Schön, dass die nochmal so zahlreich gekommen sind. Hoffe hier auf halbwegs ergiebige Regenfälle morgen und am Freitag. Im letzten Jahr hatte es dann Mitte September noch mit guten Parkfunden geklappt.
VG
Es gibt 1.920 Antworten in diesem Thema, welches 108.126 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von MeckPilz.
Schön, dass die nochmal so zahlreich gekommen sind. Hoffe hier auf halbwegs ergiebige Regenfälle morgen und am Freitag. Im letzten Jahr hatte es dann Mitte September noch mit guten Parkfunden geklappt.
VG
Procera aber schon im weiteren Sinne mit mastoidea und affinis und konradii. Wie steht rhodosperma dbzgl.?
Hi Maronisto,
In diesem Thread leider etwas off-topic, und daher ganz in Kürze:
Die Gattung Macrolepiota hat in Europa 4 genetisch trennbare Arten:
- procera (Parasol)
- mastoidea (Zitzenschirmling)
- excoriata (Ackerschirmling)
- rhodosperma (Grobscholliger Riesenschirmling, Kleiner Wald-Parasol; hieß in Pilze der Schweiz oder Pilze BaWü fälschlich "konradii" und in der Flora Neerlandica fälschlich "fuliginosa")
mastoidea ist eine formenreiche Sammel(?)-Art, die auch affinis und die "echte konradii" mit einschließt. Genetisch gibt es bei den üblichen Loci wie ITS oder LSU zwischen affinis, mastoidea und konradii nur 1-2 Basenpaare Unterschied, das aber konstant über alle Kollektionen.
rhodosperma ist ein Massenpilz, und über den bevorzugten Standort in Laubwäldern, die Art der Hutschuppung, den im Mittel kleineren Hutdurchmesser und die feinere Stiel-Natterung von procera meist gut zu unterscheiden. Zu den mastoidea-Formen, die die "echte konradii" bilden, ist die Unterscheidung manchmal schwer, und am ehesten über die Sporenpulverfarbe möglich.
Gruß,
Wolfgang
...
Woher stammen diese frischen (im Kühlhaus aufbewahrten) Steinpilze?
Alle aus dem Ausland via Großmärkte, oder andere Zwischenhändler? Aus welchen Herkunftsländern?
...
Hallo,
ich war einmal bei einem Kunden. Man kam so ins Gespräch. Er wusste nicht, dass ich etwas mit Pilzen zu tun habe.
Er meinte, er sei ein Importeur für Pilze aus Rumänien. Dort habe er seine Leute, welche alles abgrasen und er verkauft die Pilze hier in D an den Großhandel.
Aber auch Südafrika hat sich zu einem Exporteur von z. B. Steinpilzen entwickelt, soweit ich weiß.
Viele Grüße,
Steffen
...
Aber auch Südafrika hat sich zu einem Exporteur von z. B. Steinpilzen entwickelt, soweit ich weiß.
...
Hallo ja das habe ich auch schon gehört.
Aber die Pilze aus Südafrika kommen dann bei uns im Winter auf den Markt, Südhalbkugel
Als ich einmal im Januar in einem italienischen Restaurant frische Steinpilze in der Auslage sah habe ich den Wirt gefragt woher die kommen.
Und er sagte dass er die im Winter aus Südafrika bezieht bzw über den Großhandel aus Südafrika bekommt.
Gruß Bernd
Guten Morgen
Ich war gestern Abend noch schnell eine Runde in einem unserer Reviere.
Die Hoffnung war,...vielleicht ein Steinpilz, vielleicht ist die von mir abgedeckte Glucke noch da oder es zeigt sich irgend etwas.
Paar Mini Steinpilze, von denen einer mit durfte, pasr Raufüße und wieder viele Pfifferlinge.
Die Pfifferlinge ließen sich die ganze Zeit zuverlässig finden, wenn man paar Stellen kennt.
Hallo,
habe in Obertshausen, wo ich zu Besuch war, vorgestern erste FK am Wegesrand entdeckt. Ich habe mich extrem gefreut. Es waren vier kleine Boviste zu sehen und ein Täubling, ein bekannter Schwefelporling hat ebenfalls neue FK gebildet.
Finde die Wetterverhältnisse dieses Jahr schon extrem erschreckend. Und vor allen Dingen auch das Wissen, dass es in Zukunft wahrscheinlich nicht besser aussehen wird. Derzeit huldige ich wirklich jedem einzelnen FK und bin froh, dass doch noch welche kommen dieses Jahr.
Vom Sammeln bin ich derzeit noch weit entfernt, ich bestaune eher.
