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letzter Beitrag von Grüni/Kagi am

Woher die Begeisterung für Pilze?

  • Guten Abend!


    Ich wurde heute von einer Kollegin gefragt wo meine Begeisterung für Pilze herkommt, verbunden mit der ergänzenden Frage, ob es etwas mit dem Nervenkitzel zu tun hätte, den man verspürt, wenn man Pilze isst (könnte ja giftig sein)...die Frage fand ich gleichermaßen lustig als auch besorgniserregend. Wie kommt man denn auf sowas? Eigentlich müsste ja allgemein bekannt sein, dass man keine Pilze isst, bei denen man sich nicht 100 Prozent sicher ist, sodass ein Nervenkitzel gar nicht erst aufkommen dürfte. Dann wollte ich zur Beantwortung der eigentlichen Frage ansetzen und wurde gleich von einer Kollegin gestoppt, die gerne früher als in 3 Stunden weiterarbeiten wollte 😂


    Was mich mal interessieren würde...was sind denn eure Gründe für die Pilzbegeisterung?


    lg

    Sandra

  • Hallo Sandra, gute Frage:


    Also bei mir war schon immer ein Interesse für alles in der Natur vorhanden: Gesteine und Mineralien, Fossilien, Pflanzen, Tiere, und eben auch Pilze.

    Das spezielle Interesse an Pilzen kam eigentlich durch Schwesta Tuppie, die Gnolme und das APR! Es war also bei mir zunächst eher ein Interesse am PILZFORUM mit all seinen Menschen, seinen Verrücktheiten und seinem Wissen, von dem sie mir schon lange vorgeschwärmt hatte.

    Und wenn man erst mal angefangen hat - egal aus welchen Gründen - sich für Pilze zu interessieren, dann wird es ganz von selbst immer spannender, je tiefer man in die Materie eintaucht...dann ist man den Pilzen ob ihrer faszinierenden Vielfalt und Allgegenwärtigkeit für immer verfallen!

    Liebe Grüße,


    Grüni/Kagi ==11


    112 Pilzchips
    (113 Stand vor APR 2018 - 15 Einsatz APR 2018 + 3 Wurmrätsel + 4 Prämie APR-Präsenz + 5 Platz 15 APR 2018 + 3 Danke, Pilzmichi -1 für Kommazahlenausgleich "Nexe"-Wette -1 +1 für Mausis Zockerrätzel -1 beim Ingosixecho - 15 für APR 2019 + 2 von "Unkis Plan" +5 für Präsenz u.+5 für Gnolmisch-Fortschritte im APR 2019 +10 für Platz 6 im APR 2019 +3 für Emils NachAPR-Rätzel -9 Anerkennung APR-No/Tu/En)


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    Meine Zeichnungen und Fotos sind außerhalb dieses Forums
    nicht ohne meine vorherige Genehmigung zu verwenden!


    Grünis/Kagis verrückte Pilzwerkstatt

    Pilze an ungewöhnlichen Orten finden!

  • Hallo Sandra,

    in der TAZ gab es mal eine lustige Kolumne zum Reiz des Pilzsammelns:

    #Pilzesuchen#Pilzesammeln#Pilzeposten - taz.de

    Zitat:

    "Was in den vergangenen Jahren das Pferderennen für junge bis mittelalte Großstadtmittelklassemenschen war, ist jetzt das Pilzesammeln."
    Auch wenn ich mich dem nicht vollständig anschließen würde ...

    Gruß,

    Marcel

  • Hallo Sandra,

    Kann ja nur für mich sprechen.......

    Schon als Kind oft im Wald gewesen , mit den Eltern Wandern , oder auch alleine in der näheren Umgebung.

    Da auch mal Pilze gesammelt - der Jäger,- und Sammlerinstinkt , aber nur auf niedrigstem Level.

    Später auch noch etwas Richtung Speisepilze dazugelernt..

    Als mich dann mein Enkel bei einer Pilzexkursion mich mit Fragen löcherte , dachte ich , dann mach dich mal richtig schlau , ist so 12 Jahre her.

    Als ich dann tiefer in diese Welt eintauchte war ich überrascht und fasziniert.

    Manchmal spannender wie ein Kriminalfall , - was ist das und was macht das hier ? (Biologie hat mich schon immer interessiert)

    Und alles bei körperlicher Bewegung in frischer Luft - gibts was Schöneres ?

    Das meiste ist wohl der Sammel,- und Jagd-Instinkt , den gibts auch bei Briefmarkensammlern nur mit weniger frischer Luft.

    Gruß

    Norbert

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    Pilzchips = 100 -5 APR 2015 +12 APR 2016 = 107 -7 Für APR 2017 = 100 + 5 APR 2018 =105 +5 APR 2019 =110
    Pilzbestimmung im Netz ist keine Essfreigabe

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  • Hallo Sandra,


    wie schrieb ich im Editorial der DGfM-Mitteilungen 2019-2:


    "... dieser Tage schwebte eine philosophische Muse an mich heran, küsste mich und verschwand schnell wieder im Denknebel. Ich hatte von ihr den Auftrag erhalten, über unser Objekt der Begierde, die Pilze, nachzudenken.


