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letzter Beitrag von Beorn am

Schupfnudels küchenmykologische Liste

  • Hallo zusammen.


    Da in einem Thread Interesse bekundet wurde, packe ich hier einfach mal meine Übersicht der Pilze rein, die von mir im wenig professionellen Setting, aber immerhin unter den gleichen Bedingungen verkostet wurden. Für einige der genannten habe ich eine Zweitmeinung eingeholt von meiner besseren Hälfte. Daran sieht man teilweise schön, wie individuell Geschmäcker eben sein können.


    Wer das Ganze etwas wissenschaftlicher mag, dem empfehle ich diesen tollen Post von Jürgen, der die ganze Sache mit der, bei mir mangelnden, wissenschaftlichen Ernsthaftigkeit angeht.

    Alexander hat unten auch nochmal auf seinen Trockenpilz-Thread hingewiesen und hier im Thread seine umfangreiche Erfahrungsliste gepostet. Danke dafür.


    Die Ausgangslage ist für alle Pilze gleich. Banales Anbraten in der Pfanne (ohne Gewürze) für ca. 15 Minuten. Besonderheiten werden unter Anmerkungen aufgeführt.


    Rating-Skala von 1-10 Punkten. Höhere Punktzahl ist besser. Vielleicht sind ja für den ein oder anderen ein paar Überraschungen dabei. Mit Sicherheit wird es jedenfalls abweichende Meinungen geben. :-P

    Pilzart Schupfnudel Schupfnudeline Anmerkungen
    1. Goldröhrling (Suillus grevillei) 4 4
    2. Pfefferröhrling (Chalciporus piperatus) 7 9 Leicht scharf, im Mischgericht kaum spürbar. Stiele gefühlt schärfer.
    3. Kuhröhrling (Suillus bovinus) 7 7 Pink beim Braten.
    4. Echter Rotfußröhrling (Xerocomellus chrysenteron) 5 7 Nur jung lecker. Sonst schleimig.
    5. Perlpilz (Amanita rubescens) 8 4 Gefühlt leichte, individuelle Unverträglichkeit bei mir mit kleinen Hitzewallungen.
    6. Marone (Imleria badia) 6 6
    7. Flaschenstäubling (Lycoperdon perlatum) 1 1 Im Mischgericht unauffällig.
    8. Frauentäubling (Russula cyanoxantha) 8 9
    9. Fichten-Steinpilz (Boletus edulis) 8 7 Getrocknet etwas intensiver.
    10. Rauchblättriger Schwefelkopf (Hypholoma capnoides) 8 7 Braucht Salz.
    11. Fichtenreizker (Lactarius deterrimus) 4 7 Leicht bitter.
    12. Edelreizker (Lactarius deliciosus) 9 9
    13. Rötlicher Gallerttrichter (Guepinia helvelloides) 2 - Roh gegessen.
    14. Eispilz (Pseudohydnum gelatinosum) 1 - Roh gegessen
    15. Riesen-Champignon (Agaricus augustus) 9 - Marzipan-Geschmack bleibt erhalten.
    16. Gelbe Pfifferlinge (Cantharellus sp.) 10 10 Getrocknet nicht besonders.
    17. Riesenbovist (Calvatia gigantea) 3 - Mit Panade, Gewürzen und Ei gut.
    18. Schopftintling (Coprinus comatus) 8 4 Lecker auf geröstetem Brot. Zu schleimig für Schupfnudeline.
    19. Marzipanschneckling (Hygrophorus agathosmus) 3 5 Langweilig. Evtl. als Mischpilz.
    20. Kuhmaul (Gomphidius glutinosus) 5 7 Süßlich.
    21. Gelbstieliger Leistling (Craterellus lutescens) 10 10 Nussig. Braucht keine Gewürze.
    22. Hallimasch (Armillaria sp.) 2 2 15 Minuten vorgekocht, dann angebraten.
    23. Brauner Büschelrasling (Lyophyllum decastes) 7 - Sehr festfleischig.



    Es gibt noch einige weitere Arten, die wir gegessen haben, aber eben nicht als Einzelgericht (z.b. Butterpilze, Semmelstoppelpilze, Birkenpilze, Grünspanträuschling, Morcheln usw.) oder mit Gewürzen/Panade (Riesenschirmlinge, Krause Glucke) etc. so dass sie nicht auf der Liste auftauchen.


    Wenn Interesse besteht, kann ich die Liste bei Gelegenheit gerne fortführen.


