Beiträge von Cortinarius

    Hallo

    Funde von C.terpsichores im Nadelwald sind keine Seltenheit, das kommt wohl immer mal wieder vor ( siehe Pilze BW, Band 5)

    Ich kenne die Art bisher nur bei Laubbäumen , Buche, Eiche und Hasel

    Für die Sporengrösse wäre eine Messung von min. 30 Sporen mit statistischer Auswertung hilfreich. Das herauspicken von (zu) langen Sporen macht wenig Sinn.

    Gruss

    Uwe

    Den müsste man dann über bläuliche Lamellen schlüsseln, richtig? Bzw. womit schlüssle ich sowas überhaupt, da die Art weder in der FN, Kibby oder CiS enthalten ist?

    Ja das ist generell bei selteneren Arten ein Problem. C.scaurocaninus findet sich z.B. in der Flora Neerlandica 8 - Cortinarius
    Ob er sich schlüsseln lässt kann ich gerade nicht prüfen, da ich bis Montag keinen Zugriff auf das Buch habe.
    Ich erinnere mich nur dass es bei C.glaucopus ein Schlüsselproblem gab, da dieser nur über "nicht blaue Lamellen" erreichbar ist.
    Gruss
    Uwe

    Hallo,

    ich sehe hier nichts aus der aktuellen Gattung Calonarius (wie C. saporatus) sondern ein Phlegmacium, eventuell Phlegmacium magicum oder etwas nah Verwandtes. Sporen wären hier sehr hilfreich.

    Viele Grüße

    Das sehe ich auch so. Konkret bin ich da bei C.scaurocaninus der bei Eichen wächst.

    Überprüfen lässt sich das über die kleinen ellipsoiden Sporen, die so max. 8 um lang sein sollten

    Gruss

    Uwe

    Hallo zusammen,

    irgendwie passt das alles nicht so ganz zusammen. Die KOH Reaktion und das makroskopische Erscheinungsbild geben kein klares Bild.

    Sinnvoll wäre es zumindest mal die Sporen unters "scharfe Glas" zu legen.

    Wenn du, Cornelius , keine Möglichkeit hast zu mikroskopieren, kannst du mir ein Stückchen vom Exsikkat ( Stiel mit Cortina und Lamellen) per Post schicken, dann mach ich das

    Adresse gibt es per PM , wenn du dich meldest

    Gruss

    Uwe

    Hallo,

    wie meine Vorredner schon festgestellt haben, kann man hier nichts mit Sicherheit sagen, dazu fehlen wichtige Daten.
    Bei 1. wäre ich aufgrund des leuchtend gelben Fleisches bei C.splendens , Schöngelber Klumpfuss
    Bei 2. handelt es sich um eine der dickeren Telamonien mit rotbraunem Hut. Hier wäre z.B. C.solis-occasus ein möglicher Kandidat
    Bei 3. sehe ich einen Schleimfuss. Ein Test mit der Zungenspitze den Hut anlecken , wenn es dann richtig bitter wird, dann wäre das C.vibratilis, Bitterster Schleimfuss

    Zu 4. sage ich nichts

    Gruss
    Uwe

    Hallo Bernd,

    der neue lila Cortinarius ist, auf Grund der fein filzig schuppigen Huthaut, C.violaceus.

    Der rot-braune sollte auf Grund des Habitus , C.rubellus, der Spitzgebuckelte Rauhkopf sein. Auch wenn die ockergelben Velumgürtel am Stiel hier nicht zu sehen sind. Zu der Telamonie (Nr.3) sage ich nichts, da ist vieles möglich.

    Gruss

    Uwe

    Hallo Sabine
    C.purpureus ist normalerweise von rotem Velum überzogen ( Stiel und teilweise auch Hut), das Fleisch ist gelblich
    In diesem Fall ist der Stiel fast vollständig oberflächlich abgefressen ( Schnecken) oder abgebrochen, das kann man nicht richtig erkennen.
    Das Velum sitzt nur oberflächlich drauf , entsprechend sieht man nur das gelbliche Fleisch.
    Hier mal Vergleichsbilder
    Gruss Uwe

    Hallo,

    das passt schon mit R.postiana. Die Lamellen zeigen ja ein dottergelbes SPP , damit ist ochroleuca raus. Manchmal gibt es sehr helle R.integra die ähnlich aussehen können. Hier sehe ich aber recht deutliche grüntöne, was für R.postiana/olivascens spricht.

    Kalk Nadelwald bei Fichte passt auch.

    Die Art kann recht gross werden ist aber immer irgendwie zerbrechlich.

    Gruss

    Uwe

    Hallo Helmut,

    manchmal machen die Pilze nicht das was in den Büchern steht.

    An deinem Schnittbild lässt sich eine minimal gerandete Knolle erkennen.

    Wenn man die zu Grunde legt kommt man ganz einfach zum Buchen Klumpfuß, Cortinarius anserinus.

    Einmal kurz an der Huthaut probieren würde das klären, die ist dann deutlich bitter.

    Die schön zitronigen Sporen, das kalte blau im Stiel und die ockergelben Hutfarbe mit minimalem blau-grün Stich, ockergelbes Stielvelum passen perfekt zu C.anserinus.

    Beste Grüsse

    Uwe

    Hallo zusammen,

    ohne KOH Reaktion und Sporen Bilder wird das nichts werden.

    Falls du die Pilze mitgenommen hast, wäre dir bei C.turmalis die Rosa-Verfärbung an der Stielbasis an den Basalmycel Stellen aufgefallen.

    Entsprechend bin ich eher bei einer Art aus der Sektion Phlegmacioides, z.B. C.patibilis

    Aber das ist reine Spekulation.

