Beiträge von Jikela

    Ein Hallo an alle Bärlauchfreunde,


    auch bei uns kommt es jetzt zaghaft, so dass ich in Nachbars Garten schon die ersten Blätter ernten konnte. Zum richtig ernten ist er noch zu klein. Und es gab den ersten Bärlauchquark mit Pellkartoffeln und dem Schuss frischen Leinöl dazu. Da ich etwas großzügig geerntet hatte, habe ich den Rest kleingeschnitten in die Pfanne mit Rührei gegeben. Wir waren angenehm überrascht - uns hat es besser als mit Schnittlauch geschmeckt. Heute gehe ich noch mal schauen, ob der Bärlauch die Kahlfröste der letzten 3 Nächte von - 6 bis -8°C überstanden hat. Mein Rhabarber hatte auch schon ausgetrieben - der sieht jetzt leider nicht mehr so gesund aus. Vielleicht treibt er noch mal neu aus. Und die Aprikosen- und Mirabellenblüte ist auch hinüber. Aber es gibt schlimmeres - ist halt Natur.

    Damit viele liebe Grüße aus Sachsen und bleibt gesund!

    Ute

    Hallo Sandra,


    vieles ist hier schon gesagt worden - ich kann für mich sprechen: Aufgewachsen auf dem Land/Bauernhof wurden wir schon als Kinder auf die Pilze aufmerksam gemacht und zum Sammeln geschickt. Waren es am Anfang erst "nur" die Wiesenchampis, welche es Ende der Sechziger und Anfang der Siebziger Jahre auf unseren Kuhweiden in Massen gab. Wir Kinder wurden mit Eimern losgeschickt und selbst da muss es schon Karbolis gegeben haben, denn uns wurde eingetrichtert, die Pilze, welche gelb wurden, werden nicht gesammelt. Also mit Nervenkitzel wurde nicht und niemals gespielt! Die Verantwortung und auch der Respekt wegen einer Vergiftung war immer da und präsent! Hintergrund des Pilze sammelns war damals in erster Linie in unserer Großfamilie auf dem Hof der finanzielle, denn speziell meine Mutter hatte früh meinen Vater verloren und war alleinstehend mit zwei Kindern pekuniär nicht so gut bestückt. Es war eine kostenlose Mahlzeit, welche mit Kartoffelbrei gut sättigte (Und Kinder, welche bei Wind und Wetter immer draußen in der Natur rumtoben, haben immer Hunger!) und als weiterer Aspekt natürlich auch uns Kinder schon von klein auf mit der Natur vertraut zu machen und die Ressourcen der Natur zu nutzen und es wurde auch der Respekt vor der Natur mit weitergegeben. Vor den Giftpilzen und -pflanzen und das alles seine Daseinsberechtigung hat und nichts sinnlos zerstört/zertreten wird und auch nur in Maßen für den Eigenbedarf gesammelt wird. Ab dem Schulalter ging es dann schon mit in den Wald und die Waldgänge wurden dann immer ausgedehnter, und ich dann schon in kürzester Zeit ab dem ca. 7./8. Lebensjahr schon allein in den Wald losgezogen bin. Wenns im Sommer keine Pilze gab, da waren es dann eben Beeren, welche ich mit nach Hause gebracht habe. Und wir Kinder haben keinen Unsinn angestellt und haben ganz stolz auch schon unseren Beitrag für das tägliche Leben geleistet! Und speziell bei mir hat das ungemein gefruchtet und ich kann sagen, dass ich seit ca. 50 Jahren der Leidenschaft fröne und die noch kein bisschen kleiner geworden ist.


    Viele liebe Grüße aus Sachsen

    Ute

    Danke Grüni für die Antwort - bei uns habe ich sie noch nicht gefunden. Vielleicht, weil ich noch nicht danach gesucht habe und im Winterhalbjahr relativ selten in den Wald und die angrenzenden Wiesen etc. komme - berufsbedingt, es is abends immer sooo zeitig dunkel und am Wochenende nicht viel Zeit durch Haushalt, Hausumbau und auch noch Feriengäste.

