Im Dörrobst-Wald
Der Waldboden ist staubig, trocken,
die Sonne brennt mir ins Gesicht.
Kein Pfifferling kommt aus den Socken,
weil selbst dem Moos die Kraft gebricht.
Man müsste Regenwolken malen,
und dieses Elend gießen gehn,
doch statt in feuchten Pilz-Pokalen
muss man im Dörrobst-Walde stehn.
Ein kluger Sammler bräuchte weniger
von dieser Hitze, dieser Glut,
er schaut nach oben, stummer Prediger,
und rückt verzweifelt seinen Hut.
Wo sonst das feuchte Dickicht glänzte,
droht heute die Waldbrandgefahr,
was jeden Pilztraum jäh begrenzte –
und dennoch sucht die Jägerschar!
Mit leerem Korb und festem Glauben
schreitet der Sammler überall,
lässt sich der Optimismus rauben?
Ooh nein, er hofft auf jeden Fall!
Er sucht im Staub nach einem Zeichen,
und schmunzelt über seinen Trott.
Er wird wohl ohne Beute weichen,
treu dient er dem Myzelien-Gott.