Pilz unter Kastanien

Es gibt 50 Antworten in diesem Thema, welches 6.457 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Tricholomopsis.

  • Hallo Marcel, Dich zu beleidigen liegt mir fern, aber ließt Du gelegentlich auch, was Du da so schreibst?==Gnolm5


    Es soll für Kinder gefährlich sein, wenn sie Kastanien gesammelt haben und dann Ihre Finger in den Mund stecken?==Gnolm4

    Maiglöckchen haben Kontaktgift, usw.? ==Gnolm4


    Sorry, aber es wäre vielleicht besser, wenn Du mal ein wenig schweigst und die Argumente der anderen Foristen auf dich einwirken lässt sowie darüber nachdenkst. ==Gnolm8

    LG Mischa

  • Hallo Claudia,

    ich habe die Angelegenheit mit den Maiglöckchen erwähnt, weil die für Kinder sehr attraktiv, aber relativ gefährlich sind.

    Der Ratschlag an uns Kinder war: Passt auf, die sind giftig, wenn ihr die angelangt habt, unbedingt die Hände waschen oder in der Not an irgendetwas abreiben.

    Wenn das nicht möglich ist, nicht die Hand zum Mund führen.

    Ich habe erlebt, dass andere Kinder Rosskastanien gekostet haben und auch geschluckt haben. Die mussten sich dann in der nächsten Stunde einmal kräftig übergeben und das war es dann.

    Wer die gleich angeekelt ausspuckt, wird den Effekt schon mal nicht haben.

    Rosskastanien werden auch in der pharmazeutischen Industrie genutzt, enthalten also potente Inhaltsstoffe.

    Ich mache heute Lauftraining mit erwachsenen Menschen und früher - als ich selbst noch Kind war - machte ich das mit jüngeren Kindern als Aufsichtsperson. In unseren Wiesen und Wäldern gibt es zahlreiche recht potente Giftpflanzen z.B. Fingerhut. Bei Kinder hat man immer das Problem, dass die Dinge auch mal anfassen wollen und wenn man Kinder dabei hat, denen niemand gesagt hat, dass das nicht immer gut ist, wird das als Aufsichtsperson stressig. Man kann kaum mehr als 3 Kinder gleichzeitig im Auge behalten. Wenn eines der Kinder einen gerade mit Beschlag belegt, nutzt gerne eines der anderen die Gelegenheit irgendwelchen Unfug zu machen.

    Die Erwachsenen weise ich übrigens auch auch die Giftpflanzen hin, wenn man da einen dabei hat, der das als Kind nicht gelernt hat, wird das auch gefährlich.

    Ich habe da durchaus auch mal Menschen aus anderen Ländern dabei, die die Pflanzen noch nie gesehen haben.

    Gruß,

    Marcel


      

  • Hallo Mischa,

    wenn Du etwas nicht verstehst, mach dich erst mal schlau.

    Du behauptest, dass Dinge falsch sind, hast aber keine Ahnung und willst auch kein haben.

    Zitat Wikipedia:

    Maiglöckchen

    Vergiftungserscheinungen: Bei äußerlichem Kontakt mit der Pflanze treten Haut- und Augenreizungen auf.

    Ich bringe Argumente, Du wirst beleidigend, pöbelst rum und sonderst nicht begründete Aussagen ab.

    Ich finde, dass Menschen die nicht in der Lage sind, Argumente für Ihre Meinung vorzubringen, schweigen sollten.

    Gruß,

    Marcel


  • Ich denke, dass führt hier zu nichts. Marcel, Du kannst natürlich glauben, was Du willst, aber wenn Du Dich weiter mit mir über Maiglöckchen und/oder Kindererziehung unterhalten möchtest, dann bitte über PN oder an anderer Stelle. Das hier war eine Bestimmungsanfrage zu einer Röhrenpilzart, diese Diskussion gehört hier nicht her (es sei denn, dass die anderen Foristen dieses hier fortsetzen möchten).