    Da rückt das Hobby Pilze leider etwas in den Hintergrund.

    Liebe Grüße aus Sachsen

    Ute

    Oh, ich glaube, da muss ich dich enttäuschen - es ist nur der fimbriatum. Den hatte ich dir mal für ne Ausstellung in den verschiedenen Entwicklungsstadien nach Nossen geschickt.

    Is aber trotzdem immer wieder schön an zu sehen und erscheint jedes Jahr wieder an der gleichen Stelle bei uns am Turmhaus unterm Nussbaum.

    Und Danke für den Vergleich des Tulstoma - is ja schon fast beschämend :grotwerd: die Unterschiede sind wirklich gravierend!


    LG

    Ute

    Danke RudiS für die Antwort - mich hatte, wie gesagt, das extem Harte und gefühlt Hölzerne der Aussenhülle irritiert, so dass ich es nicht als Bestandteil des Pilzes gesehen habe.

    Für mich ein schöner, wenn auch schon älterer ;) PersEr, denn den Kragenerdstern hatte ich bisher noch nicht, zumindest noch nicht so bewußt, da bei uns im Betriebsgelände reichlich Erdsterne wachsen und die dann schon schnöde und profan nicht mehr so beachtet werden - aber zumindest in Ruhe gelassen!


    LG

    Ute

    Aber so eingetrocknet, dass der Kragen, bzw. der Stern sich so hart und hölzern anfühlt? Und noch dazu bei dem Regen in letzter Zeit! Hätte ich jetzt nicht gedacht. Ich war der Meinung, das auch bei den Erdsternen der ganze Pilz irgendwann vergeht - wie bei uns auf dem Betriebsgelände.

    Ergo - wieder was gelernt!

    Danke Dir, Stefan


    LG

    Ute

    Liebe Forianer,


    Am Sonntag habe ich Nachbars Garten wegen des Bärlauchs inspiziert. Der Bärlauch kommt erst ganz zaghaft mit grünen Spitzen und ganz vereinzelt schon kleinen Blättchen - auf keinen Fall schon etwas zum ernten. Dabei fielen mir die 2 Kerlchen auf - es waren leider nur die zwei - , welche ich etwas ungewöhnlich fand.

    Habitat: Unter Erlen, am Abhang zum Flüsschen - als Pflanzenbegleiter Aronstab, Bärlauch, Iris und vereinzelte Schneeglöckchen.

    Als Substrat was Hölzernes - bei dem größeren würde ich auf eine große Bucheckernhülle tippen.

    Die Größe ungefähr wie ein 20 Cent-Stück - Das grüne sind unsere Holzlatten von der Gartenbank.

    Für mich ungewöhnlich: die Pilze waren nicht mit dem Erdboden verwachsen, sondern nur mit dem Substrat. Sie liessen sich ohne Widerstand aufheben.

    Der kleinere fasste sich schon etwas pergamentartig an - aber bei leichtem Druck puffte er noch Sporen aus. Ist wahrscheinlich schon etwas älter.

    Der größere fasste sich noch etwas frischer an, aber auch ziemlich fest. Hier keine Puffprobe gemacht - ich wollte ihn nicht zerdrücken.

    Geruch: fast keiner - ich konnte nur einen Hauch von Pilzgeruch wahrnehmen - meine Nase taugt aber auch nicht viel.

    Das Weiße kann vielleicht schon von Schimmel herrühren. Ich finde nur die Form etwas ungewöhnlich - nicht so gleichmäßig rund, sondern wie mit einem kleinen Kragen am Stiel, auf dem der Fruchtkörper dann sitzt.

    Ich habe nur mit dem Handy ein paar Bilder gemacht - vielleicht können die doch ein klein wenig zum Bestimmen beitragen.

