Beiträge von Karl W

    Liebe Pilzfreunde

    Heute habe ich einen wunderbare Eichenstumpf mit jungen Fruchtkörpern gefunden. Durch wöchentliche Aufnahmen, läßt sich jetzt den gesamten Lebenszyklus dokumentieren, was mir bisher noch nicht gelungen ist. Sicher werden sich auch diesmal wieder irgendwelche Deppen finden, welche die Fruchtörper abtreten :haue:


    Harziger Lackporling (Ganoderma resinaceum)











    LG Karl

    Galerina paludosa soll eine Ringzone haben oder ist die manchmal so undeutlich, dass man sie nicht erkennt?

    Oder liegt es an den Fotos? Da kommt manches ja leider nicht so gut rüber.

    Hallo Steinpils,

    ich finde die Verteilung der Flocken auf dem Stiel wie in Bild 3 absolut typisch. Die Ringzone kann mal etwas deutlicher sein, wie bei dem Exemplar vorne links, aber auch fehlen.

    LG Karl

    Was wäre aber, wenn man erst gar nicht auf die Details achtet und eben nicht versucht, solche besonderen Ausprägungen irgendwie zu benennen. Und dann käme raus, dass es mehrere Arten sind? Dann kann man alle früheren Kartierungsdaten quasi löschen und muss von vorner zu kartieren beginnen. Das gab es ja schon mehrmals - ich erinnere nur an "Xerocomus chrysenteron" - ich erinnere ich an Zeiten, in denen selbst X. pruinatus nicht kartiert werden konnte, weil das alles nur Rotfußröhring genannt werden sollte (im Kartierungsprogramm von früher).

    Hallo Christoph,

    da schreibst Du etwas wie ich finde sehr Wichtiges! Wenn ich Amanita spissa in das Kartierungsprogramm Mykis eingeben will, wird zwar automatisch A. excelsa draus, aber ich kann Bemerkungen zum Nachweis hinterlegen. Dann schreib ich halt langer, schlanker, zylindrischer Stiel oder einfach A. spissa dazu. Hier mal ein typisches Beispiel, wobei Bild zwei den gleichen Fruchtkörper nach dem Entfernen von Laub und von der Rückseite zeigt. Der Ring war deutlich gerieft.

    LG Karl





    Hallo Steinpils,

    Standort, Aussehen und Sporen passen gut zu Galerina paludosa. Wie Stefan schon schrieb, wären die Zystiden wichtig und auch auf Schnallen sollte man in der Gatung achten.

    LG karl

    Ich hatte die ursprünglich auch als Zweiblättrige Waldhyazinthe benannt, aber dann wurden diese, mit Begründung warum, als Grünliche Waldhyazinthe bestimmt.


    Eine Frage Karl, bei den nächsten Orchideen-Fotos auf meiner fb-Seite - dürfte ich Dich da bei einem solchen Foto "nennen/rufen" damit Du Dir das jeweilige Foto ansiehst?

    Hallo Maria,

    das kannst du gerne machen. Ich bin zwar alles Andere als Experte, aber kenne zumindest Experten, die ich in Zweifelsfällen um Rat fragen kann :)

    LG Karl

    Hallo Maria,

    eine schöne Fortsetzung :). Die Waldhyazinthe sieht mir nach P. bifolia aus. Die Pollinien in der Blüte stehen parallel zu einander und recht eng zusammen. Bei P. chlorantha sind sie weiter entfernt und etwas nach außen geneigt, wie im ersten Teil gezeigt. In jümgerer Zeit ist noch eine weitere Art beschrieben worden, die man oft für eine Hybride aus den genanntn Arten gehalten hat.

    LG Karl

    Von den 4 Bildern im Originalbeitrag würde ich beim ersten und letzten Deinem Urteil "eindeutig serrulatum" nicht widersprechen wollen, auch wenn ich es nicht ganz eindeutig finde. Das dritte Bild zeigt aber Fruchtkörper, bei dem auch die unten gestaffelten Fruchtkörper jedes schwarzblau verloren haben und rein braun ausgefärbt sind. So kenne ich "meine" serrulatums nicht, und beim obersten meine ich sogar einen blauen Rand zu erahnen. Ist auch das dritte Bild für Dich in der normalen Variationsbreite von serrulatum - dann müsste ich mein Bild der Art noch erweitern? Oder (@anthoff) zeigen die 4 Bilder gar beide Arten?


    Grüße,

    Wolfgang

    Hallo Wolfgang,
    ich habe Kollektionen von E. serrulatum und auch E. caesiocinstum mehrfach an direkt aufeinanderfolgenden Tagen oder die gleichen Kollektionen mit 3 bis 8 Tagen Abstand gesehen. Im Alter kann E. serrulatum ja nach Witterung schon mal so aussehen wie in Bild 3. Leider habe ich damals keine Detailaufnahmen gemacht, aber zumindest geprüft, dass es sich nicht um Verfärbung durch Sporenpulver handelt wie am rechten Rand.

