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letzter Beitrag von sarifa am

Hilft mir das weiter?

  • Hallo liebe Pilzfreunde,

    zum folgenden Thema bin ich völlig ahnungslos, hatte ich noch nie mit zu tun:


    ich habe die Möglichkeit, günstig an eine qualitativ hochwertige Stereolupe zu kommen.

    Sie vergrößert okularseitig 10 fach.

    Mittels der Objektive kann ich dazu 2-fach oder 4-fach vergrößern.

    Gesamt also 20-fach oder 40-fach.

    Ist das etwas, was mir beim Pilzebestimmen weiterhelfen kann?


    Ich bin sicher, hier kompetente Antworten zu bekommen. ==Gnolm13

    Schönen Gruß,
    Hans aus Bremen
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    "Es gibt Gottsucher, Ichsucher und Schwammerlsucher" (G. Polt)


  • Hallo, wenn du die Gelegenheit hast - greif zu !!!

    Ich will meine nicht mehr missen. Und es kommt drauf an, welche Pilze du bestimmen willst, für Becherlinge, Kleinzeugs etc ist die unabdingbar. Auch beim Mikroskopieren zum Vorbereiten der Präparate brauchst du sie. Und außerdem lohnt sich ein Blick immer - das ist eine ganz andere Welt! :daumen:

  • Hallo Hans,


    Die Vergrößerung ist nicht schlecht. Ob es wirklich beim Pilzebestimmen hilft, weiß ich nicht, kommt auf die Pilze an, die du bestimmen willst. Mikroskop ist für eine wirkliche Bestimmung sicher hilfreicher, weil ja oft Sporen und anderen Mikromerkmale herhalten müssen. Ist aber in jedem Fall total spannend, die Welt in solcher Vergrößerung zu betrachten, ob Pilze oder nicht. Ich finde Stereolupe für Becherchen toll - kleine Äste mit Aufwuchs zeigen ihre Geheimnisse oft erst bei solcher Vergrößerung.

  • Hallo Hans,

    wenn da jetzt noch Zeiss, Leitz, Herbrugg, Olympus oder ähnliches draufsteht und Du sie nicht möchtest, dann nehm ich sie! Konkret und nur zum Pilzebestimmen würd ich sagen ist so etwas nicht zwingend nötig, ich kam jahrelang ohne aus. Allerdings zeigt eine solche Stereolupe superspannende Details, nicht nur von Pilzen. Wenn das Ganze also einen akzeptablen Preis hat, Du den Platzbedarf verschmerzen kannst und Du als naturinteressierter Mensch auch mal gemütlich am Abend oder mit anderen Interessierten einfach beispielsweise mal Flechtenschüsselchen, Insekten, die traumhaften Formen verschiedener Pflanzensamen und tausender anderer Dinge anschauen magst, oder auch mal wem zeigen möchtest, dass eine genauere Betrachtung verschiedener Naturobjekte ein Erlebnis sein kann, dann lohnt sich das allemal und Du wirst immer wieder von der faszinierenden großen Welt im Kleinen überrascht sein. Es ist völlig etwas anderes als mit der üblichen 10-fach-Lupe oder dem Durchlichtmikroskop, (natürlich auch ein anderer Anwendungsbereich, aber mit quasi Null Aufwand verbunden). Viel Spaß!


    Eberhard

    Chiprechnerei:

    284 (Zeitrechnung < APR 2020), minus 30 (APR-Teil-(und Aus-)nehm-Gebühren) =254

    - 3 ("Top-10-wette" mit Hans) = 251.

    Nun +5 (Platz 10 geteilt) +5 (schnellstes 3-Joker-Ziehen) +5 (schnellstes Alle-Joker-Loswerden) +5 (Phählhellseherei, dank Habicht!) = 271 ...Minus2 fürs FFPR = 269

    ...sic transit gloria unki...

    Einmal editiert, zuletzt von eberhardS ()

  • Hallo Hans, ich hatte zuerst das Mikroskop und bekam dann die Stereolupe. Die hielt ich erst für überflüssig, weil ich dachte, die Lupe tut das auch. Aber es ist schon aufschlussreicher, wenn du deine Objekte ruhig und genau inspizieren kannst. Du erkennst Strukturen, die fürs bloße Auge zu klein und fürs Mikro zu groß sind. Es steht zwar noch ein Gerät rum, aber missen möchte ich es nicht mehr.

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

    Pilzsachverständige findest du hier.

  • Ist das etwas, was mir beim Pilzebestimmen weiterhelfen kann?

    Naja, bedingt, würde ich mal sagen, lieber Hans.

    Um Großpilze schwieriger Gattungen zu bestimmen ist ein Durchlichtmikroskop (Vergrößerung idR von 100 bis 1000fach) unverzichtbar.

    Nur so kann man natürlich die oft bestimmungsrelevanten Sporen entdecken, beurteilen und vermessen.


    Mit einer Stereolupe sieht man natürlich Merkmale, die oft für eine Bestimmung wichtig sind.

    Z.B. Stielbehaarung oder Hutbereifung.

    Unverzichtbar ist so ein Teil natürlich bei Kleinpilzen.

    Winzige Becherchen oder auch Pyrenomyceten kann man erst mittels Stereolupe entdecken.


    Mit meiner Stereolupe kann ich übergangslos im Bereich von 10 bis 40fach arbeiten.

    Zur ersten Orientierung reicht 10 bis 20fach, für Details ist 40fach ok.

    Ich könnte problemlos bis 60fach aufrüsten, was sich aber in der Praxis nicht lohnt.


    Da Du das Teil günstig bekommen kannst, solltest Du nicht lange überlegen.

    Greif zu. Es werden sich neue Welten für Dich erschließen.


    LG, Nobi

    Hier geht es zu meinen Themen.

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    Chips: 88 nach diversen Verlusten - 10 APR 2019 = 78 + 6 (150er Prämie APR 2019) = 84 -10 APR 2020 = 74

  • Hallo Hans!

    Ich kann das von den Vorrednern geschriebene hundertprozentig unterschreiben. Für einen naturbegeisterten Menschen ist das sicher ein großartiges Gerät! Ich würde an Deiner Stelle vermutlich zugreifen.


    Irgendwann werde ich mir auch mal eine Stereolupe anschaffen, das lockt mich total!

    Eben genau für solche Dinge wie Becherchen, Flechten, Moose etc. und eben meine Sandsammlung.

    Ich bin jedoch auf der Suche nach einer Stereolupe, die ich bei Bedarf mit einem Zeichenaufsatz bestücken kann. Bis jetzt habe ich dazu jedoch noch kein entsprechendes (und finanzierbares) Angebot gefunden.

  • Hi,


    auch von meiner Seite kommt der Tipp zum "Zugreifen". Gerade im Bereich der (Phytopathogenen) Kleinpilze ist die unverzichtbar. Für einige Arten reicht es wirklich zur Artbestimmung, wenn du dir die befallenen Blätter/Pflanzenteile ansiehst. Für die Präparation von Kleinpilzen oder auch manchmal von Großpilzen ist das ein wirklich tolles Hilfsmittel. Ansonsten kann ich dir noch den Rat geben, dass du das vielleicht vor dem Kauf checkst, ob das Ding ok ist.


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Hallo,


    da würde ich zunächst mal fragen wollen, was Du unter "günstig" verstehst. So eine Stereolupe kostet neu ca. 170 Euro - nun kannst Du selbst schauen ob Du sie günstig angeboten bekommst.


    Zum Einsatz zum Pilze bestimmen muss ich klar sagen: Eine Stereolupe bringt Dich kein Stück weiter als eine normale Lupe auch - aber es ist seeeehr viel bequemer unter einer Stereolupe mit Bewegungsfreiheit zu arbeiten, als mit einer Einschlaglupe und zusammengekniffenem Auge! Aber Bestimmungsmerkmale, die du mit einer normalen Lupe nicht erkennen kannst bringt sie dir auch nicht. Sie kann niemals ein Mikroskop ersetzen, aber dieses wunderbar ergänzen.


    Vorsicht auch vor dem Handelsnamen "Stereomikroskop"! Das ist einfach nur ein anderer Name für eine Stereolupe und hat mit Mikroskop NICHTS zu tun. Zwei wirklich unterschiedliche Geräte!


    beste Grüße,

    Andreas

  • Liebe Pilzfreunde,

    ganz herzlichen Dank für die vielen Ratschläge. ==Gnolm8

    Leider bin ich unvermittelt und plötzlich etwas vom Thema abgelenkt.

    Aber ich bleibe dran und werde beizeiten berichten.

    Schönen Gruß,
    Hans aus Bremen
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    "Es gibt Gottsucher, Ichsucher und Schwammerlsucher" (G. Polt)


  • Ging schneller als ich dachte.

    Bei nächster Gelegenheit bringt mir mein Schwager meine neue Eschenbach Stereolupe mit.


    Da freue ich mich schon drauf. ==Gnolm13

    Schönen Gruß,
    Hans aus Bremen
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    "Es gibt Gottsucher, Ichsucher und Schwammerlsucher" (G. Polt)


  • Naja, Kauf trifft es nicht so genau...

    Sagen wir lieber: "bleibt alles in der Familie".

    ==Gnolm7==Gnolm16

    Schönen Gruß,
    Hans aus Bremen
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    "Es gibt Gottsucher, Ichsucher und Schwammerlsucher" (G. Polt)


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