    Hier die Bilder:






    Vielen Dank und viele Grüße aus Sachsen

    Ute

    Herrliche Bilder - vielen Dank dafür.

    Auch bei uns gibt es wilde Märzenbecher. Berühmt dafür ist das Polenztal in der Sächsischen Schweiz für seine Märzenbecherwiesen. Ist auch herrlich zu Erwandern. Bloß bei dem Regen (der aber dringend gebraucht wird) momentan mit Gummistiefeln, statt mit Wanderschuhen. ;) Und hier sind die Märzenbecher leider noch nicht da. Dauert mindestens noch bestimmt so an die 2 Wochen. Das Tal liegt an vielen Stellen auch recht schattig. Hier ein Bild aus den letzten Jahren.


    Liebe Grüße aus Sachsen

    Ute

    Ein morgendliches Hallo an alle,


    ich hätte ja gar nicht gedacht, dass "mein" Leinöl so eine Diskussion auslöst. Ich finde es aber toll. Noch ne Anmerkung dazu: Auch bei uns auf dem Hof wurde das Leinöl als Firnis genutzt, wenn es schlecht geworden war. Da hatten dann im Laufe der Zeit diverse Stalltüren u.ä. auch einen schönen Gelbstich.


    Und falls Alex heute mitliest:

    Alles, alles Gute und die besten Wünsche zum heuten Ehrentag!==konfetti==PremiereUnd ich glaube, ich kann im Namen vieler sprechen: wir wünschen uns noch viele schöne Beiträge von Dir!


    Viele Grüße aus Sachsen

    Ute

    Es kommt ja noch viel schlimmer!!!!!

    Da trifft man vor vielen Jahren auf ein junges Reh im Wald, welches in so eine verrostete Büchse getreten war und schon lahmte, weil die Büchse um den Fuß hing und sich im Fleisch verhakt hatte und und und. Da blieb nur eines übrig, dem zuständigen Förster, bzw. Jagdpächter Bescheid geben, der das Reh dann abgeschossen hatte (ich hoffte es damals zumindest), da es sich nicht einfangen und damit behandeln lies!! Da steht man im Wald, es kullern die Tränen vor Wut und Mitleid und man kann nicht helfen!

    Es ist nur schade, dass man solche Umweltsünder schlecht zu fassen bekommt. Ich wäre für Hände abhacken mit einem ganz stumpfen Beil und ganz langsam und dann laufen lassen, so a la Mittelalter. Entschuldigung, aber diese Bilder haben sich bei mir festgebrannt. Es sind immer Unschuldigen, die drunter leiden.

    Trotzdem viele liebe Grüße aus Sachsen

    Ute

    OHHH Jam,Jam

    Alex das ist gemein ;) - so lecker Bärlauchquark vorgesetzt zu bekommen, noch dazu vor dem Mittagessen und bei uns wächst der Bärlauch noch nicht ;(. Aber ich gehe heute Nachmittag gleich noch mal in Nachbars Garten unter den Erlen nachschauen - dort habe ich es nicht weit und Nachbar freut sich über ein Schwätzchen..... :)

    Das mit dem Leinöl habe ich übrigens von meinen Großeltern und Eltern vom Bauernhof. Zur Kartoffelernte wurde früher noch das Kartoffelkraut auf dem Feld verbrannt (wegen der Kartoffelkäfer und deren Nachwuchs). In dem Feuer, bzw. in der heißen Asche wurden dann ein paar Kartoffeln reingeschoben zum Garen und dann mit dem Taschenmesser gepellt und nur mit etwas Salz und frischem Leinöl gleich auf dem Feld als Mittagessen gegessen... Entgegen sämtlicher heutigen Hygienevorschriften brauchten wir keine Händewaschen (Dreck reinigt bekanntlich den Magen ;))und gegessen wurde gemeinsam aus einer Schüssel, wo die Kartoffeln getitscht (eingetunkt) in das Öl wurden. Für uns Kinder damals das Paradies! Und heute noch ist es eine Lausitzer Spezialität mit Quark.