    Die Frk. waren einige Tage vorher tiefschwarz, standen allerdings ziemlich sonnenexponiert.

    Typischerweise sind auch ältere, ausgebreitete Frk dunkler


    Dein Gedanke, dass oben im Beitrag beide Arten zu sehen sind, ist also absolut nachvollziehbar, zumal beide Arten unmittelbar benachbart vorkommen können.

    LG Karl




































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    Hallo Karl,


    war eine Psathyrella; keine Parasola. Wenn du die Parasola von oben meinst, dann sind das Erdpartikel. Ich habe die Borsten unterm Mikro gefunden; keine Spur von Velum.

    Hallo Stefan,

    klar meinte ich die von oben, danke für die Klarstellung. Sieht aber auch zu verführerisch nach Velum aus ==Gnolm7


    LG Karl

    Hallo zusammen

    Die Unterscheidung von E. serrulatum und E. casiocinctum ist makroskopisch manchmal nur möglich, wenn man Kollektionen von jungen und alten Fruchtkörpern hat. E. serrulatum behält sehr lange seine dunkle Farbe, während E. caesiocinctum je nach Wetterlage schon nach Stunden nur noch schwache Blautöne am Hutrand hat, die am nächsten Tag völlig verschwunden sind.

    Das Bild von E. caesiocinctum in FE 5a ist übrigens viel zu dunkel abgezogen und hat schon zu Irritationen geführt. So sah die Kollektion aus und die war taufrisch und am frühen Morgen fotografiert. Für frische E. serrulatum sind die Frk. schon zu hell.


    Hier einige Kollektionen von E caesiocinctum mit zunehmendem Alter






    Die bereits stark ausgebreiteten Frk. im Beitrag sind für mich eindeutig E. serrulatum


    LG Karl

    Hallo Maria und Stephan

    Sehr schöne Eindrücke aus einem Gebiet, das ich bisher leider noch nicht besuchen konnte.

    @ Stefan: Seh ich da etwa Velum auf deiner Parasola :/

    @ Maria: D. majalis könntest Du mal mit D. incarnata vergleichen.

    LG Karl

    Hallo Matthias

    Sehr schön, dass die ersten Leptonien im Depot schon da sind. Ich glaube Junifunde hatte ich nur 2 mal in 18 Jahren. Bezüglich der Bestimmung bin ich voll bei Wolfgang.
    Wenn Du die dritte Art erneut findest, acht unbedingt auf den Geruch. E. papillatum riecht z. b. deutlich mehlig/ranzig, was die Bestimmung sehr erleichtert. Ein weiterer Kandidat wäre E. infula und mein Favorit E. favrei mit langen meist kopfigen Zystiden an der Stielspitze. In jedem Fall ist sind aber alle Arten mikroskoppflichtig ;)

    LG Karl

    Mit dem Ausdruck "ist gentechnisch identisch mit" habe ich ein bisserl Schwierigkeiten. Es wurde ja m.W. nur die ITS verglichen. Werner (Jurkeit) hat bei der Originalbeschreibung von R. columbicolor doch einige Merkmale herausgearbeitet, die die Art als eigenständig und erkennbar definiert. Nur weil die ITS gleich ist, würde ich das alles nicht direkt in Frage stellen. Bestätigt es sich in Multigen-Stammbäumen, dann natürlich o.k. - und dann sollte man auch Übergänge finden. Gerade hier dachte ich,die sehr kleinen Sporen und die Form der Pileocystiden mit den apikalen Anhängselchen seien doch sehr charakteristisch.

    Hallo Christoph,
    da sind wir völlig einer Meinung und mit dem isolierten "ist gentechnisch identisch mit" hätte ich selber Schwierigkeiten :D. Bei meiner Antwort an Stefan ist mein Nachsatz, den ich formuliert hatte verloren gegangen.

    PS. Meines Wissens ist bisher nur die ITS verglichen worden und das ganze gilt natürlich nur, wenn es es sich bei Untersuchung weiterer Genabschnitte bestätigt.

    Ich weiß ja, das Werner R. columbicolor schon über 10 Jahre kannte, bevor er sich zur Neubechreibung entschlossen hat und niemand hat Russulakollektionen sorfältiger studiert als er.

    Hallo Christoph,

    der Problematik bei den Griseine bin ich auch nach Jahren noch nicht beigekommen. Ich habe nach Erscheinen der oben genannten Arbeit monatelang jeden Täubling untersucht und hatte alle "vier" Arten und R. grisea als sicher bestimmt angesehen. Inzwischen bin ich zu der Ansicht gekommen, dass alles entweder R. parazurea oder R. ionochlora ist. Auch 2 Kollektionen von R. grisea aus dem Werk von Helga Marxmüller sind gentechnisch als R. ionochlora bestimmt worden. Ob R. ionochlora konstant etwas helleres SPP hat also IIa - IIb gegenüber IIc bei R. grisea hat, erscheint mir inzwischen auch nicht mehr sicher, was die Problematik noch verschärft. Man wird zwar mit der Zeit sicherer, aber es gibt immer wieder Exemplare, bei denen man ins Grübeln kommt.

    Bei beiden Kollektionen von Dir hätte ich mit R. ionochlora kein Problem. Sporenornament isoliert ist bei dieser Art wohl zwingend, aber kurze Grate bzw. Verbindungslinien dürfen vorhandensein. Bei R. parazurea haben die Sporen mehr Verbindungen und einzelne Maschen, wenn auch kein vollständiges Netz. Ein gutes Merkmal für R. parazurea, wenn bei älteren oder verregneten Exemplaren der Reif fehlt, ist das fehlen jeglicher violettlicher Töne unter der Huthaut. R. grisea ist für mich ein kräftigerer Pilz, den ich nur einmal im Kalkbuchenwald hatte.

    LG Karl

    Hallo Christoph,


    in einem der Tintlinge der letzten Zeit gabs einen Artikel über die Griseinae-Gruppe, bzw. gibts auch einen schönen Artikel von Felix Hampe und Robin Dost aus dem Jahr 2010 dazu.

    Hallo Stefan

    Die Arbeit von Felix und Robin im Tintling Heft 6/2010 Nr. 67 S. 34ff ist überholt. Der Typus von R. columbicolor ist gentechnisch mit dem Typus von R. grisea identisch. Das heißt natürlich jetzt nicht, dass alle Funde von R. columbicolor jetzt R. grisea darstellen, sondern die Meisten sind R. ionochlora. R. plumbeobrunnea ist nicht Anderes als R. pararzurea. Natürlich findet man die "vier" Arten schon mal in genau der Ausprägung, wie in dem Artikel, aber eben auch alle Übergänge.

    LG Karl

    Hallo Björn,

    kaum hat man einen Beitrag von Dir beantwortet, haust Du schon den nächten raus :). Danke für´s Zeigen. Es ist meistens was dabei, was man selbst noch nicht hatte und das zur Nachsuche anregt (vorausgesetzt man mag Phytos:giggle:).

    LG Karl

    Zur Scutellinia. Sporengröße (19.3 +- 0.6) µm x (11.8 x 0.2) µm. Ascus 250 µm x 22 µm, Ascusfuß 25 µm x 13 µm. Randhaare um die 1.4 mm, Haardicke 33 µm, Haarwanddicke 5-6 µm. Sporen ganz fein warzig. Womit schlüssel ich das jetzt am besten?



    Nun die Russula. Sporengröße (8.7 +- 0.6) µm x (6.9 +- 0.2) µm, Sporen mit Warzen, die vereinzelt verbunden sind. Was die Huthaut angeht, meine ich Pileozystiden zu erkennen. Soweit paßt das alles gut zu R. exalbicans. Was mich etwas irritiert, ist der Sporenabwurf. Der sah für mich ziemlich weiß aus, was ja nicht zu R. exalbicans passen würde. Andererseits waren die Lamellen meines Fundes, gerade jetzt wo er trocken ist, deutlich gelbstichig. Die fehlende Schärfe schiebe ich einfach mal darauf, daß ich am Wochenende literweise Ingwertee getrunken habe, danach ist auch Lactarius vellereus mild ;)

    Halo Björn

    (PDF) The genus Scutellinia (Pyronemataceae) ist sicher unverzichtbar, aber bei manchen Funden ist Unterstützung enorm hilfreich. Deinen Fund sehe ich in der Ecke von S. crinita oder scuttelata, wobei von einigen Spezialisten nicht ausgeschlossen wird, dass beide Arten identisch sind. Da kann dann fast nur noch Rada weiterhelfen.

    Pileozystiden sehe ich auch, aber auch massenweise kugelige Zellen vom Hutfleisch. Wenn Du ein Stück Huthaut abziehst, schabe entweder das Fleisch mit einer Rasierklinge ab, oder nimm das Präparat von einer Stelle an der möglichst kein Fleisch mehr hängt. Meisten klappt das, wenn Du die Huthaur ganz langsam abziehst. Am Ende hast Du bei fast allen Arten ein Fitzelchen, was völlig durchscheinend ist.
    Die Beurteilung des Sporenabwurf funktioniert besser, wenn Du das Sporenpulver zusammenschabst und zwischen zwei Objektträger legst. Durch vorsichtiges hin- und herschieben erhälst Du dann eine dünne Schicht, die Du mit einer Farbtafel vergleichen kannst. Die Farbe der Lamellen auch beim Foto des frischen Pilzes, schließt weiß aber auch schon aus.

