Beiträge von Wolfgang P.

    Hi Pablo,


    ich halte das eher für einen "normalen" Erdstern, dessen Oberseite mit Peristom so zerfetzt wurde, dass der Pilz nicht mehr bestimmbar ist. Typische Sieblöscher von Myriostoma kann ich auf dem Bild nicht sehen.


    Grüße,

    Wolfgang

    Hi Norbert,


    wenn es sich bei den "Krüsseln" um mehrere vollständige Fruchtkörper handelt, dann war das ein Missverständnis und ich würde meine Bemerkung von eben zurückziehen.


    Im Moment würden zwar auch die bei mir nur unbearbeitet 'rumliegen, aber ich bitte um etwas Geduld. Grundsätzlich ist es vermutlich ein wissenschaftlich wertvoller Fund.


    Grüße,

    Wolfgang

    Hallo Norbert,


    "ein paar getrocknete Krüssel" klingt jetzt nicht so vielversprechend.


    Dann ist mit diesem Fund halt mal wieder die Chance verstrichen, eine seltene Art ordentlich dokumentiert in einem Herbar zu hinterlegen. Das passiert dauernd, insofern sollte man dieser Koralle nicht zu viele Tränen nachweinen, auch wenn man sie vermutlich kein zweites Mal im Leben zu Gesicht bekommen wird.


    Grüße,

    Wolfgang

    Hallo Norbert,


    die Koralle erinnert mich entfernt an Lentaria byssiseda, die ich mal hatte. Vielleicht kann man in der Ecke mal suchen.

    Ohne Mikros wird man nicht weiterkommen.


    Die Gattung ist aber schlecht bearbeitet, und die meisten Arten selten. Wäre ein Kandidat für Sequenzierung, mach auf jeden Fall ein Exsikkat.


    Gruß,

    Wolfgang

    Hallo Thomas,

    ich halte es bei Macrolepiota derzeit mit Else Vellinga, die nur 4 verschiedene ITS-Sequenzen findet und konsequenterweise auch nur 4 Arten akzeptiert (procera, rhodosperma, excoriata, mastoidea). Wobei sie bei mastoidea selbst zugibt, dass da möglicherweise mehrere Arten drin sein könnten. Aber das Verwirrspiel, das andere Autoren in der Gattung veranstalten, muss man nicht mitgehen.


    Gruß,


    Wolfgang

    Hallo Thomas,


    im procera-Aggregat ist m.E. nichts Giftiges bekannt.


    Ob olivascens wirklich Artrang verdient? Der FA Toxikologie kann wahrscheinlich bei der ganzen Splitterei nicht mit der Namensvervielfältigung mithalten, zumal sich ja alle älteren Positiv- oder Negativberichte zur Essbarkeit auf eine heute nicht mehr definierte Art beziehen. Wir können nur hoffen, dass sich eng verwandte Arten auch in Bezug auf die Giftigkeit gleich verhalten, oder jeden Fruchtkörper vor dem Verzehr sequenzieren.


    Gruß,

    Wolfgang

    Sowohl Mycobank als auch Index Fungorum listen sie aber noch als gültige Art.

    Hallo Malone,


    Mykobank und Indexfungorum können eine Hilfe sein, eine neue Art oder eine Umkombination zu finden, umgekehrt ist da aber auch nix drin, was nicht vorher in einer wissenschaftlichen Publikation zu finden ist. Letztlich werden beide Datenbanken von sehr engagierten Einzelpersonen gepflegt (Paul Kirk bzw. Konstanze Bensch), weshalb sie auch bestenfalls so vollständig und aktuell sein können, wie es die Publikationslage hergibt.


    Ich kenne die Arbeiten von Van Vooren nicht, aber so wie Du es beschreibst, scheint ja folgendes plausibel: Otidea cochleata wird in den Arbeiten weder gültig zum Synonym erklärt, noch als nomen dubium für ungültig erklärt, sondern einfach nur "excluded". Damit sind die früheren Publikationen zu der Art rein formal immer noch unangefochten. Wie könnte eine der Datenbanken also die Art als Synonym listen, zumal ja nicht einmal eindeutig ist, von welcher gültigen Art?


    Aber andererseits: wenn es die "Art" Otidea cochleata laut Van Vooren vermutlich gar nicht gibt, wieso solltest Du sie schlüsseln wollen???


    Grüße,


    Wolfgang


    P.S.: ich habe Funde, wie Du sie zeigst, bisher als Kröten-Öhrling bezeichnet. Keine Ahnung, ob's stimmt...

    Hallo Maria,


    ich kenne elegans nur mit einer babypopo-glatten Endoperidie, so wie hier:

    MyCoPortal - Geastrum elegans


    In dem Heftchen über Erdsterne von Dörfelt steht was von gelegentlich "kleinen Kristallen", wie Du schon mal in einem anderen Thread gezeigt hast:

    Welcher Erdstern? Geastrum elegans?


    Beim googeln findet ich aber noch mehr Bilder von elegans mit einer rauhen, schon fast filzigen Endoperidie, so wie Du es hier zeigst.


    Ob das beides das gleiche ist?? Du hast nicht zufällig ein Exemplar aufgehoben? Dann könnte man die mal nebeneinander mit einem glatten

    sequenzieren, wenn ich hier mal wieder so einen finde.


    Dein Vergleich mit dem total verwitterten G. minimum ist etwas aber irreführend, weil minimum jung und frisch auch etwas anders aussieht. So deutlich ist der Hof bei jungen Exemplaren nicht - aber zugegegen so ganz ohne Hof würde auch nicht recht passen.