    Ja, die Pilze, wie stehen sie denn nun da und fühlen sich, so als geliebtes, vergöttertes, gesuchtes, gekochtes, gebratenes, getrocknetes, unverzichtbares, bewundertes, durchschautes, untersuchtes, nützliches, gefährliches, schädliches, zerstörerisches, gehasstes und bekämpftes Wesen?

    Ja es gibt unter Ihnen die Schönen, die Edlen, hochverehrt und geliebt, wie Trüffel, Kaiserling und Steinpilz, aber es gibt auch die schlimmsten Rabauken in der Truppe, wie Hausschwamm, Fußpilz und die Braunfäule der Kartoffel und Tomate. Es gibt Mörder, wie den Grünen Knollenblätterpilz aber auch Ärzte, wie den Birkenporling. Es gibt prachtvolle, wie den Fliegenpilz und unscheinbare, weniger gut gelungene, wie die Hexenbutter. Es gibt sie unübersehbar, wie den Riesenporling und dem normalen Auge nahezu unsichtbar, wie die vielen bodenbewohnenden Mikropilze. Man findet sie überall oder gar nicht, wenn die große Dürre sie vergrämt. Sie bezaubern durch eine ungeahnte Formenvielfalt, obwohl sie "untendrunter" oft ziemlich gleich aussehen. Da man ganze Bücher über sie schreiben könnte, wurde das auch reichlich gemacht. Ja, die Pilze sind so wahnsinnig spannend, dass man sich einfach für sie begeistern muss.


    Dies ist dann die Brücke zu uns, dem Pilzverein, den es ohne diese seltsamen Wesen gar nicht geben würde. Wir müssten dann Überraschungseierfiguren oder Bierdosen sammeln. Ja, den Pilzen gelingt es auch, aus eigentlich notorischen Einzelgängern eine eingeschworene Gemeinschaft zu formen, die voller Elan für ihre Ziele kämpft. Ich denke, das ist Tusch, Applaus und eine tiefe Verbeugung unsererseits wert. ..."


    Geb aber zu, ausschlaggebend war lange Zeit die Aussicht auf eine leckere Mahlzeit.


    Beste Grüße

    Stefan F.

  • Hallo Sandra,

    gute Frage. Vieles ist ja schon geschrieben, dem kann ich mich anschließen. Schon als Kind mit den Eltern Pilze gesammelt, Liebe zur Natur, zum Wald und jetzt endlich genug Zeit, tiefer in die Materie einzusteigen, u.s.w.. Adrenalin, wegen potenzieller Giftpilze in der Pfanne kann ich allerdings nicht brauchen und auch nicht nachvollziehen. Die Geheimnisse die Giftpilzen oder auch Heilpilzen innewohnen finde ich dagegen durchaus spannend.

    Vielleicht noch ein anderer Aspekt. Pilze sammeln hat etwas Ursprüngliches, so wie einen Apfel zu ernten, Nüsse oder Kräuter zu sammeln. Ich bekomme einen unmittelbaren Bezug zu meiner Nahrung. Dieser Bezug geht Menschen ohne eigenen Hof oder Garten zunehmend verloren. Ein Heideschleimfuß ist einfach nur ein Pilz ohne irgendwelche Zusatzstoffe wie Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel und E-Nummern. Das macht ihn für mich als Lebensmittel besonders.

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

  • Hallo Sandra!

    Ich habe ganz klassisch als Mykophagin begonnen. Die ersten Pilzstreifzüge unternahm ich als Erwachsene (leider haben wir keine Familienmitglieder, die sich mit Pilzen auskannten gehabt), mit einem Freund meiner Eltern, der mir tatsächlich seine Steinpilzstelle verriet.


    Mein Vater, Koch von Beruf und Berufung nahm mir gerne etwas von der "Last" meiner Pilze ab, und verspeiste sie mit Genuss. Meine Mutter, ebenfalls. Köchin traute dem Braten jedoch nicht.


    Schließlich nahm mich meine tschechische Kollegin mit auf die Pirsch und erklärte mir ihre Sammelpilze. Als ich dann mit Büchern bewaffnet meine eigenen Exkursionen in den heimischen Wald unternahm und nicht weiterkam mit der Bestimmung, fand ich im Netzt das Pilzforum - damit war ich dann "gefangen"!


    Das Thema wurde immer interessanter und umfangreicher. Auch kleine Pilze, nicht essbare Pilze und skurrile Pilze wurden als Fotoobjekte spannend. Man lud mich zu meiner ersten Forumsexkursion ein (Das Ding aus dem Sumpf) und ich lernte auch nette Pilzler außerhalb des Forums kennen.


    Nach zwei Monaten der Forumszugehörigkeit wagte ich mich gleich in mein erstes APR, dann kamen die Gnolme, Forumstreffen, Illustrationen für Mitforumler und und und...

  • Hallo Sandra, ein Nachtrag zu dem Thema:


    Ich habe für den PPC (Pilz Poetry Contest) von Mausmann hier im Forum schon viele Gedichte geschrieben. Zwei davon drücken aus, wie Pilze mich beeindrucken und warum sie mein Interesse geweckt und gefangen haben. Die stelle ich hier nochmal ein:



    WER IST DER KÖNIG DES WALDES?