    Beispielbild (das ist nicht exalbicans)

    Leider verändern sich bei einigen Arten die Farben nach längerer Zeit. Das Anlegen von Dauerpräparaten bekannter Arten in den Tönen von weiß bis dotterfarben, kann also irgenwann zu Fehleinschätzungen führen.

    R. exalbicans ist nur frisch etwas scharf, aber nicht anhaltend und ältere durchwässerte Exemplare sind sogar völlig mild.

    LG Karl

    Hallo Björn,

    deine Großpilzfunde können sich ja schon echt sehen lassen. Der milde Milchling im Buchewald wird sich wohl als Lactarius subdulcis entpuppen. Ein weiterer zu Anfang milder Kandidat wäre Lactarius tabidus, der jedoch meist bei Birke zu finden ist. Seine Milch färbt sich außerdem nach kurzer Zeit blassgelb, was man sehr gut auf einem Papiertaschetuch beobachten kann.
    Den Täubling solltest Du mit Russula exalbicans vergleichen.

    LG Karl

    Hallo Felli,

    ich kann mir beim besten Willen nicht Anderes vorstellen. Die großen Sporen mit deutlich exzentrischem, großem Porus, fehlende Kaulos und für die Domesticus-Gruppe typisches Velum, lassen keine andere Bestimmung zu. Wenn man sich die von Andreas zitierten Abbildungen ansieht, ist das Aussehen nicht so daneben. Bei Krieglsteiner/Gminder wird zumindest ein Fund auf Kräuterstängeln erwähnt.

    LG Karl

    Hallo Erich,

    um die Art näher eingrenzen zu können, sind bei Conocybe die Kaulozystiden wichtig. Gibt es tibiiforme Zystiden am Stiel, anders geformte Kaulos und/oder Haare oder eine Mischung dieser Elemente. Auch ob die Basidien 2- oder 4 sporig sind, kann wichtig sein.

    LG Karl

    Von Inocybe tjallingiorum hatte ich 2016 zwei Kollektionen in der Viernheimer Heide, auf offenem, sandigem Boden bei Kiefern (trockener, sommerheißer Standort).

    Beide Kollektionen von Ditte bestimmt, und deinen zwar sehr ähnlich, aber doch auch etwass variierend.

    Hallo Pablo,
    danke für Deinen schönen Kollektionen. Mit diesem Aussehen, habe ich die Art schon 1999 erstmals und später noch mehrfach unter Espe gefunden.


    Die im Beitrag gezeigte Kollektion ist mikroskopisch identisch und stimmt auch mit Deinen mikroskopischen Merkmalen überein. An dem Standort kommt sie immer in diesen Farbtönen und makroskopisch habe ich sie zunächst auch nicht erkannt, da ich die Art mehr dunkelbraun in Erinnerung hatte.
    Übrigens war Ditte schon mal an diesem Standort und hat eine ähnliche Kollektion als I. tjallingiorum bestimmt.

    LG Karl


    Die Laccaria proxima kannst du makroskopisch ansprechen? Ich frage mich nämlich nach wie vor, ob das für alle großen, schuppighütigen Laccarien mit braunem, stark längsfaserigen Stiel funktioniert, weil der Gattungsüberblick fehlt. Was Anderes kam bisher zwar nie raus, aber ich traue meiner erfahrung noch nicht in dem Bereich.

    Hallo Pablo

    Ich habe extra auf die makroskopischen Merkmale hingewiesen, weil viele Leser nicht mikroskopieren. Wie Christoph bestätigt hat, war diese Kollektion jedoch wirklich ausgesprochen typisch und ich war mir vor dem Mikroskopieren schon zu 99,5 % sicher ==3.

    LG Karl

    Drosera intermedia ist sehr schön . In mein Umgebung - Winklmoosalm wachsen Drosera longifolia und man kann mehrere Exemplaren sehen .

    Auch wenn es kein Pilz ist, der Sonnentau hat klar gewonnen!

    Hallo Karl, das gibts ja gar nicht. Es ist Juni und Du zeigst uns hier Pilze der Saison! Glückwunsch. Aber mir gehts wie Mausmann, am meisten beeindruckt hat mich der Sonnentau.

    Hallo Beli, Mausmann und Claudia,
    da bin ich ja froh, dass ich den Sonnetau mit eingebaut habe. Der Sonnentau steht in einem Bereich dort flächendeckend und das Areal ist durch den im letzten Jahr gefallenen Wasserspielgel noch größer geworden. Hier noch 2 Bilder, die meine Begleiterin an dem Tag aufgenommen hat.




    LG Karl