Beiträge von Shroom!

    Also ich kann da keinen Unterschied feststellen. Edulis ist für mich egal woher er kommt der schlechtere Steinpilz. Frisch mag ich ihn gar nicht, der hat für mich was muffig-metallisches das mir nicht zusagt. Getrocknet ist er gut, die Störnote verschwindet. Aber an die Aromatik vom Reticulatus kommt er bei weitem nicht ran. Der ist einfach feiner und intensiver, sowohl frisch als auch getrocknet. Die Störnote fehlt da komplett.


    LG Christopher

    Ich kann mir gut vorstellen, dass gerade im Spätherbst mit Buchen bewachsene Südhänge dank der kahler werdenden Bäume (Sonneneinstrahlung) und der dicken Laubauflage einen Standortvorteil gegenüber den immer dunklen Fichtenbewachsungen haben. Andererseits, vielleicht hat ein Fichtendickicht in sternenklaren Nächten einen isolierenden Effekt nach oben hin...

    Ich habe mal eine Gruppe frisch gewachsener Fichtensteinpilze am 27. Dezember gefunden. Davor hatte es dicke Schneedecke und dann eine Woche lang tagsüber bis 15 Grad die den Schnee rasch hat abtauen lassen. Standort war ein lichter Mischwald aus Buche, Eiche und Kiefer. Pilze sind immer für eine Überraschung zu haben. :)


    LG Christopher

    Liegt vermutlich daran, dass wir hier am Albrand grundsätzlich eher kalkig unterwegs sind.

    Glaube ich nicht. In den durchweg basischen Buchen-/Eichenmischwäldern hier kommt Edulis sehr häufig vor, auch gerne mit Reticulatus bunt gemischt. Allerdings nicht jedes Jahr in großer Menge. Die ersten Funde von Edulis im Jahr mache ich oft im Laubwald. Zuverlässiger sind die Fichten-Plantagen. Aber IMHO ist den gemeinen Steinis der PH-Wert recht egal - zumindest sagt mir das meine Beobachtung.


    Wenn sie so spät noch im Buchenwald erscheinen, lohnt auch der Blick auf Stellen von Reticulatus, denn die kommen hin und wieder dann auch nochmal, selbst wenn es schon recht kalt geworden ist.


    Zur Beobachtung mit den Kiefern: Das kann ich bestätigen. Im sauren Mertinger Forst finde ich nie Steinpilze in den Gebieten wo sehr viele Kiefern stehen. Die Fichten-dominierten Gebiete sind dagegen gut bestückt.


    LG Christopher

    Ich war heute auch bei Sturm und Regen kurz unterwegs. Nicht viel gefunden. Essbares nur ne Ladung frische Birnenstäublinge. Da ich den noch nie pur verkostet habe, hab ich die mal mitgenommen und koche gerade "Puffball Pasta".


    Edit: Lustige Konsistenz. Geschmack unbedeutend. Für mich geschmacklos. Da ist der Flaschenstäubling besser.


    LG Christopher

    Im Dörrautomat bei 40°C für 24h. Die Stücke vakuumiere ich dann ein. Auf die Art lege ich mir immer im Frühlingsschub einen Jahresvorrat an.


    Beim Rehydrieren kann man übrigens auch Hühnerbrühe draus machen. Einfach ein Rezept für Hühnerbrühe nehmen und das Huhn durch den getrockneten Schwefelporling ersetzen. Schmeckt nahezu 1:1 wie das Original.


    Danach dann die Pilzstücke nach Belieben weiter verarbeiten.


    LG Christopher

    Na dann ein herzliches Willkommen im Club der SchwePo Fans.


    Ich sammle beim Schwefelporling auch gerne die etwas älteren Exemplare. Bitter sind die nie. Die Hühnchentextur ist deutlich realistischer als bei den ganz jungen Exemplaren. Und weniger sauer sind sie noch dazu, anscheinend nimmt der Gehalt an Oxalsäure etc. mit zunehmendem Alter wieder ab.


    Die beste Hühnchentextur erzielst du, wenn du ihn in Stücken trocknest. Dann rehydrieren und Nuggets draus machen. Wer's nicht weiß, kommt nicht drauf, dass das kein Fleisch ist. Darf bei mir im Trockenvorrat nie fehlen.


    Kleiner Tipp: Schwefelporling mag am liebsten Silberweiden. Wenn du irgendwelche Gebiete bei dir hast, wo es viele davon gibt, bevorzugt auch ältere Bäume und Totholz, hast du da im Frühling (je nach Witterung März bis Mai) und Spätsommer / Herbstanfang (August bis Oktober) gute Chancen.


    An Eiche findet man ihn auch relativ häufig. Dort aber Vorsicht, wirkt bei Verzehr einer größeren Menge abführend. Manche berichten auch von negativen Erlebnissen beim Geschmack, was ich bislang aber nie bestätigen konnte. Gemeinhin sagt man, von Weide und Obstholz sollen sie am besten schmecken.


    Für weitere kulinarische Experimente habe ich übrigens im Pilzküchen-Forum ein paar Rezepte zu der Art reingesetzt, unter anderem auch als Dessert (süß eingelegt).


    LG Christopher

    Bei den eher dunklen Hutfarben und dem deutlich ausgeprägten Stil mit herablaufenden Lamellen bleiben nicht viele Alternativen. Glückwunsch zum Fund!


    Ein paar potenzielle Verwechslungspartner für dich zum Dazulernen:


    Der Ohrförmige Seitling wäre ein Verwechslungspartner, hat aber keinen bzw. keinen stark ausgeprägten Stil ohne herablaufende Lamellen und bewohnt primär Nadelholz. Der wäre potenziell tödlich giftig, allerdings wohl nur bei Vorschädigung an den Nieren. Recht selten ist er noch dazu, habe den noch nie finden können. Gemeldete Todesfälle stammen nach Massenblüte der Art aus Japan. Als Speisepilz gilt er dort trotzdem noch.


    Unkritisch wäre der Lungenseitling oder die Zuchtform vom Austernseitling, welche dem "regulären" Austernseitling sehr ähnlich sehen, allerdings heller gefärbt sind. Lungenseitling ist meist dünnfleischiger. Hier wäre eine Verwechslung egal - selber Speisewert. Um die Jahreszeit wird man beide eh kaum noch finden.


    Gelbstieliger Muschelseitling wird auch gerne verwechselt. Dieser hat aber einen deutlich gelben, punktierten Stiel ohne herablaufende Lamellen und sehr farbenfrohe Hüte (silbrig-grün bis silbrig-grau). Die gelbstichigen Lamellen sind auch auffällig. Verwechslung ist aber auch da unkritisch. Ist nicht giftig, schmeckt nur herb - mal mehr mal weniger (sehr variabel). Asiatisch zubereitet und kräftig gebraten finde ich auch diesen ganz lecker.


    LG Christopher

    Bigred Interessante Wuchsform von dem Schwefelporling. So einen habe ich noch nicht gefunden. Die Größe ist aber eher durchschnittlich. Ich kenne hier ein paar Weiden-Habitate, da kann so eine Konsole schon mal locker geschätzte 50 Kilo auf die Waage bringen. Ist immer wieder faszinierend, was die Art hervorbringen kann. Mal ein Video Tipp, wenn du staunen willst:

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    Zur Glucke an Lärche: Wenn man explizit danach sucht kommt das gar nicht so selten vor. Bei mir im Hauswald gibt es mehr Lärchen als Kiefern. Die Glucke ist dort an Lärche sehr verbreitet. An Fichte kann sie auch vorkommen, dort ist sie aber wirklich selten. Da hatte ich erst einmal das Glück eine zu finden. Aber in Wäldern mit vielen Lärchen lohnt sich die Gluckensuche auf jeden Fall. Tendenziell habe ich den Eindruck, dass sie an Lärchen oft früher erscheinen als an Kiefern.


    LG Christopher

    Bei mir gab es gestern 3 Liter. Der Wald ist halbwegs feucht. Herbstpilze zeigen sich aber abseits von mittlerweile vergehenden Holzbewohnern nicht.


    Mittlerweile kommen auch die Winterpilze vermehrt, was mich vermuten lässt, dass es das mit Steinpilz, Marone, etc. war. Mönchsköpfe und Violette Rötelritterlinge zeigen sich auch nirgends. Lachsreizker und Herbsttrompeten Stellen sind alle leer.


    Die Austern habe ich verpasst, die Stelle ist normal ein November Kandidat.


    Gelbstielige Muschelseitlinge fangen gerade an. Hier an Birke.


    LG Christopher

    Die Admins sollten hier vielleicht mal auf webp umstellen. Das erlaubt hohe Auflösung bei erheblich kleineren Dateien als mit jpg. Da könnte man auch mit einer nachträglichen Konvertierung aller Inhalte viel Platz auf dem Server / Webspace einsparen.


    LG Christopher

    Ich pack mir bei den Radtouren immer zwei separate Stoffbeutel in den Rucksack. Zerbrechliches kommt in einen Beutel, Stabiles in den anderen. Der Beutel mit stabilen Pilzen landet dann im Rucksack unten und das zerbrechliche kommt oben drauf. Fuktioniert für mich so super. Bringe Schopftintlinge und andere fragile Lamellenpilze immer heil nach Hause. Auch Krause Glucken sind kein Problem. Für Schmierröhrlinge, Judasohren und Drüslinge nehme ich meistens eine Dose mit. Der Kram verträgt sich nicht mit Stoffbeuteln, klebt fest und macht eine Sauerei.


    LG Christopher

    Dass es im Schnitt durch den Stiel keine Blautöne gibt und auch außen an der Stielbasis nirgendwo welche zu sehen sind, lässt zumindest ein paar Ausschlüsse unter den verschiedenen Rotkappen-Arten zu.


    LG Christopher

    Ja ist es. Wenn du das Exemplar aus dem Laubwald oder zumindest in der Nähe von Eiche oder Buche gefunden hast, ist es möglicherweise Neoboletus xanthopus (Eichenflocki). Der hohe Gelbanteil an Stiel und Hut sowie Orange-Einschlag an den Röhren ist für xanthopus recht typisch. Auch die nicht blauende Stielbasis ist ein Anhaltspunkt für xanthopus.


    Verzehrfreigabe wirst du im Forum nicht bekommen. Prinzipiell würde ich solche alten Fruchtkörper als nicht mehr essbar einstufen. Aber abschließend beurteilen lässt sich das über Bilder nicht. Es mag durchaus vorkommen, dass solche großen Exemplare noch schön fest und knackig sind. Dann würde auch nichts dagegen sprechen.


    LG Christopher

    Ziemlich eindeutiger Sommersteinpilz mit leichtem Trockenschaden am äußeren Bereich der Röhren. Also alles ganz typisch für dieses Jahr :D

    Denkbare Alternative wäre wegen der schwarzen Spuren auf dem Hut auch ein hell geratener Bronzeröhrling. Eindeutiger würde es dann im Alter werden, denn der Bronzeröhrling färbt die Röhren im Alter nicht in das typische Olivgrün, sondern in einen deutlich dunkleren Farbton.


    LG Christopher