    Ist es die mächtige Eiche, die sich

    breit geästet über alles erhebt,
    die Heimat und Nahrung gibt allem Kleinen,
    das auf, von und in ihr lebt?


    Ist es der laut röhrende Hirsch, der sich

    zumindest für den König hält,
    wenn er stolz seine Hirschkühe zusammentreibt,
    oder sich im Kampf dem Rivalen stellt?


    Ist es das ständig schnüffelnde Wildschwein, das mit

    unbändiger Kraft den Boden durchwühlt,
    die fette Bache, die mit dem Leben die Jungen verteidigt,
    so daß jedes Wesen Respekt vor ihr fühlt?


    Ist es die wimmelnde, unermüdliche Ameise, die den

    Feind nicht durch Größe, sondern durch Masse abwehrt,
    die den Wald sauber hält,
    So daß kein toter Körper Seuchen vermehrt?


    Ist es der scharfsichtige Bussard, der mit

    breiten Schwingen elegant über den Bäumen kreist,
    die kleine Beute erspäht und herabstürzend schlägt,
    und damit dem Gleichgewicht der Natur seinen Dienst erweist?


    Nein, alle diese sind es nicht, wenn auch ihre Aufgaben

    ineinandergreifen wie Zahnräder
    eines gewaltigen Mechanismus.


    Ohne den wahren König des Waldes ist kein

    Werden und Vergehen,
    ohne ihn - tausendfach im Verborgenen wirkend -
    würde der Mechanismus des Waldes stille stehen.


    Ohne ihn - tausendfach fruchtend, wunderbar

    in Formen und Farben,
    seine Sporen weit weit dem Wind anvertraut,
    gäbe es kein Leben im Wald, denn

    DER WAHRE KÖNIG DES WALDES IST DER PILZ!


    Grüni/Kagi, 11.05.2017


    Beitrag zum PPC 05/2017




    Die Farben der Pilze


    Schau! Sind sie nicht wunderschön?

    Die Farbe LILA schmückt sie, violett und veilchenfarben.

    Das provozierende Lila des Schleierlings hier,

    die veilchenzarte Lepista nuda dort...

    und das kräftige Rotviolett des Lacktrichterlings!

    Ich liebe diese oft geschmähte Farbe, die Pilzen so gut steht...


    Oh, das BLAU, das TÜRKIS, Farben des Himmels und der Meere!

    Grünspanfarben und azurblau leuchten ihre Hüte und Stiele:

    Keiner kann sich hierzulande mit den stolzen Träuschlingen messen.

    Vielleicht doch? Der Stahlblaue Rötling!

    Und wollen sie nicht alle plötzlich blau werden,

    die dicken, bunten Röhrlinge?


    ROT! Die Farbe der Liebe. Die Farbe der Gefahr!

    Der Pilz überhaupt trägt diese Farbe zur Schau:

    Der Fliegenpilz, weiß getupft, giftig und schön, so kennt ihn jedes Kind.

    Rot! So viele Täublinge kleiden sich in all seine Schattierungen...

    Ein roter Tintenfisch im Wald? Auch das ein Pilz,

    aus der Ferne zu uns gekommen, uns zu erstaunen!


    Kein Chlorophyll, keine Pflanze, und doch GRÜN?

    Sie geben sich Mühe, sich zu verstecken zwischen Kräutern und Blättern.

    Grüne Täublinge, gefeldert oder glatt, zartgetönt,

    der Braungrüne Rötling mit auffallenden Farben.

    Dann suchst du all die Getarnten in Olivgrün, Gelbgrün, Braungrün...

    und schaust dem Grünblättrigen Schwefelkopf unter den Hut!


    GELB und GOLD, welche Pracht! Und ihre leuchtende Schwester ORANGE...

    Groß und schön wie ein Löwe, der Pluteus leoninus.

    Kleine goldene Trompeten des Waldes erklingen: Die Pfifferlinge!

    Der "falsche Bruder": Ein andres Gelb zeigt er und verrät sich durch die Form.

    Wer hat das winzige Feuerchen dort im Wald entfacht?

    Und die alte Weide schmückt sich prachtvoll mit einem großen Schwefelporling.


    Schneeig, cremig, Elfenbein...gelblich, bläulich angehaucht, und doch:

    WEISS - keine wirkliche Farbe, gar die Abwesenheit von Farbe?

    Unschuldig? Nicht im Reich der Pilze!

    Der Knollenblätterpilz verbirgt sein Gift im reinen Weiß.

    Struppige Schopftintlinge strahlen hell, bevor sie sich in schwarze Tränen auflösen.

    Ein vergessener Ball im Gras? Weiß auf Grün scheint ein Riesenbovist mir entgegen!


    Ihr fragt nach bunten Farben im Reich der Funga?

    Sucht sie im Herbst bei den SAFTLINGEN!

    Im tristen Braungrün lang schon gemähter Wiesen findet ihr das Leuchten.

