Wenn man das Röten ernst nimmt und den ritterlingsartigen Habitus beachtet und ein Hellsporer annimmt bleibt gar nicht so viel übrig. Der Geruch hätte den Seifenritterling schnell bestätigt.
Beiträge von Chorknabe
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ich denke nicht dass du hellseherische fähigkeiten hast, sondern ein ausgezeichnetes wissen.
Nunja, das ist eher Raten als Wissen. Beim nächsten Mal stellst Du einfach bessere Bilder ein, auf denen man mehr erkennen kann, und dann wirst Du auch mehr und hilfreichere Antworten erhalten 😉
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Aber nur im Laubwald !!!
Die Nadelwald Arten bei Weisstanne fehlen komplett

Als Thüringer schreckt mich das kaum. Die Weißtannen nördlich des Höhenzugs vom Thüringer Wald kann man an einer Hand abzählen 😉
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Was ist denn FN, wenn die ich mal dumm fragen darf und welches Buch von Kibby meinst du denn?
Mit FN wird die Funga Nordica bezeichnet. Das ist ein Standardwerk zur Pilzbestimmung, aber leider vergriffen.
Mit Kibby meine ich ich den folgenden Cortinarien-Band:
KIBBY & TORTELLI - Cortinarius in Britain - Andreas GminderThe genus Cortinarius in Britain Kibby, G. & Tortelli, M. (2022) enthält 330 Arten mit Fotos und Aquarellen und ein Bestimmungsschlüssel. Knapp die Hälfte…www.myko-service.deLaut Günter (Saar) soll aber auch Fungi of temperate Europe sehr brauchbar sein.
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Randbemerkung: C. bergonii oder C.elegantissimus haben jung gelbe Lamellen und gehören deswegen in die die Gruppe der Xanthophylli bzw. (veraltet?) die Sektion der fulvi. Dein Fund hat aber blaue Lamellen und gehört deswegen in eine völlig andere Gruppe/Sektion. Bei blauen Lamellen und sonst keinerlei Blautönen auf Hut und Stiel bist Du bei den Challochoi.
Für die grobe Einsortierung der Phlegmacien braucht es gar nicht so viel;
- Knollenform (gerandet; keulig; ohne)
- Lamellenfarbe (von jungen Exemplaren!)
- Hutfarbe (ebenfalls insbesondere von jungen Exemplaren)
- Stielfarbe (diese ist meist weniger veränderlich als die Hutfarbe)
- KOH-Reaktion auf Hut- + Knollenrand, Basismycel, und Knollen-, Stiel- und Hutfleisch.
Wenn Du diese Angaben sauber erhoben hast, kommst Du mit den gängigen Schlüsseln wie FN oder Kibby in der Regel gut in die jeweilige Untersektion.
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Dein Cortinarienpärchen könnten in die Sektion der Variecolores gehören, die alle mit einer gelben KOH Verfärbung im Fleisch reagieren.
Ich habe mit Saftlingen sehr wenig am Hut, fand aber selbst einmal rötliche Saftlinge im Laubwald auf Kalk. Ich hatte Glück, weil ich just eine der wenigen (einzige?) bitter schmeckende Art erwischt hatte: H. mucronella. Vielleicht geht Dein Fund ja in die gleiche Richtung?
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Vergleiche mal mit dem Bärtigen Ritterling 😉
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Hallo Raphael, von einer Melanoleuca mit braunem Sporenpulver habe ich noch nie gehört. Kennst Du eine?
Hallo Rainer,
Du schreibst von "braunem Sporenpulver". Hast Du einen Sporenabdruck gemacht oder mikroskopiert? Die "braune Bepuderung" des Stiels ist kein Hinweis auf die Sporenpulverfarbe; zudem sehe ich auf den Stielen kein braunes Pulver sondern eher einen braunen Stiel, der hell geschuppt ist.
Den Butterrübling bezeichne ich auf meinen Exkursionen immer als "Fahrradschlauchpilz", weil sie der hohle Stiel auf Druck exakt so anfühlt als wenn man einen schwach aufgepumpten Fahrradschlauch drücken würde.
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Schönes Phlegacien, die ich allesamt noch nie in der Hand hatte. Allerdings fehlen hier in Thüringen die Tannen quasi vollständig.
Wenn ich deine Funde sehe, habe ich noch leise Hoffnungen, beim Schleierlingskurs kommende Woche doch etwas mehr zu sehen als kleine braune Telamonien. Allerdings ist der Kurs im Harz 😬 Ich werde berichten 🙂
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Schwierig? Aussichtslos! Was macht man in so einer Situation? In meiner Not habe ich die KI befragt und folgende Antwort bekommen:
Faszinierend! Ohne die Qualität der Antwort einschätzen zu können (weil ich in der Gattung hoffnungslos überblickslos) gäbe es nun aber eine guten Start fürs Nachlesen in der Literatur. Man stelle sich vor die KI hätte vollen Zugriff auf Kibby, Parra etc.
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ipso facto
Da beschäftige ich mich lieber mit etwas Einfachem und bleibe bei den Cortinarien.

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Ich gehe davon aus, dass die fehlenden Röhrlinge in Band 2 enthalten sein werden.
Bisher habe ich nur einen Kibby (Cortinarien). So ganz zu frieden bin ich nicht.
Ich finde den Band recht gelungen. Was fehlt Dir denn?
Generell sind die sämtliche Kibby-Bände fraglos eine Bereicherung, in jedem Fall preislich äußerst attraktiv.
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.. 2600 Seiten des Parra ..

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Bislang war mir nicht bewusst, welch hohe Ansprüche an die Fotografien gestellt werden. Natürlich sollten sie aussagekräftig sein.
Hallo Günter,
Du bist hier schlicht in eine kleine Forumsfehde geraten, in welcher der eine Forent jedweden Hinweis bezüglich seiner Bilder als persönlichen Angriff und Affront begreift, und der anderen Forent es nicht lassen kann den Ersteren damit aufzuziehen. Hier prallen Egos schwer wie Öltanker aufeinander 😊 Das lustvoll zelebrierte und in blumige Worte verpackte verbale aufeinander Eindreschen scheint ein genussvoller Freizeitvertreib zu sein. Zumindest für einige. Alle anderen lehnen sich entspannt zurück und genießen die Show, bis der Admin beide Kontraenten in ihre Ecke verweist. Oder wenden ihre Aufmerksamkeit spannenderen Themen zu. Pilze bspw.

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Da könnte man ja fast auf die Idee kommen, daß Cortinarienbestimmung eine einfache Sache ist

Wenn Du immer so einfache Arten findest 😛
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Anekdote:
Ich fuhr mit dem Rad zur Schule meines 8 Jährigen, um ihn abzuholen. Dort am Radstand lacht mich einfach ein wunderschöner grüner Knollenblätterpilz an. Niemand reagiert, niemanden störts. [..]
Weil es so gut passt: meine 8jährige Tochter machte letzte Woche in den Ferien im Schulhort eine Waldwanderung. Pilze durften auf keinen Fall angefasst werden, und das drauftreten auf alte Stäublinge war streng untersagt. Zum Basteln sammelten die Kinder allerdings mit den Erziehern zusammen jede Menge Zweige mit "rot-orangen Blüten". Es waren Pfaffenhütchen.
Ich glaube nicht dass die Erzieher auf dem Schirm hatten was sie da die Kinder sammeln lassen. Zumindest gab es keinerlei Hinweise oder Erklärungen. Aber Hauptsache jeden Pilz großräumig absperren. Könnte ja giftig sein 🙄🫣 -
Hallo, eine sympathische Vorstellung. Willkommen im Forum der Pilzverrückten! 🙂
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Hallo Björn,
ich hatte die Art noch nicht in der Hand, kann aber angesichts des offensichtlich roten Velums mit dem FN-Schlssel Deine Bestimmung nachvollziehen.
Alleine bei der Ökologie hapert es, denn C: spilomeus soll auf sauren Böden wachsen.
Die FN schreibt: "..on nutrient rich soil..". Das ist zumindest weiter gefasst als "saurer Boden".
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Ich habe noch ein Foto mit Meterstab auf der Digi. Muss mal schauen, wie ich das klein genug für das Forum bekomme

Ich verkleinere meine Bilder nicht mehr. Die Fotensoftware kann damit umgehen (und verkleinert vermutlich selbst).
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Danke schon mal für die erste Einschätzung

Wird Pholiota adiposa so groß???
Im alten Zustand können die schon mal recht stattlich werden.
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Hallo,
das sind Schüpplinge, möglicherweise etwas um Pholiota adiposa herum.
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Hallo Thomas
Ja, der eine mit dem gewölbten Hut und dunklen Stiel ist vermutlich was anderes.
Welchen hast du mikroskopiert?
Die mit dem flachen Hut könnten Naucoria subconspersa oder umbrina sein, wenn die Mikros von denen sind.
Naucoria striata ist eine dubiose, nordamerikanische Art. Du meinst vermutlich N. striatula? Der gilt als Synonym von N. umbrina.
Hallo Raphael,
ich habe da tatsächlich den Namen verwechselt, ich meinte natürlich N. striatula. Ich finde das Schlüsseln in der FN anhand der Farben eher schwierig. Gibt es da etwas akuelleres?
Ich fürchte dass ich nicht mehr exakt zusammenbringe, was ich mikroskopiert habe, weil ich an mehreren Fruchtkörper mit der Rasierklinge unter der Stereolupe herumdilettiert und verschiedentlich unters scharfe Glas gelegt habe. Glücklicherweise befindet sich der Fundort nur einen km von meinem Wohnort entfernt, so dass ich die Tage nochmal vorbeischauen und frisches Material holen werde. So kann man das ja nicht stehenlassen

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Hallo,
bei der Begehung eines neuen Gebiets stieß ich auf diese kleinen Dunkelsporer mit Helmingshabitus:
Fundort in einer morastigen Niederung unter Schwarzerle (ein Biotop mit dem ich bislang mykologisch wenige Berührungspunkte hatte). Die Pilze standen gesellig beieinander.
Hut ocker- bernsteinfarben, Hutmitte dunkler und mit angedeutetem Buckel. Am Hutrand (mindestens 1/3) durchscheinend und dadurch gerieft wirkend Hygrophan; im Alter am Hutrand risspilzartig aufreißend.
Lamellen ebenfalls ockerfarben, breit angewachsen und mit Zahn herablaufend. Lamellenschneiden nicht farblich abgesetzt.
Stiel <2mm und sehr lang, gebogen; ockerfarben. Unterm Auflichtmikroskop kann man eine teils feine weißliche Überfaserung erkennen.
Geruch unauffällig, Geschmack mild.
Sporen 11,4 x 5,9µm; Q=1,93; grobwarzig; mandel- zitronenförmig.
Vor Ort glaubte ich noch an eine Telamonie, aber zu Hause fand ich keinerlei Schleierreste am Stiel. Da der Fundort klarmachte, dass es sich um einen Erlenfolger handeln musste, habe ich einfach mal danach gesucht und bin schnell auf die Gattung Naucoria (Erlenschnitzlinge) gestoßen. Laut Literatur wird in den Schlüsseln zunächst nach Form der Cheilozystiden gefragt, also hab mal mein bestes mit der Rasierklinge gegeben und nach Cheilos gesucht: eindeutig brennhaarartig.
Mit der Bestimmung tue ich mich schwer: bestimmungsrelevant sind die Hutfarben (immer ein streitbares Thema), der fehlende bittere Geschmack (wobei Ludwig erwähnt dass teils Sippen bitter oder nicht bitter sein können ) und die durchscheinende Radialzeichnung, die allerdings bei Abtrocknung verloren geht. Am besten gefällt mit Naucoria
striatastriatula, dem Gerieften Erlenschnitzling.Geht ihr bei der Bestimmung mit?
P.S.: je länger ich mir meine eigenen Bilder ansehen, desto mehr Zweifel kommen mir: einer der Fruchtkörper (Bild 3 ganz oben; Bild vier ganz links) scheint optisch nicht ganz dazu zu passen, vor allem wegen des Stiels. Könnte ich hier vielleicht zwei Arten vor mir haben?
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Ich verlinke hier mal Cortinarius , vielleicht kann etwas Licht in die Angelegenheit bringen. Würde mich sehr interessieren.