    LG Mischa

  • Hallo Mischa, hallo Marcel,


    es wäre schön, wenn ihr wieder auf die sachliche Ebene zurückfinden könntet. Das Thema verdient keinen derartigen Streit. Ich selbst stehe da ganz nah bei Wutzis Standpunkt. Ohne Kastanien im Herbst ging zu meiner Kinderzeit nichts. Viele sammelten sie auch für den ZOO als Futter. Die wollten aber lieber Eicheln. Zu Notzeiten spielte die Rosskastanie als Nahrungsmittel durchaus eine bedeutende Rolle. Die Kastanien wurden mehrfach entbittert (entgiftet?) und zu Mehl vermahlen. Dies wurde dann als Nahrungsmittel mit genutzt. Heute ist zum Glück keine Not mehr.


    Beste Grüße

    Stefan F.

  • Hallo Harald,

    unter

    Gewöhnliche Rosskastanien (Aesculus hippocastanum) in Rheinland-Pfalz

    sind 3 Rosskastanienbäume in Rheinland-Pfalz aufgeführt und die sind alle mehr als 100 km von mir weg.

    Deutschlandweit sind 194 Bäume aufgeführt.

    Mit "alte" Rosskastanie meinte ich die in dieser Datenbank aufgeführten.

    Die Rosskastanien, die wir hatten, standen bei Straßen.

    Ich weiß nicht wie das bei Euch läuft, aber sobald ein Baum sichtbar krank ist und der an einer Straße oder in der Nähe eines bewohnten Gebäudes steht,wird der gefällt.

    Wir haben vor ein paar Jahren auf diese Art und Weise eine uralte Eiche verloren. Verkehrssicherheit! Wie man hinterher sah, hätte die Eiche noch 100 Jahre stehen können.

    Nachtrag: Laut einer Broschüre des Landrats des Kreises Kaiserslautern gab es in Gerhartsbrunn - 31km entfernt - eine "junge alte" Rosskastanie, ob die aber noch steht, weiß ich nicht. Die Broschüre ist leider nicht datiert.

    Gruß,

    Marcel

  • Hallo Mischa, hallo Marcel,


    es wäre schön, wenn ihr wieder auf die sachliche Ebene zurückfinden könntet. .

    Ich fürchte nur, dass wird nicht klappen!==Gnolm1


    Rosskastanien wirst Du, wo ich wohne, im Umkreis von hundert Kilometern keine mehr finden. Man hat die von Kastanienminiermotte befallen Bäume gefällt. Wie geschrieben: Es gibt noch drei alte in ganz Rheinlandpfalz.

    Belege das bitte mal mit Fakten!

    Ja, auch so eine haltlose Übertreibung. In Berlin stehen Rosskastanien fast in jedem Park und fast auf jeden Friedhof. Es gibt sie sogar noch als Straßenbäume. In meinem Lieblingspark stehen bestimmt so ein Dutzend dieser Bäume und sie leiden schon seit vielen Jahren unter den Befall der Kastanienminiermotte, immer wieder und jedes Jahr.

    Aber noch kein einziger dieser Bäume musste bisher gefällt werden, sie erholen sich immer wieder. Natürlich gibt es bestimmt viele Bäume, die auf Grund ihres Alters oder Vorschädigungen, leider absterben. Aber dass dadurch ganze Landstriche, praktisch frei von Rosskastanien wären, halte ich . . .nennen wir es, für eine überaus gewagte Behauptung.==Gnolm7

    LG Mischa

  • Hallo Harald,

    unter

    Gewöhnliche Rosskastanien (Aesculus hippocastanum) in Rheinland-Pfalz

    sind 3 Rosskastanienbäume in Rheinland-Pfalz aufgeführt und die sind alle mehr als 100 km von mir weg.

    Deutschlandweit sind 194 Bäume aufgeführt.

    Habe mir gerade mal diese Webseite angesehen.

    Ganz sachlich:

    1. Es ist eine privat betriebene Webseite, in der hauptsächlich besonders auffällige, seltene und besonders große Bäume gelistet werden und zwar durch die Meldungen der Foristen dort.

