Beiträge von Suillus

    Hallo Bläuling,


    ich würde mal ein paar Tage abwarten, ob die größer werden. Für mich sieht das nach sehr jungen Fruchtkörpern aus.


    LG Suillus

    Hallo,


    wettertechnisch schaut es weiterhin zäh aus. Morgen kommen zwar recht flächig mal ein paar Liter dazu, aber der große Befreiungsschlag zur Beendigung der Dürre wird es leider noch nicht werden.


    Da hilft es, wenn wir mal über den Tellerrand bzw. über den Teich nach Nordamerika blicken. Im Atlantik gab es in dieser Saison bisher noch nicht einen einzigen (!) Hurrikan, was seit mindestens dem zweiten Weltkrieg (vermutlich noch deutlich länger, aber die "Hurricane Records" reichen nicht weiter zurück) noch nie vorgekommen ist.

    Für uns ist das deshalb interessant, weil die Überbleibsel von atlantischen tropischen Stürmen oft in Form von ergiebigen Regengebieten nach Westeuropa weiterziehen und über dem Land abregnen.

    Ich bin kein Meteorologe, aber ich wäre schwer überrascht, wenn die sehr ungewöhnliche Dürreperiode in Europa nicht zumindest teilweise durch das Ausbleiben der tropischen Stürme begünstigt wurde.


    Jetzt zum Wochenende hin könnte sich aber endlich mal was tun: https://arstechnica.com/scienc…ally-produce-a-hurricane/


    Freilich ist die Hurrikan-Saison schon fast wieder vorbei, aber vielleicht signalisiert der Sturm, dass die Zirkulationspumpe Atlantik endlich mal wieder ein wenig in Gang kommt.


    LG Suillus

    Hallo,


    ja, die Biester sind echt lästig. ab Mitte September geht es meistens los und im Oktober ist dann deren Hochsaison. Gebissen/gestochen haben sie mich zum Glück noch nie, aber sie krabbeln auch bei mir gerne unter die Kleidung.


    Dazu muss man sagen, dass der Mensch eigentlich ein Fehlwirt ist, aber sie sich von langen Haaren, brauner Kleidung und Leder angezogen fühlen. Ich lasse mir gerade die Haare wachsen und sie sind jetzt schon schulterlang. Seit diesem Jahr merke ich auch eine deutliche Zunahme von Anflügen durch HLFs. Ich muss wohl mal ein Kopftuch probieren, das soll helfen.


    Unterm Strich finde ich Zecken aber trotzdem lästiger. Die HLF macht sich immerhin durch ihr penetrantes rumgekrabbel bemerkbar. Eine Zecke entdeckt man gerne mal erst, wenn sie schon blutsaugend in der Kniekehle hängt.

    die kommen vor allem in Wäldern mit hohem Wildbestand vor.

    Mein Eindruck ist auch, dass sie in Nadelwäldern viel häufiger sind als in Laubwäldern. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass sich dort mehr Wild aufhält...

    Eine ganz ganz kleine Fliege, die oft schon nach den ersten Schritten im Wald, einem im Zickzack-Kurs direkt vor den Augen fliegt, und jede Richtungsänderung und Kopfdrehung mitmacht! Sie versucht immer vor den Augen zu bleiben, und wenn man keine freie Hand hat schafft sie das relativ lange.

    Kennt ihr die auch?

    Ja, das habe ich auch schonmal erlebt.


    LG Suillus

    Bereitwillig hinnehmen werde ich es, erklären kann ich es nicht.


    Ich tüte das mal in die Schublade mit den anderen mysteriösen und mirakulösen Vorgängen ein.


    Die offizielle Wetterstation zwei Kliometer nebenan meldet null Niederschlag.

    Ja, hier auch regional sehr unterschiedlich. Bei Meßstetten gab sogar 73 Liter, dafür haben die Wälder südlich von hier fast nix abgekriegt. In den Kalkbuchenwäldern im Norden sieht es nicht so schlecht aus, vielleicht klappt es ja mal mit Herbsttrompeten.


    LG Suillus

    So kann es passieren, dass in der groben 7-Tage-Vorhersage für einen recht großen Bereich Niederschläge vorhergesagt werden (auch, damit niemand hinterher überrascht wird), aber wenn der Termin näher rückt, wird die Vorhersage immer weiter verfeinert und bei manchen werden die Niederschläge intensiviert, bei anderen weggestrichen.

    Es kommt selten vor, aber es ist passiert: es hat die ganze Nacht über teils kräftig geregnet, und der Blick in den Regenmesser heute morgen offenbarte 19 Liter, obwohl in der Vorhersage nur 3 bis 4 waren. Das ist trotzdem kein Grund zum neidisch werden, das sind unsere ersten nennenswerten Niederschläge seit einem Monat ;(.

