Russula spec

Es gibt 35 Antworten in diesem Thema, welches 1.588 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Steigerwaldpilzchen.

  • Hallo, ich habe folgenden Täubling gefunden. Er wuchs in einem Buchen-Kiefern-Bestand auf +/- saurem Boden.



    Das Sporenpulver liegt bei 4b-c. Über verschiedene Schlüssel (z.B. von Cristine Hahn) kam ich zu R. cuprea. Daraufhin habe ich die Divertikel an den Dermatocystiden gesucht, aber weiß nicht wie ich das Ergebnis interpretieren soll. Zumeist waren nur kleine Anhängsel an der Zystidenspitze zu beobachten.



    Aber viele Zystiden zeigten keine derartige Struktur. Sind da überhaupt Divertikel dabei?


    Oder liege ich völlig daneben und wenn ja, hat jemand eine Idee welcher Täubling das sonst sein könnte?

    Die Sporen waren 8-9x6-6 µm groß. Die Stacheln würde ich als isoliert bezeichnen.



    Vielen Dank und beste Grüße :)

  • Lieber Peter


    Danke für deine Empfehlung.


    Ich war hier auch am dran herum studieren. Im ersten Moment kam mir r. fellea in den Sinn, passt aber natürlich schon mit SP und Habitatansprüchen nicht und sollte zudem keine ein bis zweifach septierten Pileozystiden aufweisen.


    Auf r. sanguinaria wäre ich gerade nicht gekommen.


    Danke und beste Grüsse

    Corinne

    Hinweis: Mit meinen Beiträgen und Kommentaren kann ich keine Tipps/Empfehlungen zum Verzehr abgeben. Zur Pilzbestimmung für Speisezwecke den Pilzsachverständigen vor Ort konsultieren. Vielen Dank.

  • Lieber Thomas


    Möglicherweise hatte Peter r. sanguinaria var. confusa: weisser Bluttäubling genannt, im Visier.


    Beste Grüsse

    Corinne

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  • Hallo,


    der Vorschlag von Peter mit R. sanguinaria wäre für mich auch ein plausibler und akzeptabler Arbeitsname um überhaupt weiterzukommen.

    Da ziehe ich echt meinen Hut erstmal da drauf zukommen :thumbup: , hätte allerdings Sporenpulver-Farbe IIIa.

    Das Sporenpulver liegt bei 4b-c. Über verschiedene Schlüssel (z.B. von Cristine Hahn) kam ich zu R. cuprea

    Russula cuprea hat übrigens IVd-e und das ist um etliches dunkler.


    Langes Kopfzerbrechen aller hilft hier auch nicht weiter, hier ist der Threadersteller in der Beweisführung, dass sein Sporenpulver wie angegeben ist oder nicht. Das müsste ich bei mir jetzt auch nachkontollieren.


    claus

  • Hallo beflockter Kaiserling


    Das ist super, dass du noch ein Exemplar hast. Da bin ich auch gespannt, wie das Resultat ausfallen wird.


    Beste Grüsse

    Corinne

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  • Hallo, viel hat der Pilz bisher noch nicht ausgesport. Aber ich hoffe er tut das im Verlaufe des Tages noch..das bisschen was ich zusammenkratzen konnte wirkt schon hell, könnte also um die 3a liegen. Aber ohne ausreichend Sporenpulver möchte ich das noch nicht bewerten. Ich sage Bescheid wenn es was neues gibt. Vielen Dank nochmal! :)

  • Hallo beflockter Kaiserling


    SP könnte somit mit 3a gemäss Marxmüller für r. sanguinaria var. confusa / weisser Bluttäubling mit II d - III a hinkommen.


    Danke dir für deine Arbeit und hoffen wir, dass er noch etwas aussport. Vielleicht konntest du an deinen FK auch beobachten, ob die Stiele etwas grauen, leicht gilben oder Bräunen? Das wäre ein genanntes Charaktermerkmal gemäss Marxmüller zu der Art.


    Beste Grüsse

    Corinne

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  • Hallo Corinne,


    ich hab zu danken für eure Bestimmungshilfe :)


    Der Stiel meines Exemplares (gekühlt, aber jetzt auch schon 2 Tage alt) hat über die Zeit gelbliche Töne mit kräftigeren gelblichen Flecken ausgebildet. Der Hut ist etwas grünlich geworden.


    Wegen den Sporen verbleibt es erstmal beim alten.


    Beste Grüße :)

  • Lieber Beflockter Kaiserling


    Die Resultate des untersuchten Stieles könnte ein weiteres Indiz zu r. sanguinaria var. confusa / weisser Bluttäubling sein.


    Jetzt hoffen wir, dass sich allenfalls einer der Täublingsexperten (z.B. Claus kuhmaul, Thiemo Steigerwaldpilzchen, Stephan Oehrling oder Peter larchbolete sich noch mit einer Begutachtung melden mögen.


    Beste Grüsse

    Corinne

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  • Hallo zusammen,

    das starke Gilben ,die etwas rauhe/körnelige Hutoberfläche und die Kiefer sind schon gute Merkmale für den Bluttäubling.

    Meine Erfahrung mit der weissen Form ist, dass sie mitten unter den typisch Roten stehen kann.
    Sie stellt also eine Art "Albino" dar. Auch ist es kein Ausbleichen im Alter sondern die weissen/gelblichen Formen sehen schon als Jungpilze so aus.
    Wenn dann noch Rote dabeistehen ist die Sache recht einfach, aber als Einzelexemplar echt tricky


    Gruss

    Uwe

  • Hallo zusammen,

    das starke Gilben ,die etwas rauhe/körnelige Hutoberfläche und die Kiefer sind schon gute Merkmale für den Bluttäubling.

    Meine Erfahrung mit der weissen Form ist, dass sie mitten unter den typisch Roten stehen kann.
    Sie stellt also eine Art "Albino" dar. Auch ist es kein Ausbleichen im Alter sondern die weissen/gelblichen Formen sehen schon als Jungpilze so aus.
    Wenn dann noch Rote dabeistehen ist die Sache recht einfach, aber als Einzelexemplar echt tricky


    Gruss

    Uwe

    Lieber Uwe


    Danke für deine hilfreichen Erläuterungen. Leider ist es oft so, dass sich nur einzelne FK finden lassen.

    Beste Grüsse

    Corinne

    Hinweis: Mit meinen Beiträgen und Kommentaren kann ich keine Tipps/Empfehlungen zum Verzehr abgeben. Zur Pilzbestimmung für Speisezwecke den Pilzsachverständigen vor Ort konsultieren. Vielen Dank.

  • Hallo zusammen,

    als erstes brauchen wir die wahre Sporenfarbe, um weiterzukommen. Wenn der Anfragesteller sagt, die Sporenfarbe wäre IVb, und dann ist sie in Wirklichkeit IIIb, ist nicht viel zu machen.

    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Hallo BK,

    kratze das bisschen ausgefallene Sporenpulver mit einer Rasierklinge zusammen und drücke das entstandene Häufchen platt. Ganz exakt brauchen wir es nicht, aber man sollte sehen, ob es ockergelb oder dotter-/goldgelb ist.

    FG

    Oehrling

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  • Hallo Zusammen und danke auch dir Stephan für deine Stellungnahmen.


    Das SP ist in der Tat so etwas schwierig zu interpretieren. Sieht jedoch eher nach einem Ocker- als nach einem Gelbsporer aus. Jedoch wohl nur eine Mutmassung.


    Beste Grüsse Allen

    Corinne

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  • Hallo BK,

    unter dem Kunstlicht ist die Sporenpulverfarbe für mich leider nicht zu erkennen. Du bist derjenige, der das Sporenpulver live vor sich hat, und der jetzt was dazu sagen müsste.

    FG

    Oehrling

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  • Hallo,


    ich bin hier ganz bei Oehrling - ohne die wirkliche Sporenpulverfarbe zu kennen, macht für mich eine Bestimmarbeit nur begrenzt Sinn. Zudem ich leider auf den Mikrobildern, insbes. von den Sporen ziemlich wenig erkennen kann.

    Das Gilben ist in der Tat ein Indiz. Die Bluttäublinge bei mir im Wald schmecken nicht sehr scharf, sondern bitter und zugleich scharf, haben oft leicht herablaufende Lamellen und eine kaum abziehbare, pergamentartig-aderige Huthaut. Vielleicht hilft das weiter, falls du dergleichen verifizieren kannst.

    VG Thiemo

    Bestimmungen anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Sichere Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben!