Spitzmorchel-Funde: Welche Partnerbäume habt ihr bestätigt?

Es gibt 18 Antworten in diesem Thema, welches 955 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Hannes2.

  • Ich bin neu hier im Forum, und sammele Daten zu Standortsfaktoren der Spitzmorchel um daraus eine öffentlich zugängliche Karte zu erstellen. Dafür würde ich gerne eure konreten Fundortbeobachtungen ermitteln. ==morchel


    Wenn ihr Funde hattet, schreibt bitte möglichst genau:


    Region (Landkreis / Stadt)


    Partnerbaum bzw. Baumarten (z. B. Esche, Fichte, Weißtanne, Obstbäume, etc.)


    Habitat (Auwald, Hang, Garten, in Schotternähe, …)

    Optional: Boden/Gestein, falls bekannt (z. B. Muschelkalk, Buntsandstein etc.)

  • Hallo Adrian,


    ich glaube nicht das irgendwer seine Spiltzmorchelstandorte hier öffentlich herumposaunt was auch für die anderen Morchelarten gilt. Ich habe fast 50 Jahre gebraucht um die auch einmal außerhalb von Mulchbeeten zu entdecken. Gespannt bin ich darauf ob es doch jemand macht.


    Die Partnerbäume waren bei mir bisher Pappel, Fichte und Weide.


    VG Jörg

  • Wie siehts denn bei Dir selbst aus, Adrian K., an welchen Standorten hast Du denn bislang Spitzmorcheln gefunden?


    Ansonsten ist die wissenschaftliche Frage ja leicht zu beantworten: Ja, die Spitzmorcheln wachsen bundesweit an Standorten, welche die bekannten Bedingungen für Spitzmorcheln erfüllen. Noch konkreter, wie Hannes2 ja schon bemerkte, wills dann aber eigentlich niemand haben, weil jeder seine Standorte, einmal gefunden, besser geheim hält …


    Herzliche Grüße, Pilzfreund77

  • Hallo an alle die bisher geantwortet haben,


    Ich möchte klarstellen, dass ich nur grob nach dem Kreis und dem Partnerbaum fragen möchte, nicht den Geheimplätzen. Die Karte erfüllt nicht den Sinn, Morchella elata vorkommen zu kartieren, sondern typische Baumpartner nach Region zusammenzufassen.


    Während die Spitzmorcheln im Nordschwarzwald ja zum Beispiel eher unter Weisstannen zu finden sind, kann man sie anderswo fast ausschliesslich unter Fichten finden.


    Dieses verhalten habe ich vor grob zu kartieren, um es sammlern und Naturfreudigen zu ermöglichen, das Verhalten der Morcheln in ihrer Nähe einfacher zu verstehen.


    Und herauszufinden, ob dies an der jeweiligen Art der Spitzmorchel oder verschiednenen Waldbedingungen liegt, ist ja nicht unbeding Zielführend. Daher wäre heir auch keine Bestimmung auf Artenebene nötig.


    Ich kann aber völlig nachvollziehen, dass bei den Angaben das Risiko besteht, Morchelstellen ungewollt preiszugeben. Ich würde ja auch nicht meine Stellen jemandem auf dem Internet freigeben.


    Liebe Grüße,

    Adrian ==)

  • Hallo Adrian K.

    schau doch einfach auf die Karten der DGfM für Pilzarten, wo sie wachsen bzw. schon kartiert wurden. Such dein Bundesland aus und Gib die Pilzart ein, die dich interessiert und du bekommst Gebiet angezeigt.

    Viele Grüße
    Veronika Weisheit - Pilzberaterin Landkreis Rostock
    Auch Pilzberater können irren, erst recht in einem Forum, deshalb gibt es keine Freigabe von mir, Pilze zu verzehren, auch, wenn diese essbar sind.

  • Während die Spitzmorcheln im Nordschwarzwald ja zum Beispiel eher unter Weisstannen zu finden sind, kann man sie anderswo fast ausschliesslich unter Fichten finden.


    Adrian ==)

    Auch dann wenn anderswo ebenso viele Weißtannen vorkommen, die Bodenbeschaffenheit etc. dieselbe ist? In Berlin finde ich sie jedenfalls weder an Fichten noch an Weißtannen, einfach deshalb, weils diese Bäume hier nur sehr vereinzelt gibt – eher finde ich eine Spitzmorchel als eine Weißtanne.

  • Auf einer Lichtung in halber Höhe des Albtraufs (Kalkstein), unter einer alten Esche.. Ca 25m und weiter entfernt wenige Apfel- und Birnbäume. Noch weiter weg Buchen und Kastanien. Der nächste Nadelbaum bestimmt 100m entfernt.

  • Hallo Zusammen,


    kein Problem: Kiefer (hauptsächlich), Pappel, Espe. Bei Kiefer und Pappel auf blankem Sandboden (M. norvegiensis).


    Alles am Helenesee bei FFO.


    GR I

  • Hallo


    Spitzmorcheln habe ich im nordwestlichen Saarland bisher nur vereinzelt in der Nähe von Fichten auf Kalkboden gefunden, in größeren Mengen nur in (Vor-)Gärten auf Rindenmulch, wobei sie sowohl im Wald als auch auf Rindenmulch jeweils nur ein Jahr an der gleichen Stelle erschienen.


    LG Josef

  • Servus Adrian,


    wie Karl schon angemerkt hat: Der Begriff "Spitzmorchel" bezieht sich auf diverse Arten, die in unterschiedlichen Habitaten vorkommen.Ich selber kenne "spitzmorchelartige Morcheln" bei Esche, bei Fichte, bei Weißtanne, aber auch im Offenland ohne Bäume – z.B. auf Kalktrockenrasen, auch in subalpinen Matten (dann im Frühsommer), auf Rindenmulch, bei Pestwurz... Es gibt Spitzmorcheln, die kalk brauchen, andere wachsen auch auf sauren Böden.


    Deine Fragestellung ist ähnlich präzise wie "bei welchen Bäumen wachsen Ritterlinge". Morchella ist eine artenreiche Gattung. Die Frage "Welche Partnerbäume habt ihr bestätigt?" kannst du auch durch Literaturstudium beantworten, unabhängig von den Erfahrungen einzelner hier. Oft ist es eben so, dass man das Spitzmorcheln sucht, wo man sie schon gesehen hat. Daraus kommt der Umkehrschluss, sie wüchsen nur dort (z. B. im Fichtenwald).


    Liebe Grüße,

    Christoph

  • Ich glaube mir werden diese Hinweise nicht helfen, hab von einem befreundeten Pilzsammler schon Fundstellen bei google maps eingekreist bekommen,, bin voller Freude hingefahren und hab die Teile trotzdem nicht gesehen :giggle:

  • Hallo Adrian,


    irgendwann werden sie dich finden und nicht umgekehrt. Das war bei mir auch so. Ich habe alle möglichen Habitate abgesucht und es gab nichts bis ich meine Tochter besucht habe und vom Bus aus komische braune Punkte auf einem Rasenstück sah die von weitem Spitzmorcheln ähnelten. Auf dem Nachhauseweg bin ich dort ausgestiegen und habe nachgeschaut.



    Es waren 43 Exemplare und ich weiß bis jetzt noch nicht um welche Art es sich hier handeln könnte.


    VG Jörg

  • Morcheln sehen ist auch eine ganz andere Geschichte.

    Ja, besonders wenn sie gut getarnt direkt vor der eigenen Haustür wachsen. :cool:

    Allerdings waren sie zu erwarten, da Mitte letzten Jahres dort frisch gemulcht wurde - und siehe da:



    Nach neueren Erkenntnissen sollen die wohl Morchella importuna heißen, bei Clowez/Moreau noch elata, aber das scheint nicht mehr ganz aktuell zu sein. M. elata ist nach aktuellem Stand wohl eine unklare Art.

    Da das ja RiMuMos sind, wird sich die Baumfrage relativieren..


    Beste Grüße

    Harald


    matthias0 Ich trockne schon mal ein paar und wenn ich Dill besorgt habe kommen sie in die Pfanne... :saint: