Beiträge von kuhmaul

    Spannendes Teil. Vielleicht nehmen sich kuhmaul, Oehrling oder Karl W der Sache an.

    Hallo Climbingfreak,


    danke, es ist ja schön dass ihr mir auch einen Hawaii-Kranz umhängt, aber die Musik dazu stimmt nicht...

    Um in DER Liga mitzuspielen, verlangt es ein etliches an "Mehr" und eine jahrelange Erfahrung!


    Hallo Norbert,


    schönes Rätsel, trotz intensiver Beschäftigung mit deinem Pilz bin ich selbst zu keinem Ergebnis gekommen und gescheitert. Gescheitert nicht an der Hutfarbe (die kommt bei mir ganz zum Schluss), sondern auch an der nicht richtig beachteten Hutrand-Kannelierung und deren Weiterverfolgung.


    Deine Geschmacksangabe "mild" ist ja ok, läuft bei mir aber leider unter "mild, bitterlich, widerlich, unangenehm, zusammenziehend". Bei deinem Scan der Sporenpulferfarbe hätte ich mir eine gewisse Angabe gewünscht, war notgedrungen aber gerade so erkennbar.


    Und jetzt im Nachhinein war er ja auch bei mir mit auf dem Schirm, wie andere 36 Arten auch, ha...


    Den Vorschlag von KARL mit R. recondita (früher pectinatoides) finde ich toll, passt alles mit deiner gesamten Beschreibung zusammen.


    Grüsse und Danke, man lernt immer wieder dazu

    claus

    Hallo Pilzfreunde,


    heute war ich im kühlen Keller um das letzte Beweisstück, die HDS = Hutdeckschicht zu untersuchen

    und weiter oben hatte ich ja schon mal erwähnt "Huthaut pergamentartig", beim Präparieren war das noch viel schlimmer.


    Fassen wir aber erst nochmal zusammen:


    - Wir befinden uns in der "Gruppe Roseinae", weil mit Sulfovanillin der Stiel eosinrot geworden ist.

    - Zu der Gruppe gehören LEPIDICOLOR, MINUTULA, PSEUDO-INTEGRA und VELUTIPES

    (einer MUSS es ja sein)

    - PSEUDO-INTEGRA fällt weg, hat gelbes Sporenpulver um IVb (Romagnesi), die drei anderen alle Ib.

    - LEPIDICOLOR soll NICHT abziehbare Huthaut haben, fällt also weg, bleiben noch zwei

    - VELUTIPES hat bis zu mehrheitlich verbundene Warzen als Ornament, habe ich selbst schon untersucht

    - MINUTULA hat isolierte bis vereinzelt verbundene Warzen im Ornament, ausserdem sind die Warzen insgesamt höher.


    Isolierte bis vereinzelt verbundene Warzen sieht man in meinen obigen Sporenbildern.

    Diese sind definitiv anders als bei velutipes und da sehe ich nun "KEIN Morgenrot" mehr.

    Oehrling scheint Recht zu haben, aber untersuchen wir erstmal die HDS.


    EINHELLINGER zeigt auf Seite 125 eine Zystide A, die wollte ich finden was nicht ganz einfach war.


    Bild 17, Kongo, Huthautfragmente wie bei velutipes auch


    Bild 18, Kongo, teils büschelige Primordialhyphen bis 3,5 mü breit, mehrfach septiert, wie bei velutipes


    Bild 19, Sulfovanillin, keine Pileozystiden nachweisbar, wie velutipes


    Bild 20, Kf-Lactoglycerol, spärliche Verkrustungen, vergleichbar mit velutipes


    Bild 21, H2O, Hymenialzystiden mit teils grösseren Placken

    (Exsudat?, habe ich bei velutipes noch nicht untersucht)


    Bild 22, H2O, HIER... die Zystide wie bei der Abb. von minutula bei EINHELLINGER, fehlt bei velutipes!


    FAZIT

    Meine Makroskopie hat gestimmt, die Mikroskopie sagt Fehlbestimmt.

    Mit diesen Sporen-Merkmalen und diesen Huthaut-Zystiden nenne ich meinen Pilz jetzt:


    Russula minutula - Kleiner Rosatäubling

    (ist ja auch ein schöner Name)


    Danke Oehrling!


    Grüsse

    claus

    Hallo,

    anbei die Sporenvermessung


    Bild 16, Messprotokoll Sporen, erstaunlich die min/max Werte gegenüber der ersten Autoren...



    Die HDS muss aus Zeitgründen ein wenig warten.

    Grüsse

    claus

    Hallo Pilzfreunde,

    makroskopisch sehr gut beschrieben! Vielen Dank.

    Hallo Rotfüßchen,

    danke Dir vielmals, trotzdem könnte ich mir in den Hintern beissen diesen Beitrag so schnell geschrieben zu haben. Warum? Darum:


    Warum bin ich einfach bei EINHELLIGER´s Buch an R. minutula vorbeigerauscht?

    ...och der soll so selten sein, den gibt´s doch bei mir Heini in der Rhön eh nicht und ausserdem ist kein roter Stiel im Bestimmungstext aufgeführt. Nach Kartoffelbovist hat er auch nicht gerochen sondern neutral und weisst du was Exsudat ist? das kenne ich nur von Bildern. Da geht man zum nächsten Schlüssel. Dann stehen ausserdem keine 50m vom vorgestellten Fund die velutipes nur so rum. Warum sollte DIES keine sein? EINHELLINGER hat doch geschrieben dass er ein einziges Mal eine velutipes mit rot angehauchtem Stiel hatte. Also.

    Gewagte Hypothese: vielleicht war EINHELLINGER´s velutipes mit dem roten Stiel ja eine minutula.

    Ha, wer weiss...


    und mikroskopisch nachprüfen, ob das nicht R. minutula ist

    Hallo Oehrling,


    danke für deine Antwort UND Einwand. Ich habe die Sporen des vorgestellten Fundes gerne nachträglich mikroskopisch untersucht.

    (Als Prüfling waren für mich selbst Sporenaufnahmen von velutipes (weisser Stiel) aus 2017 vorhanden.)


    So wie es aussieht hast du recht mit R. minutula. Die Sporenmerkmale sind erkennbar differenziert gegenüber R. velutipes. Das betrifft sowohl das Ornament selbst sowie auch die Ornament Höhe.

    Eine Entscheidung pro R. minutula allein nach diesen Mikroaufnahmen steht mir als Laie nicht zu.

    Bitte verstehe dass ich die Bilder auch nicht kommentiere.


    Bild 11


    Bild 12


    Bild 13


    Bild 14


    Bild 15


    Herzliche Grüsse und ich freue mich sehr

    claus

    Hallo liebe Pilzfreunde,


    die Meisten glauben bestimmt vom Titel her an Wetterbilder, nix da, es geht um einen Täubling.

    Angespornt durch "Heidi´s" Funde war auch ich gestern das erste mal unterwegs in meinen Wäldern, umsonst war es nicht, aber dennoch die Natur ist in der Rhön noch zaghaft. Einen meiner Funde möchte ich euch makroskopisch nun zeigen und hoffen, dass die Überschrift dazu auch passt. Aber seht selbst...


    Bild 1

    Hier im Gras am Waldrand bei Buchen, Eichen und noch sonstige Laubbäume stand etliches, Sommersteinpilze so gross wie Suppenteller, Perlpilze, Scheidenstreifling und Täublinge. Der rosa Rucksack ist extra so gewählt wegen den Jägern, nicht dass sie mich für einen "Schwarzkittel" (Wildschwein) halten.


    Bild 2

    Dann ein einzelner ausgeblasster rosa-brauner Täubling


    Bild 3

    Die Geschmacksprobe war mild, nach Zeit vielleicht ein wenig bitter


    Bild 4

    Geruch neutral


    Bild 5

    Hut 5,5cm, seidig glänzend, Hutmitte ockerlich, Hutrand gerieft


    Bild 6

    Huthaut dünn pergamentartig ganz abziehbar, unter der Hh weisslich


    Bild 7

    Lamellen spröde, weisslich-creme, y-gabelig und vereinzelt Zwischenlamellen

    Die Sporenpulver Farbe war heute morgen Ib, der Kreis der Kandidaten wird damit immer enger


    Bild 8

    Stiel 5x1cm, weich, hohl, nach Zeit an der Riffelung etwas grauend, weiss und mit einem rosa Fleck an der Basis!

    Dieser rosa Fleck hat mich total irritiert. Aber EINHELLINGER schreibt auf Seite 165 ZITAT:

    "Nur ein einziges Mal fand ich einen Fruchtkörper mit etwas Rot am Stiel" Zitat Ende. Na dann ist es ja gut...dann bin ich der Zweite...


    Bild 9

    Die Chemie war die nächste Überraschung. Guajak auf dem Stiel negativ (nicht grün), auf den Lamellen positiv.

    Auch da habe ich einen vergrabenen Hinweis bei mir gefunden, ANDREAS GMINDER (mollisia) Zitat:

    "...ist anhand der Guajak-Reaktion recht einfach zu bestimmen: Negativ auf dem Stiel aber langsam positiv in den Lamellen!

    Es gibt nur sehr wenige Täublingen mit unterschiedlicher Reaktion auf Stiel und Lamellen!" Ende Zitat. Also passt auch.


