Beiträge von Chorknabe

    Hier ist der, den ich unicolor genannt habe, das wäre ja nach deiner Beschreibung eher lindtneri, oder?

    Ich würde den tatsächlich H. lindtneri nennen! :-) Allerdings verfüge ich keinesfalls über aktuelle Literatur; ich nutze FN, Gröger, Ludwig und vor allem GP BaWü. Möglicherweise ist mein Artenverständnis von lindtneri (bzw. den ähnlichen Arten) veraltet oder schlicht falsch.

    Danke Dir für Deine Antwort. leider war der vorgestellte Fund der einzige Fruchtkörper. KOH 20% hatte ich auf Stiel, Lamellen und Hut gemacht, leider ohne Farbveränderung. Lediglich die Huthaut hatte sich entfärbt (sah eher aus wie aufgelöst). Sollte die Farbreaktion auch bei eingetrockneten Fruchtkörpern funktionieren? Wenn ja, dann ist mein Fund doch etwas anderes.


    H. linderi durfte ich in den letzten Wochen häufig finden, da er hier bei uns als auch der BMG-Tagung einer der häufigsten Schnecklinge war. Ich habe ihn stets mit aprikosenfarbenen Lamellen (im Alter scheint das intensiver zu werden) und mit gelborangen Hutmitte gefunden, während der Hutrand vor allem bei jungen FK fast weiß, allenfalls cremefarben war. Die Farbe Deines Fundes ist mir - wenn man den Farben auf dem Bild vertrauen darf - zu wenig organge bzw. zu viel braungelb. Was spräche bei Deinem Fund gegen H. unicolor?

    Im Laubwald haben Schnecklinge ja gerade noch Saison, und so konnte ich auf Kalk einiges finden. Häufig sind bei uns vor allem Hygrophorus eburneus und discoxanthus, oft durchmischt. Während erste auch im Alter schneeweiß bleiben, trocknen letztere an Huträndern und Lamellen gelblich ein.

    Mir vielen jedoch zahlreiche Exemplare von H. eburneus ins Auge, die sich einen neuen Hutschmuck zugelegt hatten - auf der Hutoberseite klebten zahllose Mücken. Offensichtlich werden diese von dieser Schnecklingsart magisch angezogen und bleiben dann nach der Landung im Schleim haften. Vor allem auf älteren Exemplare zeigten diese Eigenschaft. Ich kenne das so von keiner anderen Pilzart.


    Mir stellt sich nun die Frage: was genau lockt die Mücken an? Und Wieso nur eburneus und nicht auch discoxanthus? Macht der Pilz dies möglicherweise sogar mit Absicht zum Zweck von Ernährung, Fortpflanzung oder reiner Nächstenliebe?



    Wenn die Dinger wirklich so wirksame Mückenjäger sind, dann werfe ich im kommenden Sommer alle Klebefallen aus der Wohnung und setzte mir Schnecklinge in den Blumentopf! :cool:8o

    Diesen Fund machte ich ebenfalls im Laubwald auf Kalk. Auf einem Ästchen (vermutlich Buche?) fand ich diese kleinen Kerlchen. Von der Wuchsform her kam mir schnell die Gattung Tubaria in den Sinn, und ich habe mich mal ans Schlüsseln gemacht. Zudem habe ich den Fund genutzt um meine ausbaufähigen Fähigkeiten am Mikroskop zu trainieren. In einem Lamellen-Quetschpräparat fand ich reichlich braune Sporen mit bis zu 9,5 Mirkometer Länge, dazu viele Cheilozystiden, teils sehr kopfig.


    Ich bin schließlich bei Tubaria furfuracea rausgekommen. Da ich mit der Gattung der Trompetenschnitzlinge keinerlei Erfahrungen habe, wollte ich meine Bestimmung hier gern absichern. Einwände?







    Hallo,


    diesen Schneckling fand ich vor einigen Tagen im Laubwald auf Kalk. Buchen waren beherrschend, aber es gab auch Hainbuchen, Eichen und anderes. Der trockene Hut wies eine kalte bräunliche Farbe auf, die am Rand etwas heller wurde. Mit etwas Phantasie kann man eine leichte radiale Hutzeichnung ausmachen; diese fällt auf den Bildern aber mehr auf als in der Realität. Die Lamellen waren rein weiß und mehr oder wneiger gerade am Stiel angewachsen. Der ebenfalls trockene (vielleicht leicht klebrige) Stiel war ebenfalls rein weiß, an der Stielspitze weiß punktiert und wies eine Art feine Zeichnung (eingetrockneter Schleim?!) auf. Ein Geruch war nicht wahrnehmbar.


    In der Umgebung waren auch teils vertrocknete Exemplare von Hygrophorus eburneus bzw. discoxanthus zu finden - so dass der Verdacht im Raum steht dass auch mein Exemplar vertrocknet gewesen sein könnte. Ob Hut und/oder Stiel einmal schleimig waren ist also nicht auszuschließen.


    Ich bin mit dem Schlüsseln einfach nicht zurecht gekommen - nichts scheint so recht zu passen. Ideen?


        

    Einige Bilder habe ich auch noch, die ich hier gern zeigen möchte. Zunächst möchte ich den Bericht mit etwas Farbe beginnen :-).


    Zitronengelbes Reisigbecherchen (Bisporella citrina)




    Weiter geht es mit dem bereits gezeigten Eflenringklumpfuß (Cortinarius magicus) - für mich ein Erstfund Am Samstag durften wir ihn noch einmal finden, diesmal konnte man den grünen Hutrand noch etwas besser ausmachen als am Vortag:


       



    Ein weiterer Schleierling fiel durch seine ausgesprochen düsteren Lamellen auf. Er wurde spontan in die Ecke vom Bitteren Schleimkopf (Cortinarius infractus) vermutet, zur weiteren Untersuchung aber mitgenommen.




    Neben den Klumpfüßen gab es auch schleimigere Cortinarien. Hier mal ein Schleierling der sich auch von Laien wie mir schnell bestimmen lässt, so man ihn denn nicht bereits kennt: der Natterstielige Schleimfuß (Cortinarius trivialis):




    Vom Trichterförmigen Muscheling (Hohenbuehelia petaloides) hatte Stefan bereits berichtet. Ich hatte parallel auch ein Exemplar gefunden und wäre wohl mit der Bestimmung ohne Hilfe nicht weit gekommen.


       



    Im Kalklaubwald zeigte sich als einer der wenigen Milchlinge der Blasse Milchling (Lactarius pallidus):




    Alte Mönchsköpfe (Infundibulicybe geotropa) durften zur späten Jahreszeit auch nicht fehlen:




    Bei der Samstagstour war Lepioten im Kalklaubwald extrem häufig vertreten. Mit dieser Gattung habe ich mich noch kaum befasst; für diesen Fund habe ich mir Gelbstieliger Wollstielschirmling (Lepiota magnispora) aufgeschrieben.




    Ebenfalls ein Erstfund für mich war dieser Stäubling mit der auffälligen Oberfläche: der Flockenstäubling (Lycoperdon mammaformae). Ich wäre glatt daran vorbei gelaufen, hatte aber glücklicherweise aufmerksamere Begleiter an meiner Seite :-)




    Dieser Fund bereitete mir bei der Bestimmung einige Kopfschmerzen: ein kleiner in Massen auftretender Pilz auf Blättern und Ästen mit einer auffälligen radialen Hutzeichnung und zudem kräftigem Geruch nach verfaulendem Kohl. Klar, da gab es doch einige Rüblinge die genau so riechen. Beim Bücherwälzen und Schlüsseln kam ich aber einfach nicht zurande - bis ich irgendwo einen Hinweis las dass einige Arten von Gymnopus zu Marasmiellus sortiert wurden. Also hab ich mal bei Marasmiellus geschlüsselt und bin schnell zum Gemeinen Stinkschwindling (Marasmiellus foetidus) gekommen. Christoph klärte mich dann noch über die inzwischen auseinandergflückte Gattung Micromphale auf, in der einst diese ganzen kleinen Stinker zu finden waren.




    Der Orangemilchende Helming (Mycena crocata) durfte im Kalklaubwald natürlich auch nicht fehlen.




    Der folgende Helmling blieb gleich ganz unbestimmt im Wald, musste aber unbedingt aufs Bild:




    Ebenfalls häufig konnten wir im Buchenlaub diesen Becherling finden, der von anderen Wissenden im Vorbeigehen den Namen Buchenwaldbecherling (Pezizza Arvenensis) erhielt. Hier ein Bild in jung und in sehr alt (dafür dann Handteller-groß):


      



    Das war es auch von meiner Seite. Es war schön in Rothenfels, und die Bayern haben uns ausgesprochen nett aufgenommen. Ein Besuch einer der kommednen BMG-Tagungen ist daher fest eingeplant :-)

    Ich bekomme beide Arten auch schwer auseinander. T. lascivum soll aber vor allem im Alter einen gräulichen Hut haben, T. album nicht. Letzterer riecht stärker nach Honig und etwas weniger "leuchtgasig", bei lascivum ist es umgekehrt. Wenn Du den Honiggeruch so stark wahrgenommen hast dann ist vielleicht die Wahrscheinlichkeit beioDeinem Fund für T album höher?

    Die zweite Schneckling ist wohl H personii - mit dem genatterten Stiel und der Ökologie kommt schlicht nichts anderes in Betracht. Zum ersten Fund vermag ich nichts zu sagen - außer dass ich vor wenigen Tagen im Kalkbuchenwald einen ähnlich aussehenden Fund gemacht habe, bei dem ich bei der Bestimmung ebenfalls steckengeblieben bin. H. linderi möchte ich hier aber eher in Zweifel ziehen - der hat keine reinweißen Lamellen, außerdem ist der Hut eher aprikosenfarbig in der Hutmitte und am Hutrand in der Regel creme- bis reinweiß.


    Hatte Deine Fund einen auffälligen Geruch?

    [..] Dann ein großer weißer, trockener Schneckling Hygrophorus penarius.

    Ich denke allerdings dass es Hygrophorus penarioides war - mit dem eigentümlichem Geruch nach Maracuja, aber mit milchiger Note. Hier mal noch ein Bild:



    Außerdem - weil er einfach so schön aussieht - noch ein Bild von Cortinarius caerulescens. Gut dass ich direkt beim Parkplatz nochmal den Hang hochgekraxelt bin, sonst hätten wir diese Schönheit (und Erstfund für mich) verpasst:


    Wir haben ihm den Namen Schwarzfaseriger Ritterling (Tricholoma portentosum) gegeben.

    bei dem habe ich auch meine Zweifel. Die kenne ich nur mit kompakterer Wuchsform.

    Der Kerl musst sich durch eine dicke Laubschicht durchkämpfen, daher ist der Stiel wohl etwas länger geraten. Aber nehmen wir Deine Zweifel beim Wort - was könnte es sonst sein?!

    Ich möchte nun doch Stefan etwas vorweg greifen. Während sich die Experten auf die Phlegamtien etc. gestürzt haben (die ich auch toll fand, zu denen ich aber wenig sagen konnte), habe ich mich mit den Ritterlingen befasst. Die "guten Sachen" bleiben also für Stefan reserviert :-)



    Zunächst ein Ritterling, der sich von oben betrachtet als Amanita phalloides tarnt: grüner Hut, radialfaserig eingewachsene Hutzeichnung. Der Blick unter den Hut entlarvt ihn dann aber als den Grüngelben Ritterling (Tricholoma sejunctum).


      



    Der nächste Fund war ein im Feld häufiger anzutreffen: ein Erdritterling mit auffällig grob geschupptem, grauem Hut und weißen Stiel. Der Geruch des unverletzten Fruchtkörpers ist etwas süßlich (nicht mehlig!), die Schnittfläche riecht jedoch kräftig nach Mehl. Nach einem halben Tag im Warmen liegend entwickeln sich an der Stielbasis teils flächige türkisblaue Flecken. Vertrocknete Lamellen (vor allem am Hutrand) verfärben sich schnell rötlich. Wir haben ihn als Rötenden Erdritterling (Tricholoma orirubens) bestimmt. Zugegeben - auf die Farbe des Basismycels habe ich nicht geachtet.



    Auch nicht selten anzutreffen war ein weiterer Erdritterling mit noch kräftiger geschupptem Hut. Der Stiel war nie rein weiß sondern schwarz überfasert, mitunter auch leicht schwarz-schuppig. Der Geruch des unverletzten Fruchtkörpers war weder mehlig noch süßlich sondern irgendwie staubig mit einer kräftigen Note nach gemahlenem Pfeffer (Zitat: "Ein Geruch wie wenn man den Pfefferstreuer auffüllt."). Damit ist er mit der FNE3 FNE3 gut bestimmbar: der Schuppenstielige Erdritterling (Tricholoma squarrulosum).



    Dann stießen wir auf einen Ritterling mit grauem Hut, dessen Hutoberfläche jedoch nicht samtigig oder schuppig sondern vielmehr völlig glatt war. Außerdem wies er eine eingewachsene radial-faserige Hutzeichnung auf. Der Stiel verfärbte sich an intensiver angefassen Stellen grüngelblich. Wir haben ihm den Namen Schwarzfaseriger Ritterling (Tricholoma portentosum) gegeben.

    Christoph (Tricholomopsis) bezweifelte diese Bestimmung spontan, konnte allerdings keine andere Art zu unserem Fund in die Runde werfen. Sein Argument war das falsche Habit - T. portentosum ist eigentlich ein Pilz der Nadelwälder. Wir fanden diese Art jedoch einen Tag später erneut im Kalklaubwald, aber auch aus Jena ist mir die Art im Kalklaubwald bekannt. Christoph regte dazu eine tiefergehende Untersuchung (Sequenzierung) an. Eventuell ist uns bei der Bestimmung eine Verwechslung mit T. scioides unterlaufen. Eine Kostprobe hätte diese schnell zutage gefördert, leider habe ich dies unterlassen. T. scioides kenne ich allerdings mit deutlich metallischerer Hutoberfläche und stärker spitzgebuckelt.


      



    Zum Schluss fanden wir noch nach längerer gezielter Suche in einem Kiefernwäldchen auf Kalk eine hier typische braune Ritterlingsart: den Fastberingten Ritterling (Tricholoma batschii).




    Soweit von unseren Ritterlingsfunden an diesem Tag, weitere spannende Funde wird dann wieder Stefan vorstellen :-)

    von oben gebe ich dir recht, aber von unten ist das ein Unterschied. Die gelblichen Stiele (im Alter verfärben sich auch die Lamellen so grüngelblich) sind sichere Erkennungszeichen.

    Der augenfälligste Unterschied von T. portentosum zu den Erdritterlingen ist für mich allerdings die Hutoberseite: bei den Erdritterlingen ist diese immer irgendwie samtig oder schuppig - bei T. portentosum ist sie glatt und fühlt sich fast speckig an. Die radialfaserige Zeichnung auf dem Hut ist eingewachsen.

    Wie Stefan schon schrieb war ich auch einige Tage bei BMG Tagung zugegen; zusammen mit Angela Günther (Mitautorin und Verlegerin der in diesem Jahr erschienenen Großpilze Jenas) bildeten wir eine Thüringer Abordnung :-) . Bei der Donnerstags-Exkursion war ich nicht wie Stefan im Buchenwald mit viel Totholz, sondern etwas unterhalb davon im sauren Mischwald mit Fichten und Buchen unterwegs. Viel habe ich an diesem Tag nicht fotografiert, aber über den folgenden Fund habe ich mich gefreut weil ein Erstfund für mich:


    Dunkelschuppiger Seifenritterling (Tricholoma saponaceum var. ardosiacum)




    Hier nochmal in jung mit einer noch deutlicher hervortretenden Stielschuppung:




    Weitere Fotos von unseren Exkursionen auf Kalk folgen, aber ich möchte Stefan nicht vorweg greifen ;-)

    Den basirubens konnte ich in diesem Jahr auch erstmals finden, sieht dann hier so aus:

    [..]

    Kann aber ja gut sein, daß eurer auch in die Variationsbreite passt.
    Eine weitere Art mit schuppigem Hut aber ganz glattem Stiel sollte ja atrosquamosum sein, der wohl auch komisch bunt verfärben darf, wenn ich das im Text bei FNE4 richtig vestanden habe. Der kerle fehlt mir allerdings noch in der Sammlung...

    Hallo Pablo, an welchen Merkmalen Deines Fundes machst Du T. basirubens fest? Bei Stefans Fund war die Stielbasis ja bereits im Feld schön rot/pink, was ihn ganz gut von T. orirubens abgrenzt, der zwar auch bläuliche bis pinke Verfärbungen an der Stielbasis haben kann, aber nicht so flächig sondern eher punktuell; außerdem erst nach vielen Stunden im Warmen liegend.


    T. atrosquamosum unterscheidet sich nach der FNE4 im Grunde nur durch die Farbe des Basismycels von T. orirubens. Das ist als Unterscheidungsmerkmal etwas dünn, zumal sich die Farbe des Basismycels nach dem ernten ändern kann. Dass hier die Arten sauber auseinander getüftelt sind, kann ich nicht so recht glauben.

    Ja, der hat schon einen Geruch. Aber ich wüsste nicht, wie ich den beschreiben soll. Wenn ich dann was von "Weidenbohrerraupe" lese oder "ölähnlich", hilft mir das nicht wirklich weiter. Da müsste man mir schon ein Vergleichsexemplar zum Beschnuppern unter die Nase halten, damit ich mir den Geruch einprägen und hoffentlich wieder erkennen kann.

    Kannst Du mit den Gruchskomponenten "Maracuja mit milchiger Note" oder "Fruchtmilcheis" etwas anfangen? Beschreibt das Deinen Fund? Die Gruchsangaben bei 123 Pilze würde ich vorsichtig in Zweifel ziehen. Ölig riecht H. penarioides nicht.

    ich hab auch ein paar Erdritterlinge beizusteuern, wachsen bei mir im Garten; die Nachbarn haben eine große Kiefer. Sporenpulver ist weiß (Abdruck).

    Das könnten ebenfalls der Gemeine Erdritterling sein. Wichtig wäre ein Geruchstest (erst vom unverletzten Fruchtkörper und dann von zerdrückten Lamellen) und ein Geschmackstest - beides sollte NICHT mehlig sein. Auf einem Bild meint man auch einen angegilbten Hutrand zu sehen; das kenne ich von T. terreum so nicht, und das könnte auch für eine gilbende Erdritterlingsart sprechen. Aber der Geruchstest wird Klarheit bringen.


    meine Erdritterlinge sehen so aus:

    [..]

    Sie wuchsen am Wegrand und waren oft büschelig. Geruch konnte ich auch keinen feststellen.

    Die ausgeprägte Ringzone ist schon sehr augenfällig. Das habe ich so noch nie bei T. terreum, den gilbenden Arten etc. gesehen. Könnte also für den Beringten Erdritterling sprechen, den ich aber selbst noch nie in der Hand hatte. Der sollte ebenfalls mehlig riechen, manchmal muss man dazu auch einige Lamellen quetschen oder am frischen Schnitt riechen damit man den Geruch deutlich wahrnehmen kann.

    Hallo,


    das sind spannende Beiträge über die Geruchswahrnehmung des Schwefelritterlings! Für meine Nase riechen diese sehr stechend und an verbrannten Schwefel erinnernd. Aber es schwingt auch eine dezente schwere süßliche Note mit. Bei den weißen Ritterlingen (bspw. T. lascivum) sind beide Geruchskomponenten ebenso vorhanden, nur in umgekehrter Intensität: im Vordergrund steht eine schwere Süße (die schnell als unangenehm empfunden wird) zusammen mit einem dezenten stechenden Geruch.


    Das man den stechenden schwefelartigen Geruch nicht wahrnehmen kann, war mir allerdings neu. Aber ich kenne nicht wenige Pilzler, die bestimmte Pilzgerüche nicht oder nur schlecht wahrnehmen können. Bei mir ist es bspw. der Fischgeruch bei den Heringstäublingen.