    Es freut mich, dass es dir geschmeckt hat! Und deinen Bärlauchsalat werde ich auch noch ausprobieren.


    LG aus Sachsen

    Ute

    Hallo Dieter und Stefan,


    wie immer ein grandioser und toller Bericht, den ich als hauptsächlich stiller Mitleser genossen habe.:)


    Nun auch noch mein Senf zum Leccinum. Diese Rotkappe hatte ich tatsächlich auch schon in den letzten 30 Jahren genau 2x in einem reinen Fichtenwäldchen gefunden, welches leider vorigem Jahr der Borkenkäferrodung zum Opfer fiel. Sie sah bei mir genauso aus. Mit dem etwas dunkleren Rot im Hut und noch nicht ausgeprägten schwarzen Schuppen am Stiel. War aber schon eindeutig als Leccinum zu identifizieren. Damals habe ich mich, noch unbedarft wie ich war, gewundert, wie eine Rotkappe in den Nadelwald kommt. Diese natürlich mitgenommen, ohne weiter zu dokumentieren. Heute bin ich natürlich etwas schlauer und auch von mir: Gratulation zum grandiosen Fund und die wunderschönen Bilder!


    LG aus Sachsen

    Ute

    Hallo Alex, Hallo Grüni,


    ist auch superlecker............. Ich mache es mit Quark, Magerquark reicht, mit nem Schluck Milch glattgerührt, reichlich Bärlauch kleingehackt (wenn er richtig sprießt, am liebsten die kleingehackten Stiele) und ein paar Gurkenstreifen und ein bissel Schnittlauch, abwürzen und dann die typisch Sächsisch-Lausitz mäßigen Apern (Pellkartoffeln) und ein Schuß kaltgepresstes frisches Leinöl aus der Ölmühle dazu. ==Pilz27

    Wie würde der Bayer sagen: Da legst di nieder.........

    Ist für unsere Familie das beste und liebste Frühlingsmittagessen. ==Pilz27Aber angeregt durch die ersten Berichte - bei uns wächst der Bärlauch leider noch nicht ==14


    Liebe Grüße aus Sachsen

    Ute

    Vielen Dank, dass wir wieder mitgehen durften und die unglaubliche Artenvielfalt der Chemnitzer Parks und Deine tollen Fotos bewundern dürfen! ==Pilz24Bei meinen eher seltenen Dienstreisen zur Außenstelle auf die Dresdner Straße (Neubau an der Gerichtsmedizin) in Chemnitz kribbelt es mir richtig in den Fingern, mich seitwärts "in die Büsche" zu schlagen. Aber man ist ja pflichtbewusst und während der Arbeitszeit..........und dann noch die Heimfahrt auf immer staugeplagten A4. Aber schön wärs doch! ==zucken


    LG

    Ute

    Hallo Jörg,

    nachdem wir ganz laut hier gebrüllt haben und uns die Berichte gewünscht haben - natürlich gefällt uns das. ==Pilz23==Pilz24Ich bin von Deinen Berichten immer wieder begeistert und wie Du trotz Gehhilfen - zu sehen bei dem Boletus - auf den Boden gehst, um die Pilze immer im besten Licht ab zu lichten! Meinen größten Respekt und Hochachtung und vielen Dank für die schöne Tour. :gbravo::gbravo:


    Liebe Grüße

    Ute

    Hallo RudiS,


    vielen Dank für den Link und die Hinweise. Ich habe mich in meinen Äußerungen hauptsächlich auf die Erfahrungswerte der einheimischen Jäger und Jagdhelfer gestützt. Von denen ist bei den hinterlassenen Überresten der gerissenen Beutetiere hauptsächlich Rehwild, teilweise Hasen und Rotwild und natürlich ab und zu auch Wildschweine festgestellt worden. Diese gerissenen Wildschweine verringern zwar den Bestand etwas, aber leider eben nicht so, dass die Überpopulation in eine gesunde Population der Schweine gewandelt würde. Hier fallen die gerissenen Schweine halt nicht ins Gewicht. Und ich gebe auch absolut meinen Vorrednern recht - die Überpopulation ist von den zweibeinigen ... verursacht. Es sind einerseits die Maisfelder, aber auch u. a. viel die vielen weggeworfenen Lebensmittel und deren natürliche und künstlichen Verpackungen, sei es in Mülltonnen, draußen in Papierkörben, bei Häuslebesitzern auf dem Kompost im Garten, achtlos in die Landschaft oder auch eben auf Autobahnrastplätzen und und und, welche die Schwarzkittel anlocken. Und die Schläue der Schweine, die sich nicht gut und einfach abschießen lassen. Ich habe das Gefühl, dass die Burschen wissen, wo sich genau die 100m Marke befindet, in deren Nähe zu Straßen nicht geschossen werden darf. Und in Wohngegenden darf erst recht nicht geschossen werden.

    Und die Wölfe sind faszinierende Tiere. Ich hatte das große Glück in unserem Masseneiwald auch schon einem zu begegnen. Man erstarrt förmlich zur Salzsäule, beäugt sich gefühlt minutenlang und dann trottet Isegrim gemächlich ins Unterholz. Und man sieht den Unterschied zum Schäferhund. Meine persönliche Meinung ist auch, dass das Reissen der Schafe bei uns nicht hauptsächlich zur Nahrungsaufnahme dient (dazu natürlich auch - mmmh lecker Lammbraten unmittelbar vor der Nase und rennt nicht weg), sondern so eine Art Training für das Rudelverhalten und vielleicht auch Anlernen der Jungtiere. Denn, wenn sie einmal die Schafe aus der umzäunten Weide haben, verfallen die Wölfe in einen Blutrausch und es wird alles getötet. Es passt nicht in das Naturverhalten, dass Beutetiere nicht davonlaufen und dann im Rudel gejagt werden können, sondern einfach blökend vor Angst im Pferch hin und her rennen, bis schließlich der Pferch durchbrochen wird, ob nun vom Schaf selber oder vom Wolf. Und da half in einigen Fällen auch kein elektrischer hoher Weidezaun. Hier ist noch ein großer Bedarf an Lernen mit den Wölfen zu leben (müssen). Hier ist aber auch wieder die Politik gefragt. Der Wolf ist absolut schützenswert und es ist schön, dass er wieder hier heimisch wird. Aber er hat hier keine natürlichen Feine und vermehrt sich ungehemmt. Wenn man sich zum Beispiel die Landkarte von Sachsen und Brandenburg anschaut und grob errechnet, wieviel größere geschlossene Waldflächen vorhanden sind und wie viele Wolfsrudel es hier mittlerweile gibt und wieviel Quadratkilometer normalerweise ein Wolfsrudel für sich als sein Revier beansprucht (ich habe die Zahlen jetzt gerade nicht parat), da entsteht hier auch eine immer größer werdende Diskrepanz. Aber das ist nur meine höchstpersönliche eigene Meinung.


    LG aus Sachsen

    Ute

    Hallo Norbert - hier ist der Wunsch der Gedanke. Wir haben Wölfe UND Wildschweine en masse. Und irgendwie scheinen sich beide gegenseitig aus dem Weg zu gehen und sich nicht zu bejagen. Da Lupus ein hochintelligentes Tier ist und Wildschweine ebenfalls nicht dumm, klappt es nicht mit der Dezimierung der Schweine. Die Wölfe nehmen es in Sachsen lieber mit leichterer und nicht so kampfeslustige Beute wie einen Keiler auf, z. B. Rehe, Niederwild und leider auch Nutzvieh. Gerade jetzt haben wir hier auch mächtig umgegrabene Wiesen in Waldnähe.