    Bild 10

    Ein weiterer notwendiger Chemie-Test: mit SV wird die Stieloberfläche eosinrot/johannisbeer-rot


    Damit sind wir sicher in der Gruppe der Roseinae und mit allen sonstigen Merkmalen zusammen müsste es

    "Russula velutipes - Morgenrot Täubling" sein. Kommentare oder Berichtigungen erwünscht. Bis bald...


    Grüsse aus der Rhön

    claus

    Hallo Christoph, Jan-Arne,


    danke für eure Antwort. In der Tat hat mein Pilz bei genauerem Hinsehen schon mehr ockerliche Farben

    und vergleichbare von L. clypeolaria die ich mir jetzt angesehen habe gehen mehr ins blasse und weissliche.

    Ausser am Stiel hätte ich das vielleicht nie und nimmer wahrgenommen.

    Da bin ich ja mal froh, dass ich euch gefragt habe.

    Ich leg den jetzt als "Lepiota magnispora - Gelbflockiger Wollstiel Schirmling" ab.


    Danke dafür, da habe ich wieder was gelernt... und er erscheint dieses Jahr mal wieder.


    Grüsse

    claus

    Hallo Pilzfreunde,


    Anfang August 2016 hatte ich diesen Gesellen in einem reinen Buchenwald am Waldweg entdeckt.

    Leider konnte ich damals nur auf die Schnelle die drei Bilder machen, auch sonstige Merkmale wurden keine notiert.

    Eine Recherche im I-Net dem Pilz den richtigen Namen zu geben endete mit

    "Wolliggestiefelter Schirmling (Lepiota clypeolaria, grosses CF!!!)" bis heute auf meiner Festplatte.

    Das hatte ich mir mit DEM Aussehen leichter vorgestellt.

    Einzig --> funghiitaliani zeigt mir ein vergleichbares Exemplar von meinem "Wolliggestiefelten", aber auch gleichzeitig Bilder,

    da würde ich meinen Pilz nie erkennen.


    Könnt ihr mir da mal bei der richtigen Namensgebung unter die Arme greifen? Ist das Lepiota clypeolaria oder ein Anderer?


    Danke und Grüsse

    claus


    Bild 1


    Bild 2


    Bild 3


    Bild 4


    Bild 5


    Bild 6

    Hallo Heidi,


    und ob mich deine Bilder freuen, nach diesem (bl) öden 2018 einfach mal wieder ein Genuss solche Pilzbilder zu sehen. Danke.

    Ich komme mir vor, wie wenn ich wieder von vorne anfangen muss.

    Falls der Pilz ein milder Dottersporer wäre, hätte ich eine Idee, was es sein könnte.

    Hallo Oehrling,


    denkst du an eine Laetinae, ohne Pileozystiden und ohne inkrustierten Primordialhyphen, also weder noch?


    Was mich stört: wo ist bei Heidi´s Pilz die typische gelb Tönung so wie ich sie bis jetzt immer angetroffen habe? Die beiden Frass-Stellen-Verfärbungen beim ersten Pilz würden mich ja auch erstmal überzeugen, das zweite Bild... gelber Stiel oder Schatten?


    Die Lösung wird wohl ausbleiben, trotzdem tippe ich erstmal auf diese Laetinae.


    Grüsse

    claus

    Hallo Pilzfreunde,

    und meine Screens weiter oben sind vermutlich durch Kompression so bescheiden in der Darstellung.

    ...nein, das produziert alles meine bisherige "GPS-Segelschiff-App" und die Zoom-Stufen sind dazu auch nicht korrekt. Das alles habe ich heute festgestellt, nachdem ich Günters Technik im Einsatz habe.

    Die Bilder von ihm haben mich einfach nicht losgelassen.


    Gut, ich bin ein Satellitenbild-Fan, meine App bin ich gewohnt, hat Vorzüge bei der Funderfassung,

    aber in der Orientierung im Feld schneidet sie dagegen schlecht ab.

    Trotz gleicher OpenAndroMaps Basiskarten sind Orte und Wege auf Orux bedeutend besser zu erkennen und aufgeführt.


    Deshalb war ich ja auch so unzufrieden mit den überall angebotenen Karten, nahm es hin, suchte trotzdem bessere Orientierung halt mit Sat-Karten.

    Jedenfalls bin ich erstmal begeistert und sehne den ersten Waldfund herbei. Mal sehen was man aus der neuen App noch rausholen kann.

    Und solange das, eine noch so bunte App nicht kann, bleibe ich bei meiner alten App und frische sie lieber hier im Tread auf...

    Dies wird sich jetzt nach meinem vorlautem Gerede bestimmt ändern.

