Beiträge von Cortinarius

    Hallo Maria,

    Wie immer sehr schöne Zusammenstellung von tollen Funden
    deine Nr. 5 würde ich gerne C. cotoneus , Olivbrauner Rauhkoüf nennen , sollte einen deutlichen Rettichgeruch haben und eine kräftigen Habitus
    und die Nr 18 ist ein sehr typischer C. saporatus , Breitknolliger Klumpfuß , Viel Velum partiale gerne auch am Hutrand als "Bart" , Velum Placken auf dem Hut und eine breite weisliche Knolle
    KOH negativ

    Den anderen Bestimmungen kann ich guten gewissens zustimmen

    LG
    Uwe

    Hallo Horst

    Die häufigste Art im Bergnadelwald ist

    R.largentii, Farbe und Wuchsform passt gut zu deinem Funde.

    R.aurea ist wohl recht streng mit Buche verbandelt, ich sehe aber nur Fichtennadeln auf deinem Bild

    Allerdings ist Ramarien Bestimmung ohne Mikro immer nur Raterei


    Gruss

    Uwe

    Hallo zusammen

    T.viridilutescens M.M.Moser ist das was

    Marcel Bon als T.sejunctum var. coniferarum beschrieben hat

    Christensen +Heilmann-Claussen konnten die Art genetisch trennen und haben wohl auch die Synonymisierung mit Bons var. Coniferarum bestätigt

    Die Art hat die typisch radialstreifige Huthaut mit fast schwarzem Zentrum

    Im Schwarzwald finden wir die regelmäßig im Nadelwald


    Der typische T.sejunctum ist eine Laubwaldart unter Buche mit gleichmäßiger gelb-grünem Hut


    LG

    Uwe

    Hallo Jörg

    Da kommen mehrere Arten in Frage

    Vor Jahren hatte ich zweimal

    E.griseoluridum, mit extrem mehlig ranzigem Geruch

    Allerdings waren die etwas dunkler grau-braun und die Stiele waren mehr gestreift


    Zweite Möglichkeit wäre E. lividoalbum

    Meine Funde waren mehr gelb-bräunlich und nicht grau


    LG

    Uwe

    Hallo Walleo,

    ich widerspreche Pablo ja ungern , aber ich sehe hier einen Schleierling und zwar einen Schleimkopf.
    Auf dem Hut kleben noch Nadeln, das gelbliche Fleisch und der minimal gerandet knollige Stiel deuten daraufhin
    Wenn du den Pilz noch hast riech mal dran, riecht er unangenehm süslich oder nach unreifer Banane und findest du am Stiel noch Reste

    des Schleiers mit rostbraunem Sporenpulver
    Für mich könnte das gut Cortinarius russeoides, der Stinkende Fichten Schleimkopf sein
    beste Grüße

    Uwe

    Hallo Pablo,


    nochmal zu deinen Funden

    1. Du hast schon recht, der Fund passt vom Habitus sehr gut in die Sektion "Riederi"
    Im aktuellen JEC Heft ist die Sektion komplett aufgearbeitet worden
    Es gibt 8 Arten in dieser Gruppe

    Laubwald: C. malachoides, C.glaucocyanopus,C. argentolilacinus var. argentolilacinus, C. argentolilacinus var. dovrensis

    Nadelwald: C. anomaloochrascens, C. fulvoochrascens, C.riederi, C.pallidoriederi


    Ich kenne aus dieser Gruppe nur riederi und anomaloochrascens

    Wenn wir die Sporen vollkommen ausser acht lassen, muss man mit deinen Standort Angaben in der ersten Gruppe suchen.
    Rein optisch passt dabei Cortinarius glaucocyanopus am besten.
    Laut Artikel eine sehr seltene Art die bisher nur mit 2 Kollektionen in Ungarn und Frankreich gefunden wurde


    Wenn wir die Sporen beachten und bewerten, sind wir in der Sektion "Glaucopodes"
    und da bei C. magicus. Die Knolle kann wie auch bei Glaucopus selber sehr schmal gerandet sein, das wäre nicht untypisch


    Klarheit in die Sache würde nur eine Gen Sequenzierung bringen


    2.

    Zum wunderlichen, hellgelben Pilz:
    Sporen stachelig (isoliert), elliptisch bis selten subamygdaliform, um 7-9,5 x 4,5-5,5; in Größe und Form also gar nicht so weit weg von denen von C. talus, aber das Ornament ist eben anders.

    Da musst du in der Multiformis Gruppe suchen , ich hatte dir ja mal den JEC Artikel über diese Gruppe geschickt, wenn ich mich recht erinnere

    Im Ludwig ist das auch aufgedröselt


    3. Die beiden C. balteatocumatilis
    Warum ich das für daselbe halte ?

    Der Habitus und das Biotop passen einfach zu Balteatocumatilis

    C. balteatus ist ein eher montan bzw. in Skandinavien vorkommender Pilz im Nadelwald, mit schwacher KOH Reaktion


    beste Grüße

    Uwe

    Hallo Pablo

    Die KOH Reaktion im Fleisch kann schon stark variieren

    FN und Ludwig geben an "nur in gelben Teilen des Fleisches positiv"

    Bei deinem Test im Hutfleisch hast du einen weitverbreiteten Fehler gemacht, nämlich das KOH ist auch auf die Huthaut gelangt, damit löst sich der gelbe Farbstoff aus der Huthaut in fließt ins Fleisch und täuscht ein deutlich positivere Reaktion vor

    Also im Fleisch immer ganz vorsichtig testen so dass kein KOH an den Hutrand kommt

    beste Grüße

    Uwe

    Hallo Chris,

    da ich den Fohrenbühl gut kenne und vor allem auch die Cortinarien rund um Hornberg, gebe ich dir mal einen Namen mit auf den Weg

    Vergleich mal mit Cortinarius laniger, zimtrötlicher Gürtelfuß

    Das ist bei weitem die häufigste Telamonie in der Gegend, eine Typus Art des sauren Nadelwaldes bei Fichte
    Wenn die alt werden, sehen die genau so aus und können schon mal 10cm Hutdurchmesser haben

    Das jung weisse Velum geht im Alter komplett verloren und alles wird rötlich-braun

    Gruss

    Uwe

    Hallo Björn,

    also jetzt habe ich mir die anderen auch nochmal angeschaut


    Beim zweiten passt C. talus gut , keine Einwände

    Zum dritten sage ich nichts, sieht aber spannend aus


    Die beiden letzten halte ich für C. balteatocumatilis , der Habitus passt jeweils perfekt dazu.
    Beim letzten auch die schmalen , teilweise amygdaloiden, bis beidseitig zugespitzten Sporen


    nochmal zum ersten: die Sektion " Riederi" hat große Sporen 11-12um und länger ( riederi selbst 13um)
    Die sehe ich hier nicht, deshalb komme ich in die Sektion "Glaucopodes"


    Gruss

    Uwe

    Hallo Björn

    Ich starte mal mit der 1.Kollektion

    Leider gibst du nirgends Sporenmasse an

    Makroskopisch sprechen die fasrig, bläulich metallisch glänzenden Stiele , die eingewachsenfasrige Huthaut mit leichten Grüntönen für C.magicus , dem Elfenring Klumpfuss

    Die Sporen sollten dann kurz bis max 9 um und eher schmal sein. Wenn ich mir den Maßstab anschaue könnte das passen


    Den Rest muss ich mir detaillierter anschauen

    Kannst du noch Sporenmasse ergänzen ?

    Gruß

    Uwe

    Hallo Maria,

    Betrachte die Huthaut mal mit der Lupe

    Erscheint die Huthaut glatt ohne das du deutliche Fasern der Huthaut Hyphen sehen kannst, ist die HH nicht eingewachsen fasrig

    Siehst du einzelne Fasern die dann noch minimal änderst gefärbt sind ( sieht feinst gestreift aus), dann hast du höchstwahrscheinlich eine eingewachsen fasrige Huthaut.

    Immer daran denken das diese HH unter der Schleimschicht , die sehr unterschiedlich dick sein, kann liegt

    Die Sektion Calochrous (inkl. Fulvi) hat eine sogenannte Simplex Huthaut, die typischerweise nicht eingewachsen fasrig ist

    Andere Sektionen haben eine andere Art von HH

    Gruss

    Uwe

    Hallo Maria

    C.bergeronii ist eine eher mediterran verbreitete Art

    Ich denke Klimawandel sei Dank wird sie häufiger.

    Ich habe sie dieses Jahr das erste Mal und gleich mit drei Mycelien gefunden

    Die Art wird teilweise mit C.cedretorum var. suberetorum synonymisiert

    Generell ist so was in D selten wegen der Biotop Ansprüche ( warmer Buchenwald auf Kalk)

    Gruss

    Uwe

    Hallo Maria,

    Ich sehe hier eine Klumpfuß mit gelbem Hut, nicht eingewachsen fasrigem Hut und blass Lila Lamellen ( du schreibst weiss , ich sehe violett ?)

    Mit diesen drei Merkmalen bin ich in der Calochrous Sektion

    Da die Pilze nicht mehr die Jüngsten sind gehe ich davon aus, dass die Lamellen jung deutlicher violett waren

    Ohne nennenswerte KOH Reaktion und wenn die Fruchtkörper eher klein waren bin ich beim "echten" C.calochrous

    Das ist ein Arbeitsname und müsste mikroskopisch überprüft werden


    Talus gehört ja in die Sektion Multiformis,

    die hat +/- eingewachsen fasrige Huthaut und nur schwach gerandete Knollen


    Alles nicht so einfach und braucht etwas Erfahrung, ist aber machbar sobald du die Arten oft genug gesehen hast

    Wichtig ist genau hinzuschauen und auch genau zu dokumentieren


    Gruss

    Uwe

    Hallo Maria,

    Du hast auf jeden Fall richtig geschlüsslet, makroskopisch kann das schon noch C. elegantissimus sein
    Es gibt halt aber noch C. bergeronii , der makroskopisch kaum zu unterscheiden ist, aber die Blautöne im Stielfleisch haben soll.
    KOH Reaktion ist auch ähnlich . Ich tendiere entsprechend eher zu C.bergeronii.
    Das eindeutige Unterscheidungsmerkmal sind die Sporen : elegantissimus hat bis zu 15um große zitronenförmige und bergeronii max. 12 um große citri- bis amygdaloide Sporen
    Wenn du also Sicherheit willst, trockne eine Hälfte und schick sie mit den anderen, dann prüfe ich das.
    beste Grüße

    Uwe