    Vielleicht findest du Art nochmal und bestimmst sie dann seriös

    Beste Grüsse

    Uwe

    Kannst du mal die ID der Vergleichs-Sequenz schicken.
    Es gibt schon ein paar sehr nah bei C.pseudoglaucopus stehende Arten, die teilweise mit "alten" Namen in der Genbank stehen , so auch unter dem Namen C.elotus
    z.B. glaucoelotus den Raphael letztes Jahr hier gezeigt hatte

    Hallo,

    ich nehme an der Fund ist aktuell. Aufgrund der Jahreszeit ist es schwierig noch wirklich junge Fruchtkörper zu finden. Es wird sich hier wohl um einen Schleimkopf ( Phlegmacium) handeln, aber eine der grösseren Telamonien ist auch nicht ausgeschlossen.
    Du kannst mal einen der frischeren Fruchtkörper längs schneiden und etwas KOH auf Hut- und Stielfleisch geben. Gibt es dabei nach 1-4 Minuten eine Gelbverfärbung , eventuell nur ringförmig ?

    Dann sind wir bei einem Schleimkopf aus der Gruppe um C.variecolor
    Geht die Verfärbung eher Richtung dunkelbraun bis schwarz, ist das eher eine Telamonie
    Alles weitere wäre nur Raterei

    Gruss
    Uwe

    Hallo zusammen,

    das Exsikkat ist angekommen und ich hab mal mikroskopiert.
    Die Sporen sind im Mittel 7,9 x 6,2 um gross
    Sporen "optischer Schnitt" , in Melzer


    Das Ornament ist stachelig mit einzeln verbundenen Graten
    Bild gestackt aus ca. 5 Aufnahmen, in Melzer


    Die Huthaut zeigt recht dünne und lange in SV anfärbbare Pileozystiden
    Die Huthaut aus dem Exsikkat zu gewinnen ist nicht so einfach und aus Zeitmangel hab ich nur ein
    recht dürftiges Präparat hinbekommen


    Aufgrund der meist isoliert stacheligen, die nur vereinzelt mit Graten verbunden sind, schliesse ich R.helodes aus. Der hätte deutlich netzige und auch grössere Sporen
    Die weitere in solchen Biotope vorkommende Art, R.rhodopus , der Flammstieltäubling würde ich auch ausschliessen, da dieser auch mehr netzige Sporen haben sollte


    Die Sporengrösse und das Ornament passt gut zum Bluttäubling, R.sanguinaria

    Das Bild der Pileozystiden ist wenig aussagekräftig, also bleibt wie meist eine gewisse Unsicherheit.

    Gruss
    Uwe

    Hallo Thomas,
    beim "Sporen Messen" solltest du nur plan liegende Sporen nehmen
    In der Cortina liegen die Sporen oft irgendwie schräg.
    Die Spore sollte vollflächig scharf abgebildet sein. Dazu die Kondensor Blende öffnen, dann ist die Tiefenschärfe am geringsten und du siehst besser ob die Sporen plan liegen
    Bei deinem Bild würde ich z.B. nur die 4 grün markierten Sporen messen und z.B. die rot markierten und alle anderen nicht.


    Bei einem Abwurf liegen die Sporen oft deutlich besser da. Aber schneller und einfacher geht es mit der Cortina. Die Lamellen sollte man nur im absoluten Notfall nehmen, dort sind dann immer unreife Sporen dabei, das sieht man bei den Cortinarien an fehlender oder schwacher Warzigkeit, im Vergleich zu den Reifen.

    Gruss

    Uwe

    Hallo Urs-Peter,

    ja, ganz typisch.
    Eine der wenigen Telamonien, sie man recht sicher makroskopisch ansprechen kann.
    Den "angeblichen" Geruch hab ich auch noch nie wirklich deutlich wahrgenommen

    Gruss

    Uwe

    Hallo

    Wenn das nicht C.pseudoglaucopus ist, dann kenn ich den Pilz nicht.

    Für mich passt das in die Bandbreite von Pseudoglaucopus.

    Spore passen perfekt, Rettichgeruch ist da, und das Violett an der Stielknolle ist zu erahnen

    Wenn du es genau wissen willst, hilft nur sequenzieren.

    Auch nur so werden neue Arten entdeckt.

    Gruss

    Uwe

    Hallo

    den ersten mit der deutlichen Reaktion am Basalmycel und den eher grossen, citriformen Sporen würde ich mit C.metarius vergleichen


    die letzten ( Kollektion 2) wären für mich C.pseudoglaucopus
    Auf dem letzen Bild sieht man den Hauch von violett an der Stielknolle.
    Die Hutfarben sind bei Pseudoglaucopus recht variabel, aber immer mit einem gewissen Olivton
    Ein schönes Merkmal hab ich gerade von Andi, donbrosco gelernt und das trifft es perfekt.
    Der Geruch ist nicht nur Rettich sondern immer auch nach "kaltem Aschenbecher"
    Selbst als passionierter Nichtraucher kann ich den Geruch gut erkennen.
    Kannst ja mal testen ob du das auch riechst.
    Beim Cortinarien Kurs in Hornberg hatte ich einen wirklich uralten Klumpfuss nur Braun in Braun ohne jegliche Merkmale, aber dieser markante Geruch hat ihn dann als Pseudoglaucopus verraten.


    die Kollektion 1: kann ich nicht zuordnen, da passen mir die Hutfarben nicht zu Pseudoglaucopus
    Die müsstest du mal getrennt mikroskopieren, ob die Sporen wirklich gleich sind wie bei Kollektion 2


    Gruss

    Uwe