Beiträge von Karl W

    Hallo zusammen,

    Diese Arbeit führt einen weiter.

    Jargeat, P., Moreau, P.-A., Gryta, H., Chaumeton, J.-P., Gardes, M.,

    Paxillus rubicundulus (Boletales, Paxillaceae) and two new Alder-specific ectomycorrhizal species,

    P. olivellus and P. adelphus, from Europe and North Africa, Fungal Biology (2016), doi: 10.1016/ j.funbio.2016.02.008


    Europe PMC

    LG Karl

    Bist du dir bei deinem Keulchen sicher ?

    Die Clavaria krieglsteineri sieht dem makroskopisch sehr ähnlich.


    Ja, die Keulchen sind mikroskopisch bestimmt und sicher.

    Hallo Felli und Dieter,

    makroskopisch kann ich mich auch nicht mit C. falcata anfreunden aber an C. krieglsteineri mag ich auch nicht so recht glauben.

    Die typische C. falcata ist für mich rein weiß mit glasigem, nie braunem Stiel ohne deutlich erweiterten oder wie hier sogar runzligen Kopfteil, sondern eher zur Spitze verjüngt. C. krieglsteineri ist m. E. gedrungener und hat ebenfalls keinen braunen Stiel. Leider beschäftigen sich nur wenige Leute intensiver mit den Keulchen und ich räume ein, dass die Variabilität eventuell nicht ausreichend bekannt ist.
    Hans Bender, Henk Huyser NL und ich, haben die folgenden und weitere Kollektionen in zwei Gebieten gefunden und glauben, dass es da noch mindestens eine unbeschrieben Art gibt. Interessant ist das Bild oben links mit zwei typischen Exemplaren von C. falcata und mit den getönten Frk. welche längere und schlankere Sporen haben. Auch an einer weiteren Fundstelle kamen beide Arten schon vergesellschaftet vor. Leider haben wir in den letzten drei Jahren kein Material mehr gefunden, welches man sequenzieren könnte.



    LG Karl

    Hallo Carina,

    eine tolle Ausbeute hast Du gemacht :)

    Das dreizähnige Knabenkraut sollte richtig erkannt sein.
    Albino ist wahrschweinlich Orchis purpurea
    Die teilweise verblühte Pflanze kann eine Hybride aus O. militaris und Ohnsporn sein aber Ragwurz ist da nicht drin.

    LG Karl


    Diese Hybride erinnert ein bißchen an eine Affenorchis. ==12 🐵🐒

    Hi,
    bei der Affenorchis öffnen sich die Blüten von oben nach unten. Möglich wäre eine Hybride aus O. militaris und Ohnsporn, aber da müsste man die ganze Pflanze sehen.

    Hallo Carina,

    bei der Nieswurz meintest Du sicher Netzwurz oder auch Vogel-Nestwurz (Neottia nidus-avis) ;)

    Danach kommen Ständelwurze (Epipactis) noch nicht sicher bestimmbar.

    Ob das letzte Bild tatsächlich noch eine Orchidee zeigt, bezweifle ich mal vosichtig. Ist aber mehr so ein Gefühl :)

    LG Karl

    Ich dachte erst an Xerula radicata aber der sollte doch keine knollige Basis haben. Der Geruch war leicht süßlich.

    Hallo Jörg,

    die Stielbasis von X. radicata ist gerne mal knollig, das starke Ausblassen im Alter ist normal und möglicherweise steckt das Ende des Stiels noch im Substrat ;)
    Hier mal ein Beispiel


    LG Karl

    Meine Cheilos sind aber zu 90 % einfach nur keulig. Das passt irgendwie nicht.

    Hat jemand Erfahrungen damit? Sind die Cheilos wirklich aussagekräftig?

    Hallo Nosozia,

    auf Deinen Mikrobildern sehe ich fast ausschließlich junge Basidien und keine Cheilos. Trenne mal ein Lamellenschneide so dünn wie nur möglich ab und beobachte zunächst ohne zu quetschen.
    Allgemein kann ich sagen, dass man eine größere Zahl von Kollektionen untersucht haben muss, um sich der Bestimmung allmählich sicherer zu werden und es bleiben immer noch Kollektionen bei denen Makroskopie und Mikroskopie nicht so ganz zusammen passen. Wenn man typische Kollektionen hatte ( z. B. G. ocior mit eindeutig gelben Lamellen) kann man den Fund sorgfältig dokumentieren und als eigene Referenz festlegen. Das Gleiche gilt sinngemäß für weitere Arten.

    LG Karl

    Ansonsten sieht das für mich auf deinem letzten Bild schon warzig aus, das sind keinesfalls irgendwelche Bläschen in der Spore.

    Hallo Björn,

    nach Vergleich mit diversen Aufnahmen aus meinem Bildarchiv bin ich ebenfalls der Meinung, dass die Sporen warzig sind. Die hellen Pünktchen auf einigen Sporen sind m. E. erhaben.

    LG Karl

    Hallo Björn,

    wieder mal eine Art toll präsentiert und gleich einen interessanten Suchhinweis gegeben. Man sollte eben nicht immer nur auf Rhopographus filicinus achten :haue:

    LG Karl

    Hallo Carina,

    in einem tollen Gebiet warst Du unterwegs. Neben Orchis militaris auf die Björn schon hingewiesen hat, glaube ich nach den tollen Frauenschuhen auch noch Orchis purpurea zu erkennen.

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    es freut mich, dass Ihr ebensoviel Freude an dem Bild habt wie ich :)


    @ Werner: In den Regensburger Mykologischen Schriften Band 15 (2008), Die Gattungen Hydropus bis Hypsizygus, wird das H. conica agg. durch Andreas Bresinski aufgeschlüsselt und mehrere Arten, Varietäten oder Formen abgehandelt.
    Neben dem Vorkommen an feuchten Standorten sind (auch nach meiner Beobachtung) die Fruchtkörper immer recht klein (bis ca. 1 cm), jung immer rein rot und blassen allenfalls zu orange aus. Gelbtöne habe ich nie beobachtet.
    Boertmann hat in FUNGI OF NORTHERN EUROE- VOL 1 alles in einen Pott geschmissen, erwähnt aber H. conica var conicopalustris und hat auch eine Abbildung drin. Solange die gesamte Gruppe nicht sequenziert ist, versuche ich nach Möglichkeit zu trennen. Zusammenlegen kann man nach entsprechenden Untersuchungen immer noch, aber wenn man grundsätzlich Alles als H. conica abhakt, kriegt man das nie mehr getrennt.
    Natürlich können bei üppigen Vorkommen von H. conica auch mal kleinere mehr oder weniger rote Frk. dazwischen stehen, aber die lasse ich außen vor.
    Ich habe allerdings neben meinem Teichrand noch einen weiteren Standort, den ich länger beobachtet habe. Innerhalb von 4 Jahren wurde ich 3 x fündig und es traten an dem Standort nie größere oder gelben Frk. auf. Erst dann bin ich von H. conica agg. auf H. conicopalustris umgeschwenkt, wobei möglicherweise H. conica var. conicopalustris der gültige Name ist.
    Hier noch interessante Beiträge von Christoph, der noch H. riparia ins Spiel bringt.
    Saftling am Teichrand


    LG Karl

    Hallo zusammen,

    der Kegeliger Sumpf-Saftling tritt bei mit am Teichrand fast jedes Jahr um diese Zeit auf. So schön neben dem Sonnentau hatte er sich aber noch nicht platziert.

    Hygrocybe conicopalustris Syn. Hygrocybe conica var. conicopalustris


    LG Karl

    Hallo zusammen,

    Nachdem es endlich wieder mal geregnet hat, brach ich zu einer kurzen Runde auf. Aus einigen Metern Entfernung leuchtete es weiß zwischen dem üppigen Bewuchs hervor. Das kann ja um diese Zeit fast nur der Mai-Ritterling (Calocybe gambosa) sein und in Erwartung weiterer Exemplare ging ich näher. Aus der Nähe leichte Enttäuschung über ein Einzelexemplar. Gewöhnlich wächst der Mai-Ritterling gesellig und auch wegen der etwas unebenen Oberfläche kam ein erster Zweifel auf, aber nach der langen Trockenheit war ja fast Alles möglich.



    Aus der Nähe Betrachtet stutzte ich zunächst. Welcher Mai-Ritterling umwächst denn Stängel von Klettenlabkraut :giggle:


    Des Rätsels Lösung gestaltete sich nicht sonderlich schwierig. Beim Untersuchen des Untergrundes stellte ich fest, dass der Pilz mitten auf einer riesigen, überwachsenen Baumscheibe wuchs und beim Wühlen durch die Krautschicht fand ich Reste eine abgebrochenen Lackporlings. Mit einiger Wahrscheinlichkeit habe ich den flachen Lackporling (Ganoderma applanatum) gefunden :kaffee:

    LG Karl

    ich denke, da hast du Recht. Wenn man genau hinschaut, sieht man auf dem Bild auch einige verblühte Blüten. Die sollte P. serotina jetzt noch nicht haben und außerdem wachsen die Blüten da ja in Trauben und nicht einzeln wie bei P. persica.

    Hallo Björn,

    gut so. Im Gegensatz zu T. farlowii ist T. deformans in Duisburg noch nicht kartiert :)

    LG Karl

    Hallo zusammen,

    wie in der Überschrift angedeutet, sind das schon Rostpilzsporen bzw. nach Untersuchung Uredosporen.
    Bei dem Blatt handelt es sich um Giersch (Aegopodium podagraria) und der einzige Rost an Giersch macht nur braune Telien, was mich natürlich zum Absuchen der Umgebung veranlasst hat. Björn und Stefan waren auf der richtigen Spur. Verursacher war eine Brombeerranke, die komplett befallen war. Durch den starken Wind ist das dünne Ende wohl einmal über den Giersch gestrichen und hat voll abgeladen ^^.







    Ein vorjähriges Blatt war mit Uredien besetzt und das Befallsbild und die Sporen sehen nach Phragmidium violaceum aus. Leider kann ich momentan keine Mikroaufnahmen machen, aber bei dem Material kann ich das ja nachholen.


    LG Karl