    Kirschrot, fröhliches Gelb, flammendes Orange, Papageiengrün -

    nicht sattsehen kann man sich. Wie saftig sie glänzen,

    halb durchsichtig; und du willst gar nicht mehr aufhören, sie anzuschauen!


    Ich habe euch erzählt von den FARBEN der Pilze.

    Schaut sie euch an und bewundert die Fähigkeit der Natur,

    solchen Zauber hervorzubringen! Warum tut sie das?

    Das weiß niemand genau. Die Gelehrten sagen:

    "Es ist die Evolution, die Anpassung."

    Die Weisen aber sagen: "Es ist einfach - SCHÖNHEIT!"


    Grüni/Kagi Juni 2019



    Wenn du die Gedichte gelesen hast, weißt du mehr über die Faszination, die Pilze auf mich ausüben...

    ==konfetti

    Liebe Grüße,


    Grüni/Kagi ==11


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  • Hallo Sandra,

    auch ich antworte Dir mit einem Gedicht, welches ich zu diesem Thema mal im PPC veröffentlicht hatte:


    ...so fing das Alles an (damals)

    Du Hans, ich hab ´ mal eine Frage,

    wieso bloß bist Du Mykophage?

    ____


    Na, damals, als ich jünger war,

    da machte ich mir Eines klar:

    mit einem von den schönen Dingen

    möcht´ ich es einmal zu was bringen;

    auf dass ich alles gründlich lerne

    entweder Vögel, Pilze, Sterne.


    Die Vögel: Amsel, Drossel, Fink

    sind leider wirklich ziemlich flink.

    Kaum hat man sie im Busch gefunden,

    sind sie schon wieder fix verschwunden.

    Und fürs gründliche Beschreiben

    tun sie nicht lang genügend bleiben.


    Die Sterne: Wega, Ganymed und Mars

    und wohl auch die andren stars

    funkeln im Dunkeln um die Wette.

    Meist lieg ich dann auch schon im Bette

    und dieses konsequent und brav,

    ich brauche schließlich meinen Schlaf.


    Die Pilze: Steinpilz, Perli, Glucke

    erlauben, dass ich gründlich gucke.

    Für sie brauch ich auch keinen Wecker

    und noch dazu sind sie sehr lecker.

    Du siehst es, es hat seinen Sinn

    Dass ich heut ´ Mykophage bin.

    Schönen Gruß,
    Hans aus Bremen
    ------------------
    "Es gibt Gottsucher, Ichsucher und Schwammerlsucher" (G. Polt)


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  • Hallo Sandra,


    vieles ist hier schon gesagt worden - ich kann für mich sprechen: Aufgewachsen auf dem Land/Bauernhof wurden wir schon als Kinder auf die Pilze aufmerksam gemacht und zum Sammeln geschickt. Waren es am Anfang erst "nur" die Wiesenchampis, welche es Ende der Sechziger und Anfang der Siebziger Jahre auf unseren Kuhweiden in Massen gab. Wir Kinder wurden mit Eimern losgeschickt und selbst da muss es schon Karbolis gegeben haben, denn uns wurde eingetrichtert, die Pilze, welche gelb wurden, werden nicht gesammelt. Also mit Nervenkitzel wurde nicht und niemals gespielt! Die Verantwortung und auch der Respekt wegen einer Vergiftung war immer da und präsent! Hintergrund des Pilze sammelns war damals in erster Linie in unserer Großfamilie auf dem Hof der finanzielle, denn speziell meine Mutter hatte früh meinen Vater verloren und war alleinstehend mit zwei Kindern pekuniär nicht so gut bestückt. Es war eine kostenlose Mahlzeit, welche mit Kartoffelbrei gut sättigte (Und Kinder, welche bei Wind und Wetter immer draußen in der Natur rumtoben, haben immer Hunger!) und als weiterer Aspekt natürlich auch uns Kinder schon von klein auf mit der Natur vertraut zu machen und die Ressourcen der Natur zu nutzen und es wurde auch der Respekt vor der Natur mit weitergegeben. Vor den Giftpilzen und -pflanzen und das alles seine Daseinsberechtigung hat und nichts sinnlos zerstört/zertreten wird und auch nur in Maßen für den Eigenbedarf gesammelt wird. Ab dem Schulalter ging es dann schon mit in den Wald und die Waldgänge wurden dann immer ausgedehnter, und ich dann schon in kürzester Zeit ab dem ca. 7./8. Lebensjahr schon allein in den Wald losgezogen bin. Wenns im Sommer keine Pilze gab, da waren es dann eben Beeren, welche ich mit nach Hause gebracht habe. Und wir Kinder haben keinen Unsinn angestellt und haben ganz stolz auch schon unseren Beitrag für das tägliche Leben geleistet! Und speziell bei mir hat das ungemein gefruchtet und ich kann sagen, dass ich seit ca. 50 Jahren der Leidenschaft fröne und die noch kein bisschen kleiner geworden ist.


    Viele liebe Grüße aus Sachsen

    Ute

  • Toll, wie ihr zu unserem Lieblingshobby gekommen seid, und schön, dass viele sich schon hier eingebracht haben!:thumbup:

    Bei den meisten begann es in der Kindheit, aber nicht bei allen, wie ich soeben gelesen habe.