    Solche Offline-Basiskarten wie von Bernd hier beschrieben und mit dem Plugin QTiles unter QGIS 2.18 als XY.mbtiles erstellt sollten laut Beschreibung aber auch auf OruxMaps laufen. Ausprobieren.

    ...und das tun sie auch ich habe es ausprobiert.

    Seht her, genauso wie ich es mir schon immer gewünsch habe. Wunderbar erkennbare Waldwege.



    morgen kommen die Offline Karten von OpenAndroMap Baden-Württemberg und Bayern dran, Theme Elevate. Mal sehen wie da die Wege aussehen...


    Grüsse

    claus

    Hallo Günter,


    das sind natürlich tolle Karten...!

    Leider kann man meines Wissens keins google maps Satellitenkarte in Orux einbinden. Da muss man dann ggf parallel auf GPX Viewer ausweichen.

    Solche Offline-Basiskarten wie von Bernd hier beschrieben und mit dem Plugin QTiles unter QGIS 2.18 als XY.mbtiles erstellt sollten laut Beschreibung aber auch auf OruxMaps laufen. Ausprobieren.


    Bernd hat mich mit seinem wunderbaren Beitrag hier 100% zufriedengestellt und meine Screens weiter oben sind vermutlich durch Kompression so bescheiden in der Darstellung.

    Die OpenAndroMap Karten in Theme=Elevate funktionieren bei meiner einfachen App leider nicht. Auch eine, wenn auch nur Google-Excel-App ist im Feld auf einem Smartphone extrem schwer zu bedienen. Da bin ich ein wenig im Hintertreffen ohne Tablet so wie es ab Teil 12 gehandhabt wird.


    Aber meine einfache "Segelschiff-App" (jaja) tröstet mich mit sowas... und das gleich mit zwei eigenen Menus zu den eigentlichen Wegpunkt Notizen.


    Bild: 9


    168 Abfragepunkte hier bei Fund Russula, von Habitat bis Chemie, ruckzuck im Wald erledigt, Beweisbild im Wegpunkt dazu, ab zum Nächsten Fund. Leider jedoch nicht XLS oder CSV konform, aber die Fundnotiz steht zumindest für Zuhause fest.


    Und solange das, eine noch so bunte App nicht kann, bleibe ich bei meiner alten App und frische sie lieber hier im Tread auf...


    Liebe Grüsse

    claus

    Hallo Günter,


    na, dann möchte ich mich mal zu diesen Vektorkarten von OpenAndroMaps in Verbindung in einem Android Qualitäts-China-Kracher melden. Auch ich verwende diese Vektorkarten, allerdings nur bis zu einer Zoom-Stufe 12, dann noch bei Zomm-Stufe 19.


    Bis Stufe 12 deshalb, weil ich Städtenamen lesen will wo ich grob bin oder hin will.

    Darüber andere Karten. Aber diese Vektorkarten haben auch ihre Macken. Bei manchen Zoom-Stufen sieht man auf dem Smartphone nur Gross-Städte wie Mannheim oder Stuttgard, geschweige denn Strassennamen.

    Zoomst du weiter, verliert man in einem fremden Gebiet den Überblick, da weist du nicht mehr wo du bist.

    Such da mal Straubenhardt...

    Das mag auf einem Tablet anders sein, habe ich aber nicht. Trotzdem finde ich mich notgedrungen in meiner Gegend mit diesen Karten zurecht, habe ja nichts anderes.


    Umsomehr hat mich das Thema 10 gefreut, da ich jetzt für mich zu einem sehr guten Ergebnis gekommen bin. Kostete mich zwar ein paar Megabyte, aber das dürfte auf einem heutigen Smartphone kein Problem mehr sein.

    Ab Zoomstuge 13 (bis 18) mit QTiles und für meine Bedürfnisse wunderbar.

    Klar, jeder hat seine eigene Karten-Vorstellung, ich zeige euch mal ein paar Screen-Shots was ich eigentlich ausdrücken will...


    Bild 1, Zoom-Stufe 11, Karlsruhe und Pforzheim ausserhalb des Screens, andere Städte Fehlanzeige


    Bild 2, Zoom-Stufe 12, für Einheimische schon besser die Orientierung, wo ist Straubenhardt?


    Bild 3, Zoom-Stufe 13, ahh, Straubenhard in Sicht, ab dieser Stufe setzen die QGIS Karten ein.


    Bild 4, Zoom-Stufe 14, die Waldwege werden sichtbar, da will ich ja auch hin.


    Bild 5, Zoom-Stufe 18, angenommen dieses Wegdreieck existiert in diesem Biotop wirklich... einfach toll.


    Bild 6, Zoom-Stufe 18, das gleiche Wegdreieck, mit sowas kann ich nichts anfangen.