    2. Habe dort in der Suchfunktion mal Waldkiefer (Pinus sylvestris) eingegeben. Ergebnis, 330 Meldungen in 21 Ländern.


    Heißt also, dass die drei gemeldeten Rosskastanien keineswegs die tatsächlich vorhandene Menge an Bäumen dieser Art in dem Gebiet darstellen, sondern lediglich die Anzahl der gemeldeten Bäume, weil sie dem Melder besonders alt, dick, hoch oder besonders schön erscheinen oder so.

    Wenn also jemand behauptet, dass diese Webseite verlässliche Angaben über die mengenmäßige Verteilung von Baumarten in einem definierten Gebiet angibt, oder dies so darstellt, dann ist dies nicht ganz die Wahrheit, oder?==Gnolm1

    LG Mischa

  • Hallo zusammen,

    "Wenn also jemand behauptet, dass diese Webseite verlässliche Angaben über die mengenmäßige Verteilung von Baumarten in einem definierten Gebiet angibt, oder dies so darstellt, dann ist dies nicht ganz die Wahrheit, oder"
    Niemand hat so etwas behauptet.

    Lesen heißt das auf aufnehmen, was da steht und nicht das hineindenken, was man erwartet.

    Diese Seite stellt eine Datenbank für alte Bäume dar und von alten Bäumen hatte ich gesprochen.

    Die mengenmäßige Verteilung von Baumarten für den Pfälzer Wald findet man z.B. hier:

    Pfälzerwald – Wikipedia

    Wie man leicht feststellen kann, taucht da Edelkastanie mit 1% auf, aber nicht die Rosskastanie.

    Bei den Forstleuten findet man da möglicherweise auch noch Daten, aber die behandeln natürlich keine Solitaire, die irgendwo auf dem Dorf stehen.

    Ich frage mich natürlich, warum wir so wenige Rosskastanien haben.

    Dazu finde ich folgendes:

    Botanikus: Rosskastanie

    "Tiergiftig:

    Giftig für Pferde, Hunde und Katzen sowie für Hasen und Kaninchen. Die Symptome einer Vergiftung sind Pupillenerweiterung, starker Durst, die Tiere werden unruhig und leiden unter Magen- und Darmkrämpfen mit Durchfällen, Muskelzucken und Benommenheit. Der Tod ist bei starker Vergiftung bei Pferden nicht ausgeschlossen.

    "

    Man pflanzte in der Vergangenheit eher ungern Bäume, die Pferde umbringen können.


    Gruß,

    Marcel

  • Hallo Harald,

    Rosskastanien wirst Du, wo ich wohne, im Umkreis von hundert Kilometern keine mehr finden. Man hat die von Kastanienminiermotte befallen Bäume gefällt. Wie geschrieben: Es gibt noch drei alte in ganz Rheinlandpfalz.


    Gruß,

    Marcel

    Hm


    Vielleicht ist ja der Grund, dass die Rosskastanie keine einheimische Art und daher eher in Habitaten wie Parks, Gärten, an Straßen und Friedhöfen zu finden ist?

    LG Mischa

  • Alternative Fakten...

    aktuell vor dem APR21: 8 Punkte... Eintritt: 8-5= 3 Punkte - inzwischen durch Stummmalus 3-5= -2 Punkte

    Platz12 : +4P, Segmentwette: +4P, Pltzierungswette: +10P= 16 Chips

    wp.markones.de

  • Liebe Leute, lasst doch dem Marcel seine Meinung. Die tut doch niemandem weh. Jeder von euch kann doch weiterhin seinen Kindern Rosskastanien zum Spielen geben, auch wenn das hier geschrieben wird. Immer diese Rechthaberei...

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Hallo Ihr,


    amüsiert, Entschuldigung, habe ich die vorherigen Beiträge gelesen. Um auf das fachliche, auf korrekte und fundierte Fakten, zurückzukommen ... einfach zwei Links. Wer mag kann sich die ja ansehen, muss es aber auch nicht.