    LG

    Ute

    Hallo,

    ich kann mich Beli nur anschließen - Maronen auf bemoosten und auch unbemoosten Baumstümpfen hatte ich auch schon öfter. Ist zumindest bei uns nicht so ungewöhnlich. Egal, ob diese etwas hellere, wässrige Form oder die knackigen dunkelhütigen.

    LG

    Ute

    Hallo Jörg,


    auch ich bin eine Park und Friedhofsliebhaberin und freue mich immer riesig über solche Berichte und auch über die tollen Fotos und zumal Chemnitz nicht so weit weg von mir ist. Und jetzt in der Nebensaison lese ich solche Berichte besonders gern, weil das Forum nicht mehr von Anfragen überquillt.

    Zumal ich jetzt so gut wie selber nicht mehr rauskomme für schöne Pilzwanderungen - bis mindestens 17.00 Uhr im Büro und am Wochenende liegt wichtigeres an, aber ab und zu wird zwar noch ein Stündchen freigeschaufelt, um im Hellen draußen nach dem Rechten zu sehen, aber es reicht nicht mehr für schöne Touren noch bei Tageslicht.

    Wenn ich auch - leider - fast nie zu einem Beitrag schreibe, weil ich ihn meistens später gelesen habe und die anderen meistens schon das gesagt haben, was auch mir aus der Seele spricht, so bin ich doch eine aufmerksame Leserin. Meistens auf Arbeit in den Pausen, und zu Hause bleibt der Blechidiot meistens aus, weil ich den ganzen Tag davor sitze, da brauch ich zu Hause nicht auch noch PC und Co.


    Damit viele liebe Grüße aus Ostsachsen

    Ute

    Hallo Thomas und Claudia,


    übrigens ist die Übersetzung der Hundesprache von Thomas durchaus richtig :gpfeiffen:- unsere "Sofamieze" - eine relativ groß geratene Biewer-Yorkshire-Hündin - hat zum Kuscheln einen Plüsch-Hund bekommen:grolleyes:. Der wurde mit viel Geknurre und in wahrer Extase in seine kleinstmöglichen Einzelteile zerlegt, im Wohnzimmer verteilt und dann ganz stolz schwanzwedelnd präsentiert! ^^:grolleyes::gzwinkern:


    LG

    Ute Berndt

    Vielen Dank für Eure Antworten,

    Fazit für mich: abgelegt unter holopus mit eventuell Fragezeichen und ja die Rauhfüsse entwickeln auch Albinos - wie in meinem zweiten Fall und nie mehr ohne Knipse in den Wald - selbst bei Regen! Und eine Kamera zulegen!

    Damit viele liebe Grüße und ein schönes Wochenende

    Ute

    Hallo Stefan,

    Danke für die Meldung - ja an der Stielbasis und wirklich nur unten und auch nur wenig und auch erst nach ca. 10 min - im weiteren Stielverlauf und auch im Hutfleisch war dann keine Verfärbung mehr zu erkennen. Auch wenn es vielleicht "nur" ein Albino war und kein L. holopus - war es für mich trotzdem ein schöner und nicht so häufiger Fund.