    Na, da will ich mich auch einmal outen (Kurzfassung)


    Naturinteressierte Eltern mit vielen kindheitlichen Waldspaziergängen - Pilze sammeln für die Pfanne (in meiner Kindheit sogar noch den damals begehrten Kahlen Krempling, der scharf gebraten eine an Leber erinnernde Delikatesse war! - wie sich doch die Zeiten ändern) - ein "echter" Pilzberater im Nachbarhaus, mit dem ich als Zwerg einige wunderbare Touren unternehem durfte und der mir locker einen beim Eichelsammeln gefundenen Hasenröhrling bestimmen konnte, was mich sehr beeindruckte! - Das wollte ich auch einmal können! - Jahre später mit einem Gleichgesinnten zu einer ersten Fachgruppenexkursion unterwegs gewesen - Schwer beeindruckt, dass die "Profis" mittels Lupen die gefundenen Pilze untersucht und bestimmt haben! - Wenig später natürlich ebenfalls mit Lupe unterwegs - Dann die PSV Prüfung, gemeinsam übrigens mit meinem Kumpel von der ersten Exkursion, beide bestanden, Hurra! - Erste Pilzberatung. Meine Frau (damals Mitte 20) öffnet die Tür. "Hallo, ist ihr Vati zuhause?" Weil, Pilzberater mussten einfach alt sein! - Cut - Irgendwann wurden mir die großen Pilze zu langweilig und ich begann die Kleinen zu entdecken - "Schuld" daran war in erster Linie mein "Pilzlehrer" Prof. H.-J. Hardtke. - Es gibt Menschen, die inspirieren können, und er ist zweifellos einer von denen - Dann kamen irgendwann die "little black dots" an Dung dazu, die vor allem mikroskopisch ein Erlebnis sind und für die sich vor gut 20 Jahren kaum jemand in Deutschland interessiert hat - Mit Peter W. habe ich vor einem dutzend Jahren einige Fachartikel publiziert - Dadurch lernte ich dieses Forum kennen und damit viele neue Freunde - Unvergessene gemeinsame Ausflüge folgten, viele davon können in meiner Signatur gefunden und nachgelesen werden -


    Fazit: Ein Leben ohne Pilze - unvorstellbar!


    Mein Freund aus Anfangstagen ist mittlerweile seit Jahren Schatzmeister der "Arbeitsgemeinschaft Sächsischer Mykologen" und hat auch deren Logo entworfen.

    Wir beide gehörten übrigens 1988 zu den Gründungsmitgliedern der "AGsM", welcher wir natürlich bis heute treu geblieben sind.

    Und mich kennt Ihr ja seit 2012 virtuell in diesem Forum, und der ein oder andere auch privat!

    Was mich mal interessieren würde...was sind denn eure Gründe für die Pilzbegeisterung?

    Und was sind eigentlich Deine, Sandra?

    Als Eröffnerin dieses interessanten Threads bist Du uns noch die Antwort schuldig.;)


    Liebe Grüße

    Nobi

    Hier geht es zu meinen Themen.

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    2 Mal editiert, zuletzt von nobi ()

  • Vielen lieben Dank für die tollen und zahlreichen Antworten!

    Natürlich antworte ich auch auf die Frage, nachdem ihr euch schon so viel Mühe gemacht habt.


    Wie viele bereits geschrieben haben, fing bei mir die Begeisterung für Pilze auch schon in der Kindheit an. Ich bin auf dem Lande in einem kleinen Dorf aufgewachsen, das genau 3 Bauernhöfe und ein normales Einfamilienhaus hatte. Es war am Rande eines Waldes gelegen. Als meine Mutter viel arbeiten musste, hat zu Hause meine Oma auf mich und meine Schwester aufgepasst und ist mit uns regelmäßig in den Wald gegangen um Pilze und Beeren zu sammeln. Das waren damals sehr glückliche Tage. Am Ende kam man dann erfrischt von der vielen frischen Luft und der Bewegung mit einem Bärenhunger nach Hause und hat die frisch gesammelten Pilze zusammen verspeist, während alle gut gelaunt und fröhlich plaudernd gemeinsam am Tisch saßen. Gibt es etwas Schöneres? Auch mein Vater war stets begeistert vom Pilzesammeln und ist in etwas späteren Lebensjahren auch regelmäßig mit uns losgezogen. Ich weiß noch wie seine Augen immer gestrahlt haben, wenn er einen Pilz gefunden und dann ganz laut durch den ganzen Wald geschrien hat "kommt schnell!!! ich hab einen Steinpilz gefunden!", dann standen wir alle um den Steinpilz herum und haben ihn wortlos angestarrt, als wäre er das Schönste, was wir je gefunden haben ^^. Als meine Oma dann irgendwann gestorben ist und wir die Nachricht gerade erhalten hatten, kam mein Vater zu uns und sagte "Wisst ihr was wir jetzt machen? Wir fahren in den Wald!" Danach ging es uns dann schon viel besser. Irgendwie hatte der Wald schon immer eine stimmungsaufhellende Wirkung auf mich. So friedlich und ruhig. Dann kamen allerdings ein paar Jahre, in denen ich sehr mit meiner Ausbildung und Studium beschäftigt war und das Pilzesammeln für ein paar Jahre vollkommen vergessen hatte. Eines Tages kam es mir ganz plötzlich wieder in den Sinn und ich habe mich in Angermünde entschieden mal bei einer Tour mit einem Pilzsachverständigen mitzugehen (den Namen habe ich leider mittlerweile vergessen). Optisch entsprach er genau meinen damaligen Vorstellungen.. Holzfällerhemd, Vollbart, mürrisches Gemüt. Kurz darauf fand ich meinen ersten Schopftintling und war plötzlich wieder Feuer und Flamme für die Pilzwelt, woraufhin ich dem PSV auf Schritt und Tritt folgte und jede Information wie ein Schwamm aufsaugte. Danach bin ich dann regelmäßig alleine in die Wälder gezogen und habe da auch ein paar Pilzarten gefunden, die ich damals noch nicht kannte, wie beispielsweise den Sandröhrling und den Kuhröhrling. Seitdem habe ich mich regelmäßig mit Pilzen beschäftigt und alles, was ich nicht zuordnen konnte mit nach Hause genommen, um es dort zu bestimmen, was mir sehr viel Spaß gemacht hat. Da ich allerdings immer in dieselben Kiefernwälder rund um Berlin gefahren bin, war die Pilzvielfalt sehr beschränkt, was mich nach einer Zeit etwas frustriert hat. Warum ich keine anderen Wälder gesucht habe, verstehe ich bis heute nicht.