    Verbreitungskarte von Aesculus hippocastanum L. (Gewöhnliche Rosskastanie) für Deutschland (Und diese floristische Kartierung dürfte doch erheblich realitätsnäher und aussagekräftiger sein als die Angaben in dem Link der "monumentaltrees" )
    Verbreitungskarten der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands


    Beiträge zur Rosskastanie - Umfangreiche Informationen zum Baum des Jahres 2005 der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft.Hier findet man unter anderem auch einen recht interessanten Artikel "Bäume für Kinder für Bäume"


    Liebe Grüße


    Maria


    P.S.: Und wieder einmal wird mir klar wie es kommt, dass ich so vielen Kindern bei meiner Arbeit erst stundenlang die Ängste vor der Natur nehmen muss (fass dies nicht an, dies ist giftig, gefährlich,...) bis ich erst mit meiner eigentlichen Arbeit beginnen kann. Und wieder einmal stellt sich mir die Frage, wie nicht nur ich sondern ganze Generationen es geschafft haben schadlos zu überleben. Wie weit entfernt sind wir doch mittlerweile von der Natur, vom natürlichen Umgang mit ihr. Traurig.

    (Vorsichtshalber, hiermit spreche ich nicht die jeweiligen Autoren in diesem Thread an, sondern meine es ganz allgemein, hervorgerufen durch die Erfahrungen meiner jahrzehntelange Arbeit mit Kindern in der Natur.)


  • Hallo noch einmal


    Nachdem ich selbst nur in Erinnerung hatte, dass die Rosskastanie sehr wenig giftig ist habe ich nun einmal in meinen schlauen Fachbüchern nachgelesen. Hier eine Zusammenfassung:


    Geringfügig giftig sind die unreifen Früchte und die grünen Samenschalen und diese müssen zudem verzehrt werden. Und hier ist es auch schon zu Fällen insbesondere mit Kindern gekommen. So zeigte zum Beispiel ein 9-jähriges Mädchen nach Verzehr von 5 Roßkastanien Übelkeit. Bei etwa 30 % aller Fälle treten Symptome auf. Dies sind vorwiegend Magen- und Darmbeschwerden - Erbrechen ist hier das Mittel der Wahl.

    Der Gefährlichkeitsgrad liegt bei "Wenig giftig"!


    Eine Kontaktgift-Gefahr, da dies in einem der obigen Texte angesprochen worden war, liegt in keinster Weise vor. Also man kann die Kastanie bedenkenlos anfassen, auch ohne Handschuhe.


    Ansonsten können die Pollen der Rosskastanie eine inhalative Allergie verursachen aber um dies geht es hier ja nicht.


    Ich schreibe dies hier, da ja vielleicht auch User mitgelesen haben die nun Angst bekommen haben - keine Angst vor der Kastanie. Wenn ihr möchtet, dann bastelt mit Euren Kindern unbesorgt diese wunderbaren Figuren, so wie es bereits meine Großeltern, meine Eltern, ich und meine Kinder getan haben. Das man die nicht isst, also kaut und runterschluckt, und auch die grünen Schalen nicht, versteht sich eigentlich von selbst. Außerdem bastelt man ja eh nur mit den reifen Kastanien und ohne die Schalen ;)


    Liebe Grüße


    Maria

  • Hallo Maria. Danke für den Link. Da finde ich sogar neue Ideen für Kastanienbasteleien. Schön, dass Du ihn herausgesucht hast.

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

    Pilzsachverständige findest du hier.

    • Offizieller Beitrag

    Hi,


    ich schalte mich hier auch mal ein, nachdem ich die letzten Tage nicht ins Netz kam. Danke für die Aufklärung Maria. Wir als Kleinkinder haben alle aus Rosskastanien und Eicheln Tiere und Skulpturen gebaut. Nie ist was passiert!


    Diesen "Wahn" alles nur noch mit Handschuhen anfassen zu müssen ist unbegründet und wissenschaftlich nicht haltbar. Klar gibts kontaktgiftige Pflanzen, bei denen Vorsicht angebracht ist, aber das sind doch nur wenige.


