Beiträge von Karl W

    Na dann ergänze ich mal :)

    Bei der recht großen Anzahl an ähnlichen Bechern musste jedes Exemplar mikroskopisch überprüft werden.

    Hier noch eine Gruppe und ein großes Einzelxemplar vom Gilbenden Kohlenbecherling (Plicaria endocarpoides)




    Von ähnlichen Arten unterscheidet sich Plicaria endocarpoides durch glatte Sporen


    Am Standort kaum zu unterscheiden aber zum Glück eingesammelt und für mich persönlicher Erstfund
    Brandstellen-Becherling (Plicaria carbonaria Syn. P. anthracina)





    Durch stachelige, spitze Sporen von P. endocarpoides zu unterscheiden.


    Über die "ungewöhnliche" Farbe der Fruchtkörper und die Abgrenzung zu Plicaria trachyspora findet sich hier schon etwas
    Plicaria carbonaria (Syn: Plicaria anthracina) - Brandstellen-Becherling


    Unbedingt mikroskoppflichtig sind auch alle Funde der Gattung Lyophyllum. Nachdem Jochen schon das Höckersporige Graublatt gezeigt hat hier noch dasKohlen-Graublatt (Lyophyllum anthracophilum) mit gleichem Aussehen aber glatten kreisrunden Sporen.


    Der häufigste Pilz war der Kohlen-Schüppling (Pholiota highlandensis) hier ohne Beifang.


    Auch ein Mykorrhizapilz zeigte sich bereits wieder auf den ich im Feld allerdings nicht gekommen bin da die Exemplare sicher schon eine Frostnacht hinter sich hatten.
    Braunroter Lacktrichterling (Laccaria proxima)


    Das war sicher nicht der letzte Besuch in dem Gebiet
    LG Karl

    Hallo zusammen

    Ich messe Ascomyceten grundsätzlich in Leitungswasser. Bei Basidiomyceten mit braunen, ornamentierten Sporen (Galerina, Hebeloma, Cortinarius usw.) ist in 3%iger KOH das Ornament etwas kontrastreicher. Bei kleinen hyalinen Sporen setze ich, wenn es anders nicht vernünftig zu sehen ist, wenig wässerige Lsg. von Kongorot zu. Sporen von Sprödblättlern messe ich nur in Melzer, wenn ich zu wenige Sporen habe.

    LG Karl

    Was Namen angeht, scheint T. thielavioides jetzt auch einen neuen Namen zu haben: Ceratocystis paradoxa. Soweit ich weiß, gibt es da aber (noch) keine kryptische Verwandtschaft :D

    Hallo Björn

    Ceratocystis paradoxa ist die Hauptfruchtform. In Mykis kann ich ja als Stadium Anamorphe eingeben aber in einer Verbreitungskarte erscheint eben nur der Name Ceratocystis paradoxa, weil die Hauptfruchtform Priorität hat.

    LG Karl

    Hallo Björn

    Thielaviopsis basicola wurde inzwischen umbenannt. Berkeleyomyces basicola (Berk. & Broome) W.J. Nel, Z.W. de Beer, T.A. Duong & M.J. Wingf., Plant Pathology 67 (4): 877 (2017) Kartieren kann man die Art ohne Seqenzierung allerdings nicht, da es mit Berkeleyomyces rouxiae eine morphologisch nicht unterscheidbare weitere Art gibt <X

    LG Karl


    Hallo Karl, hast Du vielleicht ein Zahl parat, wie viele Pilzarten dort insgesamt schon festgestellt wurden? Sind da eigentlich irgendwelche Bereiche wegen Munitionsaltlasten gesperrt oder ist alles zugänglich?

    LG, Bernd

    Hallo Bernd,

    das gesamte Gebiet darf nur auf ausgewiesenen, markierten Wegen betreten werden. Für das Verlassen der ausgewiesenen Wege habe ich einen Befreiungsbescheid.
    Mit Altlasten ist zum Glück nicht zu rechen, da es sich nicht um einen Truppenübungsplatz sondern um ein ehemaliges Munitionsdepot handelt. Die Fundliste kanst Du hier:
    Webseite-APN herunterladen (mitlere Spalte unten) . Sie wird Ende das Jahres aktuallisiert.