    Dann bin ich vor ca. 2 Jahren nach Hamburg gezogen und meine Schwester fragte mich eines Tages, ob ich nicht Lust hätte mal hier im Norden mit einem PSV mitzugehen, sie würde sich dann auch um alles kümmern. Gesagt getan....so trafen wir dann Alexander Glomb (AlexG), der so gar nicht meinen Vorstellungen von einem Pilzsachverständigen entsprach. Erfrischend humorvoll und mit der richtigen Prise schwarzen Humors brachte er uns und den anderen Teilnehmern binnen kurzer Zeit so viel bei, wie ich in den 3 Jahren zuvor nicht gelernt hatte. Ich habe dann gemerkt, je mehr ich über Pilze wusste, desto faszinierender fand ich diese Welt der unterirdischen Fadenwesen. Allein die Vielfalt an Formen, Farben und Gerüchen ist unglaublich und hat mich seitdem nicht mehr losgelassen. Irgendwann kam mir dann die Idee, warum nicht auch Pilzsachverständige werden? Das Problem war.. wenn man noch am Anfang ist, weiß man überhaupt nicht, wo man überhaupt anfangen soll. Zum Glück hat uns Alex dann so einige Tipps an die Hand gegeben, für die wir sehr dankbar sind. Irgendwie braucht man glaube ich manchmal eine helfende Hand, ähnlich wie es auch schon über das Forum hier geschrieben worden ist. So lernen wir jetzt Tag aus Tag ein für unsere PSV-Prüfung und hoffen, dass wir es schaffen. Nebenbei waren wir glaube ich auch fast durchgehend zumindest einen Wochenendtag in irgendeinem Wald unterwegs. Pilze gibt es ja schließlich immer. Jedenfalls bin ich mir sicher, dass ich dieses Hobby ganz sicher nie mehr aufgeben werde. :):S==roeessbar


    Sooo.. und nachdem ich jetzt meine halbe Lebensgeschichte aufgeschrieben habe, hoffe ich, dass es nicht zu langatmig war ==Prust...


    LG

    Sandra

  • Danke für "deine halbe Lebensgeschichte"!:thumbup:

    jedenfalls bin ich mir sicher, dass ich dieses Hobby ganz sicher nie mehr aufgeben werde. :):S

    Da bin ich mir sogar ganz, ganz sicher, Sandra!

    Einmal Pilze, immer Pilze!

    In dem Sinne und vielleicht sieht man sich ja einmal zu einem dieser sagenumwobenen Nordtreffen?


    Liebe Grüße

    Nobi

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    Chips: 88 nach diversen Verlusten - 10 APR 2019 = 78 + 6 (150er Prämie APR 2019) = 84

  • Danke, Sandra, für deinen "Lebensbericht mit Pilzen"!

    Ich würde mich auch freuen, dich auf einem Nordtreffen kennenzulernen. ==15

    Liebe Grüße,


    Grüni/Kagi ==11


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    Grünis/Kagis verrückte Pilzwerkstatt

    Pilze an ungewöhnlichen Orten finden!

  • Hallo Sandra,

    behalte mal den Thread "Hier trifft sich der Norden" im Auge.

    Da verabreden wir uns (meistens ab Sommer).

    Außerdem findet im Herbst immer ein großes Nordtreffen statt.

    Das ist zwar für 2020 noch nicht terminiert und es gibt noch keinen "Gastgeber",

    aber ich bin zuversichtlich, dass wir das wieder hinbekommen.

    Voraussichtlicher Termin ist Sept./Okt. 2020.

