Beiträge von Weisheit

    Hallo Rundelfungus,


    das hat nichts damit zutun, dass ein Pilz "groß" geworden ist. Es gibt eine Vielzahl von Pilzarten, vorwiegend Schlauchpilze (Ascomyceten), die zwei Entwicklungsstadien durchlaufen, einmal ein geschlechtliches und ein ungeschlechtliches. Diese beiden Entwicklungsstadien werden als Haupt- und Nebenfruchtform bezeichnet. Deine "Würstchen" sind die Nebenfruchtform vom Fleischroten Gallertbecher, so wie das Pablo schon beschrieben hat. Die Hauptfruchtform bildet dann einen richtigen becherartigen Fruchtkörper. Beide Formen können zusammen auftreten, das hat also nichts mit jungem bzw. altem Pilz zu tun.

    Hier Haupt- und Nebenfruchtform zusammen.


    Hallo Peter,


    auf unserer Ausstellung hatten wir eine Riesenschirmpilzart (Macrolepiota fuliginosa - Rußbrauner Riesenschirmpilz), die von der Wachstumsform deinem Pilz sehr ähnlich sieht. Ich denke auch, dass du hier einen Schirmpilz gefunden hast.


    Ein zweiter Pilz am Fundort sah dann schon wie ein Riesenschirmpilz aus.


    Liebe Pilzfreunde,


    am Wochenende fand ich einige Gemeine Stummelfüßchen (Crepidotus variabilis). Auf einem Ast hatten sich noch kleine dunkle "Stummelfüßchen" versteckt. Leider kann ich sie nicht bestimmen, also bestimmen ohne Mikroskop. Vielleicht hat einer eine Idee in welche Richtung ich suchen kann.


    Hallo Sebastian,


    es gibt, wie schon erwähnt, Verwechslungspartner, aber keine gefährlich giftigen. Dadurch, dass das Wetter recht mild idt erscheint so einiges an Holz, auch mit dunkleren Stielen. Hier z.B. ein Rotbrauner Flämmling (Gymnopilus picreus).


    Hallo Mischa,

    dein erstes Bild zum falschen Pfifferling halte ich für den Weißblättrigen Afterleistling (Hygrophoropsis aurantiaca var. albida) und die anderen zeigen den "normalen" Falschen Pfifferling (Hygrophoropsis aurantiaca).


    Wenn es dich und andere Mitleser interessiert, hier eine mögliche Erklärung für den Begriff "After".

    Re: Wortherkunft: Afterleistling?

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    auch ich fühle mich sehr betroffen. Bei ihm habe ich 1983 meine erste Pilzberaterprüfung abgelegt und in meiner damaligen Arbeitsstätte, eine Jugendherberge im Eichsfeld, für ihn eine große Weiterbildungsveranstaltung organisiert. Er war nicht nur ein hervorragender Mykologe, sondern auch ein sehr sympatischer und einfacher Mensch. Sein Buch "Pilzwanderungen" ist für mich heute noch ein wichtiges Arbeitsbuch, wenn ich bei der Einordnung der Pilze in die Systematik nicht weiter komme und auch die "Morphologie der Großpilze" sind mir ein ausgezeichnetes Arbeitsmaterial.

    Hallo Mischa,


    von Falschen Pfifferlingen gibt es nicht nur die eine Art - Hygrophoropsis aurantiaca. Dieser ist sehr häufig anzutreffen, aber in diesem jahr ist auch sehr häufig die helle Variante aufgeterten, die die du hier zeigst. Es gibt auch noch eine braun-samtige Variante oder sagen wir besser Art. Das sicherste Zeichen, ob du einen falschen oder echten Pfifferling in der Hand hast, ist ein praktischer Test. Bei allen falschen Pfifferlingen lassen sich die Lamellen mit dem Daumennagel vom Stiel zum Hut mit leichtem Deuck verschieben, besser zusammenschieben. Das geht beim Pfifferling nicht, da sind die Leisten (oder adrige Blätter) mit dem Hutfleisch verwachsen.

    Hallo Ute,


    ich stimme deiner Meinung inhaltlich zu. Auch wir in M-V beteiligen uns an speziellen Untersuchungen der Pilze. In meinen Vorträgen in der Vhs habe ich dieses Thema selbstverständlich mit eingebaut. Hier ein kleiner Auszug, der darf auch für eigene Belange verwendet werden.

    Radioaktivität.pdf

    Hallo alle zusammen,


    den Schimmelbefall habe ich auch gesehen, aber die rote Hutfarbe entsteht doch nicht durch den Schimmelbefall, oder?

    Hallo Uwe,

    der sieht mir trotzdem nach einem Kiefernsteinpilz (Boletus pinophilus) aus, vielleicht mag er auch noch andere Baumarten.




    Hallo Adrian,


    ich bringe mal den Marmorierten oder auch Horngrauen Rötelritterling (Lepista panaeolus) hier ins Gespräch, weil mich die Wasserflecken auf den Hüten dazu führen und auch die Tatsache, dass dieser Pilz etwas herablaufende Lamellen haben kann.

    Hallo Marke,


    auch wenn Bild 1 und 2 sehr unscharf ist, vermute ich, dass es sich um Herbe Zwergknäulinge (Panellus stipticus) handelt. Bitte sei bei deinen Angaben etwas genauer. Eingangs zum Forum findest du etwas zum Thema BESTIMMUNGSHILFEN.

    Hallo Dieter,


    das könnte Russula sardonia sein oder Zitronblättriger Täubling oder auch Säfernase genannt wegen des rötlich überhauchten Stiels. Aber auch andere änliche Täublinge sind möglich.

    Hallo Heidi,


    Isabellfarbiger Schneckling ist möglich, möglich wäre auch Wald-Schneckling (Hygrophorus nemoreus). Aber sicher bin ich nicht, weil ich diese Pilze selbst zu wenig in den Händen hatte.

    Hallo Uwe,


    da dein Perlpilz weich geworden ist, ist das ein eindeutiges Kennzeichen für einen Frostschaden. Ich habe das selbst schon öfters beobachtet, nicht nur bei Perlpilzen, auch bei Steinpilzen. Ist der Frost, besser das gefrorene Wasser, zu Hause aufgetaut, fällt der Pilz mehr oder weniger in sich zusammen, die Zellen sind zerstört und damit die gesamte Festigkeit des Pilzes. Ich denke auch, dass damit die Farbveränderungen zusammenhängen, ich übertreibe mal etwas - "die rot Farbe" kann sich ausbreiten, die Zellwände sind ja zerstört.

    Liebe Pilzfreunde,


    ich freue mich über die nun doch noch zahlreichen Antworten und ausnahmslos wird der Geflrckte Rübling verneint und das ist gut so. Welcher es nun tatsächlich ist, wird wohl aus den verschiedensten Gründen ein Geheimnis bleiben. Aber alle von euch ins Feld geführten Arten haben nicht diese langen Wurzeln wie Calocybe (Tricholoma, Tricholomella) constricta- Gegürtelter Schönkopf. Vielen Dank .