    LG,

    Schupfnudel

    Bin lediglich fortgeschrittener Anfänger.
    Posts sind nicht als Essensfreigabe zu verstehen. :-]

    4 Mal editiert, zuletzt von Schupfnudel ()

  • Hallo Schupfnudel,


    Danke für diese Tabelle, Du kannst sie gerne weiter führen!:thumbup: Es ist immer interessant eigene Erfahrungen und Einschätzungen mit denen von anderen Pilzern zu vergleichen :)


    Ich habe im letzten Winter mal verschiedene Trockenpilze duchprobiert, ohne verschiedenen Arten zu mischen: Trockenpilze: Sandröhrlinge vs. Steinpilze und Verkostung weiterer Pilzarten


    Ansonsten mache ich mir gerne Notizen (wenn ich das nicht vergesse) zum Geschmack, aber ohne Punktesystem. Oft brate ich verschiedene Pilze zusammen, sortiere die ganze Pfanne nachher wieder auseinander und verkoste sie quasi einzeln :)

    Das sind meine Notizen:


    DISCLAIMER: es geht um meine individuelle, sehr subjektive Meinung. Manche Arten die ich probiert habe gelten nicht als Speisepilze, bitte nicht alles nachmachen ;) Ich vertrage alle Pilze ziemlich gut, und ich weiss mit Sicherheit dass nicht jeder so einen robusten Magen hat wie ich!



    ******* Sehr gute Speisepilze *******


    Pfifferlinge aller Arten (Cantharellus sp.)

    Semmelstoppelpilz

    Steinpilzarten

    Marone

    Schwarzblauender Röhrling

    Hasenröhrling

    Goldblatt

    Kraterellen aller Arten (Craterellus sp. - Trompetenpfifferling, Totentrompete, Grauer Leistling, Krause Kraterelle)

    Reizker-Arten (Edel-Reizker, Fichtenreizker usw)

    Brätling

    Mohrenkopf

    Maipilz

    Mönchskopf

    Krause Glucke

    Speisemorchel

    Nelkenschwindling (in der Suppe)

    Parasol (als Schnitzel)


    ******* Gute Speisepilze *******


    Flockenstieliger Hexenröhrling

    Netzstieliger Hexenröhrling

    Birkenpilz

    Butterpilz

    Ringloser Butterpilz

    Falscher Rotfußröhrling

    Herbst-Rotfussröhrling

    Hainbuchenraufuß

    Lärchenröhrling

    Schmarotzerröhrling


    Täublinge (Grüngefelderter, Buckel-, Pfirsich- ...)

    Champignonsarten

    Violetter Rötelritterling

    Gelbfüße / Schmierlinge

    Schopftintling

    Grubiger Wurzelrübling = Xerula Radicata

    Seitlinge (Pleurotus sp. - Austernpilz, Lungenseitling, Rillstieliger Seitling)

    Stockschwämmchen

    Perlpilz

    Grauer Scheidenstreifling

    Hallimasch


    Habichtspilz

    Morchelbecherling

    Judasohren

    Flaschenstäubling

    Sklerotienporling

    Schuppiger Stielporling

    Riesenporling


    Olivbrauner Milchling (siliert)

    Birkenmilchlinge (siliert)


    ******* Mittelmässige Speisepilze *******


    (Geschmack nicht sehr lecker aber kann man essen)


    Rotfußröhrling

    Ziegenlippe

    Kornblumenröhrling

    Weiss- und Schwarztäublinge

    Violetter Lacktrichterling

    Dunkelviolette Schleierlinge

    Falsche Pfifferlinge

    Riesenbovist (als Schnitzel sogar ganz gut!)

    Beutelstäubling



    ******* Sehr jung noch OK, sonst Kriegspilze *******


    Getigerter Sägeblättling (wird schnell bitter und zäh und bäh, ganz jung aber ziemlich gut)

    Schwefelporling (wird schnell sauer und zäh, ganz jung aber gut bis mittelmässig)



    ******* Grenzwertige Speisepilze *******

    (Beigeschmack gewöhnungsbedürftig, kann man sammeln und sogar halbwegs geniessen wenn die anderen Pilze nicht wachsen)


    Rehbrauner Dachpilz

    Stinkmorchel-Hexenei

    Nebelkappe

    Leberreischling

    Hohlfussröhrling (zusammenziehend)

    Rötlicher Holzriterling


    ******* Minderwertige Speisepilze *******

    ("Kriegspilze", egal wie zubereitet - immer unangenehmer Beigeschmack oder geschmacklos)


    Samtfusskrempling (nach Abkochen zwar nicht mehr bitter aber null Eigengeschmack)

    Rotbrauner/Fuchsiger Scheidenstreifling (Erdig-muffiger Beigeschmack)

    Grauer Wulstling (wie Rettich!)

    Gelbbräunliche Wurzeltrüffel (kein Geschmack, komische Konsistenz)

    Birkenporling (sehr bitter in der Pfanne, nur als Tee halbwegs geniessbar)

  • Hallo Schupfnudel, das finde ich klasse. Wenn Du die Liste fortführst, kannst du ja noch eine Spalte hinzufügen „eingefrorene Pilze“ . Ich habe mir mal eine Krause Glucke durch einfrieren versaut. Der leckerste Pilz der Welt schmeckte aufgetaut nur noch wie geschredderte Schuhsohlen.

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


    Hier im Forum gibt es grundsätzlich keine Verzehrfreigaben.

  • Nebelkappe

    Hallo Alexander, Danke für die Tipps. Ich glaube, die Nebelkappe wurde inzwischen als giftig eingestuft.

    Hallo Claudia!


    DGfM führt die Nebelkappe in der "Liste der Pilze mit uneinheitlich beurteiltem Speisewert". Rita Lüder (von DGfM!) empfiehlt sogar im "Grundkurs Pilzbestimmung" sie zu probieren.


    Olivbrauner Milchling ist da noch kritischer, er wird sogar in deutschen Pilzbüchern teilweise als richtig giftig eingestuft. Je nach Land sind die Einstufungen aber sehr verschieden. U.a., in Finnland und Russland gilt Olivbrauner Milchling bei richtiger Zubereitung als guter Speisepilz, vor allem nach Silieren/Einsalzen. In Finnland, glaube ich, wurde er sogar zwischenzeitlich als giftig eingestuft, später rehabilitiert.

  • Hallo Schupfnudel,


    danke fürs Offenlegen der persönlichen Geschmäcker. Wirklich für mich sehr spannend. So strukturiert wollte/sollte ich das auch angehen. Solche Einblicke in femde Mägen sind Labsal für Mykophage wir mich.


    Und auch Dank an Schupfnudeline!


    Grüße

    RudiS

  • Herzlichen Dank für das Feedback. Dann werde ich bei Gelegenheit gerne die Liste erweitern.


    Respekt auch an Alexander für seine Experimentierfreude. Da habe ich noch einiges aufzuholen. Macht auch Spaß zu vergleichen, wo andere verschiedene Pilze geschmacklich einordnen.

    Deinen Link zu den Trockenpilzen trage ich oben noch nach. Auch eine interessante Geschichte.


    Zwecks der Nebelkappe hatte ich vor kurzem erst mit einem PSV wieder eine kurze Diskussion. Er meinte, dass da wieder etwas im Umbruch wäre (sprich evtl. Entwarnung), wusste aber leider nicht mehr genau, wo man das nach nachlesen konnte. Ich hatte ein paar Exemplare dabei und wollte sie eigentlich der Liste oben hinzufügen, leider waren sie zu bewohnt. Ich werde da sicherlich (ebenso wie bei der Herbstlorchel und dem falschen Pfifferling) irgendwann mal einen Kostversuch starten aus Interesse. Es wird dann aber beim einmaligen Kostversuch bleiben und Schupfnudeline bleibt da außen vor. Es gibt ja zum Glück genügend unkritischere Pilze.


    Auf der oben verlinkten Website von Jürgen stehen übrigens auch kürzliche Kostversuche von Boletus satanas und Paxillus involutus. Er scheint da noch härter im Nehmen zu sein, die würde ich mir nicht mal für einen Versuch in die Pfanne schnibbeln. ;-)

    Aber interessant ist's auf jeden Fall.


    Wutzi : Pilze, die durch einfrieren an Geschmack verlieren würde ich in den Anmerkungen aufführen. Ich habe auch noch panierte Parasolhüte vom letzten Jahr im Tiefkühler entdeckt, mal schauen ob die noch schmecken.


    Und auch Dank an Schupfnudeline!

    Richte ich aus!

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    Einmal editiert, zuletzt von Schupfnudel ()

  • Hallo Schupfnudel, das finde ich klasse. Wenn Du die Liste fortführst, kannst du ja noch eine Spalte hinzufügen „eingefrorene Pilze“ . Ich habe mir mal eine Krause Glucke durch einfrieren versaut. Der leckerste Pilz der Welt schmeckte aufgetaut nur noch wie geschredderte Schuhsohlen.