    LG Karl

    Ja, da werden Erinnerungen wach und gern wäre ich mit von der Partie gewesen. Wegen C 19 z.Z. leider nicht möglich.:(

    Hallo Nobi, danke für die schönen Fotos.

    An Euren Besuch im Okt. 2012 erinnere ich mich nur zu gut. Auf Deiner Fundliste tauchten damals ja ca. 60 Arten auf, welche neu für das Gebiet waren und ca. 30 davon waren vorher in NRW noch nicht kartiert. Wir überschritten damit 1000 Arten für das Gebiet liegen inzwischen aber bereits bei mehr als 1400 Arten.

    LG Karl

    Hallo Björn,

    zwei tolle Dokumentationen hast Du zusammengestellt :daumen:. Ich fand unsere gemeinsame Exkursion ebenfalls bemerkenswert. Nach dem trockenen Sommer waren etliche Arten die gewöhnlich ab Mitte Oktober zu finden sind erst jetzt zu sehen. Erstmals in diesem Jahr zeigten sich C. krieglsteineri, C. argillacea, G. glutinosum und T. hirsutum.
    Das man auch nach 20 Jahren und mehr als 300 Exkursionen mit Nectriopsis lecanodes eine für das Gebiet neue Art dabei hatte, rundet das Ganze wunderschön ab. Neu für das Gebiet war auch noch Melastizia cornubiensis. Kein Makrofoto weil ich zunächst dachte schon wieder Neottiella und dann war der Fruchtkörper schon "zerlegt". Immerhin reichte es noch für die schönen Sporen.


    LG Karl

    Hallo Bernd

    Sicherlich ein Täubling aus der Emetica-Verwandschaft. R. betularum (wenn Birke der Partner ist) blasst fast immer so stark aus. Ich hatte aber auch schon so blasse Exemplare in reinem Fichtenwald ohne Birke, die ich als R. emetica s.str. bestimmt habe und ebenfalls blasse Täublinge mit grauenden Stielen, die an R. emetica var. griseascens erinnerten aber mikroskopisch nicht ganz passten.

    LG Karl

    Halo Zusammen,

    das war ja außerordentlich interessant. Möglicherweise hätte ich einen Fund wie auf Bild 1 der zweiten Kollektion ohne Überprüfung als G. infula abgelegt auch wenn die runzlige Oberfläche von normalen G. infula etwas abweicht. Vielen Dank für Deine Bemühungen Christoph. Mein einziger Altfund von G. infula hat sich nach Überprüfung meiner Aufzeichnungen bestätigt.


    LG Karl

    Hallo Claus,

    R. insignis ist ein Kammtäubling und makroskopisch ähnlich R. pectinatoides oder R. amoenolens und violettliche Töne sind in der Gruppe völlig ausgeschlossen.

    LG Karl

    Hallo Klaus

    an R. vesca gibt es wohl keinen Zweifel aber die FeSO4-Reaktion ist seltsam. R. grisea, R. heterophylla, R. mustelina und R. vesca sind die Arten mit der deutlichsten Reaktion.

    LG Karl

    Hallo Claus,

    den würde ich auch R. subfoetens nennen. Die KOH-Reaktion ist nach jüngeren Erkenntnissen wohl inkonstant, da man von Funden mit und ohne Reaktion gleiche Sequenzen hat. Auch die Ökologie hilft nicht weiter, da beide Arten im Laub- und Nadelwald vorkommen können. Zur Trennung bleibt nur noch die Spore, was aber bei Deienm Fund ausreichend ist.

    LG Karl

    PS. Die Sporen von "echten" foetens sind auch mehr rundlich

    Hallo Florian und Eike

    Mit dem Aufsuchen des Gebietes habt Ihr eine gute Entscheidung getroffen:). Tatsächlich kann man auf Brandstellen und Waldbrandflächen gewöhnlich schon nach 3 - 4 Monaten die ersten Pilze antreffen wie Ihr sehr schön bestätigt und wenn man erst nach einem Jahr schaut, hat man schön manche Art verpasst.

    Viel Erfolg bei weiteren Besuchen

    Karl

    11. Die Kletteranlagen im Landschaftspark sind coronabedingt gerade geschlossen, aber das stört den Geröllnabeling Arrhenia rickenii nicht und er klettert munter an bemoosten Steinen hoch.

    Und das völlig ungesichert. Das kann Ärger mit der Sektion Duisburg des Deutschen Alpenvereins geben :D

    LG Karl

    Hymeniderm habe ich schon mal gelesen, habe das aber noch nie aktiv als Kriterium herangezogen. Da muss ich mich mal schlau machen. Hymeniform lese ich bei Ludwig unter Pholiotina: "globose bis verkehrt birnenförmige Elemente". Kommt das so nur bei Pholiotina vor?

    Hallo Sebastian,

    ein Huthautaufbau aus blasigen bis rundlichen Zellen ist für mich nach der Sporenpulverfarbe das wichtigste Kriterium wenn ich keine Idee zur Gattung habe oder unsicher bin.
    Conocybe zellig zur Unterscheidung von Galerina hyphig,
    Pholiotina zellig war ja schon klar.
    Agrocybe zellig hat mir bei seltenen Arten schon sehr geholfen
    Bei den Weißsporern hat z.B. Dermoloma eine zellige Huthaut
    Bei den Arten mit sehr dunklem bis schwarzem Sporenpulver zellige Huthaut fast immer bei Psathyrella und Panaeolus aber bei Stropharia und Psilocybe hyphig.

    LG Karl

    Hallo Sebastian

    Mit Pholiotina vestita bin ich nicht ganz glücklich, da mir für so junge Fruchtkörper das Velum zu spärlich erscheint.


    Der Anteil an Zystiden mit erweiterter Spilze erscheint mir auf Deinen Bildern für C. vestita recht hoch. Möglicherweise hast Du P. velata (= apendiculata) erwischt. Schau nochmal unter Ölimmersion, ob die Sporen keinen Keimporus besitzen.

    Die kleinen FizaRü´s dürften Mauseschwanzrüblinge sein.

    Cortinarius diasemospermus hat einen pelargoniumartigen Geruch, der bei C. hemitrichus fehlt.

    LG Karl

    Hallo Ingo

    großartige Funde. Den blauen Nabeling hatte ich im Depot zwischen 2009 und 2015 an vier Stellen aber nie zweimal an der gleichen. Die anderen Arten haben sich mir noch nicht gezeigt.

    LG Karl

    Ludwig bezeichnet Spadicea als Dattelbraunen Saftling (108.20). Den meinte ich. Nicht H. Colemanniana.

    Alles klar, ich hatte mich schon gewundert ;). Toller Fund:daumen:

    Nr. 3 Gelbrandiger Saftling passt sehr gut.
    Nr. 4 Hier sehe ich zumindest nach dem ersten Bild auch die var. chloroides. Ohne Rottöne mit fast weißen Lamellen finde ich die Art standorttreu fast in jedem Jahr
    Nr. 5 Völlig normales Altersstadium vom Papageiensaftling @edit: das linke Exemplar auf dem zweiten Bild ist was anderes
    Nr. 6 passt noch für den Kirschroten. Diese Exemplare entwickeln sich schon in die gleiche Richtung


    Nr. 6 passt auf jeden Fall für beide Aufnahmen
    Nr. 7 ist klar und in Nr. 8 sehe ich noch Hygrcybe virginea

    LG Karl

    Hallo Sebastion

    Nr. 2 würde ich unbedingt mal mit Hygroybe spadicea vergleichen. Der Dattelbraune Ellerling hat herablaufende Lamellen und kommt auch von der Hutoberfläche nicht in Frage.

    Zu Nr. 3 fehlen einige Infos wie Schmierigkeit von Hut und Stiel. Evt. auch der Geschmack

    LG Karl