Beiträge von Cortinarius

    Hallo Bernd

    das wäre für mich ein typischer C. causticus Fr. sensu Brandrud et al. 1998 , allerdings nur wenn er wirklich bitter ist

    Die Abbildung in der Photo Flora Cortinarius D24 passt sehr schön zu deinen Pilzen
    Hier wird speziell die Kiefer als Baumpartner angegeben

    Für C.mucosus sind die mir zu hell und gelb
    Vibratilis ist oft noch gelber , Pluvius hat einen etwas anderen Habitus ( langer Stiel , kleiner Hut )

    Ohne genaue Mikrodaten sind das aber nur Vermutungen


    Gruss

    Uwe

    Hallo Claus,

    makro- wie mikroskopisch ist das für mich R. vesca , allerdings schon recht alte Exemplare
    Gerade bei älteren hatte ich auch schon Abweichungen bei der Sporenpulver Farbe

    Siehe auch bei Pilze der Schweiz ( SP-Farbe: ca. 2B ) , wo wohl deutlich alte Exemplare zum Aussporen genommen wurden
    Das mit der KOH Reaktion auf den braunen Flecken ( die ja ein Makro Merkmal von Vesca sind ) muss man mal überprüfen, das werde ich nächstes Jahr sicher mal machen .

    Gruss

    Uwe

    Hallo Jörg,

    auch von mir natürlich gute Besserung , vor allem auch für deine Tochter

    Zu deine zwei Täublingsbildern:

    Hier passen die Hutfarben schon besser , beim ersten älteren Exemplar hätte ich aber immer noch Zweifel, da müsste wirklich die Sporenpulver Farbe zum Wiesel passen

    Also deutlich heller , wie beim schön dottergelben Ledertäubling

    Die Nr. 2 hat die typischen Hutfarben des Wieseltäublings, aber auch hier ist eine sichere Bestimmung nur mit weiteren Merkmalen ( Sporenpulver Farbe 2b , festes + schweres Hutfleisch, gekammerter Stiel ) möglich


    beste Grüße

    Uwe

    Hallo Jörg,

    schöne Bilder von tollen Funden.

    Zwei Anmerkungen
    Bei deinem Täubling R.mustelina habe ich so meine Zweifel.
    Die Farbe passt nicht wirklich zum Wieseltäubling, den hätte ich auf R.integra überprüft
    Kaum ein Täubling hat so einen so konstanten Farbton wie der Wieseltäubling, immer ein mittleres braun ohne Rotanteile
    In der Schweiz und im Schwarzwald finde ich die Art öfter und kann das ganz gut beurteilen

    Die Schleierlinge würde ich mit Cortinarius anomalus agg. vergleichen, die ockergelben Velumgürtel , Hutfarbe und Habitus passen da sehr gut.


    Gruss

    Uwe

    Hallo Nosozia,


    Wie Pablo sehe ich bei

    Nr. 1 C. anomalus s.l. , Braun-violetter Dickfuss frisch mit ockergelben Velumgürteln am Stiel und eher geruchlos


    Wie Werner sehe ich bei

    Nr. 2 C. hemitrichus , Weissflockiger Gürtelfuß ein strenger Birkenbegleiter


    Nr. 3 C. saturninus , Klebriger Gürtelfuß , ein Weidenbegleiter mit den typischen kreisförmigen ( Saturn-Ringe) Velumresten auf dem Hut


    Nr.4 eine so nicht bestimmbare Telamonie


    Gruss

    Uwe

    Hallo Pablo,

    ja das passt gut.
    Für eine ähnliche Anfrage hier im Forum, hatte ich dann letzthin auch C.xanthoochraceus vorgeschlagen
    Das deutliche weisse Velum auf dem Hut und die recht kleinen ellipsoiden Sporen passen gut zu dieser Art.

    Solche Funde wurden bisher auch gerne als C.langei abgebildet ( z.b. BW Band 5)
    Anbei noch eine Seite aus dem JEC Heft 2011
    Gruss

    Uwe

    Hallo Peter,

    Dein Fund ist schon eindeutig der echte Tiger, T.pardinum

    Der deutlich Kontrast der Hutschuppung ist neben dem etwas unterschiedlichen Biotop der größte Unterschied zu T.filamentosum

    In den Kalkgebieten bei Schramberg ist pardinum ja regelmäßig zu finden

    z.B. am Beschenhof

    Bei mir am See finde ich dagegen ausschließlich T.filamentosum im Laubwald

    Am Wochende hatte ich auch gerade noch ein Fund, der ist deutlich grauer und einfarbiger wie dein Fund

    Nächstes Jahr zum AK bringe ich mal welche mit

    Gruß

    Uwe

    Hallo

    Wie Pablo schon geschrieben hat , können die ersten gut alte Buchen Klumpfüsse, C.anserinus sein

    Mit Geschmacksprobe der Huthaut könnte das abgesichert werden


    Die Telamonien riechen nicht zufällig nach frisch geschnittener Petersilie oder Rhabarber ?


    Gruß

    Uwe

    Hallo Phillip,

    falls du nach Hornberg kommen willst gebe ich dir gerne ein paar Infos.

    Ich war schon bei vielen, verschiedenen F-Kursen als Teilnehmer, Dozent und Codozent dabei, ausserdem habe ich schon etliche Prüfungen als Prüfungsbeisitzer abgenommen.

    Die F1 Kurse beinhalten die grundlegende Theorie zu den Lamellen Pilzen , wobei hauptsächlich die großen und wichtigen Gattungen der hellsporigen Pilze besprochen werden.
    Hier lernt man die Grundlagen der Pilzbestimmung , die Morphologie der Pilze und das Arbeiten mit Schlüsseln, usw.
    Das ganze ist deutlich lockerer wie ein F2 Kurs, da ja die Prüfung noch nicht im Vordergrund steht


    Der F2 Kurs baut dann schon darauf auf und bringt zusätzlich die dunkelsporigen Pilze. Dieser Kurs ist ganz klar der Vorbereitungskurs auf die Prüfung d.h. er beinhaltet die Theorie

    zur Toxikologie, Waldrecht, Naturschutz usw.

    Logischerweise kann das etwas stressiger sein, da doch meist etliche Teilnehmer die Prüfung absolvieren wollen


    Es kann also durchaus Sinn machen beide Kurse nacheinander zu absolvieren.
    Du hast dann den Überblick welche Pilze gerade wachsen und eine gute Chance, dass du die Prüfungspilze auch schon mal in der Hand hattest.

    Was ich nicht machen würde, wäre beide Kurse im August zu machen, da mit unseren trockenen und heissen Sommern die Pilzvielfalt im August oft noch fehlt

    Das wäre doch ein grosses Risiko.
    Mitte September dagegen kannst du von der Vielfalt oft erschlagen werden, da helfen dann die 2 Wochen um den Überblick zu bekommen und zu behalten
    Als Beispiel : bei meinem ersten F1 Kurs im September 2004 noch bei Walter Pätzold hatten wir in einer Woche über 400 Arten gefunden
    Das war überwältigend aber einfach zu viel. Ich hab das dann im nächsten Jahr wiederholt und hatte dann beim zweiten mal mit weniger als der Hälfte der Arten deutlich mehr davon.

    Als Gegenbeispiel: Es gab auch schon Augustkurse mit 30 Arten, davon 20 Rindenpilzen und 5 Porlingen , das kann ganz schön frustrierend sein


    Ich hoffe diese Info hilft dir etwas bei der Entscheidung


    beste Grüße aus dem Süden

    Uwe

    Hallo zusammen,

    Also mir ist der letzte immer noch unklar

    Ich kann die Farben nicht wirklich zu Arten mit solch einer KOH Reaktion zuordnen

    C.OLEAROIDES würde ich ausschließen, diese Art durfte ich letztes Jahr bei der BMG Tagung das erste mal finden

    Der hat wirklich ein orange-gelb in den Hut und Stielfarben , das seh ich hier auf keinem der Bilder

    Was man recht sicher sagen kann , der Fund gehört in die grosse Sektion Calochroi und dort wohl zu dem was man bisher unter der Sektion Fulvi verstanden hat

    Auch citriformen bis amygdaloiden Sporen passen gut dazu

    Die Art Zuordnung wird bei nur einem Exemplar und in diesem Zustand schwierig

    Wenn es mein Fund wäre , wäre das für mich ein Sequenzierungskandidat und zwar aus purer Neugier

    Beste Grüße

    Uwe

    Hallo Tobi,

    Wieder schöne Funde.

    Bis auf den letzten habe ich mit der Bestimmung keine Probleme

    Von deinen Fulvochrascens hatte ich dieses Jahr in der Schweiz eine sehr ähnliche Kollektion , auch mit diesen dicken und lange Stielen und der speziell gerandeten Knolle.

    Standort ebenfalls eine Waldwiese im hohen Grass und bei Fichte

    Der Fund mit der starken KOH Doppelreaktion am Hut und Knolle sieht schon speziell aus

    Die Waldbilder zeigen violette Lamellen und einen fasst bläulich wirkenden Hut

    Die Indoor Bilder dann einen Grüngelb durchgefärbten Pilz

    Ich wäre nie darauf gekommen dass das daselbe sein soll

    Da du die Pilze als sulfurinus bestimmt hast gehe ich mal davon aus dass im Orginal keine Blautöne zu sehen waren oder etwa doch ?

    Kam denn die Rotreaktion schnell und wie stark war das KOH ?

    Hast du auch Micro Bilder dazu ?

    Gruß

    Uwe

    Hallo Thomas,

    meine Erfahrung ist, dass die Reaktion bei den Variecolores mit 3% -10% KOH sogar intensiver ausfällt wie mit deutlich stärkerer Lauge

    Bei den schwach reagierenden Arten braucht es dann die stärkere Lauge

    Bei der Fleischreaktion brennt die starke Lauge halt schon richtige Löcher ins Fleisch.

    Bei E.Ludwig im Pilzkompendium ist ja meist eine Angabe zur verwendeten Laugenstärke dabei, aber ein System konnte ich da noch nicht feststellen.

    Bei der Fleischreaktion starte ich mittlerweile immer mit 3% und erhöhe dann auf 20%


    Gruss

    Uwe

    Hallo Thomas

    1. , 3. und 4. passen gut

    Der Leucocortinarius bulbiger ist meines wissens kein Cortinarius sondern steht den Ritterlingen näher


    Nr.2 gefällt mir nicht so, C.piceae hätte doch eine deutlich gerandete Knolle und ist ein kleinerer Pilz

    Eine gute Alternative habe ich aber auch nicht

    Gruss

    Uwe

    Hallo Birgit

    Das war wohl eine Aussage von mir

    Typischerweise sind die Calochroi-Sporen mandel (amygdaloid) bis zitronenförmig (citriform) und nicht rein ellipsoid

    Die Aussage bezog sich auf ein spezifische Micro-Aufnahme die ellipsoide Sporen zeigte

    Die Sporen Form ist aber immer Art-spezifisch und muss im Einzelfall überprüft werden

    Es gibt noch andere Sektionen/Arten die amygdaloide und/oder zitriforme Sporen haben

    Gruss

    Uwe

    Hi Sebastian

    Deine C.anomalus Bestimmung ist absolut richtig

    Das wäre wohl sogar Anomalus senso stricto

    Der vorherige gehört in die Sektion, in der Funga Nordica sind einige aufgeschlüsselt, darunter auch welche ohne Blautöne

    Z.B C.xanthocephalus oder C.tabularis

    Wie immer braucht es gerade bei den Telamonien eine komplette Kollektion mit jungen Exemplaren


    Gruß

    Uwe

    Hallo Sebastian,

    aufgrund der subglobosen Sporen, gehört der wohl in die Sektion Anomali.

    Mehr kann ich nicht sagen, Hühnerbrühengeruch ist mir noch nie untergekommen

    Gruss

    Uwe

    Hallo Norbert

    So makroskopisch wäre ich da bei R.aquosa

    Das Biotop müsste dann aber deutlich feucht, eventuell sogar mit Sphagnum sein.

    Was ausserdem nicht passt ist die Guajak Reaktion

    Aquosa hat eine schwache Reaktion, meine Erfahrung ist aber, dass das Guajak, was so verkauft wird, meist deutlich zu stark konzentriert ist

    Bei uns im Arbeitskreis Hornberg gleichen wir das Guajak oft gerade mit R.aquosa ab, da wir die Art in Hochmooren des Schwarzwalds recht häufig finden

    Die Reaktion sollte auf dem Stiel nach 10 sek. nur grünlich und nicht deutlich blau sein

    Auch deine Sporen Messungen wäre etwas zu gross

    Mal schauen was die Spezialisten sagen

    Gruß

    Uwe

    Hallo Felli

    Wunderbare Kollektionen

    1 + 2 sehen sehr interessant aus

    Glaucopus ist bei 1 auszuschliessen

    Sehe ich die Farbe richtig ist da ein minimales blau in der Hutfarbe ?


    Die 4. Ist sicher auch kein Glaucopus, Anserinus ist gut möglich aber nur mit Geschmackstest der Huthaut abzusichern

    Es könnte aber auch etwas besseres sein


    1+2 schaue ich mir heute Abend nochmal an


    Der Rest passt sehr gut, auch delibutus würde ich bestätigen, ich sehe deutliche ockergelben Velumgürtel


    Gruss

    Uwe

    Hallo Thomas

    In mehreren Literaturstelllen habe ich gelesen das die Olivfarbene Reaktion mit der Zeit in rot-braun umschlagen soll

    Vielleicht daher das Schlüsselproblem, ich habe das aber noch nie getestet

    Ich werde mir aber die Schlüsselstelle in der Funga Nordica auf jeden Fall markieren und in der übersetzten Fassung korrigieren

    Gruss

    Uwe