    Hallo Wutzi, interessant, wie sich hier die Erfahrungen unterscheiden. Ich habe auch schon einmal eine Krause Glucke eingefroren (die auf meinem Profilbild, die war zu schwer, um sie schnell genug zu essen) und sie hat nach dem Auftauen vorzüglich geschmeckt, kaum ein Unterschied zum frischen Pilz.

  • Hallo Wutzi, interessant, wie sich hier die Erfahrungen unterscheiden. Ich habe auch schon einmal eine Krause Glucke eingefroren (die auf meinem Profilbild, die war zu schwer, um sie schnell genug zu essen) und sie hat nach dem Auftauen vorzüglich geschmeckt, kaum ein Unterschied zum frischen Pilz.

    Hallo Sparassis, wie hattest Du die Glucken vor dem Einfrieden zubereitet und wie hast Du sie beim Auftauen behandelt?


    Wutzi : Pilze, die durch einfrieren an Geschmack verlieren würde ich in den Anmerkungen aufführen. Ich habe auch noch panierte Parasolhüte vom letzten Jahr im Tiefkühler entdeckt, mal schauen ob die noch schmecken.


    Und auch Dank an Schupfnudeline!

    Richte ich aus!

    Hallo Schupfnudel, fertig gebratene eingefrorenen Parasolhüte habe ich auf die heiße Pfanne gelegt. Die waren klasse, wie frisch.

    Lieben Gruß


    Claudia


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  • Update.


    Hinzu gekommen sind Bewertungen von uns beiden für Schopftintling (Coprinus comatus), Marzipanschneckling (Hygrophorus agathosmus), Kuhmaul (Gomphidius glutinosus), Gelbstieliger Leistling (Craterellus lutescens).


    Außerdem die Wertung meiner Freundin für den Rauchblättrigen Schwefelkopf. Ich musste meine Wertung noch einmal nach unten korrigieren, da mir eingefallen ist, dass ich beim letzten Mal gesalzen hatte. Auch die Wertung von Schupfnudeline für Gelbe Pifferlinge wurde angepasst, da ich mich beim Eintragen in der Spalte geirrt hatte.


    Der Goldstielige Leistling stößt somit, unter Berücksichtigung der Korrekturen, zur geschmacklichen Königsklasse von uns beiden auf, in der bisher nur die gelben Pfifferlinge verweilten. :S

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  • Ich hatte sie ja auch schon mal gegessen, allerdings eben im Mischgericht. Dafür sind sie definitiv zu schade. Ist ein Pilz, der die gesonderte Zubereitung wert ist.

    Leider ist er ja ziemlich selten. Abgesehen von dem einen Vorkommen, das wir ja beide kennen, habe ich sie noch nirgends sonst entdecken können. Und auch das eine Vorkommen ist dieses Jahr leider recht spärlich. Sehr schade.


    Update: Hallimasch oben hinzugefügt. Im Gegensatz zu den anderen Pilzen wurde eine kleine Portion 15 Minuten abgekocht und dann angebraten, wegen möglicher Unverträglichkeit. Bisher keine Beschwerden, dafür aber auch kein Geschmack mehr vorhanden. Konsistenz recht gut. Werde ich bei Gelegenheit nochmal ohne Abkochen gut durchgebraten testen, sofern heute keine Beschwerden auftreten.

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  • Hallo Schupfnudel,


    freut mich dass es mit Hallimasch Finden bei Dir doch noch geklappt hat! :thumbup::) Aber nur 2 Punkte, echt? Weisst Du welche Art das war oder auf welchem Substrat? Im Odenwald habe ich ihn fast nur auf Nadelholz geerntet, meist Dunkler Hallimasch, der schmeckt abgekocht immer noch pilzig, bzw "hallimaschartig". Den Honiggelben Hallimasch habe ich ein mal bewusst probiert, er war viel weniger lecker.

  • Hi Alex!


    Danke dir. ;-) Waldwechsel war der Trick zum Auffinden. Mit den Arten tue ich mich hingegen sehr schwer. Ich kann lediglich den honiggelben ausschließen.


    Eine größere Gruppe fand ich an Nadelholz, den Rest häufig einzeln oder in sehr kleinen Büscheln stehend am Boden ohne, dass das Substrat direkt erkennbar war. Vermutlich aber auch meist Nadelholz.

