Beiträge von Karl W

    Hallo zusammen,

    Bezüglich der Form der Cheilo- und Pleurozystiden bin ich bei Stefan und schließe schon darüber I. mixtilis s. str. völlig aus. Hinzu kommt der relativ blasse Hut und die Sporengröße. Ebenso wie Stefan halte ich schon makroskopisch I. asterospora für absolut ausgeschlossen.

    Der Schlüssel in der Funga Nordica ist nicht mehr zu gebrauchen, da inzwischen zahlreiche Arten neu beschrieben wurden.

    Den Schlüssel in FoTE habe ich mir jetzt mal angesehen. Er enthält sehr viel mehr Arten ist aber gewöhnungsbedürftig.
    Schlüssel E enthält die Eckigsporer mit vollständig bereiftem Stiel
    Schließt man bei 1 die hellhütigen Arten aus gelangt man zu 5 und über nicht rötend weiter zu 6

    Bei 6 tritt das gleiche Problem mit der Stielfarbe auf, wie in der FN. Hat man nur einen Einzelfruchtkörper und keine jungen Exemplare mss man beide Wege gehen, wie es Harald ja schon in der FN probiert hat. Ob es überhaupt noch Sinn macht Einzelfruchtkörper zur Bestimmung mitzunehmen, muss jeder für sich entscheiden. (Im vorliegenden Fall sicher schon. Erster Risspilz und man lernt jede Menge übe die Gattung)

    6 a) Stem initially with rose, cinnamon-buff to reddich brown tings
    b) Stem initially white to yellowich, sometimes brownish, greyish to blackish discolouring at maturity or when grying geht zu 24

    ich folge mal Alternative b)

    24 With Alnus and Salix in dunes and bogs trifft wohl nicht zu weiter bei 33

    33 Sporen nodules up to 1mµ high wohl eher höher weiter bei 35

    Dann geht es munter weiter bis Schlüsselziffer 50. Leider fehlt mir momentan dazu die Zeit (Alme-Tagung).
    Wenn man bei Schlüsselmerkmalen unsicher ist oder aus mangelnder Erfahrung nicht weiß was gemeint ist macht es absolut Sinn mal mit Dittes Funden auf https://www.inocybe.org/genus-…ersporer-nodulose-spored/ zu vergleichen. Zusätzlich wird es notwendig sein, die Originalbeschreibungen einzusehen. Publikation ist aus indexfungorum zu entnehmen.

    LG Karl

    Hallo Bernd,

    die Sporen bei Nr. eins haben eine Entwicklungstörung. Q-Wert 3,5 - 8,5 ist als Bandbreite m. E. für gesunde Sporen unvorstellbar.

    Bei Nr. 2 sind ja nur wenige Asci mit reifen Sporen zu sehen und die eingedellten Aporen mir teilweise ausgezogener Spitze zu einer Seite sind ebenfals nicht normal entwickelt.

    Wahrscheinlich sind beide G. cookeianum

    LG Karl

    Wenn wir raten sollen, solltest Du allerdings zuvor der Bilddatei einen weniger verräterischen Namen geben 🙃

    Auch nicht tragisch :) . Es ging eh mehr darum, diese ungewöhnliche Erscheinungsform zu zeigen. Letztes Jahr standen helle und dunkle Exemplare direkt zusammen.



    LG Karl

    hmm, ich wundere mich da jetzt ein bisschen; alle die von Dir geforderten Sachen hat ja das von Jens Wilk programmierte Smaff drauf, mit Verteilungskurven und allem. Kennst Du das gar nicht?


    Hallo Jürgen,

    mit den vielfältigen Möglichkeiten von Smaff hast Du natürlich recht, aber damit kann an nicht messen und schon garnicht mit den Kästchen. Jens arbeitet übrigens an einer Version 5.

    LG Karl

    den würde ich als Agaricus fuscofibrillosus bezeichnen ohne zu wissen ob diese Art wirkich anerkannt ist.

    Hallo Jörg,

    bei der Bestimmung sind wir einer Meinung. Parra führt A. fuscofibrillosus allerdings nur als Synonym zu ist Agaricus langei.

    LG Karl

    Hallo,

    Bild 1 zeigt einen wunderschönen Befall mit einer der Hallimascharten. Wahrscheinlich der Dunkle- oder auch Gemeine Hallimasch (Armillaria ostoye)

    Bild 2 halte ich für den Weißen Polsterpilz (Postia ptychogaster)

    LG Karl

    Hallo Mario,

    ich kam auch ohne Anleitung schon zurecht. Für eckigsporige Risspilze besonders mit großen Höckern ist das absolut genial.
    Auch für Rötlinge und natürlich "normale" Sporen gut geeignet.

    LG Karl

    Insbesondere Deine Täublingsbeiträge lese ich immer gerne. :thumbup:


    Bezüglich der braunen Russula heterophylla, konnte ich bei mir ein Myzel beobachten, bei dem die selben, jung intensiv braunen Fruchtkörper, einige Tage später mit ausgebreiteten Hut typisch olivgrünlich geworden sind. Scheinbar verändert sich die Pigmentierung auch im Laufe des Alterungsprozesses. Ein echtes Chamäleon.


    VG Thiemo

    Hallo Thiemo,

    freut mich, dass Dir die Beiträge gefallen. Der älteste zusammengeklappte Frk. links im Bild hatte auch etwas grün in der Mitte, was im Bild nicht erkennbar ist. Andererseits haben die schon voll aufgeschirmten Frk. keine Spur von grün und ob sich da farblich noch was getan hätte ist fraglich. Jedenfalls eine interessante Beobachtung, dass braune Frk. im Alter grün werden können.

    LG Karl

    Hallo zusammen,


    nach mehr als 3 Monaten war ich mal wieder in meinem „Wohnzimmer“ NSG Brachter Wald (Depot) wo seit mehr als 25 Jahren regelmäßig kartiert wird. Trotz der Trockenheit konnte ich nicht erwartete 85 Arten erfassen, was aber nur durch langjährige Ortskenntnisse und gezieltes Aufsuchen schattiger Bereiche möglich war. Direkt am Parkplatz war es noch am besten, weil das wenige Regenwasser von betonierten Flächen in die Randbereiche läuft. Freie Flächen waren wie leergefegt und von vielen Arten gab es nur Einzelfruchtkörper und angetrocknete Exemplare, aber einige Bilder sind noch dabei herumgekommen.


    Rosascheckiger Milchling (Lactarius controversus)



    Eichenmilchling (Lactarius quietus)



    Echter Reizker (Lactarius deliciosus)



    Birkenpilz (Leccinum scabrum)





    Parasol (Macrolepiota procera)



    Nelkenförmiger Warzenpilz (Thelephora caryophyllea)





    Buckel-Täubling (Russula caerulea)



    Blut-Täubling (Russula sanguinaria) finde ich meist ohne deutliche Rottöne am Stiel



    Ein kleiner Hasenstäubling (Lycoperdon utriforme)



    Auf einem abgestorbenen Blatt von Rot-Eiche fand sich der schwarz umrandete

    Landkarten-Eichenblattbecherling (Coccomyces dentatus)



    In seiner Begleitung eine Spaltlippe (Lophiodermium petiolicola)



    Gefreut hat mich eine die Kollektion eines Risspilzes, der seit Erscheinen dieser Arbeit https://doi.org/10.3767/persoonia.2018.41.11 nur noch nach sorgfältiger Bearbeitung möglich ist. Damit wollte ich mich schon länger befassen.

    Gerandetknolliger Risspilz (Inocybe mixtilis ss.str.)



    Wiesenpilze gab nur in einem wind- und sonnegeschüzten Bereich

    Ein Keulchen ohne Bogenschnallen an den Basidien passt wegen sehr schlanker Sporen nicht zur „normalen“ Art und ist nur als Aggregat zu bestimmen

    Wurmförmige Wiesenkeule (C. fragilis agg.)





    Safrangelber Saftling (Hygrocybe acutoconica)



    Pfifferlings-Saftling (Hygrocybe cantharellus)



    Schwärzender Saftling (Hygrocybe conica agg.)



    Zum Kontrast noch ein aktueller Friedhofsfund von heute, den ich für was anderes halte. Ob Form, Varietät oder eigene Art, wir sicherlich mal von den DNA-Freaks :giggle: beantwortet.Schwärzender Saftling (Hygrocybe conica f. pseudoconica)



    LG Karl

    Der Pilz ist erst vor knapp 20 Jahren beschrieben worden. Es gibt in Deutschland relativ verstreut einzelne Fundpunkte, insbesondere in Duisburg konnte Kriemhilde Müller den Pilze über einige Jahre hinweg regelmäßig nachweisen.

    Hallo Björn,

    ein toller Fund, auch wenn Du ihn etwas jünger gemacht hast ;). Dein Fund ist der erste Nachweis in NRW seit knapp 20 Jahren. Ich kann mich noch gut an die Funde erinnern und besonders welche Bestimmungsprobleme wir damals hatten. Im 2001 erschienenen Pilzkompendium von Ludwig, war die Art nicht enthalten und wir wurden erst in der FLORA AGARICINA NEERLANDICA fündig, in der ein Fund aus Belgien von 1998 erwähnt ist.

    Hier mal zwei Bilder von Krimhilde




    LG Karl

    Hallo Elisabeth,


    Das paper habe ich, nachgesehen hatte ich nur die Mikros in FE5b. Vielleicht kommt ja noch was aus der FB-Gruppe. Sonst gibt es auch noch ein Unterforum Entoloma im DGfM-Forum, da schaut Kai öfter rein.


    LG Karl

    Hallo Elisabeth,

    leider kein Abwurf und wenn ich mir die Sporenzeichnungen in FE5b anschaue, finde ich die Entscheidung zur Sporenform schwierig, tendiere aber auch eher zu gemischten Sporen. Sporenlänge > 8,5 und fehlende Caulozystiden an der Stielspitze muss ich unterstellen. Leider weiß ich nicht wie kongophile Plaques aussehen und die Mikrobilder sind auch keine echte Entscheidungshilfe. Schicke mal an Kay.

    LG Karl