Beiträge von nochn Pilz

    Muttst du nich weer en Naam rutfinnen?


    Ach ja stimmt ja, El Mauso wartet ja noch auf Antwort...


    De hüdige Advent heet bi de Gnolme Rokko. ==Gnolm19


    Rokoko??! Wieso das denn? ==Gnolm5


    Nee, ´rokko, wiel dar sneet dat ok af un to. As [=So wie] bi uns vondaag[=heute]

    ...Also sorry (auch ihr Hänse aus dem Norden) für die phalsche Phährte, ...

    Na, dar hebbt wi ja Glück hatt, dat wi güstern nich mehr söcht hebbt.

    Pixie harr sik ja ok in uns Richtung utspraken, gnäch.


    Dann können wir uns ja ganz auf die 4 konzentrieren.

    Da sollte sich was finden lassen. ==Gnolm3

    Hier

    versammeln sich die Contest-Gewinner

    aller regulären PPC ´s

    des Jahres

    2021


    Während ihr fleißig beim APR rätselt

    wird hier

    das beste Pilzgedicht des zurückliegenden Jahres gesucht.

    Seid so gut und wählt euren Liebling, bitte!





    Ihr habt 2 Stimmen zur Verfügung.

    Damit sollte es weniger schmerzhaft sein sich zu entscheiden.

    Eure Stimme lässt sich zudem bis zum Ende noch beliebig ändern.

    Die Abstimmung endet am 27.Dezember 2019 um Mitternacht.



    Ich bedanke mich eure Teilnahme!



    Und hier die Auswahl:



    Juni 2021

    Sonne - Urlaub - Überstunden

    von nochn Pilz



    Overtime Blues


    Die Arbeit macht sich nicht allein

    D´rum muss man fleißig rackern

    Denn sonst kommt bald der Chef herein

    Und fängt gleich an zu mackern:

    „Nu´ aber hopp, Herr Geodät

    Der Flur ist voller Kunden!“

    Verdammt, dabei ist es schon spät

    Mal wieder Überstunden!


    Zu Hause ist das Leben fein

    Und außerdem gemütlich

    Doch manchmal kommt die Gattin rein

    Und dieses zehnminütlich

    Kartoffeln schälen, Rasen mäh´n

    Das Klo als schmutzig wird empfunden

    Die Sportschau kann ich heut´ nicht seh´n

    Schon wieder Überstunden!


    Ich laufe durch des Waldes Grün

    Und habe gute Laune

    Ich freu mich, dass die Blumen blüh´n

    Und Vögel ich bestaune

    Grad dieser Wald weit vor der Stadt

    Den will ich wohl erkunden

    Was der denn so für Pilze hat

    Heut´ mach´ ich Überstunden!




    Juli 2021

    Fußball - Europa- Meisterschaft

    von Suku


    Das Buch


    Es begann ganz harmlos mit einem Buch,

    Letztes Jahr im Oktober; es wurde zum Fluch.

    Als Geschenk meiner Frau wurde es mir zuteil,

    Der Inhalt ganz simpel: Pilze suchen ist geil.


    "Man kann unterscheiden vielerlei Arten,

    Lamellen und Röhren, zum Kochen und Braten."

    So steht's da geschrieben, das schien mir ganz leicht,

    Schon war ich nur noch auf Pilze geeicht.


    Mit Messer und Körbchen und Buch in den Wald:

    Da, am Wegrand, 'ne pilz'ge Gestalt.

    "Ein riesiger Steinpilz", freu ich mich zu früh,

    Der ist schon vergammelt und völlig perdü.


    "Ach komm, das macht nix", denke ich heiter.

    "Reiss dich zusammen und such einfach weiter".

    Es dauert nicht lange, dann stehn da versammelt,

    'Ne Gruppe Parasols, kein bisschen vergammelt.


    Die Freude war riesig: juhu und jipieh,

    Doch wieso riechen die so stark nach Pippie?

    Ich hab's dann kapiert: Menschen mit Hunden,

    Drehen im Wald hier auch ihre Runden.


    Der Herbst vergeht, der Erfolg ist mau,

    Aber dazu kann sie ja nix, meine Frau.

    Im Buch steht drin, es ist fast zum Lachen:

    "Im Winter suchen, kann man machen".


    Es gebe Austern und solche Ohren,

    Auch Samtfussrüblinge werden beschworen.