    Hier kannst Du Dir mal anschauen, wie das dann so aussieht:

    2018 in Springe

    2019 Nordtreffen im Süden (Lörrach)

    2019 Nordtreffen im Süd-Süd-Süd-Osten (Hellas)

    Schönen Gruß,
    Hans aus Bremen
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    "Es gibt Gottsucher, Ichsucher und Schwammerlsucher" (G. Polt)


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  • Hallo zusammen,

    bei mir verlief das ungefähr so:

    Phase 1 (Alter ca. 7 - 8 Jahre): Oh, toll, jetzt geht es mit Mama auf Waldspaziergang, im Wald gibt es so viele schöne Pflanzen und Kleintiere... und hopala, auch PILZE!!! Mama sagt, die kann man sogar essen, aber nicht die welche bitter schmecken... Pilzbuch zum Geburtstag gewünscht...

    Phase 2 (Alter ca. 10 - 12 Jahre): die schmecken aber lecker! Pläne geschmiedet, Pilze zu sammeln und sie auf dem Flohmarkt neben Comicheften und Hörspielkassetten zu verkaufen, dafür schon Angebotspreise festgelegt...

    Phase 3 (Alter ca. 15 - 18 Jahre): in der Schule mit Klassenkameraden und dem Klassenlehrer spontan eine Pilzsammelgruppe ins Leben gerufen und gemeinsam in den Wald gezogen; im Deutschunterricht in Teamarbeit ein Kriminalhörspiel erstellt - Thema: ein Pilzberater, nach dessen Beratung der Anfragende an Giftpilzen stirbt...

    Phase 4: Ruhephase während Berufsausbildung und Studium, dabei aber immer wieder den Morcheln nachgestellt

    Phase 5 (Alter ca. 35 Jahre): beruflich bedingt umgezogen; bei einem Waldspaziergang festgestellt: was ist das denn: dieser Wald ist ja ganz anders als der Wald, den ich von zu Hause kenne, und da stehen lauter Pilzarten, von denen ich im Buch gelesen habe, die ich aber live noch nie gesehen hatte - und jetzt stehen sie da ganz frech herum...

    Phase 6 (Alter ca. 37 Jahre): in der örtlichen Buchhandlung eine Buchreihe gesehen, in der z. B. steht: Granatroter Saftling, kommt vor in Gomaringen am Sternberg und auf einem Halbtrockenrasen auf der Hitzinger Steige bei Heidenheim; ich also die Buchreihe gekauft und dazu Wanderkarten von der Schwäbischen Alb (und dann auch gleich vom Rest Baden-Württembergs - halbe Sachen mache ich nicht), um herauszufinden, wo Gomaringen und der Sternberg liegen; dann nach Gomaringen gefahren und den Granatroten Saftling tatsächlich auf einer Wacholderheide am Sternberg vorgefunden... UNGLAUBLICHES ERLEBNIS!

    Phase 7 (wenig später): mal wieder aus Spaß das alte Hörspiel angehört, und... JETZT WERDE ICH PILZBERATER!!; im darauffolgenden Jahr die Prüfung gemacht

    Phase 8 (noch ein wenig später): rausgefunden, dass es an meinem neuen Wohnort einen Pilzverein gibt, der Führungen anbietet; in den Verein eingetreten und Führungen angeboten

    heute: vielleicht kommen mal wieder Zeiten, in denen man sich das Essen aus der Natur zusammensuchen muss (Pilze, Beeren, Kräuter) - ich bin einer, der den Leuten dann sagen könnte, was man davon essen sollte und was besser nicht...


    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Wenn alle Läden wegen Corona schließen, kann man immer noch in den Wald fahren und sich dort was zu Essen sammeln 😁


    Als ich einer Kollegin mal ganz stolz berichtet habe, dass ich im Park vor meiner Haustür ganz viele Judasohren und Samtfußrüblinge gefunden habe, brach sie gleich im schallendes Gelächter aus und sagte...Sandra! Dich kann man auch überall aussetzen ohne Angst haben zu müssen, dass du verhungerst 🤣


    lg

  • Hi,


    kurz was zu meinem Werdegang. Ich war auch schon als Kleinkind fasziniert von Pilzen. Auf gemeinsamen Pilzsuchen mit der Familie war ich damals immer derjenige mit dem "Pilzblick". So hab ich im Laufe der Zeit mir im Selbststudium mittels Pilzbuch die wichtigsten Röhrlinge selbst beigebracht. Mit 15-16 kannte ich dann die gängigsten Röhrlinge; inkl. der Hexen.


    Mit Abi und anschließendem Biochemiestudium rückten dann andere Dinge in den Fokus. Erst nach meinem Studium 2006 habe ich mich wieder mit Pilzen befasst und mein alter Wunsch PSV zu werden hat sich wieder bestärkt. Ich hab mir im Selbststudium alles wichtige beigebracht (mit etwas Unterstützung der Dresdner PSV) und dann auch 2012 meine Prüfung abgelegt. Irgendwann habe ich dann Toffel und Heidrun kennen gelernt und von dem Pilzkartierungsprojekt in Sachsen erfahren. Seit November 2013 bin ich hier im Forum aktiv.


