Beiträge von Chorknabe

    Es ist genaugenommen nicht vergleichbar, aber ich musste beim Reinhören automatisch an ein experimentelles Filmwerk aus den 80ern denken: koyaanisqatsi


    Deine Assoziation war sehr treffend :) Wie Nobi bereits bemerkte, schrieb Philip Glass die Musik zum Film. Glass ist wiederum eines der Urgesteine der Minimal Music und gehört bis heute zu deren wichtigsten Vertretern. Interessant ist für mich, wie unterschiedlich Glass und Riech die Idee einer Repetitiven Musik angehen.

    Leute, ihr müsst jetzt ganz ganz stark sein: ich kann mit Gitarren-Musik wirklich gar nichts anfangen. :huh: Aber bleiben wir doch mal in den 70ern. Kennt ihr Steve Reich? Er ist einer der wichtigsten Vertreter der "Minimal Music", die in den 60..70ern ihre Blüte erlebte. Am stark repetitiven Charakter scheiden sich erfahrungsgemäß die Geister: die Einen ertragen diese Musik nur kurze Zeit, auf andere wirkt sie extrem anregend. Sein wichtigstes Werk ist zweifelsohne "Music for 18 Musicians".


    Mein persönliches Zwischenfazit zum Thema (Hefeweizen): Weiherer! Die Franken haben's einfach drauf.


    Btw.: Über Hefeweizen zu schreiben erscheint mir übrigens (Achtung - Wortwitz!) deutlich spannender als über Volt-, Ampere - oder Aurameter :P.

    Schön, mal wieder einen Gesinnungsgenossen zu treffen. Mein Lieblingsgerät ist die Rolleiflex 2,8f! Die Lage auf dem Markt für Verbrauchsmaterialien könnte einem aber die Tränen in die Augen treiben.

    Hallo Ralph,


    ich dachte mir schon bei Deinem Nick, dass Du möglicherweise analoge Hardware aus Schweden magst ;) Ich bin dem Messsucher verfallen (M6, XPan), fotografiere zur Zeit aber fast ausschließlich mit einer Fuji G617 im Format 6x17. Da passen viele Pilze auf ein Bild :-) Die Filmpreise sind in der Tat kräftig angestiegen, gerade in den letzten Jahren.


    Grüße, Thomas.

    Ich fotografiere mit einer Sony RX100 III. Kein Vollformat und kein Wechselobjektiv, dafür sehr kompakt (d.h. immer dabei) bei dennoch sehr hoher Bildqualität (d.h. Reserven für Crops!). Dazu ein kleines GrollaPad als Stativ damit nichts verwackelt. Bracketing nzw. FokusStacking nutze ich nicht, nicht zuletzt weil ich mir den Look übersehen habe und stattdessen "natürlich entstandene" Bilder bevorzuge.

    Überhaupt betreibe ich bei Pilzen die Fotografie nicht besonders ambitioniert; ich bearbeite Bilder kaum und dokumentiere eher als dass ich gestalte. An anderer Stelle ziehe ich hingegen mit meinen diversen analogen Kameras durch die Welt und stecke viel Arbeit in das Thema Bildkomposition, Scannen und Bearbeiten. Bei den Pilzen packt es mich aber einfach nicht; hier steht für mich nicht die Kunst sondern der Zweck im Vordergrund.

    Ich sehe hier einen der Erdritterlinge. Die können durchaus mal so kontrastierend schuppig daher kommen. Die eher braune Farbe liegt am Alter (Frostschäden?). Hast Du mal an Deinem Fund gerochen? Von der Optik könnte einer der gilbenden Arten aber auch T.squarrulosum oder T.orirubens passen.

    Auf dem Bild lässt sich die Textur nicht genau erkennen.

    Ich meine zwar eine Textura globulosa zu erkennen, aber sicher bin ich mir da nicht.

    Da bleibt halt nur noch das übrige offen:

    [..]

    Super, das waren viele Tipps. Ich habe von meinem Fund ein Exsikkat angelegt. Im Winter werde ich mich dem Fund nochmal widmen, nicht zuletzt um die Präoaration und Mikroskopie zu üben. Vorm Untersuchen einfach einweichen? Funktioniert dann noch der Sporenabwurf?