    Ansonsten sind Castanea sativa bei uns hier im Dresdner Raum recht häufig. Es gibt Waldstücke, wo die absichtlich gepflanzt wurden; andererseits sind dieoft gepflanzte Park- und Gartenbäume...


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Hallo Maria,

    deine Verbreitungskarte ist sicherlich sehr interessant, aber

    Sie endet 1996.

    Mir ist auch nicht ganz klar, wie das zu interpretieren ist:

    Ich finde:

    Im Quadrant Kaiserslautern kein Fund - in den umliegenden Quadranten 1-3 Funde.

    Das ist nicht so rasend viel, das würde ich für 1996 aber glauben.

    Ich habe zu dieser Zeit aber in Hessen (Hanau) gelebt und da gab es noch ganze Alleen mit Rosskastanien, so dass ich für dort genannten kleinen Zahlen nicht so ganz nachvollziehen kann.

    Dort waren das aber keine gewöhnlichen Rosskastanien, sondern rotblühende, da bräuchte man eine Aufschlüsselung, da gibt es aber wohl auch Hybride.

    Ich halte diese Karte also für wenig aussagekräftig.

    Ich habe übrigens nicht behauptet, dass Rosskastanien kontaktgiftig sind, das hieße man gesundheitliche Probleme bekommt, wenn man sie angreift. Was ich hingegen behauptet habe ist, dass es man gesundheitliche Probleme bekommen kann, wenn man Teile der Kastanie angreift und dann die Hand in den Mund steckt.

    Rein praktisch ist das bei der reifen Frucht eher kein Problem, die Stoffe müssen ja erst mal an der Hand haften, bei der unreifen Frucht oder der grünen Samenschale ist das viel wahrscheinlicher.

    Ich weiß nicht wie das anderswo ist:

    Bei uns kann bei der Pflanzung von Bäumen im Stadtgebiet nicht einfach einer vom Gartenbauamt sagen, mir ist heute mal danach diese oder jene Art zu pflanzen.

    Der Stadtwald wird von der Reichswaldgenossenschaft bewirtschaftet und zählt zum Pfälzer Wald und der geht bis zur französischen Grenze.

    Für Bäume in der Stadt gilt: Das entscheidet der Stadtrat und das Ergebnis wird dann anschließend breit in der Presse diskutiert.

    Da wird leidenschaftlich diskutiert. Zunächst einmal muss das Teil in der städtischen Umgebung gut gedeihen. Viele Bäume aus dem umliegenden Wald eignen sich dafür nicht.

    Andere Bäume kommen mit unserem Sandboden nicht zurecht.

    Dann möchte niemand giftige Pflanzen haben, aber auch solche, die bei anderen Menschen Allergien auslösen z.B. Platane sind nicht mehr gerne gesehen.

    Vor Jahren gab es eine größere Diskussion, ob man Silberlinden pflanzen dürfe (Hummelsterben).

    Ich verfolge das seit den 1980er Jahren in der Zeitung. Eine Anpflanzung von Rosskastanien vorzuschlagen, hat sich in der Zeit keiner gewagt.

    Bei uns auf dem Friedhof lebt zum Beispiel eine starke Population von verwilderten Katzen. Wenn Du da etwas giftiges pflanzt, musst du mit heftigen Reaktion der Katzenfreunde rechnen.

    Du darfst übrigens auch in deinem Privatgarten nichts anpflanzen, was die Stadt nicht haben möchte.

    Die Aktivitäten eines bestimmten Automobilklubs, der sich beklagte, das wild gewordene Bäume harmlose Porschefahrer erschlagen würden, trug übrigens eher mehr zum Verschwinden der Alleen bei als die Krankheiten.

    Gruß,

    Marcel

  • Hi Stefan,


    es geht hier nicht um die Ess-Kastanie sondern um die Ross-Kastanie - zwei komplett verschiedene Gattungen ;)


    Apropos, ich glaube, die Ross-Kastanie ist was Phyto-Pilze angeht nicht einmal so uninteressant aber da kenne ich mich ja, wie Du weißt ;) , überhaupt nicht aus.


