Beiträge von Karl W

    Hallo zusammen,

    ich hab zwar momentan keine Zeit aber einige, nicht alltägliche Funde von Mitte Oktober möchte ich Euch nicht vorenthalten.

    Korallenroter Helmling (Atheniella adonis)


    Spindelförmige Wiesenkeule (Clavulinopsis fusifomis)




    Zitronengelber Glöckling (Entoloma pleopodium) mit angenehmem süßlichen Geruch


    Porphyrbrauner Rötling (Entoloma porphyrophaeum)


    Kleiner Kohlen-Tintling (Coprinopsis gonophylla) auf einer Brandstelle war neu für mich


    Isabellfarbener Tintling (Coprinopsis pseudonivea) auf Schafdung


    Orangeroter Nabeling (Loreleia postii)


    Zäher Saftling (Gliophorus laetus)




    Rötender Saftling (Neohygrocybe ovina)



    Errötender Ellerling (Hygrocybe roseascens)


    Rosenroter Saftling (Porpolomopsis calyptriformis)




    Glattstieliger Schuppenwulstling (Squamanita contortipes) wächst
    parasitisch auf Häublingen (Galerina) und hört heute auf den Namen Dissoderma galerinicola. Die Art war mir nur aus der letzten Ausgabe des Boletus bekannt und stand seither weit oben in meiner Liste der "Möchte ich gerne mal finden" Pilze



    Ein schockierend pilzleerer Buchenwald in dem nicht nur Mykorrhizapilze sondern selbst Rüblinge und Helmlinge fehlten, entschädigte uns mit einem Einzelexemplar
    Grünblättriger Zwergschirmling (Melanophyllum eyrei)

    LG Karl

    Hallo Simon,

    schöne Ergänzung. Bei Nr. 2 kann ich mir besser Cortinarius croceus oder noch einen anderen Hautkopf vorstellen. Die Zimtfarbe der Lamellen wird durch Sporenpulver vorgetäuscht.

    LG Karl

    Hallo Alex,

    was Du in Bild 3 zeigst sind normale Hymenialzystiden die nur bei wenigen Täublingen bestimmungsrelevant sind. Die bei Kibby erwähnten und auch im Bild gezeigten Marginalzellen, hat tatsächlich von den als Verwechselungsmöglichkeiten diskutierten Arten nur R. grisea.

    LG Karl

    Hallo Björn,

    wir haben letzte Woche mehrfach E. sericeum gesehen und die Unterschiede zu E. vindobenense diskutiert. Neben den von Machiel erwähnten Merkmalen sind die Stiele bei E. sericeum stärker überfasert, was ja bei Deinem Fund der Fall ist. Hinzu kommt noch, dass bei Frischmaterial in der HDS von E. vindobonenese fast immer Vakuolen mit braunem Pigment zu finden sind, was ja bei Deinem Fund nicht zu sehen ist. E. vindonense erscheint darüber hinaus meist noch später im Jahr.
    Es wird immer Kollektionen geben die ohne Sequenzierung nicht eindeutig ansprechbar sind weil Merkmalsübergänge vorkommen, aber hier passt es doch sehr gut zu E. sericeum.

    LG Karl

    Hallo Claudia,

    was für eine tolle Vielfalt.
    Nr. 19 würde ich G. laetus var. flavus nennen. Darauf lauere ich bisher vergeblich.
    Cuphophyllus lacmus als Erstfund und dann gleich eine so schöne Gruppe! Den habe ich bisher nur einmal gesehen.

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    ich gehe da voll mit. Für mich ist bei vergleichbarem Mikros und bis (fast) zur Mitte gerieften Hüten, alles was deutliche Grautöne im Stiel hat E. majusculum. Bei Bild 4 wäre ich ohne Sequenzierung allerdings vorsichtig gewesen. Da das Paper (Dima et a. 2023) immer noch nicht raus ist, steht die Art ja weder im Index fungorum noch im Mykobank, wohl aber bei iNaturalist. Auf Pilze Deutschland hat Frank die Art als E. majusculum ined. aufgenommen. Altfunde, die jetzt alle auf E. longistriatum agg. können also jetzt in E. majusculum oder E. sarcitulum geändert werden.
    Ich halte die Art ebenfalls für häufig. Von 34 Funden habe ich inzwischen 14 aufgrund von aussagekräftigen Bildern ohne Sequenzierung in E. majusculum geändert.

    Hier noch einige Beispiele zur Variabilität:











    LG Karl


    Hallo Karl,



    ja das ist er.

    Hallo Bläuling,

    Wenn der Hut und Stiel absolut trocken sind, ist man leider noch nicht am Ziel. H. helobia kann man ausschließen, da der Hut feinschuppig wäre. H. miniata kann so aussehen, verliert aber rasch die rote Farbe und schlägt zu orange bis gelb um. Eine weitere Möglichkeit wäre H. substrangulata.

    LG Karl

    Hallo Corne,

    an der Vorsicht bei Bild 1 tust Du gut (meint auch Ingo ^^ ). So lange Du nicht sicher bist, musst Du halt das scharfe Glas bemühen.


    LG Karl

    Hallo Corne,

    Deine Nummer 4. halte ich (in Übereinstimmung mit Ingo ^^ ) nicht für H. splendidissima sondern für H. coccinea. Zum einen sind die etwas mickerig und die Lamellen sind zu breit angewachsen. Wäre im Schnittbild sicher noch besser zu erkennen. Bei H. splendidissima steigen die Lamellen bauchig nach oben auf uns sind nur schmal angewachsen.



    LG Karl

    Hallo Mario,

    die Mikros und die Ökologie passen gut zu R. clavipes. R. faginea hat gewöhnlich dunkleres SPP , wächst bei Buche und ist relativ groß und kompakt. Die bei uns häufigste Art R. graveolens wächst gewöhnlich bei Eiche. Schwierig kann die Unterscheidung von Russula nuoljae sein, bei der aber meist schlanke Elemente in der HDS überwiegen.

    LG Karl