    Bild 7, Zoom-Stufe 17, Mein Hauswald, ich weiss exakt wo ich bin, ob mein GPS ok ist und ob meine GPS-Notierung richtig ist.


    Bild 8, Zoom-Stufe 17, Mein Hauswald, das gleiche Eck nur mit den Vektorkarten von OpenAndroMaps.

    Hat noch wer den Überblick?


    Meine Meinung, für Städtewanderer sind diese Karten ok, aber für mich im Wald total unbrauchbar.


    Grüsse

    claus

    Hallo Bernd,


    klappt bisher alles wunderbar. Dennoch habe ich Zwischenfragen.


    Zu Teil 7


    - warum sehe ich in der Attributtabelle des wp-layers keine GPS-Koordinaten deiner waypoints/pilzfunde obwohl sie doch positioniert sind?


    - warum sehe ich in der Attributtabelle mehr waypoint-"names" (22) als waypoints sichtbar sind (15)? mehrfach vergebene Koordinaten? mehrere Pilzfunde am gleichen Ort/Stelle?


    "In einem der nächsten Teile dieser Forumsreihe werden wir diese Tabelle parametrieren."


    diesen weiteren Beitrag gilt es wohl erst abzuwarten...


    Zu dem jetzigen Teil 8


    Du stellst keine eigenen Bilder bereit, Schlussfolgerung: ich soll meine eigenen n=x referenzierten Bilder an eigenen Punkten platzieren, richtig? Habe ich gemacht und sieht gut aus.


    Meine eigenen neun wp/Pilzfunde wachsen alle direkt an den Ecken der Oberer-Reutweg-Route. Ein Bild ist ohne Koordinaten, wie bei dir.

    In der Attributtabelle meines wp-layers sehe ich jetzt GPS-Koordinaten, aber warum das wirst du ja noch erklären.
    Bei mir tritt das Problem Doppelklick nicht auf. WIN64-7, QGIS 3.4.2 madeira


    Top Beitrag...:thumbup:


    claus

    Über einen Daumen nach oben würde ich mich freuen!

    :thumbup::thumbup::thumbup:...

    Übung:

    Bodenkarte von BW integrieren. ImGegensatz zur geolog. Karte, die das anstehende Gestein zeigt, wird in derBodenkarte die darüberliegende Bodenschicht präsentiert. Der Ablauf der Einbindung erfolgt wie bei der geolog. Karte.Zugehörige URL: "http://services.lgrb-bw.de/index.phtml?REQUEST=GetCapabilities&VERSION=1.1.1&SERVICE=WMS&SERVICE_NAME=lgrb_geola_bod" (ohne die Anführungszeichen).

    Hallo Bernd,

    deinen Beiträgen kann ich als Nichtkartierer aber Interessent schon folgen, nur... nach Integration von weiteren fast 20 Bodenkarten vermisse ich als einfacher Pilzsammler noch Bodenkarten von Gestein wie Kalk, saueren Boden etc. das ja ein Hauptfaktor bei der Angabe einer Pilzbeschreibung sein kann. Aber auch das Vorhandensein von solchen Karten erstaunt mich immens mit denen ich aber momentan überhaupt nichts anfangen kann.

    Hauptziel ist die geografische Darstellung von Pilzfunden über topografischen und anderen Karten

    Das gesteckte Ziel hast du ja im Blick und dein Lehrgang ist einfach Klasse. Hut ab.


    Mein Ziel ist nach diesem Lehrgang:

    "Eingeben und Georeferenzieren eigener Funde von Pilzen" und
    "Georeferenziertes Einbinden eigener Pilzfotos und Fotos vom Fundort"


    Das wäre als zusätzliche Dokumentation doch schon was. (sowas wie ein privater Dia-Abend...)

    Grüsse

    claus

    Hallo Bernd,


    im Prinzip mache ich ja mit PSP auch nichts anderes, ist aber nicht ganz kostenlos gewesen.

    Wenn ich mal draußen fotografiere, ohne einen GPS-Receiver dabei zu haben, lassen sich die Fotos später mit ExifTool georeferenzieren.

    Wenn man eine Freeware Alternative zu ExifTool (ei..ja..jei..) sucht, sollte man mal nach XnView MP suchen. Dieses recht brauchbare Programm verbessert z.B. schnell den Kontrast bei meinen Sporenbildern vor dem Vermessen.

    Und die GPS-Daten lassen sich einzeln korrigieren oder in ganzen Bilderserien speichern. Daten vorliegend oder von einer Standortaufnahme vorhanden.


    Hier der Menupunkt dazu




    Für mich ist die große Frage, ob man innerhalb von QGIS seine Fotos georeferenzieren kann. Das wäre super!