    Liebe Grüße


    Maria

  • Hallo Marcel,


    ich habe nun lange überlegt ob ich Dir überhaupt antworte. Nun ich antworte jetzt nicht Dir sondern allen anderen - von Dir erwarte ich damit keinerlei erneute Rechtfertigungen Deiner Ansichten und Thesen!


    Kartierungen erfolgen auch bei den Pflanzen nur punktuell, sind aber im Gegensatz zu den Pilzen doch weitaus flächendeckender und damit aussagekräftiger. Googelt man gezielt, so findet man für Rheinland-Pfalz doch so einige offizielle punktuelle Kartierungen unter anderem eben auch für die Ross-Kastanie. Privat-Seiten, die zudem nur "Monumental-Bäume" nach Meldung irgendwelcher Leute berücksichtigen, sollte man skeptisch betrachten, die sind keinesfalls flächendeckend und vor allem nicht im allgemeinen aussagekräftig.


    Dann gibt es hier ein Wirr-Warr an verschiedenen Kastanien. Weiß-blühende, Rot-blühende, Essbare, nicht essbare, ... Es handelt sich erst einmal um zwei komplett verschiedene Gattungen. Und dann noch um eine Vielzahl verschiedener Arten. Vielleicht erst einmal Bestimmungsarbeit machen? So schwer ist dies bei den Kastanien ja nun wirklich nicht.


    Eine Aussage von Marcel möchte ich hingegen doch zitieren.

    "Was ich hingegen behauptet habe ist, dass es man gesundheitliche Probleme bekommen kann, wenn man Teile der Kastanie angreift und dann die Hand in den Mund steckt."

    Dies ist schlichtweg falsch und außerordentlich schlecht recherchiert! Völliger Blödsinn sozusagen. Sorry Marcel.


    Alles andere über Friedhof, Katzen, Automobilclubs und was weiß ich, ist meiner Meinung nach hier irrelevant.


    Bitte, bitte, bevor man solche Dinge öffentlich schreibt, und alles im Forum kann öffentlich und von jedem gelesen werden, doch erst einmal sich selbst sach- und fachkundig machen! Und genau dies ist hier offensichtlich nicht geschehen sondern es geht nur noch, ungeachtet der Fakten und des eigenen Wissens, um Recht haben. Habt ihr dies nötig? Ich nicht!


    Liebe Grüße


    Maria

  • Hallo Maria,

    bitte nehme Stellung zu meiner Aussage:

    "deine Verbreitungskarte ist sicherlich sehr interessant, aber,

    Sie endet 1996"

    Du schreibst

    "Was ich hingegen behauptet habe ist, dass es man gesundheitliche Probleme bekommen kann, wenn man Teile der Kastanie angreift und dann die Hand in den Mund steckt."

    Dies ist schlichtweg falsch und außerordentlich schlecht recherchiert! Völliger Blödsinn sozusagen. Sorry Marcel."

    Ich nenne mal eine Quelle, die ich mittlerweile befragt habe:

    Marquardt / Schäfer / Barth Toxikologie:

    "Eine der bekanntesten Saponinpflanzen ist die Rosskastanie."...

    "Die Saponine werden häufig wenig oder gar nicht resorbiert. Infolge der grenzflächenaktiven Eigenschaften reichern sei sich in den Schleimhautzellen des Gastrointestinaltraktes.und führen zu Schädigungen in den Membranen der Schleimhautephitelzellen des Gastrointestinaltraktes und führen zu Schädigungen und starken Reizerscheinungen, die im Mund und Rachenraum zu einem Kratzen und Brennen, ferner zu Husten, Niesreiz, Speichel- und Tränenfluss führen. Es kommt zu Übelkeit und Erbrechen ... kann zu schweren Diarrhoen und zu schweren Elektrolytverlusten führen .. In schweren Fällen kann der Tod durch Schock eintreten"

    Die von Dir benannte Quelle zur Rosskastanie enthält einen kostenpflichtigen Artikel und dann so interessante Teile wie:

    Die Biergartenkastanie - eine Liebeserklärung an einen "bayerischen" Baum - LWF-

    Eine typisch objektive Quelle also.

