Beiträge von nochn Pilz

    Hallo liebe Pilz- und Poesiefreunde.

    Letzte Chance im 14. PPC-Jahr!

    Bevor hier der jahresendliche Wahnsinn namens APR wieder losgeht, geht es in die letzte Runde 2026.

    Natürlich fühlen sich vor Allem die routinierten Pilzlyrikexperten der letzten Jahre angesprochen.

    Gerne sind aber auch neue Forenmitglieder, die ich hiermit ausdrücklich anspreche, willkommen: probierts mal mit den Pilzgedichten!

    Es haben bereits Erstlingswerke den Jahressieg geholt! Ich hoffe auf rege Teilnahme.

    Es ist eine zwar leicht vernachlässigte, aber sehr schillernde Facette unseres schönen Hobbys.

    Es geht darum der wenig beachteten Sparte der Poesie, den Pilzgedichten, die verdiente Geltung zu verschaffen.

    Also, traut Euch, zeichnet, dichtet, filmt, fabuliert, erzählt, malt, reimt, besingt, plaudert, hörspielt.... werdet kreativ!

    Hier finden sich die bisherigen Gewinnergeschichten: Pilz Poetry Poesiealbum.

    Eure Vorgaben:

    Das Gedicht (oder ähnliches Werk) muss mindestens 12 Zeilen vorweisen.

    Die Zahl eurer in den Monats-Wettkampf gebrachten Werke ist auf maximal drei begrenzt.

    Jedes eurer Gedichte hat selbstverständlich irgendwie die Pilze mit im Gepäck.

    Weiterhin müsst ihr eine weitere Vorgabe erfüllen, und zwar,

    von den nachfolgenden Vorgabethemen müsst ihr eine Thematik oder zumindest einen der Begriffe verwenden.

    Der Rest ist euch freigestellt. Macht wie ihr meint.

    Und jetzt ran an den Speck, Griffel gespitzt, die vorgegebenen Begriffe in diesem Monat sind:

    feierlich - Stollen - warten

    Abgabeschluss ist der 29.11.26 24:00 Uhr.

    Na das war ja mal ein deutliches Ergebnis:

    Glückwunsch an Kabeloma zu diesem sehr verdienten Sieg mit diesem außergewöhnlich gutem Gedicht. :gbravo: :gbravo: :ghurra: :ghurra: :ghurra: :gbravo: :gbravo:


    Glückwunsch auch an Da_Schwammalmo zur erneuten Teilnahme, auch wenn es nicht zur Pole Position gereicht hat. :gzwinkern: :gwinken:


    Glückwunsch an Apokalyptischer Reizker zur sehr guten Wahl der Begriffsvorgaben. :gidee:


    Und Danke an alle, die Spaß am PPC haben und hier mit abstimmen. :ganbeten: :gnicken: :gwinken:


    Das Siegergedicht findet sich, wie immer im Pilz-Poetry-Poesiealbum wieder

    Oktober 2026

    sandig - Alter- Puzzle

    von Kabeloma



    Herbstliches Erwachen



    Wenn Nebel durch die Täler ziehen

    und feuchte Luft den Wald erfüllt,

    beginnt ein Reich, ganz still, zu blühen,

    das sich in braunes Laub verhüllt.


    Die Hüte recken sich nach oben,

    aus Erde, die vom Regen schwer.

    Sie werden leis vom Wind umwoben

    und wachsen lautlos mehr und mehr.


    Der Boden hier ist karg und sandig,

    doch bricht die Kraft sich ihre Bahn.

    Das junge Wachstum ist beständig,

    ein Wunder, das man sehen kann.


    Es braucht die Stille und das Alter

    des Waldes, der nun schlafen geht.

    Ein kühler Geist wird zum Gestalter,

    wenn stumm ein Pilz im Moos entsteht.


    Man sucht sie in den dichten Hecken,

    wo sich die Spur im Kraut verliert.

    Sie lieben es, sich zu verstecken,

    bis man ihr Muster dann kapiert.


    Es gleicht dem Puzzle der Natur,

    das sich im Herbst zusammenfügt.

    Man staunt auf weiter, grüner Flur,

    wie sich das Leben selbst genügt.

    Liebe Freunde der fungiphilen Dichtkunst.

    Ich hoffe, dass trotz des tatendurstigen Durchstreifens Eurer Pilzwälder noch Zeit für die Abstimmung zum Pilzgedicht des Monats September bleibt.

    Hier dürft Ihr Eure Stimme abgeben.

    Die Abstimmung endet mit Ablauf des 02. November.


    Welches der folgenden Gedichte hat Euch am Besten gefallen?

    Die Vorgaben waren sandig - Alter- Puzzle




    Herbstliches Erwachen



    Wenn Nebel durch die Täler ziehen

    und feuchte Luft den Wald erfüllt,

    beginnt ein Reich, ganz still, zu blühen,

    das sich in braunes Laub verhüllt.


    Die Hüte recken sich nach oben,

    aus Erde, die vom Regen schwer.

    Sie werden leis vom Wind umwoben

    und wachsen lautlos mehr und mehr.


    Der Boden hier ist karg und sandig,

    doch bricht die Kraft sich ihre Bahn.

    Das junge Wachstum ist beständig,

    ein Wunder, das man sehen kann.


    Es braucht die Stille und das Alter

    des Waldes, der nun schlafen geht.

    Ein kühler Geist wird zum Gestalter,

    wenn stumm ein Pilz im Moos entsteht.


    Man sucht sie in den dichten Hecken,

    wo sich die Spur im Kraut verliert.

    Sie lieben es, sich zu verstecken,

    bis man ihr Muster dann kapiert.


    Es gleicht dem Puzzle der Natur,

    das sich im Herbst zusammenfügt.

    Man staunt auf weiter, grüner Flur,

    wie sich das Leben selbst genügt.



    Ein scharfer Geselle


    Rot wie Zinnober seine Mütze ist,

    sie glänz ganz toll im Gegenlicht.

    Jedoch wenn er sie dann mal nimmt ab,

    reißt er von ihr nur kleine Lappen herab.


    Seine Zähne waren mal schneeweiß zu Beginn.

    Doch nun ist das schon lange dahin.

    Etwas gelblich sind sie jetzt vom scharfen Gesell'.

    Aber dafür sind sie doch noch immer ganz hell.


    Irgendjemand hat sie einst mit Gabeln verseh'n.

    Ja, so kann es dir als scharfen Gesellen ergeh'n.

    Doch wenn einer da drauf drückt, ganz keck,

    dann brechen sie spröd ab und fallen ihm alle weg.


    Auffällig ist sein weißes Bein.

    Bei ihm solls etwas dicker sein.

    Doch wenn man's drückt, man glaubt es nicht,

    kann es durchaus sein, dass es bricht!


    Zum Ausgeh'n, damit die Frau sich regt,

    hat sehr teures Parfüm er aufgelegt.

    Etwas Obstgeruch dies mit sich führt,

    die Frau das lässt nicht ungerührt.


    Sein Parfüm die Frau gar so betört.

    Ihr Wiehern rundum jeder hört.

    Wild beißt sie in den scharfen Gesellen rein.

    Vor Schmerz würde sie dann am liebsten schrei'n.


    Gesehen wird es dadurch von allen,

    wie sie lässt den scharfen Gesellen fallen.

    Er bricht entzwei, man glaubt es kaum.

    Jetzt kann man mit ihm Puzzle bau'n.

    Hallo liebe Pilz- und Poesiefreunde.

    Weiter geht´s im 14. PPC-Jahr!

    Nachdem wir uns letzten Monat nochmal Art. 5 GG Abs.1 S.1 und Abs.3 S.1 genauer angeschaut haben, geht es in die nächste Runde.

    Natürlich fühlen sich vor Allem die routinierten Pilzlyrikexperten der letzten Jahre angesprochen.

    Gerne sind aber auch neue Forenmitglieder, die ich hiermit ausdrücklich anspreche, willkommen: probierts mal mit den Pilzgedichten!

    Es haben bereits Erstlingswerke den Jahressieg geholt! Ich hoffe auf rege Teilnahme.

    Es ist eine zwar leicht vernachlässigte, aber sehr schillernde Facette unseres schönen Hobbys.

    Es geht darum der wenig beachteten Sparte der Poesie, den Pilzgedichten, die verdiente Geltung zu verschaffen.

    Also, traut Euch, zeichnet, dichtet, filmt, fabuliert, erzählt, malt, reimt, besingt, plaudert, hörspielt.... werdet kreativ!

    Hier finden sich die bisherigen Gewinnergeschichten: Pilz Poetry Poesiealbum.

    Eure Vorgaben:

    Das Gedicht (oder ähnliches Werk) muss mindestens 12 Zeilen vorweisen.

    Die Zahl eurer in den Monats-Wettkampf gebrachten Werke ist auf maximal drei begrenzt.

    Jedes eurer Gedichte hat selbstverständlich irgendwie die Pilze mit im Gepäck.

    Weiterhin müsst ihr eine weitere Vorgabe erfüllen, und zwar,

    von den nachfolgenden Vorgabethemen müsst ihr eine Thematik oder zumindest einen der Begriffe verwenden.

    Der Rest ist euch freigestellt. Macht wie ihr meint.

    Und jetzt ran an den Speck, Griffel gespitzt, die vorgegebenen Begriffe in diesem Monat sind freundlicherweise vom Apokalyptischen Reizker zur Verfügung gestellt worden:

    sandig - Alter- Puzzle

    Abgabeschluss ist der 25.10.26 24:00 Uhr.

    September 2026

    Dauerkrise - frohlocken - naja

    von Suku



    Hinter der Flöte


    Die Sommer glühen, heiß und schwer,

    Unwetter peitschen ohne Maß.

    Die Erde dürstet mehr und mehr,

    Den Pilzen fehlt das kühle Nass.


    Mieten steigen, Raum wird knapp

    Wie selt'ne Pilze in dem Wald.

    Portemonnaie hängt traurig, schlapp,

    Der Spritpreis auf drei Euro bald.


    Junge Schultern tragen schwer,

    Renten lasten greis und hoch.

    Zur Dauerkrise reicht das her,

    Empfunden wie ein enges Joch.


    Ferner Schatten übler List,

    verborgen, heimlich Unheil rührt.

    Tücke, die den Frieden frisst,

    ein Krieg, der keine Fahne führt.


    Rattenfänger, die frohlocken,

    Im Land mit Schimpfen und mit Schrei'n.

    Mit Angst und Wut woll'n sie uns schocken,

    Mit schneller Lösung nur zum Schein.


    Angst, die hab' ich vor dem Zug,

    Der Menschen, treu der Rattenflöte.

    Die nicht fragen, ob es klug,

    Ob sich nicht was Bess'res böte.

    ... Ich sehe die Brisanz in diesem eher unpolitischen Forum, besonders wenn es dich triggert. Ich bitte deshalb dich, Hans nochn Pilz, mein Gedicht aus der Wertung zu nehmen.


    LG Michael

    nö, mach ich nicht. :gnichttraurig:


    Wir alle sollten auf dem Teppich bleiben und diesen netten kleinen Gedichtewettbewerb nicht zu wichtig nehmen.

    In der Vergangenheit hatten wir hier schon Drogenverherrlichung, Majestätsbeleidigung und kiloweise Üble Nachrede. Wäre doch langweilig ohne.

    Danke, das du auf die Kritik so verständnisvoll reagierst und mir sogar die nächste Auswahl spontan anbietest. Das finde ich mehr als korrekt von dir und hätte echt nicht sein müssen. :thumbup:

    Gibt es denn eine Liste, was schon alles an Begriffen dran war, müsste ich mich dafür durch alle alten Contests durchwühlen, oder ist es in Ordnung, wenn ich spontan etwas nehme und dann vielleicht etwas doppelt dran käme?

    Immer frei von der Leber weg, Apo. ==Gnolm8

    ... nur mal so zumnachdenken. Ich denke es ist erlaubt hier begründet zu schreiben,warum man selber ein Gedicht wählt oder nicht wählt? Steht ja schließlich nicht dabei, von wem sie sind.

    Danke für Deinen kritischen Beitrag Apo. Möglicherweise war die "Dauerkrise" tatsächlich der Auslöser für das Abschweifen von der strengen mykologischen Ausrichtung. Ich wähle die Begriffe immer sehr spontan, je nachdem was mir gerade so durch den Kopf geht.Da ja bald schon der nächste PPC ansteht biete ich Dir an drei Begriffe zu nennen, die wir zur Grundlage für unsere nächste Gedichterunde wählen. Gerne bis Samstag.

    Liebe Freunde der fungiphilen Dichtkunst.

    Ich hoffe, dass trotz des tatendurstigen Durchstreifens Eurer Pilzwälder noch Zeit für die Abstimmung zum Pilzgedicht des Monats September bleibt.

    Hier dürft Ihr Eure Stimme abgeben.

    Die Abstimmung endet mit Ablauf des 04. Oktober.


    Welches der folgenden Gedichte hat Euch am Besten gefallen?

    Die Vorgaben waren Dauerkrise - frohlocken - naja





    Der Genuss des Waldes

    Ich wandre durch das tiefe Grün,

    wo herbstlich feuchte Nebel ziehn.

    Das Unterholz steht reich und dicht,

    die Sonne bricht im Blätterlicht.

    Der Waldboden, im Sommer leer,

    gibt endlich seine Schätze her.

    Vorbei ist nun, man spürt es kaum,

    die Dauerkrise unterm Baum.

    Wo wochenlang kein Halm gedieh,

    regiert nun Pilz-Anatomie.

    Ein Steinpilz steht in Pracht und Fülle,

    durchbricht die weiche Mooseshülle.

    Da kann mein Sammlerherz frohlocken,

    ich spring vor Freude aus den Socken.

    Der Korb füllt sich mit reicher Beute,

    ich schwelge in der puren Freude.

    Die Pfanne wartet schon zu Haus'

    auf diesen edlen Ernteschmaus.

    Die Pilze brutzeln in der Butter,

    ein herrlich fettes Abendfutter.

    Der Magen voll, die Seele lacht,

    der Wald hat alles gutgemacht.

    Ich seufze satt: Naja, 's ist wahr –

    mehr braucht man nicht fürs Glück im Jahr.




    Hinter der Flöte


    Die Sommer glühen, heiß und schwer,

    Unwetter peitschen ohne Maß.

    Die Erde dürstet mehr und mehr,

    Den Pilzen fehlt das kühle Nass.


    Mieten steigen, Raum wird knapp

    Wie selt'ne Pilze in dem Wald.

    Portemonnaie hängt traurig, schlapp,

    Der Spritpreis auf drei Euro bald.


    Junge Schultern tragen schwer,

    Renten lasten greis und hoch.

    Zur Dauerkrise reicht das her,

    Empfunden wie ein enges Joch.


    Ferner Schatten übler List,

    verborgen, heimlich Unheil rührt.

    Tücke, die den Frieden frisst,

    ein Krieg, der keine Fahne führt.


    Rattenfänger, die frohlocken,

    Im Land mit Schimpfen und mit Schrei'n.

    Mit Angst und Wut woll'n sie uns schocken,

    Mit schneller Lösung nur zum Schein.


    Angst, die hab' ich vor dem Zug,

    Der Menschen, treu der Rattenflöte.

    Die nicht fragen, ob es klug,

    Ob sich nicht was Bess'res böte.



    Man möchte schier verzweifeln



    Die Welt, sie steckt in Dauerkrise

    Manch Staatenlenker durchgeknallt

    Ganz vorne der Orangen-König

    Vom Rechtssystem hält er nur wenig

    Besonnenheit an ihm abprallt

    Und seiner sonderbaren Frise


    Mein Alltag, eine Dauerkrise

    Das Auto, es springt nicht mehr an

    Die Miete, sie ist explodiert

    Die Ehefrau ist schwer frustiert

    Sie wollte Urlaub in Lausanne

    Doch auf dem Konto nur noch Miese


    Die Pilze, eine Dauerkrise

    Erst war der Sommer knochentrocken

    Dann endlich Regen und sie sprießen

    Bei mir jedoch die Tränen fließen

    Denn ich muss strikt zuhause hocken

    „schreib Pilzgedicht!“ ist die Devise

    Man möchte schier verzweifeln



    Die Welt, sie steckt in Dauerkrise

    Manch Staatenlenker durchgeknallt

    Ganz vorne der Orangen-König

    Vom Rechtssystem hält er nur wenig

    Besonnenheit an ihm abprallt

    Und seiner sonderbaren Frise


    Mein Alltag, eine Dauerkrise

    Das Auto, es springt nicht mehr an

    Die Miete, sie ist explodiert

    Die Ehefrau ist schwer frustiert

    Sie wollte Urlaub in Lausanne

    Doch auf dem Konto nur noch Miese


    Die Pilze, eine Dauerkrise

    Erst war der Sommer knochentrocken

    Dann endlich Regen und sie sprießen

    Bei mir jedoch die Tränen fließen

    Denn ich muss strikt zuhause hocken

    „schreib Pilzgedicht!“ ist die Devise

    August 2026

    Waldbrand- malen- weniger

    von Rendel


    Der Schwarzhex, ja der helf ich gern!


    Die Schwarzhex sagt, sie mag nicht mehr

    und ist total gefrustet.

    Ein neues Hobby das muss her,

    sie findet keine Pilze.


    Nichts wächst bei dieser Höllenglut,

    kein Perlpilz und kein Reizker.

    Drum irrt sie rum und findet nichts

    und wird noch viel gereizter.


    Die Erderwärmung, die ist blöd

    es regnet keinen Tropfen.

    Die Kehle wird nun auch schon dörr,

    her mit dem Saft aus Hopfen!


    Die Schwarzhex denkt, was mach ich nur?

    Sie kann ja nicht nur malen.

    Und Stricken ist ihr auch zu doof,

    sie schnappt sich die Sandalen.


    Ein neues Hobby das muss her

    doch was - oh Pilzgott - was???

    Was Neues finden ist soo schwer,

    denn alles macht kein‘ Spaß.


    Die Rendel kann sie gut verstehn,

    auch hier ist’s viel zu trocken.

    Geht nochmal raus in Wald und Flur

    vielleicht kann sie was rocken.


    Ein Waldbrand wäre jetzt ganz schön

    auf der verkohlten Fläche

    spätestens heut in einem Jahr

    wachsen dort viele Becher.


    Die Schwarzhex die ist wirklich nett,

    der hilft die Rendel gern.

    mit einem Grinsen im Gesicht

    zieht Rendel an der Zigarett….

    Bitte jetzt nicht beschweren….

    Hallo liebe Pilz- und Poesiefreunde.

    Weiter geht´s im 14. PPC-Jahr!

    Während nebenan noch in einer Stichwahl die/der SiegerIn des Vormonats gekürt wird möchte ich schonmal zur nächsten Runde aufrufen.

    Natürlich fühlen sich vor Allem die routinierten Pilzlyrikexperten der letzten Jahre angesprochen.

    Gerne sind aber auch neue Forenmitglieder, die ich hiermit ausdrücklich anspreche, willkommen: probierts mal mit den Pilzgedichten!

    Es haben bereits Erstlingswerke den Jahressieg geholt! Ich hoffe auf rege Teilnahme.

    Es ist eine zwar leicht vernachlässigte, aber sehr schillernde Facette unseres schönen Hobbys.

    Es geht darum der wenig beachteten Sparte der Poesie, den Pilzgedichten, die verdiente Geltung zu verschaffen.

    Also, traut Euch, zeichnet, dichtet, filmt, fabuliert, erzählt, malt, reimt, besingt, plaudert, hörspielt.... werdet kreativ!

    Hier finden sich die bisherigen Gewinnergeschichten: Pilz Poetry Poesiealbum

    Eure Vorgaben:

    Das Gedicht (oder ähnliches Werk) muss mindestens 12 Zeilen vorweisen.

    Die Zahl eurer in den Monats-Wettkampf gebrachten Werke ist auf maximal drei begrenzt.

    Jedes eurer Gedichte hat selbstverständlich irgendwie die Pilze mit im Gepäck.

    Weiterhin müsst ihr eine weitere Vorgabe erfüllen, und zwar,

    von den nachfolgenden Vorgabethemen müsst ihr eine Thematik oder zumindest einen der Begriffe verwenden.

    Der Rest ist euch freigestellt. Macht wie ihr meint.

    Und jetzt ran an den Speck, Griffel gespitzt, die vorgegebenen Begriffe in diesem Monat sind

    Dauerkrise - frohlocken - naja

    Abgabeschluss ist der 26.09.26 24:00 Uhr.

    Liebe Freunde der fungiphilen Dichtkunst.


    Die Abstimmung zum Pilzgedicht des Monats August ist äußerst knapp ausgefallen.

    Zwei Gedichte konnten mit 4 Stimmen gemeinsam in Führung gehen und stehen nun in einer Stichwahl.






    Bitte stimmt in einer Entscheidungswahl ab:

    Welches der beiden Gedichte soll das Pilzgedicht des Monats August werden?

    Ihr könnt abstimmen bis Samstag, den 12.09.2026 23:59 Uhr.






    Das Eldorado



    Meinen ersten Pilz habe ich hier gefunden, das ist wahr.

    War es noch ein Pfiffi, Marone, oder Steini gar?

    Das ist schon viel zu lange her,

    hab daran keine Erinnerung mehr.


    Aufgewachsen bin ich in diesem Wald darin.

    Wenn's nur irgendwie ging, bin ich mit den Eltern hin.

    Oder zur Not mal auch mit den Verwandten.

    Gesammelt wurd' halt nur, was wir auch kannten.


    Ein paar verschiedene Röhrlinge und der Pfifferling.

    Selten auch mal ein Milchbrätling. Das war ein Ding!

    Alle anderen, die wir da nicht kannten,

    waren jene, die wir pauschal als Giftige benannten.


    So kam es natürlich viele Male vor -

    die Stimmen habe ich immer noch im Ohr -

    dass umsonst wir zogen unsere Bahnen,

    und anschließend nach Hause gingen mit hängenden Fahnen.


    "Da kannst nichts finden, da ist nichts drin!

    Komm, fahren wir zu einem anderen hin!

    Was hilft es denn, wenn du ihn zu Fuß erreichen kannst,

    und dann bleibt er doch wieder leer, unser Wanst?


    Diesen Wald können wir getrost vergessen.

    Hier findest du nichts, was kannst du essen.

    Ich gehe hier gewiss nicht mehr rein.

    Dieser Wald kann mir gestohlen sein!"



    Angestachelt von den unbekannten Funden,

    begann ich die "Giftigen" zu erkunden.

    Das war für mich fürwahr nicht leicht.

    Es bringt nicht viel, wenn man nur ein Bild abgleicht.


    Und so habe ich - erst im Kleinen, dann im Großen

    mir eine Art nach der anderen erschlossen.

    Plötzlich merkte ich, ja das ist doch famos,

    die Vielfalt, ja die ist hier riesengroß!


    Im Wald bin ich noch gar nicht richtig angekommen,

    hab schon gleich was wunderbares ich vernommen.

    Dreh um einen Stumpf so meine Runden,

    nebenbei meine allerersten Stockschwämmchen ich hab gefunden!


    Muss gar nicht weit gehen, jawoll, jippie!

    Steht er gleich da, ein Pracht-Flockie!

    Der nächste Grund, warum ich mich bucke,

    ist eine schöne Krause Glucke!


    Dann erreiche ich eine spezielle Stelle.

    In dem Koniferenwald ist es nicht wirklich helle.

    Besonders an ihm, ein Jahr ist der Boden kahl.

    Im nächsten Jahr steht da alles voll!


    Würz'ger Tellerling, Kuhmaul, Ledertäubling,

    Semmelgelber Schleimkopf, Perlpilz, Gifthäubling.

    Knollinger Schleierritterling, Schopftintling,

    Saitenstieliger und auch Echter Knoblauchschwindling.


    Was es dort zu finden gibt, ist famos.

    Noch dazu ist das Waldstück nicht wirklich groß.

    Auf der anderen Straßenseite geht es weiter.

    Was dort wächst, macht mich wirklich heiter!


    Edelreizker stehen dort gern dicht an dicht.

    Auch die Butterpilze verschmäh' ich nicht!

    Zwischen einigen Fichten und Weymuthskiefern,

    lass ich mir die nächsten tollen Funde liefern.


    Während die Reifpilze im Blaubeerbusch drin steh'n,

    habe ich die Elfenbeinröhrlinge am Weg geseh'n.

    Weiter hinten die Königsröhrlinge thronen,

    Ein Stück da runter Semmelstoppler wohnen.


    Da draußen bei der Lichtung, hab ich mal geseh'n,

    dort stehen gern ein paar wilde Orchideen.

    Wenn ich mich dann weiter troll'

    steht mit Braunen Raslingen alles voll.


    Wieder rein, noch ein Stück, bei den Lärchen hinten

    Kann man Hohlfuß- und Goldröhrlinge finden.

    Bei den geschlag'nen Fichten, später im Jahr,

    stehen Graublättrige Schwefelköpf, wunderbar!


    Ich könnt noch lange weiter machen.

    Hier gibt es ja so viele tolle Sachen!

    Doch wenn ich jemand' frag, ob er mitkommen will,

    heißt es nur: "Ach, sei mir still!


    Da kannst nichts finden, da ist nichts drin!

    Komm, fahren wir zu einem anderen hin!

    Was hilft es denn, wenn du ihn zu Fuß erreichen kannst,

    und dann bleibt er doch wieder leer, unser Wanst?


    Diesen Wald können wir getrost vergessen.

    Hier findest du nichts, was kannst du essen.

    Ich gehe hier gewiss nicht mehr rein.

    Dieser Wald kann mir gestohlen sein!"


    Ich nicke bloß nett und denke mir:

    Wennst nichts finden willst, dann bleib doch hier!

    Hier ziehe ich doch liebend gerne meine Runden.

    Nichts weniger, als ein Eldorado, das hab ich gefunden.



    Mitten in der Nacht weckt mich ein schriller Heulton auf.

    Das Tatü-tata, das kommt zuhauf.

    Was wird denn da schon wieder passiert sein?

    Mit lauter'm Grübeln schlaf ich irgendwann wieder ein.


    Am nächsten Morgen dann der Riesenschock,

    als ich grad an den Jalousien hock'!

    Ich ziehe sie ein Stückchen hoch,

    bis ich erkenne, was ich die ganz' Zeit schon roch!


    Wie jeden Tag schau ich hinüber zu meinem Wald.

    Ein Schauer läuft mir den Rücken hinab, furchtbar kalt!

    Da drüben, wo bis gestern noch mein Eldorado stand

    ist jetzt alles in gar vollstem Brand!


    Zig kühne Helfer mit Schläuchen in den Armen,

    kämpfen gegen's Feuer mit null Erbarmen.

