Beiträge von Suillus

    Hallo Sus(h)i,


    am Donnerstag könnte es ein wenig Regen geben:



    Danach ist leider erst mal nichts.


    Ab dem Monatswechsel nehmen die Störungen aber wieder langsam zu:



    Große Regenmengen würde ich vorerst leider nicht erwarten, aber mit fortschreitendem Herbst steigen die Niederschlagschancen stetig.


    LG Suillus

    Das kann tatsächlich sein. Habe ehrlich gesagt Schwierigkeiten, die auseinanderzuhalten. Bei dem Großen in der Mitte war ich mir recht sicher, dass es einer ist. Aber stimmt schon, der speckige Hut sieht eher nach Edulis aus. Nachher, wenn ich die für das Dörrgerät vorbereite kann ich nochmal Fotos machen

    Sieh dir mal das schöne Exemplar von Schrumz an, da kann man einen recht typischen Vertreter sehen. Ganz charakteristisch ist der matte, oft rissige, Hut und die Stielfärbung. Die erinnert mich irgendwie immer an hellen Milchkaffee.


    Häufig sieht man auch, dass der Stiel dunkler ist als der Hut. Beim Fichtensteinpilz ist das anders, da ist der Stiel in der Regel fast weiß und der Hut dunkelbraun und speckig.


    LG Suillus

    Die Bande hat unlängst ihr Worst Case Szenario zurückgenommen, mit dem zig Städte auf die Bäume gejagt und gleichzeitig animiert wurden, einen Klimanotstand auszurufen.

    Das RCP8.5-Szenario ging davon aus, dass der Ausbau der Kohleenergie bis 2100 ungebremst weiter geht. Erfreulicherweise ist dem aber nicht so, und die Akzeptanz an alternativen Energiequellen hat stärker zugenommen, als es das pessimistische Szenario vorgesehen hat. Deshalb ist es hinfällig geworden und wurde dementsprechend vom IPCC entfernt.


    Das sind eigentlich ausnahmsweise mal gute Neuigkeiten, die aber regelrecht missbraucht wurden, um jegliche Klimaschutzmaßnahmen in Frage zu stellen. Ich denke, es handelt sich hier um eine Form des Präventionsparadox. Weil präventive Maßnahmen getroffen wurden, ist der Worst-Case vom Tisch, was dann dazu führt, dass die Maßnahmen als unnötig erachtet werden.


    LG Suillus

    Was mich überrascht hat ist, dass trotzdem 2003 nicht geknackt wurde, trotz über die Jahre gestiegener Durchschnittstemperaturen und einiger gebrochener Rekorde in diesem Jahr.

    Das haben wir vor allem den Nordlichtern zu verdanken, wo der Sommer von den Temperaturen ja relativ durchschnittlich war und bundesweit den Schnitt runtergezogen hat. Würde man sich nur auf die Südhälfte beschränken, lägen wir gewiss deutlich über 2003.


    Nach aktuellen Prognosen geht man übrigens davon aus, dass bis Ende des Jahrhunderts die Niederschläge im Jahresmittel insgesamt sogar zunehmen, wobei die Sommer wohl trockener, dafür aber die Winter deutlich feuchter werden, sodass wir insgesamt trotzdem mit einem leichten Plus rauskommen.


    Worauf ich getrost verzichten kann, sind diese endlosen Blockinglagen, wie wir sie diesen Sommer fast pausenlos hatten. Hitze ist eine Sache, wenn aber die Lage so eingefahren ist, dass man über Wochen nicht eine einzige Wolke am Himmel sieht, dann ist das schon deprimierend.


    LG Suillus

    Ich bin gerade auf Dienstreise in NRW und habe gestern Nachmittag ein bekanntes Wäldchen in den Ausläufern der Nordeifel besucht.


    Schon 10 Meter vom Auto weg direkt dieses Prachtexemplar:




    Das Problem: fast jedes Mal, wenn ich direkt zu Beginn einer Tour einen schönen Fund mache, ist das wie ein schlechtes Omen. In der Regel finde ich dann für den Rest der Tour überhaupt nichts mehr. Leider so auch diesmal. Ist das bei euch auch so?


    Naja, vielleicht waren auch die Belgier schneller...


    LG Suillus

    Hallo Malker,


    sehr schöne Steinis hast du da! Ich meine allerdings ausschließlich B. edulis zu erkennen, oder habe ich was an den Augen?

    Leider waren in dem Stück, das ich eigentlich begehen wollte Waldarbeiter und haben die Bestände gelichtet. Wenn da was war, ist da vermutlich jetzt alles platt.

    Das ist natürlich ärgerlich, muss aber keine Katastrophe sein. Ich finde gerade Fichtensteinpilze bevorzugt in intensiv bewirtschafteten Fichtenplantagen, gerne direkt neben der Harvesterschneise.


    LG Suillus

    Die Steinies kleckern hier so herum. Den hab ich neben einem betagten Exemplar gefunden. Kein Ahnung ob es das jetzt ist oder ein großer Schub noch kommen wird.