    Gruß,

    Wolfgang

    Mikroskopisch kann ich natürlich so rein gar nichts sagen aber makroskopisch sind dies für mich ziemlich eindeutig Geastrum elegans, also Nabelerdsterne.

    Hallo an alle,


    für mich sieht das sehr nach Geastrum minimum aus: sehr kleine Fruchtkörper, körnige Endoperidie, unter Kiefer.


    G. elegans hat eine glatte Endoperidie.


    "sitzend" oder "kurz gestielt" kann man an so frischen Fruchtkörpern nur beurteilen, wenn man sie durchschneidet. Das komplette Einrollen der Exoperidie machen viele Arten.


    Gruß,

    Wolfgang

    Hallo,


    für mich ist 2-4, und vielleicht sogar auch 1 (?) Clavulina rugosa. Die Runzeligkeit und auch die Stärke der Verzweigung variieren stark - auch innerhalb einer Kollektion.


    Ohne Mikro ist das aber natürlich nur geraten.

    Von (1) würde ich ein gutes Exsikkat auch mal unter mein Mikro legen - allerdings ohne Garantie auf zeitnahe Bearbeitung.



    Grüße,

    Wolfgang

    Das Köpfchen war mehr oder weniger weissbestäubt und ein brauner Hof um das Peristom war nicht erkennbar!

    Hallo Felli,


    bei Deiner Tulostoma 2 ist der schwarze Hof noch von der weißen, häutigen Exoperidie überdeckt. Bei einem Fruchtkörper (der rechts unten) blättert diese ab und zeigt die darunter liegende schwarzbraune Färbung.


    Mit dieser Merkmalskombination landest Du mit den bisherigen Schlüsseln bei brumale agg. . In wieviele Arten dieses Aggregat aufgespalten werden müsste und welche taxonomische Relevanz die mal mehr, mal weniger stark schuppigen Stiele haben, ist wohl noch ungeklärt.


    Grüße,

    Wolfgang

    Weil Cuphophyllus virgineus ist das nicht, denn der sollte ja nicht drei Meilen gegen den Wind nach der Lederjacke eines Zigarren rauchenden Rockers riechen, oder doch?

    Hi Pablo,

    diese Geruchsbeschreibung von russocoriacea kannte ich noch nicht, für mich finde ich "Zedernholz" treffender.


    Wir hatten das gestern mit Bernd Oertel diskutiert - er kennt sie nur in braun, und auch bei meinen Funden haben Farbe und Geruch korreliert. Ich würde aber bei abweichenden Merkmalskombinationen dem Geruch Priorität geben (oder der ITS-Sequenz).

    Grüße,

    Wolfgang

    Hallo Maria,


    kleine weiße Trichterlinge sind ohne Mikroskop m.E. nicht bestimmbar - und mit auch nicht so leicht.


    Wichtig wäre, die Gattungen zu unterscheiden. Beide treten im Spätherbst auf Trockenrasen auf (gerne durcheinander), aber Hygrocybe (hier kommt nur virginea in Frage) hat dickliche, weit stehende Lamellen und riecht nach nichts.


    Gruß,

    Wolfgang

    Hallo an alle,


    russocoriacea ist einheitlich bräunlich am Hut - kommt hier also nicht in Frage.


    Auf dem zweiten Bild sieht der Pilz für mich wegen der eng stehenden Lamellen mehr nach einem Trichterling aus - und wenn er auch noch würzig gerochen hat...


    Gruß,

    Wolfgang

    Hallo Maria,


    soweit das mit dem aktuellen Wissensstand überhaupt zu sagen ist: kriegelsteineri meint vermutlich diesen Pilz. Allerdings ist "kriegelsteineri" ungültig publiziert worden und der ältere Name daulnoyae hätte ohnehin Priorität.


    Im übrigen gibt es aber auf den Wiesen einige Keulchen mehr als in den Büchern. Der Kibby (sowas wie der Parey 2.0 ) hat eine einigermaßen vernünftige Zusammenstellung, aber wir hatten gerade auf den Wiesenpilztagen einige unbestimmbare Kollektionen - trotz professioneller Begleitung.


    Grüße,

    Wolfgang

    Wo man's wirklcih nicht erkennen kann, ob da ein Hof ist und unter dem Sand noch eine Peridie, da kann sich freilich auch zB mal eine Tulostoma kotlabae oder so druntergeschmuggelt haben.

    Hi Pablo,


    nein, kotlabae hat keine Stielbeschuppung, squammosum eine rotbraune.


    Was es da inzwischen noch an Arten gibt, palatinum o.ä., da wird's schwieriger.


    Gruß,

    Wolfgang

    Hallo an alle,


    ich gehe mit bei Rhizopogon - vermultich roseolus.


    Das ist übrigens ein Boletales, und der Kupferrote Gelbfuß schmarotzt darauf oder macht eine Co-Mycorrhiza = 'nen flotten Dreier mit der Kiefer, so wie der Rosa Gelbfuß mit dem Kuhröhrling.


    Gruß,


    Wolfgang

    Hallo Maria,


    bei Hartmut Schubert und Peter Specht bist Du natürlich perfekt aufgehoben, wenn es um Tulostoma geht.


    Ich bin auch sehr neugierig. Übrigens würde ich vorsichtig dagegen halten, dass es doch brumale sein könnte. Der schwarze Hof ist ganz jung noch von der Exoperidie überdeckt, die meisten kennen die Art in diesem Jugendstadium nicht.


    Grüße,

    Wolfgang