    Mit Toffel und Heidrun bin ich immer noch viel unterwegs. Inzwischen hab ich mich auch schon auf spezielle Pilzgruppen spezialisiert (Ritterlinge, Risspilze, Tintlinge, Strophariaceaen und Phytos). Schirmlinge, Dachpilze und hin und wieder mal einen Schleierling sehe ich mir auch gerne mal an.


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Hallo Oehrling,

    und jetzt bin ich richtig neugierig auf die Pilzberatergeschichte mit dem Todesfall:gnicken:. Wo kann ich den Thriller nachlesen?

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

  • Nachlesen kannst du das nirgends. Wie ich schon schrieb, handelt es sich um ein "in der Garage" auf analoge Weise produziertes Hörspiel. Jeder in unserer damaligen Gruppe bekam eine MC-Kassette per Kassettenvervielfältigungsgerät mit dem Original bespielt. Um das Ganze anzuhören, braucht man einen MC-Kassettenspieler (so was wird seit gefühlt 1988 nicht mehr produziert, aber ich habe noch einen, der noch leidlich funktioniert), und man muss aufgrund nachlassenden Magnetismus inzwischen auch sehr genau hinhören.

    Die Geschichte geht ungefähr so: ein Hobbypilzsammler geht mit seinem Fund zur Pilzberatung, isst hinterher die Pilze und stürzt des nachts im Delirium die Haustreppe hinab und bricht sich das Genick. Die Polizei glaubt zunächst an Unfalltod, findet bei der Autopsie aber im Mageninhalt Giftpilzreste. Aufgrund eines Presseartikels meldet sich ein Bekannter des Verstorbenen - er sei mit seinen Pilzen immer zur Beratung gegangen und könne sich daher wohl kaum selbst vergiftet haben. Der Berater wird ausfindig gemacht und wegen fahrlässiger Tötung verhaftet. Schließlich stellt sich heraus, dass zur gleichen Zeit in der Beratungsstelle noch ein zweiter Klient war, der dem Verstorbenen nach erfolgter Korbkontrolle gschwind noch ein paar Giftpilze untergejubelt hatte. Beide kannten sich und hatten wegen irgendwas Streit miteinander, was genau der Streitgrund war, ist mir entfallen, auch wie dem Mörder der Mord nachgewiesen werden konnte... eine relativ wüste Story auf jeden Fall.

    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Cool...sowas Ähnliches (natürlich auch auf Cassette!) haben wir im Zuge der Unterrichtseinheit "Trivialliteratur" auch mal gemacht. "Wer hat Melanie entführt?" hieß das Drama glaube ich, und von der Version von Mr. Kagi (wir waren in einer Klasse) und seinen Freunden existiert sogar noch eine Kopie! Merkwürdigerweise erinnern viele Passagen irgendwie an alte Otto-Sketche...:grofl:

    Liebe Grüße,


    Grüni/Kagi ==11


    112 Pilzchips
    (113 Stand vor APR 2018 - 15 Einsatz APR 2018 + 3 Wurmrätsel + 4 Prämie APR-Präsenz + 5 Platz 15 APR 2018 + 3 Danke, Pilzmichi -1 für Kommazahlenausgleich "Nexe"-Wette -1 +1 für Mausis Zockerrätzel -1 beim Ingosixecho - 15 für APR 2019 + 2 von "Unkis Plan" +5 für Präsenz u.+5 für Gnolmisch-Fortschritte im APR 2019 +10 für Platz 6 im APR 2019 +3 für Emils NachAPR-Rätzel -9 Anerkennung APR-No/Tu/En)


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    Meine Zeichnungen und Fotos sind außerhalb dieses Forums
    nicht ohne meine vorherige Genehmigung zu verwenden!


    Grünis/Kagis verrückte Pilzwerkstatt

    Pilze an ungewöhnlichen Orten finden!

  • Cool...sowas Ähnliches (natürlich auch auf Cassette!) haben wir im Zuge der Unterrichtseinheit "Trivialliteratur" auch mal gemacht. "Wer hat Melanie entführt?" hieß das Drama glaube ich, und von der Version von Mr. Kagi (wir waren in einer Klasse) und seinen Freunden existiert sogar noch eine Kopie! Merkwürdigerweise erinnern viele Passagen irgendwie an alte Otto-Sketche...:grofl:

    Ah das erklärt einiges. Deswegen ist Melli so lange nicht mehr im Forum gewesen. ==Gnolm10==Gnolm7

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Gnnnihihiii!

    Liebe Grüße,


    Grüni/Kagi ==11


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    (113 Stand vor APR 2018 - 15 Einsatz APR 2018 + 3 Wurmrätsel + 4 Prämie APR-Präsenz + 5 Platz 15 APR 2018 + 3 Danke, Pilzmichi -1 für Kommazahlenausgleich "Nexe"-Wette -1 +1 für Mausis Zockerrätzel -1 beim Ingosixecho - 15 für APR 2019 + 2 von "Unkis Plan" +5 für Präsenz u.+5 für Gnolmisch-Fortschritte im APR 2019 +10 für Platz 6 im APR 2019 +3 für Emils NachAPR-Rätzel -9 Anerkennung APR-No/Tu/En)


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