    Ich tendiere auch zum Dunklen Hallimasch, bin da aber echt nicht fit drin. Das hier waren die Exemplare:





    Und da war abgekocht leider wirklich nix mehr an Geschmack vorhanden. Meine Freundin meinte das Gleiche.


    Er bekommt sicherlich noch mal eine Chance ohne vorheriges Abkochen. Dann brate ich den halt sicherheitshalber 25 Minuten und kippe nochmal Wasser nach, damit er nicht anbrennt.

    Aber abgekocht war das wirklich keine Gaumenfreude für uns.


    LG.

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  • Das Kuhmaul und ich, wir haben es heute noch einmal miteinander versucht. Das erste Techtelmechtel lief nicht gut und eine zweite Chance war fällig. Ich darf euch die freudige Mitteilung machen, dass meine Frau und ich künftig Euch die Kuhmäuler nicht vor der Nase wegsammeln werden. Einfach nicht unser Geschmack.. <X;)

  • Als Einzelgericht würde ich mir den wohl auch nicht zubereiten. ;-)

    Ein paar Exemplare im Mischgericht gehen aber schon klar meinerseits.


    Wenn du Lust hast, kannst ja auch mal deine individuelle Liste machen? Ich vergleiche das ganz gern mit anderen Erfahrungen.

    Außerdem weiß ich dann wo ich schnell hin muss, um die Vorkommen mit bei uns vergleichbar hohen Punktzahlen vor dir zu erreichen. 8o

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  • Update: Brauner Büschelrasling (Lyophyllum decastes im weiteren Sinne).


    Die meisten Herbstpilze sind jetzt vorbei, aber der Braune Büschelrasling hat noch Saison.

    Das Putzen ist teilweise etwas nervig, da man gerne den halben Untergrund mit den Pilzbüscheln einpackt und sich viel Dreck zwischen ihnen verstecken kann. Deshalb wurde er ausnahmsweise vorher kurz unter kaltem Wasser abgebraust um das Knirschen beim Essen etwas zu reduzieren.


    So sehen sie vorher aus:


    Und so in der Pfanne:


    Fazit: Guter Speisepilz, der durch die Büscheligkeit das Körbchen schnell füllen kann. Herausragendstes Merkmal ist die Festfleischigkeit auch nach dem Braten. Der Geschmack ist gut, aber ohne besonders hervorstechendes Eigenaroma.

    Mit Gewürzen aber ein lohnenswerter Speisepilz.



    LG,

    Schupfnudel

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  • wo findet man denn den Brauner Büschelrasling? Meine Pilzbücher kennen den nicht

    frag mal das Internet...


    LG

  • Hallo,

    Ich habe heute mal den Hallimasch probiert - fragt mich nicht welcher , auf 12 Km Wanderung nur junge Hüte gesammelt (Fichte , Eiche , Unbestimmtes)

    In der Pfanne mit Butter etwas angebruzzelt , Deckel drauf , 20 Minuten bei milder Hitze garen lassen , danach auf Toast gegessen.

    Ergebnis : geht so , nicht schlecht , nicht super , schmeckt besser , als es beim Braten riecht.

    Wäre auf Skala 1 bis 10 so bei 6.

    Und mir gehts gut.

    Grüße Norbert

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    Pilzchips = 100 -5 APR 2015 +12 APR 2016 = 107 -7 Für APR 2017 = 100 + 5 APR 2018 =105
    Pilzbestimmung im Netz ist keine Essfreigabe

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  • Hallo Schupfnudel,

    wo findet man denn den Brauner Büschelrasling? Meine Pilzbücher kennen den nicht.

    Der sollte in den meisten Pilzbüchern drin sein. Oben in der Liste stehen auch immer die lateinischen Namen drin. Darunter sollte er zu finden sein.

    Falls es um das Finden draußen ging: An Wegrändern, Waldwiesen, selbst neben Parkplätzen habe ich den schon gefunden. Eins der Büschel kam direkt in der Mitte von einem Schotterweg auf einem winzigen Grünstreifen.


    Norbert.S :

    Das klingt auf jeden Fall vielversprechender als mein Versuch vom letzten Mal. Hier ist der Hallimasch aber auch langsam durch. Gut möglich, dass es erst nächstes Jahr was mit der Verkostung ohne Abkochen wird.

    Und ja, der Geruch ist gelinde gesagt gewöhnungsbedürftig...


    LG.

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