Pilz Kaffee

Es gibt 8 Antworten in diesem Thema, welches 241 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Ria.

  • Hallo liebe pilz freunde,


    Ich habe mir mal eine alternative zum kaffee bestellt und würde euch gerne fragen was ihr davon haltet. Vorallem was die zusammensetzung der pilze angeht?, und ob ihr denkt ob es ein gutes produkt ist?


    Schmecken tut es mir aufjedenfall.


    Liebe Grüße, gena

  • Hallo gena,

    ich verstehe deine Beweggründe nicht. Eine Alternative für Kaffee,die nur aus einer Vielzahl von Pilzextrakten besteht, ist letztendlich nur Pilzpulver und hat mit Kaffee ja gar nichts mehr zu tun. Auch weißt du nicht,wie die ganzen Pulver untereinander wirken und wie dein Körper darauf reagiert. Im Moment scheint er dir gut zu schmecken, aber was passiert alles in deinem Körper. Vorsicht ist jedenfalls sehr angebracht.

    Viele Grüße
    Veronika Weisheit - Pilzberaterin Landkreis Rostock
    Auch Pilzberater können irren, erst recht in einem Forum, deshalb gibt es keine Freigabe von mir, Pilze zu verzehren, auch, wenn diese essbar sind.

  • Nun,


    immer diese manipulierenden Äußerungen in der Lügenpresse.

    Bei so vielen guten Heilpilzen (siehe Liste Inhaltsstoffe) ist das Zeugs unbedingt zu empfehlen. Schade, dass das nur die Tiktocker zu begreifen scheinen.

    ==Gnolm7


    Gruß

    Peter

  • Hallo gena,

    ich verstehe deine Beweggründe nicht. Eine Alternative für Kaffee,die nur aus einer Vielzahl von Pilzextrakten besteht, ist letztendlich nur Pilzpulver und hat mit Kaffee ja gar nichts mehr zu tun. Auch weißt du nicht,wie die ganzen Pulver untereinander wirken und wie dein Körper darauf reagiert. Im Moment scheint er dir gut zu schmecken, aber was passiert alles in deinem Körper. Vorsicht ist jedenfalls sehr angebracht.

    Beweggründe:


    Ich bin einfach sehr interessiert an pilzen und wollte das ausprobieren. Außerdem enthällt er Kaffee!


    LG

  • Hallo gena,


    nach Angaben des Herstellers enthält dein Pilzkaffee neben Kaffeeextrakt und grünen Kaffeebohnen,

    Probiotika und eine Mischung ganz unterschiedlicher Pilzarten, die mal mit ihrem deutschem Namen und auch mal mit wissenschaftlichen Namen bezeichnet werden. Mengenangaben gibt es nicht. Das legt den Schluss nahe, dass der Hersteller dieser Pilzkaffeemischung sich nicht gut mit Pilzen auskennt.

    Es ist allen, die das Produkt kaufen zu wünschen, dass wirklich nur die genannten Dinge in der Tüte sind, denn es handelt sich bei diesem Pilztee weder um ein Lebensmittel noch um ein Medikament, sondern lediglich um ein Nahrungsergänzungsmittel. Das heißt, dieses Produkt unterliegt keiner irgendwie gearteten Überwachung oder Aufsicht. Ich will den Teufel nicht an die Wand malen, aber theoretisch ist auch ein ziemlich ungesunder Cocktail in der Tüte vorstellbar.


    Nehmen wir mal an, es ist drin, was drauf steht:

    Von den angegebenen Ballaststoffe würdest du nur profitieren, wenn du den Kaffeesatz essen würdest.


    Was die wilde Kombination ganz unterschiedlicher Inhaltsstoffe in unbekannten (homöopathischen?) Mengen beim Konsumenten bewirken soll, erschließt sich nicht. Dem Hersteller wohl auch nicht, sonst hätte er es auf der Verpackung vermerkt. Ich meine aber, dass das für den Hersteller auch gar nicht wichtig ist. Wichtig ist, dass sich das Produkt gut verkauft und ertragreich ist.


    Wenn dir der Pilzkaffee schmeckt, dann lass ihn dir bekommen.


    Ich würde ihn interessehalber vielleicht einmal probieren, aber niemals Geld dafür ausgeben.

  • Hallo Gena,

    Wenn ich offen sein darf: Für mich höherer Blødsinn.

    Dann doch lieber richtigen Kaffee trinken und ("Heil"-) Pilze in anderer Form/Zubereitung und nachvollziehbarer Menge zu sich nehmen. Die "Heilpilze" sind ja per se schon umstritten. Und wtf sind "Adaptogene"?

    So ein zusammengemixter Mischmasch erscheint mir persönlich suspekt.

    Das ist nur meine Meinung; aber danach hast du ja gefragt.

    Meine Oma hätte gesagt: "Sollt' sowas sein..."

    Pilzige Grüße,

    Grüni/Kagi ==12


    117 Pilzchips


    (120PC Stand 07.01.24 -15PC Einsatz APR 2024 = 105PC +4PC Platz 9 APR 2024 +3PC Gnolmhessisch-Bonus +3PC für Sozialphahl= 115PC Stand 05.01.2025 -15PC Einsatz APR 2025 = 100PC +3PC 1. Rätzler über die Mitte +3PC Am nächsten an Schnapspunktzahl 222 +2PC 1500. Beitrag im Rätzelthread +3PC Selbsteinschätzung +3PC Bonus Bunte Gratulations-Lobhudelei +3PC Sondierungsphahl Salate = 117PC Stand 10.01.2026)


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    Grünis/Kagis verrückte Pilzwerkstatt

    Pilze an ungewöhnlichen Orten finden!

  • Ich sehe dieses Pilz -Kaffeepülverchen ziemlich kritisch und ich begründe es mal ausführlich:

    Für mich wirkt dieses Produkt wie ein typischer Lifestyle-Mix, in den „alles Moderne und Fancy“ reingepackt wurde, damit es sich gut verkauft: viele Pilzextrakte, dazu Ashwagandha, Shilajit, Probiotika, Kaffee/Grünkaffee. Das klingt nach „Super-Upgrade“, ist aber genau der Punkt, der es für mich risikobehaftet macht.


    1) Das ist ein unübersichtlicher Wirkstoff-Cocktail

    Hier werden sehr viele biologisch aktive Stoffe gleichzeitig kombiniert. Das ist nicht einfach „Kaffee mit Geschmack“, sondern ein Cocktail, der im Körper etwas machen kann – aber man weiß nicht genau was, weil es so viel auf einmal ist.

    ZuAshwagandha und Shilajit.

    Ashwagandha wirkt eher beruhigend und kann in hormonelle Regelkreise eingreifen, insbesondere in die Schilddrüsenfunktion. Mögliche Nebenwirkungen sind Magen-Darm-Beschwerden, Müdigkeit oder – selten – Leberprobleme.

    Shilajit wird eher mit Energie und Leistungssteigerung beworben, kann ebenfalls Magen-Darm-Beschwerden verursachen und ist stark qualitätsabhängig, da es natürlicherweise mit Schwermetallen belastet sein kann, wenn es nicht gut gereinigt ist.

    In Kombination mit Koffein, das stimulierend wirkt, entsteht ein widersprüchliches Bild: beruhigende, hormonell wirksame Substanzen treffen auf anregende Bestandteile. Zusammen mit mehreren immunmodulierenden Pilzextrakten ergibt das kein klares Wirkprofil, sondern ein schwer einschätzbares Gesamtgemisch. Mehr ist nicht automatisch besser.

    Mehr heißt hier vor allem: mehr Komplexität, mehr Unvorhersehbarkeit, mehr mögliche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen.


    2) Pilz-Unverträglichkeiten kommen relativ häufig vor

    Viele Menschen vertragen Pilze nicht gut – und zwar nicht nur als Speisepilz, sondern auch als Extrakt. Das kann sich als Magen-Darm-Thema zeigen, aber auch allgemeiner (z. B. Haut, Unwohlsein, Kopfschmerz, „komisches Gefühl“).

    Wenn 10+ Pilze gleichzeitig drin sind, kann man nicht sauber austesten, worauf man reagiert. Wenn man’s nicht verträgt, weiß man nicht, welcher Pilz oder welcher Zusatz der Auslöser war.


    3) Die Wirkung aufs Immunsystem ist für mich der heikle Teil

    Magen-Darm-Beschwerden kann man schnell zuordnen. Aber ich finde vor allem schwierig, dass viele dieser Pilze als immunmodulierend gelten. Das bedeutet: sie können in immunologische Prozesse eingreifen.

    Das ist heikel, weil man oft nicht sofort merkt, was immunologisch passiert. Eine mögliche Immunaktivierung läuft nicht sichtbar ab. Und bei manchen Menschen kann das unerwünscht sein – z. B. wenn ohnehin schon ein „überaktives“ oder empfindliches Immunsystem, Allergieneigung oder chronische Entzündungen im Spiel sind.

    Gerade weil hier so viele immunologisch aktive Pilze kombiniert werden, wirkt das auf mich fragwürdig.


    4) Fehlende Angaben = fehlende Qualitäts- und Sicherheitsstandards

    Was mich am meisten stört: Die Angaben auf solchen Produkten sind oft so, dass man nicht wirklich beurteilen kann, was man da in welcher Qualität und Menge nimmt. Hier fehlen bzw. sind nicht transparent genug:

    • Dosierung/Anteil der einzelnen Inhaltsstoffe: Eine lange Zutatenliste sagt nicht, ob die Mengen überhaupt relevant sind. Es kann sein, dass vieles nur „fürs Label“ in Spuren drin ist und ein paar Komponenten den Rest dominieren. Ohne Mengenangaben: nicht nachvollziehbar.
    • Standardisierung (z. B. Beta-Glucane/Triterpene): Ohne Standardisierung weiß man nicht, ob es sich um konsistente Qualität handelt oder ob Chargen stark schwanken.
    • Extraktionsverfahren: „Extrakt“ kann vieles heißen. Heißwasserextrakt, Alkoholextrakt, Dual-Extrakt – das macht einen großen Unterschied, weil dabei andere Stoffgruppen im Produkt landen. Ohne diese Info: nicht einschätzbar.
    • Koffeingehalt: Es ist Kaffee + Grünkaffeeextrakt drin, aber ohne mg-Angabe. Für viele ist genau das relevant (Schlaf, Unruhe, Herzklopfen, Angst, Blutdruck).
    • Herkunft der Pilze + Laboranalysen: Das ist bei Pilzen besonders wichtig. Nicht nur wegen Schwermetallen, sondern auch Umweltschutz (Ophiocordyceps sinensis!!! aus dem Himalaya soll auch drinn sein? Das wäre dann Wildsammlung. Oder Labormyzel der Cs-4-Stämme, warscheinlich vermahlen mit dem Substrat? Warum sollte ich sowas trinken? Aber klingt halt hochwertig auf einer Verpackung)

    5) Herkunft/Schadstoffe: Pilze können Belastungen anreichern

    Pilze sind bekannt dafür, dass sie Stoffe aus ihrer Umgebung aufnehmen können – je nach Substrat/Anbaugebiet auch Schwermetalle oder andere Kontaminationen. Und wenn daraus Extrakte hergestellt werden, kann sich eine mögliche Belastung sogar konzentrieren.

    Darum wären wichtig: klare Angaben zur Herkunft (Anbaugebiet, kontrollierter Anbau vs. Wildsammlung), Chargenanalysen (v. a. Schwermetalle) und transparente Qualitätssicherung.

    Wenn das nicht aufgezeigt wird, heißt das nicht automatisch das es belastet ist. Aber es heißt: Ich kann es nicht prüfen – und das ist bei so einem Profit-orientiertem „Premium-Lifestyle-Produkt“ aus meiner Sicht ein Problem.


    6) Erhitzung & hitzelabile Stoffe: Widerspruch bei Probiotika

    Was ich aber inkonsequent finde:

    Es ist ein Heißgetränk – gleichzeitig sind Probiotika drin. Einige Probiotika (z. B. Lactobacillus-Arten) sind hitzeempfindlich. Wenn man das mit kochendem Wasser anrührt, wird der größte Teil davon schlicht inaktiviert. Oder es ust einfach nur dafür da die fancy Zutatenliste zu verlängern- mehr Schein als Sein.


    Gesamtfazit

    Für mich ist das ein marketinggetriebenes „Alles-drin“-Präparat. Es will modern wirken und sich als besonders gesund verkaufen. Gleichzeitig fehlen Informationen, die man bräuchte, um es als wirklich einschätzen zu können.

    Deshalb ordne ich es als risikobehaftetes Lifestyle-Produkt ein: unübersichtlich, schlecht prüfbar, potenziell wirksam und damit nicht so harmlos, wie das Marketing oft tut. Und ja: Solche Trendprodukte sind erfahrungsgemäß auch noch übertrieben teuer.