Beiträge von Karl W

    Mit dem Geruch das ist so eine Sache. Drum ist das wohl nicht wirklich ein verlässliches Merkmal.


    Hallo Matthias und Raphael

    zu dem Geruch kann ich folgendes beisteuern. Bei zwei Ausammlungen von Geopyxis sp. im Flachland wurden die Frk. von drei Personen als nahezu geruchlos empfunden. Der unangenehme, sehr starke Geruch nach Schwefelwasserstoff trat erst bei angtrockneten Fruchtkörpern auf.

    LG Karl

    Multilocus phylogenetic and coalescent based methods reveal dilemma in generic limits cryptic species and a prevalent intercontinental disjunct.pdf

    Hallo Raphael,

    es gibt eine neuere Arbeit über die Gattung
    Mycologia, 108(6), 2016, pp. 1189–1215. DOI: 10.3852/16-100
    Multilocus phylogenetic and coalescent-based methods reveal dilemma in

    generic limits, cryptic species, and a prevalent intercontinental disjunct

    distribution in Geopyxis (Pyronemataceae s. l., Pezizomycetes)

    LG Karl

    Glückwunsch zum schönen Fund, Wastl!:thumbup:

    Der "Tintenfisch" ist es, ohne Zweifel.

    Ich habe den bisher immer noch nicht finden können.


    LG, Nobi

    Lieber Nobi,

    im Blüherpark, nordöstl. Arnoldbad wurde er mal gefunden :).

    LG Karl

    Hallo Björn,

    bei R. lepida bist Du mit Sicherheit richtig gelandet. Noch besser war Dein Timing mit dem ersten Pilz im Bericht. Ich hatte mir vom APN-Treffen heute Abend gefleckte Hopfenblätter mitgebracht und Podosphaera macularis kannte ich noch nicht :).

    LG Karl

    Heute mal einige Impressionen vom Maisbeulenbrand (Ustilago maydis)

    Was für Pachtexemplare. So frisch und hell müsste man doch die in Mittelamerika unter dem Namen Huitlacoche als Delikatesse geltende Spezialität mal kosten dachte ich mir. Selbst bei den knackigen, außen weißen Exemplaren wurden innen schon dünne, schwarze Sporenschichten gebildet. Da habe ich doch lieber verzichtet :)

    LG Karl











    Hallo André,

    schöne Aufnahme von den unfertigen Zwergen ;) . Auch wenn wesentliche Merkmale für eine Bestimmungsanfrage fehlen, habe ich zumindest eine Idee.
    Bluthelmling (Mxcena haematopus) @edit: sehe gerade, dass Werner inzwischen die gleiche Idee hatte


    LG Karl

    Hallo Claus,

    besser als Oehrling kann man es nicht formulieren. Mit der Farbe ist auch nach meiner Beobachtung R. vesca nicht vorstellbar. Bei den Haaren von R. heterophylla sind die unteren Glieder mehr aufgeblasen als bei R. vesca, zumindest bei einem erheblichen Teil.
    Hier mal ein Bild von dem Frk. oben.



    LG Karl

    Liebe Täublingsfreunde,

    hier einige Beispiele der letzten Tage dafür, dass eine rein makroskopische Bestimmung auch bei Anwendung von Chemie oft nicht möglich ist.

    Nr. 1 Ein milder, brauner Täubling der etwas an den Wieseltäubling (Russula mustelina) erinnert, auch wenn dieser meist kompakter ist. Standort bei Eiche (Quercus robur) Die augenscheinlich nicht weißen Lamellen und die starke Eisensulfatreaktion sowie starke und schnelle Guajakreaktion sprechen zunächst noch dafür. Sporenabwurf Ia allenfalls minimale Tendenz zu 1b schließt den Wieseltäubling aus. Mikroskopisch fielen sofort die kleinen Sporen auf und dickwandige Haare im Hutzentrum sorgten für Klarheit. Innerhalb von mehr oder weniger grünen Kollektionen sieht man gelegentlich Exemplare mit Brauntönen oder Mischfarben, aber dieses Einzelexemplar erforderte schon etwas mehr Mühe.
    Grüner Speisetäubling (Russula heterophylla)


    Nr. 2 Ein recht heller, milder Täubling im Kalk-Buchenwald mit augenscheinlich kräftiger gefärbten Sporenpulver erinnerte etwas an einen ausgeblassten Kurzstieligen Lebertäubling (Russula curtipes).
    Eisensulfatreaktion banal sowie starke und schnelle Guajakreaktion sprachen noch dafür aber Sporenpulver mit IVd zu dunkel für den Ledertäubling. Die mikroskopische Untersuchung führte letzlich zu
    Weißstieliger Leder-Täubling (Russula romellii)


    Zum Glück hatte ich einen typischen Fund von Russula romellii vom gleichen Tag zum direkten Vergleich der Mikros. Exemplare mit olivgelblichen Farben kommen gelegentlich vor, wie man an dem kleinen Exemplar auf folgendem Bild sieht. Vollständiges fehlen jeglicher violettlicher Töne hatte ich bisher noch nicht.
    Weißstieliger Leder-Täubling (Russula romellii)


    Nr. 3 machte keine Probleme, aber man stelle sich vor, nur das ausgeblasste Exemplar zu finden:giggle:. Da ich die Art in diesem Jahr schon hatte, brachte mich ein zunächst noch tief im Moos verstecktes Exemplar sogleich auf die richtige Spur. Beim Reiben an der Stielbasis trat ein deutlichr, angenehmer Geruch auf, der auch für den deutschen Namen verantwortlich ist. Eisensulfatreaktion banal, Guajakreaktion schnell und stark, Vorkommen unter Eiche (Quercus sp.), Sporenpulver IIb. Mikroskopisch würden große runde Sporen mit sehr flachem Ornament die einmalig für mitteleuropäische Arten sind, auch ein älteres Einzelexemplar entlarven.
    Honig-Täubling (Russula melliolens)


    LG Karl

    Hallo zusammen

    Auf Pilze Deutschland ist Cantharellus pallens ein Synonym von Cantharellus subpruinosus Eyssart. & Buyck, Bull. Soc. mycol. Fr. 116(2): 129 (2000)

    In (PDF) Cantharellus (Cantharellales, Basidiomycota) revisited in Europe through a multigene phylogeny
    ist wieder C. pallens die anerkannte Art. Zumindest was die untersuchten Kollektionen betrifft, scheinen da überwiegend sudeuropäische Funde berücksichtigt zu sein. Weiß jemand, ob die Arbeit allgemein anerkannt ist?

    LG Karl

    Hallo,


    welche Mengen dürfen diese gewerblichen Sammler dann sammeln?


    Was kostet die amtliche Bewilligung?


    Hallo Radelfungus


    Das wird wohl regional oder zumindest ländermäßig verschieden sein und ob das überall die gleichen Behörden machen ist ebenfalls fraglich. Da wirst Du Dich wohl in Deinem Umfeld informieren müssen.

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    schön, dass Euch mein Beitrag gefallen hat, auch wenn ich nicht sehr optimistisch bezüglich einer baldigen Fortsetzung bin.

    Die kleine Netzhexe hätte ich nicht als solche erkannt. Da hätte ich wohl einen zu blass geratenen Flocke vermutet. Danke, dass Du uns teilhaben lässt.

    Hallo Claudia,

    das kann Dir ja zukünftig nicht mehr passieren. Die Farbe ist absolut typisch für den Netzstieligen Hexenröhrling, wobei man das Netz natürlich nur mit der Lupe oder eben in dem vergrößerten Ausschnitt sieht.


    Hallo Pablo,

    danke für Deine ausführliche Erläuterung zur Nomenklatur.


    Hallo Christoph,

    auch Dir herzlichen Dank. Mit Boletus reticulatus das war ein Flüchtigkeitsfehler. Meine Bilder vom Sommersteinpilz aus den zurückliegenden Jahren sind alle mit Boletus aestivalis beschriftet :)

    Bezüglich S. luridus hast Du, besonders wenn man die Hutfarbe betrachtet, natürlich völlig recht. Die rote Stielbasis ist mir bisher bei S. luridus nicht so aufgefallen, aber bei typischen Exemplaren schneide ich auch nur selten noch einen Fruchtkörper durch.

    LG Karl

    Hallo Björn,

    ich habe mich nochmal schlau gemacht. Die Information, das die Färbung im Fleisch nicht konstant ist, gilt leider auch weiter. Eine eindeutige ökologische Zuordnung bezüglich Vorkommen im Laub- oder Nadelwald ist nicht gegeben. Zur Trennung können jedoch die Sporen alleine herangezogen werden. R. foetens hat mehr oder weniger runde Sporen mit streng isoliertem Ornament. Bei R. subfoetens sind die Sporen mehr breitelliptisch und es gibt Verbindungslinien beim Ornament, so wie bei Sarnari gezeichnet. Dein Bestimmung als R. subfoetens, kannst Du also beibehalten.

    LG Karl

    Hallo zusammen,


    nach Täublinge vom Wochenende möchte ich Euch noch einige Röhrlinge zeigen. Am Samstag mit Jochen (Lucky), ging es zunächst an einen Standort des Satansröhrlings, der sich jedoch nicht zeigen wollte. Sein gerne an ähnlichen Standorten wachsender Partner war zumindest anzutreffen.

    Wurzelnder Bitterröhrling (Caloboletus radicans)


    Nur wenig später dann eine kleine Überraschung. Zwar noch ein Zwerg, aber dafür aus einem bisher nicht bekannten Myzel.

    Satansröhrling (Rubroboletus satanas)


    Auch eine hübsche Ansammlung von Raufüßen war nicht zu verachten
    Hainbuchen-Röhrling (Leccinum pseudoscabrum)

    Herausragend für diesen Tag war jedoch ein anderer Dickröhrling. Ich hatte ihn noch nicht oft gefunden und war von dem außerordentliche Farbenspektrum überrascht, weshalb es auch ein paar Bilder mehr gibt.
    Glattstieliger Hexenröhrling (Suilellus queletii)



















    Wer den Pfennig nicht ehrt ist des Talers nicht wert lautet ein altes Sprichwort, weshalb auch der wesentlich häufigere Bruder nicht zu kurz kommen soll.

    Netzstieliger Hexenröhrling (Suilellus luridus)



    Rotes Fleisch in der Stielbasis kommt gelegentlich vor, aber ob man daraus gleich eine var. queletiformis machen muss?


    Eine Binsenweisheit: Zu junge oder zu alte Fruchtkörper zeigen noch nicht oder nicht mehr deutlich, ihre arttypischen Merkmale


    Es ist aber ebenfalls noch der Netzstielige Hexenröhrling (Suilellus luridus)


    Sonntag mit Rainer in der Eifel gab es nennenswerte Mengen vom

    Sommer-Steinpilz (Boletus reticulatus) ups die Gattung gibt es noch ==Gnolm7
    @ edit: der korrekte Name ist Boletus aestivalis. Danke Christoph!



    Einge waren noch madenfrei und geeignet für den Verzehr geeignet ==Gnolm13


    In frischen Zustand immer eine Augenweide für mich

    Flockenstieliger Hexen-Röhrling (Neoboletus erythropus)








    Nicht minder schon, aber das sagt ja schon sein Name

    Schönfuß-Röhrling (Caloboletus calopus)


    Lange hielten wir Ausschau nach einem typischen Vertreter der Kalkbuchenwälder und damit endet auch mein Bericht

    Bronzeröhrling oder auch Schwarzhütiger Steinpilz (Boletus aereus)


    LG Karl

    Hallo zusammen,

    danke für Eure netten Kommentare :)


    @ Claus und Jörg: Interessanterweise gab es auf dem Hang mit den unglaublichen Mengen von Russula foetens / subfoetens auch keine weiteren Pilze.

    während es hier so gut wie keine Großpilze gibt, zeigst Du uns mal so "by the way" 13 Täublinge!

    Und dazu mit ganz tollen Kollektionen!

    Wie machst Du das nur?==Gnolm11

    Hallo Nobi,

    "by the way" waren wir immerhin ca. 7 h in dem Gebiet unterwegs. Nachdem ich alles überprüft habe, komme ich auf 21 bestimmbare Arten, aber es waren eben teilweise nur Einzefunde oder angefressene Exemplare.
    Für deine Frage: Wie machst Du das nur? ist Rainer verantwortlich. Er hat sehr genau ermittelt, wo genau es asureichend geregnet hatte. In den meisten Wäldern der Eifel ist noch nichts los.

    LG Karl

    Liebe Pilzfreunde,

    trotz Trockenheit fand ich am Freitag in meinem Hauswald unter einer Eiche endlich den ersten Täubling. Kammtäubling mit sehr scharfem Geschmack und einem Geruch der etwas an Camembert erinnert. SPP blasscreme, Guajakreaktion schnell positiv. Verwechselung wäre mit R. pectinata möglich. R. sororia hat eine schwache Guajakreaktion, andere ähnliche Arten schmecken nicht scharf.

    Brauner Camembert-Täubling (Russula amoenolens)

    Über ein nicht mehr fotogenes Exemplar des Sonen-Täublings habe ich mich ebenfalls gefreut, da die Art hier selten gefunden wird.

    Am Samstag ging es mit Jochen (Lucky) in parkähnliche Biotope westlich von Mönchengladbach, da es dort örtlich mehr geregnet hatte.

    Kammtäubling mit mildem Geschmack bei Eiche, oft aber leider nicht immer mit rotbraunen Flecken an der Stielbasis. Geruch unangenehm aber mit irgendwie fruchtiger Komponente. SSP dunkelcreme. Verwechselung ist leicht mit Russula insignis (früher livescens) möglich, dessen Stielbasis aber meist gelb ist und sich mit Laugen orangerot färbt.
    Kratzender Kammtäubling (Russula recondita) Der früher gebräuchliche Name R. pectinatoides bezieht sich auf eine amerikanische Art.


    Zwei kleine hellgelbe Exemplare mit mildem Geschmack und irgendwie fischartigem Geruch waren unschwer zu erkennen. Die Art kann jedoch auch (meistens gemischte) violettliche und grüngelbe Hutfarben haben oder mit ausgeblassten Rändern und grüngelber Mitte vorkommen. Oft sind die Stiele teilweise violett überzogen.
    Violettstieliger Pfirsichtäubling (Russula violeipes)


    Hier eine Gruppe von 2017. Violettstieliger Pfirsichtäubling (Russula violeipes)


    Dann gab es ein Massenvorkommen von ca. 150 Exemplaren des Blaugrünen Reiftäublings unter einigen Linden. In typischer Ausprägung mit vorhandenem Reif ist dieser milde Täubling mit blass cremefarbigem Sporenpulver oft gut anzusprechen. Ein wichtiges Merkmal ist das Fehlen jeglicher violettlicher Töne unter der Huthaut. Sicherheit bei der Bestimung geben oft erst die partiell netzigen Sporen. Beim Ausblassen von der Mitte her, aber manchmal auch von Beginn an, treten mehr Brauntöne in den Vordergrund Ähnlich ist R. plumbeobrunnea, jedoch in der ITS-Region identisch.
    Blaugrüner Reiftäubling (Russula parazurea)

    Blaugrüner Reiftäubling (Russula parazurea) ohne violettliche Töne beim Abziehen der Huthaut


    Mein persönliches Highlight war jedoch ein Fund unter Hainbuche, welche die Bestimmung erleichterte. Die Art hatte ich bisher am Niederrhein noch nicht gesehen. Russula carpini hat dunkelgelbes Sporenpulver IV c und milden Geschmack. Seine Farbe kann über gelbgrün bis bräunlichrot aber auch purpurfarben variiren und meistens treten Mischtöne auf.
    Hainbuchentäubling (Russula carpini)


    Weitere Arten an diesem Tag waren meist Einzelexemplare oder von Schnecken besuchte Fruchtörper und daher ohne Fotos. Frauentäubling (R. cyanoxantha), Papageientäubling (R. ionochlora). Wechselfarbige Dotter-Täubling (R. risigallina), Ockerblättriger Zinnobertäubling (R. pseudointegra) der bereits gezeigte Braune Camembert-Täubling (Russula amoenolens) und Russula cuprea agg.


    Sonntag mit Rainer in der Eifel. Viele Wälder der Eifel sind noch trocken und entsprechend pilzarm, aber Rainer hatte ein Gebiet in der Nordeifel ermittelt, welches mehr Niederschlag abbekommen hatte. Wir bewegten uns überwiegend unter Buchen auf Kalk teilweise mit eingestreuten Eichen und kleineren Bereichen mit Fichte und Kiefer.

    Selten habe ich so viele Frauentäublinge gesehen und man hätte mehrere Körbe füllen können was wir uns allerdings verkniffen haben. Das hätte angesichts diverser rothütiger und weitere Arten, die einige Bestimmungsarbeit erforderten, einfach zuviel Zeit gekostet. Auffallend war, dass nahezu ausschließlich Grüntöne dominierten und man musste immer wieder prüfen, ob die Lamellen wirklich speckig waren oder ob sich andere Arten wie der Grüne Speisetäubling (R. heterophylla) dazwischen befanden. Ich schreibe bewusst nicht elastisch, da es einige Arten ohne splitternde Lamellen gibt, die häufiger für Frauentäublinge gehalten werden. Beim Frauentäubling kann man die Lamellen unter dem Daumen zerquetschen und es fühlt sich fast an, als ob man über eine Speckschwarte reibt. Die grünen Formen wurden früher als Varietät pelteraui abgetrennt aber genetisch gibt es wohl keinen Unterschied zur Normalform.
    Frauentäubling (Russula cyanoxantha)






    Es gab immer wieder weitere "noch schönere" Kollektionen, aber wenden wir uns den Roten zu. Bei den den zahlreiche Fruchtkörpern musste man aufpassen, um keine Mischkollektionen zu erwischen und eine Vorauswahl erfolgte bei makroskosich nicht erkennbaren Arten über Geschmack.

    Ein deutlich scharfer Täubling, aber nicht so brennend scharf wie die Speitäublinge um Russula emetica, entpuppte sich später durch cremefarbenes nicht weißes! Sporenpulver sowie ein Gilben an den Lamellen als Schwachfleckender Täubling (Russula persicina)




    Ebenfalls zahlreich fanden wir einen, rosaroten Täubling welcher fast immer von der Hutmitte her ausblasst. Ein unverwechselbares Merkmal offenbart sich unter der Lupe., was ihm seinen deutschen Namen eingebracht hat. Freunde der Chemie sollten nicht versäumen die wunderschöne Farbreaktion des Stiels mit Sulfvanillin zu testen.

    Netzflockiger Rosa -Täubling (Russula velutipes)






    Hier die beschriebene Stielzeichnung



    Sehr scharfer Geschmack, cremefarbene Lamellen und die samtig matte Hutfarbe verraten einen weiteren roten Täubling, der dazu auf Stiel und Lamellen eine starke Guajakreaktion zeigt.
    Scharfer Zinnobertäubling (Russula rubra)


    Weitere rote Täublinge, die einem das Leben nicht gerade erleichterten, waren vereinzelt der Ockerblättriger Zinnobertäubling (Russula pseudointegra) und ein nicht näher untersuchter, scharfer Weißsporer.


    Farbliche Abwechselung bot da eine interessante Erscheinung des Stinktäublings (Russula foetens / subfoetens)



    Ein Exemplar wuchs auf dem Hut seines Untermannes


    Für Zweifler hier die Bruchstelle :)


    Weiter geht es mit einem blassgelben, sehr scharfen Weißsporer, der sich durch weiße Lamellen von weißes Sporenpulver leicht von ausgeblassten Exemplaren des ebenfalls sehr scharfen Sonnentäublings (Russula solaris) unterscheiden lässt. Diese seltene Art kommt wohl nur im Buschenwald auf Kalk und oft nur in Einzelexemplaren vor. Sonntag war es erfreulicherweise anders.
    Blassgelber Täubling (Russula raoultii)



    Es wurde nochmal bunt. Von einheitlich dunkel violett, bis grüngelb kann einem der nächste Vertreter das Leben schwer machen. Recht große Fruchtkörper, milder Geschmack und dunkelgelbes Sporenpulver, reichen für eine makroskopische Bestimmung oft nicht aus.
    Wechselfarbiger Ledertäubling (Russula romellii)


    Die mühsame Bewältigung eines steilen Hangs bei lebhaftem Sonnenschein bescherte uns noch ein außergewöhnliches Vorkommen. Hexenringe, zusammengeballte große Fruchtkörper, meterlange Schlangen sind mir von dieser Art schon begegnet, aber 30 m den Hang herunter Pilz an Pilz und an der steilen Böschung zur Straße eine weitere Gruppe ließen einem die Augen übergehen. Der Stinktäubling (Russula foetens), soll sich durch fehlende gelbe KOH-Reaktion im Fleisch von Russula subfoetens unterscheiden. Nach eigener Beobachtung und mündlicher Information durch Felix Hampe, ist diese Reaktion uneinheitlich und momentan fällt mir eine Trennung schwer. Weitere ähnliche Arten unterscheiden sich durch anisähnlichen Geruch wie der Mandeltäubling (Russula grata) oder einer unglaublichen Mischung aus starkem Anisgeruch und dem typische Foetensgeruch (Russula fragrantissima).
    Stinktäubling (Russula foetens / subfoetens)






    Den Abschluss bildet ein Schwärztäubling, der sequenziert wird. Ziemlich scharfer Geschmack und starke Schwarzfärbung ohne verhergehendes deutliches Röten weisen in Richtung Kohlentäubling (Russula anthracina), welcher jedoch nur mäßig scharf sein soll und einen rosa Refelx in den Lamellen haben sollte. Russula acrifolia, ebenfalls direkt schwärzend, mit sehr scharfem Geschmack und schmierigem Hut kann man ebenso ausschließen, wie den Mentholtäubling (Russula albonigra)
    Schwärztäubling (Russula cf. anthracina)


    Zu erwähnen wäre noch ein einzelner Kurzstieleiger Ledertäubling (Russula curtipes), einer aus der Gruppe um Russula olivacea einige Weißtäublinge aber man kann einfach nicht Alles bearbeiten. Schleißlich gab es ja auch noch Röhrlinge und ein Bisschen was Anderes, denen vielleicht noch ein zweiter Teil des Wochenendes gewidmet wird. Wir traten jedenfalls sehr zufrieden den Heimweg an.

    LG Karl