    Normalerweise wären wir vielerorts so langsam in der Hauptsaison für B. edulis, aber dieses Jahr ist ja vieles später dran als sonst. Wenn das die erste Wachstumswelle bei dir war, wird sicher noch was nachkommen, wenn es mal endlich vernünftig regnet (haha ;().


    LG Suillus

    Ich habe die Exemplare aus dem verlinkten Post in einem gut belüfteten, warmen Einzel(!)büro (wichtig wegen der Geruchsbelastung ^^ ) ausschließlich an der Luft getrocknet. Das hat gut und zügig geklappt. Da ich aufgrund der Hitzewelle das Büro ca. 3 Wochen nicht betreten habe, kam ich erst gestern wieder dazu, nach ihnen zu schauen. Zu meiner großen Freude empfing mich ein bomben Aroma. Genau so wie man es kennt und wie ich es vermisst habe.

    An dem Punkt bin ich noch dran. Ich habe Fichtensteinpilze aus dem Dörrautomat, die schon ca. ein Jahr im Glas ruhen, und da hat sich nicht viel getan. Kann aber daran liegen, dass es überwiegend junge und knackige Exemplare waren. Die älteren sollen ja zum trocknen besser sein, die jüngeren besser für die frische Zubereitung.


    Umgekehrt muss ich mal Sommersteinpilze in den Dörrautomat stecken und schauen, was passiert.

    So, nachdem ich nach über einem Jahr endlich wieder frische Sommersteinpilze an den gleichen Plätzen finden durfte, habe ich meine Suche nach dem optimalen Steinpilzaroma fortgeführt. Die Lufttrocknung von B. reticulatus im letzten Jahr hat ja ganz hervorragend funktioniert, allerdings war da auch noch Hochsommer. Jetzt ist fast Mitte September, mit recht frischen Nächten. Da habe ich also mal den Dörrautomat rausgeholt.

    Gestern habe ich eine erste Ladung bei ca. 45°C getrocknet. Das ging relativ zügig. Die Pilze sind raschelnd trocken und man kann sie brechen wie eine Salzstange. Das Aroma ist definitiv stärker als bei automatengetrockneten Fichtensteinpilzen, aber im Vergleich zu den luftgetrockneten vom letzten Jahr trotzdem deutlich milder.

    Ich ahme mit dem Dörrautmaten die Lufttrocknung nach: Nie mehr als 45 Grad, und noch wichtiger: erstmal nur wenige Stunden, dann eine Nacht im Dörrautomaten auf den Gittern ruhen lassen, dann wieder ein paar Stunden laufen lassen, dann wieder ruhen lassen, und erst beim Dritten mal Rascheltrocken werden lassen. Das Aroma ist stets so heftig, dass kleinste Mengen reichen …

    Ich denke, Pilzfreund77 ist hier was auf der Spur. Die Trocknung sollte sehr schonend und vor allem langsam erfolgen, um das bestmögliche Endprodukt zu erhalten. Bei größeren Fundmengen ist die reine Lufttrocknung natürlich unpraktikabel.


    Ich habe heute nochmal einige schöne Sommersteinpilze finden können, und diese jetzt bei 35°C (weniger geht nicht) in den Automaten gelegt und trockne diese jetzt etappenweise über den Verlauf von zwei Tagen. Ich bin mal gespannt, was am Ende rauskommt.


    LG Suillus

    Gestern gab es vier Steinpilze ohne Maden. 8| Jetzt zweifle ich an meiner Bestimmung, gibt es so etwas, vier Stück ohne Maden? :/ :D

    Hängt natürlich von der Steinpilzart ab, manche sind madiger als andere ^^.


    Im Kalkbuchenwald kann man jedenfalls, dem Temperatursturz sei dank, gerade Sommersteinpilze in perfekter Qualität finden, wie es im Hochsommer nicht möglich ist:



    Ich hätte nicht gedacht, dass ich den Dörrautomat dieses Jahr nochmal voll kriege, aber so hab' ich mal wieder was zu verschenken :).


    LG Suillus

    Heute nochmal kurz zu den Sommersteinpilzen geschaut, und siehe da:







    Es ist natürlich gut, dass es jetzt nochmal kräftig geregnet hat, da der Wachstumsschub gerade erst begonnen hat. Andererseits haben hier die Tagestemperaturen auch um 15°C abgekühlt. Ich hoffe, das erstickt den Schub nicht im Keim.

    Ich hab auch was nettes: die Gattung Amanita zeigt sich zum allerersten Mal dieses Jahr (Perlpilze aber weiterhin verschollen):

    Auch A. rubescens ist jetzt wieder da :):




    LG Suillus

    Hallo Emil,


    vielen Dank für deine sehr fachkundige und ausführliche Antwort.

    Ich bin mir bei der Unterscheidung der beiden Arten oft unsicher, eben auch, weil es diffus ist, welche Merkmale wirklich relevant zur Unterscheidung sind und ob diese Sommerform des vermeintlichen Austern-Seitlings wirklich mit der Winterform identisch ist. Insgesamt ist noch einiges unklar. Beispielsweise wird für P. pulmonarius nur Laubholz als Substrat angegeben. Lässt sich daraus schließen, dass es sich bei Pleurotus-Arten auf Nadelholz immer um P. ostreatus handelt?

    Also bei einem einschlägigen Myzelienhändler wird für einen P. pulmonarius-Wildfund aus der BRD auch Nadelholz als mögliches Substrat angegeben. Dazu muss man natürlich sagen, dass man die Bedingungen in der Zucht nicht mit dem Freiland vergleichen kann. Viele Seitlingsarten kann man sogar auf einem Substrat aus Altpapier züchten, was in freier Wildbahn so garantiert nie vorkommen würde, egal wieviele alte Zeitungen man im Wald liegen lässt.

    Den Dritten im Bunde, P. cornucopiae, habe ich noch nie bewusst gesehen. Auch da bin ich irgendwie skeptisch, ob die weiter herablaufenden Lamellen wirklich so charakteristisch sind, um die Art wirklich sicher zu erkennen, denn auch bei den anderen beiden Arten können sie sehr weit herablaufen (und bestimmt auch anastomisieren).

    Deine Skepsis ist berechtigt. Ich hab mal in den Fotos gekramt, hier ist eine Zucht von letztem November mit P. ostreatus var. columbinus (Wildfund BRD, keine Industriesorte ^^), auch da laufen die Lamellen sehr weit herunter. Generell ist mein Eindruck, dass Seitlinge total variabel sind und die Wuchsform stärker als bei vielen anderen Pilzen von den Umwelteinflüssen abhängt (also nicht nur CO2, sondern auch Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Sonneneinstrahlung, Wind...).


    Ich bin auf weitere Erkenntnisse zu der Thematik gespannt. Helle Seitlinge im Sommer werden auch sehr oft in den Foren/Gruppen angefragt und man kann nie eine klare Antwort geben. Ich habe den Eindruck, dass helle Sommer-Seitlinge in den letzten Jahren deutlich häufiger geworden sind. Das spricht für mich auch dafür, dass es die Zuchtform von P. ostreatus ist, die sich immer weiter ausbreitet.

    Das stimmt nachdenklich. Der Limonenseitling wird ja schon länger aufgrund seines potentiell invasiven Charakters kritisch beäugt, aber diese Maßstäbe sollte man wohl auch für hochgezüchtete Industriehybriden von P. ostreatus ansetzen, die in dieser Form in der Natur nicht vorkommen.


    LG Suillus

    Mal schauen, was der Regenmesser morgen sagt!

    16 Liter sind es bisher geworden, und ein wenig soll noch noch nachkommen. Wenn wir die 20 knacken würden, wäre das natürlich super, denn in der Mittelfrist sieht es ziemlich trocken aus.

    Ja, dieses Jahr hat es in sich, mehr kann man dazu nicht sagen.


    Ich habe ja immer noch die Hoffnung, dass der Oktober warm-feucht wird, gerne mit Vb-artigen Lagen. Das Mittelmeer ist ja immer noch sehr warm, das Potential für sehr nasse Wetterlagen besteht also.


    Ich drücke allen die Daumen, dass die Trockenheit bald nachhaltig ausgeräumt wird.


    LG Suillus

    Guten Abend,

    Dem ist wohl derzeit so. Zumindest hat der aktuelle D2 Lauf für die Kufri in einigen Regionen etwas mehr drin.

    Mal die Abendläufe abwarten, ob sich die Hochdruckbrücke in der Mittelfrist nicht doch schneller beseitigen lässt. ;)

    Sieht leider erstmal ernüchternd aus. Zwar sieht man ab Mitte nächster Woche wieder langsam mehr Niederschlagssignale in den Ensembles, aber bis dahin sind wir eher auf der trockenen Seite unterwegs.


    Mal abwarten, der August war bei uns hier regentechnisch ziemlich genau im Soll, aber das fiel fast alles in der letzten Monatsdekade.


    LG Suillus

    dass mehrere Myzele auf einem Stamm leben, ist natürlich grundsätzlich möglich, allerdings spricht das für mich doch sehr dafür, dass es sich auch bei deinen Sommerfunden um Austern-Seitlinge (und nicht um Lungen-Seitlinge) handelt. Sommerformen des Austern-Seitlings sind meiner Beobachtung nach wesentlich häufiger als echte Lungen-Seitlinge.

    Siehe auch die Portraits von P. ostreatus und P. pulmonarius im Forum.

    Kann es sein, dass es sich bei den Sommerformen um ausgebüxte Zuchtformen von P. ostreatus handelt, die auch ohne Kältereiz fruchten, oder gab es auch schon vor der industrialisierten Pilzzucht so Raritäten?


    LG Suillus