    Am Donnerstag und Freitag soll nochmal ein größeres Regengebiet reinkommen, was dem Großteil des Landes Niederschläge bringen sollte. Wenn jetzt noch die Nachtfröste bis November wegbleiben, könnt es vielleicht doch noch was werden mit der Herbstsaison.


    LG Suillus

    Halbiert.


    Was verficht diese Wetterprognostiker eigentlich, stets die Niederschläge im Voraus zu überhöhen? Um sie dann im zeitlichen Fortlauf zu reduzieren oder ganz zu streichen?


    Das hätten sie ja auch gleich ganz weglassen können.

    Hallo,


    ich hatte das hier schonmal ein wenig erläutert.


    Das ergibt sich daraus, wie die Modelle funktionieren. 7 Tage im Voraus stehen nur recht grob aufgelöste Modelle wie das GFS zur Verfügung. Das unterteilt den Vorhersagebereich in ca. 22 Quadratkilometer-große Quadranten und berechnet für jeden dieser Quadranten eine Vorhersage. Das sieht dann zum Beispiel so aus:




    Rückt der Termin näher, kommt er irgendwann in den Bereich von viel höher aufgelösten Lokalmodellen. Da ist der Quadrant dann zum Beispiel nur noch 2 Quadratkilometer groß. Das sieht dann so aus:



    So kann es passieren, dass in der groben 7-Tage-Vorhersage für einen recht großen Bereich Niederschläge vorhergesagt werden (auch, damit niemand hinterher überrascht wird), aber wenn der Termin näher rückt, wird die Vorhersage immer weiter verfeinert und bei manchen werden die Niederschläge intensiviert, bei anderen weggestrichen.


    LG Suillus

    Guten Morgen,


    heute Nacht könnten hier recht lokal begrenzt ein paar Liter zusammenkommen. Interessanterweise hatte das ICON-Modell als einziges diese „Außenseiterlösung“ schon vor etlichen Tagen drin, die anderen deuten das jetzt seit heute auch an.


    Ich war gestern kurz im Wald, an Großpilzen ist bis auf A. muscaria nicht viel zu sehen, die schieben aber trotz knochentrockenem Boden konstant neue Fruchkörper, die schon im Ministadium massive Trockenschäden aufweisen.


    LG Suillus

    Die Ablehnung einer Verwandschaft von Prototaxites mit Pilzen, oder gar die Hypothese, es könne sich um eine komplett neue Linie von Eukaryoten handeln, scheint damit hinfällig.

    Ok, dann verstehe ich das richtig: was die Prototaxites waren, ist weiterhin nicht ganz klar, aber die Option, dass es sich um urzeitliche Pilze gehandelt haben könnte, ist wieder auf dem Tisch?


    LG Suillus

    Es wird ja wild darüber nachgedacht welche Bäume die jetzigen mal verteten sollen. Was macht Sinn?

    Das Problem ist, dass die Entscheidung letztlich von der Forstwirtschaft wieder an vielen Standorten in Hinsicht auf Ertragsoptimierung getroffen wird, nicht was ökologisch Sinn macht. Anstatt auf wärmetolerante, aber europäische Baumarten zu setzen, z.B. Traubeneiche, Zerreiche, Schwarzkiefer, Elsbeere etc. läuft es wieder auf Douglasie und Paulownien oder so einen Quatsch hinaus, die überhaupt nicht ins Ökosystem passen.


    LG Suillus

    Gespannt bleiben darf man in der Tat. Hier schwanken die prognostizierten Literangaben auch extrem, weshalb man nicht allzu viel drauf geben sollte. Das scheint eine Lage zu sein, mit der sich die Modelle äußerst schwer tun. Wenn man in die Modellanimationen schaut, sieht man, dass der Wind andauernd dreht, weshalb konvektive Niederschläge in Staulagen kaum abgebildet werden können. Immerhin bewegt sich die Front nur langsam, das heißt wenn es einmal zu regnen beginnt, besteht durchaus die Option, dass dann auch ganz gut was zusammenkommt.


    Der weitere Monatsausblick sieht jetzt etwas besser als aus noch vor ein paar Tagen. Die Niederschlagssignale haben deutlich zugenommen, weshalb die Chancen auf einen feuchten Oktober nicht mehr so schlecht aussehen.



    LG Suillus

    Die Sommer-Bilanz 2026 vom Helmholtz-Zentrum ist da. Wenig überraschend zeigt sich, dass es gerade in der Südhälfte des Landes eine extreme Dürre gibt.


    Hier auch ein Zitat zu einem Thema, was ich immer wieder erwähne: die Dürre haben wir nicht erst seit Sommerbeginn, sondern schon deutlich länger.

