Beiträge von Karl W

    Liebe HoBis und Murph,

    vielen Dank für Eure netten Worte und das mit der Freude über den Haselbecherling seht Ihr richtig zumindest auf meine Hauswald bezogen :). In Krefeld habe ich den Pilz zwar schon 2002 gesehen aber (trotz gezielter Suche an unzähligen Haseln) erst 2018 in meinem Hauswald an einer Stelle gefunden, die nicht mehr existiert. Es gibt also nach wie vor nur einen Standort.

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    auch Kurzexkursionen zu Standorten die man in 10 Minuten mit dem Fahrrad erreicht können Erfreuliches bringen :)

    Erstmals im letzten Jahr entdeckt und jetzt schon die dritte Fundstelle des Gelben Schichtpilz-Zitterlings (Tremella aurantia) in diesem Jahr


    Stoppeliger Drüsling (Exidia glandulosa) Hier mal die Unterseite


    An einem liegenden Holunderstamm üppiges Wachstum von Judasohren (Auricularia auricula.judae)


    Obwohl in meinem Hauswald hunderte Haselsträucher stehen erst zum zweiten Mal gefunden Kleiiger Haselbecherling (Encoelia furfuracea)




    Früh zeigen sich in diesem Jahr die Zedern-Sandborstlinge (Geopora sumneriana)






    Noch einfacher (per Post) haben mich diese Pilze aus dem Vorgarten eines Freundes mit der Bitte um Bestimmung erreicht. Ganz ohne Trüfflhund ;) beim Zusammenfegen von Nadeln einer Küstentanne entdeckt. Die Bestimmung erwies sich zum Glück auch ohne Erfahrung als nicht zu schwierig. Weißgekammerte Schleimtrüffel (Melanogaster ambiguus)


    Myzelfasern auf der Unterseite (im Bild rechts) sollen typisch für die Art sein


    Schnittbild


    Reife Sporen aus der Mitte des Fruchtkörpers


    LG Karl

    Hallo Verena,

    danke für Deine Anregungen :daumen:

    a) extrem großer, fleischiger Fruchtkörper mit 25 cm Durchmesser (Gewicht wie ein fetter großer Steinpilz, bestimmt nahe an ein Kilo rankommend), unter Pappel, Sporenabwurf mit Olivton, Hut eintönig olivocker, ohne Reaktion mit Ammoniak bzw. Ammoniakdampf. Arbeitsname P. validus

    b) mittelgroße, aber relativ fleischige Fruchtkörper bis ca. 15 cm Durchmesser, unter Linde auf Straßenbankett, Sporenabwurf deutlich rotbraun/weinbraun, Hut jung olivocker, dann mit weinrotem Ton, Ammoniak-Reaktion bei einem (!) der Fruchtkörper auf einem Viertel (!) des Hutes grün für ca. 10 Sekunden, auf dem restlichen Hut keine Reaktion (!). Arbeitsname P. cuprinus.

    Die molekulare Untersuchung ergab nach der ITS in beiden Fall P. obscurisporus …..

    Hallo Andreas,

    interessante Beobachtungen. Den Fall einer partiellen, kurzfristigen, grünem Raktion hatte ich auch schon einmal mit NH3-Dampf bei einem Fruchtkörper.
    Eine Bestimmung nur mittels SPP-Farbe und NH3-Reaktion halte ich in der Gruppe ebenfalls für nicht ausreichend. Der frische Sporenabwurf der als P. obscurisporus bezeichenten Kollektion war allerdings schon deutlich dunkler als alle Proben, die ich bisher gesammelt habe.
    Die NH3-Reaktion wurde ja bei P. ammoniavirescens erstmals beschrieben und P. validus wegen ITS mit P. ammoniavirescens synonymisiert obwohl bei der Beschreibung von P. validus keine Rede von grüner Reaktion ist. Mal abwarten, was sich da noch tut.

    LG Karl

    Liebe Pilzfreunde,

    heute vielen mir beim Ausmisten Sporenabwurfpräparate in die Hände, die ich schon fast vergessen hatte. Diese können besonders für diejenigen interessant sind, welche sich schon mal näher mit dem Formenkreis um den Kahlen Krempling beschäftigt haben wie hier Paxillus validus oder es zukünftig planen.

    Christoph beschreibt ja in dem Beitrag die unterscheidliche Sporenpulverfarbe

    Sporenpulver:
    Paxillus involutus: ockelich rostbraun
    Paxillus validus: ockerlich rostbraun (teils mit etwas oliv)
    Paxillus cuprinus: stärker rostbraun mit mehr Rot, etwas dunkler als die vorherigen beiden
    Paxillus obscurisporus: schokoladenbraun mit weinrot gemischt, dunkler

    Nach ein paar Monaten sehen aber alle Abdrücke farblich gleich aus.


    Das brachte mich auf die Idee frische Abwürfpräparate zu scannen und den Vorgang später mit den gleichen Präparaten zu wiederholen, was ich heute gemacht habe. Das Ergebnis seht Ihr hier.



    Man sieht den sehr deutlichen Unterschied der frischen Proben links und die Angleichung der Sporenpulverfarbe nach mehr als einem halben Jahr rechts, genau wie Christoph geschrieben hat. Das Scannen von frischen Proben werde ich mit künftigen Kremplingfunden durchführen und bin gespannt, ob die geringeren Unterschiede zwischen den weiteren Arten so darstellbar sind. Es sei noch darauf hingeweisen, dass ein Vergleich nur Sinn macht, wenn man immer den gleichen Scanner und Monitor verwendet und eigene Versuche sich von meinem Bild unterscheiden können.

    LG Karl

    PS: Das Sporenpulver muss natürlich zusammengeschabt und zwischen zwei Objektträgern durch vorsichtiges verschieben zu einer gleichmäßigen aber nicht zu dicken Schicht verteilt werden.

    Hallo Martin,

    an eine Art der Sektion Candidae mag ich nicht glauben. C. karinae hätte darüber hinaus wie Du richtig schreibst keinen Keimporus und außerdem recht deutliche Pileozystiden.
    Bleibt mikroskopisch eigentlich nur C. pallidospora übrig. Hast Du einen Sporenabwurf gemacht oder reife Sporen von der Stielspitze gemessen?

    LG Karl

    Jule hat bei ihrem Phytokurs gute Tips gegeben, wie man die findet (das hellere Grün ist charakteristisch) und seit dem klappt es auch ganz gut - vor allem, wenn man schon grob weiß, an welchen Pflanzen man welche finden kann.

    Hallo Björn,

    wenn man dann auch noch Augen wie ein Luchs hat, hilft das ungemein ;) Neben den Phyto-Rundbriefen von Jule dienen mir Deine zahlreichen Berichte inzwischen als hervorragende Suchanregung, da wir die gleichen klimatischen Bedingugen haben. Vielleicht kann ich mich ja revangieren. Peronospora lamii an Lamium purpureum ist auch schon zu finden.

    LG Karl

    Hallo Thorben

    Bei P. plautus sollte der Stiel vollständig fein bereift sein, was unter der Lupe erkennbar wäre. Die Kaulos sind recht klein und sind am Besten zu sehen, wenn man ein hauchdünnens Fädchen von der Stielrinde abzieht und in Kongorot betrachtet.

    LG Karl


    Der ist an seinen Standorten um Monnem rum eigentlich auch immer zeitig unterwegs - die ersten kleinen Fruchtkörper findet man da oft schon so ab Januar / Februar.

    Wäre mal Zeit zu gucken, ob sie in diesem Jahr wieder da sind.

    Hallo Pablo,

    selbst bei sorgfältiger Suche habe ich im Januar allenfalls winzige Einzelfruchtkörper gefunden und ausgewachsene Frk. nie vor März. Dann drücke ich Dir mal die Daumen wenn der Sturm abgeklungen ist.

    Danke fürs zeigen dieser wunderschönen Pilze.

    Die Bilder strahlen eine entspannte Gelassenheit aus.

    Die Ruhe vor dem Sturm, sozusagen!:D

    Hallo Nobi,

    die entspannte Gelassenheit trifft es genau. Ich wollte eigentlich nur mal kurz schauen und daraus wurden dann fast 5 Stunden :)

    LG Karl

    hast du von der P. ampliata auch Mikroaufnahmen ?

    Hallo Felli,

    vorzeigbare Bilder habe ich leider nicht, aber auf die Abwesenheit einer mittleren Textura intricata habe ich sehr sorgfältig geachtet.

    LG Karl

    Liebe Pilzfreunde,

    bevor "Sabine" ihr Unwesen treibt wollte ich noch sehen was der milde Winter im NSG Brachter Wald (Depot) beschert. Nicht nur der Schwarzweißer Rippenbecherling zeigte sich, sondern noch weitere Arten in erstaunlicher Menge. Einzelexemplare hatte ich ja erwartet, aber einige komplette Kollektionen überraschten dann doch.

    Trockener Kahlkopf (Deconica montana)


    Großsporiger Häubling (Galerina clavata)


    Braungeriefter Häubling (Galerina mniophila)


    Braungeriefter Häubling (Galerina mniophila)


    Leberbrauner Milchling (Lactarius hepaticus)


    Ein älterer Herr Frostschneckling (Hygrophorus hypothejus) als Pfifferling getarnt :)


    Vielgestaltiger Becherling (Peziza ampliata)


    Glattsporiger Dung-Becherling (Peziza fimeti)


    Kegelhütiger Düngerling (Panaeolus acuminatus)


    Unter dem Namen Spindelsporiger Aggregatbecherling wurden früher zwei Arten zusammengefasst. Hier einer davon
    Byssonectria terrestris s. str.


    LG Karl

    Liebe Pilzfreunde,

    vor dem angekündigten Sturm war ich heute im NSG Brachter Wald (Depot) unterwegs und wurde angenehm überrascht. Der Schwarzweiße Rippenbecherling (Helvella leucomelaena) erscheint zwar gelegentlich schon sehr früh im Jahr, aber in Massen und in ausgewachsenen Zustand finde ich ihn gewöhnlich nicht vor Mitte März, was mir daher einen Einzelbeitrag wert ist. Die ersten Exemplare hätte ich um ein Haar zertreten.


    Hier mal aus der Nähe


    Es wurden mehr und mehr




    Die Rippen sind nur im Stielteil ausgebildet


    zum Abschluss noch ein Montrum




    LG karl

    Also, ich suche diesen hübschen Moosbecherling seit Jahren vergeblich.:(

    Lieber Nobi,

    Du musst ihn ja auch nicht auf Dung suchen ==Gnolm7


    Und für ganz Sachsen gibt es laut Mykis erst einen Nachweis, was natürlich für eine Unterkartierung sprechen könnte.
    Allerdings glaube ich nicht so recht daran, da wir hier einige Spezialisten haben, die gezielt nach solchen Winzlingen fahnden.

    Möglicherweise hängt es doch auch mit den Bodenverhältnissen zusammen. Großes:?:

    Spaß bei Seite ;)

    Ich hatte eigentlich erwartet, die Verbreitung des Mooses könnte zur Aufklärung beitragen, aber die steht in totalem Widerspruch zur Verbreitung des Pilzes. Ich drücke Dir die Daumen für den persönlichen Erstfund
    Verbreitung Orthotrichum affine Brid. Startseite | Mezzanine

    LG Karl

    Hallo Thorben,

    das ist Entoloma hirtipes, worauf ich aber ohne die Einschätzung von Gerhard Wölfel wohl nicht gekommen wäre. Inzwischen habe ich mal nachgelesen und u. A. auch den Hinweis auf Kaulozystiden gefunden (Noordeloos schreibt nur "pruinose at apex"). Das intrazelluläre Pigment, welches Du zeigst, befindet sich in der Subpellis, was auch so in der Literatur steht. Standort und frühe Erscheinungszeit passen ebenfalls gut. Schnallen sind wohl nur an der Basis von Basidiolen zu finden und man muss schon sehr sorgfältig suchen um sie zu finden.

    LG Karl

    Liebe Pilzfreunde,

    die aktuallisierten Listen der in NRW gefundenen Pilzarten sind online. NRW Listen
    Erstmals wurden auch Anamorphe Ascomyceten aufgenommen, wobei jedoch nur Arten erfasst wurden, für die konkrete Fundmeldungen mit Fundort und Funddatum vorliegen.
    Hinweise auf eventuelle Fehler und natürlich Meldungen von bisher nicht enthaltenen Arten sind jederzeit willkommen. Weitere Informationen finden sich auf der Seite.

    LG Karl

    Hallo Björn,

    die Nr. 6 ist sicher G. triplex. Besonders beim rechten Exemplar ist die Halskrause doch sehr deulich zu sehen und in der Mitte beginnt sie sich zu lösen. Einzelne Exemplae wo die Halskrause wenig bis nicht ausgeprägt ist, sehe ich imer schon mal.

    LG karl

    Hallo, Karl!


    Sehr schöne Aufnahmen zudem, wo man die Wuchsweise direkt an den fruchtkörpern von Stereum hirsutum schön nachvollziehen kann. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo Pablo, kannst Du gerne beim Pilz der Woche einbauen, oder soll ich sie einfach drunter setzen?

    LG Karl