Hallo Sandra,
auch ich kann dir gut nachfühlen, ich hatte diese Gefühle auch schon. Bin zwar kein PSV, aber bei meiner langjährigen Tätigkeit im Kindergarten und eines relativ großen Pilzartenreichtums auf dem Grundstück des Kindergartens. Ganz altmodisch noch mit der Kasper-Handpuppe habe ich versucht, den Kindern (3-6jährige)zu erklären, dass man draußen nichts in den Mund steckt und auch nicht alles sinnlos zerlatscht. Wir haben uns die Pilze im Kindergarten-Garten angeschaut und natürlich durften auch reife Boviste gedrückt werden.
Ausschlaggebend damals waren wirklich fast gift-lilane Lepista nuda in der Laubhaufenecke. Ich habe versucht zu erklären, dass die Pilze in die Natur gehören und auch Nahrung für andere sind usw. Und vor allem dass es auch giftige gibt usw. Zum Schluss hat mir jedes Kind einen schönen Pilz gemalt (meistens nen Fliegenpilz
) und es gab ein kleines Eis für alle aufmerksamen Zuhörer, die mucksmäuschenstill und ganz aufmerksam waren. Und ganz wichtig: es wurden auch im Nachhinein keine in den Mund gesteckt und aber auch keine mehr zumindest mit Absicht zerlatscht, sondern die wurden aufmerksam beobachtet (vor allem die großen Schopftintlinge fanden die Kinder faszinierend, wie aus diesen weißen Pilzen schwarze Tinte wurde) - da passten die Kinder gegenseitig aufeinander auf.
War vor vielen Jahren auch ein schönes Erlebnis.
PS noch für alle Mitleser: Das war damals noch in den 80er Jahren zu tiefsten DDR-Zeiten. Es gab auch nie einen Vorfall mit Pilzvergiftungen o.ä. mit den Kindern. Auch das nichts in den Mund gesteckt wird, hat draußen in dem wirklich fast riesengroßen Garten immer wunderbar geklappt. (Der Kasper hatte da ganz dolle Bauchschschmerzen und Durchfall
und hat dadurch alle anderen Aktivitäten im Kindergarten verpasst.....)
LG
Ute