    Zitat

    Auf Grund einer langanhaltenden Periode mit unterdurchschnittlichen Niederschlägen im Winter (siehe Winterbilanz 2025/26) zeigte der UFZ-Dürremonitor bereits im Frühjahr eine deutlich ausgeprägte Dürre in weiten Teilen Süd- und Ostdeutschlands (siehe Frühjahrsbilanz 2026). Diese verschärfte sich über den Sommer vor allem im Süden Deutschlands weiter.

    Leider wird sich an der Dürre allzu bald nichts ändern.


    LG Suillus

    Hallo,


    ich sehe hier auch einen Knolli. Die Natterung ist sehr schwach ausgeprägt, aber ich meine sie zu erkennen. In vielen Pilzbüchern wird der Geruch als "Raubtierkäfig" oder "ekelhaft süßlich" beschrieben, aber am Ende ist das alles subjektiv. Das soll nicht heißen, dass der Geruch kein wichtiges Bestimmungsmerkmal wäre, man muss halt das Odeur für sich selbst abspeichern, dann erkennt man es in Zukunft wieder.


    LG Suillus

    Aktuell rechnet man bis 2100 tendenziell mit einer Abnahme der Sommerniederschläge und einer Zunahme der Winterniederschläge. Da der vergangene Winter schon in vielen Regionen furztrocken war, scheint es sich hier also weniger um eine direkte Auswirkung des Klimawandels und vielmehr um ein "normales" Dürrejahr zu handeln, welches periodisch immer wieder vorkommt, was aber freilich durch den Klimawandel verschärft werden konnte. So oder so haben wir vielerorts diese ungewöhnliche Dürre nicht erst seit Sommerbeginn, sondern schon seit geraumer Zeit.

    Und dann kommen plötzlich doch wieder 2-3 sehr nasse Jahre….

    So ist es. Trockene und nasse Perioden wechseln sich ab, und die nächste regenreiche Zeit kommt bestimmt.


    A pro pos Regen, am Donnerstag zieht eine Kaltfront von Westen her rein und kann einige Literchen bringen. Der große Wurf wird es aber eher nicht werden. Danach könnte sich wieder Hochdruck aufbauen <X...


    LG Suillus

    Hallo,


    ich habe diese Gruppe Fruchtkörper auf Totholz entdeckt. Auffallend war die, trotz allgemeiner Trockenheit, sehr schleimig-klebrige Oberfläche und das fast Milchglas-artige Aussehen.


    Ich bin bei der Totholzbestimmung keine Koryphäe, aber gehe mal davon aus, dass es sich um Rotbuche handelt. Dann könnte das ja der Buchen-Schleimrübling sein?




    Eine Verzehrabsicht liegt übrigens nicht vor ;).


    LG Suillus

    Hallo,


    wie schon beschrieben, funktioniert die Methode tatsächlich und ist kein Aberglaube.


    In Japan werden Shiitake-Kulturen auch mit Elektroschocks zum Fruchten gebracht. Das "Abblitzen" ist in Zuchtbetrieben mittlerweile weit verbreitet.


    Generell scheint alles zu funktionieren, was das Myzel ein wenig "ärgert", aber nicht zerstört. Schneidet man zum Beispiel in der Pilzzucht einen Substratbeutel ein und kratzt ein wenig auf dem Myzel herum, führt das zu besserer Fruchtkörperbildung.

    so etwas finde ich ja total spannend! Und da gibt es wirklich weltweit keine Untersuchungen? Wie schade und für mich eigentlich irgendwie unverständlich!

    Die Japaner haben dazu schon Forschung betrieben. Ich habe mal was rausgesucht:

    LG Suillus

    Was würde dagegen sprechen dem Kaiserling beim Vermehren unter die Arme zu greifen durch gezielten Transport einzelner Exemplare in ähnliche Habitate?

    Ich sag nur Römerstraßen… ^^

    Warum sollte man den Pilz hier also künstlicher weiter verbreiten? Bei anderen Arten, wie z.B. der mediterranen Melampsora pulcherrima käme ja auch niemand auf die Idee, befallenes Bingelkraut in die Nähe von Zitterpappeln und umgekehrt zu bringen, damit die Art sich weiter ausbreitet.

    Naja, die Gründe sind ja recht klar. Dem Kaiserling haftet eine fast schon mythische Aura an. Ein Fund dieser Art wäre für viele was ganz besonderes und der absolute Pilzolymp. Andererseits, wenn er hier häufiger wird, lässt auch diese Besonderheit natürlich nach…

    Rein rational betrachtet hast du natürlich vollkommen Recht, warum sollte man eine mediterrane Pilzart einer anderen vorziehen?


    LG Suillus

    Hallo Sus(h)i,


    am Donnerstag könnte es ein wenig Regen geben:



    Danach ist leider erst mal nichts.


    Ab dem Monatswechsel nehmen die Störungen aber wieder langsam zu:



    Große Regenmengen würde ich vorerst leider nicht erwarten, aber mit fortschreitendem Herbst steigen die Niederschlagschancen stetig.


    LG Suillus