    Ich werde ermuntert von der Lust auf 'nen Fund,

    Im Wald mich bewegen wäre gesund.


    Mit Stiefeln, Mantel, Handschuh und Schal

    Im Wald rumzulatschen erweist sich als Qual.

    Der Forst ist leer, da hilft auch kein Suchen,

    Mir platzt der Kragen, muss lautstark fluchen.


    Doch da: Trameten, kann man die essen?

    Ne, lass stecken, kannste vergessen.

    Auch die and'ren Porlinge an Holz

    Erfüllen mein Herzchen nicht wirklich mit Stolz.


    Die wilde Hoffnung stirbt nunmal zuletzt

    Im Lenz ist sie es, die durch's Gebüsch mich hetzt.

    Das Buch sagt: "es gibt Morcheln, geh die suchen".

    Nix da, nicht unter Eschen noch unter Buchen.


    "Jetzt im Sommer wird's endlich famos,

    Da geht es wieder mit den Röhrlingen los",

    Suggeriert mit das Buch und macht mir Beine.

    Denkste, im Wald bleib' ich weiter alleine.


    Nun geb ich's auf, such ein anderes Hobby,

    Fussball zum Beispiel hat 'ne größere Lobby.

    Nein, nicht selber rennen, der Drops ist gelutscht,

    Tief bin ich in das Sofa gerutscht.


    Ist gerade EM, ich werd' Patriot.

    Das hält nur kurz, bin schon wieder Idiot:

    Deutschland-England Null zu Zwei,

    Schnell ist bei mir diese Phase vorbei.


    "Wieder nicht Champions, was will man machen?"

    Denke ich noch und fang an zu lachen.

    "Assoziieren kann hilfreich sein, bringt mich jetzt weiter",

    Freue ich mich und werde ganz heiter.


    Zum Abendessen kommen heute ganz frisch

    Champignons aus dem Supermarkt auf den Tisch!



    August 2021

    Urlaub - Gewitter- Test

    von Suku


    Vom Untergang des Ur

    oder: wie man konsequent Themen umgeht


    Ein Ur sucht man heute leider vergeblich,

    Es wohnte dereinst in unserem Land.

    Seine Zahl reduzierte sich früh schon erheblich,

    Es wurd' ihm zu warm hier, das ist bekannt.


    Dort, wo sich früher Steppen befanden,

    Wuchsen plötzlich Bäume und Wald,

    Das Ur hat das nicht so richtig verstanden,

    Früher war es hier doch angenehm kalt.


    Jetzt suchte das Ur Laub sich zum fressen,

    Denn dieser gewaltig behörnte Stier

    War von ries'gem Hunger besessen,

    Es fand kein Gras mehr, das arme Tier.


    Lange witterte es, noch Gras zu finden,

    Rannte stupide hin und her,

    Es fand leider nichts, außer Blätter und Rinden,

    Sich umzustellen fiel ihm sehr schwer.


    Krieger wohnten auch in diesem Gebiet.

    Deren Lieblingsessen war Rinderbraten,

    Auch davon handelt dieses Lied,

    Was geht das das Ur an? Kannst ja mal raten.


    Die Recken hatten Pferde, gaben dem Schimmel Sporen,

    Jagten das Rind mit erhobenem Speer.

    Damit hatte dies' endgültig verloren,

    Um im Wald zu kämpfen war es zu schwer.


    Das Ur sich darüber nicht sonderlich freute,

    Zur Gänze verspiesen von gieriger Meute.

    Dafür plagt den Menschen die Gicht bis heute:

    Die Strafe für Zuviel von fleischlicher Beute.




    September 2021

    Lieblingswald- Pfifferlinge - gestern

    von Da_Schwammalmo


    Ich kenn´ alle Pilze


    Endlich raus aus der Arbeit, ich kenn keinen Halt.

    Ich schnapp mir meinen Korb und geh in den Wald!

    Ein paar Pilzlein fein, die find ich im Nu.

    Heut Abend gibt’s Pasta mit Rahmsoß´ dazu.


    Der Korb ist halb voll, da kommt Herr Nachbar.

    So neugierig wie er, noch kein anderer war.

    Was hasten da feines drin? Darf ich mal schau´n?

    Oh Gott, die würd ich mich nicht essen trau´n!


    Ich kenn´ alle Pilze, ich kenn´ sie genau!
    Ich kenn´ sie so gut, dass ich mir sie alle mitnehmen trau!

    Andere jammern, die Pilze wachsen nicht so toll.

    Ich geh ihnen nach, mein Korb ist gleich voll!


    Aber, was ist denn jetzt das, was soll das denn sein?

    Pfifferlinge natürlich, ganz jung und ganz fein.

    Ich weiß nicht so recht, mit orangenem Ton?

    Ach, Herr Nachbar, was weißt du schon davon?


    Der Standort, mein Lieber, der macht ganz viel aus.

    Mal steh´n sie im Schatten, mal bleicht die Sonne sie aus.

    Mal sind sie im Trocknen, total zusammengedörrt

    Mal sind sie vor Feuchtigkeit ganz kräftig gefärbt!


    Ich kenn´ alle Pilze, ich kenn´ sie genau!
    Ich kenn´ sie so gut, dass ich mir sie alle mitnehmen trau!

    Andere jammern, die Pilze wachsen nicht so toll.

    Ich geh ihnen nach, mein Korb ist gleich voll!


    Zu Hause angekommen werden sie natürlich gleich geputzt.

    Die Frau kommt vorbei, wie üblich, sie stutzt.

    Die isst du selber, ich rühr´ sie nicht an.

    Du weißt schon, dass man sich mit Pilzen vergiften kann?


    Für mich gibt’s heut´ eine große Schüssel Salat.

    Der schön frisch ist und ordentlich Vitamine drin hat.

    Für dich habe ich auch eine Portion Vitamin.

    Wennst mit´m Kochen fertig bist, im Kühlschrank ist er drin.


    Ich kenn´ alle Pilze, ich kenn´ sie genau!

    Ich kenn´ sie so gut, dass ich mir sie alle mitnehmen trau!

    Andere jammern, die Pilze wachsen nicht so toll.

    Ich geh ihnen nach, mein Korb ist gleich voll!


    Ich weiß nicht, was los ist, ich sitz´ nur am Pott.

    Mit diesem Salat, da holst dir noch den Tod.

    Diesen Unsinn treibe ich ihr schon noch mal aus.

    Isst nur Salat, da wird doch nichts draus.


    Mit diesem Quatsch hat sogar die Pasta nach Radieschen geschmeckt.

    Eine Portion ist noch von gestern da, die wird gleich in die Mikro gesteckt.

    Heut´ gibt’s keinen Salat, so viel sie auch jammern mag.

    Heut´ bekommen die Pilze ihren richtigen Geschmack!


    Ich kenn´ alle Pilze, ich kenn´ sie genau!
    Ich kenn´ sie so gut, dass ich mir sie alle mitnehmen trau!

    Andere jammern, die Pilze wachsen nicht so toll.
    Ich geh ihnen nach, mein Korb ist gleich voll!

    Seit einigen Tagen hab ich so trockenen Mund.

    Das kommt vom Salat, sowas ist nicht gesund.

    Es zwickt und es zwackt überall mal im Bauch.

    Und enormen Durst, ja den hab ich auch!


    Ein heftiger Schmerz im Lendenbereich.

    Ich leg mich mal hin, das gibt sich dann gleich.

    Du weißt schon, Schatz, dass ich verunsichert bin?

    War da sicher kein Giftiger mit drin?


    Ich kenn´ alle Pilze, ich kenn´ sie genau!
    Ich kenn´ sie so gut, dass ich mir sie alle mitnehmen trau!

    Andere jammern, die Pilze wachsen nicht so toll.
    Ich geh ihnen nach, mein Korb ist gleich voll!

    Wir sind heut´ versammelt, um von ihm Abschied zu nehmen.

    Für ihn gab es nichts schöneres, als durch den Wald zu gehen.

    Er war stets gesund, doch dann ging es geschwind,

    hinterlässt in Trauer, Frau, Hund und Kind.


    Er kannte alle Pilze, er kannte sie im Traum.
    Er kannte sie so gut, dass er sie alle hat mitnehmen traun.

    Andere jammerten, die Pilze wachsen nicht so toll.
    Er ging ihnen nach, sein Korb, der war voll.




    Oktober 2021

    Lieblingswald- Katzeklo - diesig - Freude

    von Suku


    Herbstmorgen


    Zwitschern, Rascheln, Knistern, Huschen, Raureiftropfen fröstelnd kalt.

    Spinnenfäden, Glitzerschimmer im blätterbunten Lieblingswald.

    Des Sommers Echo in der Ferne verhallt in sanftem, klaren Ton,

    Diesig, feuchte Nebelschwaden täuschen, tarnen, schwinden schon.


    Windig, wuchtig, wilde Stürme rücken von Nord düster heran,

    Blätter wiegen sanft von Ästen, schmiegend dem feuchten Boden an.

    Verkleiden heimlich alle Pilze, schützen vor Raub hungriger Gier,

    warme, rote, gelbe Farben, prächtig ist des Haines Zier.


    Am Horizont auf weite Sicht flattern, knattern bunte Drachen,

    reißen sich der Leinen los, stieben den Donnern in den Rachen.

    Taumeln, stürzen, rütteln sich, flattern auf in hellen Fetzen,

    Kronen rauschen, Stämme ächzen, wirbelnd, schwindelnd Blätter hetzen.


    Schwere Trommeltropfen platschen, Geruch nach Erde, Moos und Laub,

    Zeichnen in groben Pinselstrichen Kringelkreise in den Staub.

    Tosend, brüllend, zischend, krachend, zuckend erleuchtet ist der Wald,

    Zähne klappern, klamme Füße, erwartet wird der Winter bald.




    November 2021

    APR- Spätherbst- Zweifel

    von nochn Pilz


    Verdammp´ lang her


    Ich stapfe durch den tiefen Schnee, am Horizont der Similaun

    Verdammt! tun mir die Rippen weh, der Ungk der hat mich arg verhau´n

    Ob ich´s noch heute schaffen werd´, in´s Ötztal abzusteigen

    Zweifel! ich bin ausgezehrt, doch ich darf´s nicht vergeigen


    Zunächst mal Pause hier am Berg, geschützt vor Wind und Wetter

    Wo ich mich besser erstmal stärk´, bevor ich weiterkletter

    Mit Trockenfleisch vom Steinern´bock, und Champignons dort aus dem Tal

    Wo Ungk ganz plötzlich lief Amok, nachdem er fand die Stelle kahl

    Wo sonst er seine Pilze pflückt, und voller Stolz in´s Dorf heimbringt

    Er sieht den Raub, wird schier verrückt, und brüllend er den Knüppel schwingt


    Mit knapper Not bin ich entkommen, bin überstürzt nun auf der Flucht

    Der Schnee macht meine Sicht verschwommen, jetzt bloß kein Sturz in eine Schlucht

    Doch HORCH! - Da kommt mir einer hinterher, nichts wie weg, dass ich enteil´

    Wo nimmt der jetzt den Bogen her, und woher kommt denn jetzt ...

    Der Eberhard der glaubt zu wissen,

    dass wir hier müssen weiterquizzen.

    Er sagt, dass unser Pilz nicht richtig

    Dabei wär´ doch der Richt´ge wichtig!

    Vielleicht er uns nicht länger quält

    und bittet Unki, dass er pväält.

    So richtig um drei Ecken rum,

    Keine Brille! ´s wär´ saudumm.

    Dor hett de Gnebahaad di aver en Streek dör de Reken [=Rechnung] maakt.


    Ja verdammt, das Gedicht vom Ingo6E hat soo gut gepasst und schöne Vergleichsbilder hatte ich auch!


    Un de harr ok temlich goot to uns nee Trainer passt.

    Villicht kannst du em wat rutlocken. Schriev doch ok eenfach en Gedicht, sowat kannst du doch.


    Spitzenidee Hänschen! ==Gnolm15 Wo ist mein Reimlexikon...

    Ein verhältnismäßig eindeutiges Ergebnis hat mir den Monatssieg verschafft.

    Wenn Werder doch mal wieder so klar gewinnen würde....

    Vielen Dank für Eure freundliche Bewertung. :gwinken:

    Der Monatssieger findet natürlich wie immer Einzug in das PP-Poesiealbum.


    ...und in Kürze startet dann die Abfrage zum Jahressieger 2021. Bloß nicht verpassen!

    November 2021

    APR- Spätherbst- Zweifel

    von nochn Pilz



    Verdammp´ lang her


    Ich stapfe durch den tiefen Schnee, am Horizont der Similaun

    Verdammt! tun mir die Rippen weh, der Ungk der hat mich arg verhau´n

    Ob ich´s noch heute schaffen werd´, in´s Ötztal abzusteigen

    Zweifel! ich bin ausgezehrt, doch ich darf´s nicht vergeigen


    Zunächst mal Pause hier am Berg, geschützt vor Wind und Wetter

    Wo ich mich besser erstmal stärk´, bevor ich weiterkletter

    Mit Trockenfleisch vom Steinern´bock, und Champignons dort aus dem Tal

    Wo Ungk ganz plötzlich lief Amok, nachdem er fand die Stelle kahl

    Wo sonst er seine Pilze pflückt, und voller Stolz in´s Dorf heimbringt

    Er sieht den Raub, wird schier verrückt, und brüllend er den Knüppel schwingt


    Mit knapper Not bin ich entkommen, bin überstürzt nun auf der Flucht

    Der Schnee macht meine Sicht verschwommen, jetzt bloß kein Sturz in eine Schlucht

    Doch HORCH! - Da kommt mir einer hinterher, nichts wie weg, dass ich enteil´

    Wo nimmt der jetzt den Bogen her, und woher kommt denn jetzt ...

    Mausmann wollte ja noch wissen, wie die Gnolme den heutigen Tag nennen. ...

    Nun habe ich Hänschen wenigstens dazu gebracht, mal telefonisch rauszukriegen, wie seine hochdeutschen Kumpel zum heutigen Tag sagen. er nuschelte nur "bozz wana". Keine Ahnung was das heißen soll. Ich lass ihn erstmal nüchtern werden. Erst der Schock mit der zweiten Liga und dann das Spiel in Kiel. Er kam erst im Morgengrauen nach Hause...==Gnolm4

    Na Hänschen, da bist Du ja wieder.


    Ik woor up´n Swutsch, mol kieken, wat so Nieges gefft. Man [Man am Satzanfang=Aber] is all´ns bien Ollen, Corona, Corona, Corona…


    Ja, das hat uns tatsächlich wieder im Griff. Langsam wird Alles wieder dichtgemacht.


    Jau, ik wullt jo no Kiel hin, dor s´peelt de ruhmrieke SV Warder; gefft keen Korten mehr. Man de wiest [wiesen=zeigen] dat in´n Puschenkino [TV, Puschen=Hausschuhe], op Sport1: Kiel tegen Warder. Dat freut mi dat de Kieler ops´tiegen sünn, dat gönn ik de.


    Die Kieler sind nicht aufgestiegen, Werder ist abgestiegen.


    Wat?!! Dat gifft dat doch nich! Se hebbt doch toletzt gegen Schalke s´peelt.


    Ja, die sind auch abgestiegen.


    Dat shall de Düvel holen! Mi langt dat! Am End is Angela Merkel ok nich mehr Kanzlerin, sünnern…, sünnern… de lüttsche Baerbock, wat?!


    Außenministerin, Hänschen, Außenministerin.



    He, wo gehst Du denn hin? Du hast doch noch ne fast volle Bierbuddel hier stehen. Hänschen… Ab Sonntag brauch ich Dich doch wieder…

    Liebe Freunde der fungiphilen Dichtkunst.

    Hier dürft Ihr Eure Stimme abgeben.

    Die Abstimmung endet mit Ablauf des 30. Novembers.

    Aufgrund der erfreulichen Vielzahl an Gedichten gibt es diesmal zwei Stimmen zum Verteilen.


    Welches der folgenden Gedichte hat Euch am Besten gefallen?

    Die Vorgaben waren APR- Spätherbst- Zweifel.

    Und hier nochmal die Beiträge:



    Spätherbst im Pilzforum


    Langsam kommt die Saison zum Schluss, Pilze finden sich nur noch selten.
    Trüber November besinnlich und ruhig, das könnte doch auch für´s Forum gelten.

    Stattdessen wird es hier zunehmend emsig, Pilzbücher werden abgestaubt,
    Bibliotheken geräumt, Buchpreise steigen, zur Not werden die sogar geklaut.


    Ingnolm sucht seine goldene Schaufel, denkt an einen größ´ren Tresor,
    wie Dagobert Duck badet er in den Chipsen, hält uns die neue Preisliste vor.

    Man hört es hämmern, sägen und hobeln, die neue Tribüne gewinnt an Gestalt.
    Darunter Körbe mit fauligem Obst. Ob Wutzi drauf sitzt? Wir wissen es bald.


    Gneberharts Unki ist lang schon erwacht, er übt sich im Reden in Versen und Reimen.
    Die Brille kaputt, er will eine Neue? Ach ne, die alte lässt sich doch leimen.

    Tuppies Buntstift erschafft neue Gnolme, jeder Side den passenden Kick,
    Die Burschen klauen all´ uns´re Kekse, soll´n sie doch, werden sie halt dick!


    Farbhexen finden sich zusammen, frisieren die Besen, brau´n üble Tränke,
    woll´n sich Lösung und Vorteil erhaschen, bestechen die Rater, verteilen Geschenke.

    Das gelingt jedes Jahr, wie auch immer, Gnaan, die Grünhex´, wird gewinnen das Spiel.
    Für die And´ren bleiben nur die Brosamen, zugegeben: sie weiß auch sehr viel.


    Gnozaki sucht nach seiner Trommel, sein Gnolm will uns Wecken für Rätsel und Spaß,

    Schnupftabak wird jetzt hoch gehandelt, Preise für Chipse verlier´n jedes Maß.
    Schlaflose Nächte, über Büchern brüten, tu´ ich mir diesmal an diese Qual?

    Die Frage der Fragen, die sich hier stellt: Hej, Meister Gnobert, machst du es nochmal?



    UnkimKeller


    Im Keller drunt steht eine Kist,

    Staub drauf und Unki drinnen ist.

    Nix siehst davon und ahnst dahinter

    bis aus dem Spätherbst dann wird Winter.


    Noch schläft er unruhig ein paar Tage,

    doch merkt man dass zu Sukus Frage

    dem Unk‘ im Traum auch Zweifel kommen ob‘s APR* wird übernommen

    von unsrem Gnorbert nochmalich

    worüb einjeder freun würd sich

    auch wenn ein lauter Jammerchor

    arg strapaziert des Norberts Ohr,

    wenn mancher glaubt nichts zu erkenn'

    falls zu trüb Norberts Bilderchen.


    Wirr schwirren jetzt die Rätselbilder

    des Vorjahres durch Unkis Kopf,

    die mit dem B schwirrn noch viel wilder

    und wecken auf den armen Tropf:

    Weil schweißgebad’t dem Unk einfällt

    wie ihn Zwanzg-zwanzg Be-Null gequält,

    verspricht er dass in diesem Jahr,

    wie‘s Absicht ja schon öfters war

    er nicht stets drein- und mit- will quasseln

    und niemandem den Spaß vermasseln.

    Auch klebt' sein Brill der Optiker,

    drum braucht bestimmt kei' neu er mehr.


    Noch weitres brummelt daher er noch schnell

    ich wär da mal vorsichtig an seiner Stell:

    Fehlt nur noch dass er „auf Kekseverzichten“

    verspricht

    und all meine Vorrät‘ vernichten

    will nicht.


    So quäl zusammen ich zwölf Zeilen,

    bau schnell das Wörtchen "Pilz" noch ein,

    und sehe grad dass mittlerweilen

    der Norbert schrieb ins Forum rein

    die Antwort hier

    die ich zitier:


    Zitat
    2209-1aba3ea43de72b44b385910b00d78f4bbf190c20.jpg Zitat von Norbert.S Er lässt sich erweichen , der Gnobet , der Kühne
    Doch die Show die macht IHR - ich stell nur die Bühne


    schöne Grüße, allen

    Eberhard


    * hier gesprochen Aa-Pe-Err



    Verdammp´ lang her



    Ich stapfe durch den tiefen Schnee, am Horizont der Similaun

    Verdammt! tun mir die Rippen weh, der Ungk der hat mich arg verhau´n

    Ob ich´s noch heute schaffen werd´, in´s Ötztal abzusteigen

    Zweifel! ich bin ausgezehrt, doch ich darf´s nicht vergeigen


    Zunächst mal Pause hier am Berg, geschützt vor Wind und Wetter

    Wo ich mich besser erstmal stärk´, bevor ich weiterkletter

    Mit Trockenfleisch vom Steinern´bock, und Champignons dort aus dem Tal

    Wo Ungk ganz plötzlich lief Amok, nachdem er fand die Stelle kahl

    Wo sonst er seine Pilze pflückt, und voller Stolz in´s Dorf heimbringt

    Er sieht den Raub, wird schier verrückt, und brüllend er den Knüppel schwingt


    Mit knapper Not bin ich entkommen, bin überstürzt nun auf der Flucht

    Der Schnee macht meine Sicht verschwommen, jetzt bloß kein Sturz in eine Schlucht

    Doch HORCH! - Da kommt mir einer hinterher, nichts wie weg, dass ich enteil´

    Wo nimmt der jetzt den Bogen her, und woher kommt denn jetzt ...



