Beiträge von Steigerwaldpilzchen

    Hallo,

    Übrigens hätte ich Thiemos lila Cortinarius aus #717 rein optisch nicht für den Erdigriechenden Schleimkopf, sondern den Bocksdickfuß gehalten.

    Keine Sorge, den hätte ich sicher nicht probiert. :P

    Der roch schon klar nach "Scheunenstaub/Erde". Tatsächlich hätte ich mich nicht rangetraut, wenn nicht genau diese Fruchtkörper direkt beim Schleierlingskurs von Lothar bestimmt wurde. Ich bin in so unübersichtlichen Gattungen wie Cortinarius, bei denen ich auch nur an der Oberfläche kratze, immer lieber auf der sicheren Seite. Wie du schon schreibst ist C.variecolor nicht so selten bzw. im richtigen Habitat ortshäufig. Zur Not kann man ja bei den Variecolores noch den KOH Test machen. Wäre das irgendeine rare Cortinarie, wäre mir das Risiko des ungewissen Speisewerts zu hoch. :/

    VG Thiemo

    Hallo Steffen,


    Man muss gar keine Pilze essen. Ehrlich gesagt mach ich das eh nur selten.


    Aber bei diesem Schleierling spricht mich Kompaktheit und die schöne Farbe an. Zudem wollte ich wissen ob er auch den leicht süßen Geschmack seines Verwandten Ziegelgelben Schleimkopfes teilt (=nein).


    Das wir in diesem Thread nicht Pilzberatung machen und auch von ungewöhnlichere Arten berichten, wurde ja schon herausgestellt.


    VG Thiemo

    Hallo,

    in dem Thread ist es ja ziemlich ruhig geworden. Daher, mein kurzer Bericht zu einem Pilz, den scheinbar noch niemand hier probiert hat.

    Erdigriechender Schleimkopf Cortinarius variecolor aus dem Fichtenwald.



    Nach den üblichen Regeln, solo in etwas Fett gebraten und nur mit Salz gewürzt. Ich war gespannt ob der unangenhme Geruch sich auch so im Geschmack wiederspiegelt. Tatsächlich ist dem nicht der Fall. Man kann den Pilz auf jeden Fall essen. Er schmeckt mild und bringt auch gut pilziges Aroma mit. Nur im Nachgang macht sich leicht der erdige Geschmack bemerkbar, den aber scheinbar auch nicht jeder bemerkt. In einem Mischgericht oder stärker gewürzt geht das bestimmt völlig unter. Keinesfalls sollte man ihn als ungenießbar ansehen, wie wohl teilweise propagiert wird.

    In die Liste ist er nun auch eingepflegt. :)

    VG Thiemo

    Hallo,

    weißsporige Weißtäublinge kann man aktuell nicht bestimmen. Mehr als R.delica agg. wird das nicht. Sind wohl um die 10 Arten, wenn irgendwann mal bearbeitet.

    Solltest du aber creme- oder ockersporige Weißtäublinge finden, sieht die Sache anders aus.

    VG Thiemo

    Hallo Schupfi,


    Bisher wurde bei mir auch noch nie etwas bezüglich Validierung nachgefragt.

    Wenn die Funde „akzeptiert“ wurden, dann immer alle bis dato eingegebenen übernommen.

    Was ich nicht verstehe: Es erscheinen auch die validierten Funde in der Übersichtskarte als rote Punkte (=unbearbeitet).


    VG Thiemo

    Hallo Schupfi,


    Ohne Laubbäume ist R.integra wahrscheinlich. Ich mikroskopiere den trotzdem meist zur Sicherheit. Hat ja markante Sporen, zugespitzte Haarendglieder und sowohl inkrustierte Primordialhyphen als auch Dermatozystiden was so nicht oft vorkommt.


    VG Thiemo

    Hallo,


    #1 Da liegst du mit Rotstieligen Ledertäubling Russula olivacea agg. höchstwahrscheinlich richtig. Zumindest für Foto Nr.2.


    #2 Wirkt rötlich gefärbt- eine Farbe die selbst der farbvariable Frauentäubling nicht kann.


    Täublingsbestimmung geht jedoch im Normalfall nicht über Bildvergleich. Du brauchst zumindest Sporenpulverfarbe und Geschmack (vorausgesetzt du erkennst Täublinge als Gattung sicher!). Sonst bleibt oft nur das fröhliche Raten. :)


    VG Thiemo

    Hallo Stefan,


    Off Topic:

    Die Größe ist tatsächlich ein gutes Argument bei dem ich bei dir bin. Ich hatte die Bestimmung als Nordischen von Lothar Krieglsteiner damals nicht kritisch hinterfragt. Aber auch im Nachhinein fällt mir jetzt am quietschesauren Fichtenwald Standort noch nichts besseres dazu sein. Einer der Rotbraunen war es zumindest sicher nicht.


    On Topic:

    L.flexuosus ist kein reiner Salix-Begleiter. Ich kenne ihn von zwei Fundstellen, an denen zumindest an einem sicher keine steht. Da ich gerade nicht zuhause bin kann ich nicht in der Fachliteratur nachschauen welche Bäume da alles sein dürfen. Aber die Diskussion ist eigentlich müßig geworden, da die neuen Fotos eine Hutfarbe zeigt, die nicht dazu passt.


    VG Thiemo

    Hallo zusammen,


    An L.trivialis mag ich hier weiterhin nicht so recht glauben. Aber an den von Werner ins Spiel gebrachten L.hysginus schon eher. Die nachgereichten Bilder gehen farblich auch in diese Richtung.


    Mushrooooom Wie riecht denk dein leicht angetrockneter Fund? Der Kuhrote fängt nach der Entnahme nämlich erst so richtig das „duften“ an.


    VG Thiemo

    Hallo,


    Das Bild ist bei Lothars Kurs im Schwäbischen-Fränkischen Wald entstanden. Rotbraun Töne hatte der Pilz nicht. Da es sehr dunkel war, könnte das Bild nicht ganz farbecht sein. Ich hab auf die Schnelle nur das zur Hand gehabt.


    Losgelöst davon, geht es eigentlich um Matthias Fund. Was sagt ihr zum Verbogenen Milchling, bzw. warum schließt ihr den aus?


    VG Thiemo

    Hallo,

    nun, du testest zum einen ob sich die scheinbar weiße Milch nicht doch auf einem Taschentuch mit der Zeit blass gelblich verfärbt. Zusätzlich schaust du, ob sich beim eintrocknen auf den Lamellen eine graugrüne Färbung bildet.

    Der Nordische Milchling Lactarius trivialis wäre sicherlich eine wahrscheinliche Option, an der mich jedoch die auffällig entfernt stehenden Lamellen mit leichtem Orangeton stören, die ich so bisher nicht von ihm kenne. Auch beim Schlüsseln mit FoNE2 wird Lamellenstand und Fleischigkeit abgefragt um zu L.flexuosus zu kommen.

    Vergleich L.flexuosus:



    Etwas schmächtiger:





    L.trivialis , mit etwas gedrängteren, heller gefärbten Lamellen



    VG Thiemo

    Hallo,

    wenn man sich den äußersten Hutrand anschaut, fällt auf dass dieser glatt und unbehangen ist. Ich würde daher alle Zottenmilchlinge ausschließen.

    Die graue Farbe, angedeutete Zonierung und Dickfleischigkeit des Hutes würden mich eher in Richtung Verbogener Milchling Lactarius flexuosus führen. Dafür müsste die Milch unveränderlich bleiben und eintrocknen. Zudem sieht der Hut deines Fundes recht trocken aus. Denn der Verbogene Milchling ist eine Art der Glutinosi die nicht ganz so schmierig daherkommt wie seine Verwandten. Auch die recht entfernten Lamellen würden dazu passen. Vergleiche deinen Fund mal damit.

    VG Thiemo

    Hallo Schupfi,


    Deine Sporen sind, wie du es schon richtig erkannt hast, zu niedrig ornamentiert um zu den „Hochgeflügelten“ zu gehören. Auch von den restlichen Merkmalen hätte ich keine Zweifel an L.azonites angemeldet. :)


    Makroskopisch zeigt L.pterosporus meist eine längsrunzelige Hutoberfläche, gedrängter stehende Lamellen und deutlichere Schärfe neben den meist vorhandenen aber dezenten Kokos-Geruch.


    VG Thiemo

    Hallo Sabine,


    Auch ich möchte dir zu deinem schönen Fund gratulieren. Die schnelle, knallige Rosafärbung der Milch, eben auch isoliert, ist schon sehr charakteristisch.


    Wenn man sich der Bären bewusst wird bekommt man schon ein mulmiges Gefühl. In Japan binden sich die Wanderer kleine Schellen-Glöckchen an den Rucksack, damit die Bären rechtzeitig das Weite suchen können.


    VG Thiemo

    Hallo,

    ich habe als Kind öfters Kupfersulfat- und Alaun-Kristalle gezüchet. Die Größe und Bruchfestigkeit hatte mich damals nicht überzeugt aber wegen der Diskussion hier, juckt es mich in den Fingern das doch mal wieder zu probieren und hier zu posten. Mir reichen zwar die gekauften kleinen Eisen(II) Kristalle aber was tut man nicht für die Wissenschaft! ^^   

    Versucht hattest du die Zucht bis jetzt noch nicht, Bernd?

    Ich denke eine unvermeidliche, teilweise Oxidation sollte die praktische Verwendung nicht deutlich beeinträchtigen.

    VG Thiemo

    Hallo,


    Dann werfe ich auch mal meinen Hut in den Ring und sage Sommersteinpilz..


    Zwar müsste man in diesem Alter olivgelbe Röhrenmündungen sehen können, jedoch wäre dafür beim Gallenröhrling eindeutig Rosa Röhrenfutter präsent. Die helle Färbung wird Alters- und Trockenheitsbedingt sein. Auf Foto zwei lässt sich der Gelbton mMn erahnen. Das Stielnetz passt auch nicht für einen Gallier.


    Mit besseren Fotos könnte man sicheres sagen, reinbeissen muss man dafür in dem Alter nicht.


    VG Thiemo