    Ja, darauf spekuliere ich ja auch, und mehr noch, dass man dann vielleicht den GEO-Referenzpunkt auf dessen Karte an einen neuen Punkt verschieben kann ohne neue Daten per Hand einzugeben etc.

    In PSP in Verbindung mit der GOGGLE-Karte klappt das. Dort nehme ich auch meine GPS-Koordinaten nachträglich her wenn ich kein Standortfoto mit meinem Handy gemacht habe.


    Ich bin kein Koordinatenfuchser, nur wenn ich manchmal die GPS-Daten von meinem Handyfoto damit auswerte, würde ich den Fundplatz vom Pilz selbst nicht mehr finden. Was ich draussen im Wald mit meinem Handy schmerzlich vermisse ist eine Offlinekarte.

    Aber vielleicht kann QGIS ja noch viel mehr als wir glauben...?


    Aber du bist der Chef hier und entscheidest was geht oder nicht. Ich freue mich auf die nächste Runde.


    Grüsse

    claus

    danke für deine Einschätzung, Rückmeldungen sind sehr wichtig!

    Womit georeferenzierst du denn deine Fotos?


    Viele Grüße - Bernd

    Vorerst mit Corel PaintShop Pro da ich die Bilder dort sowieso importiere und bearbeite.

    PSP hat "bis jetzt" noch die Hybrid-Karte integriert und da geht so eine Referenzierung der Trip-Bilderserie alles auf einen Rutsch. Da ich ja nicht kartiere, ist das für mich ein passabler Weg.


    Grüsse

    claus

    Hallo Bernd,


    das klappt bei mir bisher alles wunderbar. ==taube


    Ich bin zwar nur ein stiller Mitleser und Mittester, ABER mit dem Hintergedanken meine Pilztouren auch mal geografisch/optisch darzustellen und vielleicht auch noch zu filtern.

    Mit meinem Smartphone und einem für mich einfachen und dennoch brauchbaren GPS-Programm kann ich meine Wanderungen aufzeichnen und auch exportieren.

    Einzelne Fundstationen werden mit dem Handy aufgenommen und so als zusätzliche Wegepunkte festgehalten. Die Hauptbilder kommen von der Kamera und müssen dann noch referenziert werden. Ich hoffe, dass ich mit meinem Vorhaben da an QGIS nicht vorbeischiesse. Ich bleibe auf jedenfall weiter an diesem heissen Thema dran.


    Was sich für mich persönlich heraus-kristallisiert ist, dass ich hauptsächlich "Google Satellite Hybrid" benutzen werde. Schon allein aus dem Grund der nachträglichen Fundstellenbestimmung. Andere Karten sind vielleicht für Radtouren etc. besser, aber diese Karte bietet mir einfach mehr Schleichwege und im Nachhinein exaktere Positionsbestimmungen besonders innerhalb von Waldgebieten. Mal sehen.

    Ihr würdet mir helfen, wenn ihr mir mittelien würdet, welchesBundesland für euch relevant ist, damit ich mir die entsprechenden Geoportaleansehen kann. Leider sind die Portale von Bundesland zu Bundesland sehrunterschiedlich gestaltet!

    Mein Bundesland ist Bayern-Unterfranken, aber auch Hessen wird besucht.

    So, jetzt geht es an die Übungen.


    Herzlichen Dank für deine Mühe

    und Grüsse aus der Rhön

    claus

    Ich hab übrigens vergessen zu sagen, dass sich auch eine Pinie in der Nähe befand.

    Hallo Dieter, :thumbup:


    die Pinie gefällt mir jetzt viel besser zu der Gruppe Sardoninae, zu der ich den Täubling optisch zugehörig einschätzen würde. Mehr getraue ich mir mit deinen Angaben nicht zu sagen. Und auf die Hutfarbe geb´ ich gar nichts, die könnte ja sogar albinofarben sein, oder? Aber auch die Sporenpulverfarbe allein wird da nicht viel weiterhelfen um dem Namen näher zu kommen.

    Chemie, Mikroskopie, und viel Erfahrung die ich nicht habe würden vielleicht zum Namen führen, aber ob dann wohl R. torulosa rauskommt?

    Für mich ist diese ganze Gruppe um die Sardoninae noch nicht ganz plausibel geklärt, siehe queletii und fuscorubroides. Alles nahe Verwandte deiner torulosa und ich greife da lieber zu einem "cf" und mache den Deckel zu.


    Grüsse

    claus

    Hallo,


    das mit der FeSo4 Reaktion sehe ich auch so, KIBBY und GRÖGER schreiben orange-rosa, Fr. MARXMÜLLER schreibt ocker-bräunlich, naja.


    Heute liefere ich noch die restlichen Daten zu meinem Fund.