    Die 5. Jahreszeit


    Wenn im Spätherbst die Sonne früh verschwindet,

    und sich kaum noch ein Fress-Pilz findet,

    dann schont man Knie und Schenkel,

    es beginnt das APR-Geplänkel.


    Der Gnolm im Keller startet sein Gehämmer,

    es beginnt das Keks und Punsch-Geschlemmer.

    Standartwerke fein sortiert,

    wird heimlich manche App sondiert.


    Die Gnolmen-Mama, die mag jeder,

    spitzt die kreative Zeichen-Feder.

    Die Tribüne wirkt meist sehr ge-chillt,

    während Gningo Gnolmen drillt.


    Mit Chipsen wird geschmissen,

    auf Körperpflege meist geschissen.

    Die Spannung zum zerreißen,

    da muss man auf die Zähne beißen.


    Meister Gnobat, ohne Star-Allüren,

    öffnet endlich die Kalendertüren.

    Es startet dann die Raterei,

    mit reichlich Forums-Laberei.


    Zweifel, Sorgen, viele Fragen,

    quälen meist die Mykophagen.

    Selbst die Nerds und PSV,

    martern ihre Zellen grau.


    Unken, Hanse und der Hesse,

    kloppen Sprüche ganz schön kesse,

    Für manche wirkt das fies,

    doch so sind Gnolmen-VIPies.


    So mancher fühlt sich echt gequält,

    wenn massenweise wird gepfählt.

    Phrasen werden oft gedroschen,

    doch nicht immer fällt der Groschen.


    Säbelrasseln und Gepoker,

    wer nutzt wann und welchen Joker.

    Der Rater wieder mal auf was anderes blickt,

    ist die Lösungsliste endlich abgeschickt.


    Die 5. Jahreszeit, gar keine Frage,

    sind die 24 Rätsel-Tage.



    (Ohne Titel)


    Was soll hier denn das ganz‘ Geschrei?

    Das Rätsel ist mir einerlei!
    Doch warum hab‘ ich jetzt so Träume,
    die vor Erwartung überschäume?

    Und dann von Alpträumen erwacht,

    die Wirklichkeit grad‘ weiter macht?

    Ich kann an nichts mehr andres denken,

    obwohl ich würd‘ mich gern ablenken.


    Und warum ist mei Frau so bös‘?

    Und guckt mich an ziemlich nervös?

    Was auch vom letzten Jahr herrührt,

    weil überhaupt nichts mehr passiert.

    Und ich kein' Zeit mehr für sie hatt‘

    und dass mein Dingens war nur schlapp?


    Mei Tochter, die ist auch empört,

    weil Papa nicht mehr ihr gehört.

    Die Hausaufgaben müssen warten,

    die kann im Januar man starten.


    Ist mir egal, ich hab‘ ein Ziel:

    Das Rätsel ich gewinnen will!



    Wenn ich dann endlich Erster bin,

    die Hexen all‘ hinter mir sin‘,

    dann werde ich's euch allen zeigen!

    Ein Traum !!!.....Ich werd's wieder vergeigen!


    Ü-200 aber gerne,

    das liegt nicht sooo weit in der Ferne.

    Und auch, wenn manch(e)r drüber lacht:

    Ich hab‘ wenigstens mitgemacht!



    Elfchen


    .................Advent

    ..............Staade Zeit

    ..........Alle sind verwirrt

    ..Keiner hat mehr Durchblick

    ...................APR


    ..................Nebel

    ..............Früh Dunkel

    .....Morgens weiße Wiesen

    Die Hauptpilzsaison ist vorbei

    ..............Spätherbst


    .................Gnobet

    ...........Machts wieder

    ...............Tu ich mir

    .......Das noch einmal an?

    .................Zweifel