Eine Frage:
Ich schaue immer bei kachelmannwetter.de nach den Regensummen der letzten 30 Tage und wähle danach die Suchgebiete aus. Ab welcher Summe kann man von theoretisch erfolgversprechend hinsichtlich FK sprechen? Gibt es da eine "grobe Richtlinie"? Abgesehen davon, dass man bei der vergangenen Dürre länger warten muss, bis der Boden Feuchtigkeit aufnehmen konnte und Pilze sich nicht immer an solche "Regeln" halten.
LG
Nika
Jetzt scheinen einige Arten alles raus zu feuern was geht. Goldröhrlinge überall und oh Wunder: Auch die Sommersteinis sind jetzt da in rauen Mengen. Hexen im Nadelwald zeigen auch viele kleine Knubbel. Bei den Eichenflockis noch nix. Amanita auch weiterhin tot. Gegen Ende der Tour haben sich noch ein paar Gelbporige gezeigt.
LG christopher
Alles anzeigenHallo,
Eine Frage:
Ich schaue immer bei kachelmannwetter.de nach den Regensummen der letzten 30 Tage und wähle danach die Suchgebiete aus. Ab welcher Summe kann man von theoretisch erfolgversprechend hinsichtlich FK sprechen? Gibt es da eine "grobe Richtlinie"? Abgesehen davon, dass man bei der vergangenen Dürre länger warten muss, bis der Boden Feuchtigkeit aufnehmen konnte und Pilze sich nicht immer an solche "Regeln" halten.
LG
Nika
Moin,
mhh, nicht so einfach zu beantworten bzw. zu betrachten. Nehmen wir nur viele Symbionten, dann muss man wohl die gesamte Vorgeschichte an Niederschlag betrachten, die bis ins Frühjahr zurückreicht.
Bis die Böden in den mittleren und Unterbodenschichten nach diesem Verlauf Ende Frühling bis in den späten Hochsommer nur halbwegs aufgeholt haben, sollte es peu a peu immer wieder mal ordentlich Niederschlag gegeben haben. Dann kann aber ein ergiebiges Regenereignis vieles plötzlich komplett ändern (ergiebig ab 25 Litern). Oder auch mal 2-3 Tage mit moderaten bis guten Niederschlägen am Stück.
VG
Jo, heute gab es die erwähnten 25 Liter in den südlichen Habitaten. Hier direkt war es etwas weniger.
Schon morgen wird es tiefrückseitig noch einige kräftige Küstenschauer geben.
Mal gucken, inwieweit das von NW aufziehende Tief ab Dienstag nach Süden vorankommt. Für den höheren Norden und NW geht es dann mit ziemlicher Sicherheit wechselhaft weiter.
VG
Hallo Schupfi,
Gratulation zum Freßfund
. Deine Pappelraufüße scheinen nicht madig zu sein. Bei mir sind die das, zumindest im Stiel, fast immer.
VG Jörg
N'abend, also hier war der Sommer deutlich zu nass und auch etwas unterkühlt. Es gab insgesamt 4 Tage, wo das Thermometer knapp oberhalb von 30°C war. Das Ernten ein Graus. Viele Landwirte, selbst solche die eigene Mähdrescher und Trockenanlagen haben - haben noch erhebliche Schläge ungedroschen. Ich hab' mein Zeug so leidlich unter Dach und Fach gebracht als es letzte Woche mal 3 Tage in Folge nicht regnete! Ähnliches hörte ich aus Nordnorwegen - der nässeste Sommer seit 40 Jahren.
Durch die ausgebeulten Strömungsmuster, wo DE & Co. Saharaluft gekriegt habe, wurde die ganze Nässe in die Nachbarschaft gedrängt. Die Wassermenge ist im Allgemeinen eine Erhaltungsgröße - es ist nicht weg, sondern nur woanders.
Pilzmäßig ist hier Herbst, überall voll mit vielen vielen Arten. Pfifferlinge ein Rekordjahr. Heute gab es auch eine volle Mahlzeit mit Steinpilzen.
LG, Bernd
Hallo,
Ich musste erst nach Sachsen-Anhalt fahren, um auf einer völlig verdorrten Wiese meinen ersten Riesenbovist {Hasen|Wiesen}-Stäubling zu finden:
EDIT: Bin mir ob der Bestimmung nicht mehr so sicher, muss mir den morgen nochmal ansehen.
Gerade regnet es hier Bindfäden, die Natur freut es.
An der Heimatfront sieht es auch nicht so verkehrt aus, heute Nacht soll ein Regengebiet durchziehen.
LG Suillus
Hallo Schupfi,
Gratulation zum Freßfund
. Deine Pappelraufüße scheinen nicht madig zu sein. Bei mir sind die das, zumindest im Stiel, fast immer.
VG Jörg
Huhu,
ein bisschen Verschnitt war schon noch dabei, aber die richtig vermadeten habe ich gleich vor Ort gelassen. ![]()
Die Art ist ja einer meiner Lieblings-Speisepilze - da knappse ich mir sogar selbst einen kleine Vorrat ab.