    Russula medullata (Ockersporiger Speisetäubling) scheidet ja wegen der isolierten Sporenornamentik, der dunkleren Sporenpulverfarbe, fehlender Pappel und der abweichenden Form der Huthaut-Zystiden aus.


    Die Sporenvermessung passt bei meinem Pilz, der von GRÖGER geforderte Q-Wert von >1,3 wird auch erreicht.


    15)



    16) Normalverteilung liegt vor, Ausreisser sind keine vorhanden.



    Zu den Huthaut-Zystiden

    Zitat Frau MARXMÜLLER: "...doch ist das mikroskopische Bild ziemlich eindeutig und leicht zu interpretieren." Ende Zitat. (für wen?)


    17) 400x KOH Kongo-H2O, verzweigte Haare



    18) 400x KOH Kongo-H2O, sehr lange schmale Haare



    19) 400x KOH Kongo-H2O, dto. manchmal nur 1,5 mü breit



    20) 400x KOH Kongo-H2O, hier kann ich überhaupt nicht zwischen Haaren und Pileozystiden unterscheiden



    21) 400x KOH Kongo-H2O, Mischung aus verzweigten Haaren und zylindrisch leicht kopfigen Zystiden



    22) 400x KOH Kongo-H2O, Huthaut-Zystiden ohne Septierung zylindrisch bis leicht keulig und sehr langgezogen



    23) 400x KOH Kongo-H2O, ohne Fässchenelemente, mit langezogenem Endglied, eingeschnürt bis kopfig.



    FAZIT: Hätte ich bei der Sporenpulverfarbe-Bestimmung nicht so geschlampt, dann hätte ich mir sehr viel Arbeit ersparen können.

    Wenn keine Einwände sind, würde ich meinen Erstfund jetzt gerne Russula aeruginea (Grasgrüner Täubling) nennen.

    Dank der Mithilfe von Uwe und Oehrling dürfte der aber jetzt bei mir intus sein.


    Nur eins finde ich sehr merkwürdig, war daher auch Teil meiner Ausgangsfrage.

    Da findet man mal einen Täubling 2017 im Spessart (linkes Bild) und dann 2018 in der Rhön (rechtes Bild), beide zugehörig zu dem Grisea-Aggregat.


    24) Unbekannte Objekte in der Huthaut von R. parazurea cf. plumbeobrunnea und R. aeruginea



    Beide haben dieses 3-5 mü breite, manchmal sehr lange Ding mit den grün-schwarzen Punkten, unübersehbar.

    Ist schon komisch, aber ist auf keiner Mikrozeichnung oder bei einer Beschreibung zu finden. Madengänge? Minierfliegen?, Fadenwürmer? Fadenalgen? Mikroorganismen mit grünen Ausscheidungen? Da bin ich mal gespannt, ob das die nächste "griseinae" auch in der Huthaut hat.


    Danke für eure Mithilfe und Grüsse bis zum nächsten Täubling

    claus

    Hallo Pilzfreunde,


    heute Morgen war ich nochmals am Fundort und siehe da, zwei Birken standen in der Nähe.

    Ausser Kiefern, Lärchen, Fichten und kleineres Buchen- (Eichen-) Gestrüpp habe ich nichts anderes entdeckt.

    Am Fundtag wohl nicht bemerkt, da war ich mal wieder nicht alleine im Wald. (Guck mal hier, guck mal den, komm mal schnell her...)


    13) die nicht bemerkten Birken



    Also hiess es jetzt die Sporenpulverfarbe in Angriff nehmen. Dieses mal aber richtig und nach Vorgabe zwischen zwei Objektträgern. Das Ergebnis für mich jetzt mindestens IIc bei MXM, mindestens IIc bei ROMAGNESI. Die eigene Ablesung mit (IIIa) IIIb (IIIc) ist falsch und wohl zu dick und bei ungünstigen Lichtverhältnissen bewertet worden.


    14) Sporenpulver



    ROMAGNESI schreibt auf Seite 286 bei der Sporenpulverfarbe:

    "Sporee creme, tantot IIb, tantot IIc, ( et meme IId? )"


    Meint er mit IId vielleicht IIIa? Dann würde es ja hinkommen.

    Andere Autoren gehen mit ihren Angaben ja nur bis IIc. Bei denen gibt es keine weitere Zwischenstufe mit IId.


    Wenn ich jetzt bei einem Täubling da stur nach der vorgegebenen Sporenpulverfarbe (hier IIc) bestimme und gebe da keine Karenz +/- eine Stufe dazu, dann kann es passieren, dass mein gesuchter Täubling damit aber schon rausgefallen ist und ich im Dunklen stochere. +/- eine Stufe habe ich mir wegen meinem eigenen Ablesefehler angewöhnt, sonst wäre ich hier schon längst bei medullata gelandet und nix würde passen.