    LG, Thomas.

    das Sporenabwurfverfahren von Ralf funktioniert tatsächlich einwandfrei, wenn man mit größeren Ascomyceten hantiert. Wenn die Fruchtkörper in der Größenordnung eines Milimeters sind, geht das natürlich nicht mehr so gut.


    Björn

    Hallo Björn,


    gut zu wissen. Allerdings ist es sehr unwahrscheinlich, dass ich mich mittelfristig mit Fruchtkörpern unter 1mm Durchmesser befassen werde 8o

    Hallo,


    einen zweiten Fund machte ich an einer verletzten Stelle eines Ahorn-Baums: ein violetter Becherling; Becher ausgebreitet und wellig verbogen; ungestielt; Durchmesser ca. 3cm. Es gab nur diesen einen Fruchtkörper. Auffällig für mich sind die sehr langgezogenen Sporen (ich hatte allerdings bislang kaum Ascos unterm Mikroskop). Mit PDS geschlüsselt lande ich bei Ascocoryne cylichnium bzw. Ascocoryne sarcoides. Kann das hinkommen?


    P.S.: Bitte verzeiht mir die etwas planlosen Mikro-Bilder, aber ich fange mit den Ascos gerade erst an :rolleyes:


    Diesen Becherling fand ich am Wochenende auf dem Stumpf eines Ahorns. Mit Ascomyceten hab ich mich bisher nicht wirklich befasst. Der Schlüssel in PDS führt mich zu Peziza micropus bzw. Peziza varia. Passt?


    wir haben in Jena H. mucronella zwei oder drei Mal gehabt bisher, und mindestens zwei Mal davon im Wald (Nordfriedhof und westlich von Leutra südseitig am Hang).

    Hallo Andreas,


    danke Dir für den Hinweis. Ich habe das bereits in "Großpilze Jenas" nachvollzogen. Ich habe damit wohl einen neuen Standort finden können: in unmittelbarer Nähe vom Parkplatz am Landgrafen.

    Einen weiteren Effekt finde ich sehr störend:


    Ich schreibe einen Text und trenne Absätze mittels "Enter". Dann möchte ich den Absatz wieder löschen und setze entweder den Cursor vor den unteren Absatz und drücke "<--" oder setze ihn ans Ende des oberen Absatz und drücke "Entf". in beiden Fällen gibt es den gleichen Effekt: Die Formatierung des ehemals unteren Absatzes ändert sich plötzlich und bekommt eine andere Schriftgröße. Kennt jemand diesen Effekt und weiß Abhilfe?

    Hallo,


    am Sonntag fand ich im Wald eine Gruppe von Saftlingen. Für mich ist das eine bislang unbeachtete Gattung (was nicht zuletzt daran liegt dass ich selten auf Magerrasen unterwegs bin).


    Fundort war ein Ahorn-dominierter Laubwald (Eschen? Buchen?) mit eingestreuten Fichten und Kiefern auf Kalk. Am Fundort wuchs außerdem Immergrün. Der Hut ist kräftig rot, wird aber am Hutrand schnell orange bis gelb; später hat fast der gesamte Hut diese Farbe, die Hutmitte bleibt aber immer rötlich gefärbt. Hut anfangs klebrig und glänzend, später trocken und dann matt; hygrophan. Die Lamellen sind gerade angewachsen und mit Zahn herablaufend; relativ dünn; orange bis gelblich. Der Stiel ist jung schleimig, trocknet aber schnell ab. An der Stielspitze rot, dann nach unten schnell gelb werdend; an der Stielbasis mit weißlichem Mycel behangen.

    Ein Geruch ist nicht vorhanden; der Geschmack ist kräftig bitter (bemerkt man bereits wenn man den Hut mit der Zunge antippt). Sporen sehr runterschiedlich geformt und teils kräftig eingeschnürt; Sporenmaße muss ich nachreichen (sie passen aber zu meiner Hypothese).



    Nach Boertmann kommt eigentlich nichts anderes als der Bittere Saftling (Hygrocybe mucronella) in Frage. Einwände?


    P.S.: Gibt es weitere Saftlinge mit bitterem Geschmack?

    Hallo Volkmar,


    den Kahlen Krempling hättest Du an den schnell bräunenden Druckstellen der Lamellen erkennen können. Dein Fund hat vermutlich weißes Sporenpulver und wird eine Halimasch-Art sein.