Ringlose Butterpilze hätte man heute übrigens mit der Sense ernten können. Die standen komischerweise auch an Ecken ohne Kiefern (Lärche und Birke stand dort) - hat mich irgendwie irritiert.
LG,
Schupfi
Hi,
Die standen komischerweise auch an Ecken ohne Kiefern (Lärche und Birke stand dort) - hat mich irgendwie irritiert.
das kommt in den besten Familien vor. Die lesen halt keine Pilzbücher. Ich habe auch schon Goldröhrlinge unter Douglasie und Hainbuchen-Raufüße unter Hasel ,wobei letzteres wohl selten vorkommen soll, gesichtet.
VG Jörg
Ringlose Butterpilze hätte man heute übrigens mit der Sense ernten können. Die standen komischerweise auch an Ecken ohne Kiefern (Lärche und Birke stand dort) - hat mich irgendwie irritiert.
Hallo Schupfi,
die können auch unter Birke wachsen: https://forum.dgfm-ev.de/threa…s-collinitus-unter-birke/
Viele Grüsse
Matthias
Super, Danke für den Link Matthias!
Bitte schön Schupfi
Sorry Suillus, Stiel/Kopf-Verhältnis überzeugt mich nicht sofort Richtung Riesenbovist. Das Habitat ebenfalls (nicht)..
das kommt in den besten Familien vor. Die lesen halt keine Pilzbücher. Ich habe auch schon Goldröhrlinge unter Douglasie und Hainbuchen-Raufüße unter Hasel ,wobei letzteres wohl selten vorkommen soll, gesichtet.
Hallo Jörg,
Danke für die Erinnerung, ich habe vor ein paar Tagen eine ganze Straße von Goldröhrlingen an einer Jungpflanzung von Nadelbäumen gesehen und weiß noch, dass ich es eigenartig fand, dass weit und breit keine Lärche zu sehen war. Ich muss da nochmal hin, möglicherweise waren die Jungbäume Douglasien.
LG Suillus
Den Täublings und Amanita-Mangel würde ich bestätigen. Wirklich ein komisches Jahr.
Fazit: Komisches Pilzjahr. Keine Täublinge
Moin.
Ja das kann man wohl sagen, ich bin hier fast angetrocknet. Ok, bei uns gabs reichlich familiäres zu tun, immer noch, da bleibt kaum Zeit, aber außer zweimal im Juni wars bisher echt mau. Die Netzhexen auf dem Rasen unterm Balkon, naja ein paar größere Einzelstücke, ansonsten gabs nicht viel. Im Laubwald einmal bestimmt 20 Sommersteinis, bzw. die Reste davon, einer war noch gut. Ansonsten das Einzige, was sich hier tatsächlich noch ganz wacker hält, sind wie so oft Täublinge, irgendwelche Griseinae, paar wenige harte Zinnobertäublinge, ein paar grüngefelderte, ein paar Hainbuchenmilchlinge, 6 blasse Laubwaldpfiffis und exakt einen falschen Rotfuß und hier und da ein paar wenige "kleine bräunliche Pilzchen" und irgendwelche Tintlinge neulich bei der Nachbarin im Blumenkasten. Der letzte Fund, erst vorhin, im Kühlschrank, hab ein abgepacktes Stück Käse aufgemacht, oh was haben wir denn da, schönes grün ![]()
LG
Daniel
Da war es bei dir ja noch besser als bei mir. Hier gabs zuvor Anfang Juni einen einzigen Sommersteini und eine Handvoll Frauentäublinge. Ende Juni bis Anfang Juli noch ein paar Eichenflockis und das war es ansonsten bis jetzt im September.
Die etwas über 100 Liter im August haben offenbar ein paar Arten dazu veranlasst jetzt eine Notfruchtung zu machen. Wenn jetzt nicht bald mehr Regen kommt (aktuell sieht es bis auf kleinere Niederschläge nicht danach aus), dürfte es das dann gewesen sein. Wäre schade, denn die Fichtensteinis wollen auch gerade, kommen aber wegen der Trockenheit nicht so recht in Schwung.
Aber ich will nicht meckern. Die Flut and Sommersteinis und Netzhexen sorgt jetzt wenigstens für etwas Trockenvorrat. Ein paar Netzhexen gab es zu Abend angebraten mit Salbei, Knobi. Gnocchi dazu, etwas Parmesan - lecker! Geschmacklich finde ich die ja noch besser als die Flockis, nur die Konsistenz ist nicht so schön fest.
Morgen muss ich mal schauen, was die Flockis im Nadelwald machen. Die hab ich gestern stehen gelassen, waren noch zu klein. Konkurrenz ist ja zum Glück keine im Wald unterwegs. Die Sammler bleiben alle zu Hause weil es dieses Jahr keine Pilze gibt. ![]()
LG Christopher