    Mit der Birke, dem SpP IIc IIIa und den nicht isoliert stehenden Sporen-Warzen sieht es bisher für R. aeruginea gut aus.

    Oehrling wird jetzt erstmal durchatmen.


    Als nächstes folgt noch die Sporenvermessung und nach dem Aufweichen des Exsikkates die Darstellung der Huthauthyphen. Erst wenn das auch passt, dann... aber dazu brauch ich wieder etwas Zeit.


    Danke und Grüsse aus der Rhön

    claus

    Hallo Uwe, hallo Oehrling,


    danke erstmal für die Antworten. Ja, das mit dem Sporenpulver beschäftigt mich auch trotz zweimaliger Prüfung. Das ist erstmal der Knackpunkt, sonst komme ich nie zu aeruginea. Da werde ich nochmals sorgfältiger und bei geeigneten Lichtverhältnissen drangehen müssen. War es vielleicht zu dick? Hab ich geschlampt? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, da ich sämtliche Prüfungen mit original Karten so durchführe. Die mikroskopische Untersuchung der Zystiden sprechen für aeruginea. Längergezogene etwas kopfige Endglieder 1x septiert, auch manchmal längere unseptiert leicht keulige Elemente. Haare relativ dünn, das reinste Chaos, schwer zu interpretieren. Mit dem Sporenvolumen bin ich auch nicht zufrieden, muss ich auch nochmals nachmessen. Das FeSo4 war von 2018, müsste also wie angegeben stimmen. Auch zum Fundort wollte ich noch mal hingehen wegen Laubbäume.


    Bilder folgen auf jedenfall, aber im Moment fehlt mir die Zeit wegen Einwinterung.


    Bis dann...

    claus

    Servus Oehrling,


    danke für dein Schulterklopfen, das kann ich gut gebrauchen und wegschmeissen würde ich so ein ungeklärtes Teil nie im Leben.

    Dann kommen wir mal zur Sache und zu dem, was ich bisher weiss.

    Und ja, R. medullata und R. aeruginea sind in meiner engeren Wahl, alle Anderen ausgeschieden. Aber ob das mal alles stimmt? Vielleicht spielt ja noch eine Pseudo mit?


    Mein Arbeitsname: "grüner Hut R18-014"

    Fundort: bei Fichten und Kiefern im Moos

    Hutfarbe: grünlich, 6cm Dm, Mitte ockergelb, Rand leicht gerieft, trocken, seidig-matt, vertieft

    Huthaut: abziebar 1/2, darunter weiss

    Lamellen: splitternd, creme, ohne Zwischenlamellen, am stiel gegabelt

    Stiel: längsrillig, weiss, weich, an der Basia rostfleckig (im Schnitt Basis rost-farben)

    Geruch: nichts

    Geschmack: mild, auch längere Zeit, nächster Tag ebenso


    SpP-Farbe: (IIIa) IIIb (IIIc), nach Tafel Romagn. und MxM; 2 verschiedene Tage geprüft


    Eisensulfat auf Stiel: nichts, auch nach 2 min.

    Guajak: neg, erst sofort schmutzig-braun, dann innerhalb 1 min grün

    Phenol: nichts

    KOH: auf Huthaut schön Kupferfarben


    Pileozystiden: in SV nachgewiesen

    inkr. Primordialhyphen: keine

    Sporenornament: Warzen teils schwach bis gratig verbunden, nicht isoliert, nicht netzig

    Sonstiges: muss alles noch durchgeführt werden


    Nun erstmal ein paar Bilder zum Pilz


    5) Handy-Standortfoto wegen GPS mit Fichten und Kiefern, ob da Birken oder Pappeln sind ist erstmal ungeklärt.



    6) erschien mir in Natur irgendwie grüner, im ersten Augenblick wie eine R. virescens mit ihren ockerlichen Flecken



    7) hier (in der Vergrösserung) auf 12:00 und 15:00 Uhr leicht rissig wie eine R. cutefracta



    8) Lamellen creme, nicht untermischt, am Stiel gegabelt



    9) Stiel weiss, rillig, Basis aussen (und innen) rostfleckig, Lamellen rostfleckig



    10) Hut einheitlich grünlich mit ockerfarbener Mitte, rostfleckig, Huthaut zu 1/2 abziebar darunter weiss, Hutrand schwach gerieft



    11) 400x, Dermatozysiden in Sulfovanillin



    12) 1000x Melzer, Sporenwarzen teils verbunden, überwiegend oval



    Sporenvermessung und Zystiden folgen.

    Soweit erstmal der Stand, für den Einen oder Anderen vielleicht leicht zu lösen, für mich bei einem Erstfund nicht.


    Gruss

    claus