    Ich habe zum Beispiel am Anfang Wikipedia zitiert, die sagt alle Teile der Rosskastanie giftig. Nun kann man über Wikipedia auch gerne diskutieren, aber dann bitte mit Hilfe besserer Quellen. Mein Römpp weiß dann noch was von verschiedenen Stoffen in den verschiedenen Pflanzenteilen, die offizinal sind.

    Ich sehe aber wenig ein, dass ich hier Quellen wälze während anderer Leute nur ihre nicht begründete Meinung weitergeben und mich dabei persönlich angreifen.

    Gruß,

    Marcel


    .

  • Hallo Marcel, jetzt lass mal gut sein. Die Meinungen sind erschöpfend ausgetauscht. Vielleicht einigen wir uns abschließend auf Paracelsus: “Alle Ding' sind Gift und nichts ohn' Gift - allein die Dosis macht, das ein Ding' kein Gift ist.

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

    Pilzsachverständige findest du hier.

  • Hallo Zusammen,


    da hat jemand eine abweichende Meinung und vertritt die mit Vehemenz! Statt das Ganze einmal begründet zu widerlegen, und sich dann dem nächsten Post zu widmen, grillt ihr den Foristen und treibt ihn in die Ecke. Und das teilweise extrem beleidigend.


    Sind wir alle so coronageschädigt, dass wir nur noch Nahkampf beherrschen? 🤕


    Ich finde viele Argumente von Marcel auch schwer nachvollziehbar, aber im Tonfall bleibt er m.E. korrekt.


    Und Dank seiner Antworten habe ich gelernt, dass Pappeln (geringfügig) allergen wirken können und bei der Baumpflege mit großer Vorsicht zu geniessen sind!


    Und ums Lernen voneinander, genau darum geht es doch in diesem freundlichen Forum.


    Grüßle

    RudiS

  • Hallo Claudia,

    Hallo Rudi,

    der Paracelsus hat natürlich Gültigkeit.

    Ich vertrete hier aber nicht meine Meinung, sondern das was ich von meinen Eltern und meinen Lehrern in der Schule gelernt habe.

    Insofern hat mich das schon verblüfft, dass das offensichtlich anderswo völlig anders gesehen wird und vor allem so heftige Reaktionen auslöst.

    Ich bin da emotionslos:

    Ich habe auch noch nie einen Fall einer Kahlen Krempling Vergiftung gesehen - obwohl die bei uns viel gesammelt wurden - aber wenn die Autoritäten vor der Gefahr warnen, akzeptiere ich das. Ich schau mir vielleicht noch die Quelle an, aber das war es dann.

    Außer dem Paracelsus kommt aber noch etwas hinzu:

    Ich könnte aus dem Stegreif eine ganze Menge Fälle aus dem Verwandten- und Bekanntenkreis nennen, bei denen bestimmte Menschen auf bestimmte Pflanzen sehr heftig reagieren:

    Mein Vater konnte keine Bohnen mit der bloßen Hand angreifen, das löste bei ihm (Jahrgang 1928) heftige Hautreaktionen aus. Meine Haut zeigt keinerlei Reaktion.

    Eine Sportkameradin bekommt schwere Entzündungen beim Kontakt mit Brennesseln. Ich laufe denselben Weg und bis ich zu Hause bin, ist die Hautreizung weg..

    Ein Kollegin reagiert heftigst auf Erdnüsse.

    etc. etc.

    Wenn ich also irgendwo etwas lese, dass eine Vergiftung mit einer Pflanze auch mal schwerer ausfallen kann, schließe ich für mich daraus, dass ich das zwar für mich in Kauf nehmen kann, diese Entscheidung aber nicht für andere treffen kann.

    Genau so sahen das offensichtlich auch früher meine Lehrer.

    Ich bin da übrigens auch Erleidender:

    Weil es Menschen gibt, die so heftig auf Erdnüsse reagieren, kann ich im Bioladen keine Erdnusskekse mehr kaufen. Die Fabrikanten verzichten aus diesem Grund auf die Produktion.

    Gruß,

    Marcel