    Helikopter rattern durch die Lüfte mit großer Eil',

    Um zu erreichen, dass noch was bleibt heil!


    Nun kämpfen sie schon seit vielen Tagen.

    Es ist umsonst. Ich höre sie bis hier her zagen.

    Der Wald ist nicht mehr da, wie weg gekehrt.

    Zum Glück blieben alle Häuser unversehrt!


    Es war wohl eine weggeworf'ne Zigarette.

    Wie gern ich den erwischt doch hätte.

    Oder auch ein zerbroch'nes Glas.

    Ich war erschüttert, als ich das erstmals las!


    Das Feuer schien erst noch ganz klein.

    Nicht größer als ein Has' soll's gewesen sein.

    Doch dann erreichte es die trock'nen Kiefern,

    die einem Feuer massig Brennstoff liefern.


    In Kürze brannte alles lichterloh!

    Dass uns nichts passiert ist, bin ich nun froh.

    Mein Eldorado ist verschwunden jetzt.

    Ich hatte meine Freude an ihm bis zuletzt.


    So blicke ich auf das große Grauen hin.

    Kann noch immer nicht beschreiben, wie geschockt ich bin.

    Verkohlte Stümpfe ragen nun empor

    wo mein zweites Zuhause war, bis kurz zuvor.


    Da kannst nichts mehr finden, ist nichts drin!

    Muss nun fahren zu einem anderen hin!

    Was hilft es denn, wenn du ihn zu Fuß erreichen kannst,

    und dann bleibt er doch nur leer, mein Wanst?


    Diesen Wald kann ich getrost vergessen.

    Hier findest du nichts mehr, was kannst du essen.

    Ich gehe hier gewiss nicht mehr rein.

    Doch wird er immer in bester Erinnerung mir sein!




    Der Schwarzhex, ja der helf ich gern!


    Die Schwarzhex sagt, sie mag nicht mehr

    und ist total gefrustet.

    Ein neues Hobby das muss her,

    sie findet keine Pilze.


    Nichts wächst bei dieser Höllenglut,

    kein Perlpilz und kein Reizker.

    Drum irrt sie rum und findet nichts

    und wird noch viel gereizter.


    Die Erderwärmung, die ist blöd

    es regnet keinen Tropfen.

    Die Kehle wird nun auch schon dörr,

    her mit dem Saft aus Hopfen!


    Die Schwarzhex denkt, was mach ich nur?

    Sie kann ja nicht nur malen.

    Und Stricken ist ihr auch zu doof,

    sie schnappt sich die Sandalen.


    Ein neues Hobby das muss her

    doch was - oh Pilzgott - was???

    Was Neues finden ist soo schwer,

    denn alles macht kein‘ Spaß.


    Die Rendel kann sie gut verstehn,

    auch hier ist’s viel zu trocken.

    Geht nochmal raus in Wald und Flur

    vielleicht kann sie was rocken.


    Ein Waldbrand wäre jetzt ganz schön

    auf der verkohlten Fläche

    spätestens heut in einem Jahr

    wachsen dort viele Becher.


    Die Schwarzhex die ist wirklich nett,

    der hilft die Rendel gern.

    mit einem Grinsen im Gesicht

    zieht Rendel an der Zigarett….

    Bitte jetzt nicht beschweren….

    Liebe Freunde der fungiphilen Dichtkunst.

    Ich freue mich schon auf das Stechen diesen Monat! Ich glaube, das wird eng.

    Hier dürft Ihr Eure Stimme abgeben.

    Die Abstimmung endet mit Ablauf des 06. September.


    Welches der folgenden Gedichte hat Euch am Besten gefallen?

    Die Vorgaben waren Waldbrand- malen- weniger





    Das Eldorado



    Meinen ersten Pilz habe ich hier gefunden, das ist wahr.

    War es noch ein Pfiffi, Marone, oder Steini gar?

    Das ist schon viel zu lange her,

    hab daran keine Erinnerung mehr.


    Aufgewachsen bin ich in diesem Wald darin.

    Wenn's nur irgendwie ging, bin ich mit den Eltern hin.

    Oder zur Not mal auch mit den Verwandten.

    Gesammelt wurd' halt nur, was wir auch kannten.


    Ein paar verschiedene Röhrlinge und der Pfifferling.

    Selten auch mal ein Milchbrätling. Das war ein Ding!

    Alle anderen, die wir da nicht kannten,

    waren jene, die wir pauschal als Giftige benannten.


    So kam es natürlich viele Male vor -

    die Stimmen habe ich immer noch im Ohr -

    dass umsonst wir zogen unsere Bahnen,

    und anschließend nach Hause gingen mit hängenden Fahnen.


    "Da kannst nichts finden, da ist nichts drin!

    Komm, fahren wir zu einem anderen hin!

    Was hilft es denn, wenn du ihn zu Fuß erreichen kannst,

    und dann bleibt er doch wieder leer, unser Wanst?


    Diesen Wald können wir getrost vergessen.

    Hier findest du nichts, was kannst du essen.

    Ich gehe hier gewiss nicht mehr rein.

    Dieser Wald kann mir gestohlen sein!"



    Angestachelt von den unbekannten Funden,

    begann ich die "Giftigen" zu erkunden.

    Das war für mich fürwahr nicht leicht.

    Es bringt nicht viel, wenn man nur ein Bild abgleicht.


    Und so habe ich - erst im Kleinen, dann im Großen

    mir eine Art nach der anderen erschlossen.

    Plötzlich merkte ich, ja das ist doch famos,

    die Vielfalt, ja die ist hier riesengroß!


    Im Wald bin ich noch gar nicht richtig angekommen,

    hab schon gleich was wunderbares ich vernommen.

    Dreh um einen Stumpf so meine Runden,

    nebenbei meine allerersten Stockschwämmchen ich hab gefunden!


    Muss gar nicht weit gehen, jawoll, jippie!

    Steht er gleich da, ein Pracht-Flockie!

    Der nächste Grund, warum ich mich bucke,

    ist eine schöne Krause Glucke!


    Dann erreiche ich eine spezielle Stelle.

    In dem Koniferenwald ist es nicht wirklich helle.

    Besonders an ihm, ein Jahr ist der Boden kahl.

    Im nächsten Jahr steht da alles voll!


    Würz'ger Tellerling, Kuhmaul, Ledertäubling,

    Semmelgelber Schleimkopf, Perlpilz, Gifthäubling.

    Knollinger Schleierritterling, Schopftintling,

    Saitenstieliger und auch Echter Knoblauchschwindling.


    Was es dort zu finden gibt, ist famos.

    Noch dazu ist das Waldstück nicht wirklich groß.

    Auf der anderen Straßenseite geht es weiter.

    Was dort wächst, macht mich wirklich heiter!


    Edelreizker stehen dort gern dicht an dicht.

    Auch die Butterpilze verschmäh' ich nicht!

    Zwischen einigen Fichten und Weymuthskiefern,

    lass ich mir die nächsten tollen Funde liefern.


    Während die Reifpilze im Blaubeerbusch drin steh'n,

    habe ich die Elfenbeinröhrlinge am Weg geseh'n.

    Weiter hinten die Königsröhrlinge thronen,

    Ein Stück da runter Semmelstoppler wohnen.


    Da draußen bei der Lichtung, hab ich mal geseh'n,

    dort stehen gern ein paar wilde Orchideen.

    Wenn ich mich dann weiter troll'

    steht mit Braunen Raslingen alles voll.


    Wieder rein, noch ein Stück, bei den Lärchen hinten

    Kann man Hohlfuß- und Goldröhrlinge finden.

    Bei den geschlag'nen Fichten, später im Jahr,

    stehen Graublättrige Schwefelköpf, wunderbar!


    Ich könnt noch lange weiter machen.

    Hier gibt es ja so viele tolle Sachen!

    Doch wenn ich jemand' frag, ob er mitkommen will,

    heißt es nur: "Ach, sei mir still!


    Da kannst nichts finden, da ist nichts drin!

    Komm, fahren wir zu einem anderen hin!

    Was hilft es denn, wenn du ihn zu Fuß erreichen kannst,

    und dann bleibt er doch wieder leer, unser Wanst?


    Diesen Wald können wir getrost vergessen.

    Hier findest du nichts, was kannst du essen.

    Ich gehe hier gewiss nicht mehr rein.

    Dieser Wald kann mir gestohlen sein!"


    Ich nicke bloß nett und denke mir:

    Wennst nichts finden willst, dann bleib doch hier!

    Hier ziehe ich doch liebend gerne meine Runden.

    Nichts weniger, als ein Eldorado, das hab ich gefunden.



    Mitten in der Nacht weckt mich ein schriller Heulton auf.

    Das Tatü-tata, das kommt zuhauf.

    Was wird denn da schon wieder passiert sein?

    Mit lauter'm Grübeln schlaf ich irgendwann wieder ein.


    Am nächsten Morgen dann der Riesenschock,

    als ich grad an den Jalousien hock'!

    Ich ziehe sie ein Stückchen hoch,

    bis ich erkenne, was ich die ganz' Zeit schon roch!


    Wie jeden Tag schau ich hinüber zu meinem Wald.

    Ein Schauer läuft mir den Rücken hinab, furchtbar kalt!

    Da drüben, wo bis gestern noch mein Eldorado stand

    ist jetzt alles in gar vollstem Brand!


    Zig kühne Helfer mit Schläuchen in den Armen,

    kämpfen gegen's Feuer mit null Erbarmen.

    Helikopter rattern durch die Lüfte mit großer Eil',

    Um zu erreichen, dass noch was bleibt heil!


    Nun kämpfen sie schon seit vielen Tagen.

    Es ist umsonst. Ich höre sie bis hier her zagen.

    Der Wald ist nicht mehr da, wie weg gekehrt.

    Zum Glück blieben alle Häuser unversehrt!


    Es war wohl eine weggeworf'ne Zigarette.

    Wie gern ich den erwischt doch hätte.

    Oder auch ein zerbroch'nes Glas.

    Ich war erschüttert, als ich das erstmals las!


    Das Feuer schien erst noch ganz klein.

    Nicht größer als ein Has' soll's gewesen sein.

    Doch dann erreichte es die trock'nen Kiefern,

    die einem Feuer massig Brennstoff liefern.


    In Kürze brannte alles lichterloh!

    Dass uns nichts passiert ist, bin ich nun froh.

    Mein Eldorado ist verschwunden jetzt.

    Ich hatte meine Freude an ihm bis zuletzt.


    So blicke ich auf das große Grauen hin.

    Kann noch immer nicht beschreiben, wie geschockt ich bin.

    Verkohlte Stümpfe ragen nun empor

    wo mein zweites Zuhause war, bis kurz zuvor.


    Da kannst nichts mehr finden, ist nichts drin!

    Muss nun fahren zu einem anderen hin!