    Ich bin aber der untalentierteste und unbegabteste und auch unbeholfenste Mensch, wenn es ums Fotografieren geht.:gheulen: Habe mich auch immer darum gedrückt. Nicht wegen der Handhabung der Technik - es ist einfach nicht mein Ding. Und die Fotos im Zimmer bei Kunstlicht sind für die Bestimmung nicht optimal, eigentlich nur was zum Zeigen. Aber ich merke langsam, dass ich hier nicht Drumherum komme und mir doch noch eine Kamera zulegen muss. Also zu Weihnachten - eine Kamera für Anfänger und Einsteiger.:gnicken:


    LG

    Ute

    Danke Pablo für Deine Antwort,

    ich hatte mir das Schnittbild notiert - am Anfang war nix mit Verfärbung und nach ca. 10 min. war eine ganz leichte Verfärbung ins bläuliche zu beobachten. Da ich mir gemerkt habe, wo die Burschen standen, beobachte ich die Stellen weiter und wenn in den nächsten Jahren noch mal weiße Fruchtkörper erscheinen, bekommt sie Climby-Stefan fürs scharfe Glas (vorausgesetzt er hat Interesse). :);)

    LG

    Ute

    Ein Hallo in die Große Forianerrunde,


    nach dem Abklingen der Speisepilz-Hauptsaison-Anfragen hätte ich auch gern mal die Meinung der Spezialisten.

    Ich habe dieses Jahr nach vielen Jahren wieder Moorbirkenpilze gefunden. Was mich verwundert: vor vielen Jahren habe ich diese in einem wirklich in sich abgeschlossenem Feucht-Biotop gefunden - eine Lehmgrube, in der Lehm zur Ziegelherstellung abgebaut wurde. Dieses Jahr war es in einem Mischwald, ohne besondere Feuchtgebietemerkmale. Es waren Birken, Fichten, Eichen und Buchen vertreten und gefunden habe ich sie im lichten Heidelbeerkraut. Gut, es hatte zu diesem Zeitpunkt ausgiebig geregnet. Kann das auch schon ein Wachstumskriterium für diese Art sein?

    Erst dachte ich, dass es eine Farbabnormalität einer Leccinum-Art war - aber es standen mehrere Exemplare unterschiedlichen Alters da. Da ich kein Fotograf bin, habe ich mit dem Handy nur den mittelalten abgelichtet. Alle wiesen die typischen Merkmale des Moorbirkenpilzes auf: der ganze Pilz fast reinweiß - je nach Alter, je älter-desto weicher, ganz leichte Verfärbung zeitverzögert nach Anschnitt in der Stielbasis, ähnlich des vielfärbenden - nur wesentlich blasser. Bei den alten Exemplaren die Hauthaut gaaanz leicht ins Olive übergehend.

    Auf alle Fälle habe ich mich natürlich darüber gefreut und habe dieses Exemplar fürs Labor mitgenommen. Die alten durften fertig aussporen und die jungen hoffentlich auch, ohne dass sie andere Pilzjäger geerntet haben.



    Und jetzt meine nächste Frage:

    Natürlich hat Frau keine Knipse dabei, wenn es etwas außergewöhnliches gibt. Es hatte geregnet und mit nassen, schmutzigen Fingern konnte ich nicht mal das Handy zücken - was natürlich noch im Auto lag.

    Ich hatte eine ganze Gruppe junger vielfärbender Birkenpilze gefunden und mittendrin ein weißer! Gibt es bei den Pilzen auch Albinos? Es war eigentlich kein Moorbirkenpilz, denn er hatte die Merkmale seiner Brüder ringsrum. Der Verfärbung in der Stielbasis beim Anschnitt. Von Gelb über schön blau mit schwarzen Einschlägen. Und sah auch von der Form genauso aus wie seine Brüder ringsrum. Zu Hause habe ich Dämlack dann nicht aufgepasst. Und ehe ich Mann gesagt habe, er solle diesen noch nicht zerschnippeln, war es leider schon passiert.

    Ich habe mir die Stelle gemerkt, wo die Birkenpilze standen. Es war ganz normaler Mischwald mit Birken, Buchen, Eichen und Fichten und Heidelbeergestrüpp. Habe allerdings wenig Hoffnung, dass die Natur noch einmal so launisch ist und in den nächsten Jahren noch einmal solche Fruchtkörper entwickelt. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt!


    Damit viele liebe Grüße aus Sachsen

    Ute