Beiträge von Karl W

    Hallo zusammen,

    endlich habe ich Puccinia acetosae an Sauerampfer mal selber gefunden und dann noch als Neufund für das Depot (NSG Brachter Wald).

    Sauerampfer (Rumex acetosa)


    Blattoberseite


    Stäubende Uredien auf der Blattunterseite



    Uredosporen






    Die Art kann auch an anderen spitzblättrigen Arten der Gattung auftreten


    LG Karl

    Hallo Karl,

    Das wird sich ändern, denn hatte diesen Fund vergessen zu kartieren ^^

    Ich hoffe du hast heute Glück gehabt :)


    Hallo Thorben,

    sehr gut, dann nehme ich den schon in die Liste ohne Fundorte auf.

    Im Depot war es eher mäßig und besonders an Pflanzenstängeln und Zweigen waren keine frischen Frk. zu finden. Kleine Blätterpilze waren meist angetrocknet und bei Helvella und Gyromitra Totalausfall. Immerhin gab einen neuen Rostpilz an Rumex, den ich noch nicht abschließend bestimmt habe und mit einem Fälbling bin ich auch noch beschäftigt. Neu gegenüber dem 01.03 war sonst nur Parasola schroeteri.

    LG Karl

    Lieber Christoph,


    danke für Deine ausführliche Stellungnahme. Die Formulierung "nach der jetzt gültigen Auffassung" hatte ich als Klarstellung für Jörg gewählt, da wir uns im Onlinetreffen über Funde unterhalten haben und ich dabei den Namen R. roseocremea ins Spiel brachte.

    Dem Umstand, dass bei weiteren Aufsammlungen möglicherweise neben Salicaceae noch andere Wirte auftreten können, werden die Autoren wohl auch nicht widersprechen.


    Das es im Artikel von der zur Art erhobenen R. rubrata und von R. persicina unter Pappel keine morphologischen Beschreibungen und gegenseitige Abgrenzung gibt, finde ich auch schade und die zitierte Literaur muss ich mir noch besorgen. Meine mehrfachen als R. roseocremea bestimmten Funde kann ich leider nur mit einem als R. persicina bestimmten Eigenfund aus eine Kalkbuchenwald mit eingestreuten Eichen und einem von Werner Jurkeit als R. persicina var. rubrata bestimmten Fund vergleichen.
    Die Veröffentlichung der durch die Autoren vorgenommene mikromorphologischen Untersuchung des Holotyps von R. roseocremea und die Abgrenzung zu R. rubrata wäre jedenfalls sehr zu begrüßen

    Dem Umstand, dass sich durch die Aufnahme weitere Loki in die Phyllogenie Änderungen ergeben können oder auch nicht, ist nichts hinzuzufügen.


    LG Karl

    Hallo Karl,


    wenn ich das jetzt richtig verstanden habe existiert R. roseocremea nun doch nicht und es ist weiterhin R. persicina oder liege ich da falsch?


    VG Jörg

    Hallo Jörg,

    Ja, R. roseocremea ist ein Synonym von R. persicina. Allerdings wurde R. persicina in früheren Gattungsbearbeitungen unter verschiedenen Laubbäumen auf unterschiedlichen Böden beschrieben, jedoch wurde Pappel nie erwähnt. Nach der jetzt gültigen Auffassung ist R. persicina jedoch die an Pappelarten gebundene Art, wobei wohl auch Weide noch in Betracht kommt.


    LG Karl

    Hallo zusammen

    Wer die Zeitschrift für Mykologie 92 (1): 15-30 gelesen hat ist ja bereits informiert.

    Für alle anderen zur Info:
    Die Sequenzierung des Typus von R. roseocremea und weiterer Funde hat zu folgenden Ergebnissen geführt:

    Russula persicina
    Krombh.
    Synonyme: Russula rubicunda Quel.
    Russula roseocremea R. Socha, Hálek & Baier

    Russula rubrata (Romagn.) F. Hampe, Kleine & Manz comb et. stat. nov.
    Basionym: Russula persicina var. rubrata Romagnesi
    Synonym: Russula persicina var. decembris Benigni, Barigelli & Petroselli

    Beide Arten sind nah verwandt unterscheiden sich jedoch deutlich in ihren ökologischen Ansprüchen

    Russula persicina ist gewöhnlich mit verschiedenen Pappelarten vergesellschaftet und ist aus Tagebaurekultivierungsgebieten bekannt. Eigene Funde kamen an ähnlichen Standorten vor. Russula rubrata ist meist mit Fagaceae assoziert und bevorzugt meist basische Böden.

    LG Karl

    Karl W – hast du mittlerweile mehr Glück gehabt?

    Hallo Christoph,

    tatsächlich bin ich am Wochenende im Allgäu fündig geworden. Beim Besuch meine Tochter und meine Enkel habe ich am Zaun zum Nachbargarten einen kleinen Bestand von Scharbockskraut mit Erfolg abgesucht.

    Leider hatte ich meine Kamera nicht dabei aber wenigstens das Handy.


    Entscheidend sind aber letztlich die Mikros :)





    LG Karl

    Hallo Harald,

    von Mushpits gibt es doch sogar einen Auszug als mykdaten.mdb

    Das Problem ist wie bei anderen Anwendungen die zeitaufwändige Plausibilitätsüberprüfung. Nicht nur in Pizgucker ist viel Schrott dabei sondern leider teilweise auch bei "Forschungsqualität" in iNaturalist.