    Was hilft es denn, wenn du ihn zu Fuß erreichen kannst,

    und dann bleibt er doch nur leer, mein Wanst?


    Diesen Wald kann ich getrost vergessen.

    Hier findest du nichts mehr, was kannst du essen.

    Ich gehe hier gewiss nicht mehr rein.

    Doch wird er immer in bester Erinnerung mir sein!




    Der Schwarzhex, ja der helf ich gern!


    Die Schwarzhex sagt, sie mag nicht mehr

    und ist total gefrustet.

    Ein neues Hobby das muss her,

    sie findet keine Pilze.


    Nichts wächst bei dieser Höllenglut,

    kein Perlpilz und kein Reizker.

    Drum irrt sie rum und findet nichts

    und wird noch viel gereizter.


    Die Erderwärmung, die ist blöd

    es regnet keinen Tropfen.

    Die Kehle wird nun auch schon dörr,

    her mit dem Saft aus Hopfen!


    Die Schwarzhex denkt, was mach ich nur?

    Sie kann ja nicht nur malen.

    Und Stricken ist ihr auch zu doof,

    sie schnappt sich die Sandalen.


    Ein neues Hobby das muss her

    doch was - oh Pilzgott - was???

    Was Neues finden ist soo schwer,

    denn alles macht kein‘ Spaß.


    Die Rendel kann sie gut verstehn,

    auch hier ist’s viel zu trocken.

    Geht nochmal raus in Wald und Flur

    vielleicht kann sie was rocken.


    Ein Waldbrand wäre jetzt ganz schön

    auf der verkohlten Fläche

    spätestens heut in einem Jahr

    wachsen dort viele Becher.


    Die Schwarzhex die ist wirklich nett,

    der hilft die Rendel gern.

    mit einem Grinsen im Gesicht

    zieht Rendel an der Zigarett….

    Bitte jetzt nicht beschweren….




    Im Dörrobst-Wald


    Der Waldboden ist staubig, trocken,

    die Sonne brennt mir ins Gesicht.

    Kein Pfifferling kommt aus den Socken,

    weil selbst dem Moos die Kraft gebricht.


    Man müsste Regenwolken malen,

    und dieses Elend gießen gehn,

    doch statt in feuchten Pilz-Pokalen

    muss man im Dörrobst-Walde stehn.


    Ein kluger Sammler bräuchte weniger

    von dieser Hitze, dieser Glut,

    er schaut nach oben, stummer Prediger,

    und rückt verzweifelt seinen Hut.


    Wo sonst das feuchte Dickicht glänzte,

    droht heute die Waldbrandgefahr,

    was jeden Pilztraum jäh begrenzte –

    und dennoch sucht die Jägerschar!


    Mit leerem Korb und festem Glauben

    schreitet der Sammler überall,

    lässt sich der Optimismus rauben?

    Ooh nein, er hofft auf jeden Fall!


    Er sucht im Staub nach einem Zeichen,

    und schmunzelt über seinen Trott.

    Er wird wohl ohne Beute weichen,

    treu dient er dem Myzelien-Gott.

    Hallo liebe Pilz- und Poesiefreunde.

    Weiter geht´s im 14. PPC-Jahr!

    Auch wenn es viel zu heiß zum klaren Denken oder Reime finden ist möchte ich zur nächsten Runde aufrufen.

    Natürlich fühlen sich vor Allem die routinierten Pilzlyrikexperten der letzten Jahre angesprochen.

    Gerne sind aber auch neue Forenmitglieder, die ich hiermit ausdrücklich anspreche, willkommen: probierts mal mit den Pilzgedichten!

    Es haben bereits Erstlingswerke den Jahressieg geholt! Ich hoffe auf rege Teilnahme.

    Es ist eine zwar leicht vernachlässigte, aber sehr schillernde Facette unseres schönen Hobbys.

    Es geht darum der wenig beachteten Sparte der Poesie, den Pilzgedichten, die verdiente Geltung zu verschaffen.

    Also, traut Euch, zeichnet, dichtet, filmt, fabuliert, erzählt, malt, reimt, besingt, plaudert, hörspielt.... werdet kreativ!

    Hier finden sich die bisherigen Gewinnergeschichten: Pilz Poetry Poesiealbum

    Eure Vorgaben:

    Das Gedicht (oder ähnliches Werk) muss mindestens 12 Zeilen vorweisen.

    Die Zahl eurer in den Monats-Wettkampf gebrachten Werke ist auf maximal drei begrenzt.

    Jedes eurer Gedichte hat selbstverständlich irgendwie die Pilze mit im Gepäck.

    Weiterhin müsst ihr eine weitere Vorgabe erfüllen, und zwar,

    von den nachfolgenden Vorgabethemen müsst ihr eine Thematik oder zumindest einen der Begriffe verwenden.

    Der Rest ist euch freigestellt. Macht wie ihr meint.

    Und jetzt ran an den Speck, Griffel gespitzt, die vorgegebenen Begriffe in diesem Monat sind

    Waldbrand- malen- weniger

    Abgabeschluss ist der 30.08.26 24:00 Uhr.

    Soo ein tolles Gedicht!

    Und dann keine Konkurrenz.

    Schade, dass Du so "billig" ins Ziel gekommen bist, Suku; aber für mich ist das schonmal ein Favorit für das Gedicht des Jahres!

    Jedenfalls meinen herzlichen Glückwunsch und natürlich findest Du Dich im PPC wieder.

    :gbravo: :gbravo: :gbravo: :ganbeten: :ghurra: :ghurra: :ghurra: