Beiträge von Cortinarius

    Hier ist es das angeblich "braune" Sporenpulver,

    Das wird hier rein interpretiert

    In der Anfrage heißt es " Stiel auffällig braun bepudert". Von Sporenpulver Farbe ist keine Rede.

    Deshalb finde ich die Anfrage nicht so schlecht.

    Manchmal verrennt man sich halt und hat eine festgefahrene Gattungsidee, sucht verzweifelt passende Arten. Ist wahrscheinlich jedem schon mal passiert. Da genügt meist ein kleiner Tipp in die richtige Richtung und schon klappt es.

    Hier ist die Sache klar, aber den Anfragenden hier zu kritisieren ist wirklich nicht nötig.

    LG

    Uwe

    Hallo Henrik

    Bei einem Fund bei Buche liegt die Wahrscheinlichkeit auf C.elegantissimus schon bei >90%

    C.bergeronii ist in unseren Breitengraden deutlich seltener und eher an Eiche gebunden

    Darf man Fragen von wo ungefähr der Fund stammt ?

    Auf jeden Fall solltest du dir den Wald gut merken, da wirst du noch mehr spannende Cortinarien finden

    LG

    Uwe

    Alles zwischen 10 und 40% ist OK.

    Bei den starken Lösungen gibt es bei Tests im Fleisch gern mal "Löcher" dann hat man so eine ringförmige Gelbverfärbung z.B. bei C.variecolor

    Die stark reagierenden Calochroi reagieren auch schon mit 3%iger Lauge heftig.

    Starkes KOH in Plastikfläschchen hält länger wie in Glasflaschen, da Glas angegriffen wird.

    Wichtig ist auch den Deckel immer wieder gut zu schließen.

    Ein einfacher Test ist die Gelbverfärbung im Fleisch bei C.varius, diese häufige Art steht ja oft zur Verfügung.

    Getestet werden kann je nach Art-Vernutung

    Huthaut

    Knollenrand

    Basalmycel , weiße Stellen unten an der Knolle

    Fleisch in der Hutmitte, Stielfleisch, Knollenfleisch

    Je nachdem können die Reaktionen unterschiedlich ausfallen

    Die wichtigsten Farbreaktionen

    sind rot, magenta, rosa, braunrot, schwarzrot auf dem Hut, Knollenrand, Basalmycel

    Gelb, rot, rosa, oliv im Fleisch

    Irgendwelche braun, ocker oder dunkel Verfärbungen sind als negativ zu werten.

    Andere deutliche Verfärbungen sind Sonderfälle und müssen mit der Literatur abgeglichen werden

    Einen mehr oder weniger starken Einfluss hat der Zustand der Fruchtkörper. Je älter und durchwässerter desto schwächer fällt die Reaktion aus

    Gruss

    Uwe

    auf den ersten Blick sieht das schon nach C.sodagnitus aus.
    Allerdings braucht es ein Bild von der Hutoberfläche, C.sodagnitus hat quasi immer diese typischen "Wasserflecken"
    Endgültige Sicherheit bringt der Laugentest, mit der extremstarken Reaktion nach Magenta-Rot.
    Gruss

    Uwe

    Hallo

    Funde von C.terpsichores im Nadelwald sind keine Seltenheit, das kommt wohl immer mal wieder vor ( siehe Pilze BW, Band 5)

    Ich kenne die Art bisher nur bei Laubbäumen , Buche, Eiche und Hasel

    Für die Sporengrösse wäre eine Messung von min. 30 Sporen mit statistischer Auswertung hilfreich. Das herauspicken von (zu) langen Sporen macht wenig Sinn.

    Gruss

    Uwe

    Den müsste man dann über bläuliche Lamellen schlüsseln, richtig? Bzw. womit schlüssle ich sowas überhaupt, da die Art weder in der FN, Kibby oder CiS enthalten ist?

    Ja das ist generell bei selteneren Arten ein Problem. C.scaurocaninus findet sich z.B. in der Flora Neerlandica 8 - Cortinarius
    Ob er sich schlüsseln lässt kann ich gerade nicht prüfen, da ich bis Montag keinen Zugriff auf das Buch habe.
    Ich erinnere mich nur dass es bei C.glaucopus ein Schlüsselproblem gab, da dieser nur über "nicht blaue Lamellen" erreichbar ist.
    Gruss
    Uwe

    Hallo,

    ich sehe hier nichts aus der aktuellen Gattung Calonarius (wie C. saporatus) sondern ein Phlegmacium, eventuell Phlegmacium magicum oder etwas nah Verwandtes. Sporen wären hier sehr hilfreich.

    Viele Grüße

    Das sehe ich auch so. Konkret bin ich da bei C.scaurocaninus der bei Eichen wächst.

    Überprüfen lässt sich das über die kleinen ellipsoiden Sporen, die so max. 8 um lang sein sollten

    Gruss

    Uwe

    Hallo zusammen,

    irgendwie passt das alles nicht so ganz zusammen. Die KOH Reaktion und das makroskopische Erscheinungsbild geben kein klares Bild.

    Sinnvoll wäre es zumindest mal die Sporen unters "scharfe Glas" zu legen.

    Wenn du, Cornelius , keine Möglichkeit hast zu mikroskopieren, kannst du mir ein Stückchen vom Exsikkat ( Stiel mit Cortina und Lamellen) per Post schicken, dann mach ich das

    Adresse gibt es per PM , wenn du dich meldest

    Gruss

    Uwe

    Hallo,

    wie meine Vorredner schon festgestellt haben, kann man hier nichts mit Sicherheit sagen, dazu fehlen wichtige Daten.
    Bei 1. wäre ich aufgrund des leuchtend gelben Fleisches bei C.splendens , Schöngelber Klumpfuss
    Bei 2. handelt es sich um eine der dickeren Telamonien mit rotbraunem Hut. Hier wäre z.B. C.solis-occasus ein möglicher Kandidat
    Bei 3. sehe ich einen Schleimfuss. Ein Test mit der Zungenspitze den Hut anlecken , wenn es dann richtig bitter wird, dann wäre das C.vibratilis, Bitterster Schleimfuss

    Zu 4. sage ich nichts

    Gruss
    Uwe

    Hallo Bernd,

    der neue lila Cortinarius ist, auf Grund der fein filzig schuppigen Huthaut, C.violaceus.

    Der rot-braune sollte auf Grund des Habitus , C.rubellus, der Spitzgebuckelte Rauhkopf sein. Auch wenn die ockergelben Velumgürtel am Stiel hier nicht zu sehen sind. Zu der Telamonie (Nr.3) sage ich nichts, da ist vieles möglich.

    Gruss

    Uwe

    Hallo Sabine
    C.purpureus ist normalerweise von rotem Velum überzogen ( Stiel und teilweise auch Hut), das Fleisch ist gelblich
    In diesem Fall ist der Stiel fast vollständig oberflächlich abgefressen ( Schnecken) oder abgebrochen, das kann man nicht richtig erkennen.
    Das Velum sitzt nur oberflächlich drauf , entsprechend sieht man nur das gelbliche Fleisch.
    Hier mal Vergleichsbilder
    Gruss Uwe