    LG Karl

    Hallo zusammen,


    Am 1. April war ich, nach den schönen Funden vom 18.03.26 Pilze im Monat März wieder mit Rainer in der Eifel unterwegs


    Die Spitzmorcheln (Morchella deliciosa) hatten an Größe deutlich zugelegt und es kam auch Nachschub





    Überraschend war Morchella vulgaris schon am Start. Unser frühester Fund in der Eifel war bisher 10 Tage später






    Sonnenexponiert auf einer Streuobstwiese Morchelbecherlinge (Disciotis venosa) schon weit entwickelt




    Passend zur Jahreszeit waren auch Scheiben-Lorcheln (Gyromitra ancilis) zu finden






    Zum Abschluss noch die Violette Schuppenwurz (Lathraea squamaria) welche vor 2 Wochen noch nict zu sehen war



    LG Karl

    Hier sieht es aktuell nicht so gut aus. Vorgestern hatte ich –7 °C. Jeden Tag nachts mehr als 12 Stunden Bodenfrost. Da wächst nicht allzu viel.

    Aber laut YR soll es in den nächsten Tagen deutlich wärmer werden.

    Hallo Steffen,

    hier gab es gelegentlich noch leichten Bodenfrost und nur in ungünstigen Lagen wiesen Kleinpilze deutliche Frostschäden auf. Ich wünsche Dir bald bessere Bedingungen.

    LG Karl

    Hallo zusammen

    Am 01.03.26 traf ich mich mit Thorben im NSG Brachter Wald (Depot) und Thorben hat ja schon interessante Funde vorgestellt. Sarcopodium circinatum Ehrenb. 1818

    Stemphylium vesicarium (Wallr.) E.G. Simmons 1969  Tulasnella calospora (Boud.) Juel 1897


    Eine Gallertträne an entrindetem Kiefernast erwies sich als Glücksfall.



    Zweisporige Basidien sind für die Gattung Dacrymyces typisch.

    Schnallen an Hyphen und Basidien kommen eher selten vor.

    Sporen mit bis zu 7 Septen und ca. 19 x 7 mµ führen zu Verschiedensporige Gallertträne (Dacrymyces variisporus)


    Die Art war neu für mich und war in NRW noch nicht kartiert


    Am 18.03.26 ging es mit Rainer auf Erkundungstour in die Eifel

    Es zeigten sich erste Morchelbecherlinge (Disciotis venosa)




    Vereinzelt Blühte der Echte- oder auch Gewöhnliche Seidelbast (Daphne mezereum)


    Nur wenige Meter weiter standen Junge Spitzmorcheln (Morchella deliciosa)




    In einem anderen Gebiet ragten aus einer dicken Moosschicht Helmlinge hervor und erst beim vorsichtigen Entnehmen war das Wachstum auf Fichtenzapfen festzustellen.
    Fichtenzapfen-Helmling (Mycena plumipes) oft noch als M. strobilicola in Büchern zu finden



    In vollsonniger Hanglage erblühten die ersten Küchenschellen (Pulsatilla vulgaris)



    Rote Kelchbecherlinge an einer bekannten Stelle waren überständig und teilweise zerfressen. Nach einiger Suche fand sich dann doch noch ein fotogenes Exemplar.

    Deutscher Name zum Aussuchen :D : Österreichischer Prachtbecherling, Blutroter Kelchbecherling, Blutroter Prachtbecherling, Österreichischer Kelchbecherling, Zinnoberroter Prachtbecherling,

    Gewöhnlicher- oder Gemeiner Kelchbecherling (Sarcoscypha austriaca)


    Es ist doch März, da darf er nicht fehlen :)
    Märzschneckling oder auch Märzellerling (Hygropgorus marzuolus)




    In heimischen Gefilden wurde ich beim Kontrollbesuch auf dem Krefelder Hauptfriedhof fündig

    Zedern-Sandborstling (Geopora sumneriana)




    In ca. 6m Höhe fiel mir eine Schnittstelle am Seitenast einer alten Roteiche ins Auge und der Grund für die Maßnahme war deutlich zu sehen. Zum Glück hatte ich eine Kamera mit Zoom-Objektiv dabei.

    Ich dachte an den Eichen-Feuerschwamm (Fomitiporia robusta) der gerne an solchen Stellen wächst.

    Tatsächlich handelt es sich um den Echten Zunderschwamm (Fomes fomentarius) Danke an Christoph Tricholomopsis für die Richtigstellung


    Gestern dann noch ein Kontrollbesuch in heimischen Gefilden

    Nach fünfjähriger Pause gab es endlich wieder Anemonenbecherlinge(Dumontinia tuberosa)




    Als Beifang noch der Frühlings-Glockenschüppling (Pholiotina aporos)


    Dem aufmersamen Betrachter werden zwei Anemonenbecherlinge im Bild nicht entgehen


    LG Karl

    Hallo Stefan,

    Rigidoporus ulmarius ist von der Konsistens sehr hart und hat auch optisch nicht das geringste mit dem vorgestellten Pilz zu tun.

    LG Karl

    Hallo Bernd,

    die Cheilos liegen absolut in der Bandbreite, die ich bei meinen reichlichen Funden festgestellt habe und der Rest passt eh.

    LG Karl