstes auftritt, manchmal in großer Ausdehnung auf morschem Holz.

    Die Gelbe Lohblüte die Du noch genannt hast, muß im reifem Zustand schwarzes Sporenpulver im Innern entwickeln, während Ceratiomyxa immer hyaline (durchsichtige) Sporen hat.


    VG Ulla

    Hallo helix,

    Deine Schleimpilze halte ich für ein Physarum, möglicherweise Physarum leucophaeum. Dafür spricht der weißliche Stiel und das Köpfchen mit Kalkauflage.

    100%ig wäre es allerdings erst nach mikroskopischer Untersuchung.


    VG Ulla

    Hallo Sebastian,

    dein Fund könnte schon eine Stemonitis sein, leider ist sie noch total unreif und die genaue Art läßt sich nicht bestimmen.

    Dazu müßte man reife Fruchtkörper haben, wie Du sie auf Deinem Foto von Stemonitis fusca gezeigt hast. Es gibt aber einige Arten aus der Gattung Stemonitis die makroskopisch kaum auseinander zu halten sind.

    Vielleicht kommst Du nochmal an die Stelle und könntest dann reifere Fruchtkörper einsammeln, die man mikroskopieren könnte.

    VG Ulla

    Hallo Bernd,

    wie ich schon bemerkte, kenne ich Geatrum striatum persönlich nur aus Laubholzbeständen. Er wächst in Auwäldern, in Trockengebüschen (z.B. Flieder), in Bergbaufolgelandschaften, häufig an wärmebegünstigten Stellen.

    Er ist bei uns recht häufig, aber in unserer Landesdatenbank finden sich nur ganz wenige Funde bei Fichte (nicht von mir).


    Sehr interessant,

    lg Ulla

    Hallo Ralph,

    aufs Schöllkraut wäre ich auch nicht gekommen, obwohl es randlich an meinem Schrebergarten reichlich wächst und ich schon einmal unangenehmen Kontakt hatte damit. Ich hatte vorJahren mal den Bestand mit einem Rasentrimmer abgemetzelt und dabei etwas von dem orangen Saft ins Auge bekommen. Das macht man nur einmal, so doll hat das gebrannt! ;(;(;(

    Jetzt setze ich immer eine Schutzbrille auf beim Benutzen vom Rasentrimmer.


    VG Ulla

    Liebe Maria,

    Brefeldia maxima ist völlig raus.

    Deine reifen Fruchtkörper zeigen eine kalkhaltige Kruste, die für Diderma spumarioides spricht.

    Leider reifen die Fruchtkörper oft nicht völlig problemlos aus, wie auf Deinen Fotos zu sehen ist. Aber ich bin mir sicher, dass es D. spumarioides ist.


    LG Ulla

    Hallo Bernd,

    Ich kannte G. striatum bisher nur aus dem Laubwald. Wenn er bei Dir im Nadelwald wächst, ist das für mich eine neue Erfahrung. Man lernt ja nicht aus.

    Deine Bestimmung ist auf jeden Fall exakt.


    LG Ulla

    Hallo Bernd,

    ich würde Deinen Fund auch als G. quadrifidum bezeichen, obwohl er eine ausgeprägte Apophyse (kragenartiges unten an der Staubkugel) hat. Leider fehlt dabei das Nest, aber das trennt sich oft vom oberen Teil des Erdsterns oder zerfällt schon. Der Standort im Fichtenwald ist ganz typisch für die Art.

    Mit G. striatum ist er überhaupt nicht zu verwechseln, den G. striatum hat eine gefaltete (striate) Mündung (Peristom) und kommt auch nicht im Nadelwald vor.


    LG Ulla

    Hallo Sebastian,

    Deine kleinen schwarzen Fruchtkörper sind Myxomyceten, Schleimpilze.

    Anhand Deiner Mikroaufnahmen ist es mit großer Sicherheit - Metatrichia floriforme - ein Verwandter des Wespennestes (Metatrichia vesparium). Typisch für die Art ist das Capillitium mit Spiralleisten und den lang ausgezogenen, zugespitzten Enden.

    Das Capillitium von Metatrichia vesparium hat dagegen nur kurze Enden, aber die Spiralleisten sind dagegen bestachelt.


    LG Ulla

    Hallo Bernd,

    ich habe auch schon mal vor Jahren zu Pfingsten junge Riesenboviste gefunden. Die könnten also auch schon so früh.

    Allerdings hat Beli die marmorierte Oberfläche ins Spiel gebracht. Das paßt natürlich auf Bovista plumbea oder nigrescens.


    Die Marderhunde: ganz toll, dass Du die Gelegenheit hattest sowas niedliches zu beobachten! (Auch wenn die Marderhunde sicher auch bei Dir nicht heimisch sind?)


    LG Ulla